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Liebe Freunde,
im ersten Teil endeten wir mit Bildern vom
26.5.1982 aus dem Güterbahnhof München-Laim. Hier will ich nahtlos weitermachen.
Nach der Rangierlok 145 180 kam eine weitere E44 in den Güterbahnhof gerollt. 144 078 hatte einen unidentifizierten Güterzug am Haken
(Bild 1):
194 018 hatten wir auch schon gesehen. An ihrem Standplatz wollte sie noch ein wenig verweilen – der Lokführer betätigte den Hauptschalter und bat die Stromabnehmer herunter
(Bild 2):
Danach zeigte sich der Rangierbock wieder. 145 180 kam mit einem Schiebewandwagen an unserer Fotostelle vorbei
(Bild 3):
Bei der einrückenden 140 157 mit ihrem Güterzug kam auch mal das Stellwerk 3 mit aufs Bild, welches heute wohl immer noch existieren könnte: [
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(Bild 4):
Mit 333 115 beehrte uns auch eine der großen Köfs
(Bild 5):
Zwei Flügel – ganz links in der Ecke noch zu erahnen – erlaubten der 150 034 mit ihrem Güterzug, das Gelände des Rangierbahnhofes zu verlassen
(Bild 6):
Bei 145 180 sah es so aus, als wäre die Lok unschlüssig, wo sie denn den Schiebewandwagen hinstellen sollte
(Bild 7):
140 187 trudelte als Lz ein – im Hintergrund rechts erkennen wir noch die vor 1973 neu errichtete Halle des Postbahnhofes, die heute auch keine Gleise mehr beherbergt
(Bild 8):
Auch ein TVT rollte an uns vorbei. 701 027 hatte einen DBS54-Stromabnehmer auf dem Dach montiert
(Bild 9):
Der Ng65022 München Ost R - München Laim R war mit 144 179 bespannt und bestand im vorderen Teil aus Kesselwagen
(Bild 10):
Danach fuhren Ulrich und ich zum Rollprüfstand.
Mein erster Besuch dortselbst fand bereits im Mai 1980 statt, und so kannte ich ihn schon (siehe [
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Der Rollprüfstand war in der Zwischenzeit auf vier Grundzellen erweitert worden, sodass man komplette vierachsige Schienenfahrzeuge auf Rollen stellen konnte. Da die Schwingungseigenschaften des VF 1 ja aus vielen früheren Versuchen bekannt waren, war dieses Fahrzeug das ideale Prüfobjekt, um die damaligen Berechnungsprogramme für die Fahrzeugdynamik im Gleis zu überprüfen.
Damit die Fahrzeuge auf dem Prüfstand nicht von den Rollen herunterrollten, wurden sie stets mit der im Bild gelb lackierten Längsmitnahme an einem Festpunkt angeschlossen
(Bild 11):
Bild 12 zeigt das Ensemble noch einmal von oben. Links im Bild sehen wir die Antriebe der vier Grundzellen:
Die Antriebssituation zeigt
Bild 13 noch etwas genauer. Der Antriebsmotor der vier Grundzellen verbirgt sich in dem großen Kasten links im Vordergrund, der mittels Gelenkwelle und Kegelradgetriebe die einzelnen Grundzellen antreibt. Im Antriebsstrang sehen wir, dem Winkelgetriebe nachgeschaltet, zunächst die Wirbelstrombremse und anschließend die Scheibenbremse. Der Anschluss zu den beiden Rollen jeder Grundzelle geschieht dann mittels der gerade noch sichbaren gelben Gelenkwelle.
In diesem Bild erkennt man außerdem noch das einachsige Versuchslaufwerk mit einem einzelnen Radsatz in der Mitte zwischen den Antriebssträngen stehend:
Im
Bild 14 sieht man eines der VF 1 – Drehgestelle auf den Rollen stehen. Die Rollen selbst konnte um ihren oberen Berührpunkt mit den Rädern des darauf stehenden Schienenfahrzeuges um eine horizontale (parallel der Fahrzeuglängsachse) und eine vertikale Achse verdreht werden, um verschiedene Schieneneinbausituationen zu simulieren. Gleichzeitig konnten sie auch quer verschoben werden, um die Gleisgeometrie zu verändern (Spurweitenänderungen):
Im
Bild 15 werfen wir einen Blick ins Kontrollzentrum, das schallgeschützt in einem Anbau untergebracht war. Auf vier Monitoren konnten vier unterschiedliche Kameras aufgeschaltet werden, die im Wesentlichen zeigen sollten, wie sich die Räder auf den Rollen bewegten:
Genug der Rollprüfstands-Theorie. Wir wollten noch einmal das Areal des Ausbesserungswerkes Freimann besichtigen und trafen zunächst auf die verunfallte 194 188, deren Unfallursache vermutlich eine Flankenfahrt war. Am 20.7.82 wurde die Lok ohne vorherige Z-Stellung ausgemustert
(Bild 16):
Dahinter stand vor der großen Richthalle eine der künftigen Museumsloks. 175 009 (Hersteller Maffei, München) sollte neben diversen Ein- und Anbauteilen auch und vor allem ihre Nummer E75 09 der künftigen Museumslok spenden
(Bild 17):
Der zweite Teil der neuen Museumslok stand in der Richthalle. Wegen der noch ursprünglichen Fensterfront wurde 175 059 als Museumslok auserkoren. Da diese Lok aber keine Münchner Maschine war (Hersteller Linke-Hofmann-Werke Breslau statt Maffei München) wurde sie nach Komplettierung mit den Teilen der Maffeilok eben in deren Nummer E75 09 umgezeichnet
(Bild 18):
Unsere Besichtigungstour führte uns auch in die ET-Halle, wo die AEG-Versuchslok 182 001 angetroffen werden konnte
(Bild 19):
Hier stand sie mit ihrem Steuerwagen, der wegen des Aufbaus der Messgeräte im Lokführerstand 2 benötigt wurde
(Bild 20):
Auch 120 001 trafen wir in der Halle an
(Bild 21):
Auf dem Rückweg zum Rollprüfstand kamen wir noch einmal an der Schrottlok-Schiebebühne vorbei, wo die verunfallte 194 577 ihr Ende erwartete. Sie war erst kurz zuvor, am 2.4.1982, in Neustadt/Donau bei einem Aufstoß auf einen Kessenwagenzug ausgebrannt
(Bild 22):
Vor der noch vorhandenen 191 100 stand noch der leider bereits ausgemusterte Klimaschneepflug Bauart 844 der Nummer 30 80 974 3 027-3, der ehemalige Pflug Mü 6453, der aus der E36 02 ex EP3 20102 umgebaut worden war
(Bild 23):
Damit war mein Besuch in München beendet und es ging wieder nach Riem zum Flughafen, um nach Düsseldorf zu kommen.
Bis zum nächsten Beitrag,
Martin
Edit: Schreibfehler
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:07:21:21:50:17.