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Seiten: 1 2 All Angemeldet: -
Cargoknipser schrieb:
Allerdings waren die E44 buchmässig alle in Hirschberg stationiert, es gab ja auch nicht viele in Schlesien.
Hier findet man in Hirschberg stationierte Loks:
- [www.revisionsdaten.de] .

Gruß aus Magdeburg

Klaus

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - betriebliches

geschrieben von: Steffen Buhr

Datum: 30.07.20 21:36

Scherri schrieb:
Der Fototograf steht jedenfalls in Gleis 5, eventuell nach Einfahrt des D193? Der Signalschirm Gleis 5 Richtung Westen ist als Schatten auf dem Mantel der Dame mit dem weißen Krug zu erkennen.
Für den Schatten eines dieser Signale ist der über die Gleise bis zu der Dame zu schmal, vergleiche das mal mit dem des P.

Zitat:
Die Signale im Hintergrund sind das am Gleis 1 und das aus dem Stummel Gleis 61 für die kurzen Reisezüge Richtung Ruhbank und Liebau.
Ist zwar nebensächlich aber m. E. täuscht das. Die Signale sind nicht so hoch, sieh Dir mal das P an, Höhe der Bühne etwa Höhe des Wagendaches bzw. des W des Wartezeichens. Es gab damals Regelausführungen mit 5,7 m, 7,3 m und 8,6 m Höhe Mitte des oberen Lichtpunktes. Regelfahrdrahthöhe war doch damals auch schon 5,5 m, oder? Das vordere der beiden ist deshalb das am Gleis 2 und hieß 1935 O, das hintere am Gleis 1 war N. Das am Gleis 4 war 1935 wie im Foto P, Gleis 5 hatte kein Signal in dieser Richtung, Gleis 6 gab es nicht mehr und an Gleis 7 stand G. Den Plan hast Du, wenn mich nicht alles täuscht. Im polnischen Plan muß also das P ans Gleis 4 und O muß ans Gleis 2.

Besten Gruß

Re: Stellwerk Wg in Waldenburg Hbf oder Walbrzych Glowny

geschrieben von: Mw

Datum: 30.07.20 23:25

Hirschberg bekam fabrikneu zugeteilt (bzw sogar dort abgenommen?) die Siemens/Krauss-Maffei Loks E 44 043-050 (also 8 Stücke) im Frühjahr/Sommer 1936.
Dazu kam (für mich etwas fragwürdig) die E 44 127 am 31.12.1943 (!).
Ob E 44 von anderen BWs nach Hirschberg umstationiert wurden, weiß ich nicht bzw würde mich mal interessieren.

Gruß
Mw

Nachtrag: lt. revisionsdaten.de gehörte die E 44 044 nicht zu den Hirschberger Loks, sie war zunächst in Augsburg abgenommen bzw stationiert.

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 23:38.

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - betriebliches

geschrieben von: Mw

Datum: 30.07.20 23:29

Auf dem Gleisplan sind Formsignale eingezeichnet, 1944!

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - betriebliches

geschrieben von: Steffen Buhr

Datum: 30.07.20 23:34

Mw schrieb:
Auf dem Gleisplan sind Formsignale eingezeichnet, 1944!
Jo, das war das damals übliche Symbol, bei Lichtsignalen mit einem kleinen Kreuz darüber.

Besten Gruß

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - betriebliches

geschrieben von: Mw

Datum: 30.07.20 23:44

Kleine Kreuze sehe ich auf dem Plan auch nicht. Und: in Gleis 2 ist gar kein Hauptsignal verzeichnet... (Auf dem Bild sehen wir aber ein Lichtsignal).

Mir kommen (auch wegen Abweichungen beim Stellwerk - keine Kanzel usw.) inzwischen Zweifel, ob es sich wirklich um die Örtlichkeit Waldenburg-Dittersbach handelte.
Auf dem Plan ist das Stw übrigens mit "Dmt" und nicht "Wg" bezeichnet.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - betriebliches

geschrieben von: Mathias Hiller

Datum: 31.07.20 02:33

Mw schrieb:
Mir kommen (auch wegen Abweichungen beim Stellwerk - keine Kanzel usw.) inzwischen Zweifel, ob es sich wirklich um die Örtlichkeit Waldenburg-Dittersbach handelte.
Beim Schwarzweißbild hat das Geld gereicht, um unter der Kanzel einen dunklen Fleck anzubringen.^^Ach nee, da flüchtet sich der Schatten vor dem Sonnenlicht unter die Kanzel … Bild ggf. in separatem Fenster oder Tab öffnen und dann vergrößern. Der Rest zeigt sich dem geübten Auge sogleich.

Mw schrieb:
Auf dem Plan ist das Stw übrigens mit "Dmt" und nicht "Wg" bezeichnet.
Wenn der – möglicherweise nicht ganz perfekte – Plan das Jahr 1944 abbilden soll, dann wäre Wg statt Dmt (Dittersbach Mittelturm?) ein arger Vorgriff auf die Zukunft, was üblicherweise nur in phantastischen Büchern, Filmen oder in dem Fernseher drin vorkommt. ;-)
Moin,

zwar nur ein Nebenaspekt, aber das es fuer die Soldaten nach Hause ging möchte ich nicht so recht glauben.
Die Westfront war deutscherseits sehr schwach besetzt:

Zitat:
Alfred Jodl sagte bei den Nürnberger Prozessen: „Dass wir nicht bereits im Jahr 1939 gescheitert sind, war nur dem Umstand zu verdanken, dass während des Polenfeldzuges die schätzungsweise 110 französischen und britischen Divisionen im Westen komplett inaktiv gegen die deutschen 23 Divisionen gehalten wurden.

Auch sollte auf Hitlers Befehl hin Frankreich noch 1939 angegriffen werden:

Zitat:
Zum Entsetzen der Generalität des Oberkommandos des Heeres (OKH) unter Walther von Brauchitsch wurde aus der Vermutung mit Befehl vom 31. Oktober 1939 Gewissheit: der Angriff wurde trotz massiver Bedenken des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) bezüglich Kampfstärke und Munitionsversorgung der Wehrmacht auf den 12. November 1939 eine Viertelstunde vor Sonnenaufgang festgesetzt.

Aus:
[de.wikipedia.org]

Zitat:
Hitlers Entschluss zum Angriff im Westen wurde definitiv, als ein positives Echo auf seine „Friedensrede“ vom 6. Oktober ausblieb.[25] Schon am 9. Oktober, als die Wirkung seiner Rede sich noch nicht abzeichnen konnte, hatte Hitler eine Denkschrift zum Thema Notwendigkeit des sofortigen Angriffs fertiggestellt und die Weisung Nr. 6 für die Kriegführung (Geheime Kommandosache, OKW Nr. 172/39) erlassen.[26] Kurz darauf nannte er die Zeit zwischen dem 15. und 20. November als Angriffstermin. Am 23. November 1939 teilte er der Generalität in einer Ansprache seinen „unabänderlichen Entschluss“ mit, England und Frankreich „zum günstigsten und schnellsten Zeitpunkt anzugreifen“.[27]

Aus:
[de.wikipedia.org]


Demnach war im Herbst 1939 wohl keine bis sehr wenig Zeit fuer Heimaturlaub oder wiedereinruecken in die heimische Kaserne.
Es galt ja schnellstens gegen Frankreich zu ziehen.

Gruß

Norbert

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - betriebliches

geschrieben von: Steffen Buhr

Datum: 31.07.20 09:31

Moin!

Mathias Hiller schrieb:
Wenn der – möglicherweise nicht ganz perfekte – Plan das Jahr 1944 abbilden soll, dann wäre Wg statt Dmt (Dittersbach Mittelturm?) ein arger Vorgriff auf die Zukunft, was üblicherweise nur in phantastischen Büchern, Filmen oder in dem Fernseher drin vorkommt. ;-)
Mittelturm kommt hin, das Stw an der Einfahrt aus Richtung Hirschberg hieß Dwt, das an der Glatzer Seite Dot, das an der Breslauer Dnt. Im Plan sind die nicht bezeichnet. Der hat noch mehr Fehler, den dreiflügligen Signalbegriff gab es als Lichtsignal nicht u.a. Mal sehen, ob da jemand offene Ohren hat …

BEsten Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 09:34.

E 44 044 (die echte) - E 44 050 kommen in Frage

geschrieben von: Weißfahrer

Datum: 31.07.20 14:43

Mw schrieb:
Nachtrag: lt. revisionsdaten.de gehörte die E 44 044 nicht zu den Hirschberger Loks, sie war zunächst in Augsburg abgenommen bzw stationiert.

Das liegt daran, dass es um 1958 (warum, weiß ich nicht) zu einem Nummerntausch mit E 44 063 kam, der nie wieder rückgängig gemacht wurde. Bei revisionsdaten.de ist das, besonders in Bezug auf die Erst-Bw´s, nicht klar erkennbar.
E 44 043 war bei Kriegsbeginn bereits nach Salzburg gewechselt, E 44 127 noch nicht fertiggestellt. Auf dem Foto ist also eine der sieben Loks von 044 bis 050 abgebildet. Schön wäre es, wenn sie sich aufgrund eventueller baulicher Merkmale identifizieren ließe. Gibt es hier einen E44-Spezialisten, den man fragen könnte? Auch ein größerer Bildausschnitt der Lok würde sicher helfen.

Die Lok nochmal in groß (1 B.)

geschrieben von: vagabundulus

Datum: 31.07.20 22:25

Zitat: Auf dem Foto ist also eine der sieben Loks von 044 bis 050 abgebildet.

Die Papierbilder sind zwar winzig (ca. 5 x 5 cm), aber Kontaktabzüge, die trotz ihrer geringen Größe unglaublich viel hergeben. Leider lässt die Schärfe, wie so oft, zu den Rändern hin etwas nach:

144 ... 1939 Lok.jpg

Auf dem Nummernschild ist auch bei diesem feinkörnigen Bild nichts zu erkennen. Einzige Chance wäre eine bauliche Besonderheit der Lok, die aber in den damals noch jungen Jahren unwahrscheinlich ist.

Re: Die Lok nochmal in groß (1 B.)

geschrieben von: Rodachtaler

Datum: 01.08.20 11:39

Hallo,

bauliche Besonderheit an der abgebildeten E 44 ist die Glocke über dem oberen Spitzenlicht. ich habe bisher keine Aufnahme der infrage kommenden E 44 mit Glocke gefunden. Vielleicht kennt ja jemand ein Foto von E 44 044 bis E 44 050 mit Glocke?

Wochenendgrüße vom Rodachtaler!

E 44 in Hirschberg

geschrieben von: dampfbahner

Datum: 01.08.20 18:35

Hier findet man eine bessere Übersicht der E 44 in Hirschberg, allerdings kein Hinweis auf Glocken:
- [www.zackenbahn.de] .

Hilft jetzt hier nicht weiter, aber bei der Suche stieß ich noch auf eine E 44 mit Glocke (E 44 105 in die Volltextsuche eingeben):
- [eisenbahnstiftung.de] .
Weiter E 44 102 (144 502):
- [www.elektrolok.de] .
Dort liest man, daß die Glocken von der 144 504 und 144 507 stammten.

Gruß aus Magdeburg

Klaus




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 18:36.

Re: E 44 044 (die echte) - E 44 050 kommen in Frage

geschrieben von: Rodachtaler

Datum: 04.08.20 13:20

Hallo an alle Freunde der E 44!

Die Glocke war doch die Lösung: Bei der abgebildeten E 44 handelt es sich um E 44 050.
Im EK-Buch "Die Baureihe E 44" aus dem Jahr 2009 wird auf Seite 35 der Einbau von Läutewerken ab
Anlieferung bei den Lokomotiven E 44 070 und E 44 071 beschrieben. Ebenfalls in dem erwähnten
EK-Buch ist auf Seite 347 E 44 050 in Krummhübel abgebildet. Wenn man das Bild vergrößert ist
das Läutewerk gut zu erkennen. Nachdem die anderen schlesischen E 44 sicher kein Läutewerk hatten,
bleibt nur E 44 050. jetzt wäre nur noch interessant, warum E 44 050 ein Läutewerk bekam. Vielleicht als
Testversion für die beiden Freilassinger E 44 070 und 071?

Grüße vom Rodachtaler!

Re: E 44 044 (die echte) - E 44 050 kommen in Frage

geschrieben von: Steffen Buhr

Datum: 04.08.20 13:48

Rodachtaler schrieb:
jetzt wäre nur noch interessant, warum E 44 050 ein Läutewerk bekam.
Die Strecken Hirschberg–Polaun, Hirschberg—Zillerthal-Erdmannsdorf–Landeshut und Zillerthal-Erdmannsdorf—Krummhübel waren Nebenbahnen.

Besten Gruß
Wenn die E 44 050 auf der Strecke nach Krummhübel eingesetzt war, brauchte sie die Glocke für die dortigen Bahnübergänge. Da konnte sie dann mit den sonst eingesetzten ET 87 und ET 89 um die Wette bimmeln...

Gruß
Wolfgang-D.

Re: E 44 044 (die echte) - E 44 050 kommen in Frage

geschrieben von: vagabundulus

Datum: 05.08.20 10:47

Zitat:
Nachdem die anderen schlesischen E 44 sicher kein Läutewerk hatten,
bleibt nur E 44 050.

Danke für den Hinweis. Dann dürfte sogar die Nummer geklärt sein, vorausgesetzt, die anderen Loks hatten wirklich keine Glocke. Warum bist du dir da so sicher?
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -