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13.12.1975 - 023 023 sagt leise Servus [m3B]

geschrieben von: Flipp1982

Datum: 13.01.20 13:59

Liebe Foristi,

am 13.12.1975 kam es in Nienburg/Weser zu einem nicht alltäglichen Ereignis: Zwar verirrten sich immer noch Dampfloks in das heute vollständig bis auf den Triebwagenschuppen und das Heizhaus abgerissene Betriebswerk, doch waren das in der Regel 50er in niederen Bauzugeinsätzen.

Eine 23er war da schon etwas ganz Anderes, und so war der Andrang der damals schon vor Ort organisierten Eisenbahnfreunde (die heute noch als "NIEMEC" eine tolle Modellbahn im alten Heizhaus bauen und betreiben) durchaus groß, als 023 023 zur Abschiedsfahrt anrollte. Eine Rundfahrt von Hannover über Stadthagen und Rinteln nach Minden, von dort nach Nienburg und zurück nach Hannover wurde es, und gerade rechtzeitig: Am 15.12.1975 hatte 023 023 Fristablauf.

Da kam sie also, die erwartete Lok:
https://live.staticflickr.com/65535/49378502803_f50b2be2ac_b.jpg
023 023 Minden-Nienburg 131275, Aufnahme entstanden von Leese-Stolzenau aus kommend an der "Einfädelung" in Nienburg.

Die Lok nahm in Nienburg Wasser und wurde auf der Drehscheibe gedreht. Die Nienburger Eisenbahnfreunde hatten das Glück, sich im heimischen BW frei bewegen zu können - und so entstanden zahlreiche Bilder der Lok, von denen ich zwei hier zeigen möchte.
https://live.staticflickr.com/65535/49379159302_deab20e8fc_b.jpg
023 023 BW Nienburg 131275

https://live.staticflickr.com/65535/49379152052_6b873b7d71_b.jpg
023 023 BW Nienburg 131275

Der Rest ist Geschichte. 023 023 wurde gerettet und ist heute wieder vor Museumszügen im Einsatz, am Fotostandort werden heute Gleisbauzüge der Firma Wiebe repariert.

Hoffe der kurze Abriss hat gefallen!

Viele Grüße an alle draußen an den Geräten,

Bastian

Deutsche Dampflokomotiven im Ausland - (m)ein spannendes Thema. Literaturtipps:

"Preußens Gloria in Siebenbürgen - das Eisenbahnmuseum Sibiu und seine (deutschen) Fahrzeuge" - Booklet, 48 S., >90 Bilder. Eine morbide Welt voller preußischer Lokbaukunst mitten in Rumänien.

"Dampfloktechnik heute" - Einsatz, Technik & Wartung der deutschen 52er im Jahr 2019 in den KREKA-Minen BiH. 192 S., 192 Abb.. Verfasst vom legendären "Techniker" Dr. Ing. Merim Alicic, übersetzt ins Deutsche.

Re: 13.12.1975 - 023 023 sagt leise Servus [m3B]

geschrieben von: Stefan Hinder

Datum: 13.01.20 15:07

Hallo Bastian,

die Erinnerung an die Abschiedsfahrt der 023 023 in Norddeutschland hat mir in der Tat sehr gut gefallen. Vielen Dank!

Grüße
Stefan
Hallo Bastian,

wegen des großen Anklangs wurde die Tour ja sogar noch einmal gefahren. An die zweite Fahrt, die bei herrlichem Wetter stattfand, kann ich mich noch gut erinnern. Meine damals angefertigten Diapositive harren allerdings noch der Digitalisierung …

Fahrtankuendigung-HAZ.jpg



Fahrplananordnung Nr. 707, gültig am 13. und 14. Dezember 1975, Seite 1.JPG

Fahrplananordnung Nr. 707, gültig am 13. und 14. Dezember 1975, Seite 2.JPG



Sogar in der HAZ erschien ein, vom hier im Forum nicht ganz unbekannten Hans Wolfgang Rogl (†) verfasster, Artikel: ▼

HAZ-Fahrtbericht-15.12.75.jpg






Gruß

Walter

Tf Sollinger?

geschrieben von: Enno

Datum: 13.01.20 17:30

Es ist ja schon ein paar Tage her: War der Samstag der Tag an dem die 23 auf der RStE beinahe liegen blieb? An diesem Tag war, meiner Erinnerung nach, Lehrlokführer Willi Harms auf der Lok. Am zweiten Tag (Sonntag) bin ich selbst im Zug mitgefahren. Wer war denn an diesem Tag der Lokführer auf der 23er? Friedl Sollinger? Kann sich irgendjemand erinnern? Danke.

Beste Grüße Enno http://www.abload.de/img/bornsignaturvef1.jpg http://www.abload.de/img/_dsc4941.2403pp3g.jpg Bild anklicken
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Re: Tf Sollinger?

geschrieben von: G.P.O.

Datum: 13.01.20 17:55

Am 12. März 1976 fuhr 023 023 mit eigener Kraft und mit der natürlich kalten 012 075 im Schlepp gegen Mittag durch den Bf. Rheine in Richtung Niederlande - zufällig beobachtet von dem nach Schulunterrichtsende auf dem Bahnsteig "herumlungernden" Verfasser dieser Zeilen. Vielleicht können wir die 023 023 ja in diesem Jahr wieder in Deutschland bei Sonderfahrten erleben...
Wir hatten schon den Bericht über die Sonderfahrten im Herbst 1975 - und jetzt die Abschiedsfahrten am 13. und 14. Dezember 1975. Vielen Dank für die Bilder :-)
Diese Fahrten werden auch in der SSN-Geschichteliteratur erwähnt.
Dort wird aber auch erwähnt, daß die Lok Kesselfrist hatte bis 14. März 1976.
Dadurch gab es am 12. März 1976 gerade noch die Möglichkeit für die historische Fahrt auf eigener Kraft der 23 023 Lehrte - Rheine und anschließend mit 01 1075 im Schlepp Rheine - Rotterdam :-)

Gruß, Victor

NL
Enno schrieb:
War der Samstag der Tag an dem die 23 auf der RStE beinahe liegen blieb? An diesem Tag war, meiner Erinnerung nach, Lehrlokführer Willi Harms auf der Lok. Am zweiten Tag (Sonntag) bin ich selbst im Zug mitgefahren. Wer war denn an diesem Tag der Lokführer auf der 23er? Friedl Sollinger?
Hallo »Enno«,

an die Namen der Lokpersonale kann mich zwar nicht mehr erinnern, aber innerhalb des vom damaligen EFH-Reisewart Hans Wolfgang Rogl (†) im Mitteilungsblatt Nr. 1/2, Januar/Februar 1976, enthaltenen Veranstaltungsrückblick, den ich mit freundlicher Genehmigung des Vorsitzenden der Eisenbahnfreunde Hannover in eine Textverarbeitung transkribiert habe und hier veröffentlichen darf, fand ich etwas dazu:
Große Abschiedsfahrt mit der letzten Personenzug-Dampflokomotive der DB-BR 023


Das Fahrtenprogramm 1975 der Eisenbahnfreunde Hannover klang so aus, wie es begonnen hatte: Mit einem absoluten Knüller. Am 13. und 14. Dezember fuhren zwei Sonderzüge von Hannover nach Stadthagen und über die Rinteln-Stadthagener Eisenbahn, von Rinteln aus nach Löhne - Minden - Nienburg und zurück nach Hannover. Insgesamt nahmen 1.400 Fahrgäste an den beiden Fahrten mit der Lokomotive 023 023 des Bw Crailsheim teil und bescherten der DB eine Einnahme von mehr als 17.000 Mark. Das sind die nüchternen Fakten unserer Jahresschlußveranstaltung. Das ganze Drum und Dran freilich wollen wir unseren Mitgliedern auch nicht vorenthalten. Denn die Abschiedsfahrt von der letzten Personenzug-Dampflokomotive der Deutschen Bundesbahn hat natürlich auch ihre Vorgeschichte.
23er Abschiedsfahrt-Fahrkarte vom 14.12.1975.jpg
▲ Fahrkarte der Wiederholungsfahrt vom 14.12.
Das war der Stand der Dinge, als der Chronist Mitte Oktober seinen Urlaub antrat. Bei der Rückkehr im November war alles klar: Die HVB hatte stillschweigend den Ausmusterungstermin der BR 023 verschoben und sogar eine Lok nach Hannover abgeordnet. Und nicht nur das: Die ganze Sonderfahrt auf der von uns vorgeschlagenen Route war genehmigt und fahrplantechnisch abgesegnet worden. Da sich das „Hannoversche Wochenblatt“ als Mitveranstalter beteiligte und die Werbetrommel rührte, sich das Ereignis auch unter den Eisenbahnfreunden aus nah und fern schnell herumsprach, brauchte man wegen der Mindestteilnehmerzahl keine Sorgen zu haben. Im Gegenteil. Während in der Einmann-Geschäftsstelle unseres Vorsitzenden Landes der bei solchen Großveranstaltungen übliche Count-down bereits anlief – Telefonanrufe, ob und wann gefahren werde, Anmeldungen, Post, Auskünfte und nochmals Auskünfte, Absprachen und tägliche Telefon-Kurzkonferenzen mit dem übrigen Vereinsvorstand und der Deutschen Bundesbahn – kam eine Schreckensnachricht aus Crailsheim: Lokomotive 023 029, ursprünglich für die Fahrt auserkoren, war noch einmal im Güterverkehr eingesetzt worden und mußte nach einem Triebwerksschaden beiseite gestellt werden. Nach kurzer Beratschlagung entschied die DB: Lok 023 023 wird den Sonderzug in Norddeutschland fahren und zum Tag der offenen Tür zuvor in Hannover zu sehen sein. So stand dann der Chronist am 28. November entsprechend gefühlsbewegt auf dem hannoverschen Hauptbahnhof, von bahndienstlicher Seite mit dem Tip versorgt, die 023 023 werde gegen 9.45 Uhr von Crailsheim her kommend eine kurze Fotorast auf dem Hauptbahnhof einlegen, um dann nach Lehrte ins Bw zu dampfen. Und so geschah es.
Der Star der Reise kam wohlbehalten in Hannover an, stellte sich auf dem Messebahnhof am 7. und 8. Dezember dem staunenden Publikum vor und fuhr am Sonnabend, dem 13. Dezember, gegen 8.20 Uhr mit einem 13 Wagen langem Zug auf Gleis 14 des Hauptbahnhofs ein. Nicht nur Eisenbahnenthusiasten aus aller Welt (selbst Australier wurden gesichtet) waren dabei, auch Presse, Funk und Fernsehen ließen sich die Sache nicht nehmen — die letzte Personenzug-Dampflokomotive lockte ihr Publikum an!

An und für sich hatten wir gedacht, daß die 023, die zuletzt ausschließlich im Bw Crailsheim beheimatet war, noch ein wenig erhalten bleiben würde und zumindest Anfang 1976 noch zur Verfügung stände. Aus diesem Grund war für das Frühjahr 1976 eine solche Fahrt, evtl. in den winterlichen Harz, geplant, natürlich unter der Voraussetzung, überhaupt eine 023 aus Süddeutschland noch einmal nach Norddeutschland ohne große Kosten holen zu können. Die positiven Erfahrungen mit einzelnen Dienststellen (und insbesondere Bediensteten!) der BD Hannover bei der überraschenden P 8-Fahrt im Februar, der 012-Reise, der Fahrt nach Bodenwerder und auch der IC-Tour ließen den für das Reiseprogramm der Eisenbahnfreunde Hannover zuständigen Chronisten dieser Zeilen optimistisch in die Zukunft schauen, bis sich dann im Herbst wieder einmal die Ereignisse überschlugen. Zum 31.10.1975, so hieß es aus gewöhnlich gut orientierter Quelle, werde die BR 023 durch die HVB völlig ausgeschieden. Eile tat also not, wollte man in dieser Angelegenheit etwas erreichen. Zunächst mußte der drohend näher rückende Ausmusterungstermin verschoben werden. Ein freundliches Schreiben an die HVB in Frankfurt, Kontakte zur BD Hannover wurden benutzt und als Datum Sonnabend, der 13. Dezember, für eine 023-Abschiedsfahrt angepeilt. Denn inzwischen (es war im September) war die von der BD Hannover geplante Aktion zum 140-jährigen Bestehen der Eisenbahn in Deutschland auf dem Messebahnhof ruchbar geworden. Warum sollte nicht die BD Hannover eine 023 bei der dort geplanten Fahrzeugschau ausstellen und mithin selber die notwendige Überführung der Lok aus Crailsheim in die Wege leiten, die sonst viel Geld gekostet hätte? Gleichzeitig, so dachte der Chronist, sollte die Lokomotive am 6. und 7. Dezember, also genau ein Wochenende vor der geplanten Fahrt, auf dem Messebahnhof für die Abschiedsfahrt werben, damit genügend Fahrtteilnehmer zusammen kämen.


Typkizze Baureihe 23.jpg


Lehrlokführer Harms und sein Heizer brachten die Maschine auf der Fahrt bis Stadthagen tatsächlich auf Tempo 110 km/h und das mit 13 Wagen! In Stadthagen mußte der lange Reisezug dann von der DB durch Sägefahrt zur RStE umsetzen. Am Sonnabend, als vormittags regnerisches Wetter herrschte gab es eine Überraschung. Nicht nur die Lokomotive Mevissen 4 des DEW stand bereit, auch die Kittel-Lok dampfte in Stadthagen; im Schlepp einen Kohlewagen und den Buffetwagen dieser Vereinigung. Es stellte sich heraus, daß die DEW-Angehörigen ihren Zug mit den beiden Loks in der Nacht von Hannover aus nach Stadthagen gefahren hatten und somit die Rücküberführung ihrer Fahrzeuge vom Tag der offenen Tür bei der DB auf dem Messebahnhof eine Woche vorher mit unserer Fahrt kombinierten. Für die Fotofreunde war das natürlich eine zusätzliche Attraktion: Lok Mevissen 4 setzte sich vor die 023 023, die Kittel-Lok bildete die Nachhut, und vereinigt ging es auf die RStE, zunächst bis Obernkirchen. Dort war der erste Fotohalt. Es erübrigt sich die Feststellung, daß bei einem randvollen großen Sonderzug die Fotografen wie Pilze aus dem Boden schossen.

Leider hatte der feine Regen nicht aufgehört, und das sollte sich als Nachteil erweisen. Kurz hinter Bad Eilsen blieb unser Zug zum erstenmal stecken und bewältigte dann nur mit Anlauf eine Steigung. Problematisch wurde es dann aber erst richtig an der Autobahn bei Steinbergen. Der an und für sich vorgesehene Fotohalt mit Scheinanfahrt mußte für die Reisenden im Zug leider flachfallen. Dafür kamen die begleitenden Autofahrer auf ihre Kosten. Denn viermal wurde es versucht, die Steigung zu überwinden, und der am Schluß laufenden Kittel-Lok ging die Puste sogar völlig aus. So erreichte man Rinteln-DB mit der für unsere Verhältnisse respektablen Verspätung von plus 60 Minuten. In Rinteln blieben die DEW-Fahrzeuge zurück. Die DEW-Freunde hoffen, auf der RStE nächstes Jahr wieder fahren zu können, wenn diese schöne ne-Bahn nicht stillgelegt wird. Unser Sonderzug fuhr weiter nach Löhne, einen an und für sich in Vlotho vorgesehenen Halt überspringend. In Löhne kam die Lok zur Behandlung ins Bw, machte Kopf und zog den Zug nach Minden über die Hauptstrecke. Von Minden aus ging es auf der eingleisigen elektrischen Bahn nach Nienburg. Leese-Stolzenau, wo früher die schmalspurige StMB fuhr und die Nebenbahn nach Stadthagen (heute nur noch Güterverkehr bis Loccum) abzweigt, war weiterer Fotohalt; hier holte man die Scheinanfahrt nach. Inzwischen schien die Sonne. Leider aus der falschen Richtung.

In Nienburg hieß es nochmals Wassernehmen und Drehen. Dann erfolgte die Rückfahrt über Neustadt und Wunstorf nach Hannover.
Sonntag, der 14. Dezember, sah zwar denselben Rundkurs vor, stand aber unter einem ganz anderen äußeren Stern. Hatte es tags zuvor vormittags geregnet, so war jetzt über Nacht der Winter eingekehrt, und die Sonne schien. Der Chronist hatte sich an diesem Tag vom Reiseleiterposten beurlauben lassen, um in Stadthagen mit der RStE für einen entsprechenden Ablauf zu sorgen. Am Sonntag war natürlich die Kittel-Lok nicht mit von der Partie. Dafür kam die Lok Mevissen 4 des DEW als Schiebelok zum Einsatz. Bei herrlichem Winter-Sonnenschein fuhr der Zug unter prächtiger Dampfentwicklung von Stadthagen ab, begleitet von weit über 100 privaten Pkw, was auf der Straße zu beängstigenden Situationen führte. In Obernkirchen fand, wie am Tag zuvor, ein Fotohalt statt. Aber den an der Autobahn vorgesehene Halt hatte man sicherheitshalber nach Bad Eilsen verlegt, wo Lokführer Harms auf der 023 und Lokführer Sollinger auf der DEW-Lok zurückdrückten und den Fotofreunden einen entsprechenden Gefallen taten. An der Autobahn fuhr man mit Schwung unter der Brücke durch.

Eine weitere Abweichung gegenüber dem Vortag gab es in Leese-Stolzenau. Der dortige Bahnhofsvorsteher nämlich hatte kurzfristig einen Tag der offenen Tür improvisiert, in dessen Mittelpunkt unser Sonderzug stand.
Bliebe noch zu sagen, daß es allen Beteiligten bei aller Mühe viel Freude gemacht hat, daß diese Fahrten zustande kamen. Auch, wenn im nächsten Jahr noch einmal auf DB-Gleisen gedampft wird, so waren diese beiden Fahrten dennoch ein Höhepunkt und krönender Abschluß unserer langjährigen Dampfzugfahrten bei der Deutschen Bundesbahn. Wir hätten alle diese organisatorisch nicht einfach zu bewältigenden Fahrten ohne das außerdienstliche Engagement etlicher Eisenbahner zahlreicher Dienststellen nicht veranstalten können. Uns blieb dabei die Gewissheit, daß die Bundesbahn nicht immer ein sturer Behördenapparat ohne viel Spielraum sein muß und daß mancher Eisenbahner auch heute noch aktiv dafür sorgt, daß sein Unternehmen besser als der negativschlagzeilenbelastete Ruf ist.

Unseren Dank haben wir durch eine gute Kasse bei entsprechender Besetzungszahl der Züge - siehe oben - auszudrücken versucht. Wir selber, insbesondere unser rollender Vereinswirt im Tanzwagen, und die Reiseleitung sind zufrieden, wenn die Fahrtteilnehmer auch diese großen Fahrten in angenehmer Erinnerung behalten werden. 100 Pixel breit.gif 100 Pixel breit.gif 100 Pixel breit.gif Hans Wolfgang Rogl





Ich sollte meine Sonderfahrt-Dia doch so langsam mal scannen …



Gruß

Walter

___________________
(Edit feilte noch etwas am Layout und machte aus der ursprünglichen „PS-“ noch eine P 8-Fahrt ☺)



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.20 16:45.
Walter ich danke dir für diese Informationen. Und jetzt, wo ich mental wieder zurück versetzt bin in diese Zeit, da war doch noch irgendetwas mit einer Güterzug-Testfahrt mit der 023 023 ab Lehrte, im Vorfeld der Sonderfahrt. Wer kann denn dazu noch etwas beitragen?

Beste Grüße Enno http://www.abload.de/img/bornsignaturvef1.jpg http://www.abload.de/img/_dsc4941.2403pp3g.jpg Bild anklicken
Liste meiner Schmuddel-Beiträge auf DSO



Re: Güterzug-Testfahrt mit 023 023 ab Lehrte

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 13.01.20 23:44

Enno schrieb:
… da war doch noch irgendetwas mit einer Güterzug-Testfahrt mit der 023 023 ab Lehrte, im Vorfeld der Sonderfahrt. Wer kann denn dazu noch etwas beitragen?
Ja, stimmt; die Maschine wurde dabei im Bw Braunschweig restauriert. Meiner Erinnerung nach wurde diese Güterzugleistung sogar im Ebel-Buch »Die Neubau-Dampflokomotiven der Deutschen Bundesbahn Bd. 1: Technik und Geschichte der Schlepptenderloks BR 23 und 10« [www.zvab.com] erwähnt.

Aber frag doch dazu vielleicht mal konkret den DSO-User und Betreiber der Seite [www.lokfoto.de], der könnte doch außer [www.messebahnhof-hannover.lokfoto.de] und [www.lehrte.lokfoto.de] durchaus noch weitere Aufnahmen besitzen?



Gruß

Walter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 23:47.
Hallo Walter,

ja, da kommen Erinnerungen auf... Am 7. und 8. Dezember durfte ich als DEW-Mitglied die Kittel-Lok bei der Ausstellung in Hannover besetzen und dem interessierten Publikum die Technik der Lok erklären. Am Sonntagabend ging es dann auf dem Führerstand der 023 023 von Hannover ins Bw Lehrte, Lokführer war Friedl Sollinger. Eine Woche später war ich dann als Fahrgast bei der ersten Abschiedsfahrt dabei und kann mich noch gut dran erinnern, dass die RStE-Strecke nur mit viel Sand und fast dauerndem Schleudern im Schritttempo bezwungen wurde.

Grüße

Martin

Re: 13.12.1975 - 023 023 sagt leise Servus [m3B]

geschrieben von: Klaus Groß

Datum: 14.01.20 22:13

Hallo Bastian,

natürlich hat dieser Abriss gefallen, dank der schönen Fotos! Außerdem zeigt sich die Lok, wie es sich gehört, mit Front-Beschilderung. Bei der Ausstellung auf dem Messegelände ein paar Tage vorher sah sie vorne nackt und damit traurig aus.

Gruß
Klaus

Danke!

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 15.01.20 13:03

Als Spätgeborener und nachmaliges MEM-Mitglied bedanke ich mich bei allen Mitschreibern für eure detailreiche Zeitreise in die 70er Jahre. Wenn ich im Kindergartenalter gewusst hätte was mir entgeht...