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 04 - Historisches Forum 

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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Im Jahr 1966 wurden der Triebwagen 2020 heckseitig und der Beiwagen 1604 vorn durch
einen Auffahrunfall stark beschädigt. Die Rheinbahn baute nun aus den beiden Vierachsern
unter Einfügung eines schwebenden Mittelteiles den achtachsigen Doppelgelenkwagen 2020.
Das kurze Mittelteil bestand nur aus einer Doppelfalttür auf der rechten Seite und zwei
Fenstern gegenüber. Schliesslich erweiterte man die vordere Tür zur Doppelfalttür.

So entstand der Achtachser, den man wohl aufgrund seiner Länge von 27,8 Metern auch
„Queen Mary“ nannte, durch Zusammenfügung von einem Trieb- und Beiwagen aus den
1950er Jahren. Weitere Umbauten durch die Rheinbahn / DÜWAG unterblieben aus
Kostengründen und da kurze Zeit später weitere Achtachser-Neubauten geliefert wurden.

Im Jahre 1970 wurde der Triebwagen zum Wagen 2151 umgezeichnet und fuhr seitdem
durch Düsseldorf. Er gehört heute zum Museumsbestand der Rheinbahn / Linie D und
soll wieder aufgearbeitet werden.

siehe auch Verein Linie D: [www.linied.net]

Nun zu den Aufnahmen aus meiner Sammlung.

Bild 1:
Am 31. Januar 1982 befährt Wagen 2151 auf der Linie 709 die alten Gleisanlagen in
Neuss an der Stadthalle in Fahrtrichtung Düsseldorf – Grafenberg. Rechts sieht man
noch die alte Schleifenausfahrt „Stadthalle“ – von der abgebildeten Häuserzeile hinter
dem Triebwagen stehen heute noch 2 Gebäude. Das etwas modernere hinter dem
Stromabnehmer und das helle Gründerzeithaus rechts davon.
https://live.staticflickr.com/65535/51194099234_afc7a94f21_b.jpg


Bild 2:
Im Rahmen einer Sonderfahrt der Düsseldorfer Verkehrsfreunde am 15. Mai 1982 wurde
auch der „2151“ gefahren, hier eine Aufnahme von der Haltestelle Neuss, Rheinpark-Center.
https://live.staticflickr.com/65535/51193539708_6683c66dfc_b.jpg


Bild 3-5:
Begegnung am 7. August 1982 in der Schleife am Düsseldorfer Südfriehof – auf der
Linie 719 zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Hier gegenüber dem grossen Parkplatz
an der Ankunftshaltestelle…..
https://live.staticflickr.com/65535/51193543763_101b9f82d9_b.jpg


…. und in der Kurve zur Abfahrtshaltestelle …..
https://live.staticflickr.com/65535/51193329721_37dfac9bb3_b.jpg


…. sowie einer Detailaufnahme des schwebenden Mittelteiles mit der Doppelfalttür.
https://live.staticflickr.com/65535/51194391535_a2cd37c952_b.jpg


Bild 6+7:
Bei rechtem Schmuddelwetter konnte ich den 2151 in der Worringer Strasse auf der
Linie 704 am 15. Januar 1983 aufnehmen. Rechts schaut noch soeben ein Zug der Linie 76
hervor, der gerade aus Krefeld eingetroffen ist – die Scheinwerfer sind noch nicht gelöscht.
https://live.staticflickr.com/65535/51192628092_26be6f121a_b.jpg


… hier ein Stück weiter in Richtung Worringer Platz am Beginn der Vorsortiergleisanlage.
https://live.staticflickr.com/65535/51193548728_83bb4e7fbc_b.jpg


Bild 8:
Gerade in der Merziger Strasse angekommen, wartet 2151 an der Endstation Derendorf-Nord
auf seine Abfahrt in Richtung Uni-Kliniken zur Stoffeler Kapelle auf der Linie 704 am
13. Juni 1983. Rechts das Abstellgleis für Beiwagen in verkehrsschwachen Zeiten.
https://live.staticflickr.com/65535/51194104379_fd19ffbbb1_b.jpg


Bild 9:
Triebwagen 2151 fährt schwungvoll durch die Einfahrtskurve an der Haltestelle
Düsseldorf-Hauptbahnhof – Linie 709 am 17. Juli 1983 auf dem Weg nach Neuss
zum Theodor-Heuss-Platz (Neusser Hauptbahnhof). Im Hintergrund die Grossbau-
stelle des neuen Postgebäudes zwischen Kurfürsten- und Worringer Strasse.
https://live.staticflickr.com/65535/51193550103_2a3fac0e4b_b.jpg


Bild 10-12:
Drei Aufnahmen aus dem Betriebshof Heerdt am Handweiser vom 8. Oktober 1983.
Auch Fahrschüler sollten sich im Betriebshof auskennen. So kam der Fahrlehrer mit
seinen „Lehrlingen“ auch zum Betriebshof Heerdt. Nach der Einfahrt ging es durch
die neue Stadtbahnwagenhalle, wo der Wagen an der rückwärtigen Ausfahrt auf Gleis 5
aufgenommen wurde. - ….
https://live.staticflickr.com/65535/51192629672_1073c2e218_b.jpg


…. und langsam durch die Gleisharfe wieder zur Ausfahrt fuhr…..
https://live.staticflickr.com/65535/51192630212_1ee30546d7_b.jpg


….. um wieder durch das imposante – 1928 erbaute – Torgebäude den Hof zu verlassen.
https://live.staticflickr.com/65535/51194400320_669b5f90ff_b.jpg


Bild 13:
Vor dem 1900-1902 erbauten Hansahaus, das heute den Landesrechnungshof NRW
und das Finanzamt Düsseldorf-Mettmann beherbergt, kommt der Triebwagen 2151
aus der Friedrichstadt und wird gleich am Hauptbahnhof halten. Er ist an diesem Tag
im Einsatz auf der Linie 704 nach Derendorf-Nord. Das Foto datiert vom 28. Juli 1984. Rechts führen noch die Gleise in die Bismarckstrasse.
https://live.staticflickr.com/65535/51193342156_374c9f4d56_b.jpg


Bild 14:
Am späten Nachmittag steht Wagen 2151 am Worringer Platz und wird gleich
im Zuge der Linie 709 nach Grafenberg zum Staufenplatz weiterfahren.
Aufnahme vom 3. Februar 1985.
https://live.staticflickr.com/65535/51192636607_aeeac1172a_b.jpg


Bild 15:
Kurz vor der Ausfahrt aus dem Betriebshof Am Steinberg steht Wagen 2151 noch
auf dem Betriebshof und wartet auf seinen Fahrer…. – Aufnahme vom 5. Juli 1986.
https://live.staticflickr.com/65535/51192639387_276f80fa58_b.jpg


Bild 16:
Nach einem Regenschauer steht Wagen 2151 in der Graf-Adolf-Strasse an der Haltestelle
Berliner Allee im Zuge der Linie 719 zur Schleife Flingern an der Bruchstrasse.
Aufnahme vom 11. Juni 1987.
https://live.staticflickr.com/65535/51192640267_a44f9bdae9_b.jpg


Bild 17:
In der Morsestrasse ist Wagen 2151 wieder unterwegs nach Derendorf zur Merziger Strasse.
Aufnahme vom 10. September 1987.
https://live.staticflickr.com/65535/51193358626_8a607ae79c_b.jpg


Bild 18:
Mein letztes Bild vom aktiven Einsatz des Triebwagen 2151 zeigt die Haltestelle
der Linie 706 Am Steinberg in der Himmelgeister Strasse. 2151 ist auf dem Weg
zum Brehmplatz als Ringlinie 706. Durch Oberbilk – Flingern – Düsseltal – Pempelfort
Jan-Wellem-Platz – Graf-Adolf-Platz – Friedrichstadt – Bilk – wird er wieder die
Schleife am Betriebshof Am Steinberg erreichen.
https://live.staticflickr.com/65535/51194422780_b6886a18ff_b.jpg



Soweit der Triebwagen 2151 – Gruss Harald….

Die gezeigten Fotos stammen von mir und das Urheberrecht liegt falls nicht anders gekennzeichnet bei mir.
Anmerkungen und Korrekturen zu meinem Beitrag sind willkommen und sogar gewünscht.

Eine Übersicht meiner Beiträge / Zeitraum bis1989 findet man hier: [www.drehscheibe-online.de]
Eine Übersicht meiner Beiträge ab 1990 sehr Ihr hier: [www.drehscheibe-online.de]

Harald Müller
ein sehr interessantes Fahrzeug mit einer ausgesprochen tollen Laufkultur - ich bin immer gerne mit der Queen Mary mitgefahren.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Zitat:
So entstand der Achtachser, den man wohl aufgrund seiner Länge von 27,8 Metern auch
„Queen Mary“ nannte, durch Zusammenfügung von einem Trieb- und Beiwagen aus den
1950er Jahren. Weitere Umbauten durch die Rheinbahn / DÜWAG unterblieben aus
Kostengründen und da kurze Zeit später weitere Achtachser-Neubauten geliefert wurden.

Das stimmt so nicht. Der weitere Umbau von T4 und B4 zu GT8 unterblieb aus Kostengründen mit Kalkulation auf die Einsparung von Schaffner. T4+B4 benötigten zwei Schaffner. Der Umbau-GT8 nur noch einen Schaffner. Damit war der Versuch mit dem Umbau-GT8 ein gelungener Beitrag den Personalmangel zu reduzieren und die Kosten zu senken.

Weitere Umbauten bei der Rheinbahn blieben dann aber aus, weil die eisernen Schaffner, also die Fahrgstselbstbedienung mit Fahrkartenstempelautomaten die Schaffner ersetzten. Damit fuhren dann auch die T4+B4 ohne Schaffer. Weitere Umbauten hätten nur Kosten verursacht, keinen Nutzen gebracht.

Sehr wahrscheinlich wären bei der Rheinbahn alle T4 mit B4 zu GT8 umgebaut worden, wenn man damit um 1960/61 begonnen hätte, also als man die K53 mit schwebenden Mittelteil versehen hat. Zu dieser Zeit erwiesen sich aber die neuen GT6 und GT8 mit Anhänger (2 Schaffnerbetrieb) als die bessere Lösung mit grösserer Kapazität auf fast allen Linien. Die T4+B4 waren fast überall zu klein. Letztendlich wurden viele T4 zu Anhänger umgebaut.

LG Volmerswerther
Volmerswerther schrieb:
Zitat:
So entstand der Achtachser, den man wohl aufgrund seiner Länge von 27,8 Metern auch
„Queen Mary“ nannte, durch Zusammenfügung von einem Trieb- und Beiwagen aus den
1950er Jahren. Weitere Umbauten durch die Rheinbahn / DÜWAG unterblieben aus
Kostengründen und da kurze Zeit später weitere Achtachser-Neubauten geliefert wurden.

Das stimmt so nicht. Der weitere Umbau von T4 und B4 zu GT8 unterblieb aus Kostengründen mit Kalkulation auf die Einsparung von Schaffner. T4+B4 benötigten zwei Schaffner. Der Umbau-GT8 nur noch einen Schaffner. Damit war der Versuch mit dem Umbau-GT8 ein gelungener Beitrag den Personalmangel zu reduzieren und die Kosten zu senken.

Weitere Umbauten bei der Rheinbahn blieben dann aber aus, weil die eisernen Schaffner, also die Fahrgstselbstbedienung mit Fahrkartenstempelautomaten die Schaffner ersetzten. Damit fuhren dann auch die T4+B4 ohne Schaffer. Weitere Umbauten hätten nur Kosten verursacht, keinen Nutzen gebracht.

Sehr wahrscheinlich wären bei der Rheinbahn alle T4 mit B4 zu GT8 umgebaut worden, wenn man damit um 1960/61 begonnen hätte, also als man die K53 mit schwebenden Mittelteil versehen hat. Zu dieser Zeit erwiesen sich aber die neuen GT6 und GT8 mit Anhänger (2 Schaffnerbetrieb) als die bessere Lösung mit grösserer Kapazität auf fast allen Linien. Die T4+B4 waren fast überall zu klein. Letztendlich wurden viele T4 zu Anhänger umgebaut.

LG Volmerswerther
Hallo Volmerswerther, ich wollte hier nicht auf die letzten Details eingehen, aber was sind denn unterbliebene Umbauten, Schaffnereinsparungen, Entwerter u.a. anderes als Kostengründe ....
Nichts für ungut - der Einzelgänger war ein interessantes Fahrzeug, mit dem ich oft und gerne gefahren bin. Ich bin Anfang der 1970er Jahre als Schüler von Neuss kommend schon am
Südfriedhof in die 9 umgestiegen, da ich noch bis Flingern fahren musste. Da habe ich dann oft im "2151" - und dann - weil die Bahn ja noch leer war - vorn rechts auf dem ersten
Sitz in Fahrtrichtung gesessen. Immer ein interessanter Platz.
Gruss Harald
Hallo Harald,

schöne Eindrücke von einem meiner Lieblings-Straßenbahnfahrzeuge. Und Du hast natürlich recht, Kostengründe sind und bleiben Kostengründe, egal wegen welcher Ursachen im Detail ;-)
Bw 1604 hatte übrigens keinen Unfallschaden, sondern war der letzte (von zwei) Großraum-Beiwagen ohne Vordertür und stand daher sowieso zum gründlichen Umbau an.

Viele Grüße aus HH
Helmut U.
Hallo Harald,

zunächst einmal vielen Dank für diese, wieder einmal großartigen Bilder 👍👍👍 - ergänzend zu Deiner Ausführung möchte ich noch etwas anmerken:

Harald Müller schrieb:

So entstand der Achtachser, den man wohl aufgrund seiner Länge von 27,8 Metern auch
„Queen Mary“ nannte, durch Zusammenfügung von einem Trieb- und Beiwagen aus den
1950er Jahren. Weitere Umbauten durch die Rheinbahn / DÜWAG unterblieben aus
Kostengründen und da kurze Zeit später weitere Achtachser-Neubauten geliefert wurden.
Das

Der Umbau in dieser Form war wahrscheinlich durch die zuvor zum Typ K53U in ähnlicherweise zu Achtachsern mit schwebenden Mittelteilen umgebauten K-Bahn-Großraumwagen des Typs K53 inspiriert. Nur, daß es sich dieses Mal um einen Ortslinien- und keinen Fernbahnzug handeln würde. Es soll wohl kurzzeitig tatsächlich in Erwägung gezogen worden sein, alle übrigen (18) Großraumzüge entsprechend umzubauen, was wie Du richtig schreibst dann letztlich doch unterblieb. Aber, die Türe im Mittelteil bewährte sich außerordentlich gut, sodaß dieses Merkmal Einzug in die Bestellung der ab 1968/69 gebauten weiteren fabrikneuen DÜWAG-Achtachser (Nr. 2651 bis 2673) hielt (die bis dahin beschafften Achtachser 2351 bis 2358; 2451 bis 2458; 2551 bis 2559 sowie die drei Fernbahnwagen für die Linie D 2497 bis 2499 hatten ja allesamt ein türloses Mittelteil. Auch wurde für die ab 1974 durchgeführte Verlängerung von Sechsachsern zu weiteren Achtachsern, dieses neue Mittelteil mit Türe gewählt.

Mit der Umnummerierung des Wagen 2020 in 2151 in 1970 fiel auch die Vergabe der neuen (wieder in sich geschlossenen) 2100er-Nummerngruppe für die o.g. noch verbliebenen 18 Großraumtriebwagen der Reihe 2000, nachdem diese durch den Umbau einiger Wagen zu Beiwagen oder in den Fahrschultriebwagen 5101 teils größere Lücken „erlitten“ hatte. Wobei interessant ist hier der aus einem 2000er Triebwagen entstandene Beiwagen 1834, der in den 70ern wieder zum Motorwagen wurde beim Umbau zum Schienenschleifwagen 5164.

L.G.
Helmut Ulrich schrieb:
Hallo Harald,

schöne Eindrücke von einem meiner Lieblings-Straßenbahnfahrzeuge. Und Du hast natürlich recht, Kostengründe sind und bleiben Kostengründe, egal wegen welcher Ursachen im Detail ;-)
Bw 1604 hatte übrigens keinen Unfallschaden, sondern war der letzte (von zwei) Großraum-Beiwagen ohne Vordertür und stand daher sowieso zum gründlichen Umbau an.

Viele Grüße aus HH
Helmut U.
Hallo Helmut, bitte nicht böse sein, aber lt. "Jacobi/Zeh" ist es sogar schriftlich, das der Beiwagen beschädigt war.
Seite 205 rechte Spalte ca. Mitte - Durch einen Auffahrunfall wurde das Heck von 2020 und der Bug von 1604 beschädigt.
Etwas anderes ist mir auch nicht bekannt - habe extra nochmal nachgesehen.
Gruss Harald

Re: [D] Bw 1604 Unfall?

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 06.06.21 18:09

Nee, Harald, warum sollte ich böse sein!? Die Info ist für mich tatsächlich neu. "Meine" Variante stützt sich auf alle mir bekannten Quellen (z. B. Schild/Waltking, Höltge, Pabst, van der Gragt). Das muss aber nichts heißen, wenn man weiß, dass in der Fachliteratur gerne auch mal Fehler in Endlosschleife abgeschrieben werden, insofern würde ich nie ohne Beweis auf meiner Meinung beharren. Ich hatte mal lockeren Kontakt zu einem Aktiven im Verein Linie D; vielleicht sollte ich den mal anzapfen.

Viele Grüße aus dem Norden
Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.21 18:09.
Hallo Zusammen,
Bilder von der "Queen" gehen immer den es gibt nicht so viele davon.
Dafür vielen Dank. Ich hatte noch nicht das Glück.
Zum Verbleib heute. Meine letzte Info von 2019 zu dem Fahrzeug war, das es fahrfähig ist, neu lackiert ist und es eine Probefahrt gegeben hat. Eine Neuzulassung steht noch aus und die Verkabelung muss erneuert.
Es ist schön, das dieses Fahrzeug noch vorhanden ist und ich freue mich auf den Tag wenn es wieder zu Sonderfahrten eingesetzt werden kann. Dank an die Aktiven der Linie D.
Eine Frage noch zur Konstruktion.
Wieso Gelenkwagen? Es handelt sich doch um den Zusammenbau von einem Großraumtrieb- und beiwagen unter zur Hilfe nahme eines schwebenden Mittelteils. Zeichnet sich ein Gelenkwagen nicht dadurch aus, das ein Drehgestell direkt unter einem Gelenk verbaut wurde? Auch die Freiburger Stadtbahnwagen sind Gelenkwagen aber aufgesattelt.
Die "Queen" war doch ein Prototyp der in Zusammenarbeit von Duewag und RBG entwickelt wurde? Grund war, wie bei uns in Köln die Einsparung beim Personal. Zum Bsp. Umbau der "Badeböötchen" (Zweiachser mit Nachkriegsaufbaten, keiner erhalten geblieben) zu "Sputnik" bzw. Umbau aus G6 + B4 zu GT 8 (A5).
Das sind meine Kenntnisse.
Ich lasse mich gerne berichtigen.
Gruß rhingbahner

Wieso Gelenkwagen? Es handelt sich doch um den Zusammenbau von einem Großraumtrieb- und beiwagen unter zur Hilfe nahme eines schwebenden Mittelteils. Zeichnet sich ein Gelenkwagen nicht dadurch aus, das ein Drehgestell direkt unter einem Gelenk verbaut wurde? Auch die Freiburger Stadtbahnwagen sind Gelenkwagen aber aufgesattelt.
Die "Queen" war doch ein Prototyp der in Zusammenarbeit von Duewag und RBG entwickelt wurde? Grund war, wie bei uns in Köln die Einsparung beim Personal. Zum Bsp. Umbau der "Badeböötchen" (Zweiachser mit Nachkriegsaufbaten, keiner erhalten geblieben) zu "Sputnik" bzw. Umbau aus G6 + B4 zu GT 8 (A5).
Das sind meine Kenntnisse.
Ich lasse mich gerne berichtigen.
Gruß rhingbahner
Hallo Ringbahner,

natürlich handelt es sich auch bei der Queen um einen „echten“ Gelenkwagen. Dafür braucht es nicht automatisch Drehgestelle unter den Gelenken. Es gibt vielmehr mannigfaltige Bauarten von Gelenkwagen. Die von Dir beschriebene ist der klassische „Jakobs-Drehgestell-Gelenkwagen“ (benannt nach seinem ursprünglichen Erfinder und Konstrukteur). Die beiden Duisburger Harkort-Gelenkwagen aus den späten 20ern des letzten Jahrhunderts waren die ersten Vertreter dieses Baumusters in Deutschland - ganz neu war diese Konstruktion da aber bereits schon nicht mehr - ursprünglich war es eine Lösung aus dem Eisenbahnfahrzeugbau und erste Straßenbahnen mit dieser Gelenkbauweise liefen bereits einige Jahre vor den Duisburger Wagen 176 und 177 etwa in Italien und einigen anderen Ländern. Die Queen gehört zur sogenannten Bauform mit „schwebendem“ Mittelteil, das hier mit zwei Portal-Gelenkverbindungen zwischen den beiden ehemaligen Großraumwagenteilen „eingehängt“ ist.

Dann gibt es noch den sogenannten „Sattelschlepper“-Gelenkwagen, bei dem der Nachläufer „aufgesattelt“ und mit dem Vorderwagen über eine Portal-Gelenkverbindung verbunden ist (dazu zählen u.a. die Kölner „Sputnik’s“) - und den sogenannten „Kurz-Gelenkwagen“, zudem die Tatra KT4 Gelenkwagen zählen, die u.a. in der DDR sehr verbreitet waren - auch hier gibt es kein Drehgestell unter der Gelenkverbindung.

Interessant sind auch Sonderformen zweiteiliger Gelenkwagen, wie etwa die Augsburger Fünfachser, deren Ursprung in dreiachsigen Großraumwagen liegt, die mit einem aufgesattelten zweiachsigen Nachläufer zu Gelenkwagen umgebaut wurden.

Ich hoffe ich konnte hier etwas Aufklärung in das Thema „Gelenkwagen“ bringen.

L.G.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.21 14:02.

Re: @rhingbahner: Beispiel Köln

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 07.06.21 17:35

rhingbahner schrieb:
[...] bei uns in Köln [...] Umbau aus G6 + B4 zu GT 8 (A5).
Achtung, böse Falle ;-) Umbauten aus GT6 + B4 zu GT8 hat es nie gegeben. Von den 200 Achtachsern des Typs A5 waren 82 komplette Neubauten (davon sieben ursprünglich mit etwas kürzeren Mittelteilen). 58 Wagen entstanden durch Verlängerung ehemaliger Sechsachser mit je einem Neubau-Mittelteil. Für weitere 60 8xGTw wurden die Heckteile aus den vorhandenen Großraumbeiwagen gewonnen, die beiden übrigen Wagenteile waren fabrikneu.

VG Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.21 16:36.
Zwar lief er irgendwie in Fahrgastaugen ganz angenehm, aber die vier kurz hintereinander liegenden Gelenkpunkte machten der Werkstatt schwer zu schaffen. Deshalb ging die Queen schon deutlich vor den 21xx / 18xx - Garnituren aus dem Betrieb.


Grüße aus Wü

TW 239
Tw 2151 (ein Fahrzeug mit zwei Gelenkpunkten) wurde 1988 abgestellt, und zwar gleichzeitig mit den restlichen noch vorhandenen Großraumwagenzügen.
Danke für den bericht von einem der schönsten DÜWAGS.

Hier ein Bild von mir von 1978:
2151(4).jpg

Übrigens war 2151 Mitte der 70er (1975) schwer verunfallt (Frontschaden). Mich hat damals gewundert, dass der Einzelgänger wieder aufgebaut wurde. Damals erhielt er Filme statt Schilder und Klebeziffern statt Goldlettern. Ich meine, zu diesem Zeitpunkt erfolgte auch die Umlackierung von graue auf rote Zierstreifen und der Tausch der Entwerter von grünen großen TE auf die dann üblichen kleinen orangen. Eine echte GÜ (wie damals bei den GT6 und GT8 der Serien 23, 24, 25) erfolgte aber nicht.

Grüße vom alten Düsseldorfer Uli

UF
2661 DÜWAG GT8 der Rheinbahn

Re: [D] Spender-Bw 1604

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 08.06.21 16:39

Hallo Harald,

ich habe inzwischen meinen Düsseldorf-Kontakt (bei DSO gelegentlich als User Roth-Händle aktiv) angeschrieben, und der hat die Frage an einen Rheinbahner weitergereicht, der zum Zeitpunkt des "Queen-Mary"-Umbaus im aktiven Dienst war. Seine Auskunft: Beiwagen 1604 ging völlig unversehrt zur DÜWAG und wurde tatsächlich nur wegen seiner noch fehlenden Vordertür ausgesucht. Triebwagen 2020 dagegen hatte kurz zuvor bereits seinen zweiten heftigen Schaden davongetragen und hätte wegen eines stark verzogenen Rahmens sowieso im Herstellerwerk repariert werden müssen.

VG Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.21 16:35.
Unterm Blech war SIE eben eine 21er in. Aus den entsprechenden Nachkriegsstählen. Die auch bei der V200.0 nach 30 Jahren sehr pflegebedürftig wurden. Alles 26xx, 27xx und 28xx hatte ja etwas weniger Trockenmasse.

Grüße vom ex-Wuppertaler

TW 239

Re: [gelöscht] (o.w.T)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 08.06.21 17:11

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.21 16:35.
Vermutlich durch einen Fehler des Straßenbahnfahrers biegt der Tw an der Kreuzung Auf’m Hennekamp/Witzelstraße rechts ab anstatt geradeaus zu fahren (SL 6). Dabei kollidiert er mit einem LKW. (22.07.1976)
Bildschirmfoto 2021-06-17 um 18.23.58.png

EKAI




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.21 18:26.
2661 schrieb:
Übrigens war 2151 Mitte der 70er (1975) schwer verunfallt (Frontschaden). Mich hat damals gewundert, dass der Einzelgänger wieder aufgebaut wurde. Damals erhielt er Filme statt Schilder und Klebeziffern statt Goldlettern. Ich meine, zu diesem Zeitpunkt erfolgte auch die Umlackierung von graue auf rote Zierstreifen und der Tausch der Entwerter von grünen großen TE auf die dann üblichen kleinen orangen. Eine echte GÜ (wie damals bei den GT6 und GT8 der Serien 23, 24, 25) erfolgte aber nicht.

Das ist übrigens nicht ganz richtig, ich habe ein Foto vom September 1977, da hat der Tw rote Ziffern und Zierstreifen, aber noch keinen Zielfilm. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte der Tw einen roten Zierstreifen, orange Entwerter und goldene Ziffern.

EKAI




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.06.21 11:56.