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Brikettfabriken

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 07.10.19 23:10

Posten 60:
Die Brikettpressen in den Kohlerevieren waren wohl längst am Ende ihrer Laufzeit
Kann man in Knappenrode und in Domsdorf bestaunen.

1983 kam dann auch noch in Plessa die Brikettfabrik angeflogen. In Senftenberg war eine 1978 ganz abgebrannt, eine andere hatte 1986 der Tagebau Meuro geschluckt – die Braunkohlewirtschaft der DDR fing also schon an, sich selbst aufzufressen ...

Advent, Advent, der Kohlendreck brennt

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 07.10.19 23:29

VB995 schrieb:
Wäre auch nicht der erste Fall gewesen, dass die RBK sich unterwegs selbst entzündet hätte...
Brennende Güterwagen waren in der Tat fast schon Alltag.

Immer sehr beliebt auch sich selbständig machende Blumentopferde. Wenn sie in bestimmter Beschaffenheit ins Gleis rieselte, konnte auch das gern mal anfangen zu brennen.

Eine ganz besonders schöne Variante waren sich öffnende Fal-Wagen. Vorzugsweise natürlich bei der Fahrt über Weichen, denn da gibt es schön was zu zerkloppen. Ein Bunkerzug hat mal den Bahnsteig in Radebeul West (oder einem anderen Bahnhof im Raum Dresden) beliefert. Zum Glück hatte kurz vorher ein Personenzug die im Berufsverkehr zahlreich erschienenen Leute eingesammelt. Andersherum wäre das wohl nicht ohne Personenschaden abgegangen.

Der ungefilterte Kommentar eines Reichsbahnrats über die sog. Kollegen vom Braunkohlenkombinat: „Die müßte man alle einsperren!!“


VB995 schrieb:
Das Theater der Freundschaft in Lichtenberg heizte bis 1994 mit RBK und Lauchhammer Halbsteinen.
Ob die RBK noch in der Nachwendezeit dort geliefert worden ist, weiß ich nicht.
So manche Kohlenheizung hat sich auch noch länger gehalten. Aber hatte man wirklich irgendwo auch noch nach der Wende Blumentopferde bestellt, ohne vom Heizer mit der Schaufel verprügelt zu werden?

Na ja...

geschrieben von: Peter

Datum: 08.10.19 11:58

Hallo!

Sonderkorrespondent schrieb:
So manche Kohlenheizung hat sich auch noch länger gehalten. Aber hatte man wirklich irgendwo auch noch nach der Wende Blumentopferde bestellt, ohne vom Heizer mit der Schaufel verprügelt zu werden?
Na ja - im Prinzip hat sich das Problem sehr schnell geloest.
Bei der Stadtwirtschaft gab es allein in einer Niederlassung drei Heizer, die schichtweise fuer Heizung und Warmwasser (speziell fuer die Duschen) sorgten und die eine sehr anstrengende Arbeit zu verrichten hatten (Braunkohle wurde im Hof abgekippt und dann per Schaufel und Schubkarre durch den Hausflur in den Heizraum am Gebauedeende geschafft, wo abgekippt (zwischengelagert) bzw. verfeuert wurde).

Diese Arbeit wurde im Zuge der Wende quasi als erste durch Gasheizung und Thermostat-Ventile ersetzt - die rueckengeschaedigten Kollegen gingen in die (verdiente) Rente.
Und so sah es in anderen Betrieben ja ebenfalls aus - Technik war preiswert verfuegbar, die Heizer-Arbeit ohnehin nie beliebt, da regelte sich das.
Die Luft in den Staedten war in kuerzester Zeit recht sauber.

Gruss
Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

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Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

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