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Teil 1 [www.drehscheibe-online.de]
Teil 2 [www.drehscheibe-online.de]

Die Firma Schneider wurde bis zum Umbau der Abzweigstelle Abm über das Gleis 157 bedient.
Dort konnte mein Vater 1970 folgenden Wagen aus der Sovjetunion fotografieren.
Bild 11)
1 1970 Schneider (1).jpg

Die Stirnansicht
Bild 12)
1 1970 Schneider (3).jpg

Er hat aber auch nach Unterlagen zu dem Wagen gesucht und gefunden.
Bild 13)
1 1970 Schneider (2).jpg

Das Gleis 144 kreuzt jetzt die Yorckstraße auf einer der Ur-Altbrücken.
Am Ende des Gleis 145 befand sich der Kohlenhändler Neumann, der 1976 abgepackte Ruhrkohle erhielt.
Dies mit dem Haus zu Haus-Wagen, der in der Übergabefahrt im Teil 1 an vierter Stelle lief.
Bild 14)
1 1976 Bed Abm Kohlen Neumann.jpg

Kurz vor dem Gelände des Kohlenhändler Neumenn befand sich die Weiche 54, von der es wieder in Gegenrichtung zur Lagerhalle der SpeditionAlbert Mann ging.
Das Gleis befand sich direkt neben dem Streckengleis der S-Bahn in Richtung Süden, in Höhe des Bahnsteiges S-Bahnhof Yorckstraße
Dort konnte mein Vater diesen Kesselwagen der SNCF aufnehmen.
Bild 15)
1 Albert Mann.jpg



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Hallo,
während des Einstellen des Teil 3 fiel mir dann auf, dass der Wagen mit den Holzfässern verschwunden war. :(

Aber doppelte Datensicherung machts möglich ;-)

1 Albert Mann 2.jpg



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Re: [B] Bedienung Dresdener Bahn (3)- Es gab ihn doch!

geschrieben von: Bullok

Datum: 22.02.21 07:21

Hallo,

das sind ja spektakuläre Aufnahmen, vielen Dank dafür !

Ist bekannt, von wann die beiden Bilder mit den Weinkessel- bzw -fasswagen stammen. Hat die Spedition den Wein weitertransportiert ?

Der Transport von abgepackter Ruhrkohle in pa-Behältern ist mir neu.
Wieso hat man dazu nicht einfach einen G-Wagen genutzt, wenn der Kohlenhändler schon dort am Ladehof ansässig war ?


Schöne Grüße

Ralph

Re: [B] Bedienung Dresdener Bahn (3)- Es gab ihn doch!

geschrieben von: peter76

Datum: 22.02.21 08:17

Bullok schrieb:
Ist bekannt, von wann die beiden Bilder mit den Weinkessel- bzw -fasswagen stammen. Hat die Spedition den Wein weitertransportiert ?
Ich entsinne mich schwach, dass in den 70ern neben dem Bahnhof Yorckstraße eine Weinhändler ansässig war; dass der auch per Bahn beliefert wurde, habe ich aber nie beobachtet.
Ganz großes Kino! Vielen Dank für diese äußerst seltenen Einblicke!

064 518
Bullok schrieb:
Hallo,

das sind ja spektakuläre Aufnahmen, vielen Dank dafür !

Ist bekannt, von wann die beiden Bilder mit den Weinkessel- bzw -fasswagen stammen.
...
Das Datum würde mich auch interessieren. Ich dachte, die Angabe der Region nach dem SNCF-Signet (hier die 5 für die ehemalige PLM) wäre schon ab den 1950er Jahren peu-a-peu entfallen.

Gruß
Wolfram
peter76 schrieb:
Bullok schrieb:
Ist bekannt, von wann die beiden Bilder mit den Weinkessel- bzw -fasswagen stammen. Hat die Spedition den Wein weitertransportiert ?
Ich entsinne mich schwach, dass in den 70ern neben dem Bahnhof Yorckstraße eine Weinhändler ansässig war; dass der auch per Bahn beliefert wurde, habe ich aber nie beobachtet.
Darüber reden wir im benachbarten Thread seit einigen Tagen: [www.drehscheibe-online.de]

Grüße

-chriz

--
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Re: [B] Bedienung Dresdener Bahn (3)- Es gab ihn doch!

geschrieben von: Bullok

Datum: 22.02.21 09:13

Hallo,

dass dieser Beitragsbaum solch einen interessanten Umfang angenommen hat, ist an mir vorbeigegangen.
Danke für den Hinweis!

Grüsse

Ralph
Mir kam gerade der Gedanke, dass mit den pa-Behältern Eierkohlen befördert wurden.
Die hatten einen deutlich höheren Brennwert.



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Hallo Schienenknecht,

vielen Dank für diese Beitragsreihe. Ich hatte leider nie das Glück, auf den dortigen Gleisen irgendwelche Aktivitäten zu erleben, für mich war das immer "totes Gleis", daher freue ich mich über den ausführlichen und -vor allem- bebilderten Bericht!

Viele Grüße aus Berlin
Thomas
Genau. Deshalb habe ich den Link gesetzt.



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Hallo.
Zu den Aufnahmedaten kann ich leider nichts beitragen.
In Betracht kommt die Zeit von 1953 bis 1958 oder ab 1962.



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Hallo Thomas,
beim Zusammentragen der Bilder aus dem Archiv meines Vaters und meiner Sammlung habe ich selbst
mit Überraschung festgestellt, dass die Gleise 1993 noch benutzt waren.
Ich war zu dieser Zeit kaum in dieser Gegend unterwegs. Dies bestätigt nochmal die ohnehin
glaubhafte Aussage von Dieter Weißbach, der von einer Bedienung zu dieser Zeit berichtete.

In meiner wirklich aktiven Zeit dort, war ich beschäftigt und hatte keine Zeit für Fotos.
Es war damals nicht immer opportun, als Beschäftigter mit einem Fotoapperat herum zu rennen.
Auch durch die Bilder meines Vaters gelang Daher die Zusammenfassung aus verschiedenen Jahren.

Ich freue mich sehr über den Anklang.



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Hallo in die Runde,

auch hier nochmal vielen Dank an den Schienenknecht für die tollen Bilder,
die Erinnerungen an diese Eisenbahnlandschaft auslösten.

Zur zeitlichen Eingrenzung der Bedienung: Ganz genau kann ich es nicht
mehr sagen. Aber da ich von 1985 bis 1997 in der Bautzener Straße wohnte
und mich nur ein- oder zweimal an eine konkrete Sichtung einer Lok bzw.
einer Rangierfahrt "unter meinem Balkon" auf den Gleisen der Dresdener Bahn
(also westlich von Abm) erinnern kann, wird dies wohl eher Mitte bis Ende
der 1980er Jahre gewesen sein. Abgestellte Wagen standen aber noch
etwas länger auf diesen Gleisen.

Da wir nun schon mehrfach von den "Ur-Alt-Brücken" der Dresdener Bahn
aus dem Jahr 1875 gesprochen haben, möchte ich ein Bild dieser Brücke
hier anfügen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/Yorckbr%C3%BCcken%2C_Br%C3%BCcke_Nr._5.JPG
Bild aus der Wikipedia von Andre.de - CC BY-SA 3.0

Die sanierte Brücke 5 der Yorckbrücken nach neuer Zählung im Jahr 2013 mit Blick nach Südwesten
in die Bautzener Straße. Wir sehen, dass hier ursprünglich zwei Brücken existierten, die westliche
Brücke fehlt bereits seit vielen Jahren. Diese Brücke besitzt keine Buckelbleche, um eine Schotterlage
aufzunehmen. Die Schwellen wurden direkt auf die Brückenträger gesetzt. Diese Brücke besitzt noch
Durchlaufträger, keine Gerber-Gelenke über den Säulen.

Bei den reich verzierten gusseisernen Säulen handelt es sich noch nicht um die Hartungschen Säulen,
letztere wurden erst 1880 im Rahmen eines Wettbewerbs für die Berliner Stadtbahn von Prof. Hugo Hartung
entworfen und prämiert.

Dieses Bild ist auch schon wieder sieben Jahre alt. Wie es heute dort aussieht, besonders am nördlichen
Brückenauflager, möchte man eigentlich gar nicht mehr wissen ...

Edit: Hartung heißt der Mann

Viele Grüße aus Berlin, Dieter




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 21:19.