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Re: Traktion („ziehende Kraft“)

geschrieben von: Achsstellkeil

Datum: 15.10.20 18:14

Einfach mal die Finger still halten , wenn man keine ....
Yves Schmidt schrieb:
... Zwischen DB und DR war vereinbart, wer auf das Gebiet der jeweiligen anderen Bahnverwaltung fahren durfte. Die DR fuhr nach .... Bebra .... Die DB fuhr nach .... Gerstungen
Also haben da Beide die Grenze überquert.
Trebor schrieb:
Yves Schmidt schrieb:
... Zwischen DB und DR war vereinbart, wer auf das Gebiet der jeweiligen anderen Bahnverwaltung fahren durfte. Die DR fuhr nach .... Bebra .... Die DB fuhr nach .... Gerstungen
Also haben da Beide die Grenze überquert.


Ja, ab 1989 war das so, dass die DR-Baureihe 132 zumindest mit einigen Reisezügen bis Bebra durchfuhr und damit der Lokwechsel in Gerstungen auf DB 216 entfiel. Das betraf die D-Züge nach Berlin, die mindestens ab 1989 durchgehend von Bebra bis Berlin mit DR-BR 132 bespannt wurden (der zweimalige Lokwechsel in Erfurt von Diesellok auf Ellok sowie in Dessau von Ellok auf Diesellok, der noch Mitte der 1980iger erfolgte, ist zu einem mir nicht bekannten Zeitpunkt entfallen). Der überwiegende Teil der Bespannung von Reise- und Güterzügen zwischen Bebra und Gerstungen verblieb allerdings auch 1989 bei der DB (Bespannung DB 216).

VG
Yves
Die Transitzüge nach Berlin sollten mit dieser Maßnahme beschleunigt werden. die Bespannung bis Bebra wurde natürlich in Devisen vergütet.
Auch hatte die 216 immer Mühe mit den langen Zügen und im Winter war die Heizleistung zu knapp, warum da nicht auf 218 umstellte?

Der Lokwechsel auf Elektro in Erfurt/Dessau dürfte 1986 entfallen sein, die Fahrzeiten zwischen Bebra und Berlin waren auch absolut unterirdisch.

MfG die Nordsüd S-Bahn
Nord_süd_bahn schrieb:
Die Transitzüge nach Berlin sollten mit dieser Maßnahme beschleunigt werden. die Bespannung bis Bebra wurde natürlich in Devisen vergütet.
Auch hatte die 216 immer Mühe mit den langen Zügen und im Winter war die Heizleistung zu knapp, warum da nicht auf 218 umstellte?

Der Lokwechsel auf Elektro in Erfurt/Dessau dürfte 1986 entfallen sein, die Fahrzeiten zwischen Bebra und Berlin waren auch absolut unterirdisch.
Die Bespannung ab 1989 bis Bebra wurde "natürlich" in Devisen vergütet?

Der Grund war das Alkalischwellenproblem der DR, das zu immer mehr Langsamfahrstellen führte.

Die DR konnte die Fahrzeiten nicht mehr einhalten. Deshalb wurde auch 1988 (nicht 1986) das Umspannen auf Ellok aufgegeben.

Gruß, Ulrich
EP 5:
während meiner Ausbildung zum Industriemechaniker (91-94) im AW Opladen habe ich einige Male aus dem Schulungsraum, der in Richtung Bahnhof wies, die Kombination 140/143 vor Güterzügen beobachtet.

Und wenn ich mich recht erinnere, hatten beide Maschinen die Stromabnehmer am Fahrdraht.
Dann waren sie zwangsläufig beide mit einem Lokführer besetzt. Ich weiß nicht, ob es dafür bei der Bundesbahn andere Begriffe gab, aber bei der Reichsbahn war dabei die vordere Lokomotive die sogenannte Vorspannlok und die hintere die Zuglok. Fahren mit Vorspann gab es durchaus planmäßig.

Wie schon angemerkt wurde, ist das abzugrenzen von der Doppeltraktion, bei der beide Loks mit einem Steuerkabel verbunden werden und die hintere Lok mit über das Pult der vorderen Lok bedient wird. Dazu müssen die Loks natürlich die entsprechenden Einrichtungen haben, und es funktioniert auch nur innerhalb einer Bauart. Oft hatten auch nur einzelne Lieferserien einer Baureihe diese Doppeltraktionseinrichtungen.

Re: AW Opladen – Beobachtungen aus dem Schulungsraum

geschrieben von: EP 5

Datum: 18.10.20 11:52

Sonderkorrespondent schrieb:

Wie schon angemerkt wurde, ist das abzugrenzen von der Doppeltraktion, bei der beide Loks mit einem Steuerkabel verbunden werden und die hintere Lok mit über das Pult der vorderen Lok bedient wird. Dazu müssen die Loks natürlich die entsprechenden Einrichtungen haben, und es funktioniert auch nur innerhalb einer Bauart.





Hallo,


danke für Deine Rückmeldung. Du hattest geschrieben, dass Doppeltraktionen nur unter gleichen Bauarten (Baureihen) möglich seien. Das kann durchaus stimmen.

Aber soviel ich weiß, gab es gemischte Doppeltraktionen etwa zwischen Lokomotiven der Baureihen 212 und 215.

In Euskirchen hatte ich mal auf dem Bahnhof eine solche Kombination Anfang der 1980er Jahren beobachtet und meine, dass dabei nur der Führerstand der vorderen Lok besetzt war.

Im Buch „Die Baureihe V 100“ (Freiburg 2005) befindet sich auf Seite 164 eine Aufnahme von einem Güterzug aus dem Jahre 1976 aus dem Weserbergland, der zusammen von einer 212 und einer 216 geführt wird. Zum Bild steht die Information, dass beide Lokomotiven in Doppeltraktion den Zug beförderten.

In dem Werk „Die V 160-Familie - Band“ (Freiburg 2015) geht auf Seite 55 (Abschnitt 4.8.3) hervor, dass die Mehrfachtraktionseinrichtung der Baureihe V 160 mit derjenigen der Baureihe V 100 kompatibel war und beide Typen miteinander in Doppeltraktion eingesetzt werden konnten.


Viele Grüße,

Marc

Alfred Döblin über Berlin: "Hier war von Anfang an alles verdorben."


EP 5 schrieb:
Sonderkorrespondent schrieb:
Wie schon angemerkt wurde, ist das abzugrenzen von der Doppeltraktion, bei der beide Loks mit einem Steuerkabel verbunden werden und die hintere Lok mit über das Pult der vorderen Lok bedient wird. Dazu müssen die Loks natürlich die entsprechenden Einrichtungen haben, und es funktioniert auch nur innerhalb einer Bauart.




Hallo,


danke für Deine Rückmeldung. Du hattest geschrieben, dass Doppeltraktionen nur unter gleichen Bauarten (Baureihen) möglich seien. Das kann durchaus stimmen.

Aber soviel ich weiß, gab es gemischte Doppeltraktionen etwa zwischen Lokomotiven der Baureihen 212 und 215.

Viele Grüße,

Marc
Hallo,
das nur gleiche BR in Doppeltraktion fahren können bezweifle ich, die MEG fährt DT BR 156/143 und ich habe auch schon andere Kombinationen mit E-Loks gesehen.

MfG Lutz

Doppeltraktion in Baureihenfamilien

geschrieben von: MD 612

Datum: 18.10.20 19:58

EP 5 schrieb:
danke für Deine Rückmeldung. Du hattest geschrieben, dass Doppeltraktionen nur unter gleichen Bauarten (Baureihen) möglich seien. Das kann durchaus stimmen. Aber soviel ich weiß, gab es gemischte Doppeltraktionen etwa zwischen Lokomotiven der Baureihen 212 und 215.
Reden wir lieber von Baureihenfamilien, deren Vertreter untereinander kuppelbar sind. 212 und 215 funktioniert, DR-V100 und DR-V180 ebenso, oder auch 101 und 120. 101 und 143 oder auch West-V100 und Ost-V100 bspw. gehen aber nicht, weil beide unterschiedliche Steuerungen haben.

Ringbahner4 schrieb:
die MEG fährt DT BR 156/143 und ich habe auch schon andere Kombinationen mit E-Loks gesehen.
Aber auch erst, nachdem die 156 für diese Traktion hergerichtet wurde, ebenso wie einige MEG-155. Ursprünglich ging das nicht.

Gruß Peter

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.20 20:34.

Re: ? Aufnahme dazu mit D1455 in Gotha

geschrieben von: Andreas Rossel

Datum: 18.10.20 23:40

Hallo,

wenn du so etwas meinst, dann kann ich dir weiterhelfen.
Die Aufnahme zeigt den D1455 in Gotha, bespannt von 216 222 als Zuglok und 132 145 als Vorspannlok. Aufgenommen auf dem alten Stadtviadukt

Mit besten Grüßen

Andreas

132 und 216 mit D Zug auf Viadukt in Gotha 932-17.jpg
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