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1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 17.10.20 19:34

Salü und tach auch,

bei unseren Rheintal-Recherchen stießen wir wieder auf einen alten Bekannten, den Dg 6421. Dieser Zug fuhr Erz vom Geislinger Staufenstolln nach Oberhausen.

Über die badischen Brüder Dg 6415 und Dg 6417 aus Ringsheim ist uns leider noch nicht so viel bekannt.

»» Württembergisches Erz für Oberhausener Hütte

Wer mehr über Erzverkehr und den interessanten Verkehr zum und vom Staufenstolln lesen möchte, dem sei beispielsweise das EK-Special „Kohle und Erz“ vom Anfang 2020 ans Herz gelegt.

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: Mw

Datum: 17.10.20 19:52

Erst mal schönen Dank für ein weiteres Kapitel aus dem Jahr 58!

Ich möchte zu einem Detail äußern, nämlich - Zitat -

>>Ob der Zug den Güterbahnhof Gremberg zum Personalwechsel anfuhr oder weiter östlich auf der kürzeren Strecke durch Deutzerfeld blieb, ist momentan nicht geklärt.<<

Korinthe 1: Gremberg ist und war Rangierbahnhof und kein Güterbahnhof..

zweitens fand und findet Personalwechsel nicht im Bahnhof Gremberg selbst statt, sondern auf Höhe der Lokleitung auf der außen vorbeiführenden Strecke, nämlich der Personalwechselstelle Rather Straße

und über Deutzerfeld ist der Zug nie und nimmer gefahren, sondern über Köln-Kalk-Nord.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: axel

Datum: 17.10.20 19:53

Interessant,

ob der damals noch den Kehrbahnhof Eybachtal in Geislingen befahren hat?

Jedenfalls ab Stollen elektrisch!

Dieser Streckenabschnitt der Wiesensteiger Bahn war hier auch schon mal Thema.

Danke

Axel

[www.drehscheibe-online.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 21:56.

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: Markus Richta

Datum: 17.10.20 22:19

Hallo Axel,

der Kehrbahnhof Eybachtal wurde bis November 1948 schon komplett abgebaut (wenn die Angaben bei Wikipedia korrekt sind). Von daher sind die Züge da 1958 sicher nicht mehr lang gefahren.

Grüße
Markus

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 18.10.20 09:21

wegen des Wegfalls wurde mit 3 Loks der Erzzug hoch nach Geislingen gezogen und geschoben





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.20 09:36.

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: axel

Datum: 18.10.20 09:34

Hallo,

hast recht!


Man kann aber heute noch die Trassenführungen erkennen und es gibt sogar noch Oberleitungsfundamente. Bin da erst letztes Jahr mit dem Fahrrad gewesen.

Das könnte dann die elektrifiziertes Strecke mit der kürzesten Lebensdauer gewesen sein.

Von der eigentlichen Verladung und dem Stollen ist sehr wenig übrig geblieben. Da steht heute ein Gewerbegebiet drauf.


Die Steigung nach Geislingen war schon happig. Deswegen wohl 3x E93

Gruß


Axel



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.20 09:40.

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 18.10.20 11:35

Hab da mal ältere Bilder gesehen, kann es sein, das auch die andere Straßenseite der B466 zum Gelände gehörte? Ich meine speziell den Bereich, wo sich heute die Spedition Wiedmann & Winz befindet.

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: Markus Richta

Datum: 18.10.20 14:07

Hallo,

hier ist ein Bild als der "Staufenstoln" noch in Betrieb war:

[www.industriekultur-filstal.de]

Grüße
Markus

Kehrbahnhof Eybtal auf leo-bw.de

geschrieben von: Roßberg

Datum: 18.10.20 17:21

Moin!

Die Anlage des ehemaligen Kehrbahnhof Eybtal lässt sich meines Erachtens auf den neulich hier verlinkten Orthophotos von 1968 noch ganz gut ablesen. Bei der Koordinatenposition 48.6296 / 9.8471 wurde wohl die Zufahrt von der Tälesbahn her unter der Hauptstrecke Stuttgart - Ulm durchgeführt. Auch die beidseitige Gleisanbindung an die Hauptstrecke ist noch ablesbar; teils existierten damals noch entsprechende Relikte wie Brücken und Dämme. Wie es da heute aussieht, weiß ich nicht.

Der Link auf die Orthophoto-Karte: [www.leo-bw.de] - die Navigation wird einfacher, wenn man im Menü links, ziemlich unten, die Luftbilder deaktiviert und dafür die topographische Karte anschaltet. Nach dem Hineinvergrößern kann die Ansicht wieder auf das Luftbild umgeschaltet werden.

Leider habe ich nicht herausbekommen, wie man einen konkreten Kartenausschnitt verlinken kann. Falls mir das jemand erklärt, trage ich das gerne noch nach.

Mit herzlichen Grüßen
Boscho Gutsch

Edit: "Eybachtal" in das korrekte "Eybtal" verbessert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.10.20 18:11.

Re: 1958: Württembergisches Erz für Oberhausen

geschrieben von: axel

Datum: 19.10.20 11:53

Ja,

das Zechengelände war links und rechts der Bundesstraße. Die Grubenbahn hat die Straße mittels einer Unterführung unterquert.

Irgendwo habe ich gelesen, dass täglich 1 000 Tonnen Erz abgebaut wurden. Das könnte schon einen täglichen Zug ins Ruhrgebiet erfordern.


Axel
Moin!

Wie es der Zufall so will: gerade bin ich im Landesarchiv Baden-Württemberg noch auf den Nachlass Hans Noller gestoßen, darin ein Dia-Kasten mit Bildern zur Tälesbahn: [www2.landesarchiv-bw.de]

Interessante Bilder sind dabei, vom Bau des Kehrbahnhofs Eybtal (Nicht Eybachtal, wie weiter oben geschrieben), vom Verladebahnhof (u.a. mir rangierender württ. T3), von Erzzügen mit E91 und E93 und von der Fahrleitung vor und nach dem Umbau (der nach dieser Quelle 1958 (!) vonstatten ging).

Vielleicht interessiert das ja außer mir sonst noch jemanden. ;-)

Herzliche Grüße
Boscho Gutsch
Hallo,

ganz tolle Aufnahmen und es sind sogar Gleispläne dabei.

Vielen Dank


Axel