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 04 - Historisches Forum 

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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
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Servus,

nebst der farblichen Abweichung an den beiden RAG-Latz-219, gab es ja auch die übliche Entwicklung der Regellackierungen/unternehmensfarben bei den einzelnen Baureihen,
und somit auch an den 219. Bewanderte Fans werden sicher sagen können, ob zuerst eine 219 für die Lackvariante der 20 Stück 229 vorausging.
Wie viele 219 kamen insgesamt im „229-Lack“ auf die Welt? Oder war die Unterbaureihe 229 für die paar 219 farblich ausschlaggebend? Nach Latz, und sagen wir jetzt eben dem 229-Lack,
folgte der Minusbalken im verkehrsrot. Würden Uboote heute noch im Einsatzbestand sein, wäre diese Farbvariante weiterhin Usus.

https://abload.de/img/229-100-essen-krupp-1x7kz8.jpg
Durch den Hobbykollegen „SN“ kam ich an dies recht interessante Dia. Es soll sich um KRUPP in Essen handeln. Waren da mit dem Stahlseil Zugversuche am Betriebsgelände?
Vielleicht kann sich „SN“ bei mir mal melden, was damals zum 16.März 1992 Sache war.

https://abload.de/img/229-100-berlin-ostbah3rj6v.jpg
Ebenso aus meiner Sammlung ein Porträt der 229 100 in Ausführung „Deutsche Reichsbahn“. Aufgenommen von meinem langjährigen Hobbykollegen und leider schon einige Zeit verstorben,
sehr vielen weiteren Fans bekannt: LWS. Am 31. Januar 1993 verweilte Ludwig in Berlin Ostbahnhof.
Hier auf der Seite der westlichen Hallenschürze. Rechts oben hinter Brettern residierte das Stellwerk B1.

Irgendwann im Frühjahr 1995 hieß es, die 229 würden nach Hof kommen. Ein IR-Zugpaar Gera – Hof – Nürnberg hatte man sich für den (regionalisierten) Fernverkehr aus den Fingern gesaugt.
Ich weiß heute nicht mehr, ob dem dann eingelegtem Zugpaar IR2560/2561 irgendwelche Testfahrten oder besondere Personalschulungsfahrten voraus gingen. Mir bzw. den damals wenigen
in der durchfahrenen Region agierenden Fotografen war es recht. Eine weitere Bereicherung an Farbe und Baureihe stand somit vor der Haustüre auf den Geleisen.
Und am 28.Mai 1995 schlug ich zur Rückleistung des IR2561 abends in Pausa im Vogtland mit Freund Moki gleich ein erstes Mal zu. Das Bild davon soll in einer zweiten Galerie zur 229 folgen.
96 Streckenbilder ergaben sich bei mir bis zum Verschwinden der Renn-Uboote im Bereich Vogtland/Nordostbayern. Mitte September 1999 verliert sich ihre Spur in meinen Notizbuchseiten.
Züge auf der Elstertalbahn von Gera nach Greiz waren letzte Objekte. Nach Jahren erfolgte wieder ein plötzliches Auftauchen als MEG 301 und 302 im Verbund mit den V180 oder solo.
Das war die Schlußperiode dieser Loks in der Region. Die gelben DBbahnbau-Loks hatte ich hier nie im Einsatz, vielleicht gab es Mal eine Leistung. Fans können im Museum Weimar der 229 noch nachstellen.

Die paar 20 Loks der Reihe 229 werden chronologisch ihrer fortlaufenden Loknummer präsentiert. Und schau mer mal, wann ich den Bereich Thüringen/Sachsen gescannt habe,
da sind es nicht so viele Dias, bzw. nicht alle 229 gelangen am 2560/2561 im Bereich nördlich von Hof.

https://abload.de/img/01-2561-95-06-11pwk8h.jpg
Mein drittes Einsatzbild der 229 überhaupt! 229 100 am 11.Juni 1995 bei Durchfahrt Münchberg. Und wie es immer in den 30 Jahren bei mir war: stand eine exotische
Begebenheit in der Region an, war das nur erdenklich bescheidenste Wetter zur Fotografie vorherrschend.

Ein kurzer Exkurs wie es dazu, wie es zur Fahrt via Münchberg kam: In Wunsiedel-Holenbrunn hatte man einen Haufen gebaut!

https://abload.de/img/02a-unfall-wunsiedel-j1ke8.jpg
Man näherte sich dem Ganzen vorsichtig. Schließlich schlich man mit der Kamera irgendwo im Eisenbahnbereich am Rande umher. Da aber hiesige Bevölkerung sich auch daran ergötzte, war es wohl kein Problem.

https://abload.de/img/02b-unfall-wunsiedel-fakkc.jpg
Wie und was die Ursache damals war, weiß ich heute nicht mehr, bzw. habe sogar nie etwas davon gehört. Den Wagen nach hier zu beurteilen, könnte es was mit den Weichen gehabt haben.
Eine Störung? Fehlbedienung? Verschleiß am Oberbau mit Schadensfolge? Alles reine Vermutung.

https://abload.de/img/02c-unfall-wunsiedel-spkir.jpg
Die Hofer 211 054 war mit dem Einheits-Hilfsgerätewagen angerückt. Die Südseite von Wunsiedel-Holenbrunn war somit durch die Waggons blockiert.

https://abload.de/img/02d-unfall-wunsiedel-wwjbm.jpg
Gehörte der gedeckte 2-Achser damals dauerhaft zum gelben Vierachser dazu?

https://abload.de/img/02e-unfall-wunsiedel-g1jwz.jpg
Und dann gings ans bergen der Havaristen. Die V100 zog einen ersten Wagen auf Abstand. Und so kam dort zum Aufgleisen sicher das Deutschland-Gerät zum Einsatz.

https://abload.de/img/02f-unfall-wunsiedel-zkjsd.jpg
Ersichtlich war auch, dass ein Busverkehr ganz schnell eingerichtet wurde. Heute in 2021? Bei dieser DBAG? Das kann sich jeder ausmalen. Nett hier, das manche sich wohl im nahen
Böhmen oder irgendwo in der Walachei fühlten, wenn man mit sperrigen Gepäck durchs Schotterbett unsicher umher latschen mußte. Der Rest der Reisenden ging vom örtlichen
Fahrdienstleiter im Bahnhofsgebäude residierend, erlaubt über den Holzbohlen-Dienstweg.
Die Bahnsteiguhr zeigt kurz vor 15 Uhr.

Der 2561 mußte abends irgendwie von Nürnberg nach Gera zurück. Über den Frankenwald „hinten herum“ wollte man wohl nicht, also zerrte die 100 ihren Train über die
Schiefe Ebene und Münchberg nach Hof. Kam man gar via Bamberg? Oder doch Bayreuth und Kopf machen in Neuenmarkt-Wirsberg? Um 18.45 Uhr war die Durchfahrt Münchberg.
Der Bahnhof Dank des örtlichen Eisenbahnvereines „MEC 01“ völlig „ver-reichsbahnt“. Nun werden wohl auch manch Wagenfuzzys schauen, das hier einer der beige-brauen
MITROPA-Buffetwagen zu sehen ist.

Doch lassen wir hier gleich mal Volker Seidel aus Münchberg selbst zu Wort kommen:
1993 wurde die Eisenbahn- Betriebs- und Betreuungsgesellschaft Münchberg (EBG) als Betriebsführungsgesellschaft des MEC 01 aus der Taufe gehoben und als Anschlußbahn konzessioniert.
Eigene Wagen wurden beschafft und ins EBG Farbschema umlackiert.
Rechts stehen der EBG Speisewagen, WRg 45 049 (neu 43 001) und der EBG Bomk 43 004, der noch heute im Thüringer Sonderzug - wieder in creme/grün - unterwegs ist.
In Münchberg waren über viele Jahre auch Wagen der Aalener Royal GmbH hinterstellt, die von der EBG betreut und teilweise gewartet wurden. Darunter auch ehemalige Mitropa Speise-
und Buffetwagen der Spielarten WRg und Wgr. Neben verschiedenen Salonwagen aus DDR Regierungszügen (der letzte grüne Wagen in der linken Reihe),
waren auch Schlafwagen und der ehemalige Speisebeiwagen aus dem Tourex in Münchberg zu finden. Bei dem rehbraun-beigen Wagen handelt es sich um einen Buffetwagen,
der im Gegensatz zum Speisewagen der gleichen Bauart nur über Stehtische verfügte.
Die Wagen wurden an viele Eisenbahngesellschaften und Museumsbahnen (u.a. in den Niederlanden) verkauft.


https://abload.de/img/02-100-kirchenlamitz-omj2k.jpg
Jetzt in der Sonne unterwegs Lok 229 100 am 2560 nach Nürnberg. Am 8.Mai 1997 nahm ich dazu an der Wellblechbude im Einschnitt zwischen Kirchenlamitz Ost und
Marktleuthen Aufstellung. Am letzten Waggon sichtbar die „Großwaabruck“ (Großwenderner Brücke). Heute ist die Brücke und der Einschnitt bei den vielen Fans in letzten
Jahren hier zum Zwecke der Einsatzdokumentation der Großrussen 232/233 längst bekannt. Damals war der einschnitt ein grüner Vegetationsschlauch.
Und es ist sichtbar, dass dies bis zur geplanten Elektrifizierung erneut so aussehen wird. Gestrüpp längs der Schienen wächst auch in trockenen Sommern unverdrossen weiter.

https://abload.de/img/03-229-102-wunsiedel-6cjhg.jpg
229 102 an der Signalgruppe Wunsiedel-Holenbrunn „Ausfahrt Richtung Marktredwitz“. Am 13.August 1997 stand das Signal rechts bereits ohne Gleis so im Schotter umher,
der Bahnhof wurde da bereits gerupft. Würden dort noch heute mechanische Signale stehen, wäre zu Durchfahrtszeiten der 232 und 233 immer wieder Fotografenauslauf.
Die Metzgerei Ruckdeschel, auf Höhe der Signale rechts über die Strasse hinüber, hätte damit sicher eine gut kaufende Klientel unter den Fotofans. Damals war oft ich Kunde,
wenn ich nach Arbeitsende in Marktleuthen meinen Foto schnappte und gegen halb fünf in Holenbrunn aufschlug. Die Heiße Theke hatte um diese Zeit noch immer Reste zu bieten.
Nicht nur Currywurst. Es gab auch Schaschlik, Göttinger, Fleischkäse, Braten… Blöd wars, wenn man dann am Bahnhof mit Blick zum Löffel (Einfahrtsignal Marktredwitz) im Auto saß,
Semmeln mit Fleischware und Soße spachtelte, die Finger schön verschmiert waren, und sich ein Zug mit aufziehendem Signal ankündigte. Es gab immer mal den einen Ketchup-Fleck an der Kamera ;-)

https://abload.de/img/04-229-106-hof-2560-1mwj56.jpg
Einfahrt Hof Hbf aus Richtung Norden. Der 2560 von Gera näherte sich mit 229 106 dem Bahnsteig Gleis 10. Im Sommer 1995 hatte Hof am Ablaufberg noch eine V60.
Doch viel zu tun gab es nicht mehr, MORA C wirkte bereits ungemein.
Ab jener Zeit setzte die Verbuschung und –waldung des Bahnhofsgeländes ein, die im Prinzip erst vor kurzer Zeit mit Rodungen beendet wurde.

https://abload.de/img/05-229-113-kirchenlambtjbe.jpg
229 113 am Esig „Ost“. Sehr oft war ich an diesem Signal von Kirchenlamitz Ost zugange. Denn sah ich daheim in Marktleuthen einen Zug zur Überholung in den Bahnhof bremsen,
half sofortiges Aufspringen, Kamera schnappen und mit Vollgas per PKW nach Ost zu fahren. Insgesamt lagen von der Wohnung daheim bis zum Ansitzen an diesem Motiv keine
50 Meter Fußweg insgesamt.

229 113 hat eine unrühmliche Vergangenheit. Da gab es mit ihr einen schweren Unfall, wo man hätte meinen sollen, die Kiste wird gleich mit verschrottet.
Am 9.April 1993 kam es zwischen IC995 und dem D10545 mit 218 267 zum Frontalzusammenstoß im Berliner Bereich.

https://abload.de/img/05a-229-113-chemnitz-t8k9c.jpg
Dazu aus meinem Archiv ein Scan vom Dia meines Sammlerkollegen BBB. Lok 229 113 im März 1994 zur Aufarbeitung im AW Chemnitz.

https://abload.de/img/06-229-118-wunsiedel-ncj77.jpg
Wir sind noch öfters in Wunsiedel! 229 118 eilt mit dem 2561 am 1.Juli 1997 nordwärts nach Hof durch den Bahnhof.

https://abload.de/img/07-229-120-wunsiedel-g3kdk.jpg
229 120 am IR2561 mit dem Stellwerk. Es ist der 8. August 1996. Im Vordergrund liegen noch Gleise,die mehr dem Betrieb der Tröster/Leupoldsdorfer Strecke und der Ladestraße auf Bahnhofseite dienten.

https://abload.de/img/229-120-berlin-zoo-19e0k37.jpg
Nochmals aus den Tiefen analoger Aufnahmen: 229 120 am 15. Juni 1993 zur Ägide der Deutschen Reichsbahn in Berlin Zoologischer Garten. Abermals eine von LWS bezogenes Dia.

https://abload.de/img/08-229-126-kirchenlamhhkst.jpg
Ganz klar, das ich das „Schnepfenmühler“ Formsignal in Kirchenlamitz Ost nicht nur einmal mit der Reihe 229 im Diamagazin habe.
229 126 rauscht am 7. Augst 1997 daran Richtung Hof vorbei.

https://abload.de/img/09-229-128-hof-2560-1tjkf4.jpg
Das Bild wollte ich zwar in Teil 2 präsentieren, da „nördlich“ des Hofer Bahnhofes gelegen. Es zeigt 229 128 mit dem IR2560 von Gera kommend zum 3.März 1996.
Im Hintergrund ist die sogenannte „Sachsen-Brücke“ zu sehen. Darüber hinweg führt die Jahnstrasse. Angeblich hieße dieses alte Betonbauwerk auch „Pressack-Brücke“
im Hofer Volksmund. Den Erzählungen alter Hofer Bürger nach, soll es zur Einweihung Pressack gegeben haben. Aktuell geht es dieser Brücke an den Kragen!
Ein Neubau ist überfällig. Interessant wird es in den nächsten Wochen und Monaten, wie man mit inzwischen dort vorhandener Oberleitung verfährt.
Haust man die Strecke ein, oder gibt es einen kurzen strom- und gar fahrleitungsfreien Abschnitt, der per Schwungfahrt zu bewältigen wäre?

https://abload.de/img/10-229-144-marktleuthorkss.jpg
229 144 am Brückenbauwerk der Kreisstraßenüberführung Marktleuthen – Selb in Marktleuthen-Großwendern. Der IR2561 am 10.April 1998

https://abload.de/img/11-229-147-kirchenlamclk0k.jpg
Ende 1995 legte man am Streckenbegleitgrün um die Schnepfenmühler Eselsbrücke Hand an. Licht und vor allem Luft sollte wieder ans Bauwerk kommen.
Wenig Licht und Feuchtigkeit verhilft zu guten Algen- und Flechtenwachstum an solch Bauwerken, und damit zur schleichenden Beschädigung von Beton-und Mauerwek.
So kam nach vielen Jahren wieder mehr Sonne an dies fast schon wildromantisch gelegene Bauwerk bei Kirchenlamitz Ost.
Der 2561 zeigt sich mit 229 147 am 1.April 1996

https://abload.de/img/12-229-170-marktleuthcnk6l.jpg
20. September 1997, 229 170 zieht in einen sich langsam erwärmenden Spätsommertag in Richtung Süden an Großwendern vorbei. Was gab es schöneres als früh im
noch feuchten Gestrüpp an einem Bahndamm zu stehen, wenn im Geflecht aus dürren Grashalmen, Rainfarn und Brennnesseln mit
zunehmender Trockenheit die Insekten aktiv wurden und alles nach Sommer roch!

Vom Forennutzer „Dirk Strobel“ einige Zeilen zur 229:
Die 229 waren in Erfurt beheimatet, im Sommer 95 gab es dort beispielsweise einen Laufplan mit 15 Plantagen. Neben dem Gera-Nürnberg-IR wurden an hochwertigen
Leistungen nur einige IR zwischen Chemnitz und Erfurt/Weimar gefahren. Auf Teilstrecken davon bzw. zwischen Erfurt/Weimar und Gera auch N-Züge. An W(Sa) gab es
auch zwei Zugpaare zwischen Gera/Gößnitz und Glauchau. Haupteinsatzgebiet waren aber E/N-Leistungen zwischen Erfurt, Sangerhausen, Güsten und Magdeburg, auch auf Teilstrecken.
An mehr kann ich mich da nicht erinnern, nur das die Kisten zum Schluss ihrer Einsätze auch die RE-Züge zwischen Erfurt und Schweinfurt gefahren haben, so um den Jahrtausendwechsel.
Und das die DB zu jener Zeit (1993/1994) wohl neue Einsatzgebiete für die teuer umgebauten Turbo-229 gesucht hatte.
Eine Bespannung der Allgäu-EC/IR war ebenso angedacht und es gab da auch Testeinsätze. Aber München und "Ostloks"? Damals ein absolutes no-go :-)

https://abload.de/img/13229171wunsiedel-hol4mjfq.jpg
Wieder im Bahnhof Holenbrunn. Eine Lz Richtung Marktredwitz mußte warten. 211 024 zog 211 032 und 365 198. Entgegen kommt der 2561 mit 229 171.
Und was hinten dran hängt? Ein 614! Soweit ich mich entsinne war 1995 eine Stabilisierung des bei Oberthölau Richtung Marktredwitz beständig abgängigen Bahndammes.
Diese Baustelle mit nur einem Gleis dort produzierte ein Nadelöhr. Manch Güterzüge kamen so zur Umleitung über die Schiefe Ebene/Münchberg.
Laut Forennutzer Dirk Strobel war der 614 planmäßig als Lr mit Abfahrt Marktredwitz 17.48 Uhr unterwegs und passte so ganz gut zum IR2561, und wurde so im Abschnitt
Marktredwitz – Hof mit hinten drauf gegeben. Wie lange dieser Umstand existierte, weiß ich nicht mehr. Der doch sehr kräftigen 229 werden die sechs IR-Wagen und der
leere dreiteilige 614 auch nicht allzu viel abverlangt haben.
28.Juni 1995

https://abload.de/img/14229-173-martinlamitq3kos.jpg
229 173 in Schwarzenbach/Saale bzw. am heute dort gelegenen Haltepunkt Martinlamitz. Der 2560 am 14.Januar 1997 stellte das Abschlußbild in einer ganzen
Bilderserie „Umbau der südlichen Schwarzenbacher Eselsbrücke“ dar.

https://abload.de/img/15-229-174-wunsiedel-94ktw.jpg
Holenbrunn geht immer, von früh bis abends. 11.August 1998, 229 174 nordwärts nach Röslau und Hof/Gera fahrend.

https://abload.de/img/16-229-181-hof-2560-9fbkjn.jpg
„Hier Hof Hbf Gleis 4 Süd! Der eingefahrene Interregio 2560 von Gera Hbf fährt nach kurzem Aufenthalt weiter nach…“ Unvergesslich! Ob nun per Durchsage von Reinhard,
Edmund, Peter, Bruno usw., wie all die Hofer Bahnsteigaufsichten hießen. 211 037 und 036 stehen auf Ruhe im Stutzen 205. Rechts ein klogrüner 628 als Pendler nach Selb Stadt.
Dann der zuvor aus Nürnberg angekommene 610 wartend, um zur Tankstelle fahren zu können. Und die Bahnhofsrangierlok nur noch eine Köf III, die V60 für den Pbf war längst Geschichte.
So gesehen am 30.August 1997.

https://abload.de/img/17-229-184-kirchenlamh9kn8.jpg
Erneut am Signal von Niederlamitz. Der Bahnhof zur Ortschaft wird als Kirchenlamitz Ost geführt. Zur Abwechslung aus niedriger Perspektive ein Schuß auf IR2561,
den am 25. August 1997 die 184 zu befördern hatte.

https://abload.de/img/18-229-186-schwingen-tkjif.jpg
Im „Schwingener Einschnitt“, zwischen Oberkotzau und Martinlamitz, ist diese Feldwegbrücke. Und wird auch heute noch gerne für aktuell fahrende Güterzüge mit 232/233 besucht.
Man musste dort in der Innenkurve schon die Ohren spitzen, denn der Zug war erst kurz vor Auslösung aus dem Einschnitt heraus zu hören!
229 186 kommt am 19.Juli 1996 ums „Eck“ gepfiffen.

https://abload.de/img/19-229-188-schwingen-qqkg2.jpg
Gleiche Brücke wie zuvor, nur früh mit dem 2560 nach Süden. 229 188 am 21. Juli 1995. Zu jener Zeit lag die Brücke recht romantisch in einem schön verwachsenen Einschnitt.
Später mußte das Gehölz weichen, und so präsentiert sich bis heute die gesamte Kurve dort relativ ohne große Bäume.

https://abload.de/img/20-229-193-growendern67kml.jpg
Im Bereich meiner Heimatkommune steht Marktleuthen-Großwendern das frühere Bahnwärterhaus. Als Motiv taugte es wunderbar zum 2560 am zweiten Weihnachtsfeiertag 1996.
Im Anschluß daran fuhr ich nach Hof zu den Eltern zum Weihnachts-Resteessen.

https://abload.de/img/21-229-199-kirchenlamywj6f.jpg
An der Schnepfenmühle bzw. vor Kirchenlamitz Ost: von Hof kommend 229 199 am 2560, 13.April 1997

Die 20 Loks 229 sind damit alle bildlich durch.

Und was war sonst noch so in dieser kurzen Epoche, zumindest von mir beobachtet?

https://abload.de/img/22-232-536--229-118-2mmj2v.jpg
Am 31. März 1996 lag sicher eine Lokstörung vor. War die Heizung kaputt? Hing man in Hof eine 232 536 vor 229 118? Hier beobachtet auf Höhe Hof-Döhlau der 2560.
Es war mal wieder eine betrieblich interessante Sondersituation, und wie stets passend sehr muchtiges Wetter…

Jetzt war für die Rückleistung nach Gera Spekulation angesagt. Lässt man die 229 in Nürnberg und holt sie später nach Gera bzw. Erfurt zurück?
Oder bleibt es beim Gespann 232 + 229?

https://abload.de/img/23-232-536--229-118-rejkmx.jpg
In Röslau zum 2561 am Nachmittag war sogar etwas Sonne! Das ungleiche Lokpaar wurde in Nürnberg freilich umgebaut. Latz-536 jetzt erneut führend, nach Hof/Gera.
Zumindest das Fotografenglück: in der Nacht zuvor wurde von Winter- auf Sommerzeit umgestellt, sonst wärs hier mit Licht der Winterzeit auch nicht mehr möglich gewesen.

https://abload.de/img/24-232-536--229-118-k7lk4i.jpg
Das Gleis im Bereich Kirchenlamitz – Marktleuthen – Röslau war im Winter 95/96 ein Jammer geworden. Zahlreiche „Frostbuckel“ verwandelten den Abschnitt in eine
Langsamfahrstelle. So war ohne sportliche Fahrweise der Zug nochmals an der Einfahrt „Ost“ zu bekommen.

https://abload.de/img/25-229-147-hof-2561-1i9kx1.jpg
Zum Abschluß die 229 147 am 2561 in Hof im Dezember 1995. Lag in Hof Hbf Schnee bis zur SOK Schienenoberkante, dann war der Winter gut!
Sonores Brummen des Turbo-Ubootes auf Gleis 6 Nord, bis die Korrespondenz zum IR 2067 am dahinter liegendem Gleis 4 erfolgt ist.

Meine Überlegungen waren, ob alle 20 in Reichenbach/V stationiere Loks den kompletten Interregio-Verkehr übers Vogtland von 232/234 hätten übernehmen können?
Sicher wäre darüber hinaus noch manch anderer Verkehr abzulösen gewesen. Sehr viel Geld wurde zur Schaffung einer Splittergattung in die Hand genommen.
Nach Auskunft des Forennutzers „Emmi“ soll die Lok bei Geraer Personalen recht beliebt gewesen sein und man hörte kaum negatives über diese Baureihe.
Bestimmt war die 229 ein großartiger Ingenieurs-Umbauwurf. Aber durch Politik im regelrecht abstürzendem IR-Verkehr nicht mehr wirklich vollwertig einsetzbar.

In diesem Geschäft tummeln sich heute überwiegend solche Rutschen wie ein VT612. Für Bayern übernahm der ALEX noch halbwegs adäquat mit Abteilwagen dies Reisezuggeschäft.

Teil 2 „229 in Thüringen/Sachsen mit dem IR 2560/61 und Restbetrieb im Vogtland“ soll hoffentlich bald folgen können.
Auch wird hier kurz auf die MEG-Variante eingegangen.

Gruß, malo
Danke für's Zeigen und die sorgfältige historische Einordnung,
Bastian
Vielen Dank... ;-)))

Besonders gefallen die Brücken, die in dieser Gegend über die Gleise gehen...
Hoffentlich sind sie noch zahlreich vorhanden...


Gruß...Wolfgang
Die Hundert lief lange Erfurt Göttingen.
Unser Star U Boot in Mühlhausen!

L G
Ich habe die 229 nur auf Erfurt <> Eichenberg in Erinnerung, im Wagenumlauf verknüpft mit der RB-Linie Eichenberg - Nordhausen/Halle (BR 143).

Nach Göttingen die 219 im Wendezugeinsatz.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Zufallsbegegnung auf dem Bahnsteig: Kleiner Sohnemann fragt den Vater, was das da oben für Kabel über dem Gleis seien. "Das ist die Energieschnur. Die zieht den Zug..."
Zu Bild 1 siehe Bild 22 aus diesem Beitrag von Martin Welzel: Die Baureihe 229 – Umbauloks von Krupp (m. 39 B.)

Viele Grüße - Horst

Meine Hifo-Beiträge

Linkliste zu Inhaltsverzeichnissen weiterer HiFo-Autoren

Im Forum aktiv mitwirken. - Aber wie geht das?


Bitte gebt mir per PM Bescheid, falls in diesem Beitrag enthaltene Bilder von mir nicht mehr sichtbar sein sollten. Danke!

Sehr schöne Bilder. Danke sehr!

geschrieben von: TransLog

Datum: 08.03.21 23:52

Hallo,

in Zukunft bitte die vielen Bilder nummerieren, damit man sich besser auf sie beziehen kann. Danke.

Preßsack, auch Pressack oder Presssack (Nicht verwechseln mit dem Ort Presseck!)

Zitat
Die Grundmasse des Presssacks wird aus Schweinefleisch, Schweinemaske, Schweineherz, Speck und Schwarte hergestellt. Abhängig von der jeweiligen Variation wird Schweineblut beigemengt oder/und auf die Verwendung von Schweinefleisch (Muskelfleisch) verzichtet. Die Einlage wird in aller Regel in Würfel oder Streifen geschnitten, so das Sie nach dem Aufschnitt klar erkennbar ist.
Köstlich auch der Begriff "Rutschen". Was heißt das genau: Triebwagenzug?

Gruß, Ulrich
Sehr feines Baureihenportrait, toll fotografiert !!!

Gruß

Rübezahl

Rutschen...

geschrieben von: DR01

Datum: 09.03.21 01:03

Mit Rutschen (Rutsch'n) kann aber auch eine Frau gemeint sein...Pritschen (Pritsch'n) kommt dem gleich...*gg*...


Gruß...Wolfgang
Horst Kurrer schrieb:
Zu Bild 1 siehe Bild 22 aus diesem Beitrag von Martin Welzel: Die Baureihe 229 – Umbauloks von Krupp (m. 39 B.)
Ja, genau. Dann muss ich ja nicht mehr suchen.

Den kompletten Versuchsaufbau findet man, mit einer anderen Lok, unter [www.drehscheibe-online.de]

Grüße

-chriz

--
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.21 08:49.
"Meine Überlegungen waren, ob alle 20 in Reichenbach/V stationiere Loks den kompletten Interregio-Verkehr übers Vogtland von 232/234 hätten übernehmen können?
Sicher wäre darüber hinaus noch manch anderer Verkehr abzulösen gewesen. Sehr viel Geld wurde zur Schaffung einer Splittergattung in die Hand genommen.
Nach Auskunft des Forennutzers „Emmi“ soll die Lok bei Geraer Personalen recht beliebt gewesen sein und man hörte kaum negatives über diese Baureihe.
Bestimmt war die 229 ein großartiger Ingenieurs-Umbauwurf. Aber durch Politik im regelrecht abstürzendem IR-Verkehr nicht mehr wirklich vollwertig einsetzbar."


Ein sehr schöner Bericht über diese formschönen Loks. Ja, die 229 waren schon ganz gut brauchbar und sehr komfortabel, hinsichtlich der Laufeigenschaften (zusammen mit der 219) sogar unübertroffen. Man schwebte förmlich über die Gleise! Aber als großartigen Wurf würde ich sie trotzdem nicht bezeichnen.

Gründe dafür gibts mehrere. Zum einen, ne 140 km/h schnelle Reisezuglok ohne H-Bremse war nicht zeitgemäß, allein schon vom Bremsklotzverschleiss her betrachtet. Des weiteren krankte die 229 am selben "Problem" wie die 218, sie konnte nur einen Teil ihrer üppigen Motorleistung für Traktionszwecke nutzen, der Rest war als Heizleistungsreserve vorgesehen. Bei der 229 sah das folgendermaßen aus. 2480 kW leisteten die Motoren, 480 kW davon waren rein für die ZEV reserviert. Blieben also 2000 kW für Hilfsbetriebe und Traktion übrig. Davon nahmen die Getriebe 2 × 909 kW Eingangsleistung auf. Im Endeffekt kamen bei der 229 noch 1440 kW direkt am Radumfang an. Damit war die 229 lediglich 20 % leistungsfähiger als die 218 mit 1200 kW am Rad und deutlich schwächer als die 232/234 mit 1800 kW an der Schiene. Somit war die 229 für schwere Schnellzüge schlichtweg zu leistungsschwach! 7 - 8 Wagen waren die "Kotzgrenze" der 229 in 140 km/h-Plänen. Mit mehr Last am Haken sah sie ihre Vmax nur noch "begab mit Rückenwind". Das war auch der Hauptgrund, warum die 229 sehr schnell wieder aus den schweren Schnellzugplänen verschwanden, etwa zwischen Berlin - Hamburg/Hannover. Sie konnten vor den 10 - 13 Wagen schlichtweg die Fahrzeiten der 234 nicht halten! Auch im steigungsreichen Vogtland hatte die 229 mit ihren 7 Wagen schon ordentlich zum kämpfen um die Fahrzeiten zu halten. Die Steigungen nahm sie mit merklich weniger Elan wie die 234. Letztere tat sich selbst mit den verstärkten Wochenendzügen aus 9 Wagen merklich leichter.
Ein weiterer Grund war, der Gesamtwirkungsgrad war merklich schlechter gegenüber der dieselelektrischen 232/234, der DK-Verbrauch dadurch merklich höher. Etwa 8 - 10 % mehr Sprit genehmigte sich die 229 gegenüber den Russen.

Am Ende dürften diese Gründe (sowie die fehlende ZWS und ihre geringe Stückzahl) dafür gesorgt haben, daß die 229 zwischen 218 und 232/234 keine wirkliche Einsatznische fand. Ich persönlich fand die 229 aber klasse und mag sie sehr.

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren!

Hallo!

Das Heft mit dem Bild Sekunden vor dem Unfall aufgenommen wird gerade bei ebay angeboten:

>>> EISENBAHN KURIER 7/93 u.a.: Unfall in Berlin-Wannsee,...

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Viele Grüße
Andreas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.21 11:41.
Hallo,

wieder vielen Dank für den tollen Bilderbogen!

Für mich waren die formschönen 229 vor den IR 2560/2561 immer eine willkommene Abwechslung
zu dem damals bei den IR zwischen Nürnberg und Hof vorherrschenden 232/234-Einerlei.

Interessant sind die Bilder mit der 232 als Vorspannlok.

Ging die 232 beim IR 2561 in Hof Hbf wieder vom Zug?

Wenn ich mich recht entsinne, wurde das Zugpaar 2560/2561 mit der 229 gefahren,
weil die Nebenbahn Mehltheuer - Weida nicht die für die 23x erforderliche Streckenklasse aufwies.

Durch den Einsatz der 229 hatte die 234, die den IR 2666 von Hof nach Nürnberg bespannte (an 15.19 Uhr) keine zeitnahe Rückleistung.

Als Füllleistung wurde die 234 zur Bespannung eines Berufsverstärker-RE (Nürnberg ab 16.07 Uhr nach Weiden (Oberpf) mit Kurswagen nach Furth im Wald) herangezogen.
Leider verdrängte sie die dort jahrelang eingesetzte Baureihe 217.

Gruß
Andreas1968 schrieb:
Das Heft mit dem Bild Sekunden vor dem Unfall aufgenommen wird gerade bei ebay angeboten:
Alternativ hier beim MDR [www.youtube.com] bei 4:28.
Herzstück schrieb:
Hallo,

Wenn ich mich recht entsinne, wurde das Zugpaar 2560/2561 mit der 229 gefahren,
weil die Nebenbahn Mehltheuer - Weida nicht die für die 23x erforderliche Streckenklasse aufwies.

Das soweit richtig. Das am Ende aber die 229er mit Geraer Personalen zum Einsatz kam hatte aber weiter Gründe. Denn es war ursprünglich geplant diese Leistung mit der 218er mit Nürnberger Personalen zu fahren (Übernachtung in Gera).
Doch zum einen sollte ja die 218er aus dem IR Verkehr herausgelöst und komplett durch 234er ersetz werden, zum anderen war diese "Vergabe" nach Gera auch ein wenig ABM für die dortigen Personale. Diese haben dann den 2561/2560 bis zum 28.05.1999 gefahren. Danach war diese IR-Leistung auf Hof verkürzt und mit 234er gefahren worden.
Danke für den Bilderreigen!

Ein Hinweis: 1995 hat MORA C definitiv noch keine Ergebnisse in Hof oder andernorts gezeigt. Dieses unsägliche Programm wurde erst nach der Jahrtausendwende gestartet ;-)

Gruß, Amzfriend
Hallo,

ein super Beitrag! Ganz starke Bilder.

Was habe ich die Maschinen als damaliger Teenager gemocht.
Meine Erinnerungen zur 229:

Im Sommer 1995 sind wir mit dem RE von Erfurt nach Magdeburg gereist. Auf dem Heimweg dann im ABDomsb, Traktion mit 229.
Witzig war dabei, dass wir, vermutlich aufgrund von Bauarbeiten, in Schönebeck gar nicht Richtung Staßfurt fuhren, sondern Richtung Halle.
In Calbe Ost umfuhr die 229 dann den RE und es ging über die Kanonenbahn Richtung Güsten, Sangerhausen wieder nach Erfurt.

1997 durfte ich dann, nicht ganz legal, auf der 229 mitfahren. Weimar-Chemnitz und zurück. War eine tolle Sache. Danke an den damaligen Tf. E.H. Gott hab ihn Seelig!
In Erinnerung bleiben die poltrigen Gleise im Mühltal, die fehlende PZB, die 50er La's zwischen Ronneburg und Gößnitz. Die Ausfahrweiche in Meerane und das schaukelnde U-Boot.
Hoffnungslos unterlegen der parallel verlaufenden BAB 4.

Auch in Erinnerung die Vollsperrung Weimar-Jena West anno 1997. Umleitung über Großheringen. Toll wars.

Heimwärts in der Steigung von Jena West nach Großschwabhausen war nicht mehr als 50 km/h drin.
Auch sonst die 100 km/h kaum zu knacken. Westlich Mellingen waren noch mal 105 km/h drin.
Mehr auch nicht.

Dann verlor ich etwas die Lok's aus den Augen. Gab dann wichtigere, neue Dinge zu entdecken........

Und heute:
Heut ärgere ich mich, nicht mehr Bilder gemacht zu haben. Nicht mehr mitgefahren zu sein, nicht im IR "Rennsteig" mit 229 mitgefahren zu sein.
Nicht nach Eichenberg/ Göttingen mitgefahren zu sein. Oder Schweinfurt. So ist eben.

Dafür nutze ich heut jede Gelegenheit im klassischen IC zu fahren. Warum? Um mich nicht später zu ärgern.....

Beste Grüße

MLO
Moin malo,

da hast Du eine feine Sammlung von Bildern der 229 gezeigt - klasse! Wie in meinem Beitrag über den Umbau der Loks [www.drehscheibe-online.de] gesagt, hatte ich leider keine Gelegenheit, die Maschinen in freier Wildbahn zu fotografieren; da kommen Deine Bilder gerade recht.

Auch ich habe natürlich die erste Umbaulok 229 100 auf unserer Probestrecke in Essen aufgenommen, das war am 18.3.92:

https://www.eisenbahnhobby.de/krupp/FN1104-1_229100_Essen-Krupp-Probestr_18-3-92_S.jpg


Danke fürs Zeigen,

Martin
Moin,

ich kann dir da beipflichten. Feine Lok, ich habe mich, das letzte Mal überhaupt, bei dieser Baureihe bemüht den Lehrgang zu bekommen. Die wollte ich fahren... Der Witz daran war, daß es noch keine Unterlagen der BR 229 gab, als wir auf Schule gingen, 1991 in Chemnitz. Wir haben die Theorie noch als BR 119 gemacht.
Dafür haben wir in Pankow dann genug Belehrungsfahrten auf der 229 gemacht. Vorspann vor D-Zügen von Lichtenberg nach Neustrelitz (war auch meine Probefahrt) oder über Pasewalk nach Stralsund und zurück als "Garantiefahrten". Da das meine Heimatschiene war habe ich die Fahrzeiten meistens auch ohne Angstlok gehalten. ;-)
Später dann die Planumläufe von Ostbahnhof nach Magdeburg mit den Nachtzügen. Da hatte man doch zu tun, manchmal bis zu 12 Wagen (Postwagen in Ostbahnhof zugesetzt), und dann ständig Gleiswechsel unterwegs wegen dem Ausbau der "Magistrale". Von 140 km/h auf 40, dann wieder auf 140... Hat sich manchmal gezogen.
An einem Morgen ergab sich mal die Möglichkeit, in Brandenburg ein Bild von meiner Fuhre zu machen.

229 171 mit D 1945 in Brandenburg am 16.06.1993.

229 171 mit D 1945 in Brandenburg 1993.06.16.jpg


Mit zwei Loks bis Halle (weiter mit Hallenser Personal bis Probstzella) mit den Münchener Nachtzügen, ILA Berlin, zum Golf nach Motzen, ja verrückte Zeit damals. Und ich hab sie gern gefahren... Sogar mit dem Müllzug von Pankow nach Schöneicher Plan. Aber die Bilder waren hier ja alle schon zu sehen.

Und Danke an Malo für des Zeigen der Bilder aus den Zeiten nach der Beheimatung in Pankow.

Gruß

Carsten

malo schrieb:
... gab es ja auch die übliche Entwicklung der Regellackierungen/unternehmensfarben bei den einzelnen Baureihen, und somit auch an den 219. Bewanderte Fans werden sicher sagen können, ob zuerst eine 219 für die Lackvariante der 20 Stück 229 vorausging. Wie viele 219 kamen insgesamt im „229-Lack“ auf die Welt? Oder war die Unterbaureihe 229 für die paar 219 farblich ausschlaggebend?
Die Antwort habe ich entweder überlesen oder nicht gefunden: Die 229 waren die farblichen Originale und Vorbild für die wenigen 219 in diesem Kleid. IMHO wurden überwiegend "Dauersteher" bei ihrer unverhofften Wiederaufarbeitung entsprechend lackiert: 020 (Abstellung nach Germanisierung), 025, 034, 042, 047 (kleine Ausnahme, da Wiederinbetriebnahme bereits 1989), 099, 164 (große Ausnahme: kein Dauersteher, Umlackierung erst zu DBAG-Zeiten Anfang 1994), 182 (großes ? - 1993 noch in Originalfarben mit schwarzem Rahmen und bunten Räumschild unterwegs(?), für mich ein Zeichen ausstehender Germanisierung), 196 (wie zuvor), 197 (Dauersteher Bw Oebisfelde im Originalzustand). Macht grob zehn 219 in den Farben der 229; alle 1993 (bzw. Anfang 1994) in den orientroten Farbtopf gefallen. Allerdings wurden nicht alle 1993 HU-pflichtigen Los entsprechend lackiert; bis 1996 erfolgten entweder keine Neulackierungen oder nur in den alten Farben.


malo schrieb:
Nach Latz, und sagen wir jetzt eben dem 229-Lack, folgte der Minusbalken im verkehrsrot. Würden Uboote heute noch im Einsatzbestand sein, wäre diese Farbvariante weiterhin Usus.
Nach dem 229-Lack folgte bei den 219 1996/97 für wenige Monate die Version mit großem, abgeschnittenen Frontlatz: http://www.baureihe119.de/media/images/24037_011.jpg. Ab Ende 1997 die bis heute grundsätzlich aktuelle verkehrsrote Version. Wirklich erstaunlich, dass dich diese Farbgebung jetzt schon 25 Jahre hält. Da war die Behördenbahn richtig experimentierfreudig.
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