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Seiten: 1 2 All Angemeldet: -
Hallo,

klassisches Kleinbahnflair vermittelten die Strecken rund um Neuruppin. Das hielt jedoch nicht davon ab, hier auch planmäßig Durchgangsgüterzüge und internationalen Güterverkehr durchzuführen.

Grüße,
Lalu

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Hallo,

interessante Papiere, welche Du zeigst!
Brzeg Dolny kam mir irgendwoher bekannt vor und mal schnell ins Buch "Brisante Zugfahrten auf Schienen der DR" von B. Kuhlmann geschaut, tatsächlich die Transitzüge sind die Chlorwagenzüge, und die leeren Rückleistungen von Polen nach BRD und umgekehrt.
Kann vielleicht jemand etwas zu den Übergaben sagen, welche Betriebe damit bedient wurden?

nochmals besten Dank fürs Einstellen
Frank
Frank Platow schrieb:
Hallo,

interessante Papiere, welche Du zeigst!
Brzeg Dolny kam mir irgendwoher bekannt vor und mal schnell ins Buch "Brisante Zugfahrten auf Schienen der DR" von B. Kuhlmann geschaut, tatsächlich die Transitzüge sind die Chlorwagenzüge, und die leeren Rückleistungen von Polen nach BRD und umgekehrt.
Kann vielleicht jemand etwas zu den Übergaben sagen, welche Betriebe damit bedient wurden?

nochmals besten Dank fürs Einstellen
Frank

Hallo!

Es wurden keine Betriebe bedient.

In Radensleben (Tanklager) und Wulkow (Munitionslager), war die Russische Armee.

Hat Jemand Fotos von Güterzügen in und um Neuruppin? Auch gerne, als PN.

MfG

Spannendes Dokument.

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 29.04.21 15:41

Hallo Lalu,

herzlichen Dank fürs Teilhaben lassen.

Der TGag führte über den Grenzübergang Kietz und weiter über Abzw Werbig nach Bad Freienwalde (Oder). Jetzt ploppt er zwischen Herzberg - Neuruppin - Barsikow - Rathenow auf. Somit ein Zug der den Bf Neustadt (Dosse) umging. Ein interessantes Puzzle.

Aber wie kam er nach Herzberg (Mark)? Über Bad Freienwalde (Oder) - Abzw Forsthaus - Britz (Kr Eberswalde) - Templin - Löwenberg (Mark) (Kopfmachen) - Herzberg (Mark)? Oder selbige Route mit Kopfmachen in Eberswalde?
Oder ganz schnöde über Eberswalde - Außenring - Oranienburg? Oder gar über Bad Freienwalde (Oder) - Angermünde - Prenzlau - Templin - Löwenberg (Mark) mit dortigem Kopfmachen? Selbst eine Route über Templin - Fürstenberg (Havel) - Löwenberg Dorf wäre möglich gewesen. Donnerwetter, wo überall mal Gleise lagen!

Grüße vom SRB

PS: Könntest Du vielleicht auch die anderen Seiten der Leerreise- und Güterzüge zugänglich machen? Ich würde mich sehr freuen.

Re: Spannendes Dokument.

geschrieben von: Frank Platow

Datum: 29.04.21 17:19

Hallo,
im besagtem Buch ist eine Skizze ohne Stationsnamen: wenn ich sie richtig interpretiere, dann Eberswalde - Templin - Löwenberg - Herzberg - Neustadt. Halt wegen der gefährlichen Fracht, möglichst über dünn besiedeltes Gebiet. Der Leerzug aus Stade benutzte den Weg : Herrenburg - B.Kleinen - Blankenberg - Karow

Frank

Re: Spannendes Dokument.

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 29.04.21 17:20

Streckenrangierbezirk schrieb:

Aber wie kam er nach Herzberg (Mark)? Über Bad Freienwalde (Oder) - Abzw Forsthaus - Britz (Kr Eberswalde) - Templin - Löwenberg (Mark) (Kopfmachen) - Herzberg (Mark)? Oder selbige Route mit Kopfmachen in Eberswalde?
Oder ganz schnöde über Eberswalde - Außenring - Oranienburg? Oder gar über Bad Freienwalde (Oder) - Angermünde - Prenzlau - Templin - Löwenberg (Mark) mit dortigem Kopfmachen? Selbst eine Route über Templin - Fürstenberg (Havel) - Löwenberg Dorf wäre möglich gewesen. Donnerwetter, wo überall mal Gleise lagen!

Der Außenring war Tabu. Das ist zu dicht an Berlin. Der Laufweg war Kietz - Wriezen - Eberswalde - Templin - Löwenberg - Neuruppin und weiter.

Knut

Buchfahrplan 812-33 Jfpl.86/87

geschrieben von: TransLog

Datum: 29.04.21 20:35

Hallo und vielen Dank!

Auch auf Nebenstrecken tauchen manchmal interessante Züge auf.

Es war also das Ladegut, dass den Laufweg bestimmte und nicht, wie ich dachte, lediglich eine Entlastung des Berliner Außenrings.

Interessant auch, dass die beiden TGag in Lastrichtung 1.400 t hatten, dagegen die Leerzüge einmal 500 und dann 800 t. Druckfehler?

Dg 53861 mit 1.600 t konnte eine 110 alleine abfertigen, in einer Landschaft eben wie eine Tischtennisplatte...

Aber in Wildberg durfte die Fuhre nicht zum Halten kommen!

Den TLg 49473 (angeblich nur 500 t) zog eine 119 im Durchlauf Oebisfelde-Neuruppin! Hatte Personal aus Oe Streckenkenntnis zwischen Rathenow und Neuruppin? Andererseits, hätte Personal aus Stendal/Rathenow Typenkenntnis für eine 119 gehabt?

Gruß, Ulrich

Weitere Seiten des Buchfahrplans

geschrieben von: Lalu

Datum: 30.04.21 11:12

Hallo,

anbei die „restlichen Nicht-LVT-Seiten“.

Grüße,
Lalu

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Chlorgas-Ganzzüge (Sammelantwort)

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 30.04.21 13:58

Hallo zusammen

und herzlichen Dank für alle, die antworteten. An Dich "Lalu" ein gesonderter Dank für die zusätzlichen Scans aus dem Buchfahrplan. Die Neuruppiner Ecke war betrieblich-historisch betrachtet für mich immer ein weißer Fleck im DR-Streckennetz.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?017,file=355169

Auf das angesprochene Buch "Brisante Zugfahrten auf Schienen der DR" von B. Kuhlmann kann ich leider nicht zurückgreifen, jedoch auf ein paar Fragmente dienstlicher DR-Unterlagen:

1. Es handelte sich um "geschlossene Chlorgas-Ganzzüge", beladen von Brzeg Dolny nach Marl "Hüls AG" bzw. Stade, in der Gegenrichtung leer.

2. Für TGag 47964 findet sich ein Hinweis "ab 9 Wagen".

3. In Richtung Brzeg Dolny gingen die Wagen der TLg 49473/49475 in Kietz auf einen TLg (?) 45465 über.

4. Die Züge je Richtung schlossen sich gegenseitig aus, fuhren allesamt aber nur bei Bedarf.

5. Die ausgeschlossenen Verkehrstage variierten:

1986/87 außer Fr+Sa Richtung BRD, außer Mo Richtung VR Polen
1987/88 außer Sa Richtung BRD, außer Mo Richtung VR Polen
1988/89 außer Mo+Fr+Sa Richtung BRD, außer Mo Richtung Polen

Was könnte der Hintergrund für diese eigenartige Verkehrstageregelung gewesen sein? Die besonderen Vorkehrungen zur Durchführung dieser Züge galten ja für Voll- und Leerzüge gleichermaßen.

6. Die Höchstlast für TLg 49473 ist im Bfpl der Strecke Rathenow - Barsikow ebenfalls mit 500 t, in der GZV der Rbd Berlin jedoch mit 800 t angegeben.

7. Das Zugpaar TGag 47430/TLg 49473 (nach und von Marl) verkehrte demnach Kostrzyn/Kietz - Abzw Werbig - Eberswalde Hbf (Kopfmachen) - Templin - Löwenberg (Kopfmachen) - Neuruppin - Barsikow - Rathenow - Stendal - Oebisfelde.

Wurde tatsächlich nach Eberswalde hineingefahren? Gerade dieser Knoten konnte doch gut über Bad Freienwalde - Abzw Forsthaus - Abzw Kanalbrücke (Eberswalde "B6") - Britz (Kr Ebw) - Templin umgangen werden. (siehe Durchführungsbestimmungen Pkt.3)

In Fahrtrichtung Marl sind für das Fahrplanjahr 1987/88 zwischen Kietz und Bad Freienwalde (Oder) eine BR 130, in der Gegenrichtung eine BR 120 angegeben. Zwischen Bad Freienwalde (Oder) und Herzberg (Mark) finde ich keinerlei Anhaltspunkte bzgl. der Bespannung.
In Fahrtrichtung Marl sind für das Fahrplanjahr 1988/89 zwischen Barsikow und Rathenow 2x BR 111, in der Gegenrichtung eine BR 119 angegeben. Die BR 119 soll die Traktion bereits ab Oebisfelde ausgeübt haben, wie verhielt es sich in der Richtung Rathenow - Oebisfelde?

8. Der TGag 47964 (nach Stade) verkehrte demnach Kostrzyn/Kietz - Abzw Werbig - Eberswalde Hbf (Kopfmachen) - Templin - Löwenberg (Kopfmachen) - Neuruppin - Neustadt (Dosse) - Wittenberge - Hagenow Land - Schwanheide/Büchen. Sein Gegenpart TLg 49475 kam über Lübeck/Herrnburg - Bad Kleinen - Blankenberg (Meckl) - Karow (Meckl) - Pritzwalk - Neustadt (Dosse) - Neuruppin - Löwenberg (Mark) (Kopfmachen) - Templin - Eberswalde (Kopfmachen) - Abzw Werbig - Kietz/Kostrzyn zurück.
Auch hier wieder die Frage "Wurde tatsächlich über Eberswalde gefahren?"

In Fahrtrichtung Stade sind für das Fahrplanjahr 1987/88 zwischen Kietz und Bad Freienwalde (Oder) eine BR 130, in der Gegenrichtung eine BR 120 angegeben. Zwischen Bad Freienwalde (Oder) und Herzberg (Mark) finde ich keinerlei Anhaltspunkte bzgl. der Bespannung.
Welches Bw traktionierte mit welchen Loks auf den übrigen Streckenabschnitten?

9. Noch vor der politischen Wende, nämlich mit dem Fahrplanwechsel am 28.05.1989, gibt es keinerlei Hinweise mehr zu diesen Zügen. Sind jemandem Hintergründe hierzu bekannt?



Abschließend noch die äußerst informativen Durchführungsbestimmungen (Bza) der DR für die Chlorgas-Ganzzüge:

"Beförderung muß auf vorstehenden Leitungswegen unter nachstehenden Bedingungen erfolgen:

1. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge beträgt 60 km/h, durch Bahnhöfe 40 km/h.

2. Gleichzeitige Fahrten auf benachbarten Streckengleisen auch auf parallel verlaufenden eingleisigen Streckenabschnitten sind während des Verkehrens der Ganzzüge auszuschließen.

3. Auf den Bahnhöfen der Typenstruktur A und B sind längere Halte (mehr als 15 Min) und Lokwechsel möglichst auszuschließen.
Auf Bahnhöfen, wo kein unmittelbarer Flankenschutz besteht, ist der Rangierbetrieb auf Nachbargleisen einzustellen.

4. Betriebshalte sind auf ein Minimum zu beschränken.

5. Das Abstellen der Ganzzüge darf nur mit Zustimmung der Hdl (Anm: Hauptdispatcherleitung) erfolgen.

6. Die Ganzzüge dürfen nicht als erster Zug nach der Aufhebung der Gleissperrung infolge Beendigung von Bauarbeiten verkehren.

7. Das Ablassen der Züge vor der im Fahrplan angegebenen Zeit ist nicht gestattet.

8. Alle Meldungen über eine Unregelmäßigkeit, einen eingetretenen Bahnbetriebsunfall oder sonstiges Ereignis bei der Durchführung der Chlorgaszüge sind nach den Bestimmungen der DV 423 (Buvo - Anm: Betriebsunfallvorschrift) unverzüglich anzugeben und bis zur Hdl weiterzuleiten.

9. Das Triebfahrzeug ist zweimännig zu besetzen.

10. Die Kennzeichnung als außergewöhnliche Sendung hat vom Übernahmebahnhof durch Anbringen von blauen Zetteln, Vordruck 45803, am ersten und letzten Wagen dieser Züge zu erfolgen.
Außerdem ist das Signal Fz 4 - Giftflagge - anzubringen. Vor Übergabe an die Nachbarbahn sind die blauen Zettel und die Signale Fz 4 zu entfernen.

11. Die Züge sind unter Laufkontrolle der Odl (Anm: Oberdispatcherleitung) und Hdl zu nehmen."



Grüße vom SRB



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.04.21 17:28.

Re: Chlorgas-Ganzzüge (Sammelantwort)

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 01.05.21 21:44

Streckenrangierbezirk:
Auf das angesprochene Buch "Brisante Zugfahrten auf Schienen der DR" von B. Kuhlmann kann ich leider nicht zurückgreifen
Gibt es eigentlich auch das Buch „Brisante Zugfahrten auf Schienen der SBB“ (von Deutschland selbst reden wir natürlich nicht)?

[www.srf.ch]


Streckenrangierbezirk:
Noch vor der politischen Wende, nämlich mit dem Fahrplanwechsel am 28.05.1989, gibt es keinerlei Hinweise mehr zu diesen Zügen.
Werden sich selbst ausgerottet haben. Ach nein, die Giftbude in Niederschnell gibt es nach wie vor, jetzt auch noch in deutschem Besitz. [www.pcc.eu]


Streckenrangierbezirk:
Gleichzeitige Fahrten auf benachbarten Streckengleisen auch auf parallel verlaufenden eingleisigen Streckenabschnitten sind während des Verkehrens der Ganzzüge auszuschließen.
Schon das möchte man auf stärker ausgelasteten Hauptbahnen keinesfalls haben.

Was galt eigentlich auf den Grenzstrecken Kietz – Küstrin und Schwanheide – Büchen? Überhaupt erhebt sich die Frage, wie diese Züge bei PKP und Bundesbahn behandelt wurden (in dem erwähnten Buch steht wohl auch zu diesem historischen Thema nichts darüber, wage ich zu unterstellen).


Streckenrangierbezirk:
Betriebshalte sind auf ein Minimum zu beschränken.
Wie im hier gezeigten Streckenabschnitt so vorbildlich umgesetzt.

Re: Chlorgas-Ganzzüge (Sammelantwort)

geschrieben von: sk135

Datum: 05.05.21 07:37

Hallo,

>9. Noch vor der politischen Wende, nämlich mit dem Fahrplanwechsel am 28.05.1989, gibt es keinerlei Hinweise mehr zu diesen Zügen. Sind jemandem Hintergründe hierzu bekannt?

In dem angesprochenen Buch "Brisante Zugfahrten auf Schienen der DR" von Bernd Kuhlmann steht dazu auf Seite 109, dass überraschend der damalige Hauptstab für die operative Betriebsleitung der DR im Frühjahr 1989 mitteilte, dass "wegen mangelnder Nutzung für den Jahresfahrplan 1989/90 gemäß Beschluß der Europäischen Güterzug-Fahrplan-Konferenz (EGK) mit Zustimmung der Polnischen Staatsbahnen PKP keine Fahrplantrassen für Chlorgas-Ganzzüge zwischen den PKP und der DB vorgehalten werden müssen."

Die "Anweisung zur Durchführung von Chlorgas-Ganzzügen zwischen der VR Polen und der BRD im Transit durch die DDR" wurde demnach am 6. Juni 1989 aufgehoben.

Ich habe den Text weiterhin so verstanden, dass ab 1989 nur noch Einzelwagenverkehr mit Chlorgas durchgeführt wurde.

Grüße,

Sebastian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 07:41.

Vielen Dank! ... mit Anschlußfrage

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 06.05.21 09:07

Hallo Sebastian,

bedanke mich für Deinen konkreten Hinweis. Das erklärt sicherlich auch im Ansatz die Verkehrstageeinschränkungen im Fahrplanvorjahr 1988/89 mit den jeweils vorzuhaltenden Einschränkungen übriger Verkehre zugunsten der Chlorgas-Ganzzüge.

@ all: Nun wundert mich allerdings, dass diese Gefahrgutwagen ggf. im Einzelwagenverkehr gelaufen sein sollen. Sicherlich nicht unmöglich, aber müßten die BZA dann nicht weiterhin - nun für die dafür zugelassenen Dg-/N-Züge in ähnlichem Umfang weitergelten?

Interessierte Grüße vom SRB

Re: Vielen Dank! ... mit Anschlußfrage

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 06.05.21 23:41

Streckenrangierbezirk schrieb:
@ all: Nun wundert mich allerdings, dass diese Gefahrgutwagen ggf. im Einzelwagenverkehr gelaufen sein sollen. Sicherlich nicht unmöglich, aber müßten die BZA dann nicht weiterhin - nun für die dafür zugelassenen Dg-/N-Züge in ähnlichem Umfang weitergelten?

Die Frage kann mit NEIN beantwortet werden. Die Bza galt für Ganzzüge, die Wagen selbst hatten keine Bza. Sie waren ganz normale Gefahrgutwagen. Ein Beförderungsplan sorgete dafür das die Wagen auch nicht irgendwo vergessen wurden und diese auch nicht größere Ortschaften oder Trinkwasserschutzgebiete durchquertem.

Übrigens liefen im Binnenverkehr da viel mehr Chlorwagen. Hersteller war Buna und Empfänger die halbe Republik. Chlor brauchte man überall.

? Dg mit kurzen Laufwegen

geschrieben von: exilvogt2000

Datum: 07.05.21 18:51

Hallo allerseits,

was mich wundert, sind die Dg mit extrem kurzen Laufwegen, ich kenne aus der Rbd Dresden keine vergleichbaren Dg mit kurzen Laufwegen auf Nebenbahnen. War das eine Spezialität der Norddirektionen?

MfG exilvogt

Re: ? Dg mit kurzen Laufwegen

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 07.05.21 22:56

exilvogt2000 schrieb:
Hallo allerseits,

was mich wundert, sind die Dg mit extrem kurzen Laufwegen, ich kenne aus der Rbd Dresden keine vergleichbaren Dg mit kurzen Laufwegen auf Nebenbahnen. War das eine Spezialität der Norddirektionen?

MfG exilvogt
Hallo,

ich vermute es liegt daran, dass die Züge eine Rbd-Grenze überschritten und deshalb als Dg behandelt wurden.

Grüße vom SRB

Re: ? Dg mit kurzen Laufwegen

geschrieben von: exilvogt2000

Datum: 08.05.21 21:02

Streckenrangierbezirk schrieb:
exilvogt2000 schrieb:
Hallo allerseits,

was mich wundert, sind die Dg mit extrem kurzen Laufwegen, ich kenne aus der Rbd Dresden keine vergleichbaren Dg mit kurzen Laufwegen auf Nebenbahnen. War das eine Spezialität der Norddirektionen?

MfG exilvogt
Hallo,

ich vermute es liegt daran, dass die Züge eine Rbd-Grenze überschritten und deshalb als Dg behandelt wurden.

Grüße vom SRB
Das klingt logisch,
Danke

MfG exilvogt

Alles Chlor

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 08.05.21 22:52

Knut Ochdorf:
Übrigens liefen im Binnenverkehr da viel mehr Chlorwagen.
Um es auch noch einmal auszuformulieren: Mich verwundert ein wenig, wie die hier diskutierten Bedarfszüge zu etwas ganz außergewöhnlichem hochgejazzt werden. Liegt es einfach nur am Durchlauf von Volkspolen in den Westen (wo, wie gesagt, auch niemanden zu interessieren scheint, was ab Schwanheide oder auch bis Kietz mit diesen Fuhren war)?
Streckenrangierbezirk:
ich vermute es liegt daran, dass die Züge eine Rbd-Grenze überschritten und deshalb als Dg behandelt wurden.
Falkenberg – Elsterwerda-Biehla und Elsterwerda – Riesa liefen als Nahgüterzug. Ich würde meinen, Verkehr von Dresden in Richtung Arnsdorf auch.
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -