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Zeitungsartikel 1843 - 1848

geschrieben von: Walter aus Bayern

Datum: 11.09.21 19:49

Servus,

heute Artikel aus der Frühzeit der Eisenbahn:

Augsburger Abendzeitung
Sonntag, 11. Juni 1843
Nro. 162
* Augsburg, 11. Jun. Se. königl. Hoh. Der Kronprinz Maximilian von Bayern trafen diesen Vormittag halb 10 Uhr auf der Eisenbahn hier ein, wo Höchstdieselben am Bahnhof von den zahlreich versammelten Einwohnern herzlich begrüßt, und von den höchsten und hohen königl. und städtischen Civil= und Militärbehörden empfangen wurden. Se. königl. Hoheit setzten nach kurzem Aufenthalt sogleich die Reise an der Stadt vorbei, die Straße nach Donauwörth einschlagend, weiter fort.

Die Bayerische Landbötin
Donnerstag, 31. August 1843
Nr. 104
Fest=Production in Lochhausen
(Donnerstag den 31. August.)
Das Directorium der Eisenbahn hat passende Zwischenfahrten nach Lochhausen und zurück im Interesse der Unterhaltung angeordnet, und überdies wird die um 10 Uhr Nachts stattfindende Heimfahrt durch die eben so orginelle als schöne Ausführung einer Beleuchtung der ganzen Bahnstrecke durch bengalische Feuer in verschiedener Farbenpracht einen reichlichen Glanz erhalten und einen imposanten Anblick gewähren. Vortreffliche Musik, Gartendekoration, Transparent, Feuerwerk und illuminirte Dampffahrt! - Na, da wird’s zugehen.

Die Bayerische Landbötin
Sonnabend, 28. Oktober 1843
Nr. 129
Donnerstag den 26. d. ging mit der Mittagsfahrt der Eisenbahn eine Abtheilung des k. Artillerie=Regiments Prinz Luitpold nach Augsburg ab, um die dort seit einem Jahre sich in Dienst befindende Artillerie=Abtheilung abzulösen. Das Trompetenkorps genannten Regiments begleitete die Abmarschirenden bis zum Bahnhof und das von Augsburg angekommene Detachement in die Stadt zurück nach der Kaserne.

Augsburger Tagblatt
Montag, 18. Dezember 1843
Nr. 347
München. In der hiesigen Maschinenfabrik des Herrn von Maffei wird an den für unsere Staatseisenbahn in dieser Fabrik bestellten acht Lokomotiven sehr thätig gearbeitet. Die in Bezug auf die projektirte Richtung dieser Bahn von Bamberg über Bayreuth angestellten Terrain-Untersuchungen sollen sehr günstig für Bayreuth ausgefallen sein.

Augsburger Anzeigblatt
Freitag, 1. März 1844
Nro. 61
München. Am Montag Abends verunglückte der Schlossergeselle Oppermann im Eisenbahnhof durch Herunterlassen eines eisernen Mörsers, der ihm den Unterleib so gewaltig zerschmetterte, daß er in Folge dessen im allgemeinen Krankenhaus in der folgenden Nacht starb.

Augsburger Abendzeitung
Donnerstag, 2. Mai 1844
Nro. 123
München, 1. Mai. Se. Maj. der König haben genehmigt, daß der Eisenbahn von Lindau über Augsburg und Nürnberg nach Hof die Benennung "Ludwig=Süd=Nordbahn" beigelegt werden dürfe.

Augsburger Abendzeitung
Mittwoch, 10. Juli 1844
Nro. 192
* Augsburg. Die schon längst gepflogenen Unterhandlungen zwischen der königlichen Regierung und dem Direktorium der München = Augsburger Eisenbahn wegen Abtretung der Bahn an den Staat haben endlich zu einem Resultat geführt. Der Staat übernimmt die Aktien zu pari und vergütet noch 200,000 fl. - Die Abtretung ist auf den 1. Oktober d. Js. festgesetzt. Am 12. August wird eine Generalversammlung der Aktionärs abgehalten.

Augsburger Abendzeitung
Freitag, 27. September 1844
Nro. 271
* München, 26. Sept. Abends. (Korrespondenz.) Durch außerordentliche Gelegenheit erhalten wir aus Berchtesgaden die Nachricht, daß Se. Maj. der König dem Vertrage wegen Uebernahme der München=Augsburger Eisenbahn durch den Staat, ohne alle Abänderung des Antrags des Direktoriums, die Allerhöchste Sanktion ertheilt hat.

Die Bayerische Landbötin
Sonntabend, 18. November 1844
Nr. 138
Seit einigen Tagen ist ein österreichischer Baubeamter hier, und zwar dem Vernehmen nach in Bezug des Anschlusses von Seite Bayerns an die von der österreichischen Regierung zu erbauende Eisenbahn von Wien nach Salzburg. Dem Anschlusse von unserer Seite dürften wohl keine allzu großen Hindernisse entgegenstehen; man glaubt hier, daß sich die Richtung der Bahn von hier nach Salzburg größtentheils an der alten Römerstraße halten würde.

Augsburger Abendzeitung
Freitag, 14. März 1845
Nro. 73
*** München, 13. März. (Korrespondenz.) - Mit dem Bau der Eisenbahn von München nach Starnberg wird oder ist schon der städtische Baurath Hr. Himbsel und der Civil=Ingenieur Hr. Nitzl beauftragt. Letzterer hat auch allte technischen Vorarbeiten zu dieser, ihrer Vollendung von uns lebenslustigen Münchnern mit Sehnsucht entgegensehenden Bahn geliefert. Es dürfte indessen diese Bahn nicht blos eine Vergnügungs=Eisenbahn werden.

Augsburger Tagblatt
Dienstag, 22. April 1845
Nr. 110
Hiesiges.
Eine Locomotive, Nathan genannt, ist in diesen Tagen aus der Keßler'schen Fabrik von Karlsruhe auf dem Bahnhofe zu Oberhausen angekommen; sie soll sich durch vortheilhafte Konstruktion auszeichnen.

Eisenbahn-Zeitung
Sonntag, 22. Juni 1845
Nr. 25
Bayerische Eisenbahnen. - Augsburg, 17. Juni. Zur Erbauung einer Eisenbahn von hier nach Ulm auf Akzien hat sich eine Gesellschaft von Engländern erboten und die Konzession bei der bayerischen Regierung nachgesucht, soll aber diese bis jetzt nicht erhalten haben.

Augsburger Tagblatt
Mittwoch, 17. September 1845
Nr. 256
Bamberg, 13. Sept. Die Kaiserin von Rußland und ihre Gefolge reist in 14 Wagen und braucht auf jeder Poststation 66 Pferde. Von hier nach Nürnberg wird sie mit einem Extrazug auf der Eisenbahn fahren, wozu der neue Galla=Salon=Wagen von Nürnberg bereits hier ist.

Augsburger Postzeitung
Sonntag, 21. Dezember 1845
Nr. 355
Augsburg, 18. Dec. Nach einigen Tagen einer mäßigen Kälte (7 G. R.) überraschte uns am 15. d. M. ein furchtbarer Bonus, der sich jedoch Abends legte, worauf der Thermometer wieder über Null stieg. In Folge dieser Erscheinungen wurden für diesen Winter die Maurerarbeiten auf dem Rosenauberg an dem neuen Eisenbahnhof eingestellt. Die Fortschritte, welche dort die Arbeiten unter der umsichtigen Leitung des Ingenieurs Hrn. Thenn während der günstigen Witterung gemacht haben, haben die Gegend sehr verwandelt. Das Bahnhofterrain ist fast vollständig abgehoben, und ins Wertachthal sind zu dem Eisenbahndamm bereits bis zum 7. Dec. einhundertundsiebzigtausend Schachtruhten Erde verführt worden, und vierzehntausend Schachtruthen zum Baue des Verbindungsdammes ins Lechthal, im Ganzen also 184,000 Schachtruthen. Die vielen Ueberbrückungen von Oberhausen bis zum Verbindungsknoten auf der Münchener Bahn sind vollendet: 1) Die Brücke über den Hattenbach; 2) über die oberen Griestheile der Wertach; 3) Die Wertachbrücke (wird gegenwärtig belegt), 4) Die Durchlaßbrücke zwischend der Wertach und dem Holzbache; 5) die Holzbachbrücke; 6) der Durchlaß für Sammelwasser. So weit was das Wertachthal betrifft. Den Scheidepunct bildet die Wegbrücke für die Kemptener Straße, welche bis auf die Brüstung steht. Das Lechthal betreffend, so sind 1) die drei Durchlässe fertig; 2) der Uebergang über den Wolfs= und Mühlbach teilweise fundirt. 3) die Wegbrücke beim protestantischen Gottesacker im Baue. Auf dem Bahnhofe sind unter Dach die zwei Wartesäle, wie die Verbindungsgänge. Das Administrationsgebäude ist bis zum ersten Gebälke fertig. Das Anheizlocal und die Einsteighalle stehen unter Dach. Die Fundamente wurden gelegt für die Locomotivremise, wie für die Reparaturwerkstätte und die Personenwagenremise; auch ist der große Abzugskanal für den Bahnhof gemauert. Die Erdarbeiten der Dämme können bei günstiger Witterung in vier Wochen beendet seyn, so daß man im März die Schienen zu legen beabsichtigt. Der Befehl ist da daß´die beiden Staatsbahnen von München=Augsburg und Augsburg=Donauwörth im Junius des nächsten Jahres verbunden seyn müssen.

Illustrirte Zeitung
31. Januar 1846
No. 135
Eisenbahnbericht.
Ludwigs=Südnordbahn. Im Juni d. J. müssen nach dem Willen des Königs die Bahnlinien von München nach Augsburg und von Augsburg nach Donauwörth verbunden sein. Die Verbindungsbahn ist zwar kurz, aber wegen hoher Dammführung und zahlreicher Ueberbrückungen - worunter eine große Brücke über die Wertach - sehr schwierig, doch sind die letzteren bereits zum großen Theile vollendet, und im März beabsichtigt man die Schienen zu legen.

Augsburger Abendzeitung
Mittwoch, 20. Mai 1846
Nro. 140
München, 19. Mai. Se. Maj. der König von Württemberg ist unter dem Namen Graf v. Teck, gestern Abends gegen 6 Uhr, mit der Augsburger Eisenbahn hier eingetroffen und hat das Absteigquartier im "Bayerischen Hof"genommen. Sofort nach der Ankunft fuhr Se. Majestät in die k. Residenz, um II. MM. Dem König und der Königin von Bayern einen Besuch abzustatten. Heute Morgens gegen 5 Uhr hat der hohe Reisende München wieder verlassen und die Reise nach Salzburg fortgesetzt. Dem Vernehmen nach gedenkt Se. Majestät bei der Rückkehr von Salzburg einige Tage hier zu verweilen.

Augsburger Abendzeitung
Dienstag, 2. Juni 1846
Nro. 153
* Augsburg, 2.Juni. Auf der neu erbauten Strecke der königl. Eisenbahn fand gestern ein bedauernswerther Unfall statt. Die Locomotive des um 9 Uhr nach Donauwörth abgehenden Zuges gerieth nach offiziellen Berichten bei der Durchfahrt durch den im Bau begriffenen neuen Bahnhofe auf dem Rosenauberge in ein Nebengeleise und stieß in Folge dessen auf einen mit Baumaterial beladenen Wagen. Durch diesen Anstoß wurde der hinter der Lokomotive angehängte Gepäckwagen zertrümmert und zwei Personenwagen aus dem Geleise geworfen. Leider haben wir dabei nebst vier leicht Beschädigten auch die erhebliche Verwundung eines Kondukteurs und eines Reisenden zu beklagen. - Auf unsern Eisenbahnen ist seit deren Bestehen, also zwischen München und Augsburg seit sechs Jahren, und auf jener von Augsburg nach Donauwörth seit zwei Jahren kein einziger Unfall vorgekommen. Hoffen wir, daß die unermüdlich nöthige Vorsicht auch in Zukunft vor ähnlichem Unglück schützen werde!

Augsburger Abendzeitung
Montag, 24. August 1846
Nro. 236
* Augsburg, 24. Aug. Gestern Nachts nach 9 Uhr kam Se. k. Hoh. Prinz Luitpold auf der Eisenbahn von München hier an und wurde von der hohen Generalität, dem k. Regierungspräsidenten und dem I. Herrn Bürgermeister empfangen. Die aus einer Schützen=Compagnie bestehende Ehrenwache wurde alsbald wieder entlassen. Gestern früh trafen auch Se. Exc. Der Hr. Generallieutenant Graf zu Ysenburg, welcher sein Quartier bei Hrn. Fabrikanten Sander hat, sowie der Herr Generalmajor v. Baligand, bei Bankier Froehlich wohnend, von München hier ein. Heute versammelt sich hier die ganze 1ste Armeedivision. Von München mit der Eisenbahn treffen in Laufe des Tages mit Extrazügen ein: das Leibregiment und das Regiment König, sowie das Jägerbataillon aus Burghausen. Die Truppen marschiren alsbald ins Lager, wo bereits für sie die Zelte aufgeschlagen sind, stellen sich aber morgen, den 25., wo die 2te Armeedivision hier eintrifft, auf dem Sammelplatz (großer Exerzierplatz) in geschlossener Bataillons=Kolonne auf, von wo dann das gesammte königl. Armeekorps in das Lager einrücken wird. Die zwei Armee=Divisionen, welche morgens das Lager beziehen, bestehen jede aus 8,100 Mann, wie zwei Artillerie=Divisionen aus 800 Mann, vom Genie=Bataillon 100 Mann, mithin im Ganzen 17,100 Mann, mit 3,500 Pferden und 32 Geschützen. In einer Länge von 2,400 Schritten wurden die Zelte geschlagen und 18 Brunnen gegraben. Dieselben haben eine Tiefe von mindestens 40 Fuß und liefern gutes Wasser. - In Folge des seit mehreren Tagen schon anhaltenden starken Regens, so wie durch den Umstand, daß der Boden vor Kurzem frisch umgeackert wurde, ist in dem Lager ein Fuß hoher Morast. Doch hoffen wir, daß uns der Himmel noch günstig seyn werde, indem der Barometerstand heute besser ist.

Illustrirte Zeitung
19. December 1846
No. 181
Eisenbahnbericht.
Augsburg = Lindau. Die Strecke von Augsburg bis Kaufbeuern ist im Unterbau größtentheils fertig und soll im Herbst 1847 eröffnet werden.

Augsburger Tagblatt
Donnerstag, 25. Februar 1847
Nr. 56
Hiesiges.
Der Weg vom Bahnhofe aus ist so schmutzig, daß Frauenzimmer dort kaum gehen können, was in den Augen Fremder unserer Stadt eben kein großes Lob spendet. Den Weg mit seinem Quellkiese zu beschütten wäre für jetzt das Räthlichste, bei günstiger Zeit aber soll ein eigenes gepflastertes Trottoir bis zum Bahnhofe angelegt werden.

Augsburger Abendzeitung
Dienstag, 25. Mai 1847
München, 22. Mai. Zur aufrichtigen Freude der hiesigen Einwohnerschaft sieht man Se. Maj. den König täglich in den frühen Morgenstunden ohne alle Begleitung in den Anlagen zunächst der Stadt spazieren gehen. - Am Samstag den 22. d. M. überraschte Se. Majestät auf einem Morgenspaziergange im englischen Garten schon um 6 1/4 Uhr das v. Maffeische Eisenwerk Hirschau mit seinem Besuche und geruhte die sämtlichen Abtheilungen der Werkstätten mit der Äußerung des allerhöchsten Wohlgefallens zu besichtigen. Es sind gegenwärtig daselbst eine Menge von Lokomotiven im Bau begriffen, und ebenso wird ein eisernes Dampfboot für die Donaustrecke zwischen Regensburg und Donauwörth gebaut.

Augsburger Abendzeitung
Dienstag, 24. August 1847
Nr. 236
Zu Donauwörth wurde am 20. August ein aus der Maffei'schen Maschinenfabrik in München hervorgegangenes eisernes Dampfschiff vom Stapel gelassen. Dasselbe erhielt in der Taufe den Namen "Stadt Donauwörth" und wird nun den regelmäßigen Dienst nach Regensburg versehen.

Augsburger Abendzeitung
Donnerstag, 2. September 1847
Nro. 245
** München, 1. Sept. (Korrespondenz.) - Heute begann die neue Fahrordnung auf der Eisenbahn, und wir erhielten die Augsburger "Allgemeine" und die "Abend"=Zeitung schon um 4 Uhr Nachmittags. Wir unsererseits wünschen, daß die neue Fahrordnung ihr Verbleiben haben möge, denn was würden unsere politischen Kannegießer an den langen Winterabenden anfangen, wenn sie die Augsburger Abendblätter erst am folgenden Morgen erhielten? Ob aber die Vorstellung der Augsburger um Abänderungen der Fahrt Berücksichtigung finden könne, wird die nächste Zukunft lehren.

Illustrirte Zeitung
15. Januar 1848
No. 237
Bayerische Staatsbahnen. Am 21. December fanden auf der vollendeten untern Hälfte der schiefen Ebene bei Neuenmarkt die ersten Fahrversuche statt. Dieselbe ist 13,700 F. lang, 280 F. hoch und besteht aus zwei im Verhältnis 1 : 40 und 1 : 70 geneigten Strecken; sie wurde in 6 Fahrten von 1 und zwei Locomotiven mit angehängten Lasten von 1400 bis 2200 Ctn. in 18 Minuten erstiegen. Nach einer officiellen Erklärung der bayerischen Regierung wird die Strecke von Neumarkt bis zur sächsischen Grenze spätestens am 1. Juni 1848 eröffnet.

Walter

Re: Zeitungsartikel 1843 - 1848

geschrieben von: sukram01

Datum: 11.09.21 22:25

Walter aus Bayern schrieb:
Servus,

heute Artikel aus der Frühzeit der Eisenbahn:

[...]

Augsburger Anzeigblatt
Freitag, 1. März 1844
Nro. 61
München. Am Montag Abends verunglückte der Schlossergeselle Oppermann im Eisenbahnhof durch Herunterlassen eines eisernen Mörsers, der ihm den Unterleib so gewaltig zerschmetterte, daß er in Folge dessen im allgemeinen Krankenhaus in der folgenden Nacht starb.

[...]

Walter
Guten Abend Walter, zu dieser Meldung fällt mir nur das hier ein:

* [www.bahnhof-lette.de]

Die Eisenbahn war in diesem Zeitraum leider ein wahres Schlachtfeld...

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Re: Zeitungsartikel 1843 - 1848

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 12.09.21 07:32

Zitat
Die Truppen marschiren alsbald ins Lager, wo bereits für sie die Zelte aufgeschlagen sind, stellen sich aber morgen, den 25., wo die 2te Armeedivision hier eintrifft, auf dem Sammelplatz (großer Exerzierplatz) in geschlossener Bataillons-Kolonne auf …

Ganz offensichtlich zur Feier von König Ludwig I., der am 25. August Geburtstag hatte (was allerdings nur von den evangelischen Landeskindern so genant wurde, die Katholiken feierten keinen Geburtstag, sondern den Namenstag des Tagesheiligen, in diesem Fall des Hl. Königs Ludwig von Frankreich, an dessen Tag der König geboren worden war. Traditionell erhielt das Kind dann den Namen des Tagesheiligen.

Der Große Exerzierplatz befand sich im Westen Augsburgs, etwa in Höhe der späteren Artillerie-Kaserne (dann Reese-Kaserne, heute aufgelassen und zum Teil abgerissen).
Heute von Langemarck-, Sommestraße und Westfriedhof begrenzt.

Der heutige Plärrer wurde Kleiner Exerzierplatz genannt.

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