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 04 - Historisches Forum 

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Buna seară,

Rumänien war schon immer eines meiner Sehnsuchtsländer. Meine Mutter hatte eine Klassenkollegin aus Cernauți, dem alten Czernowitz in der Bukowina. Die erzählte mir von Transsylvanien, und ich wollte unbedingt die Bären sehen, die es «jenseits der Wälder» geben sollte. Und ich sah die Bären, viele Jahre später, vom Auto aus (und die Fototasche unerreichbar im Kofferraum...) – eine Bärin mit zwei oder drei Jungen! Das vergisst man nicht.

Zwischenzeitlich hatte ich Briefkontakte geknüpft und damit ein paar rumänische bzw. deutsch-rumänische Freunde – männlich und weiblich – gewonnen. So startete ich am Karfreitag, 28. März 1975, zu meiner ersten Tour in Draculas Reich, genauer gesagt ins rumänische Banat nach Timişoara/Temesvár. Familienanschluss garantiert...

Prolog

Auf meinen Reisen schrieb ich nie ein Reisetagebuch. Somit habe ich in diesem Bericht die Bilder mehrerer Fahrten zwischen 1975 und 1980 nach thematischen Gesichtspunkten und nicht in zeitlicher Folge geordnet. Bis 1978 fuhr ich meist dreimal jährlich runter, durch Jugoslawien im direkten Liegewagen München-Beograd oder durch Ungarn im Sitzwagen. Der kürzere direkte Weg über Wien, Budapest nach Arad (Orient-Express) war teuer, da die Ungarn einem 100 DM für das Doppeltransit-Visum abknüpften.

1978 heirateten wir – siehe oben unter «deutsch-rumänische Freunde weiblich» ;-)). Meine Frau, die zu ihrer rumänischen Zeit nie ins Ausland reisen durfte, wollte natürlich was Anderes erleben und nicht ständig das Drama ihrer alten Heimat sehen. Der Personenkult um Ceaușescu und die im Land herrschende Korruption wurden peinlich und lästig. Die Kommunisten haben das schöne Land in den 80er Jahren komplett heruntergewirtschaftet, so dass es auch zu Verpflegungsproblemen kam. Ich vergesse nie, als ich 1988 in einem Restaurant in Bukarest gebratene Küken vorgesetzt bekam. Bier soll damals mit Waschmittel aufgeschäumt worden sein!

Nachdem man den Conducator samt seiner Elena am Weihnachtstag 1989 in der Nähe von Târgovişte erschossen hatte, wurde es schnell besser mit der Versorgungslage, auch wenn die neue Politik undurchsichtig und die neuen Machthaber genauso korrupt und autoritär wie die Alten waren. Wir fuhren trotzdem immer wieder runter, zumal in den 90er Jahren die von Hans Hufnagel initiierten Waldbahntouren auf mich eine grosse Anziehungskraft ausübten.

Wir besuchen Rumänien auch heute noch sehr gerne, allerdings weniger wegen der Eisenbahn oder dem Tram, sondern eher wegen zahlreicher guten Freunde. Wenn wir nicht in Wien oder Budapest Besuche machen wollen, fliegen wir. Der Direktflug Memmingen-Temesvár dauert 1 3/4 Stunden, ist bequemer und kostet wesentlich weniger als eine fünfzehnstündige Bahnfahrt. Da geht einem die Flugscham sonst wo vorbei...


Ostern 1975 wählte ich eine Route, die es in dieser Art nicht mehr lange geben sollte: Früh ab München nach Zagreb, von hier am Abend bzw. die Nacht durch über Vinkovci, Borovo-Vukovar, Sombor, Subotica nach Kikinda, ab dort über die Grenze nach Jimbolia und dann das kurze Reststück nach Timișoara. Es war ein Schnellzug mit dem kuriosen Zuglauf Zagreb – Bukarest und eine Art Nachfolger des alten Simplon-Orient-Express. Die Rückfahrt führte mich dann zuerst über Stamora-Moravița und Vršac in die jugoslawische Hauptstadt Beograd, und von hier aus mit einem direkten Liegewagen nach München. Erst die folgende Fahrt im Sommer 1975 ging hin und zurück über Budapest, mit einem direkten CFR-Kurswagen Paris – Bukarest.

Bild 1:
Der Kurswagen Paris-Bukarest im Orient-Express wurde von der CFR gestellt. Im August 1973 war es unter Anderem der blaue AB 51 53 39-40 002-7 mit einem recht charakteristischen Namenszug. D 263, Ulm Hbf.

https://abload.de/img/01cfrab515339-40002-7ahk3y.jpg

Bild 2:
Ab 1975 kam ein neues Signet der CFR zur Anwendung, hier mit der gesamten Beschriftung des Wagens AB 51 53 39-40 005-0. D 263, Ulm Hbf, Juli 1977.

https://abload.de/img/02cfrab515339-40005-0mzkek.jpg

Bild 3:
Meine erste Bekanntschaft mit Lok der CFR machte ich anlässlich der Internationalen Ausstellung der Welteisenbahn-Industrie 1973 in Basel in den Hallen der Schweizer Mustermesse. Ausgestellt waren dort die Ellok (ASEA-Electroputere-Lizenzbau) 060-EA-145...

https://abload.de/img/03cfr060-ea-145basel1e4kth.jpg

Bild 4:
... und eine dieselelektrische 060-DA/Reihe 60 (Sulzer-Electroputere-Lizenzbau) mit nicht notierter Nummer. Basel, 05.10.1973.

https://abload.de/img/04cfr060-da-xxx060-eavikwv.jpg

Bild 5 und 6:
Mein erster Anlaufpunkt war das Dorf Dudeștii-Noi an der Bahnlinie 218 Timisoara – Sânnicolau-Mare – Cenad. Am 29.10.1976 rangiert die 80-0154 dort einen Übergabe-Güterzug auseinander.

https://abload.de/img/05cfr80-0154dudestiinfmjgs.jpg

https://abload.de/img/06cfr80-0154dudestiinlek8u.jpg

Bild 7:
Eine Sulzerlok 060-DA kommt Lz aus Richtung Sânnicolau-Mare. Dudeștii-Noi, 09.10.1977.

https://abload.de/img/07cfr060-da-xxxdudesthpjuo.jpg

Bild 8:
Der frühabendliche Arbeiterzug C 2685 (C = Tren cursă) kam direkt vom Temesvárer Fabrikstadtbahnhof (Timișoara Est). Seine ansehnliche Garnitur war immer sehr gut besetzt. Dudeștii-Noi, 07.10.1977.

https://abload.de/img/08cfr80-xxxtr2685duderrk1n.jpg

Bild 9 und 10:
Viele Züge auf den Nebenbahnen der Banater Heide waren Triebwagenzüge, gebildet meistens aus VT, mehrere Beiwagen und wieder ein VT. Jeder VT hatte übrigens einen separaten Tf! Hier kommt ein Triebwagenzug aus Sânnicolau-Mare mit dem Zweiachser 77-0967 (Astra Arad, Baujahr 1936) an der Spitze. Dudeștii-Noi, 09.10.1977.

https://abload.de/img/09cfr967tr2688dudestilok0s.jpg

https://abload.de/img/10cfr967tr2688dudestiv4krq.jpg

Bild 11:
Ein Beiwagen (rumänisch Remorca = Anhänger) des oben gezeigten Zuges ist der 50 53 24-27 783-7 (Astra, Arad, Baujahr 1937). Dudeștii-Noi, 09.10.1977.

https://abload.de/img/11cfrrem505324-27783-bhkx8.jpg

Bild 12:
Zwei Malaxa-Triebwagen der Reihe 78-0750 mit vier Beiwagen bringen an diesem schönen Sommertag die Fahrgäste in die Stadt zum Bahnhof Timișoara-Nord. Dudeștii-Noi, 24.08.1975.

https://abload.de/img/12cfr750xdudestiinoi1mmkuf.jpg

Bild 13:
Der gleiche Zug passiert gerade das Einfahrsignal des Bf Dudeștii-Noi. 09.10.1977.

https://abload.de/img/13cfr750xdudestiinoi148k28.jpg

Bild 14:
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben... Dampflokomotiven waren im Depoul Timișoara ab 1975 nur noch wenige beheimatet. Die Reihe 142 (österr. 214) verschwand Ende 1974 aus dem Banat mit der Elektrifizierung der Linien Craiova – Timișoara – Arad. Zu sehen waren noch die Reihe 230 (ex pr. P 8) und 50 (ex pr. G 10). Im August 1977 waren in einem der Rundschuppen des Depou Timișoara die 230.207 (Reșița 217/1933, P 8-Nachbau) und ein Malaxa-Triebwagen der Serie 750 vereint. Aufnahme: Antonio Bianco.

https://abload.de/img/14cfr750abmot230.207d8nj6k.jpg

Bild 15:
50.268 mit Tender 50.181 rangiert im Bahnhof Timișoara Nord. Lokdaten: Krupp 195/1921; Lebenslauf: 1921: DRB (ex Pr.St.B.) Han 5485; 1923 DRB vorläufiger Umzeichnungsplan 57 2430; 1925 DRB 57 2416; 1926 CFR 50.268; 25.03.1997 kassiert. Bild vom 25.10.1976.

https://abload.de/img/15cfr50.268t50.181tmnsakdj.jpg

Bild 16:
Bei einem Ausflug nach Oradea entdeckte ich die 50.390 mit Tender 50.397 bei Rangierarbeiten im Bahnhof. Lokdaten: Henschel 21653/1930; geliefert direkt an CFR; kassiert 25.11.1996. Bild vom 11.10.1977.

https://abload.de/img/16cfr50.390t50.397orafujx0.jpg

Bild 17:
In Zimandu Nou bei Arad begegnete uns der Schnellzug 353, gebildet aus zwei Doppeltriebwagen der Reihe 78-1000, auf dem Weg von Arad nach Vașcău im Bihor-Gebirge. Ab Spitze sind das die Wagen 1008 (Malaxa 1940), 1029 (Malaxa 1944), 1030 (Malaxa 1944) und 1007 (Malaxa 1940); Fabriknummern nicht bekannt. 26.04.1978.

https://abload.de/img/17cfr1008102910301007ozk32.jpg

Bild 18:
Auf einer kleinen Wanderung ins Nachbardorf Sânandrei entdeckte ich einen recht schönen Fotostandpunkt an der Linie 310 Timișoara – Arad. Nach der Elektrifizierung 1975 fuhren auf der eingleisigen Stecke die damals beiden einzigen Elloktypen der CFR, die sechsachsige 060-EA/Reihe 40 (ASEA-Lizenz/Electroputere) und die vierachsige 040-EC/Reihe 43 (ASEA-Lizenz/Rade Končar). Daneben waren Dieselzüge und -Triebwagen der abzweigenden Nebenbahn nach Periam zu sehen. Hier erwischte ich die 40-0223 mit Zug 2604 Arad - Timișoara bei der Einfahrt in den Bf Sânandrei am 12.10.1977.

https://abload.de/img/18cfr40-0223tr2604sanckkfp.jpg

Bild 19:
Ein Güterzug folgte mit der 43-0061. Sânandrei, 12.10.1977.

https://abload.de/img/19cfr43-0061sanandrei9ek3m.jpg

Bild 20:
Der vierachsige 78-0778 mit dem Zweiachser 77-0948 als Zug 2663 nach Periam - Nerau. Sânandrei, 12.10.1977.

https://abload.de/img/20cfr778abammottr2663exj9h.jpg

Bild 21:
Die Stadt Timișoara besitzt ein recht umfangreiches normalspuriges Tramnetz. Zur Zeit meiner Besuche in der 2. Hälfte der 70er Jahre, waren die vierachsigen Timiș-2-Grossraumwagen, gebaut in der heimischen Strassenbahnfabrik Electrotimiș, gerade in Auslieferung. Im April 1975 befährt Wagen 237 den «Corso», die sehr gepflegte Anlage zwischen der Catedrala Mitropolitană Ortodoxă (Kathedrale der Heiligen drei Hierarchen) und der Nationaloper. Diese Streckenführung wurde vor 1990 aufgegeben, die neue Strecke führt seitdem über den Pța. 700 (täglicher Markt), und der Corso war tramfrei. Schade, wie ich finde...

https://abload.de/img/21tmt237corso197504xxgojj1.jpg

Bild 22:
Auch die Vierachser des Typs «EP», gebaut ab 1955 bei Electroputere Craiova, waren noch im Einsatz Hier erreicht der Wagen 223 mit zweiachsigem Beiwagen Typ V10 gerade den Podul (bzw. die Brücke) Traian.

https://abload.de/img/22tmt223tl1podtraian1kojm6.jpg

Bild 23:
Charakteristisch für Trambetriebe des ehemaligen Ungarn waren Tramzüge aus zwei gekuppelten zweiachsigen Triebwagen, bei denen einer keinen Pantograf hatte. Das vereinfachte den Betrieb an Endstellen, wenn keine Schleife oder Umsetzmöglichkeit vorhanden war. Der Tramzug wurde «Gemenii» (Zwillinge) genannt. Am 23.08.1979, dem Nationalfeiertag, fotografierte ich die Zwillinge 126+127 auf der Linie 5.

https://abload.de/img/23tmt126127tl5baltavek4jie.jpg

Bild 24:
Dieses Bild zeugt von gelungener Zusammenarbeit: Die Zwillinge 124 und 125, am 23.08.1979 auf Linie 5 in die Ronaț, hat Antonio Bianco fotografiert, während ich die Gänse vorsichtig Richtung Tram trieb. Anschliessend mussten wir flüchten, da uns sonst die laut schimpfende Gänsebesitzerin verprügelt hätte. Es ist aber keine Gans zu Schaden gekommen.

https://abload.de/img/24tmt124125tl5alapusniqkpj.jpg

Bild 25:
Die Nachbarstadt Arad, 57 km von Temesvár entfernt, hat ein meterspuriges Tramnetz. Zur Zeit meiner ersten Besuche dort fuhren ältere Fahrzeuge ähnlich der in Temesvár. Der gezeigte Triebwagen mit der Nummer 59 wurde vom Verkehrsbetrieb Bukarest mit der Typenbezeichnung V58 hergestellt. Auch der Beiwagen Typ V10 stammt aus der rumänischen Hauptstadt. Das Bild entstand am 20.05.1977 in der Nähe des Bahnhofs.

https://abload.de/img/25art59gara197705204ak93.jpg

Bild 26:
Ein ungarischer Ikarus-Gelenkbus mit der Wagen-Nummer 190 fährt über die Pța. Arenai. Arad, 26. April 1978.

https://abload.de/img/26arbusgelwg190ptaare7vjbw.jpg

Bild 27:
Ab 1974 bekam der Trambetrieb Arad tschechische Tatrawagen des Typs T4R. Hier befährt der nagelneue Wagen 135, Baujahr 1978, die Pța. Arenai. Arad, 26. April 1978.

https://abload.de/img/27art135ptaarenai19788cjmm.jpg

Bild 28:
Das Wetter meinte es nicht immer gut mit mir, wenn ich auf Fototour war. Im Regen begegnet mir der sauber gewaschene Tatra T4R Nr. 85 (Baujahr 1974) an der Pța. Româna. Arad, 20.05.1977.

https://abload.de/img/28art85ptaromana19770afj0l.jpg

Bilder 29 - 33:
Der erste Ausflug «mit Dame» führte nach Reșița in das Dampflokmuseum, das in Erinnerung an die 1839 in Wien gegründete Lokomotivfabrik der priv. Österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft (StEG) und dessen Zweigwerk in Reșița eingerichtet wurde. Die Exponate wirkten nicht ungepflegt, waren aber wenig sorgfältig zusammengestellt. Es gab z.B. Lok mit verschiedenen Loknummernschilder auf beiden Seiten. Ein paar Beispiele dieser Ausstellung zeige ich mit den folgenden Bildern, datierend vom 10.04.1975:

Bild 29:
CFR 50.025, StEG 4482/1921

https://abload.de/img/29cfr50.025resitamus1buk48.jpg

Bild 30:
CFR 131.003, Reșița 554/1940

https://abload.de/img/30cfr131.003resitamusp6kcc.jpg

Bild 31:
CFR 142.072, Reșița 482/1939

https://abload.de/img/31cfr142.072resitamushxkvk.jpg

Bild 32:
CFR 230.163, Reșița 190/1933

https://abload.de/img/32cfr230.163resitamusfqk0e.jpg

Bild 33:
CFF 764-493, 760 mm, ex CFI (Căile Ferate Industriale = Industriebahn) «Victoria Socialista», Turda; Dt-n2; Reșița 3057/1959 (letzte in Reșița gebaute Standard-764)

https://abload.de/img/33cff764-493resitamuscnk3l.jpg

Bild 34:
Damit will ich es bewenden lassen mit meinen Bildern aus dem rumänischen Banat zwischen 1975 bis 1980. Ich könnte schon noch einiges zeigen, werde dies aber in weiteren Folgen machen. Das wirklich letzte Bild dieses Beitrags zeigt den Verfasser dieser Zeilen auf der Rückfahrt von Rumänien am 26.08.1979, schon zwischen München und Ulm, im Speisewagen bei einem gepflegten Frühschoppen. So und nicht anders endeten alle unsere Ferien...

https://abload.de/img/3419790826speisewgvortckjw.jpg

Danke dafür, dass Ihr es bis hierhin durchgehalten habt!
Viele Grüsse,
Hubert.



Das Land, das die Fremden nicht beschützt, geht bald unter.
Johann Wolfgang von Goethe: West-östlicher Divan. Stuttgart, 1819
Hallo!

Super, danke dir! :-)

Es ist krass, dass man fast alles von der Staatsbahn (bis auf die Dampfloks im Einsatz) auch bis ins 21. Jhdt. in der einen oder anderen Form fotografieren kann.
Der Stadtverkehr dagegen hat sich praktisch komplett modernisiert, oft mit Fahrzeugen aus zweiter Hand.

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg
Was für geiles Zeug!
Danke fürs Mitnehmen.

Viele Grüße
Falk
Hallo,
interessante Bilder von Dampfloks, die in der Staatswirtschaft dank ihrer Robustheit lange durchgehalten haben. Es ist aber bezeichnend, wie wenige normalspurige Dampfloks in Rumänien geschützt überdauert haben, was den geringen öffentlichen Stellenwert der Bahn unterstreicht. Da scheint kein Spielraum für Kulturpflege. Die Flüge von Deutschland oder Österreich nach Rumänien halte ich schlichtweg für zu billig. Die Low Cost Carrier (Gewinn für den Airlineeigner und den Fluggast - Schadensabwälzung auf alle anderen) gehören abgeschafft. Wer dann trotzdem noch fliegt und mit Klimaaufschlag deutlich mehr bezahlt als für einen ordentlichen Fernzug, der/die braucht sich dann auch nicht mehr für eine Unangemessenheit des Preises zu schämen.

Viele Grüsse
Peter
Hallo!

Bier mit Waschmittel aufgeschäumt... Brrrr... Für jemandem, der gerne Bier trinkt, ein Alptraum.

Info: ich selber trinke kein Bier. Das Zeug schmeckt mir nicht.

Rumänien war im Ostblock das letzte Loch. Während Ceaucescus Trupp weitgehend in Saus und Braus lebten, war das Volk fast am verhungern. Der Dezember 1989 war dann die Rettung für die dortigen Menschen. Bei uns in der DDR bekamen wir von den Ereignissen auch viel mit, da ja inzwischen auch die Medienlandschaft bei uns radikal veränderte.

Bei der Eisenbahn sah es ja ähnlich aus. Zwar gab es auch Rennstrecken, doch die allermeisten Verbindungen hatten äußerst niedrige Reisegeschwindigkeiten.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Hallo Hubert!

Ganz, ganz herzlichen Dank für die beeindruckenden "Zeitzeugen" einer vergangenen Zeit!
Ja, die Kommunisten haben Rumänien nicht nur heruntergewirtschaftet, sondern auch ausgeplündert!
Die Folgen spürt man vereinzelt Heute noch, insbesondere die immer noch nicht eliminierte Korruption gerade auf Gemeinde- und Kreisebene.
Im Prinzip haben die Kommunisten ihrer -theoretisch- guten Idee mit ihrem "Wüten" einen Bärendienst erwiesen.

Eigentlich wollte ich Ende August ein paar Tage zu meinem Freund Adrian nach Brașov fahren, denn vor 3 Wochen hat er seine liebe Ana geehelicht.
Aber angesichts der unklaren Lage (Die Grenzüberschreitenden Zugverbindungen Ungarn-Rumänien scheinen für den "Normaltouristen" immer noch gesperrt zu sein, während der Flugverkehr wieder läuft...),
werde ich wohl erst wieder nächstes Jahr nach Rumänien reisen.

Momentan trage ich mich mit dem Gedanken, eventuell die Slowakei rund um Zvolen, Banska Bystrica, Kosice und Vrutky zu erkunden.
Aber erstmal abwarten, wie sich die Pandemie entwickelt.

Nochmals ein ganz herzliches "Mulțumesc foarte mult" für Deinen tollen Bericht!

Auch das letzte Foto (in einem "Quick-Pick" SB-Speisewagen der DSG aufgenommen) ist ja "Historisch".

Liebe Grüße und bleibt Gesund!

Ingo
Einfach nur der HAMMER!
danke für das Zeigen dieser Schätze.
Gruß Yannis
Moin,

vielen herzlichen Dank für diese seltenen Aufnahmen, Hubert!


Roni schrieb:
Es ist krass, dass man fast alles von der Staatsbahn (bis auf die Dampfloks im Einsatz) auch bis ins 21. Jhdt. in der einen oder anderen Form fotografieren kann.
Das war auch mein Gedanke.

Viele Grüße
Sören

Als Auslandschweizer, der sich ebenfalls in dieses herrliche Land verliebt hat und nun schon seit fast sieben Jahren in Cluj (Klausenburg) lebt, will ich mich auch ganz herzlich bei dir bedanken für diesen wunderschönen Bilderbogen! Freue mich jetzt schon auf weitere Serien! 😁
Hallo Hubert,
tolle Bilder! So habe ich Rumänien auch in Erinnerung. Allerdings sind auf meiner Wandertour durch die Karpaten keinerlei Bilder entstanden und auch die Bahn war nur Transportmittel...
Danke fürs Zeigen!

Viele Grüße
Christian


PS: Du brauchst Dich doch nicht für Deine Reiseart zu entschuldigen... Es ist einfach die Konkurrenz der Verkehrsmittel um den Kunden...
Warum lassen wir uns von einer halbwüchsigen Göre vorschreiben, wann, wie und mit welchem Verkehrsmittel wir reisen. Für preislichen und zeitlichen Vorteil würde ich auch deutsche Inlandsflüge nutzen...

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N' Abend,

PKP-modelarz schrieb:
PS: Du brauchst Dich doch nicht für Deine Reiseart zu entschuldigen... Es ist einfach die Konkurrenz der Verkehrsmittel um den Kunden...
Warum lassen wir uns von einer halbwüchsigen Göre vorschreiben, wann, wie und mit welchem Verkehrsmittel wir reisen. Für preislichen und zeitlichen Vorteil würde ich auch deutsche Inlandsflüge nutzen...
Genau so sehe ich das auch. Man kann nicht erst Familien und Freundeskreise über die ganze Welt "verstreuen" und danach verteufeln, das Familien und Freunde möglichst günstig reisen wollen (resp. ggf. auch müssen) um sich sehen zu können.

Wir alle wissen, das Flüge im Verhältnis (zu was auch immer) zu billig sind. Das sind Wurst oder Fleisch allerdings auch...

Wenn aber 2h Fliegen weniger kosten als 20h Bahnfahren, muss bitteschön ein jeder selbst entscheiden dürfen, welches Verkehrsmittel er wählt.

// Hartmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.06.20 22:11.
Hallo Hubert,

sehr schöner Bericht über Rumänien. Erinnert mich sehr an meine Interrailtour 1982. Schön am Bahnfahren ist, dass man ein Gefühl für die zurückgelegten Entfernungen bekommt, aber es muss halt passen. Manchmal will man einfach nur ankommen. Immerhin zeigt die Pandemie, dass es oft auch ohne Reisen geht, aber das Zwischenmenschliche leidet doch sehr.

Interessant die Triebwagen und der Blick ins Depoul mit der P8.

Grüße - Helmut (ICE)

Danke für den tollen Bericht. Ich bin erst Mitte der achtziger Jahre durch Rumänien durchgefahren. Landschaftlich war das Land toll. Aber die Lebenslage der Menschen...
Keine Angst gehabt zu fotografieren?
Wenn es da noch mehr Bilder gibt, immer her damit!

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"Verspätung ist ja auch das Kerngeschäft der Bahn"
Urban Priol
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Im Doppelstockwagen sieht man mehr von der Welt.
PKP-modelarz schrieb:
PS: Du brauchst Dich doch nicht für Deine Reiseart zu entschuldigen... Es ist einfach die Konkurrenz der Verkehrsmittel um den Kunden...
Warum lassen wir uns von einer halbwüchsigen Göre vorschreiben, wann, wie und mit welchem Verkehrsmittel wir reisen. Für preislichen und zeitlichen Vorteil würde ich auch deutsche Inlandsflüge nutzen...
Tja, die halbwüchsige Göre hat offensichtlich ein bisschen mehr von der Welt verstanden als Du. Du begreifst offenbar nicht, dass "Konkurrenz" dann gegeben ist, wenn faire Wettbewerbsbedingungen herrschen und NUR dann. Hier aber liegt verzerrter Wettbewerb vor. Und weil ein Großteil der Menschen leider so wie Du nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, wenn es um die Lebensführung geht, muss das endlich über die Preisbildung geregelt werden. Frankreich hat als Lehre aus Corona zumindest mal damit angefangen.
Guten Morgen Hubert,


vielen Dank fürs Mitnehmen auf diese Zeitreise!
Super Arbeit gemacht!

Beste Grüsse,
D461
Türen schließen selbsttätig schrieb:
PKP-modelarz schrieb:
PS: Du brauchst Dich doch nicht für Deine Reiseart zu entschuldigen... Es ist einfach die Konkurrenz der Verkehrsmittel um den Kunden...
Warum lassen wir uns von einer halbwüchsigen Göre vorschreiben, wann, wie und mit welchem Verkehrsmittel wir reisen. Für preislichen und zeitlichen Vorteil würde ich auch deutsche Inlandsflüge nutzen...
Tja, die halbwüchsige Göre hat offensichtlich ein bisschen mehr von der Welt verstanden als Du. Du begreifst offenbar nicht, dass "Konkurrenz" dann gegeben ist, wenn faire Wettbewerbsbedingungen herrschen und NUR dann.
Na, ob die mit den Zöpfen so viel ökonomischen Sachverstand hat, steht dahin.
Ich bin auch schon mal geflogen, obwohl der Zeitvorteil von Tür zu Tür nur ein Viertel betrug. Ich hätte aber dreimal umsteigen müssen, und Ihr wißt ja, was dann passiert. Außerdem ist Bahnfahren vor allem wegen der Lärmschutzwände ziemlich langweilig geworden. Den Preisvorteil habe ich mitgenommen, aber er gab nicht den Ausschlag. Übrigens waren beide Flüge pünktlich und drei der vier Züge zum und vom Flughafen verspätet.

Herbert
Salut Hubert,

Danke für den sehr interessanten Bildbericht! Irgenwann in den 90er waren wir zusammen auf einer Hufnagel-Tour unterwegs (Du warst jedenfalls mit Deiner Frau dabei). Auch ich pflegte ab 1996 eine 'Schweizer-rumänische Freunschaft', die aber 2005 abrupt beendet wurde. Schöne Erinnerungen sind aus dem Land gebelieben, das ich seitdem kaum noch besucht habe - die heutige Bahnszene finde ich auch nicht besonders aufregend.

Klasse sind die Malaxa-Bilder, z.T. mit den urigen Beiwagen! Erstaunt war ich auch mit den 1973-Weltausstellung Bildern. Mir war gar nicht bewusst, dass eine 060-DA ins Ursprungsland nach 1957 wieder gemacht hat! Die Baureihe war damals schon 16 Jahre alt. Wie die Maschinen damals an- und abreiste soll auch interessant zu kennen...

Beste Grüsse

Alex

Meine Bahnwelt :

[www.flickr.com]
Moin Hubert!

Wie Dir ja nicht so ganz unbekannt ist, sind mir Rumänienreisen aus jener Zeit nicht so ganz fremd, im HiFo berichtete ich gelegentlich davon. Deshalb ist mir einiges, was Du in Deinem Beitrag zeigst, durchaus bekannt. Aber auch viel Neues gibt es da zu entdecken, insbesondere die (erstaunliche) Vielfältigkeit der VT-Baureihen überrascht mich. In Resita sind mir die unterschiedlichen und damit fehlerhaften Beschilderungen an einigen Loks nicht aufgefallen, da hattest Du deutlich mehr Durchblick gehabt. Wie dem auch sei, Dein Bericht begeistert mich!

Meine Rumänien-Beiträge findet man hier: [www.drehscheibe-online.de]

In diesem Sinne besten Dank & Gruß an die Iller!

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

Für Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.20 11:33.
Lieber Hubert, vielen Dank für den wunderbaren Bilderbogen!

L. G. Michael
Hallo Hubert!

Danke für die Mitnahme in ein völlig unbekanntes Land.

Beste Grüße, über die Iller, aus Oberroth!

Olaf Ott
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -