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 04 - Historisches Forum 

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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Hier geht es zum Teil 1: [www.drehscheibe-online.de]


Liebe Freunde,

im ersten Teil endeten wir mit Bildern vom 26.5.1982 aus dem Güterbahnhof München-Laim. Hier will ich nahtlos weitermachen.

Nach der Rangierlok 145 180 kam eine weitere E44 in den Güterbahnhof gerollt. 144 078 hatte einen unidentifizierten Güterzug am Haken (Bild 1):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-9_144078_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



194 018 hatten wir auch schon gesehen. An ihrem Standplatz wollte sie noch ein wenig verweilen – der Lokführer betätigte den Hauptschalter und bat die Stromabnehmer herunter (Bild 2):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-10_194018_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Danach zeigte sich der Rangierbock wieder. 145 180 kam mit einem Schiebewandwagen an unserer Fotostelle vorbei (Bild 3):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-11_145180_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Bei der einrückenden 140 157 mit ihrem Güterzug kam auch mal das Stellwerk 3 mit aufs Bild, welches heute wohl immer noch existieren könnte: [www.google.de] (Bild 4):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-12_140157_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Mit 333 115 beehrte uns auch eine der großen Köfs (Bild 5):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-13_333115_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Zwei Flügel – ganz links in der Ecke noch zu erahnen – erlaubten der 150 034 mit ihrem Güterzug, das Gelände des Rangierbahnhofes zu verlassen (Bild 6):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-14_150034_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Bei 145 180 sah es so aus, als wäre die Lok unschlüssig, wo sie denn den Schiebewandwagen hinstellen sollte (Bild 7):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-15_145180_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



140 187 trudelte als Lz ein – im Hintergrund rechts erkennen wir noch die vor 1973 neu errichtete Halle des Postbahnhofes, die heute auch keine Gleise mehr beherbergt (Bild 8):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-16_140187_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Auch ein TVT rollte an uns vorbei. 701 027 hatte einen DBS54-Stromabnehmer auf dem Dach montiert (Bild 9):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-17_701027_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Der Ng65022 München Ost R - München Laim R war mit 144 179 bespannt und bestand im vorderen Teil aus Kesselwagen (Bild 10):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-18_144179_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg



Danach fuhren Ulrich und ich zum Rollprüfstand.
Mein erster Besuch dortselbst fand bereits im Mai 1980 statt, und so kannte ich ihn schon (siehe [www.drehscheibe-online.de] ). Diesmal jedoch befand sich das VF 1, über das ich hier [www.drehscheibe-online.de] bereits berichtet habe, auf dem Rollprüfstand!

Der Rollprüfstand war in der Zwischenzeit auf vier Grundzellen erweitert worden, sodass man komplette vierachsige Schienenfahrzeuge auf Rollen stellen konnte. Da die Schwingungseigenschaften des VF 1 ja aus vielen früheren Versuchen bekannt waren, war dieses Fahrzeug das ideale Prüfobjekt, um die damaligen Berechnungsprogramme für die Fahrzeugdynamik im Gleis zu überprüfen.
Damit die Fahrzeuge auf dem Prüfstand nicht von den Rollen herunterrollten, wurden sie stets mit der im Bild gelb lackierten Längsmitnahme an einem Festpunkt angeschlossen (Bild 11):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-21_50800969001-9P_Rollpruefstand-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Bild 12 zeigt das Ensemble noch einmal von oben. Links im Bild sehen wir die Antriebe der vier Grundzellen:

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-22_50800969001-9P_Rollpruefstand-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Die Antriebssituation zeigt Bild 13 noch etwas genauer. Der Antriebsmotor der vier Grundzellen verbirgt sich in dem großen Kasten links im Vordergrund, der mittels Gelenkwelle und Kegelradgetriebe die einzelnen Grundzellen antreibt. Im Antriebsstrang sehen wir, dem Winkelgetriebe nachgeschaltet, zunächst die Wirbelstrombremse und anschließend die Scheibenbremse. Der Anschluss zu den beiden Rollen jeder Grundzelle geschieht dann mittels der gerade noch sichbaren gelben Gelenkwelle.
In diesem Bild erkennt man außerdem noch das einachsige Versuchslaufwerk mit einem einzelnen Radsatz in der Mitte zwischen den Antriebssträngen stehend:

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-23_50800969001-9P_Rollpruefstand-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Im Bild 14 sieht man eines der VF 1 – Drehgestelle auf den Rollen stehen. Die Rollen selbst konnte um ihren oberen Berührpunkt mit den Rädern des darauf stehenden Schienenfahrzeuges um eine horizontale (parallel der Fahrzeuglängsachse) und eine vertikale Achse verdreht werden, um verschiedene Schieneneinbausituationen zu simulieren. Gleichzeitig konnten sie auch quer verschoben werden, um die Gleisgeometrie zu verändern (Spurweitenänderungen):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-26_50800969001-9P_Rollpruefstand-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Im Bild 15 werfen wir einen Blick ins Kontrollzentrum, das schallgeschützt in einem Anbau untergebracht war. Auf vier Monitoren konnten vier unterschiedliche Kameras aufgeschaltet werden, die im Wesentlichen zeigen sollten, wie sich die Räder auf den Rollen bewegten:

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-27_Kontrollzentrum_Rollpruefstand-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Genug der Rollprüfstands-Theorie. Wir wollten noch einmal das Areal des Ausbesserungswerkes Freimann besichtigen und trafen zunächst auf die verunfallte 194 188, deren Unfallursache vermutlich eine Flankenfahrt war. Am 20.7.82 wurde die Lok ohne vorherige Z-Stellung ausgemustert (Bild 16):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-28_194188_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Dahinter stand vor der großen Richthalle eine der künftigen Museumsloks. 175 009 (Hersteller Maffei, München) sollte neben diversen Ein- und Anbauteilen auch und vor allem ihre Nummer E75 09 der künftigen Museumslok spenden (Bild 17):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-29_175009_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Der zweite Teil der neuen Museumslok stand in der Richthalle. Wegen der noch ursprünglichen Fensterfront wurde 175 059 als Museumslok auserkoren. Da diese Lok aber keine Münchner Maschine war (Hersteller Linke-Hofmann-Werke Breslau statt Maffei München) wurde sie nach Komplettierung mit den Teilen der Maffeilok eben in deren Nummer E75 09 umgezeichnet (Bild 18):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-30_175059_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Unsere Besichtigungstour führte uns auch in die ET-Halle, wo die AEG-Versuchslok 182 001 angetroffen werden konnte (Bild 19):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-31_182001_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Hier stand sie mit ihrem Steuerwagen, der wegen des Aufbaus der Messgeräte im Lokführerstand 2 benötigt wurde (Bild 20):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-32_182001_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Auch 120 001 trafen wir in der Halle an (Bild 21):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-33_120001_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Auf dem Rückweg zum Rollprüfstand kamen wir noch einmal an der Schrottlok-Schiebebühne vorbei, wo die verunfallte 194 577 ihr Ende erwartete. Sie war erst kurz zuvor, am 2.4.1982, in Neustadt/Donau bei einem Aufstoß auf einen Kessenwagenzug ausgebrannt (Bild 22):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-34_194577_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Vor der noch vorhandenen 191 100 stand noch der leider bereits ausgemusterte Klimaschneepflug Bauart 844 der Nummer 30 80 974 3 027-3, der ehemalige Pflug Mü 6453, der aus der E36 02 ex EP3 20102 umgebaut worden war (Bild 23):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/201-35_30809743027-3_AW-M-Freimann_1982-05-26_S.jpg



Damit war mein Besuch in München beendet und es ging wieder nach Riem zum Flughafen, um nach Düsseldorf zu kommen.


Bis zum nächsten Beitrag,

Martin

Edit: Schreibfehler


Meine DSO-Beiträge




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:07:21:21:50:17.

Ergänzung – München Süd am 27.05.82 (6 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 17.07.19 16:52


Martin hat ja schon umfangreich über unsere gemeinsamen Unternehmungen am Rand einer Dienstreise nach München berichtet. Schon toll, was wir da in der wenigen, uns zur Verfügung stehenden Freizeit neben dem Job alles erlegt haben. Danke für’s Erinnern.
Für ihn endete die Reise am 26.05.82, ich dagegen hatte am Nachmittag des nächsten Tages noch einen weiteren Termin am Rollprüfstand. Das ermöglichte es mir, am nächsten Morgen zum "Aufwärmen" noch kurz eine für mich neue Fotostelle in München Süd aufzusuchen, die sich rückblickend als gar nicht so schlecht herausstellte.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Muenchen-Sued/b01-140_169.jpg
Bild 1
Den Anfang machte die Mannheimer 140 169, mit einem "gewaltigen" Güterzug in Richtung Ostbahnhof.
Wäre da nicht die bereits vorgenommene AK-Vorrüstung, könnte man fast von einem liefernahen Zustand sprechen, wie er 1982 schon selten wurde.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Muenchen-Sued/b02-218_309.jpg
Bild 2
Da 218 309 zu den letzten altrot ausgelieferten 218 gehörte, war es nicht weiter verwunderlich, dass sie am 27.05.82 noch in der Ursprungs-Lackierung unterwegs war; am Haken den E 3403 nach Mühldorf.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Muenchen-Sued/b03-111_087.jpg
Bild 3
Direkt nach der 218 kam E 3503 nach Freilassing, bespannt mit 111 087.
111 und Silberlinge - warum denke ich jetzt unwillkürlich an eine 116 mit alten Eilzugwagen?


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Muenchen-Sued/b04-1044_52.jpg
Bild 4
Nach zwei Lz-Fahrten kamen zwei hochwertige Reisezüge im quasi Blockabstand:
Zuerst der "Orient-Express", D 263, mit 1044.52, 1982 noch mit alter Nummer.
Zu dumm nur, dass ich damals zwar auf die richtige Position der Lok vor den Masten geachtet habe, aber nicht auf den heute arg störenden Zwerg im Vordergrund.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Muenchen-Sued/b05-111_050.jpg
Bild 5
Sodann der leicht verspätete D 219 "Tauern-Express" mit 111 050, die vermutlich nur bis Salzburg am Zug blieb.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Muenchen-Sued/b06-194_092.jpg
Bild 6
Mit 194 092 gab sich dann auch noch eine Altbauellok die Ehre. Rein zeitlich betrachtet könnte es sich um den Dg 55321 gehandelt haben, so man sich auf die in den Umlaufplänen angegebenen Fahrzeiten orientiert.


Frei nach dem Motto: "Erst das Vergnügen, dann die Arbeit" fuhr ich danach zum Rollprüfstand, um meinen dienstlichen Verpflichtungen nachzukommen. Und als ich dann abends im Flugzeug saß und gen Heimat düste, konnte ich wieder einmal auf eine ertragreiche Dienstreise zurückblicken.

Einen schönen Tag noch,
Ulrich B.


Re: Ergänzung – München Süd am 27.05.82 (6 B)

geschrieben von: Peter

Datum: 17.07.19 17:38

Hallo!

Da kann man ja richtig neidisch werden: Dienstreisen - und dann noch zu solchen tollen Zielen...

Danke, dass Ihr uns hier teilhaben lasst an "der guten alten Zeit".

Gruss

Peter

+++ Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
+++ Friends help you move. True friends help you move bodies.
+++ Rechtschreibfehler sind beabsichtigt: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten.
Gegen einen kleinen Obolus biete ich sogar Patenschaften fuer meine Schreibfehler an. Und bald ist Weihnachten ...

Re: Auf Dienstreise! München, Mai 1982 (Teil 2, m. 23 B.)

geschrieben von: Mw

Datum: 17.07.19 18:20

Sehr schöne Bilder - es begeistert neben der Motivauswahl besonders die dezente Farbdarstellung bei den Außenaufnahmen. Eine Wohltat gegenüber dem was heutzutage als Bearbeitungsziel erwartet und dargeboten wird. Vielen Dank dafür. Daß man die eingestellte Blende erahnt, stört nicht.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:07:17:18:22:02.

Klasse! (o.w.T)

geschrieben von: Klaus Groß

Datum: 17.07.19 18:25

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Grüß Gott Martin,

das war eine sehr interessante Serie in hervorragender Qualität!

Das Ganze ist ja schon vor gefühlten 1000 Jahren entstanden, tempi passati!

Gruß, Thomas

Re: Ergänzung – München Süd am 27.05.82 (6 B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 18.07.19 16:31

Danke Martin, für die beiden Teile

Ich war als Kind/Jugendlicher/Schüler zwischen 1969 und 1983 mehrfach von Lübeck über München in meist österr. Ziele unterwegs. Wenn ich richtig zähle, dann müssen es bei sieben Reisen zwölf "Besuche" in München gewesen sein, da es zweimal nicht mit dem Zug nach Lübeck zurückging. Aber an E94, E44 usw. kann ich mich noch gut erinnern, weil sie in Norddeutschland ja nicht "waren" und deshalb immer etwas Besonderes darstellten.

MfG aus L.....
Stefan

Re: Ergänzung – München Süd am 27.05.82 (6 B)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 18.07.19 23:06

Moin Ulrich,

boah, ich sehe schon, was mir da alles entgangen ist! Aber wenn die Arbeit ruft ;-))

Anbei noch ein Bild mit Dir, als Du an bekannter Stelle Deinen braunen Cord-Anzug anhast (ganz rechts am Rand):

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/200-46_103220_Muenchen-Laim_1982-05-26_S.jpg


;-))


Danke für Deine Ergänzung,

Martin

Langweilig.....

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 18.07.19 23:18

Gott, ist das Langweilig. Nur Neubauschrott und mit Glück noch die letzten 144/5 und diese 194, die für mich nie eine richtige Altbau-Lok war. Weit und breit keine 116, 117, 118 - DAS waren noch interessante Motive!

Nein, nein - keine Angst. Das war jetzt nicht der Kommentar zu Deinem Beitrag, lieber Martin. Das aber waren so ziemlich authentisch wiedergegeben meine Gedanken in etwa zu der Zeit, als Du diesen Fotobogen erstellt hast.
Nach den Jahren der Jagd nach den letzten Einsätzen der "wirklichen" Altbau-Maschinen, die nach dem "10 kleine Negerlein-Prinzip" aus dem Betriebsdienst verschwanden,(zum Schluß dann auch noch "meine" 169) bekam ich den großen Eisenbahn-Frust und entfernte mich dem Hobby für die nächsten Jahre relativ weit.

Betrachtet man Deine Aufnahmen, wird klar, dass dies doch ein etwas übertriebenes Verhalten war. Man war halt verwöhnt....

Was ich Euch aber zeigen wollte: Du zeigst ja ein paar Aufnahmen aus der Triebwagenhalle in Freimann. So kannte ich sie auch noch, von der Abnahme der letzten 420, dort hab ich auch zum ersten Mal eine 120 gesehen. Ausgerechnet diese Halle ist die einzige, die ich im großen Gelände des ehemaligen AW in den letzten 30 Jahren nochmals betreten habe. Schließlich ist sie zu einer Konzerthalle geworden, in der auch heute noch die alten Krananlage vorhanden ist. Wirklich viel hat sich nicht verändert, nur die "Gäste" im Bodenbereich....

1979757_266398810200069_4036874177253498303_n.jpg

"Zenith" heißt die Halle heute. In der Regel finden dort Rockkonzerte und Metal statt, weniger Schlager oder Hitparade-Mukke. Leider hat die Halle allerdings keine besonders gute Akkustik. Ich habe schon Konzerte im Zenith und kurz danach die gleiche Gruppe in Berlin besucht, da wurde der Unterschied sehr deutlich. Dennoch: Vor zwei Jahren durfte ich im Zenith ein Konzert von Nick Cave erleben. Konzert? Ach was. Ein Gottesdienst des Rock. Insofern verbinde ich mit der Halle durchaus gute Erinnerungen, und die Kombi aus tollem Konzert und historischem Eisenbahnrahmen lässt mich dann doch immer wiede schwach werden, wenn ich Konzertkarten ordere und dann den Namen Zenith lese

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Jährlicher Gast im Zenith: Die "Australien Pink Floyd". Ok - nur eine Revival-Band. Aber als jemand, der auch ein "echtes" Pink Floyd - Konzert erleben durfte, kann ich durchaus beurteilen: Wenn es schon nicht mehr das Original sein darf - dann muss es APF sein! Lohnt sich für alle Fan´s dieser Musik.

1979749_266397673533516_6682639005448683915_n.jpg

Um zum Thema zurück zu kommen: Vor ihrer Aufarbeitung für das Deutsche Museum durfte auch E69 01 mal wieder unters Dach des Zeniths.... äh, der Abnahme- bzw. Triebwagenhalle.

Liebe Grüße
Bernd

Bernd Mühlstraßer

: Mein EK-Buch über die Baureihe E69 wird im Frühjahr 2026 wieder neu aufgelegt!

Begleitet die Baureihe E69 "täglich frisch" auf Facebook unter: Die Baureihe E69




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:07:18:23:23:38.
Moin Martin,

vielen Dank für die Fortsetzung dieser bebilderten Dienstreise nach München. Vor allem die Bilder aus dem AW München-Freimann kommen mir bekannt vor. Am 30.07.82 war dort "Tag des offenen Tür" und eine Vielzahl der von Dir gezeigten Loks stand damals noch dort. Als Beispiel soll die 175 009-0 dienen, die bei meinem Besuch immer noch vor der Halle stand, obwohl in der Werkhalle die neue "E75 009" in Arbeit war.




175 009-0 Bw Ingolstadt am 30.07.82 im AW München-Freimann.jpg



Viele Grüße
Bruno
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