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 04 - Historisches Forum 

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Hallo zusammen,

zur Zeit scheint ja das Interesse auf die Donaubahn und diverse ihrer Betriebsstellen gerichtet zu sein. Deshalb will ich jetzt auch noch ein wenig meinen Senf dazugeben und den Bahnhof Sigmaringen im Zustand der späten Bundesbahn-Jahre ein kleines Portrait widmen.

Zur Geschichte des Bahnhofs und derjenigen von Hohenzollern hat sich ja Wolfgang in seinem kürzlich veröffentlichten Beitrag [www.drehscheibe-online.de] schon geäussert.

Über die Donaubahn und ihre Geschichte liegt auch gedrucktes Material vor, so etwa das EK-Buch "Die Eisenbahn im Donautal und im nördlichen Oberschwaben. Manches darin stimmt, vieles leider nicht... Und über die Hohenzollernbahn ist leider so gut wie nichts brauchbares in gedruckter Form publiziert worden. Ich beschäftige mich schon lange mit der Geschichte der beiden Strecken, vielleicht ergibt sich ja eines Tages, wenn das Material - und das ist in Hülle und Fülle vorhanden - einmal vollständig ausgewertet und geordnet worden ist, die Möglichkeit, diese Lücke zu schliessen.

Zunächst zum Bahnhof Sigmaringen, wie er sich bis zum Mai 1993 präsentierte.

Gleisplan bis Mai 1993

In Sigmaringen bestanden bis zur Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks viereinhalb Hauptgleise, davon dreieinhalb mit einem Bahnsteig und ein weiteres als reines Güterzuggleis.
Nun werden sich manche fragen, was ob ich etwas falsches geraucht habe, wenn ich von einem halben Gleis rede. 🤣 Nein, dem ist nicht so. Ich will es auch sofort weiter aufklären.
Durchgehendes Hauptgleis war Gleis 1, die beiden beidseitig angebundenen Bahnsteiggleise trugen die Nummern 2 und 4. Zwischen diesen lag das nur von bzw. nach Richtung Sigmaringendorf und stumpf am Mittelbahnsteig der Gleise 2 und 4, umschlossen von zwei weiterführenden Zungen von diesem, endende Gleis 3. Das Gleis wurde auch noch in den 1980er Jahren für Reisezüge genutzt, es war auch eine Fahrstrasse aus Sigmaringendorf in dieses Gleis vorhanden. Als Güterzug-Hauptgleis ohne Bahnsteig diente Gleis 5. Aus den Gleisen 1, 2, 4 und 5 bestanden Fahrstrassen sowohl von und nach Sigmaringendorf sowie von und nach Inzigkofen.
Als Rest des Anfang 1982 zurückgebauten ehemaligen badischen Bahnhofs bestand noch Gleis 13 mit einem davon rückwärts führenden Stumpen zum einstigen badischen Lokschuppen. Dort war der Baubezirk 5 der Bahnmeisterei Rottweil sowie ein Aussendienstposten der Nachrichtenmeisterei Tübingen untergebracht.
Für den Wagenladungsverkehr dienten die Gleise 6, 7 und 8 mit den davon abzweigenden verschiedenen Sackgleisen, welche mit den Zusätzen "a" (östliche Gruppe) und "b" (westliche Gruppe) bezeichnet waren. Daneben gab es noch zwei Privatanschlüsse, über die später zu reden sein wird.
Bemerkenswert waren die in mehreren Exemplaren vorhandenen einfachen Kreuzweichen, die ich in solch' gehäufter Form kaum einmal auf einem mittelgrossen Bahnhof in der BD Stuttgart angetroffen habe.

Hier nachfolgend meine Gleisplanskizze, zu deren genauen Betrachten man durch Daraufklicken auf abload geleitet wird.


https://abload.de/img/gleisplansigmaringenhmk0r.jpg


Mit was ich mir nicht mehr sicher bin: Wann wurde eigentlich das als Bahnhofsgleis mindestens noch zu Beginn der 1980er Jahre vorhandene einstige Streckengleis Richtung Krauchenwies abgebaut bzw. die Weiche 1 abgeklemmt? Ich erinnere mich - obwohl ich in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren oft mir dem Zug auf der Donaubahn unterwegs war, beim besten Willen nicht mehr daran, dieses Gleis samt Weiche gesehen zu haben.


Die Stellwerksanlage bis Mai 1993

Über die bemerkenswerte Stellwerksanlage des Bahnhofs Sigmaringen hat Stefan vor einigen Jahren diesen Beitrag gebracht [www.drehscheibe-online.de] welchen ich als absolutes HiFo-Highlight bezeichnen möchte und daher nicht mehr viel dazu erzählen will.

Der Fahrdienstleiter hatte seinen Sitz im Empfangsgebäude, wo sich eine elektromechanische Befehlsstelle der Bauart SuH 1901 mit Blockfelderaufsatz aus dem Jahr 1932 befand. War der Befehl für eine Zugfahrt an die Wärterstellwerke abzugeben, legte der Fdl den entsprechenden Fahrstrassenhebel um und blockte das jeweilige Befehlsabgabefeld des Bahnhofsblocks.

Das Weichenwärter-Stellwerk 1 (nicht Fdl-Stw wie im oben genannten Donautal-Buch!) wurde unter Verwendung des um die doppelte Grösse erweiterten Gebäudes 1932 von der DRG mit einer neuen Hebelbank der Bauart Jüdel versehen. Das Weichenwärter-Stellwerk 2 aus dem Jahr 1896 war noch mit der ursprünglichen Hebelbank der Bauart Bruchsal G/Esslingen versehen, das Empfangsgerät für den mechanischen Fallenblock jedoch bei den Umbauarbeiten 1932 durch einen elektrischen Blockkasten ersetzt worden.

Streckenblock (Felderblock Bauform C) war auf der Donaubahn in den uns interessierenden Abschnitten erst in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre eingerichtet.

Fahrstrassen waren, wie oben erwähnt von und nach Sigmaringendorf und Inzigkofen in und aus allen Hauptgleisen vorhanden. Die Bezeichnungen lauteten
- von Sigmaringendorf in die Gleise 1-5 = a1 - a5
- aus Gleis 1 nach Sigmaringendorf = c
- aus Gleis 2 nach Sigmaringendorf = d
- aus Gleis 3 nach Sigmaringendorf = e
- aus Gleis 4 nach Sigmaringendorf = f
- aus Gleis 5 nach Sigmaringendorf = g
- von Inzigkofen in die Gleise 1, 2, 4, 5 = s1 - s5
- aus Gleis 1 nach Inzigkofen = m
- aus Gleis 2 nach Inzigkofen = n
- aus Gleis 4 nach Inzigkofen = p
- aus Gleis 5 nach Inzigkofen = q

Weiters stand an jedem Ausfahrsignal ein Hs für Rangierfahrten, wobei das Hs an Gleis 5 Richtung Sigmaringendorf in den 1970er oder 1980er Jahren nachgerüstet worden ist.

Die wunderbare Stellwerksanlage wurde Anfang Mai 1993 durch ein elektronisches Stellwerk, das erste der BD Stuttgart ersetzt. Sigmaringen hatte für mich neben Schelklingen in den späten Bundesbahn-Jahren mit die interessanteste Stellwerksanlage der BD Stuttgart.


Verwaltungsaufgaben

Der Bahnhof Sigmaringen war bis Ende Januar 1982 eine selbständige Hauptdienststelle und wurde anschliessend der Hauptdienststelle Mengen zugeordnet. In Sigmaringen blieb weiterhin eine Aussenstelle des Bahnhofs Mengen mit Abfertigungskasse vorhanden, der folgende Betriebsstellen unterstanden:

Bahnhof Sigmaringendorf
Aufgehoben im Mai 1993. Wichtige Betriebsstelle als Übergabebahnhof von und zur Hohenzollerischen Landesbahn, wobei hier hauptsächlich die Salzzüge vom Bf Stetten sowie Stück-, Eil- und Expressgutwagen übergeben wurden. Der Bahnhof selbst war schon zum Sommerfahrplan 1983 als Reisezughalt aufgehoben und die Fka/Gepa geschlossen worden. Als Wagenladungstarifpunkt wurde Sigmaringendorf zum Sommerfahrplan 1985 geschlossen.
Signal- und sicherungstechnisch bestand in Sigmaringen seit Ende der 1960er Jahre im Empfangsgebäude ein elektromechanisches Stellwerk der Bauart SuH 1912 mit Farbscheibenüberwachung. Als Signale dienten Formsignale.

Awanst Eisele
Zwischen Sigmaringen und Inzigkofen gelegene Awanst, die die Maschinenfabrik Eisele an das Bahnnetz anschloss. Die Aufgabe der Bedienung, welche zweimal täglich von Sigmaringen aus erfolgte, dürfte um das Jahr 2000 herum erfolgt sein. Die Gleisanlagen sind seit etlichen Jahren verschwunden. Die Awanst bestand aus einer Richtung Inzigkofen spitz befahrenen Weiche, von der aus ein Zuführungsgleis auf das Fabrikgelände führte. Das eigentliche Ladegleis führte spitzkehrenartig in eine Verladehalle.

Bahnhof Inzigkofen
Aufgehoben im Mai 2001 und in eine vom EStw Sigmaringen ferngestellte Abzweigstelle umgewandelt. Der Bahnhof hatte betriebliche Bedeutung als Trennungspunkt von Donau- und Hohenzollernbahn. Der Bahnhof lag einsam und abseits der namensgebenden Ortschaft im Donautal und war daher verkehrlich von geringer Bedeutung. Entsprechend früh verlor der Bahnhof schon seine Reisezughalte und den Wagenladungsverkehr, wobei mir ein genauer Zeitpunkt nicht bekannt ist. Der Bahnhof war mit Formsignalen und einem elektromechanischen Stellwerk Bauart SuH 1912 aus dem Jahr 1972 ausgestattet. Als Besonderheit waren an den Ausfahrsignalen jeweils Form-Sperrsignale vorhanden. Der Sinn und Zweck dieser Hs hat sich mir nie richtig erschlossen. Vielleicht kann ja hier jemand über ihre Daseinsberechtigung etwas beitragen.

Bahnhof Thiergarten (Hohenzollern)
Aufgehoben im Dezember 1987 und in einen Hp u zurückgebaut. Der Wagenladungsverkehr endete zum Sommerfahrplan 1985, wobei sich das Anschlussgleis für die Verladung von Kalk in Ucs-Wagen noch bis zum Rückbau erhalten hat. Der Bahnhof war mit einem mechanischen Einheitsstellwerk aus den 1960er Jahren ausgestattet und besass an der Ausfahrt Richtung Tuttlingen eine bemerkenswerte Signalbrücke. Zugkreuzungen fanden noch mitte der 1980er Jahre statt.


Besonders freuen würde ich mich, wenn evtl. noch jemand Fotos oder weitere Dokumente dieser Betriebsstellen aus den letzten Bundesbahn-Jahren hätte und sie zeigen möchte. Von diesen Betriebsstellen sind Bilder leider - abgesehen von der Signalbrücke in Thiergarten - nur sehr selten zu finden.

Durch eine Änderung der Organisationsstruktur der BD Stuttgart und die Aufhebung der Hauptdienststelle Tuttlingen wurde zum Jahresbeginn 1989 der Bahnhof Hausen im Tal der Hauptdienststelle Mengen Ast Sigmaringen zugeschlagen.

Bahnhof Hausen im Tal
Der nach wie vor existierende Bahnhof Hausen im Tal hat immer noch eine betriebliche Funktion als Kreuzungsbahnhof und ist mit Formsignalen und einem mechanischen Einheitsstellwerk ausgestattet. Der Wagenladungsverkehr wurde aber bereits im August 1988 aufgegeben.


Die Aufhebung der Aussenstelle Sigmaringen erfolgte im Oktober 1993 im Hinblick auf die anstehende Bahnreform und durch die stark geschwundenen Aufgaben mit der Inbetriebnahme des EStw in Sigmaringen.


Der Reisezugverkehr

Waren Schelklingen und Mengen die Knoten für den einstmals beachtlichen Wagenladungsverkehr auf der Donaubahn und ihrem Einzugsbereicht, so war der betriebliche Mittelpunkt für den Reisezugverkehr Sigmaringen, auch wegen der einmündenen Hohenzollernbahn und den von Herbertingen hinaus von und ab Sigmaringen geführten Zügen der Allgäubahn.
Im folgenden möchte ich den Reisezugverkehr anhand des Sommers 1985 vorstellen. Leider liegt mit von den Tübinger 211 und den Ulmer 215 für diesen Fahrplan keine Umläufe vor, so dass der Übergang der Lokomotiven offen bleiben muss. Es wäre klasse, wenn hierzu jemand Material beisteuern könnte.
Die Aufgaben in Sigmaringen für den örtlichen Rangierleiter waren bis zum Sommer 1988, dem Auftauchen der 628.2 und der Einführung des Taktfahrplans, nicht ohne und sie lassen sich meiner Aufstellung eigentlich selbsterklärend entnehmen. Vom Durchsehen der Reihungen der herrlichen Ausrüstungen wird wohl manchem Wagenfan der Sabber herunterlaufen...


           6.00      E 3761      W(Sa)    Sigmaringen                                    Ulm Hbf
                      Byl         29917 Bf Ulm        aus 3358
                      AByl        29918 Bf Ulm        aus 3349 Mo-Do / 3764 S
                      Byl         29918 Bf Ulm        aus 3349 Mo-Do / 3764 S
                      Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3497 Mo-Do / 3764 S
                      AByg        29842 Bf Tübingen   aus 3497 Mo-Do / 3764 S
                      Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3497 Mo-Do / 3764 S
                      MDyg        29842 Bf Tübingen   aus 3497 Mo-Do / 3764 S
           6.14      E 3806      W        Sigmaringen                                    Tübingen Hbf
            W(Sa+nS)  MDyg        29851 Bf Tübingen   aus 3764
                      Bn          29640 Bf Stuttgart  aus 3633
                      Bn          29640 Bf Stuttgart  aus 3633
                      Am          29640 Bf Stuttgart  aus 3633
                      Bn          29640 Bf Stuttgart  aus 3633
                      Bn          29640 Bf Stuttgart  aus 3633
           6.57      E 3941      W        Sigmaringen                                    Aulendorf
                      Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3764 (Sa+S) / 3952 S   "AZB"
                      AByg        29844 Bf Tübingen   aus 3764 (Sa+S) / 3952 S   "AZB"
                      Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3764 (Sa+S) / 3952 S   "AZB"         
7.27                E 3762       W(Sa)    Ulm Hbf                                        Sigmaringen
                      MDyg        29842 Bf Tübingen   auf 3810
                      Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3810
                      AByg        29842 Bf Tübingen   auf 3810
                      Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3810
                      Byl         29918 Bf Ulm        auf 3348
                      AByl        29918 Bf Ulm        auf 3348
7.30       7.32      E 3353      Mo-Sa    Villingen                                      Ulm Hbf
            Sa        Byl         29917 Bf Ulm   
                      Bn          29916 Bf Ulm
                      ABn         29916 Bf Ulm
                      BDm         29916 Bf Ulm
8.00       (8.07)    E 3484      W        W(Sa) = Leutkirch / Sa = Aulendorf             Tübingen Hbf
            W(Sa)     BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            Sa        MDyg        29904 Bf Ulm
            Sa        Bn          29904 Bf Ulm
            Sa        AByl        29904 Bf Ulm
            Sa        Bn          29904 Bf Ulm
8.06       8.09      E 3481      W(Sa)    Tübingen Hbf                                   Memmingen
                      Byg         29842 Bf Tübingen
                      AByg        29842 Bf Tübingen
                      Byg         29842 Bf Tübingen
                      MDyg        29842 Bf Tübingen   
(8.00)     8.07      E 3484      W        W(Sa) = Leutkirch / Sa = Aulendorf             Tübingen Hbf
8.06       8.09      E 3481      W        W(Sa) = Tübingen Hbf / Sa = Sigmaringen        Memmingen
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3497 Fr
            Sa        AByg        29842 Bf Tübingen   aus 3497 Fr
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3497 Fr
            Sa        MDyg        29842 Bf Tübingen   aus 3497 Fr
           8.14      E 3348      W(Sa)    Sigmaringen                                    Villingen
                      Byl         29918 Bf Ulm        aus 3762
                      AByl        29918 Bf Ulm        aus 3762
9.23                 E 3807      W        Tübingen Hbf                                   Sigmaringen
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3808                   "AZB"
            W(Sa)     AByg        29844 Bf Tübingen   auf 3808                   "AZB"
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3808                   "AZB"
            W(Sa)     MDyg        29851 Bf Tübingen   auf 3808
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3808
            Sa        AByg        29842 Bf Tübingen   auf 3808
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3808
            Sa        MDyg        29842 Bf Tübingen   auf 3808
            Di-Sa     MDyg        29849 Bf Tübingen   auf W(Sa) 69463 / Sa 3810
9.31       9.32      E 3355               W = Freiburg Hbf / S = Donaueschingen          Ulm Hbf
            W         Byl         29917 Bf Ulm
                      Bn          29916 Bf Ulm
                      ABn         29916 Bf Ulm
                      BDm         29916 Bf Ulm
9.59       10.00     E 3350      So       Ulm Hbf                                        Donaueschingen
                      Bn          29904 Bf Ulm
                      AByl        29904 Bf Ulm
                      Bn          29904 Bf Ulm
                      MDyg        29904 Bf Ulm
9.59       10.00     E 3352      Mo-Sa    Ulm Hbf                                        Freiburg Hbf
            Fr        Byl         29917 Bf Ulm
                      BDn         14550 Bf Freiburg
                      ABn         14550 Bf Freiburg
                      Bn          14550 Bf Freiburg
           10.17     E 3808      W        Sigmaringen                                    Tübingen Hbf
            W(Sa)     MDyg        29851 Bf Tübingen   aus 3803
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3803                   "AZB"
            W(Sa)     AByg        29844 Bf Tübingen   aus 3803                   "AZB"
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3803                   "AZB"
            Sa        MDyg        29842 Bf Tübingen   aus 3803
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3803
            Sa        AByg        29842 Bf Tübingen   aus 3803
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3803
11.00      11.02     E 3362               München Hbf                                    Freiburg Hbf
                      BDn         14550 Bf Freiburg
                      ABn         14550 Bf Freiburg
                      Bn          14550 Bf Freiburg
                      Bn          14551 Bf Freiburg
           11.21     E 3810               Sigmaringen                                    Tübingen Hbf
            W(Sa)     MDyg        29842 Bf Tübingen   aus 3762
            W(Sa)     Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3762
            W(Sa)     AByg        29842 Bf Tübingen   aus 3762
            W(Sa)     Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3762
            Sa        MDyg        29849 Bf Tübingen   aus 3807
            Sa        Byl         29918 Bf Ulm        aus 3349
            Sa        AByl        29918 Bf Ulm        aus 3349
            S         Bn          29780 Bf Stuttgart  aus 3358
            S         Bn          29780 Bf Stuttgart  aus 3358
            S         MDyg        29799 Bf Stuttgart  aus 3358
12.29      12.32     E 3357      W        Freiburg Hbf                                   Ulm Hbf
            Fr        Byl         29917 Bf Ulm
                      Bn          29916 Bf Ulm
                      ABn         29916 Bf Ulm
                      BDm         29916 Bf Ulm
12.57      (13.04)   E 3489               Tübingen                                       W(Sa) = Memmingen/Sa+S = Aulendorf
            W(Sa)     AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            Fr        Byg         29827 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen   auf 3947                   "AZB"
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen   auf 3947                   "AZB"
            Sa        Byg         29844 Bf Tübingen                              "AZB"
            Sa        AByg        29844 Bf Tübingen                              "AZB"
            Sa        Byg         29844 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         Bn          29904 Bf Ulm
            S         AByl        29904 Bf Ulm
            S         Bn          29904 Bf Ulm
            S         MDyg        29904 Bf Ulm
            S         MDyg        29851 Bf Tübingen   auf 3820
13.01                E 3946      W        Aulendorf                                      Sigmaringen
                      Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3816                   "AZB"
                      AByg        29844 Bf Tübingen   auf 3816                   "AZB"
                      Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3816                   "AZB"
            Sa        Bn          20662 Bf Lindau     auf 3820
            Sa        Bn          20662 Bf Lindau     auf 3820
(12.57)    13.04     E 3489               Tübingen Hbf                                   W(Sa) = Memmingen/Sa+S = Aulendorf
            W(Sa)     AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            Fr        Byg         29827 Bf Tübingen                              "AZB"
            Sa        Byg         29844 Bf Tübingen                              "AZB"
            Sa        AByg        29844 Bf Tübingen                              "AZB"
            Sa        Byg         29844 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         Bn          29904 Bf Ulm
            S         AByl        29904 Bf Ulm
            S         Bn          29904 Bf Ulm
            S         MDyg        29904 Bf Ulm
13.23      13.25     E 3354      W        Ulm Hbf                                        Freiburg Hbf
                      BDm         29916 Bf Ulm
                      ABn         29916 Bf Ulm
                      Bn          29916 Bf Ulm
           13.30     E 3816      W        Sigmaringen                                    Tübingen Hbf
                      Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3946                   "AZB"
                      AByg        29844 Bf Tübingen   aus 3946                   "AZB"
                      Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3946                   "AZB"
           13.36     E 3947      W(Sa)    Sigmaringen                                    Aulendorf
                      Byg         29840 Bf Tübingen   aus 3489                   "AZB"
                      Byg         29840 Bf Tübingen   aus 3489                   "AZB"
14,41                E 3813      W        Tübingen Hbf                                   Sigmaringen
            W(Sa)     BDyg        29830 Bf Tübingen   auf 3820
            W(Sa)     Bn          29830 Bf Tübingen   auf 3820
            Sa        AByl        29918 Bf Ulm        auf 3765
            Sa        Byl         29918 Bf Ulm        auf 3765
            Sa        MDyg        29849 Bf Tübingen   auf 69463 Mo
14.56      15.09     E 3494      W        W = Memmingen / S = Sigmaringen                (Sa) = Tübingen Hbf/Sa = Sigmaringen
                      MDyg        29842 Bf Tübingen   Sa auf 3494 S/S aus 3494 Sa
                      Byg         29842 Bf Tübingen   Sa auf 3494 S/S aus 3494 Sa
                      AByg        29842 Bf Tübingen   Sa auf 3494 S/S aus 3494 Sa
                      Byg         29842 Bf Tübingen   Sa auf 3494 S/S aus 3494 Sa
15.40                E 3815               Tübingen Hbf                                   Sigmaringen
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3765                   "AZB"
            W(Sa)     AByg        29844 Bf Tübingen   auf 3765                   "AZB"
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3765                   "AZB"
            W(Sa)     MDyg        29851 Bf Tübingen   auf 3765
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3765
            Sa        AByg        29842 Bf Tübingen   auf 3765
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3765
            Sa        MDyg        29842 Bf Tübingen   auf 3765
            S         MDyg        29799 Bf Stuttgart  auf 3765   
            S         Bn          29780 Bf Stuttgart  auf 3765
            S         Bn          29780 Bf Stuttgart  auf 3765
15.51      15.53     E 3363               Freiburg Hbf                                   München Hbf
                      Bn          14551 Bf Freiburg
                      Bn          14550 Bf Freiburg
                      ABn         14550 Bf Freiburg
                      BDn         14550 Bf Freiburg
           16.04     E 3765               Sigmaringen                                    Ulm Hbf
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3815                   "AZB"
            W(Sa)     AByg        29844 Bf Tübingen   aus 3815                   "AZB"
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3815                   "AZB"
            W(Sa)     MDyg        29851 Bf Tübingen   aus 3815
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3815
            Sa        AByg        29842 Bf Tübingen   aus 3815
            Sa        Byg         29842 Bf Tübingen   aus 3815
            Sa        MDyg        29842 Bf Tübingen   aus 3815
            S         MDyg        29799 Bf Stuttgart  aus 3815   
            S         Bn          29780 Bf Stuttgart  aus 3815
            S         Bn          29780 Bf Stuttgart  aus 3815
16.23      16.24     E 3356               Ulm Hbf                                        Freiburg Hbf
            W         BDm         29916 Bf Ulm
            W         ABn         29916 Bf Ulm
            W         Bn          29916 Bf Ulm
            (Sa)      Byl         29917 Bf Ulm
            S         Bn          29916 Bf Ulm
            S         ABn         29916 Bf Ulm
            S         BDm         29916 Bf Ulm
           16.29     E 3820               Sigmaringen Hbf                                Tübingen
            W(Sa)     Bn          29830 Bf Tübingen   aus 3813
            W(Sa)     BDyg        29830 Bf Tübingen   aus 3813
            Sa        Bn          20662 Bf Lindau     aus 3946
            Sa        Bn          20662 Bf Lindau     aus 3946
            Sa        MDyg        29851 Bf Tübingen   aus 3764 Fr
            S         Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3495 Sa                "AZB"
            S         AByg        29844 Bf Tübingen   aus 3495 Sa                "AZB"
            S         Byg         29844 Bf Tübingen   aus 3495 Sa                "AZB"
            S         MDyg        29851 Bf Tübingen   aus 3489
                     Lr 31490    W(Sa)    Herbertingen                                   Sigmaringen
                      Byg         29840 Bf Tübingen   auf 3953                   "AZB"
                      Byg         29840 Bf Tübingen   auf 3953                   "AZB"
                      AByg        29840 Bf Tübingen   auf 3953                   "AZB"
                      BDyg        29840 Bf Tübingen   auf 3953                   "AZB"
16.57                N 6323      W(Sa)    Tübingen Hbf                                   Sigmaringen
                      MDyg        29851 Bf Tübingen   auf 3822
                      Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3822                   "AZB"
                      AByg        29844 Bf Tübingen   auf 3822                   "AZB"
                      Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3822                   "AZB"
           17.05     E 3953      W(Sa)    Sigmaringen                                    Leutkirch
                      BDyg        29840 Bf Tübingen   aus 31490                  "AZB"
                      AByg        29840 Bf Tübingen   aus 31490                  "AZB"
                      Byg         29840 Bf Tübingen   aus 31490                  "AZB"
                      Byg         29840 Bf Tübingen   aus 31490                  "AZB"
17.52                E 3349      W(Sa)    Villingen                                      Sigmaringen
                      AByl        29918 Bf Ulm        auf 3761 Di-Fr / 3810 Sa
                      Byl         29918 Bf Ulm        auf 3761 Di-Fr / 3810 Sa
17.55                E 3952      (Sa)     Aulendorf                                      Sigmaringen
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen   auf 3640                   "AZB" 
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen   auf 3640                   "AZB"
            S         Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3941 nS                "AZB"
            S         AByg        29844 Bf Tübingen   auf 3941 nS                "AZB"
            S         Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3941 nS                "AZB"
17.58      (18.04)   E 3495      W        Tübingen Hbf                                   W(Sa) = Aulendorf / Sa = Sigmaringen
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            Sa        Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3820 S                 "AZB"
            Sa        AByg        29844 Bf Tübingen   auf 3820 S                 "AZB"
            Sa        Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3820 S                 "AZB"
           18.00     E 3822      W(Sa)    Sigmaringen                                    Tübingen Hbf
                      Byg         29844 Bf Tübingen   aus 6323                   "AZB"
                      AByg        29844 Bf Tübingen   aus 6323                   "AZB"
                      Byg         29844 Bf Tübingen   aus 6323                   "AZB"
                      MDyg        29851 Bf Tübingen   aus 6323
(17.58)    18.04     E 3495      W(Sa)    Tübingen Hbf                                   Aulendorf
                      Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
                      Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
                      AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
                      BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
18.23      18.25     E 3358               Ulm Hbf                                        (Sa) = Villingen / Sa = Sigmaringen
            (Sa)      BDm         29916 Bf Ulm
            (Sa)      ABn         29916 Bf Ulm
            (Sa)      Bn          29916 Bf Ulm
            Mo-Do + S Byl         29917 Bf Ulm        auf 3761
            Fr        Byl         29917 Bf Ulm
            Sa        Bn          29780 Bf Stuttgart  auf 3810 S
            Sa        Bn          29780 Bf Stuttgart  auf 3810 S
            Sa        MDyg        29780 Bf Stuttgart  auf 3810 S
18.52      (19.09)   E 3497      (Sa)     Tübingen Hbf                                   W(Sa) = Sigmaringen/S = Aulendorf
            W(Sa)     Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3761 Di-Fr / 3481 Sa
            W(Sa)     AByg        29842 Bf Tübingen   auf 3761 Di-Fr / 3481 Sa
            W(Sa)     Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3761 Di-Fr / 3481 Sa
            W(Sa)     MDyg        29842 Bf Tübingen   auf 3761 Di-Fr / 3481 Sa
            S         Bn          20662 Bf Lindau
            S         Bn          20662 Bf Lindau
            S         Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
18.56      (19.06)   E 3640      (Sa)     Memmingen                                      Stuttgart Hbf
            Fr        Byg         29827 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
19.01      19.03     E 3351      S        Freiburg Hbf                                   Ulm Hbf
            So        MDyg        29904 Bf Ulm
            So        Bn          29904 Bf Ulm
            So        AByl        29904 Bf Ulm
            So        Bn          29904 Bf Ulm
                      Bn          14550 Bf Freiburg
                      ABn         14550 Bf Freiburg
                      BDn         14550 Bf Freiburg
19.01      19.03     E 3359      W(Sa)    Freiburg Hbf                                   Ulm Hbf
                      Bn          14550 Bf Freiburg
                      ABn         14550 Bf Freiburg
                      BDn         14550 Bf Freiburg
(18.56)    19.06     E 3640      (Sa)     Memmingen                                      Stuttgart Hbf
            Fr        Byg         29827 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen   aus 3952                   "AZB"
            W(Sa)     Byg         29840 Bf Tübingen   aus 3952                   "AZB"
            S         BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
            S         Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
(18.52)    19.09     E 3497      S        Tübingen Hbf                                   Aulendorf
                      Bn          20662 Bf Lindau
                      Bn          20662 Bf Lindau
                      Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
                      Byg         29840 Bf Tübingen                              "AZB"
                      AByg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
                      BDyg        29840 Bf Tübingen                              "AZB"
19.37                E 3764      (Sa)     Ulm Hbf                                        Sigmaringen
            W(Sa)     MDyg        29851 Bf Tübingen   auf 3806 Di-Fr / 3820 Sa
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3941                   "AZB"
            W(Sa)     AByg        29844 Bf Tübingen   auf 3941                   "AZB"
            W(Sa)     Byg         29844 Bf Tübingen   auf 3941                   "AZB"
            S         MDyg        29842 Bf Tübingen   auf 3761
            S         Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3761
            S         AByg        29842 Bf Tübingen   auf 3761
            S         Byg         29842 Bf Tübingen   auf 3761
            S         Byl         29918 Bf Ulm        auf 3761
            S         AByl        29918 Bf Ulm        auf 3761
20.57                E 3633      (Sa)     Stuttgart Hbf                                  Sigmaringen
                      Bn          29640 Bf Stuttgart  auf 3806
                      Bn          29640 Bf Stuttgart  auf 3806
                      Am          29640 Bf Stuttgart  auf 3806
                      Bn          29640 Bf Stuttgart  auf 3806
                      Bn         29640 Bf Stuttgart   auf 3806
Der Güterverkehr

In den späten Bundesbahn-Jahren waren die Tarifpunkte um Sigmaringen herum dem Kbf Mengen zugeordnet und wurden von diesem aus bedient.
Die morgendliche Tour zu den Sateliten erfolgte mit einer 215, die zuvor einen der Ng von Ulm Rbf nach Mengen gebracht hatte. Sie traf am Vormittag in Sigmaringen ein, bediente die dortigen Güterkunden und mit einer Zwischenfahrt die Awanst Eisele. Danach ging es mit der Übergabe weiter nach Albstadt-Ebingen, wo Stück- und Eilgutwagen für den seinerzeit noch schienenbedienten Stückgutbahnhof zugestellt wurden. Auf der Rückfahrt bediente die Übergabe den Bahnhof Storzingen, welcher, wie alle Betriebsstellen der Hohenzollernbahn, der Hauptdienststelle Balingen angegliedert war, aber bedienungstechnisch zu Mengen gehörte. Auf der Rückfahrt wurden Stück- und Expressgutwagen (vgl. die Aufstellung der Reihungen der Reisezüge) im Üg 69463 nach Sigmaringendorf mitbefördert, darunter auch ein Bundesbahn-MDyg, und an die HzL übergeben.

Nachmittags erfolgte die Bedienung von Sigmaringen und Umgebung mit der in Mengen stationierten Köf III, die als Lz von dort eintraf. Je nach Bedarf erfolgte anschliessend eine Abholung von Wagen in Storzingen und die nochmalige Bedienung der Awanst Eisele. Danach machte sich die Köf mit der Übergabe auf die Rückfahrt nach Mengen. Nach dem Ersatz der Köf III in Mengen durch eine 365 im Jahr 1991 übernahm diese die nachmittägliche Tour.

Hauptkunden mit Gleisanschluss waren in Sigmaringen ein Gaslager mit Umfüllstation, welches sich in Richtung Sigmaringendorf befand und dessen Anschluss nur aus einem Stumpfgleis mit Abtankmöglichkeit auf dem Werksgelände bestand, sowie das WLZ-Raiffeisen-Lagerhaus mit umfangreichem Betriebsgelände und Siloturm. Daneben spielte auch der Empfang von Brennstoffen (in der Nähe von Gleis 8a hatte ein Brennstoffhändler ein kleines Tanklager) sowie der Bundeswehrstandort Sigmaringen eine Rolle.

Nachfolgend noch die Fahrzeiten für die Güterzugbedienung rund um Sigmaringen für den Sommerfahrplan 1992, als Teile der Bedienung schon an die Landesbahn übergegangen waren:

Üg 69460     W(Sa)   Mengen 7.40  - Storzingen 8.21/8.25 - Albstadt-Ebingen 8.44 / 215
Üg 69461     W(Sa)   Albstadt-Ebingen 9.21 - Storzingen 9.34/10.59 - Sigmaringen 11.13/11.36 - Mengen 11.48 / 215

Üg 69440     W(Sa)   Mengen 8.20 - Sigmaringen 8.35          / HzL
Üg 69466     W(Sa)   Sigmaringen 8.40 - Eisele 8.48          / HzL
Üg 69467     W(Sa)   Eisele 8.55 - Sigmaringen 9.03          / HzL
Üg 69441     W(Sa)   Sigmaringen 9.35 - Mengen 9.48          / HzL

Üg 69474     W(Sa)   Mengen 14.40 - Sigmaringen 14.53        / 365
Üg 69468     W(Sa)   Sigmaringen 16.11 - Eisele 16.19        / 365
Üg 69469     W(Sa)   Eisele 16.34 - Sigmaringen 16.42        / 365
Üg 69475     W(Sa)   Sigmaringen 17.03 - Mengen 17.18        / 365

Üg 69462     Sa      Mengen 8.56 - Storzingen 9.27/9.40 - Albstadt-Ebingen 9.56 / 215                                           / 215
Üg 69463     Sa      Albstadt-Ebingen 9.21 - Storzingen 9.34/10.59 - Sigmaringen 11.13/11.36 - Mengen 11.48 / 215


So, nun hoffe ich, es hat etwas gefallen und ich würde mich über alles an Ergänzungen, Korrekturen etc. herzlich freuen.


Viele Grüsse von Mark



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:06:13:22:49:00.
Hallo Mark!

Respekt! Was für eine Fleißarbeit

meint mit freundlichen Geüßen

Helmut

Als kleines Dankeschön ein Sigmaringen-Foto aus 1969:
db0db382366cSigmaringenBw10-08-1969.JPG

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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Hallo Mark !

Einfach mal wieder allererste Sahne von Dir, diese Übersicht über den Bf Sigmaringen und vor allem.............Sabber, Sabber...........die Zugbildung der lokbespannten Reisezüge, die dort hielten über den ganzen Tag.

Am herausragendsten ist einmal der Lindauer Umlauf mit den 2 Bn, der ja sogar über die "Hohenzollernalb" nach Tübingen kommt und dann der Stuttgarter "Übernachtungsumlauf" mit dem Am in der Zugmitte drin zuzüglich 4 Bn.

Weißt Du zufällig, ob sich zugbildungstechnisch bis zum Auftauchen der Hauptbahnretter (VT 628) in den Jahren 1985 bis 1989 viel geändert hat ? Vsl. etwas reduzierterer Einsatz der Umbauwagen ?
Ohne jetzt selber mit dem "Recherchieren" zu beginnen wollen, wann fuhr denn die letzte Schienenbusleistung der DB (798) in Sigmaringen ?

Mal wieder Fragen über Fragen. Aber Du hast einfach gute Themen, die einen alten Diesel- und Wagenfreund immer interessieren.

Schönes Wochenende !

Viele Grüße
Andreas
Grüß Gott Zaubermark,

falls es Dich interessiert - im Jahre 1973 habe ich einen mehrteiligen Artikel über die Donautalbahn im Abschnitt Beuron - Inzigkofen in der damaligen "Modellbahnrevue (MBR)" veröffentlicht - im Heft 6/1973 habe ich die Bahnhöfe Beuron, Hausen im Tal, Thiergarten (Hohenz) und Inzigkofen mit Gleisplänen, Signalen mit Bezeichnungen, etc. und etlichen Bildern vorgestellt.
Der Bahnhof Inzigkofen hatte damals ja nicht nur Gleissperrsignale in den Ausfahrten Richtung Westen, sondern auch in Richtung Sigmaringen sowie 2 Gleissperrsignale zum Umsetzen aus den Richtungen Hausen im Tal/Storzingen, also insgesamt 6 Gleissperrsignale. Warum diese installiert waren, weiß ich nicht, ich könnte mir allerdings Militärverkehr im Übergang der Tübinger/Tuttlinger Strecke vorstellen, also Züge, die in Inzigkofen Kopf machten. Für einen reinen Trennungsbahnhof machten mir diese Gleissperrsignale keinen Sinn. Damals stand übrigens auch noch das Stellwerk 2 an der Ausfahrt Ri. Sigmaringen.
Kurz vor meinen Aufzeichnungen im Herbst 1973 wurde m.E. die westliche Einfahrt wohl vereinfacht neu verlegt, was ich meinen Bildern entnehmen kann - ein Gleisplan aus dem Jahre 1937 mit dem Neubau der Stellwerke 1 und 2 zeigt eine etwas aufwendigere Weichenverbindung.

Grüße Jürgen Stadelmann

Re: Der Bahnhof Sigmaringen in den letzten Bundesbahn-Jahren

geschrieben von: S.B

Datum: 13.06.20 21:19

Hallo Mark,

Top Beitrag mal wieder von dir, Detail gerecht ausgearbeit wie immer von Dir. Du hast ja geschrieben das es zur Hohenzollernbahn Tübingen- Sigmaringen es keine grosse Literatur gibt, stimmt nicht ganz , kennst du das hier, Mark .
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Gruss von Stefan
Hallo zusammen,

vielen lieben Dank an Euch für die bisherigen Antworten.

Besonders an Helmut für das schöne Bild. Für nicht so ganz Ortskundige: die Drehscheibe und der württembergische Lokschuppen befand sich dort, wo sich auf meinem Plan die Leerfläche oberhalb von Gleis 6b befindet. Später wurden dort u.a. Parkplätze eingerichtet. Die Gebäude im Hintergrund gehören zum WLZ-Lagerhaus und der Prellbock müsste der von 6b sein.

Andreas: ja, dort wurden etliche der Leistungen auf der Hohenzollern- und Allgäubahn durch die nach Tübingen umbeheimateten 627 gefahren. Das ging im Herbst 1986 zum Winterfahrplan los. Kurz darauf kamen dann auch Tübinger Schienenbusse über die Alb und weiter ins Allgäu bis nach Memmingen. Auf den Allgäu-Strecken haben die Einsätze der Schienenbusse zum Sommer 1990 geendet. Wie es auf der Hohenzollernbahn ausschaute, kann ich Dir auswendig nicht genau sagen, ich habe da aber was im Kopf mit Schienenbuseinsätzen bis mindestens Sommer 1993.
Im Donautal blieben die Zugbildungen im Grossen und Ganzen bis zum Sommer 1988 erhalten.

Jürgen: Vielen Dank für den Hinweis auf Deinen Aufsatz. Ich will mir das Heft antiquarisch oder per Fernleihe besorgen. Genau mit diesem Gedanken Militärzüge und evtl. erforderliche Rangierarbeiten habe ich auch schon gespielt. Interessanterweise blieben die Hs ja auch nach der Zentralsierung der Stellwerksanlage stehen.

Stefan: Vielen Dank für diesen Hinweis. Diese Hefte kannte ich bislang nicht und ich hab jetzt ganz grosse Augen bekommen. Dafür sagt mir der Name des Autors etwas. War das nicht der letzte Balinger Chef?


Viele Grüsse von Mark
Kleine Bemerkung zu den HS im ehem. Bf Inzigkofen: Militärzüge der französischen Truppen, die vom stettener Kasernement in Storzingen verladen wurden, mussten in Inzigkofen kopfmachen, um auf die Schwarzwaldbahn Richtung Immendingen zu gelangen. Um diese damals häufigen Umsetzmanöver flüssiger und sicherer durchzuführen, waren diese HS eine willkommene Betriebserleichterung und Sicherheitsmaßnahme. Mal einfach gesagt. Gruß Fritzle
Hallo,

ja, Guido Motika war der letzte Chef in Balingen gewesen. Etwa zwei Jahre vor seinem Tod habe ich ihn noch zweimal in seiner Dienstwohnung im Balinger Bahnhof besucht, nachdem ich den Tipp zu seinem „Wahnsinnswerk“ (zu dick für jeden Verlag) bekommen hatte und er mir ein Exemplar auf Bestellung drucken lies.
Wenn man bedenkt, dass darin „nur“ Text und Zeichnungen (insbesondere Gleispläne und Gebäude) stecken und keine Fotos (die ein Verlag gewollt hätte), ist klar warum es nur im Selbstverlag verlegt worden ist. 1000 Seite über die Eisenbahn auf der Zollernalb bindet sich kein Verlag ans Bein...
Kann man das Werk heute noch irgendwie bekommen? Er hat damals nur auf Bestellung Einzelexemplare in einem Balinger Copyshop drucken lassen. Es ist sehr, sehr lohnend!

Übrigens noch vielen Dank zu den Ausführungen zu Sigmaringen.

Pfeiftafel
Quasi Auszüge aus dem Werk von Motika zur Entwicklung des Streckennetzes findet sich hier in mehreren Artikeln bis Seite 16:
[www.heimatkundliche-vereinigung.de]

Stellwerke 1989 + Kleber-Express 1992 (3 B)

geschrieben von: Djosh

Datum: 14.06.20 10:31

Hallo Mark,

danke für den interessanten Beitrag über Sigmaringen. Besonders die Zugbildung macht Freude. Hier noch zur Ergänzung ein paar schon mal gezeigte Bilder, die ich nun neu bearbeitet habe. Weitere Bilder muss ich erst noch einscannen. Als ich im August 1989 dort war, fuhren schon 628.2 als RSB, aber eben auch noch Eilzüge mit 215.


http://doku-des-alltags.de/StreckenundBahnhoefe/Wuerttemberg/Donautal/890800%20Sigmaringen/Sigmaringen%20Stw%201.jpg

Stellwerk 1 im August 1989. Leider bei fürchterlichen Lichtverhältnissen.


http://doku-des-alltags.de/StreckenundBahnhoefe/Wuerttemberg/Donautal/890800%20Sigmaringen/Sigmaringen%20Stw%202.jpg

Stellwerk 2 im August 1989. Hinten auf Gleis 3 steht 215 100, mit dem E 3936 Sigmaringen - Tübingen, bestehend aus 1x MDyg + 3 n-Wagen.


http://doku-des-alltags.de/StreckenundBahnhoefe/Wuerttemberg/Donautal/920824%20Sigmaringen/01%20218%20447%20Sigmaringen.jpg

Der "Kleber-Expreß" München – Freiburg im August 1992. Ab Sommerfahrplan 1988 fuhr er in München eine Stunde früher ab, bereits um 6:41 und erreichte Sigmaringen daher schon gegen 10 Uhr. Die Zugnummer wechselte ab 2.6.1991 von E 3362 auf E 3210. Der Zug hat hier 2 ABn eingereiht.

1992 sind in Sigmaringen bereits die Lichtsignale aufgestellt.



Viele Grüße,
Georg

https://doku-des-alltags.de/banner/DSObanner01.jpg





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:06:14:10:32:16.
Hallo Mark,

danke für diesen interessanten Beitrag, den ich mir wohl noch ein paar mal in Ruhe anschauen werde.
Die Tübinger P8 behielten bzw. bekamen wieder ihre Kastentender da sie mit Wannen auf die meisten von Tübingen aus angefahrenen Drehscheiben nicht passten, wobei es in Sigmaringen - natürlich sehr ungern genutzte - ansetzbare Verlängerungen gab.
Ein Lokführer erzählte mir daß er mit seiner P8 an einem sehr kalten Wintertag Wagen aus dem WLZ-Anschluss abziehen sollte (auf Helmuts schönem P8-Bild im Hintergrund). Da der Anschluss etwas tiefer lag und deshalb in leichtem Gefälle über eine Strasse führte, waren die Schienen mit festgefahrenem Schnee bedeckt. Beim Anbremsen kam die Lok ins rutschen und stiess recht heftig auf die dort stehenden Wagen. Der Aufstoss überforderte den (frisch gefüllten?) Wasserkasten, so daß der Boden durchbrach und das ganze Wasser ausströmte jedoch gleich gefror, so daß an ein zurückfahren nicht mehr zu denken war. Bevor die P8 dann von einer Hilfslok befreit werden konnte, war stundenlanges eishacken nötig, nicht daß der Tender und die Lok noch auf dem Überweg zu allem Unglück noch entgleisten. Die Kastentender waren zwar schön aber eben sehr alt und instandhaltungsaufwändig, was dann oft zu vorzeitiger Ausmusterung u. U. der ganzen Lok geführt hätte. So flickte und schweisste man halt rum um die Tender mit geringstmöglichen Kostenaufwand noch irgendwie am Laufen zu halten.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:06:14:11:41:24.

Re: Stellwerke 1989 + Kleber-Express 1992 (3 B)

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 14.06.20 11:45

Hallo zusammen,

danke für Eure weiteren Antworten und Eure Beteiligung.

@ Fritzle: Wunderbar, dann ist diese Frage, die mich seit Jahrzehnten beschäftigt hat, endlich geklärt und die Vermutung von Jürgen und mir bestätigt.

@ Pfeiftafel: Danke für den Hinweis und den Link zu den Historischen Blättern. Ich habe mich mal eingelesen, der Aufsatz ist mit viel Mühe und viel Liebe zum Detail erstellt und man ahnt wohl, was für Qualitäten ein Buch von Guido Motika gehabt hätte.

@ Georg: Danke für die Ergänzungen und Bilder. Genau in diesem Zustand habe ich den Bahnhof auch kennengelernt. Bemerkenswert ist der zweite ABn im 3210, auf den Du schon hingewiesen hast. Die planmässige Reihung wäre BDnrzf + ABn + Bn gewesen. Vermutlich sind in München die Bn ausgegangen... Seltsamerweise habe ich den Zug immer nur in der Standard-Ausführung gesehen und im HiFo tauchen von ihm die tollsten Varianten auf... Nicht zu glauben...


Viele Grüsse von Mark



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:06:14:12:10:02.

Re: Der Bahnhof Sigmaringen/ zu Motika

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 14.06.20 12:51

Eine kleine Bemerkung zu Motika: Dieser idealistische Eisenbahner schrieb auch häufig im Schwarzwälder Boten oder in der Schwäbischen Zeitung über die Zollernbahn historische und geschichtsträchtige interessante Aufsätze, von denen ich allerdings nur sehr wenige über die Zeiten hinweg retten konnte. s. Bild. Gruß Fritzle.


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Gleisplanskizze Bf Sigmaringen HZL

geschrieben von: S.B

Datum: 14.06.20 13:14

Hallo Mark,

habe noch was in meinem Archiv gefunden, wo auch zum Thema passt. Anbei eine Gleisplanskizze vom Bf Sigmaringen HZL aus der Reichsbahnzeit Jahr ?

sigmaringen.jpg

Gruß von Stefan aus dem Nordschwarzwald

Re: Gleisplanskizze Bf Sigmaringen HZL

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 14.06.20 13:30

Hallo liebe Leute,


vielen Dank für Eure weiteren Antworten.

@ Michael, danke für diese sehr interessante und humorige Anekdote, an die Strassenquerung vom WLZ-Anschluss erinner ich mich noch genau, es war die Zufahrt zur Bundesbahn-Güterabfertigung und zum Landesbahnhof. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bedienung bei schlüpfrigen Schienen und vereisten Spurrillen nicht ohne war.
Das Lagerhaus-Gelände wurde ja vollständig geräumt und heute befinden sich dort Lidl, Takko und Co.

@ Fritzle, danke für die Erinnerung an Guido Motika. Er war, nach allem was ich über ihn gehört habe, ein sehr engagierter und idealistischer Bahner. Er hatte meines Wissens nie die gehobene Laufbahn absolviert, sondern war bis zur Pensionierung Betriebsinspektor, also im mittleren Dienst und war bis zur Übernahme der Hauptdienststellenleitung Wagendienstler (?) in Balingen.

Nach etwas Suche habe ich nun herausgefunden, dass die Motika-Bände vollständig in der Stuttgarter Landesbibliothek vorhanden sind. Man kann sie aber nur in den Lesesaal bestellen und nicht ausleihen. Das ist mir trotzdem mal einen Besuch wert.

@ Stefan, der Plan ist klasse, aber er bringt mich ins Grübeln. Ich kannte den Bahnhof nur mit Triebwagen-Verkehr und da stellt sich mir die Frage: wie wurde dort umgesetzt, als noch lokbespannte Züge verkehrten? So ähnlich wie in Oberammergau? Also die Lok drückt die Ausrüstung in die Steigung zurück, diese wird mit einer Handbremse gesichert und nachdem die Lok auf ein Nebengleis gestellt wurde, lässt man die Wagen zurückrollen? Vielleicht kann jemand was dazu sagen.


Viele Grüsse von Mark



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:06:14:13:31:33.

Re: Gleisplanskizze Bf Sigmaringen HZL

geschrieben von: Pfeiftafel

Datum: 14.06.20 15:15

Hallo,

lokbespannt dürfte es in Sigmaringen wie folgt abgelaufen sein:
- Zurückdrücken des Wagenzugs nach Gleis 2
- Lok umläuft über Gleis 3 und wird dabei versorgt
- Zurückdrücken des Wagenzug an den Bahnsteig

Eigentlich ganz einfach...

Pfeiftafel

Re: Gleisplanskizze Bf Sigmaringen HZL

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 14.06.20 15:37

Zaubermark schrieb:
Hallo liebe Leute,


vielen Dank für Eure weiteren Antworten.


@ Stefan, der Plan ist klasse, aber er bringt mich ins Grübeln. Ich kannte den Bahnhof nur mit Triebwagen-Verkehr und da stellt sich mir die Frage: wie wurde dort umgesetzt, als noch lokbespannte Züge verkehrten? So ähnlich wie in Oberammergau? Also die Lok drückt die Ausrüstung in die Steigung zurück, diese wird mit einer Handbremse gesichert und nachdem die Lok auf ein Nebengleis gestellt wurde, lässt man die Wagen zurückrollen? Vielleicht kann jemand was dazu sagen.


Viele Grüsse von Mark
Eine kleine Bemerkung zur obigen Frage: genau so war es. Der ankommende Zug stieß die Ausrüstung (meistens zwei 2achser + 1 Pwg oder ein 4achser + Pwg) in das ansteigende Streckengleis zurück, die Lok fuhr nach Umstellung der Weiche grenzzeichenfrei auf Gleis 2. Nach Auslösen der Bremse rollten die auf Gleis 1 handgebremst zurück, jedoch ohne mit dem Prellbock (von welchem ja auch die Wirtschaft zur Landesbahn den Übernamen hatte) in seiner Ruhe zu stören. Nun setzte die Lok nach dem Wasserfassen an den Zug und dieser war nach der Bremsprobe wieder abfahrbereit. Es war aber ebenfalls ein Umfahren der Ausrüstung, wenn diese nicht zu lang war, in der Abstellanlage möglich. Aber das erstere Manöver war einfacher und schneller fertig und die Pause dadurch geringfügig länger. Von der Umfahrung in den Nebengleisen wurde auch Gebrauch gemacht als der Landesbahnhof noch im Güterzugdienst bedient wurde. Der Pw musste immer im Zuge so eingereiht sein, dass er bei Abfahrt das letzte Fahrzeug war. weil dieser genau mit den Puffern fast am Prellbock vor die Hallentür an der Güterschuppenrampe passte. Allerdings beobachtete ich Bedarfsübergaben von Hanfertal nach Sigmaringen auch geschoben, wenn es nur ein Kesselwagen war. Quelle: eigene jahrelange Beobachtungen. Unten noch ein Bild einer damals in Sigmaringen stationierten aulendorfer Köf im Anschluss zum Silo und an der Rampe von Domäne Bauhof/Nell. Gruß Fritzle.


Rhein 065.jpg

Re: Gleisplanskizze Bf Sigmaringen HZL

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 14.06.20 15:38

Pfeiftafel schrieb:
Hallo,

lokbespannt dürfte es in Sigmaringen wie folgt abgelaufen sein:
- Zurückdrücken des Wagenzugs nach Gleis 2
- Lok umläuft über Gleis 3 und wird dabei versorgt
- Zurückdrücken des Wagenzug an den Bahnsteig

Eigentlich ganz einfach...

das habe ich mir am Anfang auch kurz gedacht, bis ich die Nutzlänge 55 m gesehen habe. Ich weiss nicht, wie die HzL-Züge zur Dampflokzeit gebildet waren, aber es ist für meinen Geschmack recht knapp, selbst für eine Kleinbahn.


Viele Grüsse von Mark

Re: Gleisplanskizze Bf Sigmaringen HZL

geschrieben von: Pfeiftafel

Datum: 14.06.20 16:02

Wenn ich so die mir bekannten Bilder anschaue und durch den Kopf gehen lasse, liefen die langen schweren Reisezüge (mit den Vierachsern) zwischen Hechingen und Gammertingen. Was auch nicht verwundert, war der Abschnitt Burladingen - Rangendingen (!) nach Fahrgastzählungen aus den 1950ern der verkehrsstärkste Abschnitt im HzL-Netz (Arbeiterverkehr, Textilindustrie).
Die 55 m Nutzlänge dürften in der Regel gereicht haben bzw. mussten reichen, denn diese Umfahrlänge war praktisch nicht verlängerbar. Das Ausziehgleis führte in den Zwickel zwischen ansteigendem Bahndamm und Donau.
Aber wenn es Augenzeugenberichte zum Ablaufen lassen von Wagen gibt (als offizielle oder ggf. auch nur inoffizielle Methode), dann glaube ich dies gerne.
Schließlich musste auch das Zugpersonal im Prellbock noch „Wasser fassen“. Da muss es früher wild zugegangen sein, was man so erzählte. Auch vom am „Signal E“ haltenden Güterzug in Veringendorf (alias Gasthaus Engel).

Noch zwei Fotos...

geschrieben von: Jörn

Datum: 14.06.20 20:04

Ich bin richtig begeistert von diesem Faden und den vielen Informationen, die wieder enthalten sind. Allen Beteiligten sei Dank.

Als kleine Ergänzung möchte ich noch zwei Bilder beisteuern, die im Januar 2007 in Sigmaringen entstanden sind. Ich muss wohl nicht erklären, was sie zeigen...

https://abload.de/img/2007-01ddsojsk96.jpg

https://abload.de/img/2007-01adsobhjam.jpg

Beste Grüße, bleibt gesund
Jörn.

Hey, Farmer,
tu das Gift weg.
Gib mir Flecken auf Äpfeln,
aber lass mir die Vögel und die Bienen.
(Joni Mitchell, aus „Big Yellow Taxi“, 1970)


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