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Ein Tag Personenverkehr in Oer-Erkenschwick

geschrieben von: Jürgen Utecht

Datum: 12.09.21 20:26

Hallo,

Ohr, nicht Öhr (Dehnungs Ehh) hatte für einen Tag einen Personenbahnhof:

https://www.waltroper-zeitung.de/datteln/neue-schnellbuslinie-aus-dem-ostvest-auf-direktem-weg-zur-tu-dortmund-w1673345-11000067496/

"Die Stimberg-Stadt hatte in ihrer Historie für genau einen Tag einen Bahnhof, der auch Personen transportiert hat. Und zwar im 12. Juli 1969. Denn an diesem Tag standen die Fußballer der Spielvereinigung Erkenschwick im Finale der Deutschen Amateurmeisterschaft gegen den SC Jülich. Und aus dem Ostvest wollten 1000 Fans ihre Mannschaft nach Krefeld begleiten. Kurzerhand richtete die Zeche Ewald-Fortsetzung einen Bahnsteig auf dem Zechengleis ein, während die Deutsche Bahn die Anbindung an ihr Netz ermöglichte. Es sollte das letzte Mal sein, dass Personen über die Schiene aus oder nach Oer-Erkenschwick transportiert wurden."

Finde ich spannend, vielleicht ja auch für Euch interessant..


Gruß Jürgen

Ich bin gegen die ungewollte Umleitung!!!

Re: Ein Tag Personenverkehr in Oer-Erkenschwick

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 12.09.21 20:54

Tja Jürgen,
da hat jemand nicht aufgepaßt: "Deutsche Bahn" 1969 ;-)
Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Re: Ein Tag Personenverkehr in Oer-Erkenschwick

geschrieben von: Brockenhexe

Datum: 12.09.21 22:00

Moin,
Umgekehrt muss auch heute noch bei vielen die "Bundesbahn" dran glauben wenn es mal wieder hakt.
Obwohl, ich wünsche mir die "moderne" Bundesbahn von Mitte der 80er - später auch Deutsche Reichsbahn - bis Mitte der 90er zurück.
LG

Tja Jürgen,
da hat jemand nicht aufgepaßt: "Deutsche Bahn" 1969 ;-)
Viele Grüße
Stefan

Oh, der Artikel ist vom 12.9.21...

geschrieben von: TransLog

Datum: 12.09.21 23:03

und dreht sich um eine geplante Schnellbuslinie. ;-)

Ja gut, ein früherer Bahnhof wird auch erwähnt-


Gruß, Ulrich

Das wird Wolf-Dietmar erfreuen

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 13.09.21 00:06

Moin Jürgen,

ein interessanter Beitrag. Meinem langjährigen Eisenbahnfreund aus Oer-Erkenschwick wird dieser Beitrag gefallen.

Danke mit Gruß aus Mannheim
Rolf

Re: Das erfreut Wolf-Dietmar begrenzt

geschrieben von: 55 4630

Datum: 13.09.21 09:13

Hallo zusammen, speziell an Rolf

Danke für den Hinweis! Den Beitrag von Jürgen hatte ich gestern Abend schon gesehen, war aber nach Rückkehr von einem Erzgebirgsurlaub mit Frau und Hund zu müde, noch darauf zu reagieren.

Nur begrenzt erfreut mich der Beitarg deshalb, weil er inhaltlich teilweise falsch ist. Die beschriebene Fahrt im Juli 1969 (übrigens mit 052 479 vom Bw Osterfeld) ist natürlich richtig erwähnt. Falsch ist hingegen, dass es der einzige Sonderzug von/nach Erkenschwick war. Ich spreche da auch nicht von einzelnen Sonderzügen mit der 74 1192 bzw. einer ELNA in den 198oer-Jahren. Vielmehr ist anlässlich eines Fußballspiels zwischen der Spielvereinigung Erkenschwick und dem Vfl-Bochum die Gelsenkirchen-Bismarcker 216 221 am 13.12.1970 mit einem Sonderzug Vfl-Express nach Erkenschwick gekommen und hat genau den im Zeitungs-Beitrag erwähnten provisorischen Bahnsteig benutzt. Ich habe selbst Lok und Zug damals fotografiert.

Ich habe unter anderem zu diesem Sonderzug vor 5 Jahren einen Beitrag in einer Ausgabe der Zeitschrift "EisenbahnGeschichte" von DGEG-Medien geschrieben. Bei dem Fußball-Spiel handelte es sich übrigens um ein Pokal- oder Qualifakationsspiel, das weiß ich nicht mehr genau, jedenfalls um kein Punktespiel, da beide Mannschaften in unterschiedlichen Ligen spielten. Die damals in Bismarck vorhandenen 216er 219 bis 223 waren damals vorzugsweise im Bereich Dahlhausen unterwegs, nachdem man den Bereich hatte dampffrei werden lassen, aber natürlich kamen die Loks auch zu anderen Leistungen. Der Vfl Bochum hatte damals für seine Fans regelmäßig Sonderzüge bei der DB bestellt.

Viele Grüße

Wolf-Dietmar



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.21 09:15.

Re: Das erfreut Wolf-Dietmar begrenzt

geschrieben von: salix

Datum: 13.09.21 22:12

Zitat: mit der 74 1192 bzw. einer ELNA in den 198oer-Jahren.

An zwei Veranstaltungen mit der 74 1192 kann ich mich erinnern. Die eine war im September und die andere war im Dezember ein oder sogar zwei Jahre später. Wann war denn die ELNA im Einsatz?

Re: Das erfreut Wolf-Dietmar begrenzt

geschrieben von: 55 4630

Datum: 14.09.21 08:32

Hallo Heinz

Die ELNA 146 war am 10.09.1988 in Erkenschwick auf Ewald-Fortsetzung. Ich habe Bilder, wo sie gemeinsam mit 74 1192 zu sehen ist. Ob sie dann tatsächlich auf der Strecke eingesetzt wurde, weiß ich allerdings nicht. Die 74er war außerdem am 05.12.1987, 11.09.1988 und 10.09.1989 hier zu sehen.

Viele Grüße

Wolf-Dietmar

Vielen Dank!

geschrieben von: salix

Datum: 14.09.21 10:43

Dann war die Dezemberfahrt (Nikolaus) die erste und nicht wie ich vermutete die letzte Tour auf den Zechengleisen. Die Septemberfahrt 1988 erfolgte im Anschluß an die legendäre Veranstalltung bei der WHBE. Wir sind direkt vom Gelände der WBHE über Ruhrkohlegleise nach Oer-Erkenschwick gefahren. Dabei mußten wir nach dem Abzweig Gruhlbad zwei Büs(Hernerstraße und Berghäuserstraße) queren. Der Ruhrkohlelotse bediente dabei die Schrankenanlagen. Unmittelbar nach dem Anfahren vor dem ersten BÜ machte die 74 einen Satz und knallte wieder auf die Schiene. Blagen hatten eine Hakenschraube samt Mutter auf den Schienenkopf gelegt. Die 17 t der Laufachse haben sie nicht plätten können. Aber der Schreck saß erst einmal tief. Das corpus delicti habe ich heute noch in meiner Sammlung. Bei der Fahrt im Jahr darauf war ich dann nicht dabei. Deshalb habe ich auch keine Erinnerung an die ELNA auf Ewald-Fortsetzung.

Und dann war da noch ...

geschrieben von: H.R.

Datum: 14.09.21 12:31

... der Sonderzug der DGEG, der am 30. März 1996 unterwegs war.

Die Reise durchs Revier führte auch über Gleise, die es heute längst nicht mehr gibt - das Bergwerk Haard in O.-E. wurde gegen 15:00 Uhr angesteuert.

e-ju-oe0196.jpg

515 556 und 815 672 bereits auf der Rückfahrt, hier in Datteln-Horneburg. Die Deelektrifizierung hat die RAG-Zechenbahn bereits überstanden. Nächstes Fahrtziel auf diesem Netz ist der Hafen "König Ludwig" am Rhein-Herne-Kanal, bevor über den Übergabebahnhof Becklem an der Hamm-Osterfelder wieder DB-Gleise erreicht werden. Via Recklinghausen-Suderwich, Ost und Süd, Bochum-Nokia und Hbf, Wattenscheid-Höntrop und den Abzweig (Essen-)Eiberg gelangen Zug und Fahrgäste zurück zum Ausgangspunkt Bochum-Dahlhausen.

Schönen Dank an Jürgen für die Eröffnung dieses besonderen Themas, ebensolchen für die interessanten Ergänzungen!

Eine gute Woche wünschend
H.


Edith recherchiert, korrigiert und ergänzt den genauen Verlauf der Rückfahrt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.21 15:29.

Re: Und dann war da noch ...

geschrieben von: salix

Datum: 14.09.21 20:37

Also bis nach Becklem zu fahren war m.E. nicht nötig. Es hätte gereicht bis in den Betriebsbahnhof Ewald-Fortsetzung* zufahren, um dann über die neue Gleiskurve von RBH direkt nach Re.-Ost zu gelangen.

*Natürlich nicht EF sondern König-Ludwig 4/5. VielenDank an Wolf-Dietmar, der mich auf diesen Lapsus aufmerksam machte.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.21 00:06.

An die zweite Übergangsmöglichkeit ...

geschrieben von: H.R.

Datum: 15.09.21 08:16

... denkst nicht nur du. Wobei noch zu sagen wäre, dass 1996 noch die RAG zuständig war.

Ich kann mich mit der Edith nur an den Fahrplan halten. Demnach galt für DZt 20904 (Auszug):

Bergwerk Haard 15:06 - 15:13 Uhr
Hafen Kö Lu 15:53 - 15:58 Uhr
Übf Becklem 16:18 - 16:20 Uhr

Ob nach dem kurzen Hafenbesuch dann vielleicht doch die Kurve direkt nach RE Ost genommen wurde, müsste jemand sagen, der es weiß.

H.

Re: An die zweite Übergangsmöglichkeit ...

geschrieben von: 55 4630

Datum: 15.09.21 09:52

Hallo

Zu dem Verlauf der Fahrt ab Hafen König-Ludwig kann ich insofern nichts sagen, da ich dort den Zug verlassen habe und zu Fuß zur Pöppinghauser Straße gelaufen bin, um von dort mit Bussen heimzufahren.

Was die von Salix erwähnte Kurve angeht, so ist zu sagen, dass sie unmittelbar am Bahnübergang der Ortlohstraße von der König-Ludwig-Bahn abging. Die Kurve wurde 1991 eröffnet, hatte aber wohl nie mehr eine wesentliche Bedeutung. Ich habe auf dieser Verbindungskurve nur einmal einen Zug fotografiert. Sie wurde überhaupt nur wenige Jahre benutzt, so dass ich nicht ausschließe, dass sie 1996 schon gar nicht mehr befahrbar war; ist aber nur eine Vermutung.

Viele Grüße

Wolf-Dietmar

Re: Ein Tag Personenverkehr in Oer-Erkenschwick

geschrieben von: Christian Kehr

Datum: 15.09.21 09:56

Deutsche Bahn 1969 ... Mann, Mann, Mann ...

Mit der Deutschen Bahn völlig undenkbar so was ...

Grüße