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... für 94 969 - aber wo?

Lediglich zwei Stirnlampen, Rauchkammer-Zentralverschluss und noch kein "Keks" deuten auf die erste Hälfte oder die Mitte der 50er-Jahre hin. Das ist es aber auch schon, was ich selbst zur Einordnung dieser Aufnahme (aus meinem Sammlungsfundus) beitragen kann.

Mit besten Grüßen - und gespannt, ob hier eine eindeutige Ortszuordnung überhaupt möglich sein wird,
H.


E. passt den Betreff nach Auflösung entsprechend an.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:17:10:49:46.
Hallo ????,
die Lok war laut EK/Knipping am 1.7.1950 in Kaiserslautern beheimatet, danach lt. Röhr-Verzeichnisse am 31.12.1958 in Passau und am 31.12.1962 und 1964 in Oberhausen-Osterfeld Süd.wo sie am 1.9.1965 ausgemustert wurde.

Gruß
Johannes
Hallo H.,

für den Zeitraum bis Mitte der 50er Jahre sind im Hintergrund zuviele "moderne" Güterwagenbauarten zu sehen:

1955 waren noch Wagen mit hölzernen Aufbauten sehr stark vertreten. Die damals brandneuen UIC-Bauarten mit Stahlwänden (Omm) und Spanplattenwänden (Glmhs) kamen erst noch zum "flächendeckenden" Einsatz.

Bei Rangierlokomotiven sah man es auch nicht so eng mit dem Dreilichtspitzensignal, dass für Streckenlok erst 1959 verbindlich eingeführt wurde.

Ich tippe daher eher auf den Zeitraum 1958-1960. Der Ort ist mir unbekannt, dürfte aber über die Beheimatung der 94 969 herauszufinden sein.


viele Grüße
Stefan Walter

Oberhausen wohl eher nicht ...

geschrieben von: H.R.

Datum: 17.11.20 09:43

Aber sicher ausschließen kann ich das westliche Ruhrgebiet natürlich auch nicht.

Vielen Dank fürs Heraussuchen der Stationierungsdaten, Johannes! Ich vermute, dass der gesuchte Ort eher im Süden liegt.

H.
Hallo Stefan,

Dank auch dir für den zeitlichen Präzisierungshinweis.

Wenn du Recht behältst, passt Passau passgenau.

Ausgerechnet diese Stadt zählt zu jenen paar (größeren) Orten in Deutschland, in denen ich bisher noch niemals war ...

H.
Hallo,


die genannte Stadt Passau brachte ich mit einer Aufnahme von 1955 aus dem Buch "Eisenbahnraritäten in Farbe - Aus dem Archiv Carl Bellingrodt" (Freiburg 2001) von Jürgen-Ulrich Ebel auf Seite 140 oben in Verbindung, auf der die im Beitrag zu sehende weiße Gebäudegruppe im Hintergrund zu sehen ist.

Die Brücke hinter der 94er scheint mit der auf dem Bellingrodt-Foto zu sehende identisch zu sein. Würde man auf dem hier gezeigten Bild unter die Brücke hergehen, käme man zu einem mehrständigen Rechteckschuppen (rechts).

Wobei mich bei dem Beitragsbild die Perspektive und Nähe des weißen Gebäudes über dem gedeckten Güterwagen etwas irritiert. Es müsste meines Erachtens eigentlich viel weiter hinten, weiter rechts liegen.



Viele Grüße,

Marc

"Hier in Berlin kamen wir uns immer fast wie Gefangene vor... Wie groß war daher unsere Freude, wenn es im Frühling nach Potsdam ging."

Wilhelm II.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:17:10:50:22.

Passau 1959

geschrieben von: Waldbahn

Datum: 17.11.20 10:39

Ja, das ist in Passau am Betriebswerk, ungefähr dort, wo heute das moderne Stellwerk steht. Rechts die Haitzinger Brücke und die genannte Gebäudegruppe ist das Gymnasium Freudenhain.

Ergänzung: Im Bild sind Oberleitungsmasten zu erkennen. Die Strecke Regensburg-Passau wurde laut Wikipedia ab 1.6.1959 elektrisch befahren, die Strecke Passau-Wels schon ab 1955.

Grüße aus Passau
Thomas Stifter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:17:10:44:54.

Re: Passau 1959

geschrieben von: H.R.

Datum: 17.11.20 10:55

Vielen Dank, Marc und Thomas, damit betrachte ich Passau als gesichert.

Danke HiFo: aufgeklärt in nicht mal zwei Stunden.

Den Betreff bereits angepasst habend
H.

Re: Passau 1959

geschrieben von: slpa

Datum: 17.11.20 19:57

Hallo in die Runde,

bei dem Oberleitungsmasten jenseits der Haitzinger Brücke handelt es sich um das Ende der Fahrleitung von Österreich her, die (zumindest nach meiner Kenntnis) nicht bis in den Rangierbahnhof hineinreichte. Das Bild scheint vor der Elektrifizierung diesseits entstanden zu sein.

Hinter der Haitzinger Brücke zweigte übrigens bis in die 60er das Gleis der Hafenbahn bis hinunter zur Altstadt (für Ortskundige: bis zum Beginn der Höllgasse) ab. Heute fast vergessen, dass dort an der Donaulände einmal mehrere Portalkräne standen - unter anderem. Bellingrodt hat dort einmal eine 94er fotografiert.

Beste Grüße auch aus PA,
Stefan

Nachtrag: Bellingrodt fotografierte auch die hier abgebildete 94 969, und zwar am 18.05.1955 nur rund 100 m weiter auf der anderen Seite der Brücke; EK-Postkartenserie 110 "Eisenbahnen in Passau", Bilder 2 und 3. Bild 5 zeigt die 94 764 an der Donaulände.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:17:20:09:08.