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 04 - Historische Bahn 

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Hallo zusammen,

schon heute folgt der 4. Teil der Serie.

Die vorangegangenen Teile:
Teil 1: München-Aubing – Puchheim [www.drehscheibe-online.de]
Teil 2: Eichenau – Roggenstein – Emmeringer Leite [www.drehscheibe-online.de]
Teil 3: Bahnhof Fürstenfeldbruck [www.drehscheibe-online.de]

Heute geht es von der Westausfahrt von Fürstenfeldbruck am Fuß des Engelsberges entlang zum Kloster Fürstenfeld, anschließend über das Ampertal in die Buchenau. Obwohl Buchenau ein Stadtteil von Fürstenfeldbruck ist, hat der Bahnhof beim km 26,2 nicht den Wortbandwurm Fürstenfeldbruck-Buchenau als Namen, sondern nur Buchenau (Oberbay).



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/72-230.jpg

1.) Vier Tage vor Aufnahme des planmäßigen S-Bahnbetriebes fotografierte Manfred am 24.5.1972 einen aus Fürstenfeldbruck ausfahrenden Langzug, angeführt von 420 093-7. Auf der Strecke der S4 wurden die Triebzüge schon im Vorlaufbetrieb getestet.

Die blühenden Kastanien links bilden die Allee der Bahnhofstraße, die hier zum Bahnhof hinauf führt. Die Bahnstrecke führt in einem weiten Bogen oberhalb der Klosterwiese nach Westen, vorbei an der Klosteranlage Fürstenfeld und bald darauf wird die Amper überquert, der Fluss, der bei Stegen den Ammersee verlässt und nach 168 km bei Moosburg in die Isar mündet.

Im Jahre 1900 gab es Bestrebungen, eine "Ampertalbahn" von Fürstenfeldbruck über Schöngeising (Ort) und Wildenroth bis nach Stegen zu verwirklichen, die in erster Linie dem Ausflugsverkehr von München an den Ammersee gedient hätte. Die Pläne wurden aufgegeben, als 1903 die Strecke Pasing – Herrsching eröffnet wurde, die natürlich eine günstigere Anbindung München – Ammersee bot (Quelle: Peter Rasch, Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach, EOS-Verlag St. Ottilien).




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/090424%20Fuerstenfeldbruck/8955%20218%20141%20in%20Fuerstenfeldbruck.jpg

2.) Wenn die Strecke freigeschnitten ist, bildet die Klosterkirche Fürstenfeld eine gelungene Hintergrundkulisse.

Der Kirchturm hat hier schon allerhand vorbeirollen gesehen. Auch die frühere Hagener 218 141-0. Sie beendete ihre Karriere im Süden und war 2008/2009 in Kempten beheimatet. Dann wurde sie z-gestellt und ausgemustert.





https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/0%20Kloster/218%20005%20bei%20Fuerstenfeldbruck%201.jpg

3.) Mit einer Rechtskurve schwenkt die Strecke in die Amperauen und führt auf einem hohen Damm zum gleichnamigen Fluss. In diesem Bereich hier wäre wohl der Abzweig in das Ampertal Richtung Schöngeising erfolgt. 225 805 (218 005) und 225 073 (215 073) befördern im Sommer 2009 einen Zug aus Staubkesselwagen von Vils in Tirol über Kempten nach München.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/420%20087%20bei%20Buchenau.jpg

4.) Ein paar 100 m weiter befinden wir uns schon jenseits der Amper. Im Mai 1989 rollt 420 087-9 Richtung München. Der Triebzug der 1. Bauserie erhielt knapp zwei Monate vorher eine neue Lackierung und dürfte somit einer der ersten Münchner 420er in den neuen Produktfarben gewesen sein. Vorher war er blau/grau lackiert. Im Hintergrund ragen die Wohnblöcke des ›Fürstenpark‹ in die Höhe, entstanden in den 1970er Jahren, als Fürstenfeldbruck Richtung Westen expandierte. Gleich dahinter befindet sich der Bahnhof Buchenau (bis 1987 Haltepunkt).




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/420%20587%20bei%20Fuerstenfeldbruck.jpg

5.) Der Nachschuss zeigt die Fahrt über die Amperbrücke, die hier gerade mal 5 Jahre alt ist. Sie ersetzte eine Steinbogenbrücke aus der Ursprungszeit der Bahnstrecke, die im Mai 1984 für den Neubau gesprengt und abgetragen wurde. Über einen längeren Zeitraum wurden damals die Allgäuer Züge über Augsburg – Buchloe umgeleitet.

Ich wünschte, er könnte noch mitlesen: über die umgeleiteten Züge gibt es einen interessanten Beitrag von dampfgerd: [www.drehscheibe-online.de]





https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/A13491.jpg

https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/A13492.jpg

6. + 7.) Claus Jürgen Schulze fotografierte die alte Brücke aus südlicher Richtung, mit Blick Richtung Fürstenfeldbruck Amperstausee.
Hier sind jeweils ein westwärts rollender 420 und eine 210 mit dem D 362 nach Genf zu sehen.





https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/ALX%2086707%20bei%20Fuerstenfeldbruck.jpg

8.) Die neue Brücke kommt mit einem Bogen aus, um den Fluss zu überspannen.





https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/218%20343%20bei%20Fuerstenfeldbruck%203.jpg

9.) 218 343-2 befördert bei schönem Herbstwetter den abendlichen Regionalexpress von München nach Kempten. Hier rollt sie über die Amperbrücke bei Fürstenfeldbruck. 218 343 war zum Zeitpunkt in Haltingen beheimatet und war für einige Tage im Allgäueinsatz. Die Lok wurde 1974 von Krauss-Maffei ausgeliefert, und war zunächst für ein Jahr beim Bw Regensburg beheimatet, dann für ein Jahr in Kempten und schließlich ihre längste Zeit beim Bw Mühldorf (1976-2001). Danach kam sie nach Haltingen.





https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/1971-04-09_11%20141x_%20N3912%20FFB%20Amperbruecke-1.jpg

10.) Die Brücke und der anschließende Damm zur Überquerung des Ampertals aus der anderen Richtung gesehen, festgehalten vom Isartalbahner. Am 9.4.1971 ist eine 141 mit dem N 3912 Geltendorf – München Hbf unterwegs (Buchenau ab 15:58, Fürstenfeldbruck ab 16:02).

Auf der Brachfläche im Vordergrund befindet sich heute die Kleingartenanlage Amperstadt, mit deren Bau hier wohl gerade begonnen wird.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/1971-04-09_12%20141x_N0000%20wFFB1.jpg

11.) Elegant legt sich der Hasenkasten beim km 25,2 in die Kurve. Ein weiteres Bild aus der Vor-S-Bahnzeit, als elektrische lokbespannte Züge den Vorortverkehr nach Geltendorf abwickelten. Hier ist der N 3949 München Hbf – Grafrath zu sehen, der dem N 3912 wenig später entgegenkam (Fürstenfeldbruck ab 16:38, Buchenau ab 16:41). Zur Orientierung: die bewaldete Erhebung im Hintergrund ist die selbe, die auch auf Bild 9 zu sehen ist. Hinter den erkennbaren Vorsignalbaken des Gegengleises überquert die Bahnstrecke die Amper.

Im Vordergrund die alte Unterführung der Schöngeisinger Straße. Diese war sehr schmal, und entsprach etwa der Bauweise wie der Brücke auf Bild 2. Damals führte hier noch die Bundesstraße B 471 durch, die erst 1979 als Umgehungsstraße um Fürstenfeldbruck herum geführt wurde. Ungefähr im selben Zeitraum wurde aber auch diese Unterführung durch einen großzügigen Neubau direkt daneben ersetzt (Bild 13). Die alte Unterführung wurde lediglich verfüllt und ist noch heute im Bahndamm erhalten geblieben.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/1971-04-09_13%20141x_N0000%20wFFB2.jpg

12.) Nachschuss voll ins Gegenlicht, macht aber nix, informativ und stimmungsvoll ist es trotzdem. Rechts der km 25,3. Die schiebende Lok ist vermutlich 141 092-7, der wir später noch in Grafrath begegnen werden. Links ist die Senserbergstraße, eine der beiden Zufahrtsstraßen in die Siedlung Buchenau. Auf der anderen Seite der Bahn ist jedoch noch Wildnis. Das ist das Areal, wo kurze Zeit später die Hochhäuser des Fürstenparks gebaut werden.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/218%20381%20bei%20Buchenau.jpg

13.) Dies ist die erwähnte neue Brücke über die Schöngeisinger Straße. 218 381-2 mit RE nach Lindau. Die ursprünglich in Kaiserslautern beheimatete Lok war von 2000 bis 2008 in Kempten stationiert. Danach kam sie nach Niebüll, wo sie noch bis 2019 ihren Dienst tat. Am 6.2.2019 wurde sie ausgemustert.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/RE%2032609%20bei%20Fuerstenfeldbruck.jpg

14.) 7 Minuten später kommt aus der Gegenrichtung der RE aus Füssen. Die Ks-Signale wurden im Frühjahr 2007 aufgestellt. Bis zu deren Inbetriebnahme wird es aber noch bis April 2010 dauern.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/218%20224%20bei%20Fuerstenfeldbruck.jpg

15.) Geschoben wird er von 218 224-4, die nach ihrer Regensburger Zeit in Kempten beheimatet war. Hier beim Passieren des km 25,2 und der Überquerung der Straßenbrücke. Die Lok ist gerade genau an der Stelle, wo heute noch die verfüllte alte Unterführung im Bahndamm ist.



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/1981-10-24_10%20218440_D366%20TICINO%20vBuchenau.jpg

16.) 26 Jahre zuvor rollt 218 440 mit dem D 366 ›Ticino‹ München – Milano an dieser Stelle vorbei. Es ist ca. 11 Uhr, um 20:50 wird der Zug Mailand erreichen.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/1981-10-24_11%20E441180_Sdz%20vBuchenau1.jpg

17.) An diesem Tag war auch E 44 1180 (145 180-6) mit einem illustren Sonderzug Richtung Grafrath unterwegs. Die Wagen waren wohl vom damaligen ECM gestellt.



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/1981-10-24_12%20E441180_Sdz%20vBuchenau2.jpg

18.) Der Nachschuss zeigt zum einen einen gewesenen Wohnungsbrand im Hochhaus hinter der km-Tafel 25,4, zum anderen im Hintergrund das Sbk 109 und dahinter den hell schimmernden Aussenbahnsteig des damaligen Hp Buchenau. Die Sbk 109 und 110 wurden mit dem Umbau zum Bahnhof durch Einfahrsignale ersetzt.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/900100%20Buchenau/03%20218%20406%20in%20Buchenau.jpg

19.) Winterzauber in der Buchenau. An diesem strahlenden Winternachmittag ist 218 406-7 mit dem E 3881 München – Kaufbeuren unterwegs, der nur freitags fährt. Abfahrt in München war um 14:38, Ankunft in Kaufbeuren um 15:44. Dort besteht Anschluss an den N 6744 nach Marktoberdorf, Ankunft dort um 16:07.

Der Bahnhof Buchenau ist hier gerade 3 Jahre alt. Links entsteht gerade ein neues Geschäftshaus, der gestreifte Flachbau dahinter ist der in den frühen 80er Jahren errichtete Squash-Palast, der kürzlich abgerissen wurde.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/900100%20Buchenau/01%20420%20614%20Buchenau.jpg

20.) 420 614-0 in der Abstellanlage von Buchenau.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/900100%20Buchenau/420%20544%20in%20Buchenau.jpg

21.) Zwei Kurzzüge stehen hier im Sommer 1991 auf Gleis 1 Richtung Geltendorf und Gleis 2 Richtung München. Der 420 auf Gleis 2 wartet die Überholung durch den E 3207 Lindau – München ab, der hier auf Gleis 3 durchbraust. Auch hier wieder die korrekte Farbvergabe der Stützen vom Bahnsteigdach, in der Reihenfolge ist "Rot" dran, wie im Tunnelbahnhof Hauptbahnhof.

Als Personenzughalt wurde der Hp Buchenau erst am 2. Oktober 1949 eingerichtet. Die gleichnamige Siedlung südlich der Bahnlinie entstand erst in der Nachkriegszeit. Der Hp hatte wohl zwei niedrige Aussenbahnsteige und ein ebenerdiges, gemauertes Gebäude am Bahnsteigzugang des Gleises nach München, das bis 1987 als Kiosk verwendet wurde. Es gab bereits eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, die mit dem Umbau 1987 neu gebaut wurde.

Hier links im Bild befindet sich der Geschwister-Scholl-Platz, heute ein lebhafter Ort mit zahlreichen Shopping-Möglichkeiten. Als ich 1979 in die Grundschule ging, gab es dort nur eine Buswendeschleife und weit dahinter das (auch heute dort noch ansässige) Coca-Cola-Werk und andere Gewerbebetriebe.

Im Zuge der 2. Ausbaustufe des Münchner S-Bahnnetzes wurde neben zahlreichen Baumaßnahmen auch auf den meisten Strecken der ganztägige 20-Minutentakt eingeführt. Auf der S 4 sollte er bis Buchenau reichen. Zu diesem Zweck wurde der Haltepunkt zu einem Bahnhof umgebaut, inklusive Abstellanlage.



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/190831%20Ammersee%20Schoengeising/5332%20420%20470%20in%20Buchenau.jpg

22.) Im Jahr 2019 wurde der Bahnhof Buchenau barrierefrei ausgebaut und komplett modernisiert. Gleis 3 bekam einen Aussenbahnsteig, der in der selben Position steht, wie einst der Bahnsteig vom Hp Buchenau. Alle drei Bahnsteige werden mit einem Aufzug und einem weiteren Treppenzugang miteinander verbunden sein.



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/6682%20423%20352%20in%20Buchenau.jpg

23.) 2005 gab es noch einen Lauf der S 27 von Deisenhofen bis Buchenau.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/00%20special%20Mue-Geltendorf/4%20FFB%20u%20Buchenau/420%20in%20Buchenau.jpg

24.) 420 mit "Echt Stonsdorfer"-Werbung von Geltendorf kommend bei der Einfahrt.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/890600%20Buchenau%20Bau/01%20Anschluss.jpg

25.) Das Buchenauer Anschlussgleis beim km 26,6.



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/890600%20Buchenau%20Bau/02%20Anschluss.jpg

26.) Auf dem Schutzgleis stand im Frühjahr 1989 eine Stopfmaschine, da im anschließenden Waldstück eine Unterführung erneuert wurde. Der C-Rekord dürfte damals auch schon gut 20 Jahre auf dem Buckel gehabt haben.



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/890600%20Buchenau%20Bau/00%20Anschluss.jpg

27.) Im weiteren Verlauf teilte sich das Gleis noch mit einer Y-Weiche. Das Gebäude rechts gehört zu Coca-Cola. Nach links ging es wohl zur Verzinkerei Schörg. Heute quert eine Zufahrtstraße zur B 471 das Gelände im Bereich der Weiche. Nur noch ein paar Schienenreste im Bereich der Straßenquerung von Bild 24 erinnern heute noch an den Anschluss.




https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/880200%20FFB%20Rangierzeit/360%20842%20in%20Buchenau.jpg

28.) Mein einziges Bild der bedarfsweisen Buchenauer Übergabe, immerhin fand sie auch 1991 noch statt. Obwohl mittlerweile in Buchenau eine Umsetzmöglichkeit bestand, wurde der Wagen zurück nach Fürstenfeldbruck geschoben. Bevor es losgeht, muss wohl noch die S-Bahn um 11:15 durch.



https://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Allgaeubahn/Muenchen-Buchloe/880400%20FFB%20Buchenau/10%20194%20bei%20Buchenau.jpg

29.) Und mein einziges Bild von einem der Dg, die von Augsburg planmäßig über Mering – Geltendorf nach München fuhren. Im April 1988 noch regulär mit einer 194 bespannt. Im Monat drauf war Schluss damit. Rechts im Bild die "Jungs von der Opelgang", dort traf sich in den 80er Jahren die örtliche Schrauberszene.



Im nächsten Teil geht es dann über Schöngeising bis Grafrath.



Viele Grüße,
Georg

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.19 18:10.

Kräuter müssen rein... Das wird schmecken! Bbbrrr

geschrieben von: 218 369

Datum: 05.10.19 18:54

...Aber nicht doch! Echt Stonsdorfer kann man nicht nachmachen!


Dass mich die interessanten Beiträge hier mal an längst vergangene Radiowerbung erinnern :-) Zumal ein Getränk aus dem Norden/Osten, das um die bayerische Landeshauptstadt herum beworben wird.


Gruß,

218 369
Servus, Georg und Mitstreiter,

herzlichen Dank für diesen Beitrag. Wieder hervorragend recherchiert und aufbereitet.
Besonders interessant fand ich die Fotos von der Amperbrücke vor und nach dem Neubau.

Zu Bild 3:
Ja, eine Zeitlang liefen die Braunkohlenstaubzüge zur und von der Zementfabrik Schretter in Vils/Tirol über Kempten und von dort aus über Pfronten nach Vils.
Hier so ein Zug Richtung Vils am Haltepunkt Sankt Mang, noch innerhalb des Stadtgebiets von Kempten, 11.10.2005.
Die Lok ist eine V 100 der Mittelweserbahn. Fragt mich nicht nach der Nummer:

Sankt Mang 11.10.05klein.jpg

Und dann dachte ich, ich könnte noch etwas Altpapier anhängen (aus BD München, Buchfahrplan Heft 11, Wifpl. 77/78:

S4_1977_78a.jpg

S4_1977_78b.jpg

Grüße,

Ernie
Hallo Georg,

schöne Fortsetzung zur Geltendorfer Strecke !

Welche der beiden Firmen in Buchenau hat denn 1991 den G-Wagen erhalten ?


Schöne Grüße

Ralph
Wie in den ersten 3 Teile auch hier eine tolle Vorstellung des Streckenabschnitts - TOP

Danke für den interessanten Beitrag!

In meiner Zeit als S- Bahnkutscher gab es da auch Sehenswertes: die abgestellten alten Wagen in FFB, das Anschlussgleis in Buchenau, die unbesetzten ferngesteuerten Stellwerke, die Plattenbauten, die es nicht nur in Osten gibt.
Gab es in Buchenau nicht auch mal ein Zugunglück, bei dem ein Zug gegen den Prellbock der Schutzweiche fuhr?

Grüße!
Guten Morgen!

Hier ein Zeitungsartikel zum Unfall in Buchnau:

Süddeutsche Zeitung
Dienstag, 12. Januar 1995
Nr. 9
"Nicht auf falsche Weiche geraten"
Bremsgleis rettet S-Bahn
Neue Version zum Zugunglück im Bahnhof Buchenau
Von Anselm Roth
Fürstenfeldbruck - Nur sehr zögerlich bricht die Deutsche Bahn AG ihr Schweigen über die Ursache des Zugunglücks am Bahnhof Buchenau (Landkreis Fürstenfeldbruck). Am 23. Dezember gegen 23.55 Uhr war eine S-Bahn auf ein kurzes Bremsgleis geleitet worden. Bisher galt als offizielle Version, daß die S-Bahn "auf eine falsch gestellte Weiche" geraten war. Auf dem Bremsgleis hatte der im schnellen Schrittempo fahrende Zug die Rampe am Gleisende durchbrochen und sich weit in das Schotterbett geschoben. Der Zugführer überstand das Unglück ohne Verletzungen. Er war der einzige Insasse.
Erst auf Nachfrage teilt die Bundesbahn der SZ eine ganz neue Version des Unfallhergangs mit. Demnach sei die Weiche richtig gestellt gewesen. Der Zugführer soll ein Haltesignal übersehen haben und glücklicherweiese auf das Bremsgleis geleitet worden sein. Dadurch sei eine Kollision mit einem D-Zug verhindert worden. Die Lenkung der S-Bahn auf das Bremsgleis sei aufgrund einer Schutzschaltung erfolgt, erklärt die Bundesbahn. Der Lokführer sei vermutlich trotz des Haltesignals mit seinem leeren Zug in Richtung Fürstenfeldbruck losgefahren. Da sich aber zum gleichen Zeitpunkt der D-Zug 4431 aus Richtung Geltendorf näherte und das gleiche Gleis wie die anfahrende S-Bahn benutzte, wurde letztere durch die aktivierte Schutzweiche auf das Bremsgleis gelenkt.
Die Annahme, daß ein Zusammenstoß der beiden Züge nur um ein Haar verhindert worden sei, weist Bahnsprecher Horst Staimer als falsche Spekulation zurück: Schließlich habe die Schutzweiche zufriedenstellend funktioniert. Eines sei aber nach wie vor ungeklärt: "Warum ist der Zugführer losgefahren trotz des roten Lichts?" Nach Auskunft des Bahnsprechers ermittelt neben der Bundesbahn auch die Staatsanwaltschaft München II. Zugführer und örtlicher Fahrdienstleiter hätten sich einen Rechtsbeistand genommen, sagte Staimer. Der Sachschaden wird auf 1,5 Millionen Mark geschätzt.

Walter

Danke!

geschrieben von: 219 006

Datum: 06.10.19 12:16

Hatte zwar schon mal eine bekannte Suchmaschine bemüht, die spuckte jedoch nur die Entgleisung in Fürstenfeldbruck aus.
1,5 Mio Sachschaden ist schon beachtlich bei "schnellem Schritttempo".

So ein Quatsch, Richtigstellung:

geschrieben von: A-S-E

Datum: 06.10.19 13:26

Hallo zusammen,
diese Berichterstattung muß unbedingt korrigiert werden:
Der Tf der S-Bahn hat sich in Buchenau auf Gleis 2 als Lt Richtung München fertig gemeldet und bekam vom Fdl Ausfahrt in Form von Hp1 und Kennziffer 8, also mit 80 km/h. Der Tf fuhr ab.
In diesem Moment bemerkte der Fdl, das er den D-Zug (auch) Richtung München vergessen hatte, da dieser Vorrang hatte. Ohne den Tf des Lt zu verständigen, nahm er die Ausfahrt zurück und machte dem D-Zug auf Gleis 3 die Ausfahrt. Da der Tf der S-Bahn aber bereits das Asig passiert hatte, bekam er auch keine Zwangsbremsung mehr durch den 2000 Hz-Magneten. Im nächsten Moment stellte sich die Flankenschutzweiche für die Fahrt durch Gleis 3 um, so dass die S-Bahn auf den Prellbock gelenkt wurde. Da der 420 ja bekanntlich nicht gerade langsam beschleunigt, erreichte er bereits eine beachtliche Geschwindigkeit, schob den Prellbock weg und landete so im Schotter, das man an der ersten Tür fast ebenerdig aussteigen konnte! Der Tf erlitt lediglich Prellungen, und hatte unwahrscheinliches Glück, weil er nur um Zentimeter an einem Ausleger „vorbeiflog“.
Soviel kurz zur tatsächlichen Ursache, die allerdings damals anders dargestellt wurde.
Die Geschichte mit der langen Standzeit bis zum Aufgleisen, und wie die S-Bahn somit zur Pilgerstätte für Neugierige wurde, ist eine andere.
Gruß A-S-E
Bullok schrieb:
Welche der beiden Firmen in Buchenau hat denn 1991 den G-Wagen erhalten ?
Hallo Ralph,

höchstwahrscheinlich Schörg. Coca Cola eher unwahrscheinlich. Ob auch noch andere Firmen an dem Anschluss hingen, weiß ich leider nicht.

Viele Grüße,
Georg

https://doku-des-alltags.de/banner/DSObanner01.jpg

Kann das sein?

geschrieben von: Christof_K

Datum: 06.10.19 20:44

A-S-E schrieb:
Hallo zusammen,
diese Berichterstattung muß unbedingt korrigiert werden:
Der Tf der S-Bahn hat sich in Buchenau auf Gleis 2 als Lt Richtung München fertig gemeldet und bekam vom Fdl Ausfahrt in Form von Hp1 und Kennziffer 8, also mit 80 km/h. Der Tf fuhr ab.
In diesem Moment bemerkte der Fdl, das er den D-Zug (auch) Richtung München vergessen hatte, da dieser Vorrang hatte. Ohne den Tf des Lt zu verständigen, nahm er die Ausfahrt zurück und machte dem D-Zug auf Gleis 3 die Ausfahrt. Da der Tf der S-Bahn aber bereits das Asig passiert hatte, bekam er auch keine Zwangsbremsung mehr durch den 2000 Hz-Magneten. Im nächsten Moment stellte sich die Flankenschutzweiche für die Fahrt durch Gleis 3 um, so dass die S-Bahn auf den Prellbock gelenkt wurde. Da der 420 ja bekanntlich nicht gerade langsam beschleunigt, erreichte er bereits eine beachtliche Geschwindigkeit, schob den Prellbock weg und landete so im Schotter, das man an der ersten Tür fast ebenerdig aussteigen konnte! Der Tf erlitt lediglich Prellungen, und hatte unwahrscheinliches Glück, weil er nur um Zentimeter an einem Ausleger „vorbeiflog“.

Gruß A-S-E
Hallo,

diese Gegendarstellung klingt interessant, aber ich frage mich, ist es wirklich möglich, innerhalb relativ kurzer Zeit ein Signal auf Halt zu stellen, die Fahrstraße aufzulösen und auch schon eine Weiche umzustellen? Und die Zeit muss relativ kurz gewesen sein, wenn ich hier lese, dass "der 420 bekanntlich nicht gerade langsam beschleunigt".

Gruß

Christof

Re: Kann das sein?

geschrieben von: 219 006

Datum: 07.10.19 18:08

So wie A-S-E die Geschichte darstellt, kenne ich sie auch, wollte aber wegen möglichem Lokführerlatein von damals nichts weiter schreiben. Passen würde dazu auch, das sich Tf und Fdl einen Rechtsbeistand genommen haben.

Das Asig befindet sich gleich am Bahnsteigende, bis zur Schutzweiche sind es schon ein paar Meter. Unten hängt auch noch ein Vorsignal dran (Bild 23), vllt. zeigte dies noch "Halt erwarten" und der Tf fuhr langsam los?

Ja...

geschrieben von: A-S-E

Datum: 07.10.19 22:24

Hp 1 und Vr 1, darum Hebel vor, und in der ungewollten Ablenkung zum Prellbock, „flog“ der Tf vom Sitz und konnte nicht mehr eine Bremsung einleiten. Nicht umsonst grub sich das Fahrzeug so in den Schotter ein.
Gruß A-S-E

Vielen Dank!

geschrieben von: Supercity

Datum: 31.10.19 11:46

Vielen Dank für diese super recherchierte und schön bebilderte Dokumentation!
Da kann selbst ich als jemand, der in FFB geboren und zur Schule gegangen ist, noch was lernen... :-)
Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Teile!

LG

http://www.bilder-hochladen.net/files/ii7i-e9-3cf1.jpg

Re: So ein Quatsch, Richtigstellung:

geschrieben von: 110 416-5

Datum: 01.11.19 12:50

A-S-E schrieb:
Hallo zusammen,
diese Berichterstattung muß unbedingt korrigiert werden:
Der Tf der S-Bahn hat sich in Buchenau auf Gleis 2 als Lt Richtung München fertig gemeldet und bekam vom Fdl Ausfahrt in Form von Hp1 und Kennziffer 8, also mit 80 km/h. Der Tf fuhr ab.
In diesem Moment bemerkte der Fdl, das er den D-Zug (auch) Richtung München vergessen hatte, da dieser Vorrang hatte. Ohne den Tf des Lt zu verständigen, nahm er die Ausfahrt zurück und machte dem D-Zug auf Gleis 3 die Ausfahrt. Da der Tf der S-Bahn aber bereits das Asig passiert hatte, bekam er auch keine Zwangsbremsung mehr durch den 2000 Hz-Magneten. Im nächsten Moment stellte sich die Flankenschutzweiche für die Fahrt durch Gleis 3 um, so dass die S-Bahn auf den Prellbock gelenkt wurde. Da der 420 ja bekanntlich nicht gerade langsam beschleunigt, erreichte er bereits eine beachtliche Geschwindigkeit, schob den Prellbock weg und landete so im Schotter, das man an der ersten Tür fast ebenerdig aussteigen konnte! Der Tf erlitt lediglich Prellungen, und hatte unwahrscheinliches Glück, weil er nur um Zentimeter an einem Ausleger „vorbeiflog“.
Soviel kurz zur tatsächlichen Ursache, die allerdings damals anders dargestellt wurde.
Die Geschichte mit der langen Standzeit bis zum Aufgleisen, und wie die S-Bahn somit zur Pilgerstätte für Neugierige wurde, ist eine andere.
Gruß A-S-E
Gibt es eigentlich irgendwo Bilder von diesem Ereignis ?
Im Internet finde ich leider nichts dazu.