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 04 - Historisches Forum 

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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Liebe HiFo-Gemeinde,

zunächst bedanke ich mich für Eure Kommentare und Ergänzungen zum Teil 1 dieses Sonderfahrtberichtes mit 01 173. Ralph, Martin, Helmut, Ernie und Stefan haben schöne Fotos beigesteuert, sogar von der Günzacher Steige, als sich der Zug ganz kurz vor dem Brechpunkt befand und von dort aus bis Kempten von alleine rollte.

Ein Wort zur Qualität der meisten Aufnahmen dieses Beitrages: Bald nach dem Kauf meines neuen Fotoapparates (August 1971) fiel mir dieser infolge Unachtsamkeit aus der Hand. Obwohl er in direkter Nachbarschaft von drei 78ern auf dem geheiligten Schuppenboden des Bw Aalen landete (25. September 1971), war der Aufprall doch so hart, dass der eingebaute Belichtungsmesser nicht mehr funktionierte. Das Geld für die erforderliche Reparatur steckte ich lieber in weitere Fotoexkursionen, so dass ich die einzustellende Blende fortan schätzen musste. Das gelang in den meisten Fällen auch gut, allerdings weniger bei extremen Verhältnissen wie Gegenlicht oder Schlechtwetter. Ich handelte dabei oftmals nach der Devise „lieber zu viel als zu wenig“, so dass die Blende immer mal ein oder zwei Stufen zu weit offen stand. Der Kenner hat es schon im Teil 1 gesehen – die Aufnahmen sind meist überbelichtet, mit allen sich daraus ergebenden Folgen. Ich bitte also um Nachsicht, wenn man auch heute wieder „die Körner einzeln zählen“ kann.


16.tif.jpg

Bild 16: 01 173 kam vom Bodenseedamm zurück, setzte am hinteren Ende ihres Sonderzuges an und stellte diesen anschließend auf einem Nebengleis ab. Anschließend fuhr sie nach Friedrichshafen.


17.tif.jpg

Bild 17: Nun erfolgt ein Zeitsprung von mehreren Stunden. Am Nachmittag kam 01 173 frisch restauriert und gedreht aus Friedrichshafen zurück und rollte wieder an ihre Garnitur.


18.tif.jpg

Bild 18: Anschließend wurde nach dem Kuppeln die Bremsluft des Zuges aufgefüllt. Im Mai blüht und sprießt die Natur allerorten, aber in Lindau und am Bodensee bei schönem Wetter noch ein bisschen mehr als anderswo. Infolge der geringen Seehöhe erwachen die vielen Obstbäume zeitiger und produzieren ein überbordendes Blütenmeer. Der dauerhafte Regen und das trübe Licht des 11.05.1974 ließen allerdings das sonstige „Lindau-Gefühl“ nicht recht aufkommen.


19a.gif

Bild 19: Die Fahrgäste des Sonderzuges waren großenteils noch auf dem Schiff, im Kaffeehaus oder sonstwie unterwegs, so dass ich ein paar Detailfotos
ohne Publikum machen konnte.


20.tif.jpg

Bild 20: Die Aalener Verschönerungsaktion hatte sich ausgezahlt. Die Lok sah wie eine gut gepflegte Betriebslok eines großen 01-Betriebswerkes aus.


(Fortsetzung folgt in wenigen Minuten)
Fortsetzung:


21.tif.jpg

Bild 21: Die 01 waren schöne Maschinen! Ihre klaren Linien, der massige Stehkessel und die großen Kuppelräder machten Eindruck!


22.tif.jpg

Bild 22: Dann kam Bewegung in die Sache: Der Zug musste auf sein Abfahrgleis umgesetzt werden, denn eine halbe Stunde später sollte die Heimfahrt angetreten werden.


23a.gif

Bild 23: Am Bahnsteig wurde 01 173 wieder von ihrem vorherigen Personal übernommen. Die Spannung stieg, denn nun begann gleich
nach dem Bodenseedamm die lange Steigung hinauf nach Hergatz. In engen Kurven windet sich die Strecke in stetem Anstieg bergan und
fordert von der Lok sofort die volle Leistung. In dieser Aufnahme befinden wir uns fünf Kilometer hinter Lindau zwischen den Stationen
Lindau-Aeschach und Oberreitnau.


24.tif.jpg

Bild 24: 300 m weiter passieren wir ein ehemaliges Bahnwärterhaus bereits in der Gegenkurve. Es war faszinierend, das stete, kraftvolle Arbeiten der 01 zu erleben und dabei zu spüren, dass sie trotz Steigung und vielen engen Kurven die Herrin über ihre angehängten 350 t war! Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang auch das Lokpersonal: Es brauchte schon Fingerspitzengefühl und Erfahrung, das Zugpferd bei solch regennassen Schienen im Zaum zu halten und eben nicht ins Schleudern zu kommen.


25.tif.jpg

Bild 25: Unsere Heimfahrt führte im Gegensatz zur Anreise nicht über Kempten, sondern über Hergatz, Leutkirch, Memmingen und Buchloe nach München, also über
die in unseren Tagen in Elektrifizierung befindliche Strecke Lindau – München. Das Foto zeigt den Zug beim Halt im württembergischen Leutkirch. Im Bildhintergrund
zweigte damals noch die Strecke nach Isny (– Kempten) ab, die allerdings nur noch im Güterverkehr bedient wurde.


(Schluss folgt in wenigen Minuten)
Schluss:


26.tif.jpg

Bild 26: Ebenfalls in Leutkirch gab es einen Fotohalt (danke Mark und Florian). Eben hat Lokführer Haag bei der Scheinanfahrt den Regler geschlossen, so dass der fehlende Zylinderabdampf den dicken Kohlenqualm „unverdünnt“ lässt. Der in der Zugmitte eingereihte Packwagen diente als Gesellschaftswagen zur Bewirtung und zum Verkauf von Souvenirs.

Bis zum nächsten Bild müssen wir einen Zeitsprung von etwa 14 Stunden machen. Der Sonderzug erreichte am Abend wohlbehalten den Münchner Ostbahnhof, worauf 01 173 zum Ergänzen ihres Wasservorrates wieder ins Bw München Ost einrückte. Einige wenige „Streckenkundige“ und ich hatten uns ebenfalls dort eingefunden. Wir beobachteten die Tätigkeiten des Personals und waren uns einig, selten einen so schönen Regentag erlebt zu haben wie diesen. Bald kam ich mit Hauptlokführer Haag in ein nettes Gespräch, was mir schließlich den Mut verlieh, ihn zu fragen, ob ich vielleicht bei der anschließenden Rückfahrt nach Ulm auf dem Führerstand dabei sein dürfte. Ohne Zögern antwortete er mit einem freundlichen „Na, dann komm rauf!“ Rasch bat ich meinen Freund Jonny, bei mir daheim anzurufen und Bescheid zu geben, dass ich erst am nächsten Tag wieder nach Hause kommen würde. Und schon ging es zurück zum Ostbahnhof, wo wir die Sonderzuggarnitur wieder anhängten.

Gerne würde ich Euch heute Bilder dieser nächtlichen Fahrt zeigen, aber da muss ich passen. Es brach bereits die Dunkelheit herein, und einen Blitz besaß ich damals nicht. Aber das tat dem großen Erlebnis keinen Abbruch. Als wir das Münchner Lichtermeer hinter uns gelassen und die freie Augsburger Strecke erreicht hatten, ließ Hauptlokführer Haag seine Maschine laufen. Allerdings folgte nun keine rekordverdächtige Steilwandfahrt, wie sie von vielen Eisenbahnfreunden gerne gesehen wird, sondern eine ganz normale Schnellzugfahrt mit einer Geschwindigkeit von meist 120 km/h. Die beiden Lokmänner hantierten dabei mit gelassener Routine, die in starkem Gegensatz zu meinem Empfinden des ganz Besonderen stand. Für die beiden war es oft erlebter Alltag, für mich waren es aber ganz außergewöhnliche Stunden!

Ein einziges Mal hielten wir zwischen München und Ulm, und zwar in Kissing bei Augsburg. Als der Fahrdienstleiter zur Maschine vorkam, eröffnete er uns, dass wir an der 5. oder 6. Achse einen Heißläufer hätten. Das Ortungsgerät habe dies angezeigt. Aber Hauptlokführer Haag und sein Kollege lächelten sich nur zu, so dass ich sofort merkte, dass die Sache nicht ernst sein konnte. Wir stiegen von der Lok, worauf Meister Haag dem Kissinger Kollegen den „Heißläufer“ zeigte: Es war die Feuerbüchse, die natürlich eine ernorme Hitze abstrahlte und den Kontakt ausgelöst hatte. Rasch schickte uns der Fahrdienstleiter weiter, denn hinter uns folgte bald der nächste Zug.

Nach Mitternacht trafen wir im Bw Ulm ein. Am Kanal wurde das Restfeuer vom Rost geholt und ausgeschlackt, dann ging es zur Drehscheibe, wo 01 173 vorerst abgestellt wurde. Ich bedankte mich bei den beiden Schwarzen herzlich für die wunderbare Mitfahrgelegenheit und ging dann in die Lokleitung, um nach einem Übernachtungsbett zu fragen. Ohne Zögern bekam ich als Nichteisenbahner ein kostenloses Zimmer. Vom Fenster aus betrachtete ich anschließend den nächtlichen Güterbahnhof, das Betriebswerk und 01 173. Nach derart intensiven Eindrücken konnte ich vorerst noch nicht schlafen.


27.tif.jpg

Bild 27: Der nächste Morgen, Sonntag 12.05.1974, war so grau wie der Vortag, aber es regnete wenigstens nicht mehr. Dafür war es neblig-trüb – wegen der Donau keine Seltenheit in Ulm. 01 173 dampfte noch leicht vor sich hin und machte fast den Eindruck, als ob sie gleich wieder ausrücken würde.


28.tif.jpg

Bild 28: Ein zweites Juwel der UEF, die kleine GtL 4/4 98 812, stand vis-à-vis kalt abgestellt. Mit ihr hatte der Fahrbetrieb des Vereins im Jahr 1971 begonnen.


29.tif.tif.jpg

Bild 29: Beim Bw Ulm gab es zu dieser Zeit noch regulären Dampfbetrieb. Zu den dortigen Loks zählten 052 825, die noch ein Jahr bis zu ihrer Außerdienststellung vor sich hatte, und 052 448 im Hintergrund (z ab 30.11.1974).


30.tif.jpg

Bild 30: Ein trauriges Kapitel ist das Schicksal der letzten DB-03. Mit 003 088 wurde am 12.09.1972 diese schöne Schnellzugbaureihe aus dem Dienst verabschiedet, aber es fand sich kein Käufer für die Lok. Im Bw Ulm stand die Maschine noch lange abgestellt. Das Ende vollzog sich ein Vierteljahr nach dieser Aufnahme, im August 1974, in Immendingen mit ihrer Zerlegung. Sehr schade!


Wir haben das Ende der großen Rundreise mit 01 173 erreicht. Nicht unerwähnt bleiben soll das geleistete Tagespensum des Personals. Die beiden Männer fuhren rund 750 Streckenkilometer. Dienstbeginn war um 2.00 Uhr, Dienstende um 1.00 Uhr des Folgetages, unterbrochen von nur einer etwa vierstündigen Pause in Lindau.


Schöne Grüße

Steffen


Teil 1: [www.drehscheibe-online.de]


Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 05:37.
Hallo Steffen,


danke fürs Mitnehmen auf diese wunderbare Sonderfahrt! Ich bin schon gespannt, was Du als nächstes aus Deiner Schatztruhe zauberst.


Viele Grüße

Michi
Wieder mal absolut klasse. Besten Dank für's Mitnehmen auf der (Zeit) Reise.....!

Beste Grüße, Peter
Lieber Steffen,

herzlichen Dank für diesen wiederum wundervollen Bericht! Da kommen Erinnerungen auf! Der Tag war total verregnet und ich erinnere mich noch gut an die "Verzweiflung" beim Belichten. Das selber Nass-Werden war dabei gar kein Thema. Ich habe den Zug bei Wohmbrechts erwartet und dann Aufnahmen in Lindau und Friedrichshafen gemacht. Von der Rückleistung habe ich nichts, denn am Nachmittag sollte noch der Rheingold mit der 78er vom Schwarzwald Richtung Bodensee dampfen und das war mir dann das Umsetzen gen Westen Wert zumal dort weniger Regen zu sein schien... Verrückt, solche Strecken wegen eines Fotos zu fahren, aber man war ja noch jung...

1.) 01 173 mit dem MBB-Sonderzug bei Wohmbrechts am 11.5.74:
1974-05-11, 1a, SN, bei Hergatz Wohmbrechts-01 173.jpg

2.) Umsetzen der 01 in Lindau:
1974-05-11, 2a, SN, Lindau Hbf-01 173.jpg

3.) Friedrichshafen, schon gedreht mit einer 50er, vermutlich 50 2840:
1974-05-11, 8a, SN, Friedrichshafen-BR 50-01 173.jpg

4.) Und ein Farbdia gab es auch noch:
1974-05-11, 10a, CD, Friedrichshafen-01 173.jpg

5.) In S/W macht die 01 aber auch bei Regen eine gute Figur!
1974-05-11, 13a, SN, Friedrichshafen-01 173.jpg

Gleich kommt noch die besondere Führerhausbeschriftung und die 78er mit dem Rheingold.

Bis dann viele Grüsse
Christoph
6.) In Ulm gab es meines Wissens nach ja nie 01. So war diese Führerhausbeschriftung eine Besonderheit:
1974-05-11, 15a, SN, Friedrichshafen-01 173.jpg

7.) In Klengen bei Donaueschingen kam mir dann am selben Tag abends die 78 246 mit dem "Rheingold" entgegen. Die Anreise war so knapp, dass mir kein anderer Fotopunkt mehr gelang und so der hässliche Schrottplatz mit aufs Bild kam. Aber es hat nicht mehr geregnet!
1974-05-11, 18a, SN, Klengen-78 246 Rheingold.jpg

Nochmals herzlichen Dank für die Erinnerung an einen besonderen Eisenbahntag vor bald 46 Jahren! Hätte ich besser in Lindau im Regen bleiben sollen? Nach dieser Zeit müssig darüber nachzudenken.

Viele Grüsse
Christoph



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 09:28.
Lieber Steffen,

die Mühe, "die Körner einzeln zu zählen", habe ich mir nicht gemacht; ich habe vielmehr die Bilder in ihrer Gesamtheit auf mich wirken lassen - und das war wieder eine große Freude! Besonders gut gefällt mir Bild 24! Über den vermeintlichen Heißläufer habe ich mich auch gefreut - und mich gefragt, wie denn Heißläufer-Ortungsgeräte heutzutage auf Dampfloks reagieren.

Gruß
Klaus

Zu Bild 26

geschrieben von: TBWA

Datum: 12.02.20 00:19

Hallo,

erstmal vielen Dank für die tollen Bilder - ich finde die auch trotzder Umstände sehr gelungen und die beiden interessanten Beiträge!

zu Bild 26: das sollte m.E: auchLeutkirch sein - vorne geht's nach Gleis 2 & 3 und die Weichenlaterne links dürfte für die Weiche in Richtung Isny sein (auch wenn ich meinte, dass der Isnyer Bahnhofsteil vor Gleis 2/3 abzweigte...)

Zu Wohmbrechts

geschrieben von: TBWA

Datum: 12.02.20 00:23

Hallo,

danke für das aufschlussreiche Bild - seit Jahren grüble ich ob es an der gezeigten Stelle denn mal einen BÜ gegeben häbe (also hochdeutsch gegeben haben könnte) - und hier der Beweiss: ja, es gab ihn an dieser Stelle ;-) Merci für die tolle Ergänzung!

Mir gefällt das Rheingold-Bild durchaus, auch wegen des Schrottplatzes => eine schöne Zeitdokumentation und damit interessanter als ein Wald- und Wiesenmotiv.
Hallo Steffen,

vielen Dank für diesen eindrucksvollen Beitrag.

Schade, dass Du nicht auch im kurvenreichen Abschnitt Kisslegg - Gebrazhofen auf meiner Haus- und Hofstrecke aus dem Zug heraus fotografiert hast, die Steigung war zwar nicht ganz so spektakulär wie die von Lindau auf die Voralpen-Hochfläche herauf, aber mit der Anhängelast hinauf über den Brechpunkt der Europäischen Wasserscheide bei Heggelbach für die 01 sicher ebenfalls nicht einfach.

Wie schon über das "Antwort-Bild" von Ralph zu Deinem Teil 1 freue ich mich natürlich besonders über Bild 25 von meinem Heimatbahnhof Leutkirch. Die alten niederen KWStE-Bahnsteige wurden übrigens erst vor drei Jahren durch einen Mittelbahnsteig mit Unterführung ersetzt. Das "Magazin" genannte kleine Gebäude auf der Memminger Seite existiert heute aber in dieser Form nicht mehr. Es beherbergte das Stoff- und Materiallager und war sogar unterkellert. Mit einem kuriosen handbetriebenen Aufzug konnten dort die im Keller lagernden Betriebsstoffe wie destilliertes Wasser für den Gepäckkarren und Glysantin, Ketten- und Motoröl für die Köf rauf- und runterbefördert werden.

Bild 26 ist ebenfalls in Leutkirch entstanden und zeigt den Zug offenbar bei einer Schein-"Einfahrt" in den Bahnhof. In Deinem Rücken liegt das Wärterstellwerk I. Der Zug muss aber einiges über Ra 10 in Richtung Kisslegg zurückgedrückt worden sein. Links und rechts von Gleis 1 die jeweiligen Ausziehgleise der Isnyer bzw. Memminger Seite und am linken Bildrand das Fabrikgebäude der damaligen KaVo-Werke.


Viele Grüsse von Mark

Re: Zu Bild 26

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 12.02.20 00:32

Hallo TWBA

TBWA schrieb:
Hallo,

zu Bild 26: das sollte m.E: auchLeutkirch sein - vorne geht's nach Gleis 2 & 3 und die Weichenlaterne links dürfte für die Weiche in Richtung Isny sein (auch wenn ich meinte, dass der Isnyer Bahnhofsteil vor Gleis 2/3 abzweigte...)
das passt schon, die Abzweigweiche für Gleis 1 Isny lag ein ganzes Stück weiter östlich nach der Ausfädelung der Memminger Kreuzungsgleise. Das Isnyer Ausziehgleis links im Bild (Gleis 11) war auch erheblich kürzer als das der Memminger Seite (Gleis 10) und endete etwa auf Höhe des dritten Wagens.


Viele Grüsse von Mark
Servus Steffen,

trotz des Schmuddelwetters bin ich wieder sehr gerne mitgekommen! Das Wetter hat Dich nicht davon abgehalten, ansehnliche Bilder zu produzieren. Wie Klaus habe auch ich die Körner nicht gezählt, sondern die Bilder auf mich wirken lassen. Einfach schön.

Die Brücke im Bild 23 bei Lindau-Schönau am km 147,9 kenne ich auch persönlich. Am 28.7.2016 habe ich von der anderen Seite einen Vergleich angefertigt, bei dem man den Unterschied zwischen normalen Zügen und Neigetechnikzügen sehen kann. Links kommt 223 007 mit dem ALX84087 Lindau-München die Steigung herauf, rechts rollt gerade 612 650 als RE29314 Oberstaufen-Lindau seinem Endbahnhof entgegen:

http://www.eisenbahnhobby.de/Bodensee/Z18617_ER20-007_612650_Lindau-Schoenau_28-7-16.jpg


Von der Brücke hinab auf Deinen Sonderzug hätte sich dieses Bild ergeben (wir sehen 218 416 mit 218 430 vor EC193 Basel-München, ebenfalls am 28.7.2016):

http://www.eisenbahnhobby.de/Bodensee/Z18625_218416_Lindau-Schoenau_28-7-16.jpg


Und dass das Bahnwärterhaus in Lindau-Schönau aus Deinem Bild 24 als Wohnhaus überlebt hat, zeigt dieses Bild vom 28.7.2016 mit 612 502 als sich verneigender RE29320 Oberstaufen-Lindau - das Haus ist rechts im Bild leider nur angeschnitten:

http://www.eisenbahnhobby.de/Bodensee/Z18679_612502_Lindau-Schoenau_28-7-16.jpg


Schade, dass man 003 088 nicht retten konnte. Schon am 2.5.1973 stand sie auf selbigem Gleis, allerdings noch ohne die Kreideanschrift Deines Bildes:

http://www.eisenbahnhobby.de/Sueddt73/17-32_003088_BwUlm_2-5-73_S.JPG


Danke für diese beiden Teile von 01 173,

Martin

Edit: Schreibfehler



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 14:48.

Re: Zu Wohmbrechts

geschrieben von: 38 2383

Datum: 12.02.20 09:34

Vielen Dank, TBWA.

Der BÜ ermöglichte mir seinerzeit das sichere Erreichen des Fotopunktes. Allerdings fand ich ihn auf den heutigen Karten auch nicht mehr beim Rekonstruieren des Fotos und seiner Umgebung....

Das Schrottplatzfoto zeigt auch, wie bereits seinerzeit Bahngelände entwertet wurde...

Viele Grüße
Christoph

Re: Zu Wohmbrechts

geschrieben von: Bullok

Datum: 12.02.20 09:52

Hallo,

stimmt, solche eher wilde Schrottplätze an Ladestrassen findet man heute eigentlich nicht mehr.
Die sind doch mittlerweile fast alle umzäunt und haben auch nicht mehr alle Gleisanschluss.
Der hier in Klengen ansässige Schrotthändler scheint aber heute noch auf die Bahn zu verladen, wenn auch wohl auf eigenem Grundstück schräg gegenüber.


Schöne Grüsse

Ralph

Re: Zu Wohmbrechts

geschrieben von: TBWA

Datum: 12.02.20 11:36

Hallo,

also diesen BÜ kenne ich, Baujahr '85, persönlich nicht mehr, der dürfte also schon geraume Zeit fehlen... => Heut zu Tage muss man in Wohmbrechts darselbst über den BÜ, durch den Ort um dann nach rechts abzubiegen um den Fotopunkt zu erreichen - aber es gibt selbigen noch und genau an diesem habe ich mich eben schon des öfteren gefragt, ob es da mal einen BÜ gegeben haben könnte, da die Landschaft/das Terrain dies eben vermuten liessen ;-)

Als ich das letzte mal an der telle war - auch schon wieder diverse Jahre her - gab's auf dem gehöft aber auch einen sehr "neugierigen" Hund... dem das Eisenbahnfotografieren dann aber doch recht schnell zu langweilig erschien :-D

Merci!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 11:38.

Re: Zu Wohmbrechts

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 12.02.20 14:09

Hallo zusammen,

dieser Bahnübergang wurde meines Wissens schon im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Drucktastenstellwerks in Hergatz aufgehoben und zur selben Zeit wurden die verbliebenen Übergänge zwischen Hergatz und Heimenkirch auf zugüberwachte Technik umgestellt.

Viele Grüsse von Mark
Hallo Steffen,
danke fürs Zeigen Deiner eindrucksvollen Bilder! Jahrelang habe auch ich die Belichtung geschätzt statt zu messen.
Schon 1974 seid Ihr Opfer einer HOA (Heißläufer-Ortungsanlage) geworden?!
20 Jahre später hatten die UEF den entsprechenden Hinweis in der Fplo stehen:

https://abload.de/img/fplo1172-44nkip.jpg


Da saß ein UEF-Mitglied im Fahrplanbüro ;-)
Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Ganz gewiß: ein unvergeßliches Erlebnis...

geschrieben von: Reinhard Gumbert

Datum: 12.02.20 17:20

...nicht nur wegen der Führerstandsmitfahrt nach Ulm. Danke daß ich jetzt dabei sein durfte, Steffen!

Korn hin - Korn her: Auf die Motive kommt's an! Und darauf, aus den (Wetter-) Umständen was zu machen. Beides ist Dir (auch) hier gut gelungen. In dieser letzten Folge ist mir besonders die Spiegelung in Bild 17 aufgefallen (nie vorher sowas gesehen!) und bei Bils 25 hast Du Sekunden-genau draufgedrückt. Mein highlight diesmal ist die Standaufnahme in der engen Kurve des Bf. Leutkirch mit dem schönen Bahnhofsgebäude und der Sonderfahrten-Szenerie. Chapeau!

Schöne Grüße aus Aachen -
Reinhard
Lieber Steffen,

in Verbindung mit den gezeigten Bildern handelt es sich um eine wunderbare Beschreibung der Fahrt deinerseits. Ich kann mir gut vorstellen, dass die nächtliche Fahrt nach Ulm ein unvergessenes Erlebnis ist und war.

Mir fällt auf, dass man noch in der Nacht im Bw Ulm die Lokschilder vorsichtshalber "in Sicherheit" gebracht hat. Ohne Lokschilder traf Karl-Hans Fischer 01 173 am 24.08.74 im Bw Ulm.



01 173 UEF am 27.08.74 im Bw Ulm.jpg


Herzlichen Dank für diese Serie
Bruno



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 19:24.
Hallo Steffen,
da bin ich gerne mitgekommen zu der Sonderfahrt nach Lindau. Wir begleiteten damals die Fahrt nach Konstanz, als auf der Rückfahrt die 01 in Hattingen einen Lagerschaden erlitt. Zu Deinem Besuch in Ulm passt mein schon ein paar Jahre alter Beitrag: Besuch im Bw Ulm


Gruß Werner


Vielen Dank, Steffen!

Ich bin gerne in Gedanken mit euch mitgefahren! Schuld daran sind nicht nur die zahlreichen Begleitfotos, sondern auch der Textteil trägt erheblich zu diesem perfekten Zweiteiler bei!

Dafür dankt Dir mit Grüßen aus dem Norden

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
bitte hier anklicken!
Danke für die schönen Beiträge aus dem kurzen Leben der 01 173 als UEF-Museumslok.
Matthias

BÜ MHGZ - MRTA

geschrieben von: TBWA

Datum: 13.02.20 10:02

Hallo,

es gibt sogar noch 2 Anrufschranken BÜ im genannten Streckenabschnitt => einer auf Gemarkung Meckatz (gutes Motiv u.a. auch mit der Brauerei im Bild) und einer zwischen Heimenkirch und dem Bahnhof Röthenbach alias Oberhäuser (auch ein gutes Motiv mit Blick auf Heimenkirch). Fast alle anderen BÜ wurden inzwischen durch Unterführungen ersetzt (bis auf jenen in Wohmbrechts un einer am Waldausgang bei Mellatz).

Viele Grüße!
Moin,
Zitat:
Über den vermeintlichen Heißläufer habe ich mich auch gefreut - und mich gefragt, wie denn Heißläufer-Ortungsgeräte heutzutage auf Dampfloks reagieren.
Recht einfach. In den Fplo sind die Standorte der Heißläufer-Ortungs-Anlagen vermerkt. Die Personale versuchen dann, diese Standorte möglichst dampf- und feuerarm zu passieren. Falls das nicht gelingt und ein Alarm kommt, liegt es am Fdl., ob er den Aufbau einer Dampflok kennt. Bei Alarm an 2. (Zylinder) oder 6. (Feuerbüchse) Achse gebe ich dem Personal nur einen Hinweis und lege die mögliche Untersuchung in die Entscheidungsgewalt des Lokpersonals. Bei Alarmen an anderen Achsen wird nach Normalschema verfahren (Stellen des Zuges, Untersuchung).
Ich hatte sowas mal mit 03 1010-2, Warmläufer 4. Achse. Zug gestellt und informiert, nach (vermutlich) einer Extra-Portion Öl an der Treibachse ging es nach etwa 10 Minuten weiter.
MfG 1418



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.20 10:40.