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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Eines ist gewiß: Ohne ihn wären die Umsätze namhafter Filmehersteller wie Agfa, Kodak und Ilford in den 70er Jahren weniger blendend ausgefallen!

„Idefix“ – ein Unikum, vielleicht, doch kein Unikat: In Wirklichkeit trat er nämlich variantenreich in Erscheinung. Meist in weißer Farbe, nur der letzte modisch-orange. Einer nach dem anderen auf Autobahn-Nachtfahrten in non-stop-Langstreckeneinsätzen mit Vmax 110 km/h warmgefahren, über kurvige Landstraßen und buckelige Gemeindesträßchen gehetzt, auf Feld- und Waldwegen gejagt und über Wurzelknorzen und auf Steinbrocken hart aufgesetzt, zwischen Weinstöcken, in hochstehendem Mais und einmal gar, hoch über der Schwäb’schen Eisenbahn, in einer jungen Fichtenschonung verschlissen. Doch in allen Situationen bewährt: Ob im weit-und-hoch-spritzenden Schlamm, ob querfeldein über’n Stoppelacker, ob im Tiefflug über Schneewehen oder mit Anlauf durch Bach-Furten – am Ende war immer, fast immer, das Ziel erreicht: Der „Schuß“ auf den Dampfzug - …und wenn’s zuweilen auch nur ein verzweifelter Nachschuß war! Doch gelegentlich war auch Fremdhilfe durch kräftige Bauarbeiterhände oder bäuerliche Traktoren erforderlich: etwa wenn der Idefix-Lenker auf hektischer 064er-Hatz im Oberpfälzischen einen Wiesengraben unterschätzt hatte und das französische Gefährt zwischen entsetzt davonspringenden Laubfröschen im jungen Schilfgras versank. Oder wenn im Oberschwäbischen ein glitschiger Waldweg, „never-go-back“ steil bergab führend, unversehens an einer abgeschlossenen Forst-Schranke endete…

Woher der Name? - Nun, wie so oft war auch er aus der Weltliteratur entliehen: Asterix und Obelix, die in den 60er und 70er Jahren mit spannend-witzigen David-und-Goliath-Geschichten aus dem Dauerscharmützel der listigen Gallier gegen die Übermacht der tumben Römer unsere Jugendherzen eroberten - sie hatten neben dem berühmten Zaubertrank auch einen kleinen, weißen Hund, der Wiesel-flink immer dann auftauchte, wenn’s nervenkitzelig wurde und dann so manche kritische Situation herausriß: Idefix.

Das war er, der erste:

1)

https://abload.de/img/113-29_idefix_nd-erlegykqk.jpg

Stolze DM 6.400 wert, etwas vergünstigt bei der Verwandtschaft in Völklingen/Saar erstanden, hier am 9. Oktober 1969, noch mit rotem „VK“-Überführungskennzeichen, vor meinem Elternhaus in Nieder-Erlenbach bei Frankfurt/Main.


Ehrensache, dass Idefix auch schon mal mit aufs Bild kam! Häufig zwar unbeabsichtigt, weil die Karosse unglücklich am Bildrand abgestellt war, gelegentlich aber auch bewusst. So etwa im „Bw“ Osterburken, wo am 2. Januar 1970 die Heilbronner 38 3335 zur Ruhe abgestellt war:

2)

https://abload.de/img/118-70_038335hn_oster3tk1l.jpg

(Bild schon mal gezeigt.)



Oder im Bw Braunschweig am 11. April 1970 neben „meiner“ 01 161, von der ich ein Lokschild besitze, hier leider bereits abgestellt (z 12.02.1970)…

3)

https://abload.de/img/123-59_001161bs_bwbra4ekyg.jpg

(Dito.)



…und des Größenvergleichs halber – man gönnt sich ja sonst nichts – neben der ausrückenden Braunschweiger 011 098:

4)

https://abload.de/img/123-63_011098bs_bwbrapzk95.jpg

(Dito.)



Doch, schnell noch bevor einer fragt: Wie kam’s, daß sich der noch-Schüler überhaupt so eine Karosse leisten konnte? – Deshalb:

5)

https://abload.de/img/112a.3_sc.alt_fb-uv60efkjn.jpg


20. Mai 1969, 0.23 Uhr, auf dem Heimweg vom Lernen für eine Mathe-Arbeit (ausgerechnet…), verlor sich am Frankfurter „Opel-Kreisel“, auf der heutigen A 66, ein anderer Spät-Heimkehrer in den Gegenverkehr, wo ich im Weg war. Benzintank geplatzt, Feuer, beide Beine und ein Fuß gebrochen, 2 Monate Krankenhaus, Schuljahr verloren, Gehbehinderung, schließlich Ausgleichszahlungen von Versicherungen.


Monate danach, am 8. Oktober 1969 – das Krankenhaus lag hinter mir, die Gehwerkzeuge aber taten’s noch eher schlecht als recht -, fand die erste Fahrt des „Idefix I“ statt, als Überführung von Völklingen nach Nieder-Erlenbach bei Frankfurt, freilich nicht ohne unterwegs an der Eisenbahn nach dem rechten zu sehen.

Erster Halt war gleich mal am Bw Saarbrücken (Hbf.), in der Hoffnung, die dort stationierte 023 105 anzutreffen. Leider „Fehlanzeige“. Immerhin aber stand hier, für mich völlig überraschend, die 18 602 als abgehalfterte Heizlok am Bw:

6)

https://abload.de/img/113-9_18602_bwsbr.hbfxyk50.jpg

(Bild schon einmal gezeigt.)



7)

https://abload.de/img/113-13_18602_bwsbr_08xukjd.jpg



8)

https://abload.de/img/113-15_18602_bwsbr_08clkvt.jpg



In der Lokleitung erfuhr ich, daß die 023 105 in St. Wendel anzutreffen sei. Also – meine Beweglichkeit hatte ja nun ganz neue Dimensionen angenommen – Idefix gestartet und nix wie nach St. Wendel!

Da stand sie:

8)

https://abload.de/img/113-23_023105sb_imbws1qkf0.jpg

(Die Bilder 8 – 12 habe ich 2007 schon einmal gezeigt.)



…und mit ihr noch die Saarbrückerinnen 023 075 und 078 154:

9)

https://abload.de/img/113-19_078154sb0230752ej25.jpg


10)

https://abload.de/img/113-21_078154sb023075cgjbn.jpg


Wenig später rückten die beiden 23er aus, Lz nach… - ich weiß es nicht mehr. Bei Ottweiler, Strecke St. Wendel – Saarbrücken km 113,7, erwischte ich sie nochmal:

11)

https://abload.de/img/113-25_023105vorne075rdkg9.jpg


12)

https://abload.de/img/113-27_023105vorne075zekmo.jpg


Danach war es mir nie wieder vergönnt, die letztgebaute DB-Dampflokomotive zu sehen, bevor sie 2005 in Nürnberg ausbrannte.


Genug vom „Idefix“? – Für heute: ja. Bei Interesse setze ich aber gern die Reihe „Idefix und die Eisenbahn“ in unregelmäßiger Folge fort: Immer wieder einmal eine Fortsetzung, zeitlich fortlaufend, aber an wechselnden Orten. Jeweils mit ein paar Bildern, auf denen „Idefix“ eine Rolle spielt. Meist versehentlich, als Statist irgendwo am Rande. Und immer in meinem angestammten „HiFo-slot“, sonntags abends. - Soll ich?


Schöne Grüße aus Aachen –
Reinhard Gumbert
Da es diesmal um ein Auto geht, wage ich es, hier einzuwerfen: auf Bild 2 sieht man links im Hintergrund einen Opel Blitz 3tonner oder dessen "erzwungene" Lizenz-Version Mercedes L701, möglicherweise ein ehemaliges Wehrmachtsfahrzeug.

Ja klar!

geschrieben von: 44 115

Datum: 12.01.20 18:59

Weitermachen,Reinhard!
Meine Schwester hatte den auch,als Kindergärtnerin liess sie den von den Kindern bemalen:Einzelstück!
In der Schweiz ging Ihr Scheibenwischer nicht mehr:mit Zwiebelhälfte einreiben,lässt Regen abperlen.
Wie hiess denn Dein toter Käfer?
Einstweilen vielen Dank für die Dampfbilder!
Herzliche Grüsse(Deine Farm steht noch:=)
Olaf
Wie immer sehr schön, vielen Dank!

Da darf auch mein treuer Begleiter an meinem zeitweiligen zweiten Wohnsitz nicht fehlen:

01-1512-kaefer.jpg

dk7.jpg


Einen schönen Abend wünscht

Jürgen

Re: Unbedingt ;)

geschrieben von: matthias67

Datum: 12.01.20 19:06

Hallo Reinhard,

ich würde mich auf die Serie freuen.
Zumal ich in einem grünen R4 groß geworden bin.

Aber Dein Unfall-Käfer sieht schlimm aus.
Da hast Du alles in allem Glück gehabt.

2007 hat mich ein schleudernder SLK auf der Landstraße abgeräumt.
Zum Glück war es kein Frontal-Crash, aber mein Nissan sah ähnlich aus.

Freundliche Grüße, Matthias
N' Guude,

Trip schrieb:
Da es diesmal um ein Auto geht, wage ich es, hier einzuwerfen: auf Bild 2 sieht man links im Hintergrund einen Opel Blitz 3tonner oder dessen "erzwungene" Lizenz-Version Mercedes L701, möglicherweise ein ehemaliges Wehrmachtsfahrzeug.
Ich denke, dass es sich um einen Vorkriegs-Opel handelt, da er ein Blechführerhaus besitzt. Der MB 701 wurde meines Wissens nach nur mit dem vereinfachten
Kriegsführerhaus gebaut.

// Hartmut
Hallo Reinhard,

da hat aber mindestens ein Schutzengel in Deinem (späteren) Unfallfahrzeug gesessen. Grundgütiger und dann noch wegen einer Mathe-Arbeit! Bedingt durch die von Dir erwähnten Ausgleichszahlungen- "wenn's hinten bumst, gibt's vorne Geld" - konntest Du Dir das Auto leisten. Gerne mehr von derartigen Bildern mit Auto.

Für das soeben begonnene Jahr wünsche ich Dir allzeit sichere Fahrt, mit welchem Fahrzeug auch immer.

Viele Grüße

Martin
*Schubladeumsortier*

Reinhard, das Einleitungskapitel macht mich ja jetzt betroffen - das hätte ich Dir nicht zugetraut ;) Mein zweiter Wagen (Autobianchi A112) sah nach einen Offsetcrash Deinem Käfer nicht ganz unähnlich...

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Hallo Reinhard,

Danke für den tollen Bericht.

Warst du ein Käfer Unfall schon angeschnallt?

Da hat Du echt Glück gehabt.




https://abload.de/img/vwkfer78g1khy.jpg
Mein Käfer hatte schon Gurte..... und die richtige Front in Dampflok Schwarz und den richtigen Aufkleber.

Dein Idefix war ja auf den Bildern ja modellbahngerecht gealtert .-)

Grüße aus Lemgo
Ralf
Hallo Reinhard,

unbedingt weitermachen mit Idefix - diese Serie kann ein neues HiFo-Hochlicht werden...

Anbei mein zweites Auto: Spottbillig mit 20.000 km erworben, man konnte noch alles selbst reparieren, nur beim Rost kam man kaum hinterher - aufgenommen Ende der 70er irgendwo im Waldviertel... Wieder zuhause angekommen, erwartete mich der blaue R 4 meiner Verlobten.

Gruß

Martin


Skoda.jpg
Danke für den tollen Beitrag, gerne mehr. Auf Bild 2 sind neben dem LKW auch die vielen BP Schilder interessant.
Ob er die gesammelt hat?
Ohooh, Reinhard!

Na das ist ja mal was. Unfälle wie Deiner, die damals durchaus regelmäßig tödlich ausgehen konnten, würden heute maximal Ohrensausen vom Auslösen des Prallsacks (O-Ton Daimler über den Airbag) auslösen. In sofern, früher war vieles schöner, heutzutage ist aber nicht alles schlechter!

Hab vielen Dank für den Beitrag (Fortsetzung ist gewünscht), Michael

Das DSO Inhaltsverzeichnis von Vau60, klicke >>hier<< für Beiträge aus Nordrhein Westfalen, und >>hier << für den Rest der Welt

http://www.michael-vau60.de/signatur/dla.jpg
[www.dampflokomotivarchiv.de]
Praktisch mag er ja gewesen sein, Dein Idefix.
War und ist aber überhaupt nicht nach meinem Geschmack.

Ein Auto ohne (für damalige Verhältnisse) rasanten Zweitaktmotor ging gar nicht.
Also DKW, später 27 Jahre lang Wartburg.
Bei uns im Wald hatte mal jemand einen schrottreifen Saab 96 entsorgt: Sehr interessant, aber wohl zu selten, wie auch der Polnische Syrena.

Wenn ich den Zweitaktllang heute höre, wird mir schon recht wehmütig. Wie ein Kind diesen Klang wahrnimmt, hört man zum Ende des Beitrags. :-))

[www.youtube.com]

Grüße
Ulrich

Was für eine Frage!!!...

geschrieben von: Klaus Heckemanns

Datum: 12.01.20 21:04

...so ein Sonntagabendspaziergang in der Zeitmaschine ist einfach das bessere Programm. Ich schalte ein.

Gruß Klaus
Brohl im März 2015, Zusammentreffen meines treuen 190 D (km Stand heute 355.000 km, mittlerweile H-Kennzeichen) mit einem roten, echten 190 D und der "nagelneuen" BEG Mallet 11 sm, darunter im Juni 2019 bei der Museumsbahn TTA in Pont d'Erezee in den belgischen Ardennen mit dem ehem. Autorail ART 69 der SNCV
IMG_5217.JPG
IMG_2230.JPG
Ist der Ponton-Benz nicht ein 180? Als 190 müßte er doch eine Chromleiste unter den Fenstern haben, oder irre ich mich da?
Da muß ich leider passen. Nur - im Kennzeichen trägt er die Bezeichnung 190 D, und der Besitzer erzählte mir, der Wagen sei komplett restauriert worden.
Jürgen mit ehemaligen Zweitwohnsitz in Pößneck, da bin ich aber baff.
Lieber Reinhard,

sehr, sehr schöner Bericht! Ich würde mich über Fortsetzungen freuen.

Meine Freundin und spätere Ehefrau besaß auch einen "Idefix", und zwar einen ziemlich alten. Mit dem sind wir nach Südfrankreich in Urlaub gefahren, aber ohne ihn zurückgekommen. Unser Gepäck war ihm zu schwer, so dass er auf einer Landstraße nahe des Mittelmeers derart in die Knie ging, dass der Rahmen und mehrere Federn brachen. Ein Mechaniker sah sich die Sache von unten an, kam mit Todesmiene wieder hevor und sagte: "Il est mort!"

Bei dem Bild Deines Unfallautos gruselts einen direkt. Gut, dass Du da lebend davongekommen bist!

Schöne Grüße
Steffen
Lieber Reinhard,

angesichts der Ruine Deines Käfers muss sich die HiFo-Gemeinde glücklich schätzen, dass der Unfall letztlich doch noch halbwegs glimpflich abgelaufen ist; der Zustand des Autos hätte Schlimmeres vermuten lassen!

Herrlich finde ich das Bild vom "Wettrennen" zwischen FB-VR 2 und 011 098-1! Ich hatte selber nie ein Auto, habe deshalb auch keine Emotionen zu einem solchen Gefährt. Deshalb ist es mir relativ egal, ob Du Fotos mit oder ohne "Idefix" zeigst; Hauptsache, es ist (wenigstens überwiegend) außer ihm auch noch etwas mit Spurkranzrädern dabei - so, wie in Deinem aktuellen - wie üblich, tollen - Beitrag! Apropos Spurkranzräder: die hast Du bei Bild 2 vergessen, aufzuziehen!

Bei den Bildern 9 und 10 ist mir aufgefallen, dass 078 154 unter Dampf steht. Dann war sie ja offenbar in ihrer neuen Heimat ja doch noch zu irgendwas von Nutzen; 4 Monate vorher habe ich sie kalt mit abgedeckeltem Kamin im Bw Schweinfurt gesehen.

Gruß
Klaus
Hallo!
@Reinhard:
Gerne würde ich den Bericht fortgesetzt sehen. Dein Käfer war beim Unfall aber auch noch nicht alt, der Türgriff verrät mir das Baujahr 1965.
@Hartmut Wunderlich:
Der Lkw im Hintergrund könnte auch ein L701/L701A sein, die "Blechhütten" gab es erst nach der Zerstörung des Opelwerks Brandenburg nicht mehr (ca. 1944). Ich glaube aber, das Fahrzeug ist eine zivile Vorkriegsversion, der Allradblitz baute höher.
@Rache für 051 444: Hallo Jürgen, Dein Käfer hat aber einen kräftigen Tritt in den Hintern bekommen (2.Bild Frage: Auch ein Baujahr 1965?)
Dank an alle für den schönen Thread
Carsten Dietrich Brink
82131 Gauting

Jaaaa!

geschrieben von: Wolfgang Sorger

Datum: 13.01.20 08:27

… und ich freue mich über diese und die kommenden Abenteuer.
(Beim Foto des Unfall-Fahrzeugs grauste mir doch sehr!)

Beste Grüße

Wolfgang

Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!

Leider erinnere ich mich weder an das Baujahr noch an den Blechschaden - den habe ich offensichtlich verdrängt.

Viele Grüße

Jürgen

Der R4...

geschrieben von: pardorea

Datum: 13.01.20 10:02

...schön, dass du meinem ausgesprochenen Lieblingsfahrzeug mit diesem Beitrag ein Denkmal setzt. So traurig der Anlass auch war, der dir den Idefix beschert hat... umso mehr können wir uns nun an den mit seiner tatkräftigen Unterstützung entstandenen Bildern erfreuen.

In diesem Sinne: Fortsetzung, ja bitte!

Viele Grüße,
Matthias
Rache für 051 444 schrieb:
Leider erinnere ich mich weder an das Baujahr noch an den Blechschaden - den habe ich offensichtlich verdrängt.

Viele Grüße

Jürgen

Hallo Jürgen,
Dein (Standard)Käfer dürfte zwischen 9/67 ind 9/69 gefertigt worden sein,
da er schon senkrechte Scheinwerfer, aber noch keine Prägung für die Zwangsentlüftung hat.
Beigefügt ein Foto unseres Wagens, der auch schon so manche Dampftour erlebt hat.
Grüße aus Südbaden
retuschiert.jpg
Hallo Trip,

ich hatte früher hintereinander mehrere Ponton-Mercedes.
Der hier gezeigte hat den flachen Kühler und in dieser Form
ist der als Typ 180c wegen der großen Nachfrage meines Wissens
noch bis ins Jahr 1962 gebaut worden als parallel dazu bereits
die Heckflossen-Modelle von den Bändern liefen.

Die Ponton-Mercedes vom Typ 190 mit Benzin-Motor hatten auf
alle Fälle das "Chromband" bzw. ein solches aus eloxiertem Aluminium.

Den Ponton-Mercedes Typ 190 hat man dann bis Frühjahr 1961 gebaut.

Jedenfalls freut es mich daß so ein Exemplar überlebt hat.
Die allermeisten Ponton-Mercedes wurden ja vom Rost dahingerafft.
Andererseits ist es so, daß man diesen Mercedes schon früher gewisse
Veränderungen hat "angedeihen" lassen.
Da wurden Benzin- und Dieselmotoren getauscht oder in die
Modelle der 219er- und 220er Baureihen stärkere Motoren aus den
Heckflossen eingebaut bis hin zum Einspritzmotor des Typs 300 .....
Chrom-Zierrat und die Blinker der 6-Zylinder wurden installiert,
Liegesitze der höherpreisigen Modelle, Bremskraftverstärker,
Alu-Bremstrommeln rundum etc.
Was da heute wirklich originalgetreu ist kann man schwer sagen.

Ich bin gelegentlich auch den R4 meiner späteren Frau gefahren,
habe an dem regelmäßig diverse Reparaturen gemacht.

Allerdings bin ich auch jedesmal wieder gerne in die Pontons umgestiegen,
also zunächst in einen 219er und dann in einen 180b.

Bei allen diesen Autos konnte ich wenn nötig noch sehr viel selber reparieren.

Abgesehen davon finde ich die Bilder im Eröffnungsbeitrag sehr interessant,
gerne mehr davon.

Herzliche Grüße

Karl Heinz



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 10:46.
Soweit ich weiß, soll Daimler nach dem Krieg ein paar 3to-Blitze für Opel gebaut haben. Ob die noch die Pappschachtelhäuser hatten, ist mir allerdings nicht bekannt.

Nach all der Begeisterung...

geschrieben von: Klär

Datum: 13.01.20 11:10

Hallo,

nach all der Auto-Begeisterung frage ich - vielleicht etwas provokant (?) -, ob du eigentlich auch mal Züge von innen gesehen hast??

Dein Beitrag erweckt zumindest den Eindruck, dass du bei der Ausübung des Hobbys Eisenbahnfotografie jederzeit, überall und in jeder erdenklichen Lage das Auto genutzt hast.
Eine solche Haltung finde ich ehrlich gesagt etwas befremdlich... Sinnbildlich dafür wurde ja selbst die Reise vom Saarbrücker Hbf zum Bw/Bf St. Wendel mit dem Auto unternommen!

Aber trotzdem Danke für die saarländischen Bilder aus der Heimat! Besonders interessant fand ich die Aufnahmen aus Ottweiler.

VG
Klär
Vielen Dank! Dann war er bei meinem Erwerb 1980 möglicherweise schon stolze 13 Jahre alt - und ohne jedes Wissen, was ihn noch erwartet.

Herzliche Grüße

Jürgen
Hallo,

ich denke auch daß es kein Mercedes L701 ist.
Die hatten wie schon erwähnt das "Kriegsführerhaus"
und einen flachen Kühler.
Der Lastwagen in Bild 2 hat diese Kühlerform nicht.

Als Kind mit 4 Jahren kann ich mich noch gut an diese
Fahrzeuge erinnern als im Jahr 1953 in meinem früheren
Wohnort auch wegen der Flüchtlinge eine große katholische
Kirche gebaut wurde und sowohl schwere LKW's der US-Army
als auch diese Mercedes L 701 und andere LKW-Typen von
Mercedes den Bodenaushub abgefahren haben.

Herzliche Grüße

Karl Heinz
Moin Reinhard!

Da ich als Jungspund unter Obhut der "Alten" ja doch mit "Idefix" angenehme Bekanntschaft pflegte,
wäre ich über eine Fortsetzung sehr glücklich.

Angenehm war mir immer, daß im Innenraum, im Gegensatz zum Pkw meiner Eltern, doch ein gepflegtes
Chaos herrschte! Besonders die praktischen, immer lehmverschmierten Gummistiefel, die wohl zur Gumbert`schen
Grundaustattung gehörten, sind mir doch sehr in Erinnerung. Da warst Du damals der Modewelt schon meilenweit
voraus! Ich möchte jetzt nicht extra Rollkragen und Sacko hervorheben, die dich doch modisch gegenüber den
langhaarigen Parkaträgern abhoben.

@Klaus Groß: Die Schweinfurter 078 164-1 ist seit 26.08.69 in Saarbrücken. 078 154-2 seit 25.08. und 078 211-0
ab 01.09.69 in Saarbrücken. Das Trio soll in 023-Plänen eingesetzt worden sein.

Viele Grüße!

Olaf Ott



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 23:34.
Dieser Beitrag, lieber Reinhard, macht mich nachdenklich, denn einige "Dellen des Lebens" können nur dank des Einsatzes von Schutzengeln gemindert werden - so auch bei Dir!

Mit herzlichem Gruß nach Aachen

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
bitte hier anklicken!

Re: „Idefix“

geschrieben von: Bruno Georg

Datum: 13.01.20 13:02

Hallo Reinhard,

das Unfallbild erschreckt mich!

Gerne würde ich weitere Forenbericht zum Thema "Idefix" lesen.

Danke & Gruß nach Aachen
Bruno
S&B schrieb:
Bei uns im Wald hatte mal jemand einen schrottreifen Saab 96 entsorgt: Sehr interessant, aber wohl zu selten.......

Wenn ich den Zweitaktllang heute höre, wird mir schon recht wehmütig. Wie ein Kind diesen Klang wahrnimmt, hört man zum Ende des Beitrags. :-))

[www.youtube.com]

Grüße
Ulrich
Meiner war's auf jeden Fall nicht, der hatte auch schon einen Viertakter Ford V4 Motor.
01 1100 DB+23 105 DB Trebgast (2).jpg
01 1100 und 23 105 und Saab 96 bei Trebgast. 14.12.1985

Grüße
Karlheinz

Nur zu !

geschrieben von: Norbert Bank

Datum: 13.01.20 15:22

Mach nur, Reinhard!

Ohne diverse Fahrzeuge wäre es hier viel leerer was die Bilder und Motive betrifft.
Und Deine Schilderungen seines (Idefix) Martyriums vor allem abseits geteerter Straßen kommt mir
auch bekannt vor.
Da gibt es hier (von mir ganz bestimmt auch) sicherlich einige sehr ähnliche Geschichten von Stock und Stein,
Frosch und Tümpel...
Es geht nichts über Bodenfreiheit als noch mehr Bodenfreiheit. Und Allrad !
Aber damit traut man sich dann wieder mehr damit was dann letztlich kontraproduktiv sein kann.
Den letzten (mein erster) Allradler habe ich aber auch schon mal ausgegraben...

Gruß

Norbert (immer mit Bergungsgerät im Auto, aus guten Grund)
Grüß Gott Reinhard,

ein toller Beginn einer hoffentlichen langen Serie!

Ich hatte selbst einen R 4, das Auto war, wie Dein Unfallphoto nachhaltig zeigt, nur etwas für die Härtesten unter den Harten!

Meinen R 4 habe ich an einen Spieler der 2. Mannschaft verkauft, dieser ist einmal etwas flott einen Bordstein angefahren, so daß das "Auto" in die Grätsche gegangen ist, der Achsbruch bedeutete das Finale!

Gruß, Thomas

Re: Nach all der Begeisterung...

geschrieben von: Arend von Gersdorff

Datum: 13.01.20 17:19

Also Ne !


Wenn Sie sich hier jemals mit Hrn. Grumberts Beiträgen befasst hätten , hätten Sie möglicher weise
Hrn. Grumbert und Uns Ihren eher Galligen als Provokanten Kommentar liebend gerne ersparen können

Mit Endtäuschten und Traurigen Grüßen


Arend von Gersdorff

Ich bin deswegen Endtäusch und Traurig , weil Ich hier schon zu oft wirklich Supergute Beiträge gesehen habe ,
an denen , natürlich fast nur von Annonymussen herumgeätzt wird.
Nachdem ich hier mehrfach wegen meiner Schwerbehinderungsbedingten Legasthenie übels ,,behlehrt''worden bin , teils als PN, bis auf einen Fall natürlich annonym bin Ich Froh hier keine einzustellenden Bilder zu haben, (meine Bildersammlung , die ich seit September 70 aufbaute
ging 2003 in einem Wasserrohrbruch unter , meine Fotoausrüstung auch) und denke ich auch , das dieses hier geschriebene , das letzte von
mir bei DSO geschriebene seien wird .

Tut mir leidt , vielleicht ist mir meine Kritik hier in Moment selber zu gallig geworden , nur schätze ich Hrn . Grumberts Bild Beiträge sehr ,
auch gerade wegen seiner sehr guten und plastischen , diese und das drum herum zu beschreiben , ( ich erinnere da nur an seinen Beitrag
mit dem störrischem Frankfurter Linienbusfahrer der mit seinem Bus Hrn. Grumbert die Vorfahrt nahm.)
Alles in Allem bereitet mir aus oben geschildeten Gründen Drehscheibe-online keine Freude mehr

Over and Out v.Gersdorff

Sorry für mein Rummgeätze , nur musste das einfach mal raus

Noch eine ? ganz OT:

geschrieben von: D951

Datum: 13.01.20 17:58

Hallo ,

Danke für Deinen Beitrag!Ich bin so froh über alle Berichte,wie wir das Hobby gelebt haben.Ich bin Bj 69 und mir erscheint es so,als hätten noch die nur zehn Jahre älteren ganz wesentlich knappere Mittel gehabt.
Und jetzt noch die OT-Frage: Kann es sein,dass die Saarbrücker 23 nicht mehr geputzt wurden?

Gruß

Christian
Hallo Reinhard,

meine Güte, daß hätte auch anders ausgehen können! Dem lieben Gott sei Dank, daß Du aus der Autoruine lebend herausgekommen bist. Schließlich gab es damals noch keine Airbags und die großvolumigen Lenkradkränze waren oft sehr grazil ausgeführt.

Der Renault R 4 hatte zwar nicht viel PS unter der Haube, dafür war die Federung sagenhaft und auch eine ordentliche Bodenfreiheit war angesagt. Also eigentlich ideal für unser Metier. Der ältere Nachbarsjunge hatte auch so ein Gefährt, sein Exemplar konnte sogar noch zusätzlich mittels Kurbel angeworfen werden! Selbstverständlich wurden alle Reparaturen in Eigenleistung erbracht.

Mein Markenzeichen in Hobbykreisen war/ist ein roter Porsche 944 aus dem Baujahr 1991, welcher eine Reihe von Jahren für die Fotojagd u.a. bei Plandampfveranstaltungen mißbraucht wurde, obwohl hierfür eigentlich vollkommen ungeeignet, jedenfalls was die Hatz über unbefestigte Feldwege angeht. Nach einem kapitalen Aufsetzer auf einem Randstein in unwegsamen Gelände in Thüringen hingen drei Räder in der Luft, nur mit Mühe konnte der Wagen wieder flott gemacht werden. Zum Glück reifte noch rechtzeitig die Erkenntnis, daß der Wagen für so etwas viel zu schade ist. Heute hat er 345.000 KM auf dem Tacho und wird gehegt und gepflegt. Zusammen mit dem Fahrer erhält er nächstes Jahr das H - Kennzeichen.

Interessant der Größenvergleich des "Idefix" mit der mächtigen 011 098. Vom Bw St. Wendel habe ich ganze zwei Aufnahmen in meinem Archiv, damals war das Gelände aber schon eingezäunt und der Schuppen natürlich ohne dampfenden Inhalt.

Von mir auch die klare Ansage: Bitte weitermachen!

Herzlichen Dank für den tollen Bericht und viele Grüße nach Aachen sagt/sendet


Burkhard
Frankenland schrieb: (zum Saab 96)
Meiner war's auf jeden Fall nicht, der hatte auch schon einen Viertakter Ford V4 Motor.

Na, Karl- Heinz, da hast Du wohl das Beste verpaßt. :-)
Vermutlich jedenfalls, denn ich habe leider nie einen Zweitakt Saab gefahren.
Übrigens war der Motor bei dem Schrotti um 45° geneigt eingebaut!
Grüße
Ulrich

Re: Nach all der Begeisterung...

geschrieben von: Reiner Bimmermann

Datum: 13.01.20 18:58

Du bist ja ein richtiger Erklär-Bär, schön, dass es auch solche netten Leute wie Dich hier im Forum gibt, wär' ja sonst auch zu langweilig. Laut Deiner Agenda bist Du hier ja schon länger unterwegs, aber anscheinend ist der "Autolose" Reinhard total an Dir vorbei gegangen, oder? Daher empfehle ich Dir wärmstens, lieber Erklär-Bär, in die Historie von Reinhards HiFo Beiträgen einmal genauer einzusteigen. Da kommen dann viele Zugmitfahrten vor, sogar auf dem Führerstand (linke Seite) war Reinhard beruflich etliche tausend Kilometer unterwegs. Aber auch das Fahrrad spielt ein große Rolle. Ich will jetzt nicht zu viel vorweg nehmen, sonst wird es Dir nachher zu langweilig, mein lieber Erklär-Bär.

Bitte mehr !

geschrieben von: kbs755

Datum: 13.01.20 20:37

Hallo Reinhard ,

bitte unbedingt mehr Bilder ! Sonst erfahren wir ja nie was da passierte :
Oder wenn im Oberschwäbischen ein glitschiger Waldweg, „never-go-back“ steil bergab führend, unversehens an einer abgeschlossenen Forst-Schranke endete…

Gruß Norbert
Hallo,
auch ich freue mich, mehr über die näheren Umstände zu erfahren, unter denen Deine Aufnahmen entstanden. Vor einiger Zeit habe ich mich auch mal gefragt, wer bzw. was für ein Gefährt "Idefix" wohl gewesen sein mag. Der R4 war jedenfalls in meiner Kindheit noch recht allgegenwärtig, ist aber lange schon fast vollständig aus dem Straßenbild verschwunden. Unser Nachbar hat deren zwei verschlissen. An das Getriebeheulen, wenn der Mann mit kalter Maschine das arme Aute erstmal dreißig Meter mit ordentlich Gas rückwärts die Straße hochgejagt hat, um dann zu wenden, kann ich mich gut erinnern.
Also: Einen Knochen für Idefix!
Gruß,
Maxl
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!

Re: Nach all der Begeisterung...

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 13.01.20 21:37

Moin Reiner!

Schön, das Du dem "Durchblick-Experten" so auf die Sprünge geholfen hast.

Darüber freut sich - mit besten Grüßen in die Printenstadt

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
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Mutig

geschrieben von: ICE

Datum: 13.01.20 21:53

Hallo Reinhard,

schon wagemutig, sich mit dem Auto in‘s Bw Braunschweig zu schleichen. Zu Fuß hatte man damals keine Chance, nach 5 Minuten wurde man hinauskomplimentiert. Gibt es auch noch ein Bild von der 011 098 ohne störenden R4 davor?

Freue mich auf mehr, und Glückwunsch zum Überstehen des Unfalls, von Airbag, Kopfstützen und Gurten war noch keine Spur zu sehen.

Grüße - Helmut (ICE)

Re: Mutig

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 13.01.20 22:18

Hallo Helmut,

war das nicht der Tag, an dem 011 098 zu ihrer Abschiedsfahrt (Veranstalter VBV) startete - da war man im Bw Braunschweig vielleicht etwas großzügiger...

Grüße

Martin (Fahrgast bei erwähnter Sonderfahrt)
Hallo Trip!
Daimler-Benz hat auch nach dem Krieg noch 3to-Blitz gebaut. Die Feuerwehr in Gernsheim(Rhein) hat noch einen mit Pappdeckelführerhaus von 1948. Der letzte L701, den ich kenne, wurde in Gaggenau als Feuerwehr gebaut und trug das Baujahr 1953. Soweit ich weiß, lief der Lizenzvertrag bis Anfang der 1950er Jahre. Auch Opel hatte zu dieser Zeit noch Ersatzteile für den 3-Tonner verfügbar.
Beste Grüße mit dem Wunsch an Reinhard Gumbert: "Weiter so!"
Carsten Dietrich Brink
82131 Gauting
@ Reinhard Gumbert: Ein hier mitlesender Klassenkamerad hatte einen "Zwillingsbruder" vom "Idefix". Den haben wir nach einem schweren Unfall mit Rahmenschaden wieder flott gemacht, der Rahmenlängsträger kostete damals DM 15,-.
Moin Reinhard,

wie schön, Deinen Idefix mal richtig im Bild zu sehen! Der Größenvergleich zur 01.10 ist schon beeindruckend!

Und die ehemalige Heizlok 18 602 habe ich auch schon mehrere Male gezeigt, hier mein letztes Bild vom 24.4.82 aus dem Bw Saarbrücken:

http://www.eisenbahnhobby.de/Titisee/194-42_18602_Saarbruecken_24-4-82_S.JPG


Und gut, dass Du diesen schlimmen Unfall überstanden hattest - da hätte ich nicht drin sitzen mögen!

Dir allzeit gute Fahrt und ja, ich freue mich auch über weitere Idefix-Beiträge,

Martin
Reinhard Gumbert schrieb:
Soll ich?


Moin Reinhardt,

welche Frage - klar "sollst" Du!


Solche Fahrzeuge fuhr mein verstorbener Schwiegervater über 20 Jahre bis 1988 - danach stieg er dann um auf Fiat Panda (es gab keine R 4 mehr in Deutschland zu kaufen) um. Sein Motto war: "Mehr Auto brauche ich nicht." In der Spätphase seines Lebens kehrte er zu Renault zurück, da war es dann der Twingo.

Für den R 4 hatte er sogar einen Einradanhänger.


Die Benamsung des Autos durch Dich war entschieden origineller als bei mir (meine Autos heißen aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen "Heinrich"). Hing das vielleicht mit Deiner Affinität zu Hunden zusammen?

In diesem Sinne freue ich mich auf weitere Folgen - mit Idefix: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQp6Tpfxze9zfdLnTNwHG2cxlGaD794CyoYtqI199_QaSHFV4Sy&s

hartmut.wunderlich schrieb:
N' Guude,

Trip schrieb:
Da es diesmal um ein Auto geht, wage ich es, hier einzuwerfen: auf Bild 2 sieht man links im Hintergrund einen Opel Blitz 3tonner oder dessen "erzwungene" Lizenz-Version Mercedes L701, möglicherweise ein ehemaliges Wehrmachtsfahrzeug.
Ich denke, dass es sich um einen Vorkriegs-Opel handelt, da er ein Blechführerhaus besitzt. Der MB 701 wurde meines Wissens nach nur mit dem vereinfachten
Kriegsführerhaus gebaut.

// Hartmut
Sehe ich genauso, allerdings wurde der richtige Blitz mit Blechhütte auch noch im Krieg (bis zum 6. August 1944?) gebaut.

Gruß
Wolfram

"Groupthink" ?

geschrieben von: EP 5

Datum: 14.01.20 23:12

Helmut Philipp schrieb:
Moin Reiner!

Schön, das Du dem "Durchblick-Experten" so auf die Sprünge geholfen hast.

Darüber freut sich - mit besten Grüßen in die Printenstadt

Helmut




Hallo,

beim Lesen dieser Zeilen fühlte mich etwas an meine Schulzeit erinnert.

Schon dort gab es Charaktere mit Neigungen, sich bei Klassenkameraden beliebt zu machen, indem sie ihre andersdenkenden Mitschüler mit ihren Kommentaren teilweise diffamierten.

Den oben zitierten Satz könnte man auch so deuten: „Das ist schön, dass Du es ihm aber jetzt gegeben hast, darüber freue ich mich.

Aus dem amerikanischen stammt übrigens der Begriff „groupthink“. Damit wird eine Denkweise bezeichnet, zu der Menschen neigen, wenn sie sich darauf konzentrieren, die Einmütigkeit ihrer Gruppe zu erkennen und zu bewahren. Bei diesem Konstrukt ist auch von „Bewusstseinswächtern“ die Rede, die Dissidenten aufspüren und unterdrücken, um die Illusion der Einmütigkeit des Glaubens zu bewahren.


Viele Grüße,
Marc

Re: "Groupthink" ?

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 15.01.20 00:02

EP 5 schrieb:

Hallo,

beim Lesen dieser Zeilen fühlte mich etwas an meine Schulzeit erinnert.

Schon dort gab es Charaktere mit Neigungen, sich bei Klassenkameraden beliebt zu machen, indem sie ihre andersdenkenden Mitschüler mit ihren Kommentaren teilweise diffamierten.

Den oben zitierten Satz könnte man auch so deuten: „Das ist schön, dass Du es ihm aber jetzt gegeben hast, darüber freue ich mich.

Aus dem amerikanischen stammt übrigens der Begriff „groupthink“. Damit wird eine Denkweise bezeichnet, zu der Menschen neigen, wenn sie sich darauf konzentrieren, die Einmütigkeit ihrer Gruppe zu erkennen und zu bewahren. Bei diesem Konstrukt ist auch von „Bewusstseinswächtern“ die Rede, die Dissidenten aufspüren und unterdrücken, um die Illusion der Einmütigkeit des Glaubens zu bewahren.


Viele Grüße,
Marc

Moin Marc,

Du hast sicher den Beitrag von Klär gelesen! Reichlich provokant. Anscheinend kennt er den Fadeneröffner und seine Beiträge nicht.

Und Dein Beitrag ist, wenn ich mal so sagen darf, reichlich Oberlehrerhaft. Vermutlich weil Du Dich an Deine Schulzeit erinnerst: "beim Lesen dieser Zeilen fühlte mich etwas an meine Schulzeit erinnert."

Nicht zum ersten Mal, oder täusche ich mich da?

Gruß aus Mannheim
Rolf

An die vier Verteidiger

geschrieben von: Klär

Datum: 19.01.20 16:41

Hallo,

erst einmal: Warum habt ihr Reinhard eigentlich nicht selbst antworten lassen? Mein Beitrag und die etwas provokante Frage war klar an ihn gerichtet - und an niemanden sonst.
Selbstverständlich hat Reinhard auch das Recht, auf meinen Beitrag nicht zu antworten, sich darüber zu ärgern oder was auch immer.
Aber ob er eine Horde aufgebrachter Verteidiger benötigt, die offenbar nicht richtig lesen können?

Nicht ohne Grund habe ich davon geschrieben, dass Reinhards Beitrag den Eindruck erweckt (...)! Ich habe keineswegs behauptet, dass Reinhard zum Fotografieren immer das Auto benutzt hat o.ä. - woher sollte ich das auch wissen?! Wenn meine Perspektive/Wahrnehmung/Vermutung (alles höchst subjektiv) falsch sein sollte (siehe dazu den lieben Beitrag von Herrn Bimmermann), ist das doch super! Dieser Eindruck kann genauso bestätigt wie auch widerlegt werden.

Aber wenn man andere Meinungen und Sichtweisen nicht tolerieren kann und direkt auf 180 ist, kommen natürlich solche Beiträge heraus...

Der Eine driftet völlig vom Thema ab und schwadroniert von Anonymität (ich schreibe zwar mit meinem Klarnamen, aber egal...) und droht in der beliebten kindisch-drohenden Art davon, künftig nichts mehr hier schreiben zu wollen (mir passt hier auch nicht alles, kann aber mit anderen Meinungen umgehen und weiß, dass das Leben kein Ponyhof ist).
Der Andere "googelt" mich (um nach weiterem belastendem Material zu suchen, nicht wahr?) und versucht, mich mit ironisch gemeinten Beschimpfungen lächerlich zu machen und merkt dabei gar nicht, wie lächerlich er sich selber macht... Das könnte ich auch machen, aber ich muss mich nicht auf dieses Niveau begeben.
Ein Dritter ergötzt sich an meiner vermeintlichen Ignoranz und beschimpft mich ebenfalls (Herzlichen Glückwunsch!) und der Vierte wählt den einfachsten Weg der bloßen Zustimmung (Faulheit siegt).

Dass ich mich im Übrigen bei Reinhard für seinen Beitrag bedankt habe, ist euch scheinbar auch egal - Hauptsache, ihr habt gehetzt.
Und im Gegensatz zu euren Beiträgen beginnt und endet meiner mit einer (allgemeinen) Grußformel.
Beim gemeinsamen Hetzen fällt so etwas natürlich ganz schnell unter den Tisch...


Viele Grüße
Klär

Re: An die vier Verteidiger

geschrieben von: Maxl

Datum: 19.01.20 18:05

Hallo,

naja, Dein Selbstzitat würde ja noch durchgehen. Aber die vorangestellte Frage, ob der Threadersteller überhaupt schonmal Züge von innen gesehen habe, ist einfach nur pampig. Mag sein, daß das nicht so gemeint war, Dein Beitrag kam jedenfalls im Ergebnis (nicht nur bei den vier "Verteidigern"?) recht bösartig rüber. Da braucht man sich über entsprechendes Echo nicht zu wundern.

Grüße,
Maxl
Hallo Klär,

wenn es Dir um eine reine Nachfrage bezüglich Reinhards Nutzungsverhalten von Eisenbahnen gegangen wäre
hättest Du ihm einfach eine PN schicken können.
Hast Du aber nicht. Sondern öffentlich und in eher provokantem Ton gefragt.
Offensichtlich gibt es für Dich bessere Eisenbahnfreunde (die fahren mit der Bahn) und weniger gute bis schlechte,
die nutzen PKW.
Was ist denn mit Eisenbahnfreunden die um die halbe Welt erst mal fliegen ? Sind die noch schlechter?
Auch wenn sie vor Ort dann mit der Bahn fahren ?
Gibt es eine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund mit der Bahn zu fahren ?
Und wer ist die moralische Instanz darüber ? Du ?

Danke für Deine Antworten!

Gruß

Norbert
Norbert Bank schrieb:

Gibt es eine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund mit der Bahn zu fahren ?





Hallo,


Es gibt sicherlich keine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund, die Bahn zu benutzen.

Dennoch hat es für mich immer einen schalen Beigeschmack, wenn jemand als sogenannter Eisenbahnfreund aus Bequemlichkeit statt die Bahn den PKW benutzt. Darin sehe ich einen Wiederspruch, zumal der PKW-Verkehr besonders in den alten Bundesländern zu unendlich vielen Streckenstilllegungen etwa in den 1980er Jahren und damit auch zu Verlusten an Kultur (Abriss von Empfangsgebäuden, Wegfall der Reisekultur etc.) führte.

Ein Eisenbahnfreund, der aus Überzeugung die Bahn benutzt, um seine Ziele anzusteuern, ist meiner Ansicht nach wesentlich glaubwürdiger als jemand, der dafür den PKW in Anspruch nimmt. Im Artikel „Zeitreise nach Pfalzfeld“ (EJ 08/12) schreibt der Autor Joachim S. zu dieser Thematik folgendes: „Sie fahren dorthin nicht mit dem Bus, weil sie es nicht können oder wollen. Schon gar nicht mit dem Auto. Sie wollen dorthin fahren, wo das Ziel auf Schienen erreichbar ist, weil sie nur dieses Reisen mit ihrem Gemüt und ihrem Gewissen vereinbaren können: Der Weg ist Bestandteil des Zieles.“

Vor diesem Hintergrund ist Klärs provokante Frage meiner Ansicht nach angemessen, die „Gralshüter“ hier im HiFo fühlten sich natürlich gleich auf den Schlips getreten…:-)



Schöne Grüße,
Marc
Hallo zusammen:


EP 5 schrieb:


Es gibt sicherlich keine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund, die Bahn zu benutzen.

Stimmt, gerade die Fotografen der "alten Bundesländer" hatten mit der WaSabahn "zu kämpfen...
(Unabhängig vom fehlenden Taktverkehr, da hat sich inzwischen viel Verändert.)

Dennoch hat es für mich immer einen schalen Beigeschmack, wenn jemand als sogenannter Eisenbahnfreund aus Bequemlichkeit statt die Bahn den PKW benutzt.

Stimmt auch, aber wie groß ist die von Dir (s. u.)angesprochene Gruppe der "Vergnügungsreisenden"?

Darin sehe ich einen Wiederspruch, zumal der PKW-Verkehr besonders in den alten Bundesländern zu unendlich vielen Streckenstilllegungen etwa in den 1980er Jahren und damit auch zu Verlusten an Kultur (Abriss von Empfangsgebäuden, Wegfall der Reisekultur etc.) führte.

"Erstmal" hast Du die "Stilllegungswellen der 1990/2000er Jahre" in den neuen Bundesländern vergessen, da hätte "Man" aus den Fehlern lernen können. "Reisekultur" intressiert eine Fahrgast, ebenso der Erhalt der Bausubstanz, ziemlich wenig, er möchte mit etwas Komfort sicher und Schnell sein Ziel erreichen.

Ein Eisenbahnfreund, der aus Überzeugung die Bahn benutzt, um seine Ziele anzusteuern, ist meiner Ansicht nach wesentlich glaubwürdiger als jemand, der dafür den PKW in Anspruch nimmt.

"Darüber" zu Diskutieren ist eigentlich müßig, wobei die Dogmatiker eher auf der "Mitfahrerseite zu finden sind, die Bevölkerung, welche auf die Bahn (und/oder Bus) angewiesen wäre verlässt gerade auch aus solchen Gründen "das Flache Land".

...und wie stehst Du zu den vielen Eisenbahnern, welche Heute aus verschiedenen Gründen zu Ihrem Arbeitsplatz mit dem PKW anreisen müssen? Ich vermute diese Bevölkerungsgruppe ist viel größer als der Anteil der "nur zugreisenden Eisenbahnfreunde".

Im Artikel „Zeitreise nach Pfalzfeld“ (EJ 08/12) schreibt der Autor Joachim S. zu dieser Thematik folgendes: „Sie fahren dorthin nicht mit dem Bus, weil sie es nicht können oder wollen. Schon gar nicht mit dem Auto. Sie wollen dorthin fahren, wo das Ziel auf Schienen erreichbar ist, weil sie nur dieses Reisen mit ihrem Gemüt und ihrem Gewissen vereinbaren können: Der Weg ist Bestandteil des Zieles.“

Wieviele sind "Die" von Herrn S. beschriebene Gruppe? Dem "normalen Volk" wär's recht wenn wenigstens eine gut Busverbindung bestände.

Vor diesem Hintergrund ist Klärs provokante Frage meiner Ansicht nach angemessen, die „Gralshüter“ hier im HiFo fühlten sich natürlich gleich auf den Schlips getreten…:-)

Ich persönlich fand Klärs Frage, nicht einmal "provokativ", sondern "Flapsig". Ich vermute Klär gehört der "Generation U30 an, da ist "Dieser Ton" "normal". Intressanter fand ich das er überhaupt gefragt hat!
In einer Antwort wurden "Zeitresourcen" und "finanziellen Möglichkeiten" der Generation der 68er (auch noch der 78er, zu denen ich mich eher zähle), angesprochen, das wäre aber ein Extrathema.

Deinen Seitenhieb auf die "Gralshüter", es war nicht Dein Erster, finde ich eher "Provokant", auch ich habe mit "dieser Generation" so meine Probleme, siehe:"Heidelberger Studentenmafia" :), oder z.T. auch mit den Texten, aber freue Dich doch über jeden Beitrag, oft genug wird auch die von Dir bemängelte "Reisekultur" mitabgebildet.

...in diesem Sinn, Klär, frag ruhig weiter, das frischt, zumindest bei mir,(in einem anderen Beitrag durfte ich mich, mit mehreren PN an Heiderberg in den 80iger erinnern), Erinnerungen auf, liebe "Gralshüter" versucht auch die Generation U30 oder, wie mich, "einfachere Menschen" zu verstehen und Marc, bitte bring lieber Beiträge wie den vom "Anhalter"...

...in diesem Sinn, schönen Wochenanfang, Thomas
Norbert Bank schrieb:
Gibt es eine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund mit der Bahn zu fahren ?
Mit DieBahn von heute? LOL!

Ich bin aber auch Anfang der siebziger Jahre schon ausschließlich mit dem Auto auf die 'Pirsch' gefahren (eigentlich durch die gesamte Bundesrepublik).
Diese Entscheidung war ausschließlich meine Sache, die ich hier begründen könnte. Mach ich nicht, denn es geht niemanden etwas an.
Andere Meinungen zu dem Thema jucken mich nicht.
Ich wähne mich nicht als Mitglied einer pseudoreligiösen Eisenbahn'freunde'sekte. (genau genommen: Lokomotivfotografierersekte)
Grüße
Ulrich
S&B schrieb:
Norbert Bank schrieb:
Gibt es eine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund mit der Bahn zu fahren ?
Mit DieBahn von heute? LOL!

Ich bin aber auch Anfang der siebziger Jahre schon ausschließlich mit dem Auto auf die 'Pirsch' gefahren (eigentlich durch die gesamte Bundesrepublik).
Diese Entscheidung war ausschließlich meine Sache, die ich hier begründen könnte. Mach ich nicht, denn es geht niemanden etwas an.
Andere Meinungen zu dem Thema jucken mich nicht.
Ich wähne mich nicht als Mitglied einer pseudoreligiösen Eisenbahn'freunde'sekte. (genau genommen: Lokomotivfotografierersekte)
Grüße
Ulrich
Hallo Norbert,

genau auf so eine Antwort hab ich jetzt gewartet.

Du hattest das Glück die finanziellen Mittel, einschließlich Kraftfahrzeug und die nötige Freizeit zu besitzen um Dir diesen Spaß leisten zu können. Warum bist Du jetzt so höhnisch?

Kopfschüttelnd, Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 12:26.
EP 5 schrieb:
Es gibt sicherlich keine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund, die Bahn zu benutzen.

Dennoch hat es für mich immer einen schalen Beigeschmack, wenn jemand als sogenannter Eisenbahnfreund aus Bequemlichkeit statt die Bahn den PKW benutzt. Darin sehe ich einen Wiederspruch, zumal der PKW-Verkehr besonders in den alten Bundesländern zu unendlich vielen Streckenstilllegungen etwa in den 1980er Jahren und damit auch zu Verlusten an Kultur (Abriss von Empfangsgebäuden, Wegfall der Reisekultur etc.) führte.

Ein Eisenbahnfreund, der aus Überzeugung die Bahn benutzt, um seine Ziele anzusteuern, ist meiner Ansicht nach wesentlich glaubwürdiger als jemand, der dafür den PKW in Anspruch nimmt. Im Artikel „Zeitreise nach Pfalzfeld“ (EJ 08/12) schreibt der Autor Joachim S. zu dieser Thematik folgendes: „Sie fahren dorthin nicht mit dem Bus, weil sie es nicht können oder wollen. Schon gar nicht mit dem Auto. Sie wollen dorthin fahren, wo das Ziel auf Schienen erreichbar ist, weil sie nur dieses Reisen mit ihrem Gemüt und ihrem Gewissen vereinbaren können: Der Weg ist Bestandteil des Zieles.“

Vor diesem Hintergrund ist Klärs provokante Frage meiner Ansicht nach angemessen, die „Gralshüter“ hier im HiFo fühlten sich natürlich gleich auf den Schlips getreten…:-)




Hallo Marc,

Dein erster Satz hätte mir genügt.
Es gibt kein Dogma das einem Menschen die Benutzung der Eisenbahn gebietet.
Auch dann nicht wenn er sich für Eisenbahn interessiert.
Joachim Seyferth mutmaße ich mal hinter Deinem Zitat? Der hat schon vor 35 Jahren seine etwas moralinsauren Thesen vertreten aber letztlich
nur wenige damit erreicht und in der Konsequenz für den Bahnverkehr auch nur wenig erwirkt.
Eines seiner Bücher habe ich sogar . Fotografisch hat er durchaus etwas drauf.
Hast Du eigentlich einen PKW ?
Siehst Du Dir hier nur Beiträge an die nachweislich von 100% Bahnfahrern gemacht worden sind?
Wer Bahn fahren will soll das tun, ich habe das auch über Jahre tun müssen.
Das ich mich damals deswegen besser oder moralisch überlegen gefühlt habe kann ich aus der Erinnerung heraus nicht sagen.
Allerdings war es so das es mir, aufgrund des damaligen Kursbuches und meines temporären Aufenthaltsortes,
nicht möglich war eine Strecke zu bereisen die mir sehr am Herzen gelegen hätte.
Mit einem KFZ wäre das problemlos machbar gewesen.
Und wer glaubt das irgendeine stillgelegte Strecke seit den 1950er Jahren hätte gerettet werden können wenn denn nur
die Eisenbahnfreunde dort mit der Bahn gefahren wären ist auf dem Holzweg.
Die Postkutschen hat auch niemand retten können.
Wenn es Dich interessiert, hier habe ich zum Thema "Mitfahren" und Rettung einer Einrichtung etwas geschrieben weil sich ein User
berufen fühlte mitfahren als Lösung zu propagieren :
[www.drehscheibe-online.de]

Mit der Bahn, wie sie heute existiert, habe ich nichts mehr am Hut, die ist steril und erweckt in mir nichts.
Da ist, für mich zumindest, keine Reisekultur gegeben, schon lange nicht mehr.
Zumal auch niemand die Deutung darüber hat was denn nun Reisekultur ist.
Das wird jeder sicherlich auch anders sehen.

Und was die Glaubwürdigkeit betrifft, war Bellingrodt nun ein Eisenbahnfreund oder nur ein Eisenbahnfotograf ?
Er fuhr nun mal meistens mit dem Auto auf Fotopirsch.

Ich habe mal, 1977, einen Sonderzug per Fahrrad verfolgt, war das moralisch besser?
Ich bin auch nicht über den Rhein geschwommen sondern habe die Fähre benutzt.

Mit Moral und Glaubwürdigkeit ist das sowieso eine Sache.
Es ist einfach auf etwas zu verzichten was man sich sowieso nicht leisten kann.
Wer es sich leisten kann und darauf verzichtet ist derjenige dann moralisch besser als der andere?
Verzicht hat jedenfalls nur einer ausgeübt.
Sympathischer ist mir auf jeden Fall derjenige der noch nicht mal ein Wort darüber verliert.
Oder gar aufgrund seiner selbst abgeleiteten moralischen Dogmen glaubt andere missionieren
zu müssen.

Gruß

Norbert
Hallo zusammen, Norbert hat mich zu Recht darauf hingewiesen, das Zitat ist nicht von Ihm, dafür entschuldige ich mich. Die Frage bleibt an den Einstellenden: S&B warum so hönisch?

Re: Bessereisenbahnfreunde und deren schaler Beigeschmack

geschrieben von: Maxl

Datum: 20.01.20 18:15

Hallo,

ich bin zwar "damals" viel Bahn gefahren, aber dafür habe ich die Bahn nur ausgesprochen selten fotografiert. Das ist ja ungleich schwerer, wenn man im Zug drinsitzt, zumal die Fahrpläne "damals" vielerorts auch ausgesprochen dünn waren. Sowas wie Taktverkehr gab es ja auf den meisten Strecken nicht. Am Wochenende fuhr auf der Nebenbahn gar nichts usw. Und dann wären es meist Bahnsteigbilder geworden. Fazit: Erstens hätten die paar Eisenbahnfans, die "damals" motorisiert auf Fotosafari gingen, die Bahn auch nicht gerettet, denn es war Otto Normalverbraucher, der sich lieber, flankiert von der entsprechenden Verkehrtpolitik, hinters Steuer setzte und damit die Bahn ihrer Existenzgrundlage beraubte. Zweitens wären wir um viele tausend wunderbare Fotos ärmer, wenn die Fotografen "damals" ausschließlich als Zug- und Fahrradfahrer tätig gewesen wären. Und last but not least gibt es immer wieder eindrucksvolle Ausnahmen, die die Regel bestätigen, nämlich Leute, die einerseits per Bahn, Fahrrad und zu Fuß auf die Pirsch gingen und andererseits beeindruckende Bildberichte zeigen können. Die Regel war das nicht und konnte es auch nicht sein. Von daher mag man die moralische Keule woanders schwingen.

Grüße,
Maxl

Re: Nach all der Begeisterung...

geschrieben von: Susi Dengler

Datum: 20.01.20 18:29

… einfach mal die Klappe halten.

Das wir heute etwas anders denken, als in den 1970er Jahren, kann doch wohl jeder für sich nachvollziehen. Heute mache ich auch vieles anders, als in den Zeiten des ausklingenden Dampfbetriebs.

Ich habe an Reinhards Erinnerungen mit viel Spaß teilgenommen und freue mich auf die Fortsetzung!

Liebe Grüße von der Susi
Pogg 3000 schrieb:
S&B schrieb:
Norbert Bank schrieb:
Gibt es eine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund mit der Bahn zu fahren ?
Mit DieBahn von heute? LOL!

Ich bin aber auch Anfang der siebziger Jahre schon ausschließlich mit dem Auto auf die 'Pirsch' gefahren (eigentlich durch die gesamte Bundesrepublik).
Diese Entscheidung war ausschließlich meine Sache, die ich hier begründen könnte. Mach ich nicht, denn es geht niemanden etwas an.
Andere Meinungen zu dem Thema jucken mich nicht.
Ich wähne mich nicht als Mitglied einer pseudoreligiösen Eisenbahn'freunde'sekte. (genau genommen: Lokomotivfotografierersekte)
Grüße
Ulrich
Hallo Norbert,

genau auf so eine Antwort hab ich jetzt gewartet.

Du hattest das Glück die finanziellen Mittel, einschließlich Kraftfahrzeug und die nötige Freizeit zu besitzen um Dir diesen Spaß leisten zu können. Warum bist Du jetzt so höhnisch?

Kopfschüttelnd, Thomas
Also nicht an Norbert. :-)

Nein, höhnisch ist der falsche Begriff.

Die Auto Frage, gestellt von einem Freund, würde ich ruhig und sachlich beantworten, diesen (g)eifernden Bahnfanatikern (Du, Thomas bist damit nicht gemeint) sage ich aber ganz klar, daß sie meine Entscheidung einen Sch...dreck angeht.
So toll dieses Forum ist: Hier gibt es auch eine Menge Leute, die mir gehörig auf den Senkel gehen.

Was meine finanziellen Mittel und die Freizeit angeht:
Mein kleines Auszubildendengehalt hat gerade ausgereicht, meinen Rolls Royce Silver Cloud zu unterhalten. Für einen Chauffeur hat es denn aber nicht gereicht.
Hier siehst Du ein Bild einer solchen Limousine, mit der ich 1969 Ostfriesland unsicher gemacht hatte:

[de.wikipedia.org]

Viele Grüße
Ulrich



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 22:20.

Faulheit siegt ...

geschrieben von: Wolfgang Sorger

Datum: 21.01.20 14:18

Ach Klär,
ich könnte Dir noch so einiges schreiben, z.B. aber auch fragen, wie Du auf die kühne Behauptung hinsichtlich meiner Äußerung dazu kommst, "Faulheit siegt."
Das ist es mir aber nicht Wert.
Gruß
Wolfgang

Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!

Hallo Reinhard,
das ist ein gelungener Beitrag (mal wieder). Groessenvergleiche von Autos und Dampfloks, wie man sie sonst hoechstens mal unabsichtlich fotografisch hinnehmen musste. Hier passt das aber alles in den Kontext.
Da schaue ich auf die vielen Klicks und die hohe Anzahl an Kommentaren und sehe, dass das kaum mehr um den eigentlichen Beitrag geht. Ich sage nur: Lasst Toleranz walten! Das Leben ist gerade deswegen interessant, weil nicht alle das selbe machen.

Gruesse aus DXB

PS Eine Fortsetzung ist ausdruecklich erwuenscht!

Möglich ja, aber sinnvoller?

geschrieben von: Klär

Datum: Gestern, 18:15:24

Hallo Norbert!

wenn es Dir um eine reine Nachfrage bezüglich Reinhards Nutzungsverhalten von Eisenbahnen gegangen wäre
hättest Du ihm einfach eine PN schicken können.
Hast Du aber nicht. Sondern öffentlich und in eher provokantem Ton gefragt.

Natürlich hätte ich die Frage auch per PN stellen können. Ich wollte aber mit dem öffentlichen Beitrag den ein oder anderen auch mal anregen, über sein Verhalten nachzudenken. Das sich da einige auf den Schlips getreten fühlen, war mir klar. Ich bezweifle aber, dass eine weniger provokante bzw. ganz sachliche Frage zweckdienlicher gewesen wäre.
Erstens: Wie hätte die denn überhaupt ausgesehen? So oder so hätte man mir doch Arroganz, Provokation oder Besserwisserei unterstellt?
Zweitens: Ich bin bereits seit rund 15 Jahren bei DSO aktiv und habe die Erfahrung gemacht, dass selbst sehr freundliche (ja!) und überaus sachliche (ja-ha!) Anfragen per PN oftmals gar nicht oder sehr unfreundlich beantwortet werden und diese beim Autor oftmals als Belästigung und persönliche Beleidigung angesehen werden ("Was willst du Pi... denn?? Schreibst mich hier extra deswegen an, ey!!"). Da rege ich doch lieber die DSO-Gemeinde etwas zur Diskussion an! Das soll aber nicht heißen, dass ich unbedingt für Aufruhr sorgen wollte. Es wäre für mich auch vollkommen ok gewesen, wenn mein Beitrag gänzlich ohne Antwort geblieben wäre!
Ach so: Ich möchte Reinhard natürlich nicht eine solche Meinung zu PN-Reaktionen unterstellen!!

Offensichtlich gibt es für Dich bessere Eisenbahnfreunde (die fahren mit der Bahn) und weniger gute bis schlechte,
die nutzen PKW.

Nein. Aber es gibt für mich Eisenbahnfreunde und Eisenbahnfans.* Erstere betrachten die Bahn als Ganzes und nicht als Selbstzweck, letztere eher nur als Fotomotiv.
Was ich in diesem Zusammenhang jedenfalls gar nicht leiden kann: Wenn sich dauerautonutzende Eisenbahnfans über ausfallende Züge, Verspätungen, schlechten Komfort, stillgelegte Nahverkehrsstrecken oder -verbindungen und Ähnliches aufregen, aber selbst vielleicht 1x im Jahr mit der Bahn fahren... Und davon gibt es mehr als genug meiner Meinung nach!
Natürlich ist die Frage nach der (Nicht-)Nutzung der Eisenbahn als Verkehrsmittel auch abhängig von vielen Faktoren (Verfügbarkeit, Zeit, Gepäck, Kosten u.v.m.).
[* Nicht von ungefähr gibt es viele Vereine, die sich "Eisenbahnfreunde Kleinkummertalbahn", "Eisenbahnfreunde Baureihe 4711 e.V." o,ä. nennen - aber Vereine, die "Fans" im Titel haben?]

Was ist denn mit Eisenbahnfreunden die um die halbe Welt erst mal fliegen? Sind die noch schlechter?
Auch wenn sie vor Ort dann mit der Bahn fahren?

Jetzt wird es aber etwas albern ;). Wer unbedingt in Südafrika, Australien oder Chile Eisenbahnen nutzen und/oder fotografieren will, darf natürlich auch den Flieger, Mietautos u.ä. nutzen. In irgendeiner Eisenbahnzeitschrift hatte ich mal einen Artikel darüber gelesen, ob es überhaupt möglich ist, Afrika von Nord nach Süd mit dem Zug zu durchqueren. An das Fazit kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war entweder unmöglich oder mit großen Komplikationen verbunden. Eine Zuganreise nach Australien ist natürlich noch schwieriger...


Gibt es eine moralische Verpflichtung als Eisenbahnfreund mit der Bahn zu fahren?
Und wer ist die moralische Instanz darüber? Du?

Nein, es gibt keine moralische Verpflichtung dazu. Das ist grundsätzlich von den oben erwähnten Gegebenheiten abhängig. Von irgendeinem Kaff in der Walachei in irgendein anderes Kaff im Hunsrück mit der Bahn zu fahren, ist erst gar nicht möglich. Von Frankfurt/Main nach Karlsruhe (jeweils Innenstadt/Zentrum) mit dem Bahn zu reisen, ist da wesentlich leichter...

Ich finde aber grundsätzlich die Einstellung "Ich benutze zum Eisenbahnfotografieren IMMER das Auto, egal ob nah, fern, früh, spät, kurz, lang..." sehr fragwürdig. Und ich kenne EINIGE solche Menschen... Da gibt es sogar Leute, die fahren vom Fotostandort 1 (direkt neben einem Bahnhof) zum Fotostandort 2 (direkt neben einem Bahnhof, ca. 40 km entfernt, mit sehr guter Verkehrsanbindung) mit dem Auto, beschweren sich während der Fahrt über den dichten Straßenverkehr und sind dann auch noch gleichzeitig sehr aktiv in einer Initiative tätig, die von der Politik vehement ein besseres Bahnangebot fordert und möchte, dass mehr Menschen die Bahn nutzen. Noch Fragen?

Als moralische Instanz sehe ich mich in keinster Weise. Und ein Schwarz-Weiß-Denken (militanter Bahnfahrer, radikaler Autonutzer etc.) halte ich auch für unangebracht, genauso wie Doppelmoral, Scheinheiligkeit und Verlogenheit.

Danke für Deine Antworten!

Bitte!

VG
Klär (übrigens kein U30er)

P.S.: Nur um Missverständnisse zu vermeiden. Mein Beitrag hier ist vollkommen allgemein gemeint und bezieht sich nicht auf den Ursprungsbeitrag von Reinhard Gumbert!