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 04 - Historisches Forum 

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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Liebe HiFo-Gemeinde,

vorweg besten Dank für Eure Ergänzungen und Kommentierungen zum vorangegangenen Beitrag. Sehr gefreut haben mich die Buchfahrpläne von „144.5“ und von Olaf, das Bild der Aalener Denkmallok 23 029 von Martin (die ich tatsächlich seit den Crailsheimer Zeiten nicht mehr gesehen habe) und das Käferbild von Jürgen.

Heute der fünfte und damit letzte Teil unserer Rundfahrt. Wochenende, wenig Ahnung von Zugbespannungen, zu wenig Zeit und kein Geld fürs längere Bleiben – das waren die Gründe dafür, warum wir in Crailsheim und später in Aalen hauptsächlich stehende Loks fotografiert haben. Einige wenige Dampfzüge habe ich auf einem Diafilm festgehalten, aber dieser ist – wie alle meine Dias – noch nicht gescannt.

Weiter also im Bw Crailsheim. Es ist Sonntag, 26.09.1971:


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Bild 101 Die zuvor im Bahnhof Crailsheim angetroffene 052 180 (Bw Nürnberg Rbf) hatte inzwischen ihren Wochenendruheplatz am Rundstand gefunden.


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Bild 102
Neben ihr stand 044 552, die nach ihrer Crailsheimer Zeit noch bewegte Jahre vor sich hatte: 08.05.1973 nach Betzdorf, 28.09.1973 nach Koblenz-Mosel, 30.11.1973 nach Rheine (wohl im Zusammenhang mit der Ölkrise), 10.12.1973 nach Emden, 15.01.1976 nach Ottbergen, 17.07.1976 nach Gelsenkirchen-Bismarck, Z-Stellung 03.02.1977.


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Bild 103
Gruppenbild mit der Ottbergener Leihlok 044 650. Vier Tage später ging die Maschine an ihr neues Heimat-Bw Ehrang weiter und schließlich am 08.01.1974 zu ihrer letzten Dienststelle Gelsenkirchen-Bismarck. Dort hielt sie bis zum Ende der Kohle-44er bei der DB durch und wurde erst am 23.05.1977 z-gestellt (Verschrottung 1978 im AW Limburg).


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Bild 104
Lokomotivgesichter zweier verschiedener Generationen: 044 650 (Borsig/1941) stammt in dieser Konzeption aus dem Jahr 1937, während 023 038 (Henschel/1954) die frühe Bundesbahnzeit um 1950 verkörpert. Den hochliegenden Kessel mit dem Krempenschornstein, die Wälzlager bei den höheren Betriebsnummern, das hochliegende Führerhaus und andere Gestaltungsmerkmale der Baureihe empfanden wir damals als überaus neuzeitlich und modern, auch wenn die Außerdienststellung der Maschinen bereits in der Luft lag.


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Bild 105
Volles „Haus“ (v.l.n.r.): 052 580, 044 558, 052 742, 023 055, 044 374, 052 180, 044 552, 023 029, 044 650, 023 038. Aus dieser stattlichen Gruppe von 10 Maschinen war 044 650 diejenige, die am längsten im Einsatz stand, nämlich noch fünf Jahre und acht Monate (s.o.). Ein Rundhaus gab es hier auf der „Wiese“ nicht (so hieß dieser Bereich des Betriebswerkes), nur weiter vorne an der Strecke nach Schwäbisch Hall-Hessental stand eines. Die Strahlengleise hier draußen, eben auf der Wiese, wurden samt Drehscheibe 1926 angelegt, nachdem die Aufgaben des Bw´s immer weiter gewachsen waren.


(Fortsetzung folgt in wenigen Minuten)
Fortsetzung:


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Bild 106
044 390 (Bw Lehrte), seit spätestens September 1971 leihweise beim Bw Crailsheim, war eine der Helferinnnen im Militärverkehr. Am 15.10.1971 wurde sie (während der Leihzeit in Crailsheim) vom Bw Lehrte zum Bw Ottbergen umstationiert, lief aber weiterhin in Crailsheim. Erst am 16.01.1972 dampfte sie zu ihrem neuen Heimat-Bw Ottbergen, das sie bisher noch gar nicht gesehen hatte. Dort standen ihr immerhin noch viereinhalb Jahre Betriebszeit bevor (z am 02.03.1976).


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Bild 107
Im Verwendungsnachweis des Bw Ottbergen vom Oktober 1971 findet sich die Umbeheimatung der Lehrter 044 390 (und der weiteren drei 044 407, 681 und 736) nach Ottbergen unter dem 15.10.1971. Randnotiz: Auch 094 597 ist hier eingetragen, die den Ottbergener Rangierdienst von Montag bis Samstag wahrnahm und sonntags kalt im Bw stand (Zeitraum: 26.07. – 29.11.1971). Bei ihrem ersten Erscheinen wurde sie im Verwendungsnachweis – ganz Eisenbahnersprache – als „Teckel 094 597“ bezeichnet.


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Bild 108
Neben 044 390 kommt die Heilbronner 052 218 zum Restaurieren herein. Ihre letzten Jahre im Zeitraffer: 17.02.1969 von Kassel nach Crailsheim, 10.12.1969 nach Heilbronn, 26.05.1974 zurück nach Crailsheim, 06.03.1975 nach Ulm, dort z ab 09.12.1975. Betrachtet man die Bettung der Gleise mit ihrer dicken, in vielen Jahren aus Öl, Kalk und Kohleruß gewachsenen Kruste, dann versteht man, warum heute die Areale ehemaliger Bahnbetriebswerke vor einer erneuten Bebauung metertief und daher kostenintensiv saniert werden müssen. Eine Dampflok verlor während der üblichen Nachschauleistung von rund 500 km etwa 12 – 15 Liter Schmieröl, das überwiegend in den Schotter lief.


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Bild 109
Die Behandlungsanlagen des Bw Crailsheim waren unter der Woche wesentlich frequentierter als an diesem Sonntag. 044 390 und 052 759 sind hier abgestellt, denn am Rundstand ist kein Platz mehr frei, wie wir gerade gesehen haben.


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Bild 110
023 065 (Jung/1955) lief nur noch ein knappes Jahr, ehe sie nach lediglich 17 Dienstjahren am 10.08.1972 z-gestellt wurde. Ein Jahr später war sie bereits wieder von unserem Planeten verschwunden (Verschrottung in Karthaus). Durch solche Daten wird das rasante Tempo des damaligen Traktionswandels überdeutlich.


(Fortsetzung folgt in wenigen Minuten)
Fortsetzung:


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Bild 111
Noch kürzer war die Nutzungszeit von 023 086 und vieler anderer 23er mit hohen Betriebsnummern: Die Jung-Lok war 1957 gebaut worden, lief bei den Bw Braunschweig Vbf, Bielefeld, Hameln und Minden, bevor sie am 10.11.1966 nach Crailsheim verlegt wurde. Dort erfolgte am 02.06.1971 die Z-Stellung – nach nur 13,5 Betriebsjahren! Hier steht die Lok gerade ausgemustert (+ 09.09.1971) in der hintersten Ecke des Bw Crailsheim nahe dem Kohlenkran.


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Bild 112
023 021 (Jung/1952) kommt von der Arbeit zurück und rollt zum Kohlefassen und Feuerputzen. Bei ihr fällt die Nutzungsbilanz mit 23 Dienstjahren besser aus (Indienststellung 04.12.1952 in Mainz, Z-Stellung 22.07.1975 in Crailsheim wegen Entgleisung).


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Bild 113
Auf den Gleisen gegenüber des 10-ständigen Rundschuppens standen 051 028 und 044 386 (ex 44 1384). Die 50er wurde am 01.02.1970 von Crailsheim nach Heilbronn umstationiert (dort am 30.03.1973 auf z), die 44er ging am 01.08.1973 von Crailsheim nach Gelsenkirchen-Bismarck weiter (dort am 24.09.1973 auf z). Letztere war von weitem schon an ihrem tiefer als gewöhnlich an der Rauchkammertür angebrachten Nummernschild zu erkennen. Die Lok hatte seit 02.10.1951 zum Crailsheimer Bestand gehört.


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Bild 114
052 745, seit Februar 1969 beim Bw Heilbronn und ab 17.12.1972 beim Bw Crailsheim beheimatet, steht neben 051 028. Vor ihr ein Gestell zum Rohreblasen. Vermutlich würde ein heutiger Sicherheitsbeauftragter die Krise bekommen, wenn ein Mitarbeiter auf diesem wackeligen Gebilde mit niedrigem Geländer arbeiten sollte.


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Bild 115
Auf dem Gleis neben der Einfahrt aus Schwäbisch Hall-Hessental standen traditionell z-gestellte, ausgemusterte oder auf Ausbesserung wartende Loks abgestellt. Zu letzteren gehörte 044 339, eine der acht hauseigenen 44er des Bw Crailsheim. Die (mit nur einmonatiger Unterbrechung) schon seit 09.04.1955 beim Bw Crailsheim stationierte Maschine kam wieder in Fahrt und ging zu Beginn des Sommerfahrplans 1973 mit ihren Schwesterloks aus Crailsheim weg. In Gelsenkirchen-Bismarck lief sie noch kurze Zeit bis zum 05.10.1973 (z).


(Fortsetzung folgt in wenigen Minuten)
Fortsetzung:


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Bild 116
023 085 (Jung/1957) hatte ihre Betriebszeit bereits hinter sich (z 06.04.1971, + 02.06.1971), links 023 033. An ihrem frühen Ausscheiden konnte auch der im Februar 1969 durchgeführte Tausch ihres Heißdampfreglers gegen einen Nassdampfregler nichts ändern. Die meisten 23er hatten diesen Umbau zwischen 1967 und 1971 erfahren, womit sie gegen das gefürchtete Wasserreißen weniger empfindlich reagierten. Am Wasserreißen war nicht der Heißdampfregler schuld, aber er verkraftete die Folgen schlechter als der Nassdampfregler. In Crailsheim (und Heilbronn) mussten die Loks mit extrem schlechtem, aus Kalkboden stammendem Speisewasser von rund 30 °dH versorgt werden, das große Mengen chemisches Aufbereitungsmittel erforderlich machte und viel Kesselschlamm verursachte. Das begünstigte das Wasserreißen. Da das Kesselwasser der MV-Loks von Haus aus ein wenig zum Schäumen neigte (es wurde im Mischvorwärmer mit dem von der Zylinderschmierung leicht öligen Abdampf vermengt), waren diese Loks in Crailsheim zweifach benachteiligt. Die auf Bild 110 gezeigte 023 086 hatte als eine der wenigen 23er keinen Nassdampfregler mehr erhalten und verfügte bis zuletzt über ihren empfindlicheren Heißdampfregler.


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Bild 117
Bevor wir die Heimreise antraten, machten wir nochmals einen kurzen Abstecher zu unserer Fotostelle bei Ellrichshausen/Satteldorf. Bald kam ein Militär-Leerzug mit den beiden Schwesterloks 212 378 und 212 379 aus Richtung Nürnberg. Die beiden Maschinen waren 1965 beim Bw Nürnberg Hbf in Dienst gestellt worden. Während die führende 212 378 am 03.06.1984 zum Bw Würzburg umbeheimatet und dort am 30.11.1994 ausgemustert wurde, erlitt die Zuglok 212 379 drei Monate nach dieser Aufnahme am 30.12.1971 einen verheerenden Unfall zwischen Schnabelwaid und Pegnitz, als sie Lz fahrend mit einem von der Kirchenlaibacher 050 957 geführten Güterzug zusammenstieß. Die Folge waren zwei Tote und die Ausmusterung der beiden Loks 212 379 am 18.06.1972 und 050 957 am 18.04.1972.


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Bild 118
Nebenan rollte 023 048 mit dem N 2719 (Lauda 12.25 Uhr – Crailsheim 14.00 Uhr) talfahrend auf Crailsheim zu.


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Bild 119
Die Maschine fegt an uns vorbei. Der Zugführer stützt sein müdes Haupt, im rumpelnden Abteil sitzend, auf Hand und Ellenbogen.


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Bild 120
Nun ging es wieder nach Hause. Um den Dampfentzug etwas abzufedern, der uns daheim zwangsläufig erwartete, legten wir im Bw Aalen noch eine kurze Pause ein. Es war Sonntag, nichts rührte sich und die meisten Loks standen festgemauert im Schuppen, aber immerhin trafen wir vier preuß. T 18 an. Drei von ihnen waren noch in Betrieb. Der Schuppen beinhaltete 023 067 (Bw Crailsheim), 078 297 (Bw Aalen), 051 430 (Bw Heilbronn), 051 584 (Bw Dillenburg), 078 164 (Bw Rottweil) und 078 410 (Bw Rottweil). Die drei zuletzt genannten Maschinen waren als Leihloks hier. Soweit ich weiß, war das Bw Aalen damals für die Bauzüge anlässlich der Elektrifizierung der Strecke Aalen – Schorndorf zuständig, wo der elektrische Betrieb dann zum Sommerfahrplan 1972 aufgenommen wurde. Dort fanden die 78er ihre letzten Aufgaben. Sie wurden wie folgt abgestellt:
078 164 z 19.10.1971
078 297 z 21.12.1971
078 410 z 21.07.1972 (wieder in Rottweil)


(Schluss folgt in wenigen Minuten)



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.20 23:02.

?? Nutzungszeit von Lokomotiven ??

geschrieben von: 110 483-5

Datum: 20.05.20 20:57

Frage eines Laien an die Experten

Hallo zusammen,

Die relativ kurze Nutzungszeit der Neubau-Dampfloks ist ja immer mal wieder Thema und fällt natürlich auch dem Laien auf. Daher mal eine Frage vom Laien an die Experten:
Bei einem Auto ist es ja schon mal so, dass man es noch mal für 2 Jahre über den TÜV bringt und es bleibt doch ein altes Auto. Aber kann man das mit einer Lokomotive vergleichen … ?!? Ist es nicht so, dass eine Lokomotive nach einer Hauptuntersuchung technisch so gut wie neu ist … ?!?
Dabei mag es sicher sein, dass ein ziemlich heruntergekommener Führerstand nicht saniert wird, was das Personal zurecht ärgert, aber wenn die eine 10 Jahre alte und eine 20 Jahre alte Lok der selben Baureihe am selben Tag aus dem AW kommen, sind sie sonst doch auch im gleichen Zustand, oder … ?!?
So war es ja zum Beispiel bei der E10 so, dass einige ziemlich alte Kasten-E10 noch im Dienst standen, während 15 Jahre jüngere Bügelfalten schon auf dem Schrott lagen. Und bei den Dampfloks waren am Ende ein paar 38er länger im Dienst, als manche 23, oder ... ?!?

Gruß

Frank



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.20 21:47.
Schluss:


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Bild 121
Da 078 297 (Aalen seit 26.05.1968) in der vorangegangenen Aufnahme im Schuppen verborgen ist und uns nur ihre Rückseite zeigt, möchte ich hier eine Aufnahme von ihr einschieben, die sie ein Dreivierteljahr später, am 21.05.1972, an der Strecke Friedrichshafen – Ulm im Freien zeigt. Wir hatten an diesem Tag den Abschiedssonderzug der beiden letzten 03 des Bw Ulm fotografiert und entdeckten die Lok am Abend in Langenschemmern. Sie stand recht heruntergekommen weit draußen auf einem einsamen Abstellgleis, im Hintergrund zog ein Unwetter auf. Inzwischen war sie ausgemustert worden (18.04.1972). Warum sie allerdings – weitab von ihrem Heimat-Bw – überhaupt hier im Grünen stand, haben wir nie erfahren.


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Bild 122
Weiter im Bw Aalen: Auch 050 256 war nicht von hier und half wohl als Leihlok aus. Ihr Heimat-Bw war das weit entfernte Bw Hamm, wohin sie auch bald wieder zurückging.


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Bild 123
Eine echte Aalener Lok war dagegen 078 062 (seit 23.08.1967). Sie hatte ihre Betriebszeit am 26.01.1971 mit der Z-Stellung beendet. Von rechts schiebt sich symbolträchtig bereits der Neubau einer Halle ins Bw-Gelände.


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Bild 124
023 067 (Jung/1955) war die erste 23er, bei der man die Folgen des unter Bild 115 beschriebenen Wasserreißens durch Einbau eines Nassdampfreglers abfederte (Umbau Januar 1967). Sie erlebte fast die gesamte Crailsheimer 23er-Zeit: 19.04.1966 – 20.03.1975 (z). Noch im Dezember 1975 wurde sie im AW Braunschweig verschrottet.


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Bild 125
Die letzte Aufnahme unserer Rundreise zeigt 044 404 (Bw Ottbergen) im Bahnhof Aalen mit vermutlich demselben Militärzug, den wir schon auf Bild 117 gesehen haben. Vier Tage nach dem Foto ging die Lok fest in den Bestand des Bw Crailsheim über. Am Ende ihres Lokomotivlebens kam ihr noch eine besondere Aufgabe zu: Sie erhielt die (ursprünglich von 45 019 stammende) Gegendruckbremse der am 08.01.1975 z-gestellten Weidener 044 197 und wurde ab 01.05.1975 beim Bw Weiden zusammen mit 044 427 für Versuchsfahrten vorgehalten. Als dort die Dampflokunterhaltung aufgegeben wurde, kam sie ab 08.12.1975 nach Crailsheim zurück, wo noch einige wenige Sonderdienste für die Versuchsanstalt anfielen. Aber auch Crailsheim beendete seine Dampflokunterhaltung, womit 044 404 und 044 427 nach Gelsenkirchen-Bismarck weiter wandern mussten. Dort beendete die Z-Stellung am 21.02.1977 das DB-Leben von 044 404, aber das war nicht ihr endgültiges Ende. Die Deutsche Museumseisenbahn in Darmstadt-Kranichstein übernahm die Lok und pflegt sie bis heute. Bis zum Jahr 2001 war sie betriebsfähig.


Das war´s. Schön, dass Ihr dabei gewesen seid. Ich wünsche Euch eine gute Woche und bleibt gesund!


Schöne Grüße

Steffen


Teil 1: [www.drehscheibe-online.de]
Teil 2: [www.drehscheibe-online.de]
Teil 3: [www.drehscheibe-online.de]
Teil 4: [www.drehscheibe-online.de]



Quellen:
- Dietrich Bothe, Die Triebfahrzeuge der DB, Stationierungsverzeichnis 01.01.1968 bis 31.12.1970, Leipzig 2007
- revisionsdaten.de
- Die Triebfahrzeuge der DB und ihre Heimat-Bw, Stand: Ende 1971, Hrsg. Gustav Röhr, Krefeld 1972
- Jürgen Ebel, Die Neubau-Dampflokomotiven der Deutschen Bundesbahn, Bd. 1, Stuttgart 1984
- Willi Glasbrenner, Die Eisenbahn in Crailsheim, Freiburg 1994
- eigene Aufschreibungen und Betriebsbücher.

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.20 23:06.

044 390...

geschrieben von: DR01

Datum: 20.05.20 21:12

Herzlichen Dank für diese Berichte... ;-)))

Ein paar Leistungen von 044 390 (in Ottbergen) gibt es hier -----> Ng64449


Gruß...Wolfgang
Lieber Steffen,

eine interessante Serie ist leider zuende. Danke dafür!

Im Crailsheimer Bestand fallen die fünf 044 auf, die Mitte September 1971 leihweise aus Ottbergen und Lehrte hier waren. Ob verstärkter Militärverkehr – Herbstmanöver? – hierfür der Hintergrund war? Weiß jemand mehr dazu? -> Geklärt: Olaf Ott hat unter Teil 4 dieser Serie bereits auf Militärverkehr als Grund für die leihweise "Umstationierung" der 044er nach Crailsheim hingewiesen. Danke, Olaf!

Zufällig erscheint 044 552 heute gleich zweimal hier im HiFo: Bei Dir hier auf Bild 102 als Crailsheimer Lok und in Bruno Georgs Bericht aus Emden im Juli 1975 im Bw Emden – hier, Bilder 10, 12 und 15.

Auf eine weitere 044 sei hingewiesen: 044 339 – mit Glocke! Bild 115

Zur BR 023: Die ausgemustert abgestellte 023 086 auf Bild 111 und 023 085 auf Bild 116 zeigen unübersehbar Spuren des genial Pinsel schwingenden „Schildermalers aus Crailsheim“, eine leider unerkannt gebliebene Persönlichkeit. Er ist später auch noch in Karthaus zu Ruhm gekommen, hatte er doch dort eine Art „Dauerausstellung“…

Die von Dir auf Bild 90 in Teil 4 Deiner Serie und Bild 110 dieser Serie gezeigte 023 065 habe ich keine anderthalb Jahre später, am 11.02.1973, während der Zerlegung in Karthaus aufgenommen. Hier das traurige Bild, das ich vor Jahren schon einmal im HiFo gezeigt habe:

https://abload.de/img/257-36a_023065cr_kartz8jz5.jpg


Schöne Grüße aus Aachen –
Reinhard

Edit: Hinweis Olaf Ott eingefügt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.20 18:09.
Moijen,

eine kleine Korrektur zu den schönen Bildern. 300 °dH gibt es nicht, denn schon bei 44 °dH ist die Sättigungskonzentration von Calciumsulfat erreicht. Ich gehe davon aus, daß in Crailsheim das Wasser 30 °dH hatte. Würzburg waren es 34-36 °dH (selbst gemessen) und das ist eines der härtesten Wässer in Deutschland.

Beste Grüße
Wolfgang

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen" - Plato
Hallo Steffen,

eine wirklich beeindruckende Serie! Erstaunlich, wie viele der Loks es noch in den Norden verschlagen hat, u.a. 050 256, 052 180 und 044 552, die mir von Einsätzen um Braunschweig bekannt sind.

Grüße - Helmut (ICE)

Wasserhärtegrad

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 20.05.20 23:10

Danke @ Steffen für die heutige Artikelfolge.



Hallo Wolfgang,

ich unterstelle bei dem Zahlwert „300“ einfach mal einen simplen Tippfehler (z.B. durch einen Doppelanschlag): [www.drehscheibe-online.de].




Gruß

Walter
Servus Steffen,

mit Crailsheim und dann auch noch Aalen rennst Du bei mir offene Türen ein. Ich hatte Glück, wohnten doch meine Großeltern mütterlicherseits in Aalen, fußläufig vom Bahnübergang "Neue Welt" und vom Bahnhof entfernt. Daher konnte ich dort schon viele meiner allerersten Dampflokaufnahmen machen. Am 20.7.71 war nämlich 078 297 noch ziemlich munter, und auch die "Schättere" gab es noch:

http://www.eisenbahnhobby.de/aalen/SW15-28_078297_Aalen_20-7-71_S.jpg


Und die von Reinhard als Schrottlok aufgenommene 023 065 habe ich in Aalen auch noch im Einsatz erlebt, im August 1969, als sie einen Personenzug nach Crailsheim am Haken hatte:

http://www.eisenbahnhobby.de/altebilder/SW2e-3_023065_Aalen_8-69_S.jpg


Ganz herzlichen Dank für den Ausflug in meine "zweite Heimat",

Martin

Edit: Schreibfehler



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.20 10:17.
Lieber Steffen,

Aalen hatte ich bei meiner Rundreise 1969 auch auf dem Schirm; Crailsheim dagegen hatte ich (damals noch "Nordlicht") aus Kostengründen ausgelassen und auch später nicht angesteuert! Die "volle Hütte" (teilweise ohne Hütte), die Du an einem Wochenende vorgefunden hast, lässt mich mit meiner damaligen Entscheidung hadern! Apropos "ohne Hütte": wieder gefällt mir ein Trio am besten, nämlich das von Bild 103 mit 3 Maschinen auf den Strahlengleisen im Freien! Und irgendwie haben es mir Schrottloks im Grünen angetan (s. Kommentar zu Brunos Beitrag); in die gleiche Kategorie fällt Dein Bild 103 mit 078 297 zwischen Birken - in meinen Augen ein tolles Foto! Und überhaupt war das wieder eine tolle Reihe mit schönen Fotos und lesenswerten Texten!

Gruß
Klaus

Als die 023er noch im Buchfahrplan standen [1 Scan]

geschrieben von: 144.5

Datum: 21.05.20 01:28

Hallo Steffen,

und wieder vielen Dank für diese herrliche Beitragsserie und alle Ergänzer! Informativ, beneidenswerte Bildqualität und ein Schuss Humor (Käfer / Renault).

Interessant: Die Ausführungen zu den technischen Eigenheiten der 023 als Neubaulok (!). Habe mich aber schon früher - naiverweise - darüber gewundert, dass so etwas noch vorkommen kann, als ich die Ausführungen von Wolfgang Hecht las in: Dampfdepot - Männer und Lokomotiven; Bw Crailsheim, Baurihe 23 vor Reisezügen; Motorbuchverlag, 1985.

Anbei etwas Altpapier. Die Leistungen für die 023 waren schon ziemlich "mager". Der Fußnote zur Hg entnehme ich, dass 050 schon als Ersatz in Frage kommen könnte (aber noch nicht als "Schrägstrich-Leistung").

Schöne Grüße
144.5


https://abload.de/img/bfpl_7p_ab2051974_002l7kha.jpg
Bild 1: Buchfpl Heft 7 P, gültig ab 26.05.1974, BD Nürnberg
Sehr schön Steffen,

jetzt kann ich "beruhigt" Tennis spielen=))!

Gruß, Thomas
Moin Steffen,

an dieser Stelle danke ich Dir für fünf opulente Folgen mit zahlreichen sehenswerten Fotos und zusätzlichen Informationen aus Betriebsbüchern u.a.m.
Es war mir eine große Freude, jetzt dabei zu sein (damals war ich neun :-)
Beste Grüße
Wolfgang

Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!


Moin Steffen!

Vielen Dank für diesen opulenten Fünfteiler, der so richtig in die Vollen greift. Natürlich kommt mir einiges bekannt vor, zumal wenn man selbst dort mehrmals gewesen ist. Und dennch bietest Du Motive in Hülle und Fülle, die mir vollkommen neu sind und absolut zu gefallen wissen. Die Legenden zu den einzelnen Loks sowie die Erklärung der Ursache der wasserreißenden "Mistböcke" (Originalton Reinhard G.) bereichen den Informationsgehalt Deiner Beitragsfolgen ungemein.

Bei meinem Erstbesuch im Feb. 1971 traf ich in Crailsheim noch ulmer 03er an, darauf waren wir vorbereitet. Nicht vorbereitet waren wir auf die Tatsache, das schon damals die BR23 zumindest in Crailsheim in Rangierdienst (!) eingesetzt wurde, wie dieses Foto beweist:

db0db23067eCrailsheim24-2-71.JPG


Aalen hatten wir nur ein einziges Mal aufgesucht und dort einen VT95 sowie eine rangierende 64 angetroffen:

db0n64518aAalen24-2-71.JPG


Dort war Dein Besuch ja wesentlich erfolgreicher...

Die maltypischen Hinterlassenschaften des unbekannten, aber dennoch berühmten Schildermalers von Crailsheim sind mir ähnlich wie Reinhard gleich aufgefallen. Ich gebe aber gerne zu, das ich exakt nach diesen Merkmalen auf Deinen Fotos Ausschau gehalten habe!

Mit besten Grüßen in die weiß-blaue Hauptstadt sendet Dir

Helmut


Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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Lieber Steffen,

auch für diesen Teil der Fortsetzungsserie bedanke ich mich ganz herzlich. Wie Reinhard schon erwähnte, hat es gerade erst Bilder von 044 552-8 im meinem Forenbericht vom Besuch in Emden gegeben. Ich bin mir sicher, sie wird auch noch öfters "auftauchen".

Schön, dass Du auch die schon ausgemusterte 023 086-2 im Bw Crailsheim mit ihrer typischen "Beschriftung" fotografiert hast. Für ausgemusterte Loks ist das Bildarchiv von Karl-Hans Fischer bekanntlich immer eine "Datenbank". Bei gruseligem Wetter, am 22.02.72, fotografierte Karl-Hans besagte Lok, mit vollständiger "Beschriftung" in Karthaus, als sie auf die Verwertung wartete.



023 086-2 Bw Crailsheim am 23.02.72 ausgemustert in Karthaus_bearbeitet-1.jpg


Herzliche Grüße aus Betzdorf
Bruno

Re: 25./26.09.1971: 023 086

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 21.05.20 18:04

Hallo Bruno,

danke für das Bild - und man sieht deutlich am Kessel die Zugstange, die bis zum Heißdampfregler hinter dem Schornstein führt. Nach dem Umbau der meisten 23er auf Naßdampfregler blieb dann nur noch der Pfeifenzug übrig.

Grüße

Martin