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Hallo zusammen,

heute wollen wir uns ein paar Fotos einer zufälligen Begegnung mit dem "Reserve-Hilfszug der RBD Schwerin" ansehen, die im März 1990 auf der sogenannten Goerzbahn in Berlin entstanden. Mir war die Existenz von "Reserve-Hilfszügen" vorher völlig unbekannt, vielleicht weiß ein Foren-Teilnehmer mehr dazu. Anlass des Einsatzes war wohl ein entgleister und umgekippter Güterwagen in Schönow.

Foto-1990-03-04.jpg
Bild 1: Zuglok war eine 132; mir ist kein vorheriger Einsatz dieser Baureihe auf der Goerzbahn bekannt. Das Foto hätte auch gut in meine Beitragsreihe "Ludmillas in Berlin" gepasst.

Foto-1990-03-05.jpg
Bild 2: Nach dem Flachwagen war der Aufenthaltswagen eingereiht.

Foto-1990-03-06.jpg
Bild 3: Dem Aufenthaltswagen folgten der Geräte- und der Energieversorgungswagen.

Foto-1990-03-07.jpg
Bild 4: Der Kranwagen 30-50-949 1000-0.

Foto-1990-03-08.jpg
Bild 5: Schließlich folgten noch zwei leicht verwitterte Wagen, deren Zweck mir nicht bekannt ist.

Ich hoffe, ihr seid auch so überrascht von diesem Zug, wie ich es war, als ich ihn zufällig im Bf. Lichterfelde West sah und dann bis auf den Dahlemer Weg verfolgt hatte.

Viele Grüße aus Berlin
Thomas
Hallo,

M.W. ersetzte der Reserve-Hilfszug immer einen Standard-Hilfszug, wenn der im Raw war. Der Kran gehört üblicherweise aber nicht dazu, also gehören die letzten Wagen wohl zu diesem. Der vorletzte ist ein modernisierter Postwagen, mit Tonnendach kenne ich die aber noch nicht. Kann man die Nummer lesen? Die modernisierte Donnerbüchse mit großen Fenstern war auch eher selten.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 20:18.
Moin,

der Pufferabstand zwischen Flach- und Aufenthaltswagen ist beachtlich.
Interessante Bilder. Danke.


bis bald...
Hallo Dölauer,

wird schön gerumst haben beim Anfahren. Die Spindel halt nicht zusammengedreht. Vielleicht wurde auf dem vorgelegenen Bahnhof noch mit dem Hilfszug rangiert und man erachtete es für unnötig, für das kurze Stück vernünftig zu kuppeln.

Viele Grüße

Dampfachim
Hallo Matthias,

die Erklärung scheint mir plausibel. Am Kranwagen und am Schutzwagen steht tatsächlich Heimatbahnhof Berlin-Tempelhof.

Die Nummern der beiden letzten Wagen sind beim besten Willen nicht lesbar; sie heben sich kaum vom Untergrund ab. Ich zeige dennoch ein zweites Foto der beiden Wagen:
Foto-1990-03-01.jpg

Viele Grüße aus Berlin
Thomas
Hallo Thomas,

wieder einmal schöne Fotos und vor allem hier von einer seltenen Fahrt.
Zum Einsatz von der BR 232 auf der Göerzbahn kann ich noch ergänzen, dass zur feierlichen Eröffnung des Just-in-time- Verkehrs für Ford es ebenfalls zum Einsatz einer Großdiesellok (130 oder 132) kam. Es gab damals wohl eine Ausnahmegenehmigung wegen der Achslast.

noch viele Grüße
Moin,


was mir noch aufgefallen ist: der Gerätewagen? hinter den Kran hat ja nur eine gebremste Achse. Hab ich so auch noch nie gesehen.


bis bald...
Bellevue schrieb:
Die Nummern der beiden letzten Wagen sind beim besten Willen nicht lesbar; sie heben sich kaum vom Untergrund ab. Ich zeige dennoch ein zweites Foto der beiden Wagen:
Das müssten 60 50 99-27 104-7 Dienstaa - Aufenthaltswagen und 60 50 99-55 105-9 Diensta - Gerätewagen sein, die beide zum Kran gehörten.

Gruß aus Berlin, Svetlana
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Letztes Update: 14.02.2021








Da sind alle Wagen irgendwie bemerkenswert. Eine Nahaufnahme einer modernisierten Donnerbüchse ist ein Rarität. Auch einen Vierachser Aufenthaltswagen, der den Mod-Wagen ähnelt, habe ich so noch nicht gesehen. Danke für die Bilder.
Gruß
Dietrich
118 172-6 schrieb:
Da sind alle Wagen irgendwie bemerkenswert. Eine Nahaufnahme einer modernisierten Donnerbüchse ist ein Rarität. Auch einen Vierachser Aufenthaltswagen, der den Mod-Wagen ähnelt, habe ich so noch nicht gesehen. Danke für die Bilder.
Gruß
Dietrich
Ja tolle Schnappschüsse, ich tippe auf einen umgebauten Vorkriegs-Schnellzuwagen (siehe Fenstermaße, Lüfter und Drehgestelle).

MfG die Nordsüd S-Bahn
Bellevue schrieb:
... Ich hoffe, ihr seid auch so überrascht von diesem Zug, wie ich es war ...
Überraschung gelungen, danke für's zeigen!

Gruß aus Reykjavík
Wulf
Dölauer schrieb:
Moin,


was mir noch aufgefallen ist: der Gerätewagen? hinter den Kran hat ja nur eine gebremste Achse. Hab ich so auch noch nie gesehen..
War bei Wagen mit "nur Handbremse" aber nicht selten...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Moin,

für mich ähnelt der Dreiachser eher einem umgebauten Transportwagen für die "Dora"...

Beste Grüße von der "Reko"


Matthias Muschke schrieb:
Hallo,

M.W. ersetzte der Reserve-Hilfszug immer einen Standard-Hilfszug, wenn der im Raw war. Der Kran gehört üblicherweise aber nicht dazu, also gehören die letzten Wagen wohl zu diesem. Der vorletzte ist ein modernisierter Postwagen, mit Tonnendach kenne ich die aber noch nicht. Kann man die Nummer lesen? Die modernisierte Donnerbüchse mit großen Fenstern war auch eher selten.

MfG

Re: Dora ? was befeuert Deine Vermutung ? Danke !

geschrieben von: 58 3041-9

Datum: 13.01.21 17:33

Hallo,

der in Schwarzenberg erhaltene Munitionstransportwagen des Geschützes, der diesem Wagen in der Bauform doch sehr ähnelt! Hier ein Link zu dem Fahrzeug.


Beste Grüße von der "Reko"



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.21 17:41.

Temperierwagen

geschrieben von: Norbert Bank

Datum: 13.01.21 18:57

Hallo Reko,

die Temperierwagen die längere Zeit überlebt haben waren m.W.n. 4achsig, so auch der Wagen in Schwarzenberg.
Es gab aber wohl auch kürzere Wagen, hier auf Basis eines R-Wagens (Rs Stuttgart) , Detail Stirnwand und Übergangsbühne.
Von daher bin ich eher skeptisch das es auch dreiachsige Temperierwagen gab.
Hier war das auch schon mal Thema m. B.

Gruß

Norbert

Re: Temperierwagen

geschrieben von: 58 3041-9

Datum: 14.01.21 02:44

Hallo Norbert,

das Fahrgestell ist der Punkt, der mir auch etwas rätselhaft erscheint. Ansonsten passt der Wagenkasten nahezu perfekt zu einem solchen Wagen: Tonnendach, Bremserbühne, der kreisrunde Ausschnitt auf der Wagenvorderseite. Das passt viel eher zu so einem Temperierwagen als zu einem 3-achsigen Post- oder Packwagen der Rekobauart. Gerade wenn man in dem von Dir verlinkten Beitrag (Danke für den Link!) den Hallenser Wagen anschaut - da wäre nicht allzuviel daran umzubauen gewesen. Und gerade über die Wagenparks der 28 cm - Eisenbahngeschütze dürfte noch einiges zu erforschen sein, vielleicht stammt er auch dorther.

Beste Grüße von der "Reko"


Norbert Bank schrieb:
Hallo Reko,

die Temperierwagen die längere Zeit überlebt haben waren m.W.n. 4achsig, so auch der Wagen in Schwarzenberg.
Es gab aber wohl auch kürzere Wagen, hier auf Basis eines R-Wagens (Rs Stuttgart) , Detail Stirnwand und Übergangsbühne.
Von daher bin ich eher skeptisch das es auch dreiachsige Temperierwagen gab.
Hier war das auch schon mal Thema m. B.

Gruß

Norbert



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 06:37.
Hallo,


bevor du jetzt weiter spekulierst - hier die Basis. Ich habe jetzt mal schnell das Bild aus dem Bpw-Handbuch "abgeknipst" (besser ging gerade nicht). Bilder von Bpw sind ja rar.
Warum sollte man denn in einen Temperierwagen eine Schiebetür für Rollbehälter einbauen, als Postagen wäre er ja sicher etwa schwer. Interessant wäre ob das Dach nun später kam, oder er schon als Postwagen so unterwegs war.

MfG

20210114_075112.jpg

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 07:59.

Re: Dora ? was befeuert Deine Vermutung ? Danke !

geschrieben von: 58 3041-9

Datum: 14.01.21 17:06

Hallo Matthias,

Gegenfrage: Warum sollte man bei so einem Teil für den Hilfszugeinsatz das Dach um- und eine Bremserbühne umbauen? Solange die Herkunft des Wagens nicht verbindlich geklärt ist dürfte wohl so ziemlich jede Theorie dazu mehr oder weniger spekulativ sein.

Beste Grüße von der "Reko"


Matthias Muschke schrieb:
Hallo,


bevor du jetzt weiter spekulierst - hier die Basis. Ich habe jetzt mal schnell das Bild aus dem Bpw-Handbuch "abgeknipst" (besser ging gerade nicht). Bilder von Bpw sind ja rar.
Warum sollte man denn in einen Temperierwagen eine Schiebetür für Rollbehälter einbauen, als Postagen wäre er ja sicher etwa schwer. Interessant wäre ob das Dach nun später kam, oder er schon als Postwagen so unterwegs war.

MfG

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 17:07.
58 3041-9 schrieb:
Hallo Matthias,

Gegenfrage: Warum sollte man bei so einem Teil für den Hilfszugeinsatz das Dach um- und eine Bremserbühne umbauen? Solange die Herkunft des Wagens nicht verbindlich geklärt ist dürfte wohl so ziemlich jede Theorie dazu mehr oder weniger spekulativ sein.

Beste Grüße von der "Reko"

An der Bremserbühne ist nichts umgebaut, die war schon immer da und ist auf dem Postwagenbild auf der anderen Seite. Ursprünglich stand da ein Bremserhaus drauf.
Die Wagen hatten ja ursprünglich Kastengerippe mit Verbretterung und zwei zweiflügelige Türen und Oberlichtdach. Der neue Kasten ist eine Nachkriegszutat. Daher ist es sicher möglich das auch Wagen beim Umbau ein Tonnendach erhielten. Der Usprung bleibt für mich eindeutig, gucke z.B. mal auf die Lage das Lastwechsels, die Bremsanlage und die langen Tragfedern (eindeutig Reisezugwagenlaufwerk).

MfG

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