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Moin,

"Corona + Herbst = Dias scannen lassen und bearbeiten" ist momentan meine Devise. Aktuell sind mir drei Dias in die Finger geraten, die ich im Mai 1994 im Ludwigslust und Perleberg aufgenommen habe:

Die Reko-Vierachser Bghw und ihre Schwesterbauarten fingen langsam an, selten zu werden - zusammen mit dem guten Zustand des Wagens war das Grund genug für mich, den 50 50 28-15 877-0 am 12.5.94 in Ludwigslust zu fotografieren:

50 50 28-15 877-0_Bghw_Ludwigslust_19940512.jpg


Ebenfalls in Ludwigslust stand noch eine Donnerbüchse herum, der Dienst aa 60 50 99-19 809-1. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich den deneben stehenden Wagen nicht fotografiert habe...

60 50 99-19 809-1_Dienst aa_Ludwigslust_19940512.jpg


Ein paar Kilomter weiter in Perleberg stand der Heizwagen (?) 57 50 99-68 172-9. Wofür wurde der damals verwendet?

57 50 99-68 172-9_Heizwagen_Perleberg_19940512.jpg

Viele Grüße

Eibacher



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 15:12.
Der Heizwagen war zum heizen des Zuges wenn die Zuglok es nicht konnte .

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Lokführer sind die besseren Liebhaber, weil sie immer "Später" kommen !
Hallo Eibacher,

mit 80%iger Wahrscheinlichkeit würde ich sagen, dass der dieser Heizkesselwagen bis zur Wende im Bw Seddin beheimatet war. Hier wurde er mit einem zweiten HKW für die Lazarettzüge eingesetzt, die etwa alle viertel Jahre von Beelitz Heilstätten über Teupitz bis Brest gefahren wurden. Mit diesen Zügen wurden kranke Soldaten der Sowjetarmee in die Heimat gebracht, Der gesamte Zug wurde über diese Wagen beheizt, auch die Küchenwagen wurden mit Heizdampf zum Kochen versorgt.. In Teupitz wurden sehr oft ehemalige Piloten von Jagdflugzeugen übernommen, die bei ihrem Einsatz gesundheitliche Probleme bekamen. Ab Brest ging der Zug dann zurück als Leerzug nach Seddin.


noch viele Grüße
Hallo,
dieser HKW hat sicherlich nichts mit dem Bw Seddin zu tun. Auf dem Perleberger Südbahnhof stand über Jahre hinweg so ein HKW abgestellt. Das Bild ist aber nicht auf dem Südbahnhof aufgenommen worden, sondern am eigentlichen Perleberger Bahnhof.

Grüße der Pollofan
Hatte man bei diesem Wagen nachträglich das Fensterband ausgetauscht oder sah das bei dieser Serie ab Herstellerwerk möglicherweise immer so aus? Ist mir bislang bei dieser Type noch nirgends aufgefallen.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?017,file=317888

Gruß, Olaf

(,“)
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Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
War das nicht so, dass diese Wagen um die Fenstereinfassungen herum durchgerostet waren und das dieses eine Reperaturlösung war.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.20 13:05.
Ja, so war es. Es war eine Art der Rperatur, wohl nicht die Beste. Das war das größte Problem der Rekos. Durch Einfachverglasung bildete sich ( nicht nur) in der kalten Jahreszeit immer Kondensat auf der Innenseite, im Rahmen war eine Ablauföffnung vorhanden, wenn diese über längere Zeit verstopft war, lief das Wasser an der Innenseite der Außenbleche, verblieb im Zwischenraum und führte zu arger Korrosion. Auch heute gibt es noch Bghw Wagen die derart repariert wurden. Angedacht war die Wagen teilweise noch einmal zu modernisieren und normale Übersetzfenster (zweifach verglast) einzubauen. (Koop Programm Raw Potsdam/Halberstadt). Es wurde nur ein Wagen derart umgebaut. Allerdings enstanden noch die BDwsb und Begleiterwagen aus diesem angedachten Programm.

[www.bghw-wagen.de]

[www.bghw-wagen.de]

Dieser hier: [www.bghw-wagen.de] wurde herkömmlich instandgesetzt.

mfg tommy10
tommy10 schrieb:
Durch Einfachverglasung bildete sich ( nicht nur) in der kalten Jahreszeit immer Kondensat auf der Innenseite ...
Der zweite Fehler waren die Gummidichtungen selbst: Wurden wie fast jeder Gummi fest und brüchig, so dass auch Wasser von außen in den sich öffnenden Spalt gelangte.

tommy10 schrieb:
Es wurde nur ein Wagen derart umgebaut.
Umbau ist gut. Da wäre praktisch der zweite Neuaufbau gewesen. Mehr als Stirnseite und Drehgestelle hätten die Spender nicht hergeben müssen. Der große Rest hätte neu gefertigt werden müssen, auf maßlichen Kompromissen, die dem Raw Halberstadt in den 1960er geschuldet waren. Zum Glück unterblieb der Neubau. Der recht enge Nachfolger (verbaut, überall braunes Holzimitat, ...) für den Binnen-FV blieb ein Einzelgänger: https://www.vagonweb.cz/fotogalerie/D/DR_Bmp.php. Dagegen waren die Bghw richtig farbenfrohe Fahrzeuge.

tommy10 schrieb:
Allerdings enstanden noch die BDwsb und Begleiterwagen aus diesem angedachten Programm.
Die meisten dieser Umbauten entstanden aus Bghw; kein BDghws wurde für einen BDwsb "geopfert".



1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 16:16:58.
Hallo,

sicherlich war dies ein letztes aktives Einsatzgebiet von den in Seddin beheimateten Heizkesselwagen.
Aber solche Hkw gab es auch in anderen Bw's, wie WiIttenberge, Magdeburg, Leipzig, Neubrandenburg usw.
Im ehemaligen Wende- Bw Rostock Seehafen war ein solcher bis in die 90er Jahre hinweg für die Heizung und Warmwassererzeugung der Wagenwerkstatt und der angrenzenden Gebäude zuständig. Irgendwo schlummern Bilder mit der Wg.nr rum. Also gab es noch Aufgaben für jene Wg, außer für die Lazarettzüge.

MfG