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Vor genau 42 Jahren: Braunkohle und Betonwerk

geschrieben von: NAch

Datum: 06.10.19 18:24


Wir schreiben den 06.10.1977

Im ND (Neuen Deutschland) wurde berichtet:
Das für den Wohnungsbau in der Hauptstadt der DDR bedeutungsvolle Betonwerk an der Falkenberger Straße im Stadtteil Berlin-Hohenschönhausen, in dem vorwiegend Jugendbrigaden aus vielen Bezirken der Republik arbeiten, hat am Mittwoch den Dauerbetrieb aufgenommen.

Davon unberührt habe ich das Bild aufgenommen:

Braunkohle auf dem LKW, sie wurde auf dem nahegelegenen RbF Schöneweide verladen und wird nun einer Hausgemeinschaft auf die Straße gekippt. Braunkohle liegt wahrscheinlich auch auf dem Tender der 03, zusammen hoffentlich mit Steinkohle.


https://www.drehscheibe-online.de/galerie/ds_bild.php?id=201,k3_154534-c1df2363b.jpg

Ein Vorschaubild, mit einem Klick haben Interessierte das Bild (den Text dazu sowie ggf. die Kommentare) in der Galerie vor sich.

Mit Berliner Grüßen

Achim
Link zu allen meinen Bildern in der Galerie: [www.drehscheibe-online.de]
Link zur Beitragsübersicht: (Hinweis: mit der Galerieumstellung zum 08.04.2017 führen einige Galerielinks in den Beiträgen in die Irre)
[www.drehscheibe-online.de]
Link Ottbergen April 1976 , Link Ottbergen Mai 1976

Re: Vor genau 42 Jahren: Braunkohle und Betonwerk

geschrieben von: Bahn-Stephan

Datum: 06.10.19 19:25

Hallöchen

Ich habe 32 Jahre in dieser Zeit gelebt aber Braunkohle für Mieter hab ich in den Straßen und Kellern nicht gesehen. Es gab Briketts, aber auch Koks beim Kohlehändler zu kaufen.
Und abgekippt wurde auf dem Gehweg. (Duck und Weg)
Wenn ich die Kohle auf dem LKW anschaue so sind trotz der Komprimierung helle Stellen zu erkennen. Also auch Briketts.
Braunkohle besteht zu 55% aus Wasser, und trocken zerfällt es zu Staub.

Das Foto selbst, ein Spiegelbild der damaligen Zeit. Danke dafür.

Grüße
Bahn-Stephan

OT

geschrieben von: Dieter Buddrus

Datum: 06.10.19 20:18

Lange Zeit war es üblich, dass man nach Familiengröße nur eine bestimmte Menge (subventionierte!) Brikett kaufen konnte. Wer mehr Heizmaterial haben wollte, der musste das in Form von Rohbraunkohle nehmen. So hatten wir damals auf dem Hof einen Schuppen, der vor dem Winter zumeist mit 100 Zentner Rohbraunkohle gefüllt war. Die Rohbraunkohle verfeuerten wir im großen Kachelofen von Wohnzimmer. Ich meine ab 1966 konnte man dann für den Haushaltsbedarf auch Brikett in allen gewünschten Mengen kaufen, einen Teil verbilligt - und den Mehrbedarf ohne Subventionen.
Und in Berlin war eh alles anders: die (vom Rest der Republik beneideten und zugleich verachteten) Hauptstädter mussten sowieso auf dem Bauch liegend beerdigt werden.

Re: Vor genau 42 Jahren: Braunkohle und Betonwerk

geschrieben von: Schnullibacke

Datum: 06.10.19 20:45

Für Rohbraunkohle ist das, was da auf der Ladefläche des LIAZ-LKW liegt, viel zu stückig. Scheinen wirklich eher Brikett zu sein.
In aller Regel gab es für die Bevölkerung in Mietshäusern die Kohle im Sack, die gleich in den Keller getragen wurde.
Und eine Schnellzuglok mit Rohbraunkohle? Halte ich für sehr unwahrscheinlich im Jahre 1977.

Re: Vor genau 42 Jahren: Braunkohle und Betonwerk

geschrieben von: bitti

Datum: 07.10.19 18:29

Schnullibacke schrieb:
In aller Regel gab es für die Bevölkerung in Mietshäusern die Kohle im Sack, die gleich in den Keller getragen wurde.

Du damit die Hauptstadt der ehemaligen DDR? Solange ich denken kann, wurden die Brikett weder für die Mitwohnung meiner Eltern oder auch in Nachbarschaft, noch für meine eigene Mietwohnung und die Nachbarschaft jemals in Säcken geliefert. Die Kohlen wurde auf dem Gehweg oder auf der Straße in der Nähe das gewünschten Kellerfensters abgekippt und dann legte die Hausgemeinschaft los (wenn sie funktionierte). Zum Abschluss gab es dann noch ein Bierchen... :)

Re: OT

geschrieben von: bitti

Datum: 07.10.19 18:35

Dieter Buddrus schrieb:
Lange Zeit war es üblich, dass man nach Familiengröße nur eine bestimmte Menge (subventionierte!) Brikett kaufen konnte. Wer mehr Heizmaterial haben wollte, der musste das in Form von Rohbraunkohle nehmen. So hatten wir damals auf dem Hof einen Schuppen, der vor dem Winter zumeist mit 100 Zentner Rohbraunkohle gefüllt war. Die Rohbraunkohle verfeuerten wir im großen Kachelofen von Wohnzimmer. Ich meine ab 1966 konnte man dann für den Haushaltsbedarf auch Brikett in allen gewünschten Mengen kaufen, einen Teil verbilligt - und den Mehrbedarf ohne Subventionen.
Und in Berlin war eh alles anders: die (vom Rest der Republik beneideten und zugleich verachteten) Hauptstädter mussten sowieso auf dem Bauch liegend beerdigt werden.
Die Info finde ich interessant bezüglich der Rohbraunkohle für Haushalte.

Ansonsten kenne ich das mit der Bestellung über Kohlenkarten. Ja nach Personenzahl gab es eine Freimenge/Haushalt und dann konnte man Kohlen frei bestellen zum Sommer- oder Winterpreis. Rentner hatten einen Extra-Preis.


Gerade gefunden:

[i.pinimg.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.10.19 18:36.

Re: Vor genau 42 Jahren: Braunkohle und Betonwerk

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 07.10.19 23:12

NAch schrieb:

Braunkohle auf dem LKW, sie wurde auf dem nahegelegenen RbF Schöneweide verladen und wird nun einer Hausgemeinschaft auf die Straße gekippt. Braunkohle liegt wahrscheinlich auch auf dem Tender der 03, zusammen hoffentlich mit Steinkohle.


Der Kohlebahnhof lag tarifmäßig und geografisch in Adlershof. Auf dem Gelände entsteht in den kommenden Jahren Berlins modernster Straßenbahnhof.

Knut