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Versunkene Dampflokomotiven

geschrieben von: RV

Datum: 14.04.19 11:48

Hallo und einen schönen Sonntag,

da ja die Kessler Lok aus dem Jahre 1852 im Rhein leider noch nicht gefunden wurde habe ich einige weitere versunkene und zum Teil wieder geborgene Dampfloks ausfindig gemacht:

WD 7013+7014 auf dem Wrack der Thistlegorm, Oktober 1941 gesunken, sind wohl die bekanntesten und werden täglich von Hobby Tauchern besucht.

99 163, 676 + 710 sind 1944(?) im schwaren Meer versunken.

30-031 (Borsig 1930/12180) der Donautreidelbahn am Eisernen Tor, wurde am 31 Dezember 1969 bei der Flutung des neu gebauten Stausees dort zurückgelassen, angeblich kann die Lok bei niedrigem Wassserstand gesichtet werden.

Die Loks M801-803 (Krauss 1908/5848-5850) der SPAP (Peleponnesbahn in Griechenland) wurden im 2. WK durch deutsche Truppen beim Rückzug bei Kakia Skala ins Meer gestürzt. Ob sie da noch liegen?

Das norwegische Frachtschiff Belpamela versank am 13.04.1947 bei schwerer See mit 141R1220-1235 + 1241 also 17 Loks im Nordatlantik bei Neufundland.

In Panama wurde im Jahr 2000 eine Franco Belge Ct Lok, aus dem Jahr 1885, nach 90 Jahren mit einigen Abraumwagen aus dem Gatun See gefischt und aufgearbeitet als Denkmal in Miraflores aufgestellt.

In Neuseeland wurden die Lokomotiven 312, 369 +370 die viele Jahre im Grey River lagen geborgen.

In New Jersey in den USA wurde vor kurzem in einem See in 90 ft Tiefe eine Lok aus den 1850er entdeckt.

Und zuletzt noch 7 versunkene 8F Stanier Loks:
Im Februar 1941 sank die SS Jessmore nach einer Kollision mit einem Schwesterschiff in der Irischen See, an Bord WD 343-345 (NBL).
Im Oktober 1941 wurde die Behala mit WD 338 + 354-356 vor Freetown vor Sierra Leone von einem dt. U Boot versenkt.

Korrekturen und Ergänzungen herzlich willkommen.

Gruß

Rüdiger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.19 12:14.
Hallo Rüdiger,

die kleinen Dampfer hat es schon deutlich vor ´44 erwischt, als das Schiff von (einem ?) Torpedo getroffen wurde und sank. Es wird nur das jahr 1942 genannt. Auf die Schnelle habe ich bisher in den Schiffsverlustlisten (nicht mein Themenbereich) kein Schiff und somit auch kein Datum zuordnen können.
Vielleicht kann hier jemand näheres mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen
vom Schwellenleger
Hallo,

das versenken von Lokomotiven wurde wohl öfters in Neuseelands Flüssen praktiziert:
[en.wikipedia.org]

Gruß

Norbert
Weiß man denn, welches Schiff das war und wo ungefähr das untergegangen ist? Vor allem der Verbleib der 163 interessiert mich sehr, seit ich ihre Schwester mal gesehen habe. Hin und wieder träume ich dann in meinen schlaflosen Nächten davon, daß die gefunden und gehoben wird, wenngleich auch ein Nachbau sicher billiger wäre als die Bergung. Das Schwarze Meer ist ja bekannt dafür, daß dort auch Jahrhunderte alte Objekte noch in relativ gutem Zustand gefunden werden, weil wohl das Wasser wenig Sauerstoff enthält.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: Christian Kehr

Datum: 14.04.19 20:30

... müßten 1-3 Maschinen 99.23 (korr. 99.22) (ex Eisfeld-Schönbrunn) in einem Fjord liegen ...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.19 21:58.

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: dtlwinkler

Datum: 14.04.19 21:06

Christian Kehr schrieb:
... müßten 1-3 Maschinen 99.23 (ex Eisfeld-Schönbrunn) in einem Fjord liegen ...
Hallo,
wäre mir neu... Eine (99 222) erfreut sich bester Gesundheit bei der HSB und die anderen beiden sind in Norwegen noch bis in die 50er im Einsatz gewesen und dann verschrottet worden. Wo sollten denn dann die anderen herkommen? Es gab nur drei davon.

Re: Versunkene Dampflokomotiven

geschrieben von: Ae4/7

Datum: 15.04.19 07:52

Ein interessantes Thema. Die ältesten Loks dürfen heute noch auf den Wracks der HMS Erebus und Terror der Franklin-Expedition liegen. Beide Schiffen sind um 1848 im kanadischen-Arktischen Archipel gesunken und hatten fast vollständige Dampfloks als Heizkessel bzw. Hilfsantrieb erhalten.

Genaue Daten zu den Loks habe ich bisher nicht gefunden.

VG von Alex

Meine Bahnwelt :

[www.flickr.com]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.19 07:54.

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: RV

Datum: 15.04.19 08:55

Hallo Christian,

die 99 221 + 223, die im zweiten Weltkrieg an einen Rüstungsbetrieb in Norwegen abgegeben wurden sind nach den mir vorliegenden Infos an einem "normalen" Dampfloktot gestorben, sie wurden in den 1950er Jahren verschrottet.

Aber die Budich Lok TORBOERN aus dem Jahre 1943, lag 40 Jahre in einem Fjord in Norwegen wurde 1994 geborgen und nach einer Aufarbeitung in Ardalstangen als Denkmal aufgestellt.

Vielleicht gibt es noch weitere unbekannte Loks in den zahllosen Fjorden.

Gruß

Rüdiger

Re: Versunkene Dampflokomotiven

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 15.04.19 09:05

Vor einigen Jahren kursierte mal in der regionalen Presse am Hochrhein folgende unbelegte Beichte eines älteren Herren angesichts seines nahenden Endes: Er habe während des Kraftwerkbaues zu Laufenburg (1911 ?) in frevelhafter Lausbubenabsicht mit einem Kameraden während der Kirchzeit, zu welcher damals die Bautätigkeit ruhte, eine Baulok in Fahrt gebracht, welche nach der Entgleisung in den dort bereits angestauten Rhein stürzte und versank. Vielleicht weiß einer der Leser etwas über den Wahrheitsgehalt dieser wohl nicht mehr überprüfbaren Geschichte. Gruß Fritzle.

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: Christian Kehr

Datum: 15.04.19 11:26

dtlwinkler schrieb:
Christian Kehr schrieb:
... müßten 1-3 Maschinen 99.23 (ex Eisfeld-Schönbrunn) in einem Fjord liegen ...
Hallo,
wäre mir neu... Eine (99 222) erfreut sich bester Gesundheit bei der HSB und die anderen beiden sind in Norwegen noch bis in die 50er im Einsatz gewesen und dann verschrottet worden. Wo sollten denn dann die anderen herkommen? Es gab nur drei davon.
RV schreibt ja Ähnliches. Ich frage mich natürlich, wie ich darauf komme, dass die beiden Loks in der Tiefe liegen. Wenn es mir wieder einfällt bzw. ich ne Quelle finde, melde ich mich. Dito, wenn es sich um eine oder mehrer andere Loks handeln sollte ...

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 15.04.19 19:34

Aber auch der Traktionswandel hat unter Wasser Einzug gehalten. Bei Neufundland findet der versierte Taucher seit Dezember 1972 die für Jugoslawien bestimmten Dieselloks 661-272, 273 und 276 (Co'Co'de von General Motors Canada), die vom Schiff "Rumba" abgerollt waren.

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 15.04.19 22:58

Andreas Knipping schrieb:
Aber auch der Traktionswandel hat unter Wasser Einzug gehalten. Bei Neufundland findet der versierte Taucher seit Dezember 1972 die für Jugoslawien bestimmten Dieselloks 661-272, 273 und 276 (Co'Co'de von General Motors Canada), die vom Schiff "Rumba" abgerollt waren.
Wie wahr! Auch die elektrische Traktion ist betroffen: Eine 900 mm-Grubenlok vom Typ EL rutschte mit Straße, Häusern und Gärten in Nachtstedt bei einem großen Hangrutsch in die Tiefe. Sie liegt nun im Schlamm des Concordiasees und ward nicht mehr gesehen.

Gruß

Rübezahl

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: Wizard of Oz

Datum: 16.04.19 01:21

Aber Kollege Rübezahl, das heisst doch inzwischen Nachterstedt-Hoym, oder am 4. Juli 1983 eigentlich nur Nachterstedt mit der von Kaluga hergestellten TGK 2-E 1 und 132 097 im Hintergrund...

https://img.fotocommunity.com/der-petroleumkocher-von-nachterstedt-8c7a5cda-811e-4728-b7dd-0535e48995d2.jpg?width=1000


Viele Grüße
Wizard

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 16.04.19 01:31

Wizard of Oz schrieb:
Aber Kollege Rübezahl, das heisst doch inzwischen Nachterstedt-Hoym, oder am 4. Juli 1983 eigentlich nur Nachterstedt mit der von Kaluga hergestellten TGK 2-E 1 und 132 097 im Hintergrund...

[img.fotocommunity.com]


Viele Grüße
Wizard

Der Bahnhof heisst Nachterstedt=Hoym, weil er zwischen Hoym und Nachterstedt liegt. Der Ort, um den es geht, heisst Nachterstedt oder offiziell Seeland OT Nachterstedt - eine dämliche Ortsnamenserfindung am Grünen Tisch anlässlich einer der allseits beliebten Gebietsreformen.

Gruß

Rübezahl

Re: Versunkene Dampflokomotiven

geschrieben von: eiger73

Datum: 17.04.19 20:02

Hallo RV

Im Zusammenhang mit dem Sammeln von Lokomotivschildern bin ich darauf gestossen, dass eine Lieferung der ALCO für die italienischen Staatsbahnen im Jahr 1917 den deutschen U-Boot Angriffen zum Opfer gefallen ist. Es handelt sich dabei um

FS 735.094 - 735.100 / ALCO 57415-57421

welche am 3. Mai 1917 mit dem Transportschiff "Washington" untergegangen sind.

Beste Grüsse
Christian

Ich hätte die Jupiter zu bieten

geschrieben von: tommy10

Datum: 18.04.19 18:04

In die Reihe gehört, wie ich finde, auch die Jupiter, die in Potsdam am 29. Mai 1856 baden ging.

Ein längerer Text mit eisenbahntechnischen Nebeninformationen: [www.tagesspiegel.de]

Zeitgenössische Darstellung: [upload.wikimedia.org]

mfg tommy10





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.04.19 18:05.

Re: Versunkene Dampflokomotiven in Norwegen

geschrieben von: THU

Datum: 18.04.19 19:36

Christian Kehr schrieb:
Ich frage mich natürlich, wie ich darauf komme, dass die beiden Loks in der Tiefe liegen.
Gelesen habe ich diese Variante auch schonmal (sinngemäß "nie in Norwegen angekommen, sondern liegen irgendwo im Meer"). In irgendeinem Buch war das.

Aber da sich ja genügend gegenteiliges finden lässt, kann man das wohl als Blödsinn abstempeln oder zumindest als Verwechslung mit anderen Loks.

Re: Versunkene Dampflokomotiven - 96 015

geschrieben von: dooby

Datum: 19.04.19 11:06

96 015 soll 1944 bei einer Brückensprengung der Wehrmacht in die Etsch gefallen sein. Vermutlich war das eine Sperrlok.
Liegt die da noch? Und wo genau?
Ist an der Geschichte überhaupt etwas wahr?

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.04.19 11:07.

Versunkene Dampflokomotive 1946 ?

geschrieben von: 600mm

Datum: 19.04.19 12:27

Im April 1945 wurde versucht den Bahndamm zwischen Eberswalde und Melchow mit dem Durchfluss der Schwärze durch die Wehrmacht zu sprengen. Das gelang aber nicht vollends. Lediglich der Durchfluss der Schwärze wurde beschädigt. Die Russen reparierten diese Stelle im Damm ohne Rücksicht auf den Schwärzedurchfluss. In der Folge bildete sich westlich des Damms ein großer See der bis zum Schwärzesee selbst reichte. Das Problem wurde dann auch erkannt und man versuchte den Durchfluss wieder herzustellen. Das gelang auch nur mit sehr mäßigen Erfolg aus verschiedenen Gründen. Am 11.2.1946 entgleiste dann ein Güterzug mit 3 Wagen wegen Dammbruch an dieser Stelle. Selbst in Eberswalde stand das Wasser teilweise 1,5m hoch durch die Flutwelle. Der Damm ist vermutlich wegen totaler Durchnässung unter der Last des Güterzuges förmlich zerflossen. Lokführer vermisst, wahrscheinlich Tod, Heizer und Zugfüher wurden verletzt geborgen. Soweit der mir bekannte amtliche Teil.

Mehreren Gerüchten zufolge soll in den Varianten entweder der Kessel dieser Lok, oder das Fahrwerk oder gar die ganze versunkene Lok noch an Ort und Stelle liegen. Die Aussage das dort noch eine entgleiste Lokomotive liegen soll ist mir persönlich seit gut 35 Jahren bekannt.

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteressen des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -

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