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Re: Silberlinge im Interzonenzüge?

geschrieben von: Posten 60

Datum: 13.01.21 18:30

Moin Mattias, Moin Stefan, Moin zusammen,

genau so war das, es gab bis 1979 rum auch Zugdurchläufe bis Stralsund.
Um Ostern und Weihnachten waren immer paar Silberlinge mit schwarzem Keks mit dabei,
die markanten königsblauen Erste-Klasse-Wagen dazu, sah immer top aus.
Um 1976 kam rund um Schwerin die 132 zum Einsatz, nach Lübeck aber erst paar Tage später,
bis der zuständige Technische Bundesbahnoberamtsrat der BD Hamburg sich von der Zuverlässigkeit
der sowjetischen Großdiesellokomotive überzeugen konnte.
Die Silberlinge wiederum hatten doch alles, was man bei einer Eisenbahn braucht: stabile Sitze, Übersetzfenster, Dampf- und E-Heizung, elektrisches Licht,
und die 120 km/h zwischen Bad Kleinen und Rostock waren auch kein Problem.


Gruß Nils

OT Frage zu E 2070/2071

geschrieben von: L-B-E

Datum: 13.01.21 18:42

Hallo Ulrich,

Vielen Dank für die Info.
Diese Zugbildung war mir bisher unbekannt.
Ich verfüge nur über das Kursbuch Sommer 1979,
darin konnte ich diese Leistung ab Westerland nicht entdecken.

Frage 1
War im ZpBR dieser so abgebildet?
Wenn an die CFL verliehen, welche Wagen wären dafür ansonsten durch die CFL gestellt worden?
Gab es unterwegs noch weitere Wagenveränderungen? Kurswagen auf Teiabschnitten?

Frage 2
Bespannung ab Westerland mit 218er bis Hamburg Hbf.?
Ab Hamburg mit BR 110?

Der Zug schreit förmlich nach einer Umsetzung auf der Modellbahn. 😉

Vielen Dank vorab.

VG Frank

Ein echtes Foto muß nicht erklärt werden; noch kann es mit Worten beschrieben werden - Anselm Adams

Zur Zeit unter polnischer Verwaltung

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 13.01.21 20:54

Rübezahl:
Da wurde uns auch unterrichtet, die deutschen Gebiete jenseits der Oder-Neiße seien "zur Zeit" unter polnischer und sowjetischer Verwaltung, also ebenso wie die DDR "Inland". Diese Realitätsferne wurde dann in der Brandt-Ära endlich beendet.
Irgendwo habe ich den Spruch Ende der 80er Jahre gesehen und war einigermaßen befremdet. War das im Bundesbahn-Kursbuch oder kann das nachweislich ausgeschlossen werden?

Wobei es die „Rbd Stettin zur Zeit in Pasewalk“ eventuell auch noch ganz knapp in die DDR geschafft hatte.


Rübezahl:
Sehr häufig habe ich die Züge von Köln über Oebisfelde mit den Endbahnhöfen Leipzig, Zwickau und Dresden zu Reisen in die DDR genutzt.
Wo sie wiederum Ende der 80er mit offensichtlich über 20 Jahre alten Wagen durchaus für Erstaunen über diese Art von Visitenkarte sorgen konnten.
Der Zeuge Desiros:
Interzonenzüge hielten doch maximal in Potsdam oder am Schönefelder Flughafen, beides also außerhalb Berlins. Oder gab es Interzonenzüge, die in (Ost-)Berlin hielten?
Im Dezember 1989 wurden tatsächlich welche zusätzlich eingelegt. Fuhren üblicherweise über Nacht und von/nach Schweineöde.

Vor dem Systemausfall gab es aber keine. War für Verkehrsgeographie-Lehrer das Paradebeispiel, um die Bezeichnung des Bahnhofs Flughafen Berlin-Schönefeld zu erläutern: Der Name nimmt Bezug auf den Flugplatz und nicht auf die Ortschaft Schönefeld, die eben nicht zu Berlin gehört und folglich auch kein „Berlin-Schönefeld“ ist. Was nach der Wende dann offensichtlich vielen Leuten zu hoch war.
Sonderkorrespondent schrieb:
Der Zeuge Desiros:
Interzonenzüge hielten doch maximal in Potsdam oder am Schönefelder Flughafen, beides also außerhalb Berlins. Oder gab es Interzonenzüge, die in (Ost-)Berlin hielten?
Im Dezember 1989 wurden tatsächlich welche zusätzlich eingelegt. Fuhren üblicherweise über Nacht und von/nach Schweineöde.

Vor dem Systemausfall gab es aber keine. War für Verkehrsgeographie-Lehrer das Paradebeispiel, um die Bezeichnung des Bahnhofs Flughafen Berlin-Schönefeld zu erläutern: Der Name nimmt Bezug auf den Flugplatz und nicht auf die Ortschaft Schönefeld, die eben nicht zu Berlin gehört und folglich auch kein „Berlin-Schönefeld“ ist. Was nach der Wende dann offensichtlich vielen Leuten zu hoch war.
Der Flughafen Stuttgart-Echterdingen liegt auch in nicht in Stuttgart, sondern in Leinfelden-Echterdingen, und der von Hannover namens Langenhagen liegt in Langenhagen vor den Toren der Niedersachsenmetropole und nicht auf ihrem Territorium. In Rom ists genauso - Fiumicino ist ein schönes Fischerdorf 20 km von Rom entfernt mit einem großen Flughafen.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)
Hallo!

Diese Züge wurden zum 17.11.1989 in Fahrt gesetzt. Von bzw. nach Ost-Berlin wurden folgende Züge eingesetzt:

D 1100/1101 München - Nürnberg - Probstzella - Halle (Saale) - Berlin-Lichtenberg
D 1138/1139 Berlin-Lichtenberg - Potsdam - Nauen - Wittenberge - Schwanheide - Hamburg
D 1158/1159 Berlin-Schöneweide - Halle (Saale) - Erfurt - Gerstungen - Bebra - Frankfurt (M)
D 1448/1449 Berlin-Schöneweide - Magdeburg - Marienborn - Helmstedt - Köln, zurück bis Berlin Baumschulenweg

Bis auf D 1448/1449 waren es totale Neuleistungen. D 1448/1449 ersetzten zwischen Berlin und Magdeburg die zuvor eingesetzten D 641/648.

Zu Weihnachten und Ostern 1989/90 verkehrte zum D 444/445 noch zusätzlich folgender Zug im Verkehr DR-DB:

D 10444/10445 Cottbus - Flughafen Berlin-Schönefeld - Potsdam - Magdeburg - Marienborn - Düsseldorf

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Vekehrshalte außerhalb Berlins/ Schönefeld

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 13.01.21 22:01

Sonderkorrespondent zitierte „Der Zeuge Desiros“ der da schrieb:
Interzonenzüge hielten doch maximal in Potsdam oder am Schönefelder Flughafen, beides also außerhalb Berlins.
mit dem Kommentar: »War für Verkehrsgeographie-Lehrer das Paradebeispiel, um die Bezeichnung des Bahnhofs Flughafen Berlin-Schönefeld zu erläutern: Der Name nimmt Bezug auf den Flugplatz und nicht auf die Ortschaft Schönefeld, die eben nicht zu Berlin gehört und folglich auch kein „Berlin-Schönefeld“«
Ebensowenig, wie der Flughafen Halle/Leipzig weder auf Hallenser - noch auf Leipziger Gebiet liegt.

Heiko hat doch aber auch nichts anderes geschrieben …?
In Österreich liegen die Flughäfen Wien in Schwechat, Graz in Thalerhof/Kalsdorf und Linz in Hörsching.
Das ist also keine Besonderheit sondern ganz normal.

Re: Silberlinge im Interzonenzüge?

geschrieben von: Exil-Hallenser

Datum: 14.01.21 21:45

Hallo zusammen,

auf den Seiten der Deutschen Fotothek finden sich ebenfalls einige Beispiele für Silberlinge im Reichsbahnland,
z.B. hier, hier oder hier im Jahre 1966.

Viele Grüße,
Thorsten

Re: Silberlinge in Interzonenzügen?

geschrieben von: Diesel73

Datum: 14.01.21 22:31

Hallo,
der E2070 hatte im Sommer 1978 zwischen Kassel und Hamburg-Altona folgende Zugbildung: 103-Bn-ABn-Bn-Dms-Bm(SNCF)-ABm(SNCF)-ABn-Bn-Bn. Ab Altona natürlich umgekehrte Reihenfolge und mit 218 bespannt. Der Gegenzug E2071 von Altona bis Kassel: 110-Dms-Bm(SNCF)-ABm(SNCF)-ABn-Bn-Bn-Bn-ABn-Bn.
Im Sommerfahrplan 1979 verkehrte der Zug unter gleicher Zugnummer nach Würzburg mit nur noch 7 Wagen der DB (2x Bn-ABn-Bn und dazwischen ein BDm.

Gruß
Werner

Silberlinge im "Kleinen Grenzverkehr".

geschrieben von: Lionman

Datum: 15.01.21 17:38

Hallo Matthias,

im Winter 1978/79 wurden Silberlinge im "Kleinen Grenzverkehr" nach Saalfeld, mit 95er-Bespannung, eingesetzt. Ein Bild dazu findet in dem Buch
Dampflokomotiven in Thüringen", Der Bahnbetrieb rund um Saalfeld von 1972 - 1980 vom Frankh-Verlag auf Seite 109.

Beste Grüße aus Hannover-Mittelfeld.

Frank Stephani

Re: Silberlinge im "Kleinen Grenzverkehr".

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 15.01.21 17:53

Lionman schrieb:
Hallo Matthias,

im Winter 1978/79 wurden Silberlinge im "Kleinen Grenzverkehr" nach Saalfeld, mit 95er-Bespannung, eingesetzt. Ein Bild dazu findet in dem Buch
Dampflokomotiven in Thüringen", Der Bahnbetrieb rund um Saalfeld von 1972 - 1980 vom Frankh-Verlag auf Seite 109.

Beste Grüße aus Hannover-Mittelfeld.
Das ist gut bekannt. Bis Probstzella ging es mit E 44. Noch bemerkenswerter finde ich die Leistungen im Kleinen Grenzverkehr via Marienborn. Da konnte man mit dem LVT in den "Westen" fahren!

Gruß

Rübezahl

Re: Silberlinge in Interzonenzügen?

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 17.01.21 03:33

Andreas Knipping schrieb:
Ja eben, der Modernisierungswagen hatte acht schmale Sitze pro Reihe. Die Beinfreiheit war zu gering. Und in Zeiten ohne Klimaanlage waren die nur im obersten Teil per Kurbel zu öffnenden Fenster eine Zumutung und verstärkten eine gewisse Beklemmung in den engen Abteilen. Es geht mir aber nicht um einen nachträglichen Ost-West-Wettbewerb um die besseren Wagen, sondern um den realistischen Blick auf den seinerzeitigen Alltag des Bahnverkehrs.

Acht Sitze pro Reihe in den von Dir beschriebenen Sechserabteilen, das ist stark.
Bei der PKP wurden aber später, wie zu lesen war, in besseren Zügen teils nur
sechs Reisende pro Achterabteil gebucht.

Gruß, ULF

Re: Silberlinge in Interzonenzügen?

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 17.01.21 10:32

Guten Morgen!

Ergänzung zum Sommer 1982:

Da gab es den E 2080 München - Würzburg - Bebra - Kassel Hbf
mit Dms, Bnrz, ABnrz und 2 Bnrz, ( ein Münchener Umlauf )

ab Kassel dann weiter als E 2070
der dann noch weitere Wagen mitführte, u.a. auch KW aus Bald Wildungen
nach Hamburg, und zweitweise sogar bis Westerland

Gegenleistung war dann der E 2071 / 2081 / 2083
nach München
auch wieder mit KW von Westerland ( saison bedingt ) nach Bad Wildungen


Wagen-Micha



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.21 10:32.

Sitzplätze in den Abteilen der Mod-Wägen

geschrieben von: Christian Kehr

Datum: 17.01.21 10:58

Ich glaube da gibt es eine Begriffsverwirrung ...

Ich gehe mal davon aus, dass in der 2. Klasse pro Abteil 8 Sitzplätze, also 4 pro Sitbankreihe vis ´s vis gegeben waren, also wie in den Vorkriegeswagen 2./3. Klasse. In den 1990ern bin ich ein paar mal von Frankfurt nach Würzburg in in CSD-Y-Wagen 2. Klasse gefahren, da war das auch noch so.

Grüße

Das ist aber ein anderes Thema. (o.w.T)

geschrieben von: Lionman

Datum: 17.01.21 11:14

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Frank Stephani

Re: Silberlinge in Interzonenzügen?

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 17.01.21 12:00

... und Silberlinge im Verkehr Berlin / DDR sind mir im Süddeutschen Raum ( BD München oder Nürnberg ) nicht bekannt.

Wagen-Micha

Re: Silberlinge in Interzonenzügen?

geschrieben von: S&H

Datum: 17.01.21 18:35

Hallo

Den Beitrag von Wagen-Micha kann ich nur bestätigen.
Denn, wer würde schon im Fernverkehr einen D-Zugzuschlag fürs Sitzen in einem abteillosen, ohne Polstersitze ausgestatteten Nahverkehrswaggon bezahlen wollen?


Viele Grüsse

Hans Horst

Re: Silberlinge in Interzonenzügen?

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 17.01.21 19:29

Nabend,

Silberlinge und baugleiche Mitteleinstiegwagen, sowie Grossraumwagen anderer Bauarten waren und sind bei fast allen europäischen Bahnverwaltungen auch im Fernverkehr anzutreffen. Nur weil es einige Kollegen hier nicht selbst erlebt oder beobachtet haben heisst das doch nicht, das es nicht so war.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.21 19:41.
Lionman schrieb:
[…] im Winter 1978/79 wurden Silberlinge im "Kleinen Grenzverkehr" nach Saalfeld mit 95er-Bespannung eingesetzt.
Ein Bild dazu findet in dem Buch »Dampflokomotiven in Thüringen · Der Bahnbetrieb rund um Saalfeld von 1972 - 1980« vom Frankh-Verlag auf Seite 109
Hallo Frank,

das ist mir auch noch erinnerlich, auch wenn ich diese Züge nie „live“ gesehen habe.

Anbei zwei weitere – beispielhafte – Bilder a) in der [www.fotocommunity.de] und b) innerhalb https://www.0-gleich-dampflok.de/fototagebuecher/fototagebuch-1976-1977-erste-eintraege-mit-ddr-reisebericht-1977/ —> [www.0-gleich-dampflok.de].


Gruß

Walter
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