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 04 - Historische Bahn 

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Angemeldet: -

Guten Morgen in die Runde,
mit Zustimmung von Cold War Germany darf ich das Bild von DDR-Grenzaufklärern für die Anfrage nutzen: Es soll sich hierbei um die Grenzlinie bei Helmstedt/Marienborn handeln. Mir kommen aber Zweifel, weil man im Hintergrund eine sogenannte "Beschaubrücke" erkennt. Meiner Meinung nach war der Grenzübergang Eisenbahn in Marienborn "relativ" weit hinter der eigentlichen Grenzlinie. Somit durfte man die o.a. Brücke gar nicht mehr sehen können. Ich vermute daher auf einen anderen Grenzübergang Eisenbahn vlt. Schwanheide/Büchen oder bei Oebisfelde????

- Vielleicht kennt sich einer von Euch aus und kann den Ort bestimmen?

- War das normal, dass die Grenzaufklärer so weit "vorne" operierten und wurden die Bilder nur für die Arbeit der Grenztruppen zur Dokumentation der Aktivitäten des damaligen Bundesgrenzschutzes, der Polizei und West-Alliierten genutzt oder waren die Bilder letztendlich für das MfS (Ministerium für Staatssicherheit)? Einige Einheiten der Grenztruppen (z.B. in Berlin) waren doch sogar dem MfS unterstellt, richtig?


Danke vorab für Eure Mithilfe.

Liebe Grüße

turino

1980er Jahre - Helmstedt, Grenzaufklärer der DDR_Cold War Germany.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.19 08:11.
Naja er mit der Kamera steht wirklich ein paar Dezimeter vor der Grenze, genau bis dorthin durfte er. Mmh ob das gestellt ist das Bild, irgendwie sehen mir die Jungs etwas zu entspannt aus, andererseits fummelt er an der Kamera rum, ich denke das kam schon vor dass die da etliche male schlicht Bilderchen gegenseitig geknipst wurden, man stand sich dann kaum 30 m gegenüber. Interessant wäre auch mal die Ausrüstung, der Feldstecher, die Utensilien...
Moin allerseits,
die GAK (Grenzaufklärer) waren speziell ausgebildete und zuverlässige Personen, die im Gegensatz zu den übrigen Angehörigen der Grenztruppen genau aus diesem Grund sich vor den Sperranlagen aufhalten durften.
Im vorliegenden Bild sieht es so aus, als ob sie sich nicht bewußt sind, dass sie fotografiert werden, denn bei Zusammentreffen mit westlichen Sicherheitsorganen haben sie denen den Rücken zugedreht oder auf Teufel komm raus fotografiert. Wir haben mehrfach vermutet, dass die gar keinen Film im Fotoapparat haben sonder dass ein ein Trick war, sich unkenntlich zu machen oder uns zu verunsichern.

Die Aussrüstung war nur vom Feinsten, teilweise mit West-Geräten.

Wen es interssiert:[www.grenzstreife.de]
Hallo turino

Vielleicht ist ja das Foto während oder nach der Wende aufgenommen worden, das würde jedenfalls die sehr entspannt wirkende Situation erklären. Die Örtlichkeit Oebisfelde kann ich bestätigen.

Mit freundlichem Gruß

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
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Hallo in die Runde,

das ging ja schnell mit den Antworten. Ich danke sehr für den Link und die Ortsbestimmung.

Beste Grüße aus Berlin sendet

turino
Moin . Es gab sogar Grenzaufklärer der NVA ,Grenztruppe, die sogar grüssten, wenn wir vom BGS ihnen entgegen kamen ( An der Grenzlinie ). Aber das war wirklich selten und die Ausnahme .
Hallo, sehe gerade Dein Foto an der westlichen Flussbrücke bei Oebisfelde. Die Grenzer und der Grenzpfahl sind auf der Ostseite, so dass das östliche Ufer die eigentliche Grenze war.
Ich habe die Situation mal 1989 im April fotografiert, als dort der D 446 nach Köln mit DB 218251 vom Bahnhof Oebisfelde aus über die Grenze kam. Auf der Ostseite war neben dem noch weiter zurück stehenden Wachturm ein kleines Posten Häuschen. Wir waren damals zu zweit und trauten uns nicht näher an die Grenze heran. Und es regnete zudem stark. Aber ich hoffe, es ist dennoch ein aussagekräftiges Foto von damals.
19890405 Oebisfelde Grenze 218251 tb D 446 n. Köln mit Grenzturm DDR 5.4.89 um 13.22 h. img037 (Copy).jpg
hochwald schrieb:
… [d]er mit der Kamera steht wirklich ein paar Dezimeter vor der Grenze, genau bis dorthin durfte er.
Grenzlinie¿.gif

Sieht man nicht sogar genau dort, also bei dem vorderen Grenzer mit der Kamera, die weiß markierte Grenzlinie(?), oder täuscht das?





Gruß

Walter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.19 19:38.
Hallo

nur mal zur Ergänzung. Marienborn war nicht die letzte Betriebsstelle auf dem Gebiet der DDR. Es folgte noch der Abzw. Harbke unmittelbar vor der Grenze. Das Gleis führte vom Abzw. Harbke zum Tagebau. Der Abzw. Harbke ist heute eine Überleitstelle. Ist auf Google Earth gut zu erkennen. Die Ablösung der Fdl Abzw. Harbke erfolgte meiner Kenntnis nach mit der Ranglok des Bahnhofes Marienborn.

Gruß Wolfgang
turino schrieb:
Guten Morgen in die Runde,
mit Zustimmung von Cold War Germany darf ich das Bild von DDR-Grenzaufklärern für die Anfrage nutzen: Es soll sich hierbei um die Grenzlinie bei Helmstedt/Marienborn handeln. Mir kommen aber Zweifel, weil man im Hintergrund eine sogenannte "Beschaubrücke" erkennt. Meiner Meinung nach war der Grenzübergang Eisenbahn in Marienborn "relativ" weit hinter der eigentlichen Grenzlinie. Somit durfte man die o.a. Brücke gar nicht mehr sehen können. Ich vermute daher auf einen anderen Grenzübergang Eisenbahn vlt. Schwanheide/Büchen oder bei Oebisfelde????

- Vielleicht kennt sich einer von Euch aus und kann den Ort bestimmen?

- War das normal, dass die Grenzaufklärer so weit "vorne" operierten und wurden die Bilder nur für die Arbeit der Grenztruppen zur Dokumentation der Aktivitäten des damaligen Bundesgrenzschutzes, der Polizei und West-Alliierten genutzt oder waren die Bilder letztendlich für das MfS (Ministerium für Staatssicherheit)? Einige Einheiten der Grenztruppen (z.B. in Berlin) waren doch sogar dem MfS unterstellt, richtig?


Danke vorab für Eure Mithilfe.

Liebe Grüße

turino

[attachment]

Die Passkontrolleinheiten (PKE) in den grün paspelierten Uniformen der Grenztruppen der DDR an den Grenzübergangsstellen zur BRD und Berlin (West) waren Angehörige des MfS. Mir ist nicht bekannt ob alle PKE-Angehörigen - also auch die an den Grenzübergangsstellen Küste (wahrscheinlich) und zu Polen und der CSSR dem MfS angehörten.

Gruß
Detlev
Zitat:
Die Passkontrolleinheiten (PKE) in den grün paspelierten Uniformen der Grenztruppen der DDR an den Grenzübergangsstellen zur BRD und Berlin (West) waren Angehörige des MfS. Mir ist nicht bekannt ob alle PKE-Angehörigen - also auch die an den Grenzübergangsstellen Küste (wahrscheinlich) und zu Polen und der CSSR dem MfS angehörten.

Die PKE an den Ostgrenzen waren vom Verhalten her (auch gegenüber Westreisenden) sehr viel lockerer, so dass ich das bezweifle.
Das Bild wurde wohl zum 40. Jahrestag der DDR aufgenommen.

Gruß
Hallo alle,
schönen Dank für Eure Beiträge - ich lerne viel im Laufe der Zeit mit dem DSO-Forum. Bloss, ich verstehe den letzten Beitrag nicht. Ich zitiere: Das Bild wurde wohl zum 40. Jahrestag der DDR aufgenommen.

Wie kannst Du, lieber Fdl Uwf, das genau bestätigen? Was zeigt im Bild von Turino das Jahr 1989, bzw. den (7.) Oktober 1989? Ich bin schon neugierig...
Auf jeden Fall danke für Deine Antwort.

Mit freundlichen Grüssen aus Paris
umrk
umrk schrieb:
Wie kannst Du, lieber Fdl Uwf, das genau bestätigen? Was zeigt im Bild von Turino das Jahr 1989, bzw. den (7.) Oktober 1989? Ich bin schon neugierig...
Auf jeden Fall danke für Deine Antwort.
Hast Du den Spass nicht verstanden? : -) Martin bezieht sich sicher auf die Geschwindigkeitstafel : -)

Viele Grüsse von Mark
Mitte der 80er habe ich öfters an der Grenze gestanden.
Manchmal konnte man auch eine Dampflok in Oebisfelde hören und die Dampffahne sehen.

Auf dem Bild stehen die Grenzer auf der Allerbrücke.
Dort habe ich sie nie gesehen.
Oft standen zwei Grenzer am Grenzpfahl am Ende der Brücke.
Ein Grenzer war dabei mit Kamera, der zweite mit Fernglas bewaffnet.
Dabei hatte der Grenzer sogar die gleiche Kamera (Pentax!), wie ich.
Immer wenn ich durch die Kamera geschaut habe, habe die beiden jeweils Kamera bzw. Fernglas vor das Gesicht gehalten.
Ich habe dann oft nur so aus Jux durch die Kamera geschaut.

Einmal kam der Bundesgrenzschutz vorbei hat mich gefragt, was ich da so treibe.
Ich wurde davor gewarnt über die Brücke zu gehen, was ich aber auch wirklich nicht vor hatte.
Sie würden sich auf über ein Foto von den DDR Grenzern freuen, wenn ich sie mal mit freiem Gesicht erwischen könnte ...

Einmal stand ich an der Brücke.
Da ratterte von hinten der Rottenkraftwagen der Bm Fallersleben heran.
Zwei Bahnarbeiter stiegen aus und gingen auf die Brücke.
Sie haben die Spurweite auf der Brücke gemessen.
Dabei sind sie auch über die komplette Brücke gelaufen.
Die Grenzer haben nur zugeschaut und nix gesagt.
Die Bahnarbeiter haben eine beträchtliche Spurerweiterung auf der Brücke festgestellt,
haben ihren Rottenkraftwagen bestiegen und sind zurück nach Grafhorst / Vorsfelde gefahren.
Ca. eine Stunde später konnte ich vom Bahnhof Oebisfelde kommend zwei Männer sehen.
Es waren Bahnarbeiter der Reichsbahn.
Zu Fuß sind sie Richtung Brücke gelaufen.
Sie haben sich nicht getraut / gedurft, der Brücke zu nähern.
Aus "sicherer" Entfernung wurde über die Brücke gepeilt.
Dann sind sie wieder zum Bahnhof zurückgelaufen.

Das letzte Mal war ich im September 1989 vor Ort.
Damals habe ich mir nicht vorstellen können, dass sich dort innerhalb weniger Monate alles ändert.

Viele Grüße
Kiboko

Zaubermark schrieb:
umrk schrieb:
Wie kannst Du, lieber Fdl Uwf, das genau bestätigen? Was zeigt im Bild von Turino das Jahr 1989, bzw. den (7.) Oktober 1989? Ich bin schon neugierig...
Auf jeden Fall danke für Deine Antwort.
Hast Du den Spass nicht verstanden? : -) Martin bezieht sich sicher auf die Geschwindigkeitstafel : -)

Viele Grüsse von Mark
Hallo Mark,

so ist es. :-))))

Gruß Martin
Kiboko:
Einmal stand ich an der Brücke.
Da ratterte von hinten der Rottenkraftwagen der Bm Fallersleben heran.
Zwei Bahnarbeiter stiegen aus und gingen auf die Brücke.
Sie haben die Spurweite auf der Brücke gemessen.
Dabei sind sie auch über die komplette Brücke gelaufen.
Die Grenzer haben nur zugeschaut und nix gesagt.
Die zu erwartende Sperrfahrt dürfte ihnen angekündigt worden sein. Und für die Instandhaltung der Brücke dürfte die Bundesbahn verantwortlich gewesen sein, womit deren komplettes Überschreiten ebenfalls keine Überraschung war.

Was die Grenzaufklärer in vorderster Linie betrifft: Da sollen sich in Berlin die Leute schon mal ganz gewaltig erschrocken haben, die bis dahin glaubten, es gäbe eine Westseite der Mauer.
olli1956:
Es gab sogar Grenzaufklärer der NVA ,Grenztruppe, die sogar grüssten, wenn wir vom BGS ihnen entgegen kamen ( An der Grenzlinie ).
Es soll ausdrücklich befohlen gewesen sein, den Tagesgruß zu erwidern. Ansehen der DDR usw.

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