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Erinnerungen an 1966-1970 (6): AW MF 24. Juli 1967

geschrieben von: 01 220

Datum: 13.05.20 16:14

Folge 1: [www.drehscheibe-online.de] (Schöne Geschichte und Nürnberg Hbf am 1. Mai 1967)
Folge 2: [www.drehscheibe-online.de] (Zwei 65er in Darmstadt am 26. August 1968)
Folge 3: [www.drehscheibe-online.de] (Aachen-West und Gemmenicher Rampe, August 1968)
Folge 4: [www.drehscheibe-online.de] (Aachen Hbf und nochmal Aachen-West)
Folge 5: [www.drehscheibe-online.de] (Bw Stolberg am 19. August 1968)




Hallo zusammen,

zum Fahrradfahren ist es mir noch zu kalt, daher heute mal ein ganz neues Konzept im HiFo: Nachillustration, Gedächtnistest, Autoplagiat……, wie Ihr es nennen wollt.

Mein zweiter Beitrag im HiFo unter dem Pseudonym "01 220" (vorher hatte ich ganze vier Beiträge unter "94 1199", aber das hat irgendwann nicht mehr funktioniert) war der:

[www.drehscheibe-online.de]

Jetzt nehme ich (faul wie ich bin) einfach den Originaltext dieses Kommentars vom 4. Oktober 2012, 23:08, damals siebte Antwort auf Klaus Ratzingers sehenswerten Beitrag "50 Jahre AW München-Freimann am 08.10.1977 (m. 29 B.)", und füge ein paar Bilder ein. Den damaligen Text hatte ich ohne jede Aufzeichnung und ohne Bilder 45 Jahre nach dem 'Ereignis' rein aus dem Gedächtnis verfasst. Heute, bald 53 Jahre danach, kann ich dank meiner Freunde Bilder dazu zeigen, soweit sie erhalten sind. Einige fehlen, wurden vielleicht wegen der schlechten Qualität nach meiner Zeit ausgesondert oder dienten zum Tausch.

- Autoplagiat Anfang -

Jetzt mit eingefügten Bildern und Kommentaren; die Ergänzungen zum Originaltext in kursiv:

In den Sommerferien 1967 hatte ich als Schüler also das unerwartete Glück, an einem ganz normalen Montag eine Führung für mich ganz persönlich durch das AW Freimann zu bekommen. Mein älterer Cousin hat damals mit einem Bahnpolizisten im Verein Tischtennis gespielt.... Erwartungsfroh meldete ich mich nach fast einstündiger Fahrt mit der Trambahn um 10 Uhr an der Pforte des AW, wo mir gesagt wurde, der Herr Oberingenieur hätte gerade keine Zeit und ich sollte um 14 Uhr wiederkommen. Eine Stunde Trambahn, zwei Stunden aufgeregt herumgesessen, dann wieder eine Stunde Trambahn, und ich war erneut an der Pforte. Der Herr Oberingenieur erweckte ein bisschen den Eindruck, als hätte er nicht gerade auf mein erneutes Auftauchen gehofft, führte mich dann aber geduldig herum, nicht so recht wissend, was mich eigentlich interessieren könnte. So fing er mit der Zahl der Beschäftigten und dem werkseigenen Wasserwerk an. Dann ging es aber doch zur Abnahmehalle. Im hohen Gras davor stand 18 610, ohne Tender und dazu sehr verrostet. Ein Bild meines Agfa CT 18 (oder war es noch ein Perutz) in der Exa 500 meines Cousins war sie mir dennoch wert (Dia verschollen). Daneben standen die E 71 28 (Bild 1), auch wesentlich weniger schön anzusehen als 1977, und gleich drei der nagelneuen Mehrsystemloks, noch mit richtigen Nummernschildern, E 310 (von der Baureihe hatte ich vorher gar keine Kenntnis) und E 410; an die Nummern erinnere ich mich natürlich nicht mehr (Bilder 2 bis 4). Dann betraten wir die Halle. Innen standen je eine weitere E 310 und E 410, eine davon mit abgenommenen Segmenten des Lokkastens (Bild 5) - wartungsfreundlich, wie der Herr Oberingenieur mir erklärte.

Aw_Freimann_Juli-August_1967_V_E_71_28.jpg
Bild 1: E 71 28 vor der Abnahmehalle im Freien.


Aw_Freimann_Juli-August_1967_E_310_003_E_410_011.jpg
Bild 2: E 310 003 und E 410 011 mit einer unbekannten Bügelfalten-E 10 vor der Abnahmehalle.

Aw_Freimann_Juli-August_1967_E_310_003_E_410_011_andere_Seite.jpg
Bild 3: E 310 003 und E 410 011 vor dem Wasserturm des AW-eigenen Wasserwerks im Hintergrund. Wie ein Pufferteller aussieht, wisst Ihr hoffentlich, und ansonsten sind die Loks zumindest für den oberflächlichen Betrachter weitgehend symmetrisch aufgebaut, so dass man beim Bild auf Teile durchaus verzichten kann.

Aw_Freimann_Juli-August_1967_E_310_004_E_410_011.jpg
Bild 4: Die gleiche Szene von der anderen Seite, jetzt mit einer vollständigen E 310 004 im Vordergrund, E 310 003 und E 410 011 im Hintergrund. Die E 310 hat nur zwei Stromabnehmer, die E 410 dagegen vier. Der erkennbar am Fahrdraht liegende gehört zur E 310 003, vermutlich der für 15 kV 16 2/3 Hz.

Aw_Freimann_Juli-August_1967_E_310_002.jpg
Bild 5: In der Abnahmehalle steht E 310 002 mit abgenommenen Teilen des Lokkastens. Dahinter ist eine neue E 50 zu erkennen, schon ohne Regenrinne.



- gleich geht´s weiter -



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.20 10:28.

Re: Erinnerungen an 1966-1970 (6): AW MF 24. Juli 1967

geschrieben von: 01 220

Datum: 13.05.20 16:25

- Fortsetzung -

Außerdem standen in der Halle zwei E 03 der Vorserie (Dia verschollen), andere gab es damals noch nicht, und die 18 451 aus dem Deutschen Museum (Bild 6), damals vorübergehend nach Freimann ausgelagert. In ihrem grellen grasgrünen Farbkleid gefiel sie mir nicht besonders; für mich war die Farbgebung der S 2/6 im Nürnberger Verkehrsmuseum die authentische, was mir mein Vater, dem die bayerische Staatsbahn noch aus eigener Anschauung in jungen Jahren bestens vertraut war, auch bestätigte. Die Neubauloks fotografierte ich mehrfach, für alle anderen hatte ich nur ein Bild übrig, soweit ich mich erinnere.

Aw Freimann Juli 1967 18 451.jpg
Bild 6: Die 3634 der KBayStB (die hochhaxige S 3/6e,18 451) hat sich aus dem Deutschen Museum für eine Aufarbeitung ins AW MF begeben und steht mit demontiertem Gestänge in der Abnahmehalle. Die irgendwo zu findende Angabe, die Lok wäre 1968 aufgearbeitet worden, ist also insofern irreführend, als dass die Lok schon am 24. Juli 1967 in Arbeit war. Das schließt natürlich nicht aus, dass die Arbeiten erst 1968 abgeschlossen wurden.


An dieser Stelle hatte der Herr Oberingenieur dann auch erkannt, worauf es mir ankam, und führte mich von der Abnahmehalle hinüber an die Abstellgleise hinter der Schiebebühne am rückwärtigen Ende der großen Werkhalle. Da stand im hohen Gras alles was das Herz begehrt. Unter anderem E 69 02, eine E 63 der Stuttgarter Bauform (Bild 7), eine E 60, mindestens je eine E 75, E 94, E 91, E 32, E 52 (Bild 8), E 16, und - gänzlich unerwartet - die V 188 002 (Bild 9). Man möge verzeihen, dass ich mich an die meisten Betriebsnummern nicht erinnere, außer an die der E 69 und der V 188. Von den letzten beiden, der E 63 und der E 60 (Dia verschollen) machte ich auch Bilder, während die anderen Baureihen (außer der E 52) damals in München noch alltäglich zu sehen waren und Exemplare in besserem Zustand unter der Hackerbrücke, Donnersberger Brücke oder Friedenheimer Brücke posierten.

Aw_Freimann_Juli-August_1967_V_E_69_02_E_63_03_E_75_69.jpg
Bild 7: Auf den insektenfreundlich gestalteten Freiständen hinter der Schiebebühne an der Richthalle stehen einträchtig Seite an Seite E 69 02, E 63 03 aus Stuttgart und die E 75 69. Letztere wird am Tag meines Besuchs z-gestellt, aber erst am 23. Februar 1971 ausgemustert (Dank an die Macher von 'Revisionsdaten'). Hinter der E 75 die Reste einer verunfallten E 10.

Aw_Freimann_Juli-August_1967_V_E_52_20.jpg
Bild 8: Der abgeschnittene Führerstand der E 52 20 ist diesmal nicht allein dem Dilettanten hinter der Kamera zuzuschreiben, sondern war Absicht. Er war nämlich durch einen Aufstoß zertrümmert und sollte das Bild nicht verunstalten – auch eine Überlegung. Die Lok des Bw Frankfurt/M 1 wurde – genau wie E 75 69 - am Tag meines Besuchs (24. Juli 1967) z-gestellt, im Gegensatz zur E 75 69 aber schon am 11. Oktober 1967 ausgemustert.

(Anmerkung: Bei den nicht im Bild dokumentierten, aber im Text genannten Baureihen E 16, E 32 und E 91 könnte mich die Erinnerung zum Teil trügen, aber bei der Anwesenheit von E 10 003 –
siehe Nachtrag [www.drehscheibe-online.de] bin ich mir sicher, hatte auch ein Dia, aber das zählt leider zu den vermissten)

Aw_Freimann_Juli-August_1967_V_188_002.jpg
Bild 9: Endlich ein Panorama. Dachaufbauten von E 94 liegen auf Flachwagen und im Hintergrund steht die Überraschung des Tages: V 188 002. Ein anderes Bild ist nicht besser, sondern nur näher. Das hebe ich für einen anderen Beitrag auf.

Nach Besuch der Altbauloks im Freigelände, dazwischen auch einiger verunfallter Einheitsloks (Bild 7 im Hintergrund), ging es quer durch die große Halle, wo der Herr Oberingenieur meine bescheidenen Kenntnisse über die technischen Eigenheiten von Federtopfantrieb und Buchli-Antrieb, verschiedene Stromabnehmer etc. abprüfte und mit mir eine soeben fertiggestellte E 94 (Bild 10) inspizierte. Zum guten Schluss umrundeten wir die als Denkmal aufgestellte E 69 01 (die war auch ein Bild wert; das zeige ich aber in einem anderen Zusammenhang), bevor ich wieder zur Pforte begleitet wurde, mich vielmals bedankte, und überwältigt von den Erlebnissen mit einem fast vollen Diafilm (vom Cousin gestiftet, da damals eine Investition) nach Hause fuhr. So war das im Sommer 1967. Schade, dass ich die Erinnerungen nicht mehr anhand der Bilder überprüfen kann; hoffentlich habe ich nichts falsch im Kopf.

Aw_Freimann_Juli-August_1967_V_E_94_054.jpg
Bild 10: Die soeben fertiggestellte E 94 054 des Bw Ingolstadt steht auf der anderen Seite der Richthalle bereit zur Werksprobefahrt. Als Untersuchungsdatum am Rahmen erkennt man mit viel gutem Willen 24.7.67.


Nichts für Ungut, und Danke an Klaus für die schönen Bilder.

Bernhard

- Autoplagiat Ende -

Na, passt doch ganz gut, oder? Viel braucht man dazu nicht zu ergänzen. Die nagelneuen Mehrsystemloks noch mit alter Nummer und Nummernschildern boten den richtigen Kontrast zur E 71 28 oder der – nicht gezeigten – tenderlosen 18 610, alle zusammen im hohen Gras vor der Abnahmehalle. Die Bildqualität ist leider wirklich nicht berauschend, einerseits wegen der Bewölkung, andererseits wegen der für mich ungewohnten Kamera EXA 500, die mir mein Cousin für die von ihm eingefädelte Expedition überlassen hatte. Für meine sonstigen fotografischen Aktivitäten war ich 1967 immer noch auf die Baldessa meiner Mutter angewiesen. Nach München hatte sie mir die Kamera nicht mitgegeben, dort sollte mein Cousin dafür sorgen. Eine eigene Kamera konnte ich mir erst Anfang 1968 leisten, nachdem ich viele – wahrscheinlich nicht sehr erfolgreiche – Nachhilfestunden gegeben und noch in weiteren Jobs aktiv war. Die zum Teil unbedachte Motivwahl im AW MF ist aber sicher in erster Linie auf meine Aufregung zurückzuführen.

Ach ja, noch zum Datum: Wenn meine Erinnerung zutrifft, dass es ein Montag und in der ersten Woche der Sommerferien war, dann war es der 24. Juli 1967. Das kann man auch als Revisionsdatum am Rahmen der E 94 054 (Bild 10) erahnen.

Eine Bemerkung zur gezeigten E 410 011. Diese "alte" Nummer ist zum Beispiel in den Revisionsdaten nicht aufgeführt. Dort ist die Lok nur unter 184 111-3 gelistet. Das liegt daran, dass sie erst am 26. Juli 1968 von der Deutschen Bundesbahn abgenommen wurde. Sie wurde aber schon 1967 von Krupp unter der Fabriknummer 4835 gebaut und erhielt für die Erprobung selbstverständlich Nummernschilder, in dem Fall E 410 011. Bei der Umzeichnung wurde aus der 011 eine 111. Im Umzeichnungsplan von 1967, abgedruckt im "Röhr" S. 64, steht als vorgesehene neue Nummer noch 184 011-5. Nur so eine Kleinigkeit am Rande….

Die E 410 003 habe ich in derselben Woche übrigens mit einem Messzug vorbeifahrend am Haus 4 des Bw München Hbf abgelichtet, ein Fernschuss über den Hof der Brennkraft-Versuchsanstalt des BZA München. Auch deren "alte Nummer" ist in den Revisionsdaten nicht aufgelistet, denn auch sie wurde erst am 26. Juli 1968 abgenommen und in den Bestand der Bundesbahn eingereiht, obwohl schon 1966 von Krupp (Fabriknummer 4837) und AEG gebaut. Damals galt das Bananen-Prinzip "Produkt reift beim Kunden" eben noch nicht. Eigentlich ein interessantes Thema. Jetzt warte ich nur noch auf ein Foto der V 164 001 ;-)))

Das war´s für heute aus MF.

Grüße in die Runde,

Bernhard



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.05.20 20:03.

AW MF 24. Juli 1967 - "ausgebrannte E 10" (m. L.)

geschrieben von: Nobbi

Datum: 13.05.20 16:38

01 220 schrieb:
Hinter der E 75 die Reste einer ausgebrannten E 10.
Der E10-Torso war hier schon mal Thema: [www.drehscheibe-online.de]

Irgendwie kam man zum Schluss auf E 10 220: [www.drehscheibe-online.de]

Bild 2

geschrieben von: Mw

Datum: 13.05.20 19:54

Die 110 könnte die 110 459-5 gewesen sein, Abnahmedatum 28.07.67. Ansonsten eine Nummer drüber oder drunter.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)
Hallo Bernhard,

ein Besuch im Aw Freimann anno 1967 - da wäre ich auch gerne dabei gewesen! Die Spanne der zu sehenden Lokomotiven von der S 3/6 bis zu E 310/410 ist enorm! Gerade die beiden Mehrsystemloks nebeneinander, das hat ´was! Ich vermute, dass 18 451 bei dem Aw-Besuch ihre - zur grünen Farbe absolut nicht passenden - Windleitbleche eingebüßt hat; jedenfalls habe ich sie 1970 im Museum ohne gesehen. Was die Exa 500 angeht, habe ich da mit den ersten Filmen auch allerhand Lehrgeld zahlen müssen; später war ich ganz zufrieden mit dem Gerät.

Gruß
Klaus
Hallo Bernhard,
E 310 und E 410 im direkten Vergleich nebeneinander sehe ich hier zum ersten Mal. Dabei fallen mir die unterschiedlichen Pufferbohlen auf.
Bei der Schrott-E 10 fiel mir auch gleich die E 10 220 ein.
Danke fürs Zeigen!
Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

der Kommentar zur E69..

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 13.05.20 21:39

Hallo,
vielen Dank für die sehr interessante Bilderreise durch das AW Freimann, das dann 10 Jahre später bei mir regelmäßiges Besuchsziel war.

Wie üblich, möchte ich gerne noch zur E69 etwas "klugscheißern".

Auf Deinem sehenswerten Fotos sieht sie von dem Dreiergespann zwar irgendwie an tatendurstigsten aus, doch das täuscht in diesem Falle ausnahmsweise mal.
Die 02 kann man ja wohl mit Fug und Recht als zuverlässigste der ganzen E69-Familie bezeichnen, von daher war sie auch im AW Freimann ein seltener Gast. Allerdings erlitt sie im April 1966 einen relativ kapitalen Motorschaden (auf der am Foto sichtbaren Seite 2), der auch zu einem Ritzelschaden führte. Motorschäden führten i.d.Regel zu einem Ausfall von 1 - 2 Monaten. In diesem Fall aber dauerte die Reparatur mehr als 1,5 Jahre. Erst ca. 3 Monate nach Deinem Besuch konnte die Lok das AW wieder verlassen. Übrigens, ohne vor der nächsten fälligen regulären U2 im Jahr 1970 dort wieder vorbeizusehen.

Interessant an Deinem Foto, das die aus der Heidelberger Zeit stammenden Rangierfunkantenne noch auf dem Dach montiert ist. Könnte sein, das diese im Rahmen dieser U0 dann auch noch abgebaut wurde, denn auf Spät-60er- Fotos ist diese sonst nicht mehr zu sehen. Schwester 03 behielt diese bis 1976.

Beste Grüße
Bernd

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - hier:

[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69
Guten Abend Bernhard,

von Stolberg ins Aw Freimann - als bekennender Freund des Aachener Raumes bin ich Dir auch heute dennoch gerne gefolgt; und Du hast tolle Bilder im Angebot. Die damaligen neuen Elloks sind mittlerweile auch schon Oldtimer.
Das ist eine tolle Bilderserie, die du hier zeigst.

Beste Grüße
Guido

http://www.guidorademacher.de/Banner.jpg
Hallo zusammen,

vielen Dank für die zusätzlichen Informationen.

@ Nobbi, die lange Diskussion um die Reste der E 10 220 habe ich seinerzeit verfolgt. Danke für beide links! Wie ich auf "ausgebrannt" verfallen bin, weiß ich nicht. Ich hab´s auf "verunfallt" abgeändert.

@ Mw, sehr gut, danke. Die Lok hat noch ein silbernes Dach mit Regenrinne, wenn ich das auf dem Bild richtig sehe, im Gegensatz zur E 50 in der Abnahmehalle, bei der ich - glaube ich - erstmalig das neue design gesehen habe.

@ Klaus, ja, die Windleitbleche waren fehl am Platz und später verschwunden. Das war mir auf dem Bild noch gar nicht aufgefallen. Schön, dass Du auch Deine Erfahrungen mit der Exa 500 gemacht hast. Ich bin 1973 von der Baldessa auf eine gebrauchte Exakta umgestiegen, die ich immerhin bis 1978 benutzt habe (nur kaum noch für Eisenbahnbilder). Von 1978 bis 2005 kam dann die Olympus-OM mit - nach und nach - allem erdenklichen Zubehör. Die war so schön kompakt für den Rucksack. Das Misstrauen gegen digitale Fotografie habe ich erst 2005 überwunden. Sogar zwischen den Aufnahmen mit der ersten kleinen Digitalkamera und den gescanten Dias liegen aber Welten - wenn man sowas damals gehabt hätte....

@ Stefan, vielen Dank für den Hinweis auf die Pufferbohlen. Auch das war mir nicht aufgefallen.

@ Bernd, so was wie die Topfantenne auf der E 69 02 fällt hier nur einem auf. Vielen Dank für alle Hintergrund-Informationen! In dieser letzten Juli-Woche 1967 habe ich alle fünf E 69 zum ersten Mal gesehen, zwei davon im AW (01 und 02), drei in Deiner Heimat. Kommt vielleicht später noch.

@ Guido, immerhin gibt es wenigstens eine Verbindung nach Aachen, die E 410 011 ist als 184 111-3 dreizehn Monate später in Aachen an der Kamper Straße zu sehen (Folge 4).

Grüße in die Runde und nochmal danke für Eure Kommentare,

Bernhard
Moin Bernhard,

komme erst jetzt dazu, Deinen Beitrag anzuschauen. Ich bin begeistert, was im Juli 1967 alles im AW Freimann anzutreffen war - aber das war ja für 1967 zu vermuten.
;-))

Dass Du auch die 18 610 dort gesehen hast, wundert mich, war diese Lok doch bei der VersA Minden für Auflaufversuche mit der automatischen Kupplung vorgehalten, hier einige Bilder vom 22.6.72 aus Minden:

http://www.eisenbahnhobby.de/Minden/6-8_18610_Minden_22-6-72_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/Minden/6-9_18610_Minden_22-6-72_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/Minden/SW87-21_18610_Minden_22-6-72_S.jpg


Oder wurde erst 1967 die vordere Pufferbohle mit der Öffnung für die Aufnahme der AK hergerichtet, und das im AW Freimann?

Gefreut habe ich mich, dass Du uns an Deinem Rundgang hast teilnehmen lassen. Davon gerne mehr,

Martin
Hallo Martin,

ja, gewundert habe ich mich damals auch über die 18 610. Da sie keinen Tender hatte, habe ich sie auch erst auf Anstoß meines Begleiters überhaupt fotografiert. Ein hässliches Bild war das, und ist zum Glück deshalb auch nicht mehr aufzufinden. An dokumentarischen Wert hat man damals eher nicht gedacht.

Jetzt bin ich ganz kurz ins Zweifeln gekommen, ob mir die Erinnerung keinen Streich spielt. Nein, offenbar nicht. Der Griff nach Steffen Lüdeckes Baureihenband und ganz kurzes Blättern ergibt: Nach ihrer Ausmusterung am 12.11.1962 war sie noch Heizlok in Lindau, danach diente sie ab dem 08.07.1965 im AW Freimann für Versuche mit der Mittelpufferkupplung, die ab 1967 in Minden fortgesetzt wurden. In Anbetracht unseres Zusammentreffens im AW MF kann die Überstellung zum BZA Minden erst nach dem 24.07.1967 erfolgt sein. Mit 18 610 verbinde ich immer die Notiz "abgestellt in Porta bei Minden", aber weiß nicht warum und wann das war.

Die interessantere Frage ist aber, warum man ausgerechnet auf die Front einer 18.6 als Versuchsträger verfallen ist.

Vielen Dank für die Bilder! So rostig war sie fünf Jahre vorher auch schon. Irgendwie eigenartig, dass man Industrie-Vertreter und ausländische Delegationen mit einem Versuchsträger in diesem optischen Zustand konfrontiert haben dürfte. Heute im Zeitalter der Fassade undenkbar. Aber ihren Job hat sie offenbar getan.

Viele Grüße,

Bernhard



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 09:51.
Ich kam ebenfalls durch Beziehungen am 31.10.1967 ins AW Freimann. Die E 310 und E 410 standen da ähnlich herum. Für mich genauso neu war die E 344 01!
1967-183a.jpg

Und von der E 52 20 kann ich auch noch die lädierte Frontpartie liefern:
1967-175.jpg