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Hallo,

zweimal wurde die 01 221 am 14. Mai 1961 vor dem D 164 in Hamburg kurz hintereinander aufgenommen. Der zweite Fotograf ist nicht bekannt.

Was mich, neben den beiden schönen Aufnahmen, besonders interessiert, dass der Tender der Lok noch gut gefüllt ist und somit ein Lokdurchlauf von Berlin nicht infrage kommt. Selbst ein Lokwechsel in Wittenberge (166 km entfernt) erscheint mir bei diesem Kohleberg fraglich.

Überhaupt fällt einem die gute Kohlequalität auf, einige Zeit später gab es für solche Dienste meist nur "Blumenerde".


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/36122.jpg


01 221 (Bw Wittenberge) verlässt mit D 164 aus Berlin den Hamburger Hauptbahnhof. Daneben steht 78 420 vom Bw Hamburg-Berl. (14.05.1961) Foto: Joachim Claus


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/57905.jpg

01 221 vom Bw Wittenberge mit einem Schnellzug aus Berlin in Hamburg-Dammtor. (14.05.1961) Foto: unbekannt


Wer möchte an diesem Fleckchen nicht verweilen und Züge beobachten?

Das Thema Tenderfüllung hatten wir hier schon einmal...


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/37665.jpg


Ein weiterer "Gast aus dem Osten" ist hier 01 158 vom Bw Berlin-Ostbahnhof, die gerade mit D 164 den Hamburger Hauptbahnhof verlässt.(02.05.1963) Foto: Joachim Claus

Auch bei der 01 158 zeigt sich vor dem Zug aus Berlin, dass kaum Kohleverbrauch eingetreten war.

Meine Recherchen dazu haben ergeben, dass die D-Zugleistungen Berlin-Schwerin zumeist mit dem Hamburger Plan verknüpft waren.
Das hing damit zusammen, dass das Bw Schwerin keine BR 01 oder BR 03 beheimatete.

Für 1962/63, so meine These, wäre die oben gezeigte 01 158 vermutlich mit D 60 von Bln-Lichtenberg (07:15) nach Bad Kleinen (11:06) gefahren und daraufhin 45 km Lz bis Hagenow Land, wo sie restauriert wurde.

Dort könnte sie den D 164 von (Hagenow Land +15:33/43) nach Hamburg übernommen haben, was uns den minimalen Kohleverbrauch erklärt.

Dieser Plan könnte auch schon Jahre zuvor beim Bw Wittenberge gegolten haben, worauf der Kohleberg der 01 221 hinweist.


Mit freundlichem Gruß, Ulrich



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 22:51.
Moin Ulrich!

Zum letzten Bild: Nach Hamburg Hbf sieht mir die Aufnahme nicht aus, aber eine genaue Verordnung kann ich (noch) nicht anbieten.

ps: Kohleberge - Dir ist bekannt, dass in Altona nicht ganz selten gute Steinkohle unter der Hand seitens des DB-Personals spendiert wurde? (War im HiFo ab und zu schon Thema gewesen)

Danke für den Beitrag!

Mit freundlichem Gruß

Helmut

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Hallo Helmut,

der D 164 fuhr doch gerade erst nach Altona, oder?


Gruß, Ulrich
Hallo Ulrich,

vielen Dank fürs Zeigen dieser tollen Bilder.
Auf Bild 1 finde ich die Wagenvielfalt beeindruckend, fast jeder Wagen hat eine andere Form oder Länge.

Freundliche Grüße

Moin Ulrich!

Die ersten beiden Bilder (auch das zweite!) zeigen den D164 Richtung Altona.

"Kummer" macht mir das dritte Bild, denn zum Einen kann ich die Aufnahme nicht als Ausfahrt aus dem Hbf Richtung Altona erkennen (zB das "Stummelgebäude" auf dem Hang war vielleicht mal ein Bahnsteigzugang, kriegszerstört - das gab es im Hbf-Bereich nicht), und zum Anderen irritiert mich der dahinter befindliche Zaun , so dörflich war die Gegend dort eigentlich nicht. Auch der Postwagen hinter der Lok hat eigentlich nichts am D164 zu suchen, vielmehr müßte hinter der Lok beim D164 ein Packwagen laufen. Ich überlege gerade, ob der Zug (welcher auch immer) Richtung Osten fährt und deshalb eine altonaer "Kohleschenkung" dabei hat, das würde den Kohleberg erklären. Ein Zug, der braunkohlegefeuert aus der DDR in Hamburg ankommt, kann unmöglich am Zielort noch diesen Berg Braunkohle haben (auch nicht falls in Hagenow Land bekohlt worden wäre) - meine ich

Beste Grüße

Helmut

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 23:12.

Zum Kohlenberg Vermutung eines Ahnungslosen

geschrieben von: Mw

Datum: 30.07.20 23:19

vielleicht ist der Zug bis Schwanheide (oder Hagenow Land) mit Vorspann gefahren worden ...

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)
Helmut Philipp schrieb:
Moin Ulrich!

Die ersten beiden Bilder (auch das zweite!) zeigen den D164 Richtung Altona.

"Kummer" macht mir das dritte Bild, denn zum Einen kann ich die Aufnahme nicht als Ausfahrt aus dem Hbf Richtung Altona erkennen (zB das "Stummelgebäude" auf dem Hang war vielleicht mal ein Bahnsteigzugang, kriegszerstört - das gab es im Hbf-Bereich nicht), und zum Anderen irritiert mich der dahinter befindliche Zaun , so dörflich war die Gegend dort eigentlich nicht. Auch der Postwagen hinter der Lok hat eigentlich nichts am D164 zu suchen, vielmehr müßte hinter der Lok beim D164 ein Packwagen laufen. Ich überlege gerade, ob der Zug (welcher auch immer) Richtung Osten fährt und deshalb eine altonaer "Kohleschenkung" dabei hat, das würde den Kohleberg erklären. Ein Zug, der braunkohlegefeuert aus der DDR in Hamburg ankommt, kann unmöglich am Zielort noch diesen Berg Braunkohle haben (auch nicht falls in Hagenow Land bekohlt worden wäre) - meine ich

Beste Grüße

Helmut
Hallo Helmut,

meiner Meinung wurde damals in Hagenow Land bekohlt, obwohl mich die Steinkohle irritiert.

Die Wagenreihung im Winter 1960/61 war:

Lok 01
_______
Post 4
Pw 4ü
B4ü
B4ü
B4ü
B4ü
BRyw (DB)
A4ü
B4ü
B4ü

Die Zuggarnitur (abgesehen vom Postwagen) kam vom D 49 (Meiningen . Berlin Osb).

Mit freundlichem Gruß, Ulrich

Re: Zum Kohlenberg Vermutung eines Ahnungslosen

geschrieben von: TransLog

Datum: 30.07.20 23:31

Hallo,

ich vermute eher, dass die Lok in Hagenow Land bekohlt wurde (siehe meinen Umlaufplanentwurf).
Wegen 10 Wagen braucht die 01 im Flachland keinen Vorspann.

Wir sehen ja zwei Loks (158 und 221), die in Hamburg mit "zuviel Kohle" ankamen. Also kein Zufall.

Gruß, Ulrich

Zur Ortslage siehe den Kilometerstein...

geschrieben von: TransLog

Datum: 30.07.20 23:33

Hallo,

der km-Stein links im Hintergrund scheint (Bild 3) 214, 274 oder 294 anzuzeigen.

294 wäre für Hamburg Hbf ein Volltreffer...


Gruß, Ulrich
Zusatzfrage: und was sagt dem Ortskenner (ich bin keiner) der am linken Bildrand hervorlugende ex-LBE-Doppelstöcker?
Zusatzfrage: Wo wurden die denn immer „geparkt“?


Walter

____________
(Edit: BB-Tag korrigiert)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 00:46.
Hallo Walter,

gute Frage - und ich glaube links im Hintergrund ein Gewässer/See - zumindest eine Waserfläche erkennen zu können.

Das könnte doch sicherlich bei der Ortsbestimmung helfen?

Viele Grüße!

Christian Hansen

Re: (1961) 01.0 DR erst ab Schwanheide?

geschrieben von: F-Zug.de

Datum: 31.07.20 00:09

Moin,
in der G.Röhr Bespannungsübersicht vom So 1961 ist der D 164 mit 01 DR erst ab Schwanheide bis Hamburg bespannt.
Vielleicht war dort Lokwechsel? Dann wären es nur 64,6 km und erklärt den hohen Kohleberg.

Gruß

Ronald

Re: (1961) 01.0 DR erst ab Schwanheide?

geschrieben von: TransLog

Datum: 31.07.20 00:20

F-Zug.de schrieb:
Moin,
in der G.Röhr Bespannungsübersicht vom So 1961 ist der D 164 mit 01 DR erst ab Schwanheide bis Hamburg bespannt.
Vielleicht war dort Lokwechsel? Dann wären es nur 64,6 km und erklärt den hohen Kohleberg.

Gruß

Ronald
Hallo,

Hagenow Land waren auch nur 100 km und Lokwechsel in Bf'en ohne Drehscheibe? Planmäßig bestimmt nicht.
Die Aufnahme der 01 221 ist vom Winterfahrplan 60/61.
Was schreibt G. Röhr denn zum D 163?

Gruß, Ulrich

01 208 am 2.8.61 in Büchen (D 164) (1 B)

geschrieben von: TransLog

Datum: 31.07.20 00:35

Hallo,

auch der Tender der 01 208 sieht am 2.8.61 gut gefüllt aus...


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/43437.jpg


Gruß, Ulrich

Bild 3 müßte Hamburg Hbf. sein

geschrieben von: Electroliner

Datum: 31.07.20 06:34

Moin Helmut,

ich bin auch der Meinung, wir sehen den Zug in der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof in Richtung Dammtor.
Das Gewässer im Hintergrund müßte doch die Alster sein, den abfallenden Fußweg mit dem Zaun gibt es heute noch.
Bei dem Gebäude könnte es sich um das alte Stellwerk "Hn" von 1906 handeln, es war bis 1949 in Betrieb.

Gruß nach Hamburg

Thomas
TransLog schrieb:
... 1961 ...
Interessant!

Hatten die DR-Loks 1961 nur zwei Spitzenlichter?

.

Re: Bild 3 müßte Hamburg Hbf. sein

geschrieben von: Alberto

Datum: 31.07.20 09:45

Bei dem Gebäude könnte es sich um das alte Stellwerk "Hn" von 1906 handeln, es war bis 1949 in Betrieb.

Hallo Allerseits,

laut dem Buch „Die Hamburger S-Bahn“ (Erich Staisch, 1996) handelte es sich um einen Speisepunkt für die frühere Fahrleitung der S-Bahn.

Gruß Alberto

Re: Bild 3 müßte Hamburg Hbf. sein

geschrieben von: AS78

Datum: 31.07.20 09:57

Sieht man an Gleis 1 und 2 nicht auch die Stromschiene der S-Bahn?

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=80544      AS78

Fotograf unbekannt

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 31.07.20 10:39

Moin

Interessante Bilder, ich frage mich, warum am 14.5. zwei Fotografen den Zug aufgenommen haben, falls das Datum des zweiten Bildes stimmt.
Das Wetter sieht da auch ganz anders aus, wobei das täuschen kann...

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


nur ein paar Überlegungen...

geschrieben von: Norbert Bank

Datum: 31.07.20 10:40

Moin,

- "Kohlespenden" das mag von den Personalen gerne genommen werden weil sich das ja auf die Kohleprämie durchschlug
- als Bahnverwaltung damit zu kalkulieren ist ein Vabanquespiel und kann gehörig schief gehen
- die DR hätte Kohle offiziell nur gegen Devisen bekommen, das galt es zu vermeiden
- es gilt also möglichst große Tender zu nehmen (ausreichend für Hin und Rückfahrt) , Aufsatzbretter hat aber nur 1 Maschine auf dem Tender

Die DR könnte aber :
- Steinkohle aus ihren Lieferungen in BW schicken die grenzüberschreitend fahren und nur für diese Maschinen verwenden.
- nur sparsame Personale einsetzen

immerhin brachten solche Fahrten ja auch Devisen ein.

Von einer offiziellen Bekohlung in HH würde ich nicht ausgehen, vor allem in politisch eisigen Zeiten.

Es wäre mal interessant Bilder von ankommenden Zuegen in HH zu sehen, das würde ja sicherlich Rückschlüsse zulassen.

In dem Zusammenhang, wieviel Kohle braucht eine 01 für solche Züge , wie weit reicht eine Tenderfüllung Kohle unter den gegebenen
Umständen und Lasten ?

Gruß

Norbert
Moin Helmut,

ein vor einigen Jahren verstorbener Nachbar, der von 1957 bis 1968 als Heizer in Osnabrück fuhr, erzählte mir, dass die Reichsbahnpersonale in der Kantine in HH immer etwas abseits saßen und man ihnen häufig qualitativ gute Kohle "spendete".

Viele Grüße

Martin
Gt2x4/4 schrieb (inhaltlich):
„1961“ — interessant!
Besaßen DR-Lok 1961 nur zwei Spitzenlichter?
Hallo,

für die Kennzeichnung der Zugspitze gab es damals™ kein besonderes Tagsignal; sowohl DR- als auch DB-Lok hätten auf tunnellosen Strecken am Tag theoretisch auch ohne Lampen verkehren dürfen (auch wenn sich das heute keiner vorstellen kann): [OT] 19.12.1976, 44 943 bei Saulgau: [www.drehscheibe-online.de] …



Walter

Re: nur ein paar Überlegungen...

geschrieben von: DR01

Datum: 31.07.20 11:13

Zitat: "Von einer offiziellen Bekohlung in HH würde ich nicht ausgehen, vor allem in politisch eisigen Zeiten."...

Die Bahnverwaltungen haben viel besser zusammen gearbeitet als man meinen möchte...
Da hätten sich schon damals Politiker einiges abschauen können...
Wie das bei der Kohle geregelt war vermag ich nicht zu sagen, aber als soo großes Problem sehe ich das nicht...


Gruß...Wolfgang
Hallo,

hier noch ein Stiftungsbild der 03 228 (Bw Osb), die am 30.4.63 mit halbleerem Tender mit D 163 nach Berlin ausfuhr.

Es ist zwar bekannt, dass es in Altona, Bebra und Hof zu gelegentlichen Bekohlungen kam, aber vereinbarungsgemäß erhielten DR-Lok dort keine Kohle. Die DR stellte ihre Umläufe so auf, dass bei der DB kein devisenpflichtiges Nachladen erforderlich war.


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/37669.jpg


Diese Aufnahme gilt auch zur Unterrichtung von Klaus-D. Holzborn, der mich gerade in einer PN für "dement" erklärt hat.
Wahrscheinlich glaubt er, dass der volle Tender der nach Hamburg einfahrenden 01 221 von der DB bekohlt wurde... ;-)


Mit freundlichem Gruß, Ulrich

Re: Wagenvielfalt auf Bild 1

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 31.07.20 17:49

Zugvogel92 schrieb:
Auf Bild 1 finde ich die Wagenvielfalt beeindruckend, fast jeder Wagen hat eine andere Form oder Länge.
Moin,

deshalb wollte ich anfangs sogar das Aufnahmedatum anzweifeln, denn eine solche Anhäufung von "Exoten" war 1961 bei der DB schon lange nicht mehr normal. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Waggons links neben der Lok aber als Fahrzeuge eines Bauzuges, und das erklärt dann so Einiges.

Viele Grüße
Helmut U.

Re: Bild 3 müßte Hamburg Hbf. sein

geschrieben von: Der Holsteiner

Datum: 31.07.20 20:55

Electroliner schrieb:
ich bin auch der Meinung, wir sehen den Zug in der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof in Richtung Dammtor.
Das Gewässer im Hintergrund müßte doch die Alster sein, den abfallenden Fußweg mit dem Zaun gibt es heute noch.
Bei dem Gebäude könnte es sich um das alte Stellwerk "Hn" von 1906 handeln, es war bis 1949 in Betrieb.

Absolut richtig, der abfallende Fußweg sieht auch heute noch ähnlich aus, und im Hintergrund ist die Außenalster zu erkennen. Die Gebäude sind natürlich inzwischen vollkommen verändert.
Auch die Antwort von Alberto stimmt, nämlich dass das sichtbare Gebäude der Speisepunkt der S-Bahn ist. Das genannte Stellwerk "Hn" stand etwas weiter links, gerade außerhalb des Bildes.
Wenn der Fotograf dieses Bildes auf die andere Straßenseite der Brücke geht und sich etwa um 90 Grad nach rechts dreht, hat er die Perspektive von Bild 1.

Viele Grüße,
Olaf

Unterwegshalte und Lokwechsel D 164

geschrieben von: TransLog

Datum: 31.07.20 21:40

Hallo,

hier die Fahrzeiten aus den uns betreffenden Fahrplänen. Leider liegt mir der Winter 1960/61 nicht vor, in dem die Aufnahmen der 01 221 entstanden sind. Im Sommer 1960 wurde noch in Wittenberge die Lok gewechselt.

Für die 01 158 gilt dann der Plan Winter 62/63, der letzte in dem Berliner Lok nach Hamburg fuhren.


S 60/61 D 164 [ Berlin Osb 12:12 -] Albrechtshof +13:03/20 - Wittenberge 14:42/52 - Schwanheide 16:10/35 - Hmb Hbf an 17.32 [ - Altona an 17:52)

S 61/62 D 164 [ Berlin Osb 12:10 -] Albrechtshof +13:02/15 - Wittenberge 14:34/43 - Schwanheide 16:07/26 - Hmb Hbf an 17.27 [ - Altona an 17:47)

W 62/63 D 164 [ Berlin Frie 11:57 -] Griebnitzsee an 12:38/54 - Hagenow Land +15:33/43 - Schwanheide 16:18/28 - Hmb Hbf an 17.27 [ - Altona an 17:47)


Gruß, Ulrich
Laut Bildunterschrift ist die Maschine auf dem Weg nach HH, im Sachsenwald bei Friedrichsruh.
[eisenbahnstiftung.de]
Der Tender zeigt einen deutlichen Berg Kohle.

Gruß

D 264 (404) Dresden - Hamburg

geschrieben von: TransLog

Datum: 01.08.20 00:08

Hallo,

sehr interessant.

Das ist der D 264 Dresden-Schwerin-Hamburg, erkennbar am BDms.

Lok wurde in Schwerin bekohlt (Schwerin - Hmb-Altona 131 km).


Gruß, Ulrich
Im Beitrag 11

steht der Kohleverbrauch der 01 519 während der Jahre 1999 bis 2007:
[www.1zu160.net]

das mag zwar nur ein angenäherter Wert sein ist aber ein Anhalt.
Von Schwerin bis HH sollten dann 2 Tonnen Kohle locker ausreichen.

Wenn man in der EBS nach "Interzonenzug" sucht findet sich eine Variation an unterschiedlich gefüllten Tendern
von DR Lok, meistens vor oder auf der Rueckfahrt.

22 043 mit vollem Tender in Bebra:
[eisenbahnstiftung.de]

Der Bebraer Kohlenkran im Einsatz am Tender der 22 052 :
[eisenbahnstiftung.de]

ob er DB Kohlen verlädt möchte ich nicht behaupten,kann es aber auch nicht ausschließen.
Zum einen könnte man Konterbande bergen oder verstecken , zum anderen vorziehen der Kohle mit Maschinenkraft.

Rappelvoll mit Kohle heimwärts:
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]

in Bebra angekommen:
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]

Ähnliches auch in Hof:
[eisenbahnstiftung.de]

Gruß

Norbert

Beispiele aus Bebra und Hof

geschrieben von: TransLog

Datum: 01.08.20 03:41

Hallo Norbert,

feine Bilder hast Du da herausgesucht!

Während dokumentiert ist, dass es auch in Bebra mal Kohle gab, zeigt doch auch hier der Kohleberg der von Osten eingetroffenen Lok, dass die Strecke Erfurt- Bebra nur 101 km betrug, ja, wenn auch mit einer ganz besonderen Topografie.

Aber diese Züge wurden von Eisenach bis Förtha nachgeschoben und hatten in der Gegenrichtung Vorspann ab Gerstungen.

Bis 31.12.65 stellte die DB auch planmäßig eine Drucklok ab Bebra. Also viel Raum zum Nachbekohlen war wahrscheinlich gar nicht.

Das Beispiel aus Hof zeigt, dass die 22er von Reichenbach nur 74 km hinter sich hatte.

Wir sehen also, dass die ein bis zwei Greifer mit Kohle doch eher symbolischen Charakter hatten.

Gruß, Ulrich

Beispiel Helmstedt (D 110) (1 B) [ 03 060 lief 600 km ]

geschrieben von: TransLog

Datum: 02.08.20 16:33

Hallo,

hier noch ein Beispielfoto aus Helmstedt, die uns erneut eine (fast) volle Tenderladung zeigt.


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/40923.jpg


01 165 (Bw Berlin-Ostbahnhof) ist mit D 110 (Berlin - Paris) in Helmstedt eingetroffen. Ab hier wird eine Hannoveraner V 200 den Zug übernehmen. Als Besonderheit besaß 01 165 gekürzte Windleitbleche, die von einer 44er stammten. (15.09.1967) Foto: Joachim Claus
(Eisenbahnstiftung)


Natürlich war die DR gehalten für, den Umlauf betreffend, volle Tenderladungen zu sorgen. Das war hier der Umlauf Berlin-Hlm-Berlin mit 400 km.

Wenn auf der Hamburger Strecke ein Durchlauf vorgesehen war, dann waren das 480 km für entweder Berlin-Hmb-Wittenberge, oder Wittenberge-Hmb-Berlin. Das waren Laufweiten, die auch vor den Bäderzügen im DR-Binnenverkehr kaum überschritten wurden.

Mein anfängliches Erstaunen über die Tenderladungen bei in Hamburg eintreffenden Interzonenzügen hat deutlich nachgelassen.

Kutschik/Sprang berichten im Hamburger Bahn-Buch, dass Anfang 1961, als der SVT 12.14 aus den Ext-Diensten nach Hamburg abgezogen werden musste, die 03 060 mit einem Drei- oder Vierwagen-Ersatzzug den 600 km-Umlauf durchgefahren sei.

Mit freundlichem Gruß, Ulrich
Moin Ulrich!

Und wieder was dazugelernt - Danke!

Gruß

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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