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 04 - Historische Bahn 

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Hallo zusammen,
nächstes Jahr findet auf dem ehem. Zechengelände in Kamp-Lintfort von April bis Oktober die Landesgartenschau statt.
Heute konnte man das Gelände im Zuge einer Führung im strömenden Regen besichtigen.
1985 machte ich eine Sonderfahrt mit, bei der das Bild entstand:
20191006_161334.jpg

Da hat es wohl auch geregnet.

Heute entstand nun dieses Bild aus ähnlicher Perspektive:
IMG_2224.JPG

Viel Spaß bein Vergleichen.
Es bleibt bis zur Eröffnung noch einiges zu tun.
Die Eisenbahnstrecke endet zur Gartenschau vor dem Gelände und soll nach Beendigung dieser am östl. Rand des Geländes zur
Stadt gefüht werden.

Gruß vom Niederrhein,
Rainer

Warum das Bild 2 mal auftaucht weiß ich nicht....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.10.19 20:47.
IMG_2224.JPG
Hallo Rainer!

Sehr schöner Einst-Jetzt-Vergleich.

Gefällt!

Wir müssen uns auch damit abfinden, dass die Zeit der Kohle
im Revier vorbei ist, was ich als Ruhri durchaus von zwei
Seiten sehe, dem lachenden und dem weinenden Auge:

Nicht erst seit Greta Thunberg wissen wir, dass die Verstromung
von fossilen Boden"schätzen" nicht (mehr) zeitgemäß ist und
größere Schäden anrichtet als Vorteile bringt.

Eine Erinnernung hab ich auch noch an "Fritze-Henn":

Im Juni 2012 bestand noch einmal die Gelegenheit, bei einem
Fest auf den Förderturm zu kommen und von oben einen Blick
schweifen zu lassen . . .

http://lokbildarchiv.de/-P1020756d-993.jpg
Bild P1020756 ©Hans Hilger
Zustand des Geländes von Friedrich-Heinrich in
Kamp-Lintfort im Juni 2012

Welche Alternativen haben wir denn?

geschrieben von: PKP-modelarz

Datum: 07.10.19 07:24

Gartenschau ist gut, Industrie und Wertschöpfung besser.
Meint Christian

Re: Welche Alternativen haben wir denn?

geschrieben von: Bahnhof Mickten

Datum: 07.10.19 07:39

Gelinde gesagt, nicht nur im Ruhrrevier, auch an anderen monoindustriellen Standorten wurde nicht wirklich ein Strukturwandel politisch durchgesetzt. Im Ruhrgebiet sieht es mittlerweile so aus, wie an vielen Orten im Osten. Teilweise sogar noch schlimmer. Deindustrialisiert, die Flächen fluchtartig plattgemacht. Und nichts, bzw. nur wenig neues aufgebaut. Hinzu kommt eine öffentliche Infrastruktur, die gerade im Ruhrgebiet als erbärmlich zu bezeichnen ist. Der ÖPNV hauptsächlich auf Bus fixiert, ein ehemals funktionierendes raumübergreifendes Straßenbahnnetz nur noch rudimentär im Süden vorhanden.

Helge

Re: Welche Alternativen haben wir denn?

geschrieben von: djvanny

Datum: 07.10.19 11:13

Die Stadt Kamp-Lintfort bekommt auf dem Gelände unter anderem einen Hochschulstandort.
Man kann damit rechnen, dass auch der ein oder andere Technologiedienstleister auf den Zug aufspringt.

Der Umgang der Stadt mit der Schließung ist meiner Meinung nach vorbildlich

PKP-modelarz schrieb:
Gartenschau ist gut, Industrie und Wertschöpfung besser.
Meint Christian

Hallo,

danke, interessanter Vergleich!

Rainer Spl schrieb:
Warum das Bild 2 mal auftaucht weiß ich nicht....
Das Bild wurde doppelt hochgeladen aber nur einmal in den Beitrag eingebunden. Die übrigen hochgeladenen Bilder werden dann einfach hinten angehängt ...

Grüße, -mu
Als jemand der selber auf Friedrich Heinrich war, bekomme ich beim Bildvergleich Herzschmerzen.

Das ganze High Tech geschwafel ist doch platt gesagt Verarschung.
Als damals Siemens das Handy Werk eröffnete hieß es, dass ist die Zukunft und der Pütt alte sterbende Technologie.
Nur FH hat die technologische Zukunft überlebt! Was sind mit der Stilllegung Werte (Mill) vernichtet worden.
Aber man hat es ja.
Aber über kurz oder lang werden die dortigen Kohlen noch dringend gebraucht. Aber das sehen unser verbohrten Öko's
nicht.

Glückauf
Harald Sydow
Wenn wir aufhören würden auf Braunkohle zu setzen, dann ja. Aber darum ging es ja nicht. Es ging darum, dass jeder Euro, der in der Kohleförderung umgesetzt wurde, zwei Euro Subventionen brauchte.
Ärgerlich ist, dass die EU verlangt hat, dass die RAG die Subventionen zurück zahlt, wenn die Kokskohle gefördert werden soll, die auf der tiefsten Sohle auf Prosper Haniel gefunden wurde, und sich wohl immerhin kostendeckend fördern ließ.
Ärgerlich ist auch, dass wir über CO2 sparen sprechen, dabei aber verkennen, dass Braunkohlekraftwerke mit <20% Wirkungsgrad Steinkohlekraftwerken mit >50% Wirkungsgrad bei der Einspeisung vorgezogen werden. Irgendwann muss der Kohleausstieg kommen. Wegen Klimawandel, wegen dem kollabierenden Rohstoffmarkt. Schon immer kam ein großer Teil der Kraftwerkskohle aus Südamerika. Aber wir sind technsich noch nicht so weit auf Steinkohle zu verzochten. Und ich kann dir versichern, mein Herz brennt auch. Weil gleichzeitig mit den Bergwerken der RAG stirbt auch der Industriezweig der Bergbauzulieferer.


Harald Sydow schrieb:
Als jemand der selber auf Friedrich Heinrich war, bekomme ich beim Bildvergleich Herzschmerzen.

Das ganze High Tech geschwafel ist doch platt gesagt Verarschung.
Als damals Siemens das Handy Werk eröffnete hieß es, dass ist die Zukunft und der Pütt alte sterbende Technologie.
Nur FH hat die technologische Zukunft überlebt! Was sind mit der Stilllegung Werte (Mill) vernichtet worden.
Aber man hat es ja.
Aber über kurz oder lang werden die dortigen Kohlen noch dringend gebraucht. Aber das sehen unser verbohrten Öko's
nicht.

Glückauf
Harald Sydow





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.10.19 21:03.
Ja da stimmt einiges.
Nur warum die realtiv hohen Förderkosten!?
Vieles ist doch von der Politik gemacht.
Nur ein Beispiel. Früher, Mitte der 1970er Jahre hatte ein Hauptbetriebsplan einen Umfang von 1 bis max 2 großen Aktenordner
samt großer Zeichenmappe. Ende der 1990er Jahre waren es zig Aktenordner mit einem riesen Berg von Plänen, Gutachten usw.
Da musste für die Vorstellung des Rahmenbetriebsplanes die Stadthalle angemietet werden. Das ist nur ein Beispiel.
Die Frage mit den Förderkostem habe ich mir in dem Moment gestellt, als die RAG verkündete, in Bottrop und in Hamm Kokskohle in eine beachtlichen und Kostendeckenden Menge gefunden zu haben.
Für Hamm sollte ja sogar ein neuer Schacht abgetäuft werden. Als Sohn einer Familie die in der Montanindustrie seit 4 Generationen fest verwurzelt war, sehe ich dieses hin und her sehr kritisch, auch wenn ich der Menung bin,
dass wir unseren Lebensstil ändern müssen. Man bedenke. Indien hat einen pro-Kopf Klimagasauststoß der bei einem Viertel von userem liegt und steigt gerade in grüne Technologie ein. Man bedenke nur einmal, was passiert, wenn der Rohstoffmarkt komplett kollabiert mangels Ware und wir die nachhaltige Wende verpasst haben, dann können wir hier dicht machen.

Und ja: Mit mehr Tiefe werden auch die Betriebspläne immer komplexer. Das ist leider so. Dafür haben wir auch den vermutlich sichersten Bergbau der Welt gehabt. Statt einen Schacht für die Entwicklung der Technologie und den Export zu nutzen, wird jetzt alles dicht gemacht.
Sogar der Bergbautechnologiedienstleister aus Haiger steht mit dem Rücken zur Wand, ob wohl er einen eigenen Förderturm hat.

Viele Sachen gehen zu schnell und zu unüberlegt in meinen Augen. Aber wenigstens nutzt man das Gelände anständig. In Hamm soll Wohnbebauung auf das Gelände des Bergwerk Ost. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen soll: Ich hoffe die RAG hat genug Mittel für die Bergbauschäden bis in alle Ewigkeit.

Harald Sydow schrieb:
Ja da stimmt einiges.
Nur warum die realtiv hohen Förderkosten!?
Vieles ist doch von der Politik gemacht.
Nur ein Beispiel. Früher, Mitte der 1970er Jahre hatte ein Hauptbetriebsplan einen Umfang von 1 bis max 2 großen Aktenordner
samt großer Zeichenmappe. Ende der 1990er Jahre waren es zig Aktenordner mit einem riesen Berg von Plänen, Gutachten usw.
Da musste für die Vorstellung des Rahmenbetriebsplanes die Stadthalle angemietet werden. Das ist nur ein Beispiel.