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Die folgenden Bilder sollen während der Rückkehr aus Polen nach Hessen im Herbst 1939 entstanden sein. Besonders interessant finde ich den Beifang des Fotografen in Gestalt der E 44 und der altertümlichen Oberleitung, wobei es anhand der Lichtsignale nicht schwer sein dürfte, den Bahnhof zu identifizieren.

144 ... 1939 klein.jpg

Am linken Bildrand schienen mir die Hallenbögen von Leipzig Hbf zu stehen. Dort gibt es aber erst seit 1960 Lichtsignale. Auch ein solches Stellwerk konnte ich dort nicht finden. Außer R9, das es aber nicht sein kann, gibt es in Leipzig kein Stellwerk in diesem Baustil. In Halle war ebenfalls nichts Passendes zu finden. Vielleicht stammt das Foto auch vom schlesischen Netz, auf dem ich mich aber nicht auskenne. Jemand von euch wird den Ort sicher schneller herausfinden als ich.

Wenn wir schon dabei sind: Unterwegs fotografierte der Soldat auch in einem Industriegebiet:

1939 Bergbaugebiet (1) klein.jpg

1939 Bergbaugebiet (2) klein.jpg

Die Bilder müssten dann entweder aus Oberschlesien oder aus Mitteldeutschland stammen, wobei der Bergbau in letzterem damals noch nicht den Umfang wie später zu DDR-Zeiten hatte, abgesehen vielleicht vom Mansfelder Land. Aber auch da bin ich kein Fachmann. Erkennt jemand von euch die Gegend?

Danke für Antworten.

P.S. Soeben bemerke ich auf dem zweiten Bild den Schriftzug einer Firma aus Waldenburg. Dann stammt wohl die ganze Serie aus Schlesien. Bleibt nur noch der Bahnhof zu klären.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 16:07.
nix, falscher Gedanke





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 16:38.
Moin!
vagabundulus schrieb:
Die folgenden Bilder sollen während der Rückkehr aus Polen nach Hessen im Herbst 1939 entstanden sein. Besonders interessant finde ich den Beifang des Fotografen in Gestalt der E 44 und der altertümlichen Oberleitung, wobei es anhand der Lichtsignale nicht schwer sein dürfte, den Bahnhof zu identifizieren.
Danke für das Foto, solche mit den Lichtsignalen sind doch recht selten. Rückkehr kommt hin, der Zug steht im Bf Dittersbach in Richtung Westen. Das Stw gibt es heute noch, es steht gegenüber der Drehscheibe, siehe [www.openstreetmap.org] oder Gugelerde.

Besten Gruß

Edit: Link korrigiert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 16:14.

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause (3 B. und viele Fragen)

geschrieben von: DWR

Datum: 29.07.20 16:46

okay war eine falscher Gedanke, Dittersbach war auch meine erste Idee, hatte nur kein Vergleichsbild gefunden auf die Schnelle



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 16:47.

Stellwerk Wg in Waldenburg Hbf oder Walbrzych Glowny

geschrieben von: CSD bahner

Datum: 29.07.20 16:46

maxresdefault.jpg
eine-alte-drehscheibe-bahnhof-wa322brzych-894518.jpg

Diese beiden Fotos habe ich auf Google gefunden, die glaube ich das gleiche Stellwerk wiedergeben wie auf Bild 1 aus dem Jahr 1939.
Es steht gegenüber dem Bw Waldenburg im Hbf Waldenburg, nun Walbrzych Glowny.
Hier ein Signal gleicher Bauart im Bahnhof Niedersalzbrunn bei Waldenburg (gleiches signal sieht man Bildrand Bild 1)
sig8g.jpgä
CSD bahner schrieb:
Hier ein Signal gleicher Bauart im Bahnhof Niedersalzbrunn bei Waldenburg (gleiches signal sieht man Bildrand Bild 1)
Dieses von der schlesischen Strecke Ruhbank—Waldenburg-Dittersbach—Königszelt und noch viel mehr zum Thema Lichttagessignale bei der DRG bei Blocksignal.de von Steffen Buhr.

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - unteres Foto

geschrieben von: Scherri

Datum: 29.07.20 17:14

Hallo, Bahnhof ist ja nun geklärt. Die alten Joche stammen noch von der Elektrifizierung 1914. Rechts im Bild ein Mast mit Stützisolatoren. Diese Bauart kam Mitte der 1920er Jahre auf. Das untere Foto zeigt m.E. im Hintergrund Waldenburg und wurde nach Verlassen des Bahnhofs Altwasser aufgenommen. Irgendwo dort unten versteckt sich hinter den Schornsteinen und Kühltürmen der Güterbahnhof Waldenburg unt. Bf., Ziel der ehem. Breslau-Freiburger-Eisenbahn. Das mittlere Foto kann ich nicht nach Waldenburg einsortieren. Dort passen Sonnenstand, Horizont und Bauwerke nicht zusammen.

Gruß Thomas

Edit: Fehlerteufel beseitigt

http://www.elektrische-bahnen.de/images/signatur.jpg Elektromobilität? Gibt es seit 1879!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 17:16.
Einige OL-Masten von damals sind auch heute noch (verändert) in Benutzung.
Konnte aber nicht feststellen, ob die heutigen Signale auch die alten Masten nutzen, die PKP hat die deutschen Lichtsignale ja wieder in Betrieb genommen.

MfG die Nordsüd S-Bahn

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - unteres Foto

geschrieben von: vagabundulus

Datum: 29.07.20 17:23

Hallo Thomas,
vom Sonnenstand her hat der Fotograf einmal rechts und einmal links aus dem Zug fotografiert, vermutlich kurz hintereinander.
Nord_süd_bahn schrieb:
Einige OL-Masten von damals sind auch heute noch (verändert) in Benutzung.
Konnte aber nicht feststellen, ob die heutigen Signale auch die alten Masten nutzen, die PKP hat die deutschen Lichtsignale ja wieder in Betrieb genommen.
Auf den neuzeitlichen Bildern im Beitrag weiter oben sind ein paar dieser alten Fahrleitungsmaste zu sehen. Zur Geschichte der Lichtsignale bei den PKP siehe ganz unten auf der Seite Ruhbank—Waldenburg-Dittersbach—Königszelt (Schlesien) in diesem auf Blocksignal.de
Danke, die Seite kenne ich. Schon sehr alt die Website. Hat so ein Signal museal überlebt oder liegt in der Ecke rum, weiss jemand was?

MfG die Nordsüd S-Bahn

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - unteres Foto

geschrieben von: Steffen Buhr

Datum: 29.07.20 20:00

Moin!

Scherri schrieb:
Das mittlere Foto kann ich nicht nach Waldenburg einsortieren. Dort passen Sonnenstand, Horizont und Bauwerke nicht zusammen.
Ist wohl auch dort, schade, daß der Kilometerstein nicht lesbar ist. Das ist mit Blick nach Norden in der Einfahrt in den Bf Waldenburg, heute Wałbrzych Fabryczny, der Pfeil auf dem Stein zeigt dementsprechend nach rechts. Im Hintergrund der Juliusschacht. Die Stelle bei [www.openstreetmap.org] und im Bild

https://www.blocksignal.de/dso/waldenburg01.jpg

Besten Gruß
Nord_süd_bahn schrieb:
Konnte aber nicht feststellen, ob die heutigen Signale auch die alten Masten nutzen, die PKP hat die deutschen Lichtsignale ja wieder in Betrieb genommen.
Die polnischen Signale nutzen nicht die alten Maste(!), sondern das sind die dort üblichen Rundmaste.

Besten Gruß
Danke, das ist der Treffer. Dann sind im Hintergrund also Berge und keine Bahnhofshalle. Das ist aber nicht das Bw Dittersbach, wo die E-Loks beheimatet waren, oder? Wo lag das?
Doch, der Zug steht direkt davor, das BW ist links. Allerdings waren die E44 buchmässig alle in Hirschberg stationiert, es gab ja auch nicht viele in Schlesien. In Dittersbach waren die E91 uns später auch einige E94 beheimatet.

VG Günter
Ich kenne in Schlesien keine deutschen Lichtsignale im Betrieb. Es gibt noch einige Originalmasten, die z. T. noch einzeln stehen oder heutzutage die polnischen Traversen tragen. Man findet die noch in Janowitz, Merzdorf oder Ruhbank. Gibt sicherlich noch einige mehr.

VG Günter

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - unteres Foto

geschrieben von: Scherri

Datum: 30.07.20 10:54

Ja, passt. Dann hat der Fotograf zur gleichen Seite rausgeknipst, nämlich in Fahrtrichtung links, sofern der Zug von Königszelt nach Dittersbach fuhr.

http://www.elektrische-bahnen.de/images/signatur.jpg Elektromobilität? Gibt es seit 1879!

Re: 1939: Mit der E 44 nach Hause - betriebliches

geschrieben von: Scherri

Datum: 30.07.20 11:36

Wenn ich das auf dem Foto mit E44 und auch die wenigen Unterlagen zu den Gleisanlagen ansehe, dann steht der Zug auf Gleis 2, d.h. dem Gegenrichtungsgleis! Das ergibt betrieblich einen schönen Engpass und nur Sinn im Fall einer Überholung auf der Hauptstrecke Richtung Westen oder der Zug macht Kopf und fährt Richtung Glatz weiter. Letzteres ist auch wenig wahrscheinlich, weil dann ein anderer Laufweg sinnvoller gewesen wäre. Um die Mittagszeit (Zeitpunkt der Aufnahme) kam aus Richtung Westen der D193 nach Glatz. Da störte der Zug nicht. Aber für ein mittägliches Personenzugpaar, lauf Friedensfahrplan 1939 beide Richtungen Ankunft 12.13 Uhr wäre der Fdl wsl. ganz schön ins Schwitzen gekommen. Die Soldaten vertreten sich Ihre Füße jedenfalls auf dem Stummel Gl 3 (siehe Gleissperre) zwischen Gleis 2 und 4. Hier ein Gleisplan, dem ich aber bzgl. Signalbezeichnungen (Signal P) nicht vertraue. Da verlasse ich mich lieber auf die Oberleitung und die Anordnung der Isolatoren. Der Fototograf steht jedenfalls in Gleis 5, eventuell nach Einfahrt des D193? Der Signalschirm Gleis 5 Richtung Westen ist als Schatten auf dem Mantel der Dame mit dem weißen Krug zu erkennen. Die Signale im Hintergrund sind das am Gleis 1 und das aus dem Stummel Gleis 61 für die kurzen Reisezüge Richtung Ruhbank und Liebau.

VG Thomas

http://www.elektrische-bahnen.de/images/signatur.jpg Elektromobilität? Gibt es seit 1879!
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