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Moin Helmut,

ein vor einigen Jahren verstorbener Nachbar, der von 1957 bis 1968 als Heizer in Osnabrück fuhr, erzählte mir, dass die Reichsbahnpersonale in der Kantine in HH immer etwas abseits saßen und man ihnen häufig qualitativ gute Kohle "spendete".

Viele Grüße

Martin
Gt2x4/4 schrieb (inhaltlich):
„1961“ — interessant!
Besaßen DR-Lok 1961 nur zwei Spitzenlichter?
Hallo,

für die Kennzeichnung der Zugspitze gab es damals™ kein besonderes Tagsignal; sowohl DR- als auch DB-Lok hätten auf tunnellosen Strecken am Tag theoretisch auch ohne Lampen verkehren dürfen (auch wenn sich das heute keiner vorstellen kann): [OT] 19.12.1976, 44 943 bei Saulgau: [www.drehscheibe-online.de] …



Walter

Re: nur ein paar Überlegungen...

geschrieben von: DR01

Datum: 31.07.20 11:13

Zitat: "Von einer offiziellen Bekohlung in HH würde ich nicht ausgehen, vor allem in politisch eisigen Zeiten."...

Die Bahnverwaltungen haben viel besser zusammen gearbeitet als man meinen möchte...
Da hätten sich schon damals Politiker einiges abschauen können...
Wie das bei der Kohle geregelt war vermag ich nicht zu sagen, aber als soo großes Problem sehe ich das nicht...


Gruß...Wolfgang
Hallo,

hier noch ein Stiftungsbild der 03 228 (Bw Osb), die am 30.4.63 mit halbleerem Tender mit D 163 nach Berlin ausfuhr.

Es ist zwar bekannt, dass es in Altona, Bebra und Hof zu gelegentlichen Bekohlungen kam, aber vereinbarungsgemäß erhielten DR-Lok dort keine Kohle. Die DR stellte ihre Umläufe so auf, dass bei der DB kein devisenpflichtiges Nachladen erforderlich war.


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/37669.jpg


Diese Aufnahme gilt auch zur Unterrichtung von Klaus-D. Holzborn, der mich gerade in einer PN für "dement" erklärt hat.
Wahrscheinlich glaubt er, dass der volle Tender der nach Hamburg einfahrenden 01 221 von der DB bekohlt wurde... ;-)


Mit freundlichem Gruß, Ulrich

Re: Wagenvielfalt auf Bild 1

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 31.07.20 17:49

Zugvogel92 schrieb:
Auf Bild 1 finde ich die Wagenvielfalt beeindruckend, fast jeder Wagen hat eine andere Form oder Länge.
Moin,

deshalb wollte ich anfangs sogar das Aufnahmedatum anzweifeln, denn eine solche Anhäufung von "Exoten" war 1961 bei der DB schon lange nicht mehr normal. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Waggons links neben der Lok aber als Fahrzeuge eines Bauzuges, und das erklärt dann so Einiges.

Viele Grüße
Helmut U.

Re: Bild 3 müßte Hamburg Hbf. sein

geschrieben von: Der Holsteiner

Datum: 31.07.20 20:55

Electroliner schrieb:
ich bin auch der Meinung, wir sehen den Zug in der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof in Richtung Dammtor.
Das Gewässer im Hintergrund müßte doch die Alster sein, den abfallenden Fußweg mit dem Zaun gibt es heute noch.
Bei dem Gebäude könnte es sich um das alte Stellwerk "Hn" von 1906 handeln, es war bis 1949 in Betrieb.

Absolut richtig, der abfallende Fußweg sieht auch heute noch ähnlich aus, und im Hintergrund ist die Außenalster zu erkennen. Die Gebäude sind natürlich inzwischen vollkommen verändert.
Auch die Antwort von Alberto stimmt, nämlich dass das sichtbare Gebäude der Speisepunkt der S-Bahn ist. Das genannte Stellwerk "Hn" stand etwas weiter links, gerade außerhalb des Bildes.
Wenn der Fotograf dieses Bildes auf die andere Straßenseite der Brücke geht und sich etwa um 90 Grad nach rechts dreht, hat er die Perspektive von Bild 1.

Viele Grüße,
Olaf

Unterwegshalte und Lokwechsel D 164

geschrieben von: TransLog

Datum: 31.07.20 21:40

Hallo,

hier die Fahrzeiten aus den uns betreffenden Fahrplänen. Leider liegt mir der Winter 1960/61 nicht vor, in dem die Aufnahmen der 01 221 entstanden sind. Im Sommer 1960 wurde noch in Wittenberge die Lok gewechselt.

Für die 01 158 gilt dann der Plan Winter 62/63, der letzte in dem Berliner Lok nach Hamburg fuhren.


S 60/61 D 164 [ Berlin Osb 12:12 -] Albrechtshof +13:03/20 - Wittenberge 14:42/52 - Schwanheide 16:10/35 - Hmb Hbf an 17.32 [ - Altona an 17:52)

S 61/62 D 164 [ Berlin Osb 12:10 -] Albrechtshof +13:02/15 - Wittenberge 14:34/43 - Schwanheide 16:07/26 - Hmb Hbf an 17.27 [ - Altona an 17:47)

W 62/63 D 164 [ Berlin Frie 11:57 -] Griebnitzsee an 12:38/54 - Hagenow Land +15:33/43 - Schwanheide 16:18/28 - Hmb Hbf an 17.27 [ - Altona an 17:47)


Gruß, Ulrich
Laut Bildunterschrift ist die Maschine auf dem Weg nach HH, im Sachsenwald bei Friedrichsruh.
[eisenbahnstiftung.de]
Der Tender zeigt einen deutlichen Berg Kohle.

Gruß

D 264 (404) Dresden - Hamburg

geschrieben von: TransLog

Datum: 01.08.20 00:08

Hallo,

sehr interessant.

Das ist der D 264 Dresden-Schwerin-Hamburg, erkennbar am BDms.

Lok wurde in Schwerin bekohlt (Schwerin - Hmb-Altona 131 km).


Gruß, Ulrich
Im Beitrag 11

steht der Kohleverbrauch der 01 519 während der Jahre 1999 bis 2007:
[www.1zu160.net]

das mag zwar nur ein angenäherter Wert sein ist aber ein Anhalt.
Von Schwerin bis HH sollten dann 2 Tonnen Kohle locker ausreichen.

Wenn man in der EBS nach "Interzonenzug" sucht findet sich eine Variation an unterschiedlich gefüllten Tendern
von DR Lok, meistens vor oder auf der Rueckfahrt.

22 043 mit vollem Tender in Bebra:
[eisenbahnstiftung.de]

Der Bebraer Kohlenkran im Einsatz am Tender der 22 052 :
[eisenbahnstiftung.de]

ob er DB Kohlen verlädt möchte ich nicht behaupten,kann es aber auch nicht ausschließen.
Zum einen könnte man Konterbande bergen oder verstecken , zum anderen vorziehen der Kohle mit Maschinenkraft.

Rappelvoll mit Kohle heimwärts:
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]

in Bebra angekommen:
[eisenbahnstiftung.de]
[eisenbahnstiftung.de]

Ähnliches auch in Hof:
[eisenbahnstiftung.de]

Gruß

Norbert

Beispiele aus Bebra und Hof

geschrieben von: TransLog

Datum: 01.08.20 03:41

Hallo Norbert,

feine Bilder hast Du da herausgesucht!

Während dokumentiert ist, dass es auch in Bebra mal Kohle gab, zeigt doch auch hier der Kohleberg der von Osten eingetroffenen Lok, dass die Strecke Erfurt- Bebra nur 101 km betrug, ja, wenn auch mit einer ganz besonderen Topografie.

Aber diese Züge wurden von Eisenach bis Förtha nachgeschoben und hatten in der Gegenrichtung Vorspann ab Gerstungen.

Bis 31.12.65 stellte die DB auch planmäßig eine Drucklok ab Bebra. Also viel Raum zum Nachbekohlen war wahrscheinlich gar nicht.

Das Beispiel aus Hof zeigt, dass die 22er von Reichenbach nur 74 km hinter sich hatte.

Wir sehen also, dass die ein bis zwei Greifer mit Kohle doch eher symbolischen Charakter hatten.

Gruß, Ulrich

Beispiel Helmstedt (D 110) (1 B) [ 03 060 lief 600 km ]

geschrieben von: TransLog

Datum: 02.08.20 16:33

Hallo,

hier noch ein Beispielfoto aus Helmstedt, die uns erneut eine (fast) volle Tenderladung zeigt.


https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/40923.jpg


01 165 (Bw Berlin-Ostbahnhof) ist mit D 110 (Berlin - Paris) in Helmstedt eingetroffen. Ab hier wird eine Hannoveraner V 200 den Zug übernehmen. Als Besonderheit besaß 01 165 gekürzte Windleitbleche, die von einer 44er stammten. (15.09.1967) Foto: Joachim Claus
(Eisenbahnstiftung)


Natürlich war die DR gehalten für, den Umlauf betreffend, volle Tenderladungen zu sorgen. Das war hier der Umlauf Berlin-Hlm-Berlin mit 400 km.

Wenn auf der Hamburger Strecke ein Durchlauf vorgesehen war, dann waren das 480 km für entweder Berlin-Hmb-Wittenberge, oder Wittenberge-Hmb-Berlin. Das waren Laufweiten, die auch vor den Bäderzügen im DR-Binnenverkehr kaum überschritten wurden.

Mein anfängliches Erstaunen über die Tenderladungen bei in Hamburg eintreffenden Interzonenzügen hat deutlich nachgelassen.

Kutschik/Sprang berichten im Hamburger Bahn-Buch, dass Anfang 1961, als der SVT 12.14 aus den Ext-Diensten nach Hamburg abgezogen werden musste, die 03 060 mit einem Drei- oder Vierwagen-Ersatzzug den 600 km-Umlauf durchgefahren sei.

Mit freundlichem Gruß, Ulrich
Moin Ulrich!

Und wieder was dazugelernt - Danke!

Gruß

Helmut

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