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C400 Teil2

geschrieben von: RV

Datum: 12.01.21 13:47

Hallo,
hier zeige ich euch noch eine C400, auf der Rückseite steht nur Henschel Baujahr 1949, am Führerhaus könnte eine 1 sein (Stahlwerk ?).
https://abload.de/img/c400f2bhkb8.jpg
Gruß
Rüdiger

Re: C400 Teil2

geschrieben von: brocken16

Datum: 12.01.21 20:19

Hallo Rüdiger,

aufgrund der Deutz daneben wäre Henschel 26471/49 Hibernia 2 der Tip!

VG Jörg

Re: C400 Teil2

geschrieben von: RV

Datum: 12.01.21 20:42

Hallo Jörg,

unter dieser Henschelnummer find ich nur Stickstoffwerk Wanne-Eickel. Ist das was wir im Rücken der Lok sehen so ein Werk?

Gruß
Rüdiger

Vermutlich..

geschrieben von: Walsum5

Datum: 12.01.21 21:15

[www.dampflokomotivarchiv.de]

Beste Grüße

Stefan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 21:23.

Re: C400 Teil2

geschrieben von: brocken16

Datum: 12.01.21 21:49

... Werks-/Produktionshallen in dieser Form gab es dort sicherlich! Es ging dabei u.a.um Düngemittelherstellung ... z.B.wurde in Kokereien das bei der Koksherstellung anfallende Ammoniak aus den dabei entstehenden Gasgemisch ausgewaschen und zu Dünger weiterverarbeitet. Eine Kokerei gab es dort sicher ...

[de.wikipedia.org]

Im Stickstoffwerk wurde sicherlich kein Stickstoff "produziert" (den verflüssigt man nach dem Linde-Verfahren aus der Luft), sondern stickstoffhaltige Verbindungen wie Ammoniak, Salpetersäure etc ...erzeugt und "weiterveredelt".

Die Herren Leitsch und Sydow können vielleicht mehr dazu beitragen, gefunden habe ich einen Link, der m.E. die mitabgebildete Deutz-Diesellok zeigt (Seite 20) und mich auf die Spur der Henschel brachte:

[www.ssdw.de]

Das könnte passen!

VG aus der Heimat des Haber-Bosch-Verfahrens

Jörg

P.S. Ach ja, die Schilder sehen auch Hibernia-mäßig aus ...

Edit: Link eingefügt und kursiven Text zur besseren Verständnis eingefügt! siehe auch Hinweis unten!



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.21 23:29.

Re: C400 Teil2

geschrieben von: RV

Datum: 12.01.21 22:19

Hier noch ein zweites Foto der Lok:
https://abload.de/img/c400zrjkk.jpg

korrekte Lösung

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 13.01.21 17:53

Nein, das sind nicht die Stickstoffwerke in Wanne - die sahen ganz anders aus. RV war schon auf der richtigen Spur mit "Stahlwerk".

Ich bin von einem ortkundigen Kollegen auf die korrekte Lösung hingewiesen worden: Wir sehen die Zinkhütte Harlingerode in Oker mit den Loks

KHD V* 33134 1941 OMZ122 R B 1435 17.03.1941 Unterharzer Berg- & Hüttenwerks GmbH, Goslar, für Zinkhütte Harlingerode, Oker Ost "4" (1989 als Denkmal im Werk aufgestellt, 04.1998, 09.1999 vh)

sowie

Henschel D 27131 1949 C400 Cn2t 1435 neu Unterharzer Berg- und Hüttenwerk für Zinkhütte Harlingerode "3"

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(

Re: korrekte Lösung

geschrieben von: brocken16

Datum: 13.01.21 18:55

Super!
Vielen Dank für die Lösung!

VG Jörg

Re: korrekte Lösung

geschrieben von: RV

Datum: 13.01.21 21:44

Noabe (Badisch),

zuerst einmal vielen Dank für die Lösung und die Daten.
ich glaube diese Hütte muß eine richtige Dreckschleuder gewesen sein.

Grüße aus dem Schwarwald
Rüdiger

Re: C400 Teil2

geschrieben von: Christian Hansen

Datum: 14.01.21 18:50

Hallo zusammen,

Brocken16 schrieb:

"... z.B.wurde in Kokereien das bei der Koksherstellung anfallende Ammoniak ausgewaschen und zu Dünger weiterverarbeitet. Eine Kokerei gab es dort sicher ... "

Nach meiner Kenntnis nahm das Ganze einen etwas anderen Weg, nämlich den über die Herstellung von Leuchtgas, alias Stadtgas, gerne auch Industriegas genannt (weil - im Gegensatz zu Erdgas - industriell hergestellt) oder...Kokereigas.

Früher weit verbreitet, in riesigen Gasometern gelagert, die nicht nur im Ruhrgebiet allgegenwärtig waren. Heute ausgestorben.

Bei der Herstellung von Koks entstand dieses Gas quasi als Nebenprodukt und wurde - da im Rohzustand noch nicht im Haushalt verwertbar - gereinigt. Dies geschah durch Waschen und die dabei ausgewaschenen Stoffe waren u.a. Teer ( für medizinische Produkte und Straßenbau), Kresole (gerne aufgrund ihrer antibakteriellen Wirkung in Desinfektions- und Reinigungsmitteln verwendet) und eben das erwähnte Ammoniak als Düngemittel für die Landwirtschaft.

Viele Grüße!

Christian Hansen, den Gasometer in Berlin-Schöneberg vor Augen

Edit fügte den Stoffen ein t hinzu



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 18:51.

Re: C400 Teil2

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 14.01.21 19:19

Kokereitechnik und Nebenproduktengewinnung sind schon sehr komplex, sehr informativ ist diese Seite:

[www.koks-gas-teer.de]

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(

Re: C400 Teil2

geschrieben von: brocken16

Datum: 16.01.21 23:46

Hallo Joachim,

vielen Dank für den informativen Link!

VG Jörg

bitte gern (o.w.T)

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 18.01.21 15:18

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(