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Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Fernmelde- Uwe

Datum: 15.05.19 09:34

Wechselsprechanlage, bei der DR "Latsch" genannt. Die Gezeigte ist aber die "zivile" Ausführung für Industrie und Verwaltung.
Die Röhre ist von der 52. KW 1952, die Kondensatoren vom 10.54 und die Lautsprecher von 1955.


20190514_214550.jpg
20190514_214617.jpg
2019-05-14 21.48.14.jpg
2019-05-14 21.48.51.jpg
20190514_215308.jpg

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Fernmelde- Uwe

Datum: 15.05.19 09:45

weitere Fotos vom Stromversorgungsgerät/ Verstärker

20190514_215326.jpg
20190514_220824.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.19 09:46.
20190514_215339.jpg
20190514_215409.jpg
20190514_215504.jpg

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Fernmelde- Uwe

Datum: 15.05.19 09:57

Nebensprechstelle 1

leider mit Sprung im Gehäuse

20190514_223303.jpg


20190514_223315.jpg


20190514_222857.jpg


20190514_223044.jpg


20190514_223100.jpg

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 15.05.19 11:12

Hallo Uwe,
nett, daß Du uns das hier zeigst! Für den Fachmann sind das sicher sehr interessante Aufnahmen. Als Nicht-Fernmeldetechniker kann ich allerdings mit den Bildern ohne erläuternde Texte (in Bildnähe) wenig anfangen.
Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 15.05.19 12:14

Hallo, das ist ja eine echte Rarität, funktioniert das Teil noch? Das ganz abgesehen von der elektrotechnischen Sicherheit.
Die Elkos dürften doch inzwischen halb vertrocknet sein und die Isolierungslagen im Trafo auch schon bröselig.
Gibt es dazu auch einen Schaltplan? Die Doppeltetrode als solche wurde ja nicht so oft verwendet.

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Fdl Uwf

Datum: 15.05.19 16:39

Bei der Reichsbahn (ehem. DDR) war es der "Pantoffel", die Sprechverbindung vom z.B. Fdl zum Dispatcher.

Gruß
Martin

Der Sprung ist „heilbar“

geschrieben von: Lalu

Datum: 15.05.19 21:21

Hallo,

das Gehäuse dürfte vermutlich noch Bakelit sein. Somit gibt es verschiedene Möglichkeiten den Sprung zu schließen und das Gehäuse wieder aufzupolieren. Mit Zeit, 1000er (und aufwärts) Schleifpapier und Mü-Paste. Es gibt im Internet diverse Forenbeiträge welche sich mit diesem Problem bei der Bakelitaufarbeitung befassen.

Die klassischen Museumsexperten würden jedoch erst einmal grundsätzlich die Frage nach einer Konservierung oder Restaurierung stellen. Denn nach einer umfassenden Restaurierung des Objektes ist ein Idealzustand erreicht, welchen es wahrscheinlich nie gegeben hat. Nach einer Konservierung (Reinigung) und funktionsfähigen Instandsetzung behält es seinen Charakter, den es durch seinen Betrieb erworben hat. Dieses Zwiespalt haben viele Museumsbahnen. Hier wird ein Idealzustand angestrebt. Damit geht in vielen Fällen auch historische Substanz und der Charakter verloren.

Grüße,
Lalu

Re: Der Sprung ist „heilbar“

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 15.05.19 22:29

Hallo,

> das Gehäuse dürfte vermutlich noch Bakelit sein. Somit gibt es verschiedene Möglichkeiten den Sprung zu schließen
> und das Gehäuse wieder aufzupolieren. Mit Zeit, 1000er (und aufwärts) Schleifpapier und Mü-Paste. Es gibt im Internet
> diverse Forenbeiträge welche sich mit diesem Problem bei der Bakelitaufarbeitung befassen.

wie wuerdes Du den Sprung reparieren? Einfach verkleben oder gibt es bessere Methoden? Ich habe noch ein Telefon, wo das noetig waere.


> Die klassischen Museumsexperten würden jedoch erst einmal grundsätzlich die Frage nach einer Konservierung oder
> Restaurierung stellen. Denn nach einer umfassenden Restaurierung des Objektes ist ein Idealzustand erreicht, welchen
> es wahrscheinlich nie gegeben hat. Nach einer Konservierung (Reinigung) und funktionsfähigen Instandsetzung behält es
> seinen Charakter, den es durch seinen Betrieb erworben hat. Dieses Zwiespalt haben viele Museumsbahnen. Hier wird ein
> Idealzustand angestrebt. Damit geht in vielen Fällen auch historische Substanz und der Charakter verloren.

So etwas muss speckig und abgegriffen aussehen :-)


Auf jeden Fall interessante Bilder der alten Technik.


Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Fernmelde- Uwe

Datum: 16.05.19 08:30

Hm, so eine Wechselsprechanlage ist, mal abgesehen von der bahnspezifischen Version, kein Hexenwerk. Meine besteht aus einem Stromversorgungsgerät/ Verstärker, einer Hauptsprechstelle, welche beide Nebensprechstellen anrufen kann und 2 Nebensprechstellen, welche nur die Hauptsprechstelle anrufen können. In den Sprechstellen befinden sich nur die Sprechtasten und ein wohl dynamischer Lautsprecher, welcher auch zugleich Mikrofon ist. Zwischen Sprechstellen ist, wie beim klassischen Funk, nur Simplexbetrieb möglich, d.h. Sprechen ist jeweils nur in eine Richtung möglich.
20190515_235747.jpg

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Fernmelde- Uwe

Datum: 16.05.19 08:46

Niederlausitzer schrieb:
Hallo, das ist ja eine echte Rarität, funktioniert das Teil noch? Das ganz abgesehen von der elektrotechnischen Sicherheit.
Die Elkos dürften doch inzwischen halb vertrocknet sein und die Isolierungslagen im Trafo auch schon bröselig.
Gibt es dazu auch einen Schaltplan? Die Doppeltetrode als solche wurde ja nicht so oft verwendet.
Ich werde sie nicht ausprobieren, da ich in Sachen Röhrentechnik Laie bin und ich schon einen Berg Fernsprechtechnik im engeren Sinne und einige Wechselsprechgeräte der WL- Serie besitze und ich diese Geräte als mein engeres Arbeitsgebiet ansehe.

Einen Schaltplan der Bahnversion habe ich von einem Sammlerkollegen erhalten.

Dass die gezeigte Wechselsprechanlage selten ist, vermute ich auch. Mir ist sonst nur noch eine bahnspezifische Sprechstelle bei den Löbauer Eisenbahnfreunden bekannt.

RLatsch Löbauer EisenbahnfreundeR.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.19 10:02.

Re: Wechselsprechanlage "Latsch"

geschrieben von: Fernmelde- Uwe

Datum: 16.05.19 08:50

Hier noch eine Gesamtansicht.:
2019-05-14 21.36.30.jpg

Re: Der Sprung ist „heilbar“

geschrieben von: Lalu

Datum: 16.05.19 11:00

Hallo,

ich habe einmal bei Bakelitsteckdosen die herausgebrochenen Stellen der Schraubenlöcher mit Sekundenkleber (aus dem Industriebereich) geklebt. Die Nahtstelle (aufgrund des dünnen Klebefilms sehr schmal) blieb unbearbeitet, da sie an der Seite nicht gleich sichtbar ist. Und es hält immer noch. Bei Epoxidharzverklebung ist die Nahtstelle entsprechend breiter. Danach habe ich mich aber auch nicht wieder damit beschäftigt. Mit googeln findet man diverse Hinweise.

[www.ruediger-walz.homepage.t-online.de]

[www.radiomuseum.org]

[www.wasser.de]-

Grüße,
Lalu