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 04 - Historisches Forum 

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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Moin,

am Wochenende habe ich die historischen Ausgaben des FUNKAMATEUR [1] gesichtet und in mein Archiv eingepflegt: 60 Jahrgänge von 1960 bis 2019, komplett - freue mich schon auf das erste Jahrzehnt!

Ins Auge gefallen ist mir sofort die folgende Titelseite des FA 1975-01:
fa_1975-01_cover.jpg

Die Impressumsseite sagt noch folgendes:
Zitat
Elektronik im Einsatz zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Mit Radaranlagen werden sichere und genaue Werte ermittelt - schummeln hilft also nichts
Foto: RFT -Pressedienst
Im Magazin selbst ist jedoch kein weiterer Artikel, der auf das Titelbild*) Bezug nimmt.

Meine Fragen hierzu:
* Wo in der DDR wurde das Bild aufgenommen?
* Um welchen Typ Radargerät handelt es sich?
* Welchen Typ Handsprechfunkgerät verwendet der Soldat?
* Welchen Dienstrang hat der Soldat?
* Was für ein Kleinbus ist das im Hintergrund?

Ich setze einfach mal auf die Schwarmintelligenz des Forums, da ich sicher bin, dass genügend Mitleser hier von "drüben" stammen, dort gedient haben und vielleicht mal sogar eine solche Anlage bedient haben.
Freue mich schon sehr auf erkenntnisbringende Zuschriften und wünsche uns einen guten Auftakt in eine neue Woche!

Beste Grüße, Marek

*) Interessant auch: Heftpreis 3,00 M / Sonderpreis für die DDR: 1,3 M


[1] [www.funkamateur.de]

/edit: NVA-Soldat -> VoPo im Beitragstitel angepasst, 2020-01-13 10:01


YouTube-Kanal: EisenbahnvideosBremen




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 10:01.
Ich kann keinen Soldaten auf dem Bild erkennen.
Ansonsten sind die Schulterstücken nicht vollständig zu erkennen.
Aber es ist ein Meister oder Obermeister der VP.

[de.wikipedia.org]

Und noch etwas zum Funkgerät aus dem VEB (K) Funkwerk Köpenick
Screenshot_20200113-093439_Chrome.jpg

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 09:46.
Wow! Das geht ja schneller, als gedacht. Danke!


OK, also kein Soldat, sondern VoPo - darf man das so sagen? Dann pass ich die Überschrift an.

Beste Grüße, Marek


YouTube-Kanal: EisenbahnvideosBremen
Der „Soldat” ist kein Soldat, sondern ein Angehöriger der Deutschen Volkspolizei - kurz DVP.

Da gab es Verkehrsstaffeln in jedem VPKA - denen oblag alles mit Strassenverkehr.

Der Dienstgrad: Mhm, ich vermeine zwei silberne Sterne zu erkennen, also ist es ein VP-Meister(drei Sterne wären ein VP-Obermeister).

Der Transporter ist ein Barkas B-1000 - Brot- und Butterfahrzeug in der DDR, hier natürlich mit Sonderausstattung für die Volkspolizei.


Zu den anderen Fragen habe ich keinen Bezug.


Gruß
Bruder_M schrieb:
OK, also kein Soldat, sondern VoPo - darf man das so sagen?
Das verrät Deine Sozialisation... ;-)

Klar kann man das sagen, verächtlich haben wir das damals™ hinterm Rücken auch getan - natürlich ausser Hörweite...


Gruß
Hallo,

Wie schon angemerkt sehe auch ich auf dem Bild einen Angehörigen der VP in Winterdienstkleidung. Die Umiformteile wurden von allen Einheiten der NVA, VP und der Kampfgruppen verwendet.
Bezüglich der Fragen zum Radar- und Funkgerät sollte sich die Erklärung in der Zeitschrift finden lassen. Das Fahrzeug war ein B 1000 "Barkas".





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 10:58.
Zitat
Das verrät Deine Sozialisation... ;-)
Die kann ich diesbezüglich gar nicht haben. Als die Mauer fiel, war ich zarte sechs Jahre alt und noch viel weiter im Osten wohnhaft, so dass ich davon gar nichts mitbekommen habe.

Ich fands halt bemerkenswert, dass in einem Magazin für Hobby-Elektronik so ein Bild aufgetaucht ist. Militärischen Bezug hatte der FA damals regelmäßig (musste haben!) - gefühlt ca. 30 bis 50 % - meistens irgendwelche "Wehrsportübungen" der GST oder FDJ. Aber dieses Andreaskreuz auf dem Cover war so markant, dass ich es unbedingt teilen wollte.

Dafür liebe ich dieses Forum, dass man schnell kompetente Antworten bekommt zu Themen, die auch über den Tellerrand hinausgehen. Man lernt hier immer was dazu.

Klar, das Photo ist wahrscheinlich gestellt für die RFT-Broschüre, aber vielleicht findet sich ja noch jemand, der tatsächlich mit so einer Anlage zu tun hatte.

Danke auch für den Tipp mit dem Barkas! Die Form des Fahrzeugs ist markant typisch und ich habe es auch schon oft in alten Filmen gesehen, aber mir fehlte halt der Suchbegriff zum Einstieg.

Beste Grüße, Marek


YouTube-Kanal: EisenbahnvideosBremen

Heftpreis

geschrieben von: Klaus aus FG

Datum: 13.01.20 10:33

Sehr interessant finde ich ja den Preis des Heftes: "Heftpreis 3,00 M" und "Sonderpreis für DDR 1,30 M". Wurde das Heft dann in der DDR für 1,30 und im Ausland (welchem?) für 3,00 verkauft? Oder war es für den Normalverbraucher für 3,00 erhältlich und staaliche Stellen erhielten es für 1,30?

Re: Heftpreis

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.01.20 11:04

Hallo,

Der Preis von 1.30 Mark war der Preis in der DDR, der Preis von 3.00 Mark der Preis im Ausland, nichtsozialistisch oder sozialistisch.
Die Zeitschriften gingen auch in das Ausland, so wie auch ausländische Zeitschriften in die DDR kamen. Zuständig war der Postzeitungsvertrieb (PZV) der DDR.

Re: Heftpreis

geschrieben von: Bruder_M

Datum: 13.01.20 11:08

Hier mal ein Screenshot aus dem Impressum:
fa_1975-01_Impressum.jpg


Zitat
FUNKAMATEUR
wird herausgegeben vom Zentralvorstand der
Gesellschaft für Sport und Technik und erscheint
im Militärverlag der Deutschen Demokratischen
Republik
Hauptredaktion GST-Publikationen
Verlag und Redaktion hoben ihren Sitz in
1055 Berlin, Storkower Straße 158.
Telefon : 53 07 61
[...]
Erscheinungsweise und Preis
Die Zeitschrift FUNKAMATEUR erscheint einmal
monatlich. Preis pro Heft : 3,- M zuzüglich Ver·
sandspesen; Sonderpreis für die DDR: 1,30 M.
Bezugszeit monatlich.

Bezugsmöglichkeiten
In der DDR über die Deutsche Post.
Außerhalb der Deutschen Demokratischen Republik
nimmt der internationale Buch- und Zeitschriftenhandel
Bestellungen entgegen. Bei Bezugsschwierigkeiten
im nichtsozialistischen Ausland
wenden sich Interessenten bitte an die
Firma BUCHEXPORT , Volkseigener Außenhandelsbetrieb
der Deutschen Demokratischen Republik,
DDR - 701 Leipzig, Leninstroße 16, Post-
fach 160.
Im sozialistischen Ausland können Bestellungen
nur über die Postzeitungsvertriebs-Ämter erfolgen
Die Verkaufspreise sind dort zu erfahren
bzw . durch Einsicht in die Postzeitungslisten.
[...]
Nachdruck - auch auszugsweise - ist nur mit
Quellenangabe gestattet.
Damit gebe ich auch hier die konkrete Quelle der Archivdateien an: [www.box73.de]

Die Preisgestaltung deute ich schon so, dass der Preis auf dem DDR-Markt die 1,30 M war, während im Ausland der 3,00 M-Preis galt.
Der FUNKAMATEUR (wie vermutlich auch viele andere Fach- und Freizeitliteratur) hatte in der DDR-Zeit eine limitierte Auflage begrenzt durch die Zuteilungen an Papier [1] und war auch in der BRD wegen seiner technisch anspruchsvollen Inhalte (die er bis heute hat!) begehrt.

Bzgl. Vertrieb ins Ausland habe ich folgende Angaben im Impressum des FA 1965-08 (willkürlich, da gerade die Ausgabe wegen einer anderen Recherche geöffnet ist) gefunden:
fa_1965-08_Impressum.jpg

Quelle: [www.box73.de]

Zitat
Zu beziehen:
Albanien: Ndermarrja Shtetnore
Botimeve Tirana
Bulgarien: Petschatni proizvedenia.
Sofia. Légue 6
CSSR: Orbis Zeitungsvertrieb,
Praha XII
Orbis Zeitungsvertrieb, Bratislava
Postovy urad 2
China: Guozi Shudian. Peking.
P.O.B. 50
Polen: P.P‚K. Ruch, Warszawa,
Wilcza 46
Rumänien: C.L.D. Baza Carte.
Bukarest. Col Mosilor 62—68
UdSSR: Bei städtischen Abteilungen
„Sojuspechati“, Postämtern und
Bezirkspoststellen
Ungarn: „Kultura“. Budapest 62.
P.O.B. 149
Westdeutschland und übriges Ausland:
Deutsd1e Buch—Export und -lmport
Also faktisch alle sozialistischen Bruderstaaten, aber auch der nichtsozialistische Westen.

Beste Grüße, Marek

[1] Interview mit dem damaligen Technik-Redakteur Bernd Petermann anlässlich des 50-jährigen Jubiläums: [www.funkamateur.de]


YouTube-Kanal: EisenbahnvideosBremen

Bauanleitungen

geschrieben von: Stefan Walter

Datum: 13.01.20 12:52

Die Bauanleitungen bzw. elektronischen Schaltungen zum Nachbauen waren auch durchaus im nichtsozialistischen Ausland von zivilem Interesse.

Das westliche Gegenstück dazu könnte die "Elo" gewesen sein, die ich regelmäßig von ca. 1983 bis zur ihrer Einstellung Anfang der 90er gelesen habe. Neben der damals aufkommenden PC-Technologie wurden auch immer diskret aufgebaute, mehr oder weniger komplexe Schaltungen vorgestellt und behandelt. Wenn man wollte, konnte man sich die fertig-geätzten Platinen gleich per Postkarte bei einer Serviceadresse bestellen. Einfachere Sachen konnte man aber auch auf Lochstreifenplatine zusammenlöten.

Ich kann mir nur vorstellen, dass die Beschaffung der elektronischen Bauteile und von Platinenmaterial in der DDR ungleich schwieriger gewesen war.


mfG
Stefan Walter

Re: Bauanleitungen

geschrieben von: dampfbahner

Datum: 13.01.20 13:18

Stefan Walter schrieb:
Ich kann mir nur vorstellen, dass die Beschaffung der elektronischen Bauteile und von Platinenmaterial in der DDR ungleich schwieriger gewesen war.
Die Beschaffung war natürlich wie von vielem schwierig. In größeren Städten gab es Geschäfte, und es gab einen Elektonik-Versand:
[www.bastler-beutel.de] .
Fertige Beutel für eine Schaltung gab es auch, oft aber uninteressante Sachen.
In den Einzelteilverkauf gelangte wohl nur das, was die Betriebe nicht brauchten (in Magdeburg gab es mal ein spezielles Geschäft, da gab es auch etwas zum Heimwerken- irgendwann war dann der Laden weg). Aber irgendwie gelang manches, z.B. der Bau von Konvertern für das 2. Programm.
Stichwort Fernsehen:
Ende der 1950er Jahre hatte nicht jede Familie einen Fernseher. Wir waren eingeladen- wohl 1959 an Sonntagnachmittagen zum Film "So weit die Füße tragen". Das Wohnzimmer immer rappelvoll. Irgendwie kam da Magdeburg auch drin vor.

Gruß aus Magdeburg

Klaus




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 14:08.
Bruder_M schrieb:
Zitat
Das verrät Deine Sozialisation... ;-)
Die kann ich diesbezüglich gar nicht haben. Als die Mauer fiel, war ich zarte sechs Jahre alt und noch viel weiter im Osten wohnhaft, so dass ich davon gar nichts mitbekommen habe.


Hihi, dann stimmt es ja erst recht - nach dem Umsturz wurde es ja zum Schlagwort allerorten im Osten, konnte dann gefahrlos überall rumgetrötet werden.

Wollte Dich aber nicht beleidigen!

VoPo mit Verkehrsradar vor BÜ

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 13.01.20 14:40

Moin.
Am Ostersonntag 1989 war in Bertsdorf ein VoPo direkt am BÜ auch mit so einem Teil postiert.
Das war so auffällig, dass garantiert keiner geblitzt wurde :-)

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


Re: VoPo mit Verkehrsradar vor BÜ

geschrieben von: Albert-Bahn

Datum: 13.01.20 15:30

Hallo,

012 055-0 schrieb:
Moin.
Am Ostersonntag 1989 war in Bertsdorf ein VoPo direkt am BÜ auch mit so einem Teil postiert.
Das war so auffällig, dass garantiert keiner geblitzt wurde :-)
Die Dinger haben auch nicht geblitzt sondern lediglich die Geschwindigkeit gemessen. Wenn ein "Raser" ertappt wurde, hat der Kollege vor Ort per Funk seine Kollegen verständigt, die den Übeltäter einige Meter weiter herausgefischt haben. Gemessen wurde übrigens von hinten, also sozusagen als "Nachschuß".

Fahrt frei!
Albert-Bahn

"Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme." Thomas Morus

Sag das nicht!

geschrieben von: Peter

Datum: 13.01.20 16:38

Hallo!

012 055-0 schrieb:
Am Ostersonntag 1989 war in Bertsdorf ein VoPo direkt am BÜ auch mit so einem Teil postiert.
Das war so auffällig, dass garantiert keiner geblitzt wurde :-)
Sag das nicht - es gibt Experten... !

Mir sind zwei Faelle bekannt (aus eigenem Erleben, aber ohne zahlungskraeftige Beteiligung...), wo weithin deutlich sichtbare Polizisten MIT Streifenwagen und Radargeraet unterwegs waren - und dennoch genug Klientel fanden...

Einmal auf einer Autobahn (A4?), wo im Dreieck zwischen Aus- und Einfahrt ein Polizeibus mit Hochdach, voller Beschriftung und kompletter Signalanlage neben einem Radargeraet stand, ein anderes Mal in einer Tempo-30-Zone vor einer Polizeiwache, wo eine Gruppe Uniformierter neben einer Vielzahl geparkter Streifenwagen einen Blitzer betrieben - da schienen alle Durchfahrenden auch nur an Schichtwechsel zu denken und die Beamten hatten gut zu tun... Ich hatte als Fussgaenger beim Weg diue Strasse entlang genug Laufzeit, um das mit anzusehen. ;-)

Gruss

Peter

EDIT: "Tempo-3-" in "Tempo-30-Zone" berichtigt. Wusste doch, dass wenigstens einer aufpasst. ;-)
Danke fuer den Hinweis! /EDIT

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 22:07.
Hallo Walter -

wie schnell darf ab diesem Schild (...Signal...) gefahren werden?

[www.bahnbilder.de]

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 18:33.
Horst schrieb:
Der „Soldat” ist kein Soldat, sondern ein Angehöriger der Deutschen Volkspolizei - kurz DVP.
Da gab es Verkehrsstaffeln in jedem VPKA - denen oblag alles mit Strassenverkehr.
Der Dienstgrad: Mhm, ich vermeine zwei silberne Sterne zu erkennen, also ist es ein VP-Meister(drei Sterne wären ein VP-Obermeister).
Der Transporter ist ein Barkas B-1000 - Brot- und Butterfahrzeug in der DDR, hier natürlich mit Sonderausstattung für die Volkspolizei.

Die Radargeräte hatte nur die VKmot - und die gab es nur in den VPKÄ der Kat II und I, dazu bei der VKmot der BDVP, die war aber für die Autobahn zuständig.
Die VK der VPKÄ Kat III und IV hatten keine Radargeräte. Dort war langfristig für das ganze Jahr abgestimmt die VKmot eines benachbarte VPKA Kat I oder II tätig.
*
Damals wurde gemessen und dann der Fahrzeugführer angehalten. Also genau so wie das heute "beim Lasern" üblich ist! Allerdings konnte sich damals der Angehaltene die gemessene Geschwindigkeit nicht selber am Messgerät anschauen.
Ich selbst blieb in 22 Jahren mit Führerschein in der DDR "stempelfrei" , habe aber 2 mal ein geringes Bussgeld bezahlt. Die Stempel in eine extra Stempelkarte waren das Gegenstück zum heutigen Punktesystem.
Die zulässige Geschwindigkeit an solchen BÜ lag zeitweise bei nur 30 km/h - Langenweddingen lässt grüßen.
Hmmm,

Über welche Radargeräte verfügte dann die VP abseits der Autobahnen, die es ja auch gab ?

Warum muß ich jetzt an diesen dokumentarischen Schnipsel denken? (VP ärgert sich bei Radarkontrolle mit renitentem Kader herum)
[youtu.be]

DDR Radarfalle - Elektronik für alle ?

geschrieben von: Mw

Datum: 13.01.20 21:23

Der Sinn erschließt sich wie die sprachliche Schöpfung : "Die Freundschaft mit der SU ist der Herzschlag unseres Lebens" o.s.ä.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 21:23.
Bruder_M schrieb:
Meine Fragen hierzu:
* Um welchen Typ Radargerät handelt es sich?


Hallo,

Bei der motVK wurden um 1975 Schlauchmeßgeräte verwendet.
Ab 1977 kam das Radarmessgerät SRD77 zum Einsatz. Von der Größe her passt das, allerdings nicht von der Blechhaube. Das untenstehende Anzeigengerät ist mit Sicherheit noch röhrengesteuert.
Es könnte sich hier (Aufnahme 1975) demnach um ein Funktionsmuster auf dem Weg zum SRD77-Seriengerät handeln.

Der Barkas B1000 im Hintergrund trägt die typische rote Baubinde für die Fahrzeuge der VKÜ (Verkehrsüberwachung). Die Fahrzeuge der Unfallbereitschaft hatten keine Bauchbinde.

MfG.

Blaulicht



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 22:16.
Blaulicht schrieb:
Bei der motVK wurden um 1975 Schlauchmeßgeräte verwendet.
Sah das damals als Fußgänger- die Schläuche waren eigentlich nicht zu übersehen.

Blaulicht schrieb:
Ab 1977 kam das Radarmessgerät SRD77 zum Einsatz.
Konnte 1980 meinen lange bestellten PKW abholen. Fuhr eigentlich immer entsprechend den Vorschriften. Dann im Urlaub, auf Rügen, in Samtens, Straße kurz vor Ortsausgang- die Straße knickt ab, im Rücken das Meßgerät, vor mir die Kelle- erwischt. Im nächsten Urlaub, auf Rügen, in Samtens, überlegte, und da war die Kelle wieder. Geschwindigkeitsüberschreitung...

Gruß aus Magdeburg

Klaus
Dieter Buddrus schrieb:
Die Radargeräte hatte nur die VKmot - und die gab es nur in den VPKÄ der Kat II und I, dazu bei der VKmot der BDVP, die war aber für die Autobahn zuständig.
Die VK der VPKÄ Kat III und IV hatten keine Radargeräte. Dort war langfristig für das ganze Jahr abgestimmt die VKmot eines benachbarte VPKA Kat I oder II tätig.
*
Damals wurde gemessen und dann der Fahrzeugführer angehalten. Also genau so wie das heute "beim Lasern" üblich ist! Allerdings konnte sich damals der Angehaltene die gemessene Geschwindigkeit nicht selber am Messgerät anschauen.
Ich selbst blieb in 22 Jahren mit Führerschein in der DDR "stempelfrei" , habe aber 2 mal ein geringes Bussgeld bezahlt. Die Stempel in eine extra Stempelkarte waren das Gegenstück zum heutigen Punktesystem.
Die zulässige Geschwindigkeit an solchen BÜ lag zeitweise bei nur 30 km/h - Langenweddingen lässt grüßen.
Mir mußte das nicht erzählen - der OP will das vielleicht wissen...


Gruß
Mw schrieb:
wie schnell darf ab diesem Schild [www.bahnbilder.de] gefahren werden?
Nun ja; aber falls ich das nicht überlesen habe, dann schrieb doch Peter etwas von einer Begebenheit auf der Straße und nicht von einer mit einem der im Bereich des Schienenverkehrs gültigen Lf- oder Zs-Signalen …?
Bruder_M schrieb:
Wow! Das geht ja schneller, als gedacht. Danke!


OK, also kein Soldat, sondern VoPo - darf man das so sagen? Dann pass ich die Überschrift an.

Beste Grüße, Marek
VoPo ist die Abkürzung für den VolksPorsche:

[de.wikipedia.org]

Gruß

Rübezahl

Re: »AKüFi«

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 14.01.20 15:25

„Rübezahl“ bemerkte:
„VoPo“ ist die Abkürzung für den VolksPorsche: [de.wikipedia.org]
Nee, nix „Volksporsche“.

Das steht vielmehr für »Gemeinsames Vollstreckungsportal der Bundesländer« [de.wikipedia.org]!



Walter

(Sorry, aber der musste jetzt sein!)

Onehin ein Fakebild !

geschrieben von: Norbert Bank

Datum: 14.01.20 16:31

Volkspolizisten mussten immer zu zweit sein und mit Diensthund ! *

Deshalb, es ist weder der zweite Mann noch der Diensthund zu sehen, kann es sich nur um eine Inszenierung
von Sabogenten oder ähnlichem handeln .
Oder um eine geschickte Täuschungsaktion von Horch und Guck.


* so wissen es zumindest die bis 1989 sehr beliebten Polizistenwitze zu berichten.

Re: Onehin ein Fakebild !

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 14.01.20 16:48

Norbert Bank schrieb:
Volkspolizisten mussten immer zu zweit sein und mit Diensthund ! *

Deshalb, es ist weder der zweite Mann noch der Diensthund zu sehen, kann es sich nur um eine Inszenierung
von Sabogenten oder ähnlichem handeln .
Oder um eine geschickte Täuschungsaktion von Horch und Guck.

Quatsch. Der Zweite Polizist steht an der Kassierstelle und der Hund fotografiert - paßt also. :-)

Knut, Du hast völlig Recht !

geschrieben von: Norbert Bank

Datum: 14.01.20 17:29

Da kann man mal sehen wie durchtrieben der Verein war.
Was aber nicht gezeigt wird ist W 50 / Robur für den Transport des Radargerätes.
Das sieht aus als ob es nach der Lokomotivfeilowitsch Methode aus dem Vollen hergestellt wurde.

Stimmt ;-)

geschrieben von: Peter

Datum: 14.01.20 20:03

Hallo!

Norbert Bank schrieb:
Volkspolizisten mussten immer zu zweit sein und mit Diensthund ! *
(...)
* so wissen es zumindest die bis 1989 sehr beliebten Polizistenwitze zu berichten.
Stimmt. Und die meisten Polizistenwitze erzaehlten mein Schwiegervater (ex ABV, bis zu gesundheitlichen Problemen) und ein Kumpel (der kurz vor der "Wende" bei der VoPo begonnen hatte und dann in den bundesdeutschen Polizeidienst uebernommen wurde).

Ein VoPo sitzt heulend auf einer Mauer. Da kommt ein Buerger vorbei und fragt, was denn los sei.
Der VoPo: "Mein Polizeihund ist fortgelaufen!"
Der Buerger: "Ach, machen sie sich doch keine Sorgen - der findet auch allein wieder auf's Revier!“
Da weint der VoPo bitterlich: "Der Hund schon -aber ich nicht!"

Woran erkennt man einen Polizeihund?
Er fuehrt einen VoPo an der Leine!

Zwei VoPos finden eine Leiche neben dem Gymnasium. Beim Schreiben des Protokolls fragt der eine VoPo den anderen: "Du, wie schreibt man eigentlich Gymnasium?"
Darauf der andere: "Komm, fass an, wir legen ihn vor die Post!"

Warum gehen die VoPos immer zu zweit auf Streife?
Na, der eine kann lesen, der andere schreiben.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Natuerlich!

geschrieben von: Peter

Datum: 14.01.20 20:05

Hallo!

Norbert Bank schrieb:
Das sieht aus als ob es nach der Lokomotivfeilowitsch Methode aus dem Vollen hergestellt wurde.
Natuerlich! In bester sibirischer Feinwerktechnik aus dem Vollen geschnitzt. ,-)

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

TV-Beitrag aus 1989

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 14.01.20 20:50

Hallo!

Der Beitrag lief am 10.11.1989, ab 15.45 Uhr, bei ELF 99. Die Aufnahmen wurden wenige Tage vorher gemacht.

ELF 99 war die Postleitzahl für Berlin-Adlershof (1199). Die Sendung selber wurde erstmalig am 1. September 1989 im 2. Programm ausgestrahlt.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 20:50.

Re: VP und POST

geschrieben von: 100kiloOhm

Datum: 15.01.20 10:23

Die Post (Besser, die POST) ist eine Abkürzung:
Personal Ohne Sachkenntnis und Technik
VP bedeutet: Viel Post!

Prüfungsfrage für einen Streifenpolizisten:
Warum sieht man bei Gewitter zuerst den Blitz und hört den Donner später?
Antwort: "Weil die Oogen am Kopp weiter vorne sind, wie die Ohren."

Grüße aus Pirna

Re: VP und POST

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 15.01.20 13:26

Die Söhne dreier Volkspolizisten wetteifern, wer den blödesten Vater hat.

"Mein Vater ist neulich bei Rot über die Straße gelaufen. Da hat er sich selbst fünf Mark Strafe abgeknöpft.", beginnt der erste.

"Mein Vater ist neulich mit dem Moped ohne Licht gefahren. Da hat er sich selbst zwei Stempel in die Zulassung gedrückt." trumpft der zweite auf.

"Das ist noch gar nichts!", sagt der dritte. "Mein Vater ist neulich im Intershop über'n Ladentisch gesprungen und hat um politisches Asyl gebeten."

Re: VP und POST

geschrieben von: fbie

Datum: 16.01.20 16:22

Zwei Volkspolizisten sitzen im Kino und schauen sich einen Kriminalfilm an. Der Kollege im Film verfolgt einen Verbrecher und läuft dabei auf eine offene Grube zu. Sagte der Eine um Anderen: "Wetten, daß der Kollege gleich in die Grube stürzt"? Der antwortet: "Nein, auf gar keinen Fall". Natürlich fällt der Filmkollege in die Grube und der Verbrecher entkommt. Darauf der erste Vopo zu seinem Kollegen: "Du, ich bin ehrlich, ich habe den Film schon gestern gesehen". Darauf der Andere: "Ich auch, aber ich hätte niemals gedacht, daß dem Genossen zweimal derselbe Fehler unterläuft...".