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Re: Sag niemals nie -was war zum B, mit Wartha ??

geschrieben von: V80max1

Datum: 29.06.20 13:26

Hallo,

du wirst es kaum glauben, aber es gab auch GV DURCH die DDR :-))

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Schwanheide oder Kuhlenfeld

geschrieben von: V80max1

Datum: 29.06.20 13:30

nein,genauso wie Vorsfelde der für den Übergang Oebsifelde war......

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Zollvorführer

geschrieben von: V80max1

Datum: 29.06.20 13:38

Hallo,

dann hast du aber nicht richtig aufgepasst :-)

Zollvorführer ist ein Begriff aus dem Zollgesetz und bezeichnet denjeniegen , der Waren zur Verzollung anmelden muss.

Und bei der Eisenbahn sind das normalerweise die Abfertigungsbeamten, die den Frachbrief bearbeiten und das nicht nur an der Innerdeustchen Grenze, sonder zur damaligen Zeit an jeder Grenze.

Und Frachtgut das Zollpflichtig ist, darf nur der Zoll öffnen und sonst niemand und ich bezweifle, das der Zoll der DDR das anders gehandhabt hat. Viel mehr vermute ich (da ja an den Güst mehr Stasi als alles andere wahr) daß sich da Leute "bedient" haben.

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl
Hallo,

grundsätzlich war zur damaligen Zeit jeder Versand aus dem Gebiet der BRD in ein anderes Land Zollpflichtig.

Das war in etliche Wälzern des Zollgesetezs und vielen Anlagen geregelt , außerdem bekamen Unternehmen von bestimmten Branchen auch regelmäßig aktualisierte Listen mit den Exportverboten/Beschränkungen für bestimmte Güter.

Um es vereinfacht auszudrücken,musste jeder Absender seinen Frachtpapieren (bei der Eisenbahn also dem Internationalen Frachtbrief) Zollpapiere mit den enstprechenden Stempeln beifügen, sonst durfte man die Sendung nicht annehmen zur Beförderung.

Außerdem wurde vom Zoll kurz vor dem Verlassen des BRD-Gebietes am jeweiligen Grenzbahnhof noch einmal der Verschlußzustand (Zollplomben) bei Güterwagen kontrolliert

Analoges galt übirgens auch für den Warenverkerh mit Lkw, auch dort gab es spezielle Grenzübergänge für diesen Verkehr wie zum B. Elten Autobahn nach/von den NL.


Als 1973 der Grundlagenvertrag zwischen der BRD und der DDR in Kraft trat, galt für Waren nach Berlin (West) ein vereinfachtes Verfahren.,nämlich grundsätzlich keien Zollvorführung mehr, sondern nur noch ein sogenannter Warenbegleitschein in dreifacher Ausfertigung,vowon 1 Teil dem Absender abgestempelt übergeben wurde und 2 Teile die Sendung begleiteten.

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Zollvorführer

geschrieben von: Posten 60

Datum: 29.06.20 14:42

Moin auch,

in der Deutschen Demokratischen Republik gab es keine Beamten, nur Arbeiter und Bauern. Der Zollvorführer hat sich vom Ladegut einsauen lassen und hat geschuftet, also war er Arbeiter. Der Zöllner der DDR war kein Beamter, war aber schlau genug, sich nicht mit der Ladung persönlich abzuplagen, nun wird die Auswahl, was er denn war, schon eng. Und die Firmengeflechte um Mielke, Schalck und Strauß, von Deutrans und Richard Ihle, wiederum zeugten von steter akkurater Einhaltung preußisch- deutscher Zollvorschriften beider deutscher Staaten zum Wohle des Weltfriedens.
(Waffensysteme z.B. hießen "Maschinenteile s.n.g." )
Meine Antworten auf die gestellten Fragen bezogen sich eher darauf, wie es einst war, meine eigene und meines Vaters erlebte Geschichte und nicht primär, wie es zu sein hatte, was einst alles so in den Dienstvorschriften stand, das kann man auch im Antiquariat nachlesen.

Gruß Nils

Re: Zollvorführer

geschrieben von: V80max1

Datum: 29.06.20 15:32

Hallo,


also komisch das 90 % der DDR-Zöllner auch nach der Wende (dann als Beamte) beim Zoll blieben :-)


Zitat
(Waffensysteme z.B. hießen "Maschinenteile s.n.g." )
Nun, das ist doch für die Einzelteile zutreffend...denn was will man mit einer Wiege oder einem Rohrhalter alleine anfangen ??

Wobei aber der Absender und Empfänger meistens viel mehr verrät, denn aus Suhl oder Wiesa zum B. kamen selten Haartrockner.

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Zollvorführer

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 29.06.20 16:32

V80max1 schrieb:
also komisch das 90 % der DDR-Zöllner auch nach der Wende (dann als Beamte) beim Zoll blieben :-)

Naja, warum sollten Leute mit speziellen Fachkenntnissen nicht weiter beschäftigt werden, wenn man sie brauchte? (Die Stasi legte gerade Wert darauf, aus bestimmten Berufsgruppen oder Leitungsebenen KEINE Leute zu rekrutieren.)
Die meisten DDR-Verkehrs- und etliche Kriminalpolizisten blieben auch nach der Wende solche. Deren Arbeitsinhalt ist vom politischen System nicht gar so sehr beeinflusst.

Gruß Thomas

Re: Schwanheide oder Kuhlenfeld

geschrieben von: TWA

Datum: 29.06.20 16:52

>>> nein,genauso wie Vorsfelde der für den Übergang Oebsifelde war......

Wie "Nein"?
Worauf bezieht sich das "Nein"?
Daß Vorsfelde der Grenzzollbahnhof für den Grenzübergang Oebisfelde war?
Welcher Grenzübergang wurde denn im Frachtbrief aufgeführt?

Re: Zollvorführer

geschrieben von: V80max1

Datum: 29.06.20 18:29

Hallo,

das:
Zitat
Die meisten DDR-Verkehrs- und etliche Kriminalpolizisten blieben auch nach der Wende solche
Ja dank ihrer "Seilschaften", denn wie eine Untersuchungskommision des Bundestages 1999 feststellte, wurde da gewaltig "Getrickst" .

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Schwanheide oder Kuhlenfeld

geschrieben von: V80max1

Datum: 29.06.20 18:34

Hallo,

im Frachtbiref wurde oft gar keiner Aufgeführt, weil das den Absender nicht immer interessierte.

Die Zollgestellung war und ist immer die Aufgabe des jeweiligen Frachtführes.

Und nur neben bei bemerkt, Zollgrenzbahnhöfe gab es nicht nur zur DDR, sondern auch zu den anderen Nachbarländern in Europa bis zur Einführung der EU.

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Hier mal als Beispiel Gutenfürst - Hof

geschrieben von: OZL-Lokd.

Datum: 29.06.20 19:19

In dem Zugförderungsbericht der damaligen OBL Süd 1970 hieß das amtlich so:
Scan 70 Gutenfürst.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 19:57.
Hallo Karl,

Zitat:
..grundsätzlich war zur damaligen Zeit jeder Versand aus dem Gebiet der BRD in ein anderes Land zollpflichtig.

Ich kann mir nicht vorstellen,dass im innerdeutschen Warenverkehr die westdeutsche Chemieindustrie für aus der DDR bezogene chemische Vorprodukte an das bundesdeutsche Zollamt Zoll bezahlt hat.Genausowenig,wie Neckermann auf die DDR-Möbel oder -Textilien Zoll bezahlt hätte.
Ich nehme eher an,dass das örtliche Zollamt beim Empfänger in die entsprechenden Papiere geschaut hat und die Zahlen für die Statistik an das Wirtschaftsministerium weitergegeben hat.

Viele Grüsse

Hans Horst

In der DDR...

geschrieben von: Georgi

Datum: 29.06.20 20:06

Gab es nicht nur Arbeiter und Bauern! Es gab noch die Werktätigen und die Werktätige Intelligenz. So würde ich die Angehörigen von Zoll,und Armee zu den Werktätigen verorten. Intelligenz ist wohl zu viel. Problem ist das MfS. Arbeiter? Nein. Bauern?Nein. Intelligent? Nur die HVA.

Also da sind noch Fragen offen. :-))

Das war ja auch sinnvoll!

geschrieben von: Georgi

Datum: 29.06.20 20:09

V80max1 schrieb:
Hallo,

das:
Zitat
Die meisten DDR-Verkehrs- und etliche Kriminalpolizisten blieben auch nach der Wende solche
Ja dank ihrer "Seilschaften", denn wie eine Untersuchungskommision des Bundestages 1999 feststellte, wurde da gewaltig "Getrickst" .

Ist in der Bundesrepublick ja Staatsräsong.

Re: Schwanheide oder Kuhlenfeld

geschrieben von: TWA

Datum: 29.06.20 23:09

>>> im Frachtbiref wurde oft gar keiner Aufgeführt, weil das den Absender nicht immer interessierte.

Dann darf er sich aber nicht wundern, wenn sein Wagen über die teure Sightseeingroute gefahren und abgerechnet wird.
S&H schrieb:
Mischte bei der Güterzugabfertigung die Grenztruppe mit?


Die sicherten auf jeden Fall den Frieden, den Kontrollort der Zollorgane gegen Agressoren, Kriegstreiber und illegalen Grenzübertritt durch Spione und Sabogenten. Und überhaupt.
Also die Jungs mit den Kalaschnikow meine ich jetzt.
Nach Playboy und Bildzeitungen suchten die nicht - in Reisezügen jedenfalls.

Zwei Zollorgane beim posen:
[commons.wikimedia.org]

in Ffo:
[commons.wikimedia.org]

Interessant der Text:
ADN-ZB Donath Ex- und Import
Handelsverträge und Vereinbarungen zum gegenseitigen Warenaustausch zwischen der DDR und der Sowjetunion, sowie zwischen der DDR und den Volksdemokratien, bilden die Grundlage für den verstärkten Außenhandel.
UBz: Einen Güterzug mit Profileisen, Walzblechen, Roheisen und Rohstahl übergibt ein Soldat der sowjetischen Begleitmannschaft dem Kollegen vom deutschen Zoll auf dem Güterbahnhof Frankfurt/Oder. Aufn. März 1951


Ob die sich nicht in der Fahrtrichtung des Zuges vertan haben? "Roheisen und Rohstahl" macht auch viel Sinn.

Gruß

Norbert

Re: Schwanheide oder Kuhlenfeld

geschrieben von: V80max1

Datum: 30.06.20 13:34

Hallo,

die Güterwagen wurde nach den Leitungsvorschriften befördert und da ging es auch im Ausland nach Zielbahnhöfen.

Viele Sondertarife (vor allem im Montanbereich der EWG) sahen ja sowieso feste Frachten für die Strecken einer Verwaltung vor.

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Und was willst du uns dadurch sagen ?? (o.w.T)

geschrieben von: V80max1

Datum: 30.06.20 13:36

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.20 13:36.
Hallo,



wenn du aus dem Urlaub von Malle kommst,läßt der Zoll dich da durch oder macht er Stichproben ??

Ob man was bezahlen muß oder nicht, hängt von der jeweils gültigen Gesetzgebung ab und nicht woher oder wohin das ganze geht.

Deswegen wurde und wird überall kontrolliert auch der Warenverkehr.

Ob daher BASF oder Neckerman Einfuhrabgaben entrichten mussten ließe sich nur anhand der zum Lieferzeitpunkt geltenden Gesetzeslage feststellen, ich weiss aber sicher, das auf dem Teil des internationalen Frachtbriefes (Empfangsblatt) der Zollstempel war.

Denn von diesen Teilen habe ich hunderte eingetastet in Essen,denn das wurde in der Zentralstelle für Betriebswirtschaft und Datentechnik (Rechenzentzrum) in deren EdV-Anlage in Mainz gespeichert und überprüft und daraus unter anderem auch die Statistikdaten für mehrere Behörden generiert.
Wobei ich mich heute noch Frage, wieso die DR das gleiche Papier hatte wie die FS , nur das man die Handschriften der Reichsbahner immer lesen konnte während bei den Italienern wohl viele Doktoren im Nebenjob gearbeitet haben müssen :-)
Zum Glück hat man es im Wagenladunsgverkehr ja meistens mit den gleichen Güterarten in einer Verbindung zu tun und so konnte man dann "Erahnen" was das hießen sollte.

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Schwanheide oder Kuhlenfeld

geschrieben von: TWA

Datum: 30.06.20 15:31

>>> die Güterwagen wurde nach den Leitungsvorschriften befördert und da ging es auch im Ausland nach Zielbahnhöfen.

Sorry, die Leitungsvorschrift orientiert sich an dem Grenzübergang, der im Frachtbrief angegeben wird. Wenn ein Grenzübergang für ein bestimmtes ausländisches Ziel nicht zugelassen ist, dann muß die Eisenbahn den Kunden darauf hinweisen, daß die Frachtbriefinstruktionen so nicht ausführbar sind und der Frachtbrief nicht angenommen werden kann.


>>> Viele Sondertarife (vor allem im Montanbereich der EWG) sahen ja sowieso feste Frachten für die Strecken einer Verwaltung vor.

Wenn ein Tarif einen bestimmten Grenzübergang vorsieht, dann sollte bei Nennung dieses Tarifs auch der richtige Grenzübergang angegeben werden.
Falscher Grenzübergang = Tarif nicht anwendbar = Frachtbrief kann nicht angenommen werden.
Und die "festen Frachten" haben auch nichts mit den Grenzzollbahnhöfen zu tun, mit denen es hier mal losging.
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