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 04 - Historisches Forum 

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Hallo Freunde der 218,

in meiner Bilderserie zu dieser Baureihe folgen nach der gezeigten Ordnungsnummer 499 – bei historischer Betrachtung (vor 1990) – die acht Maschinen mit den Ordnungsnummern 901 bis 908. Diese Loks begannen ihre Laufbahn aber bekanntlich als Baureihe 210.

Kurz-Info zur 210 bzw. 218.9:
- Die 210er waren seit 1970/71 im Einsatz beim Bw Kempten, hauptsächlich zwischen München und Lindau.
- Neben dem 2500 PS-Hauptdiesel besaßen sie eine 1150 PS-Gasturbine. Höchstgeschwindigkeit 160 km/h.
- Wegen schwacher Heizleistung mussten lange Züge oft in Doppeltraktion von einer 218 unterstützt werden.
- 1980 bzw. 1981 Entfernung der Gasturbinen wegen unzureichender Wirtschaftlichkeit; folglich Umzeichnung zur 218.9. Dabei wurde u. a. der charakteristische Auspuff auf dem Dach der Lok entfernt. Die Höchstgeschwindigkeit reduzierte man auf die für 218er „normalen“ 140 km/h.
- 1983 der Wechsel von Kempten nach Braunschweig und 2001 nach Stendal.
- Ausmusterung zwischen 2004 und 2006; Verschrottung.



https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/924/CEa1cB.jpg

Bild 1:
Fotografiert habe ich 210er nur am 9. Mai 1979 im Hauptbahnhof von Kempten im Allgäu.
Der planmäßige Halt des D 360 ISAR-RHONE nach Genf wäre von 9.29 bis 9.31 Uhr gewesen. Die 210 001 und ihre Verstärkung 218 424 kamen allerdings erst um 9.37 an.



https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/VAHdUY.jpg
Scan 1a



Hier ein Buchfahrplan aus dem Winter 1978/79, D 360, BR 210:

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/0oec0v.jpg
Scan 1b

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/922/8EcYjq.jpg
Scan 1c

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/mmIzUR.jpg
Scan 1d

https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/sbg6hv.jpg
Scan 1e





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/924/19SUCA.jpg

Bild 2:
Die 218 901 bei diesem Treffen aus der Nähe.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/5JmZRH.jpg

Bild 3:
Und dann mehr von der Seite.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/x9bdZI.jpg

Bild 4:
Obgleich an jenem Wochenende in Wittingen des große Dampflokfestival als Marketingaktion der Deutschen Bundesbahn stattfand, ließ man 218 902 am 14. April 1985 als Dreckspatz dort vorbeifahren. Sie zog den E 3229 (Flensburg 9.10 – Lübeck – Lüneburg – Uelzen – Wittingen – Braunschweig – 18.03 Kreiensen), als ich sie um 14.15 Uhr in Bodenteich fotografierte.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/ON9xHi.jpg

Bild 5:
Eine weitere 210 mit der Ordnungsnummer 003 traf ich am 9. Mai 1979 um 10.10 Uhr in Kempten Hbf mit ihrem D 267 BAVARIA aus Zürich an. Verstärkung leistete die 218 455.


https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/UuFYdD.jpg
Scan 5a




https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/922/aI7DeX.jpg

Bild 6:
Die 003 sah ich sechs Jahre später in Norddeutschland wieder. Am Sonntag, den 14. Mai 1985, rollte die 218 903 gegen 15 Uhr mit ihrem E 3230 (Kreiensen 11.04 – Braunschweig – Wittingen – Uelzen – Lüneburg - Lübeck – 18.50 Kiel Hbf) auf die Unterquerung des Elbe-Seitenkanals östlich von Stederdorf zu.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/924/Kny0oH.jpg

Bild 7:
Am Samstag, den 13. April 1985, erwartete ich vom nördlichen Ufer des Elbe-Seitenkanals, in das ich im Bauzustand bereits 1972 auf einem militärischen Lehrgang als Anschauungsobjekt für eine Panzersperranlage eingewiesen wurde, nunmehr den E 3229 (Flensburg 9.10 – Lübeck – Lüneburg – Uelzen – Wittingen – Braunschweig – 18.03 Kreiensen). Dieses Mal wurde er von der 218 904 befördert.
Erstaunlich: Obwohl man erst am 21. März 1985 das südliche Gleis der Amerikalinie auf dem Abschnitt Uelzen – Wieren stillgelegt hatte, war das Gleis an dieser Stelle bereits 3 Wochen später entfernt worden.
Nach der Wiedervereinigung wurde dieser Streckenabschnitt vorrangig als „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 3“ gekürt; aber auf das zweite Gleis wird man hier noch mindestens 7 Jahre warten müssen.
Was man also binnen weniger Wochen zerstörte, lässt sich an dieser Stelle erst nach vielen Jahren wiederherstellen.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/922/e4HJKQ.jpg
.
Bild 8:
Mittwoch, den 25. April 1984, um 19.10 Uhr im Bahnhof Derneburg (Harzvorland): Eingetaucht in die letzte Abendsonne sieht man hier die 218 905 mit dem E 3148 (Bad Harzburg 18.23 – Hildesheim – Hannover – Nienburg – 22.52 Bremerhaven-Lehe). Zugreihung: BDms 273, Bn, ABn.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/923/Ulpm2V.jpg

Bild 9:
Zwei Jahre später – am 15. Februar 1986 (einem Samstag) - traf ich die 218 905 mit dem E 3229 (Flensburg 8.52 – Lübeck – Lüneburg – Uelzen – Wittingen – Braunschweig – Kreiensen – 18.05 Göttingen) im verschneiten Bahnhof von Bodenteich an. Die Zonengrenze war nur vier Kilometer entfernt.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/922/EkLY00.jpg

Bild 10:
Auch wenn die 218 906 hier am Freitag, den 27. April 1984, nicht bildfüllend vertreten ist, gefällt mir hier die Gestaltung der nordwestlichen Bahnhofseinfahrt von Oker, einem Ortsteil von Goslar. Bei dem Zug handelt es sich um den E 3109 (Bremerhaven-Lehe 4.21 – Nienburg – Hannover - Hildesheim – Goslar – 9.25 Bad Harzburg).
Vielen Dank an W_R für seine Hinweise zur Örtlichkeit.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/922/DjQcxA.jpg

Bild 11:
218 907 schiebt am Morgen des 14. April 1984 – einem Sonntag – einen Sonderzug von Uelzen zum Dampflokfestival nach Wittingen. Unverkennbar diente diese Garnitur auch als Werbeträger für das Konzept der City-Bahn – hier Köln – Gummersbach. So lief an der Spitze ein BDnrzf 784, ein Bnrzb 778 und ein ABnrzb 772.1. Die Aufnahme entstand südlich von Langenbrügge bei wenig einladendem Wetter.





https://imagizer.imageshack.com/v2/xq90/922/CBQWDO.jpg

Bild 12:
Zum Schluss für heute noch die 218 908 mit dem 4917 (Hamburg-Altona 15.49 – Buchholz (Nordheide) – 17.47 Soltau). Es war Donnerstag, der 30. Mai 1985, als dieser Zug gegen 17 Uhr durch den Haltepunkt Büsenbachtal eilte.


Eigentlich wäre ich jetzt am Ende meines Lateins.
Es wurde aber mehrfach angeregt, noch ein paar Aufnahmen der insgesamt 10 Maschinen des Bw Hagen nachzutragen, die für den City-Bahn-Verkehr von Köln nach Gummersbach in Kieselgrau/Reinorange umlackiert worden waren. In meinen bisherigen 218er-Beiträgen hatte ich diese Loks ausgespart, weil ich sie bereits in einem alten Beitrag über die Aggertalbahn gezeigt hatte. Diese farbfrohen Dias wurden jetzt neu digitalisiert und werden zeitnah nachgereicht.


Die Links zu meinen bisherigen Beiträgen über die BR 218 findet Ihr hier:
[www.drehscheibe-online.de]

Es grüßt Euch
Günter



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.21 13:16.
Hallo Günter,

solch qualitativ gute Bilder über die 210 (respektive 218.9) sieht man hier leider selten.
Schade, dass du sie als 210 nur mit zwei Exemplaren erwischt hast.
Dennoch freue ich mich, dass du diese Splitterbaureihe/spätere Unterbaureihe der BR 218 gezeigt hast.
Für die 210 war ich zu spät geboren, habe aber irgendwann zwischen 1978 und 1980 mal vor einer gestanden, das war in Ulm, möglicherweise auch in Augsburg.
Die 218.9 habe ich in noch zwei Exemplaren im Juni 1983 in Ulm fotografiert, eine habe ich dann mal in Hannover erwischt. Alle in blaubeige.
Das war's bei mir - leider.
Nach dem Wegzug aus Ulm war die 218.9 meist unerreichbar für mich.
Danke fürs Zeigen.

Es grüßt

Altbauelok
Schöne Bilder!

https://doku-des-alltags.de/banner/DSObanner01.jpg





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.21 21:31.
Servus Günter,

ein schöner Abschluss deiner Serie. Bilder der 210 sieht man ja relativ selten, insbesondere, wie Altbauelok schon anmerkte, in so guter Qualität.

Viele Grüße
Tom
Hallo,

die 218.9 kamen sogar wieder leihweise in den Süden zurück, das muß um 1996 gewesen sein. Die müssten dann im Ulmer 215-Umlauf gefahren sein. Jedenfalls hab ich an einer solchen in erbärmlichem Zustand in Ulm abglöst, man konnte durch das von Rost zerfressene Seitenblech aus dem Maschinenraum in´s Freie blicken. Durch Kurzwende in Aalen waren auch keine Bilder möglich, auch weil ich mich erst mal im Maschinenraum kundig machen musste.
Als orignale 210 hab ich alle in Ulm Hbf bekommen.
Tschüß,

Bernd

zu Bild 4

geschrieben von: 798610

Datum: 07.06.21 07:55

...wie immer: top Beitrag in gewohnt guter Qualität!

Zu Bild 4: da hat das Zugpersonal wohl versäumt, die Aussteigewilligen darauf hinzuweisen, dass der Ausstieg in Fahrtrichtung links ist. ;-)

interessierte Grüße

Herr U.
Die 210er hätte ich gerne mal im Plandienst erlebt, also gesehen, fotografiert und vor allen Dingen gehört!
Vielleicht hat ja noch jemand einen "Soundtrack" für uns?
Danke für die starken Fotos!
Beste Grüße,
Torsten
Hallo Günter,

ich hab's mir überlegt, jetzt zeigt ich dir (euch) mal meine, wenn es NICHT gefällt, lösche ich es wieder.
Viele habe ich nicht erwischt:

https://up.picr.de/41374959vi.jpg
Gerade noch, zur Ulmer Zeit, am 27.06.83, habe ich 218 901 mit einem sehenswerten Zug aus yg-Wagen am Gleis 27 in Ulm Hbf fotografiert.
Die Qualität bitte ich zu entschuldigen, ich war damals erst 17.



https://up.picr.de/41374961az.jpg
218 901 ist mir insgesamt dreimal begegnet, zweimal in Hannover.
Hier haben wir das dritte Mal:am 23.07.88. Zugnummer leider unbekannt.



https://up.picr.de/41374981hc.jpg
Erneut am 27.06.83: Wieder in Ulm und ebenfalls keine Zugnummer.



https://up.picr.de/41374986wq.jpg
218 906 habe ich zu ihrer Braunschweiger Zeit am 15.04.89 in Northeim fotografiert. Zugnummer leider wieder Fehlanzeige.



https://up.picr.de/41375014ng.jpg
218 907 habe ich dann auch wieder am 27.06.83 im Bw Ulm erwischt
Bitte die Qualität zu entschuldigen.

Das war es leider schon wieder mit meinen 218.9ern.

Es grüßt

Altbauelok
Hallo Günter,

besten Dank für die schönen Aufnahmen!

Der auf Bild 9 zu sehende E 3229 Flensburg - Göttingen dürfte mit ca. 500 km Strecke
(sofern der Laufweg über Vienenburg führte und die 218 auch von Kreiensen bis Göttingen am Zug blieb)
einer der längsten durchgehend mit 218 bespannten Zugläufe gewesen sein.

Im Jahr 2006 verkehrte an Freitagen der IC 1969 München Hbf - Ingolstadt Hbf - Nürnberg Hbf - Hof Hbf - Dresden Hbf,
der zeitweise durchgehend mit Mühldorfer 218 bespannt wurde.
Hier kamen die beiden 218er auf ca. 580 km Strecke.

Wenn ich mich recht erinnere, wurden so die Mühldorfer 218 an ihr damaliges Einsatzgebiet in Ostbayern angebunden.

Gruß
Hallo Günter,
Du hast wieder hervorragende Bilder einer seltenen Lokbaureihe zusammengestellt!
Ich habe noch heute den unangenehmen Pfeifton der Gasturbine in Erinnerung. Gelegentlich hatte ich von Ulm nach Süden eine 210 vor dem Zug.
Auch ich meine, daß die Stillegung der Gasturbinen wegen mehrerer Brände erfolgte. Die 210 wurden schließlich umgebaut, die 602 ausgemustert.
Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Danke für die ergänzenden Bilder

geschrieben von: Günter T

Datum: 07.06.21 09:55

Hallo Altbauelok,

ich habe mich über Deinen Bildbeitrag wirklich gefreut, da hier wichtige Ergänzungen gezeigt wurden. Das gilt insbesondere für Dein Foto einer orientroten Maschine - so etwas besitze ich überhaupt nicht, da ich im Jahr 1987 aus der Braunschweiger Region weggezogen bin.

Bilder löschen kommt für mich natürlich nur in drei Fällen in Betracht: Urheberrecht verletzt, Thema verfehlt oder mir als Einsteller gefällt es nicht mir nicht mehr.
Da mache Dir mal keine Gedanken - keines Deiner Fotos hätte das verdient.

Ich danke Dir für Deine Mühe, meinen Beitrag anzureichern. Ohne Resonanz wäre eine Beitragserstellung enttäuschend - es wäre sonst ein Blindflug gewesen, der demotiviert.
Da bin ich bestimmt nicht der Einzige, der so denkt.

Es grüßt Dich
Günter

Re: Danke für die ergänzenden Bilder

geschrieben von: Altbauelok

Datum: 07.06.21 10:17

Lieber Günter,

ich danke dir für deine motivierenden Worte und dein positives Feedback.
Das mit dem Blindflug sehe ich genauso!!
Geht mir leider öfter so - keine Antwort.
Allerdings ist das meistens wo anders.

Es grüßt dich

Altbauelok.
Hallo allerseits,

Eine kleine Randbemerkung noch zur 210:
Nur 210 005- 008 durften 160 km/h schnell fahren.
Die erstgebauten 210 001- 004 nur 140 km/h.
Das hing mit der geänderten Schnellbremseinrichtung bei den vier später gebauten 210'ern zusammen.
Da im Haupteinsatzgebiert der 210'er eh meistens nur max. 140 km/h gefahren werden durfte, wurde das bei den erstgebauten Maschinen auch nicht mehr geändert.
Für Versuchsfahrten mit höheren Geschwindigkeiten (z.B. mit BR 602 auf der Rheintalstrecke) setzte man dann einfach eine der vier später gebauten Loks ein.

Gruß basti
Guten Abend,

zuerst einmal ein ganz großes Danke an Günter für diese hochinteressante 218 Serie. Für einen 218-Freund einfach ein Traum!

Zur 218.9 im Jahre 1996:

- Richtig, es kamen nochmals Loks in den Süden. In der Literatur habe ich auch schon vom Einsatz in Ulmer 215-Plänen gelesen. Tatsächlich gefahren ist 218 908-2 am 26.01.1996 im Kemptener 218 Plan mit folgenden Zügen:

RE 3127 Aschaffenburg - Aalen
RE 3126 Aalen - Aschaffenburg
RE 3125 Aschaffenburg - Ulm

Von den ersten beiden Zügen gibt es Bildbeweise, die anderen Leistungen verkehrten bedingt durch die Jahreszeit in der Dunkelheit.

Am Vortag sollte die Lok dann mit RE 3128 am Abend aus Ulm nach Aschaffenburg gekommen sein.

Vollkommen richtig, der Zustand der Lok war nicht weit her.......

Grüße

218 481-0


bpfi schrieb:
Hallo,

die 218.9 kamen sogar wieder leihweise in den Süden zurück, das muß um 1996 gewesen sein. Die müssten dann im Ulmer 215-Umlauf gefahren sein. Jedenfalls hab ich an einer solchen in erbärmlichem Zustand in Ulm abglöst, man konnte durch das von Rost zerfressene Seitenblech aus dem Maschinenraum in´s Freie blicken. Durch Kurzwende in Aalen waren auch keine Bilder möglich, auch weil ich mich erst mal im Maschinenraum kundig machen musste.
Als orignale 210 hab ich alle in Ulm Hbf bekommen.
Tschüß,

Bernd

Meine Bilder auf Flickr:

[www.flickr.com]

Zu Bild 10

geschrieben von: W_R

Datum: 07.06.21 19:55

Guten Abend,

erstmal: Ganz tolle Bilder, vielen Dank dafür!

Eine Anmerkung habe ich zu Bild 10:

"(...) nordöstlichen Bahnhofseinfahrt von Oker, einem Ortsteil von Goslar. Bei dem Zug handelt es sich um den E 3109 (Bremerhaven-Lehe 4.21 – Nienburg – Hildesheim – Hannover – Goslar – 9.25 Bad Harzburg)."

Erstens müsste im Zuglauf wohl erst Hannover und dann Hildesheim kommen, und zweitens, handelt es sich evtl. um die nordwestliche Einfahrt von Oker? Denn sonst würde der Zug ja in die falsche Richtung fahren! :-)

Viele Grüße

W_R

Re: Zu Bild 10

geschrieben von: Günter T

Datum: 07.06.21 20:01

Hallo W_R,

Deine beiden örtlichen Hinweise sind zutreffend; ich danke Dir sehr dafür.
Ich ändere es gleich im Text.

Es grüßt Dich
Günter

Re: 218 908 1996 in Ulm (1 B.)

geschrieben von: Nobbi

Datum: 07.06.21 20:26

bpfi schrieb:
Die 218.9 kamen sogar wieder leihweise in den Süden zurück, das muß um 1996 gewesen sein.
218 481-0 schrieb:
Zur 218.9 im Jahre 1996: Richtig, es kamen nochmals Loks in den Süden. In der Literatur habe ich auch schon vom Einsatz in Ulmer 215-Plänen gelesen. Tatsächlich gefahren ist 218 908-2 am 26.01.1996 im Kemptener 218 Plan. Am Vortag sollte die Lok dann mit RE 3128 am Abend aus Ulm nach Aschaffenburg gekommen sein.
Da habe ich mal nachgeschaut und finde tatsächlich dieses Foto von 218 908 im Bw Ulm:

https://www.lokfotos.de/fotos/1996/0128/24000.jpg


Günter T schrieb:
Das gilt insbesondere für Dein Foto einer orientroten Maschine - so etwas besitze ich überhaupt nicht.
Tatsächlich gab es nur drei 218.9 in orientrot: 218 905, 906 und 908. Und alle drei Maschinen trugen alle vier Hauptfarbgebungen: rt - ob - rw - vr! Die anderen fünf Loks gab es "nur" in rt - ob - vr (laut revisionsdaten.de). Keine von Erstgenannten habe ich in allen Farbgebungen erwischt...

Re: Bilder der Gasturbinen-210 bzw. 218.9 (1979 - 1986, 12B)

geschrieben von: Mw

Datum: 07.06.21 20:37

Gibt es Belege für einen Einsatz der 210er mit planmäßigen Hg 160 km/h zwischen München und Lindau?

Gruß und Dank
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)
Die Gründe für die Stillegung waren zwei Brüche von Turbinenschaufeln in 1978. Zuerst Kempten im Frühjahr. Die Turbinen wurden vorerst stillgelegt, überarbeitet und bis September wieder freigegeben.
Am 31. Dezember 1978 brach in Eichenau bei der 008, die als letzte erst im September 1978 wieder freigegeben wurde, nach dem nächsten Schaufelbruch, ein Brand aus, der schnell gelöscht werden konnte.
Die folgende Stillegung aller Turbninen und die Untersuchung ergab das die Turbinen deutlich mehr wie im Hubschrauber belastet wurden und deutlich schneller verschlissen. Eine wiederinbetriebnahme wurde nicht empfohlen.
Das Ende war besiegelt.

Bei den riesigen 8.500 hp Gasturbinen der Union Pacific war das Ende anders. Die 30 Turbinen hatten in den frühen 1960ern die 25 kleineren 4500hp Turbinen ersetzt und hatten einige hunderttausend Meilen mit schweren Zügen zurückgelegt. Dabei waren über die Jahre die Turbinen verschlissen und hätten ausgetauscht werden müssen. Das war die eine Seite, was aber der Genickbruch war der "Spritpreis".
Die Turbinen verfeuerten Bunker C, zähflüssiges Schweröl das mittels Heizungen auf Betriebstemperatur gebracht werden musste.
Anfang der 1960er ein spottbilliger Rest aus der Erdölverarbeitung.
Turbinenloks brauchten deutlich mehr Treibstoff wie die Diesel, auch im Leerlauf hat eine Turbine schön Durst und ein Restart dauerte zu lang weshalb die Turbinen nur selten im Betrieb abgestellt wurden. Nur war der Verbrauch durch den Bunker C Preis erstmal egal.
Über die Jahre nach 1970 war der Preis aber merklich angezogen, die Ölkrise der 1970er tat ihr übriges.
Die Turbines waren zu teuer im Betrieb, der Austausch hätte nicht gelohnt.

Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Betreiber von US-Modellbahn.net




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.21 21:09.
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