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Vor genau 34 Jahren: der Tag des Eisenbahners

geschrieben von: NAch

Datum: 09.06.19 19:53

Wie immer am Tag des Eisenbahners war es voll, sehr voll. Auf das Ausstellungsgelände am Wriezener Güterbahnhofes bin ich gar nicht erst gegangen.
Die Übersicht über die Anlagen des Wriezener Bahnhofs und den Betrieb dort ist aus heutiger Sicht auch viel interessanter. Der Arbeitsvorrat an Kühlwagen für das RAW ist zu sehen, Container werden umgeladen und ganz in der anderen Ecke steht auch noch die 01 1515 rum.

Wir schreiben den 09.06.1985
https://www.drehscheibe-online.de/galerie/ds_bild.php?id=201,k3_117549-997dcbc19.jpg

Ein Vorschaubild, mit einem Klick haben Interessierte das Bild (den Text dazu sowie ggf. die Kommentare) in der Galerie vor sich.
Und noch ein Hinweis, damit sich all die Berufenen nicht unnötig Mühe machen müssen.
Den Link habe ich vor einem Jahr schon mal gegeben. Da es durchaus aber auch Meldungen mit entgegengesetztem Tenor gibt, setze ich die Serie redaktionell überarbeitet fort.

Mit Berliner Grüßen

Achim
Link zu allen meinen Bildern in der Galerie: [www.drehscheibe-online.de]
Link zur Beitragsübersicht: (Hinweis: mit der Galerieumstellung zum 08.04.2017 führen einige Galerielinks in den Beiträgen in die Irre)
[www.drehscheibe-online.de]
Link Ottbergen April 1976 , Link Ottbergen Mai 1976

Re: Vor genau 34 Jahren: der Tag des Eisenbahners

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 09.06.19 23:30

NAch schrieb:
Die Übersicht über die Anlagen des Wriezener Bahnhofs und den Betrieb dort ist aus heutiger Sicht auch viel interessanter. Der Arbeitsvorrat an Kühlwagen für das RAW ist zu sehen, Container werden umgeladen und ganz in der anderen Ecke steht auch noch die 01 1515 rum.

Wo siehst Du einen Container?

Nicht jeder Kühlwagen war für das Raw "Franz Stenzer", die "Wirtschaftsvereinigung OGS Berlin" bekam auch jede Menge Kühlwagen.

Knut

Re: Vor genau 34 Jahren: der Tag des Eisenbahners

geschrieben von: Bahn-Stephan

Datum: 10.06.19 00:23

Jawoll
Links der Uhr waren alle Kühlwagenladungen für die Versorgung der Hauptstadt imbolviert. Der Arbeitsvorrat stand rechts der 01 1515 und dazwischen war noch das Alt-Glaskontor und die Zufahrt zum Heizkraftwerk Friedrichshain mit schönster Braunkohle.
Habe dort Ende 1982 rangiert, leider alles weg.
Die 01 1515 ,umgebaut zum Dampfspender für das Raw Franz Stenzer, stand Ende 1982 aber andersrum. Warum hat man sie gedreht? Sie wurde doch niemals eingesetzt. Oder?
https://abload.de/img/2-64-56t0o2j.jpg


Grüße
Bahn-Stephan

Re: Vor genau 34 Jahren: der Tag des Eisenbahners

geschrieben von: Pio

Datum: 10.06.19 17:17

Und ganz rechts am Bildrand sind die neuen Wohnhäuser für Berlin entladen worden.
Beim Kaiser wurde Berlin aus dem Kahn erbaut.
Zu dieser Zeit sind Wohnungsbauplatten für die Hauptstadt aus der ganzen Republik mit der Bahn gekommen.
Die beiden Plattenwerke in Berlin (Grünau und am Bf.BNO) konnten ja die Hauptaufgabe der Partei und Staatsführung nicht allein stemmen.
Eine weitere Entladeanlage befand sich in Ahrensfelde.
Und wie schon geschrieben wurde, Tomaten, Paprika, Pfirsiche, Melonen manchmal auch Bananen und Apfelsinen und vieles andere wurde für
OGS (Obst, Gemüse, Speisekartoffeln) auf den Ladestraßen in Wrg entladen.
Auch das kam noch mit der Bahn. Auch in Kesseln ist köstliches dort gelandet. Murfatlar und Cotnari aus Rumänien (noch unverschnitten) konnten als Restbestände mit ein wenig hin und her aus den Kesselwagen, vor der Spülung selbiger, gerettet werden.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.19 17:24.

Re: Vor genau 34 Jahren: der Tag des Eisenbahners

geschrieben von: Bahn-Stephan

Datum: 10.06.19 22:58

Hallöchen

Ja das kenne ich auch so.
Die Trapo war zwar auch dort präsent, aber mit den Bahnern konform.

Canei-Kesselwagen mit W50 und 220Volt-Pumpe geleert. Und dies mehrmals. Nachfragen gestatteten die Rückflußmengen aus der ebenen Pumpe in mitgebrachte Flaschen zu füllen. Unverschnitten, also nicht gestreckt!

Und nicht nur ab und zu Südfrüchte, Erich und Co. wollten auch leben. Einzelne Kühlwagen aber auch Kühlmaschinenzüge landeten hier und wurden entladen. Teilweise waren die Gleise so mit "Schwund" gefüllt dass es fürchterlich stank. Orangen, Mandarinen, Blutorangen, wer da auf Grund der Herkunft dies nicht kannte hatte bestimmt Probleme damit. Natürlich gab es auch die Kuba-Orangen für's Volk. Grün bis in den Laden und ungeniesbar.

Zum Glück ist es verjährt:
Bei einem starken Gewitter, die Trapo saß bestimmt am wärmenden Ofen, habe ich für meine Familie eine Kiste Bananen(23 kg) aus einem offenen Wagen auf den Umlauf meiner 106er gewuchtet und in den zur Abstellung hier stehenden D-Zuges nach Leipzig versteckt. Nach der Nachtschicht reingehüpft und diese bis in unsere Wohnung verbracht. 3 Wochen reifen lassen und so war dies zu Weihnachten mehr als ein Geschenk.

Sonst kamen G-Wagen, einen Meter hoch lose mit Melonen gefüllt und beim Entladen in die Konsum-Gitterboxen umgeladen(nenn ich mal so). Eines Tages war ein Vierachser im Zugang, da waren Pappkartons drin, mit Pappenkreuz getrennt waren Melonen. Mit einer gleichen Größe und der Wagenzettel verriert es: Rückläufer Schweden!

In Wrg wurde abgestoßen in die rechten Gleise der R9 . Glaskontor(Altglassammelstelle), Heizkraftwerk Friedrichshain und einige Nebengleise wie z. B. die Vorratsgleise des Raw oder Kohlehandel.
Eines Nachts kam nach dem Abstoßen der Ragierleiter mir mit abwinkender Lampe entgegen gelaufen, sein Funk war ausgefallen. Nach dem vorsichtigen und alles erwartende Nachfahren durch das Glaskontor bis ganz hinten zum Heizkraftwerk fielen uns etliche Steine runter, er stand genau 30 Meter vor der Mauer zum Wohngebiet, also pssend zum Entladen.

Ach Mann könnte erzählen . . . .
Schön, mal wieder durch solche Fotos daran erinnert werden.

Wann war die Entladung der Platten dort? Ende 1982 nicht.
Grüße
Bahn-Stephan

Re: Vor genau 34 Jahren: der Tag des Eisenbahners

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 10.06.19 23:00

Hallo,

Es gab in Berlin noch zwei weitere Betonplattenwerke:
- das Werk in Rummelsburg (auch für Nasszellen zuständig) an der Hauptstrasse und
- das Werk in Falkenberg (das 4000-er Plattenwerk).





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.19 23:02.