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Endlich HiFo-reif – Übersicht und Statistiken zu Dampfloks in Myanmar/Burma



Liebe HiFo-Leser,

nachdem mein letzter Beitrag zur Einführung in das Land Myanmar und seine Eisenbahn so gut angekommen ist (an dieser Stelle nochmals vielen Dank für das positive Feedback), freue ich mich, euch den nächsten Beitrag zu präsentieren. Heute wird es ein bisschen theorie- und zahlenlastig. Ich möchte euch eine Übersicht über das rollende Material der Eisenbahn in Myanmar geben und beginne mit den Dampfloks.


1. Das rollende Material der Eisenbahn in Myanmar - Dampflokomotiven
1.1 Klassifizierung

Zu Beginn der Eisenbahnzeit in Myanmar kam ein buntes Sammelsurium an neuen und gebrauchten Dampfloks zu den drei zunächst eigenständigen Eisenbahngesellschaften. Als diese in der „Burma Railways Company“ aufgingen, bemühte man sich um eine einheitliche Nummerierung der Loks sowie um eine Einteilung in Baureihengruppen („Class“).

Die Durchnummerierung erfolgte relativ willkürlich und nicht unbedingt fortlaufend. Bestimmte Nummernkreise wurden für bestimmte Hersteller/Baureihen vorgesehen, zudem versuchte man sich an den Fabriknummern zu orientieren (Lücken in den Fabriknummern führten auch zu entsprechenden Lücken in den Durchnummerierungen). Allerdings hielt man sich nicht durchgehend an das Schema, zudem wurden Nummern aussortierter Loks auch schnell wieder neu vergeben.

Ähnlich wie bei der Durchnummerierung der Loks verhielt es sich bei den Baureihengruppen. Die „Class“ wurde mit einem mehr oder minder willkürlich vergebenen Buchstaben bezeichnet, teilweise orientierte man sich auch bei anderen Bahnen im „Empire of India“ bzw. anderen britischen Kolonien (z.B. „GA“ oder „YB“). Sofern die Loks nachträglich einen Dampfüberhitzer bekamen, wurde noch ein „s“ angehängt („converted to superheat“). Wie bei den Durchnummerierungen gibt es auch Lücken, zudem wurden Bezeichnungen auch wiederverwendet (z.B. „A“, „D“ oder „E“). Einzelne Baureihen innerhalb einer Baureihengruppe wurden mit fortlaufenden, lateinischen Zifferbezeichnungen versehen (z.B. „GA IV“, später wurde daraus „GA4“).

Eine Gesamtübersicht aller Baureihengattungen samt den jeweils zugeordneten Lokomotiven gibt es am Ende dieses Berichts.



1.2 Geschichte

Als erste Lok Myanmars kam 1875 eine gebrauchte Tenderlok (Dübs 612/1873) zur „Irrawaddy State Railways“. Bis zur Jahrhundertwende erweiterte sich der Fuhrpark auf fast 200 Lokomotiven. Zunächst waren es noch hauptsächlich gebrauchte Loks aus Indien der Achsfolge 2-4-0T („Class A“) und 0-4-2 („Class E“), aber auch schon erste Baureihen mit größerem Umfang, darunter auch insbesondere die Klasse Fs/F (Schlepptenderloks der Achsfolge 0-6-0), die mit insgesamt 153 Exemplaren die größte eingesetzte Dampflok-Baureihe auf Gleisen Myanmars bilden sollten. Für die Strecke zwischen Yangon und Mandalay wurden 18 Loks der Achsfolge 4-4-0 („Class O“) beschafft, aus den USA kamen von Baldwin noch 20 Loks der Achsfolge 2-6-0 dazu („Class G“). Die Klassen B, C und D blieben Splittergruppen, am interessantesten waren die Fairlie Loks der Klasse D, die ebenfalls gebraucht aus Indien kamen. Ende des 19. Jahrhunderts gab es damit in Myanmar schon 172 Dampfloks, sie stammten mit Ausnahme der Klasse G allesamt von klassischen britischen Herstellern wie Dübs, Vulcan Foundry, Hawthorns, Neilson & Co., Nasmyth Wilson & Co., Sharp S. oder Avonside Engine Co..

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Bild 1: Die erste Lok Myanmars (zumindest laut Nummerierung) war eine gebrauchte Lok aus Indien der Achsfolge 2-4-0T (Dübs 612/1873). Bitte die schlechte Bildqualität entschuldigen, das Foto stammt aus der Festschrift zum 100 jährigen Bestehen der Eisenbahn Myanmars im Jahre 1977.



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Bild 2: Typenskizze der Klasse Cs. Trotz ihres Einzelstatus war Lok Cs 0141 im Jahr 1942 noch im Einsatz, den Krieg überlebte das verbliebene Einzelexemplar aber nicht mehr.



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Bild 3: Typenskizze der Klasse Fs. Mit 153 Exemplaren bildete die Klasse F/Fs bis weit in das 20. Jahrhundert das Rückgrat der Eisenbahn Myanmars.




Durch den Ausbau des Netzes und die Intensivierung des Betriebes kamen zwischen 1900 und 1918 nochmals 232 meist neue Dampfloks nach Myanmar, darunter in umfangreicher Menge die Klassen J/Js und K/Ks (Schlepptenderloks der Achsfolge 4-6-0), für den schweren Rangier- und Verschubbetrieb wurden zudem Loks der Klasse M mit Achsfolge 2-6-2T beschafft. Für die Anfang des 20. Jahrhunderts eröffneten Bergstrecken nach Lashio und Aungban wurden auch die ersten zwölf Mallet-Loks („Class Ns“) beschafft. Splittergattungen blieben die Klassen A/As, L und H (Fairlie-Loks). Bei den Lokherstellern blieben die Briten unter sich, zu den oben genannten Lieferanten kamen u.a. auch noch North British Locomotive Co., Beyer Peacock & Co., Nasmyth Wilson & Co. oder Robert Stephenson & Co hinzu. Einen Haus- und Hoflieferanten hatte die „Burma Railways Company“ also definitiv nicht.

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Bild 4: Typenskizze der Klasse Js. Knapp 50 Exemplare der Klasse J/Js waren in Myanmar im Einsatz.



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Bild 5: Typenskizze der Klasse Ks. Über 100 Exemplare der Klasse K/Ks waren in Myanmar im Einsatz.



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Bild 6: Typenskizze der Klasse Ns1-4. Insgesamt 17 Mallet-Loks der Klasse Ns1-4 wurden bis 1923 beschafft, sie wurden nach dem Ersten Weltkrieg aber schnell von den neu beschafften Garratt-Loks abgelöst.



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Bild 7: Bild einer Lok der Klasse H. Die modifizierten Fairlie-Loks kamen in zehn Exemplaren um die Jahrhundertwende nach Myanmar, verschwanden aber recht schnell wieder aus dem Betrieb.




Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war geprägt durch die ersten wirtschaftlichen Probleme der „Burma Railways Company“ bei einem gleichzeitig veralteten Lokpark. Fast alle der im 19. Jahrhundert bereits oft schon gebraucht erworbenen Loks waren noch immer im täglichen Einsatz. Zunächst wurden weitere Exemplare bestehender und bewährter Baureihen (u.a. Klasse A, K, M sowie weitere Mallets der Klasse Ns) beschafft, ab 1924 kamen dann die ersten Garratt-Loks (Klasse GA). Ende der 1920er/Anfang der 1930er-Jahre tauchten dann die ersten Standardbaureihen der indischen Bahnen (Klassen YC und YD) auf, zudem wurden weitere schwere Rangierlokomotiven der Achsfolge 2-6-4T („Class E“) beschafft. So wurde der Fuhrpark bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs nochmals um 175 zumeist fabrikneue Loks ergänzt, die aber den Altbestand an Loks aus dem 19. Jahrhundert nicht komplett ersetzen konnten. Neben britischen Herstellern kamen nun auch vermehrt ausländische Lieferanten zum Zug. So lieferte Skoda fünf Exemplare der Klasse E sowie zehn Loks der Baureihe YC, aus der Schweiz kamen von SLM Winterthur 17 Loks der Klasse YD. Auch deutsche Hersteller lieferten einige Loks, ggf. handelt es sich noch um Reparationsleistungen aus dem Ersten Weltkrieg (?). So lieferte Henschel zwölf Loks der Klasse E und 29 Loks der Klasse YD, von etwas weiter nördlich (Hanomag) kamen zwei Loks der Klasse A, die Rheinische Metallwaren Maschinenfabrik lieferte sieben Loks der Klasse K und von Krupp aus Essen kamen acht Garratts („Class GA4“) nach Myanmar.

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Bild 8: Typenskizze der Klasse E. Sie wurde ausschließlich von nicht-britischen Herstellern (Skoda und Henschel) geliefert.



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Bild 9: Typenskizze der Klasse GA4. Insgesamt acht Exemplare, alle von Krupp, kamen nach Myanmar. Sie alle erlebten noch die japanische Besatzungszeit, am Ende des Zweiten Weltkriegs waren sie alle zerstört oder verschollen.



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Bild 10: Typenskizze der Klasse YD. Diese indische Standardbaureihe kam bis 1950 in insgesamt 81 Exemplaren nach Myanmar, ein knappes Dutzend war noch bis zum Dampfende bei der Staatsbahn Myanmars im April 2008 im Einsatz (allerdings allesamt Exemplare, die nach dem Zweiten Weltkrieg geliefert wurden).



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Bild 11: Typenskizze der Klasse YC. Von dieser indischen Standardbaureihe kamen 13 Exemplare vor dem Zweiten Weltkrieg nach Myanmar, 1948 lieferte Vulcan nochmals zehn Exemplare nach Myanmar.




Während der japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg kamen über die Todeseisenbahn zahlreiche (nach mehreren Quellen 35) japanische Loks der Baureihe C56 sowie weitere Loks aus Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien nach Myanmar (außer den C56-Loks habe ich aber keine verlässlichen Daten dazu), die Loks aus anderen Ländern wurden bei den Staatsbahnen in Myanmar nicht offiziell eingereiht. Exemplare, die den Zweiten Weltkrieg überlebten, wurden wohl zumeist nach Kriegsende wieder in ihre Ursprungsländer zurückgebracht oder als Splittergattung schnell verschrottet.

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Bild 12: Typenskizze der Klasse C56. Während der japanischen Besatzungszeit kamen wohl 35 Exemplare dieser japanischen Standardbaureihe nach Myanmar.




Nach dem Zweiten Weltkrieg waren nicht nur weite Teile des Streckennetzes zerstört, auch beim rollenden Material war nur noch ein Bruchteil der Dampfloks betriebsfähig. Daher kamen in den Nachkriegsjahren nochmals knapp 200 Dampfloks nach Myanmar, darunter insbesondere gebrauchte Loks aus Indien sowie Exemplare, die ursprünglich für das „War Department“ gebaut wurden. Unter den gebrauchten Exemplaren waren sechs, mehr als 50 Jahre alte Loks der Klasse F, die ersten Loks der Klasse F kamen ja bereits 1882 (!) nach Myanmar. Die USA überließen 57 Loks der MacArthur-Klasse (einst USATC), die unter der Klasse D eingereiht wurde. Über das britische „War Department“ kamen nochmals 27 Garratts nach Myanmar, da fast alle vor dem Krieg gelieferten Garratts nach Kriegsende nicht mehr betriebsfähig waren. Ab 1947 wurden dann nochmals größere Mengen an indischen Einheitsbaureihen geliefert: 50 Exemplare der „Class YB“, zehn Exemplare der „Class YC“ und 20 der „Class YD“. Zudem wurden auch noch 28 Tenderloks mit der Achsfolge 2-6-4T geliefert, die unter der Klasse ST eingereiht wurden. Abgesehen von den MacArthur-Loks kamen alle anderen Loks von britischen Herstellern, insbesondere Beyer Peacock, Vulcan Foundry und Robert Stephenson & Hawthorns. Fast alle nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb genommenen Dampfloks waren dann noch lange in Betrieb, die letzten Exemplare der Baureihen YB, YC und YD schieden erst 2008 aus dem aktiven Dienst aus!

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Bild 13: Typenskizze der Klasse D, die MacArthur-Loks sind ja ein Klassiker und kamen nach dem Krieg zusammen mit anderen Kriegslok-Baureihen der USATC in großen Zahlen nach Asien und Europa.



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Bild 14: Typenskizze der Klasse GD. Diese mächtigen Garratt-Loks waren vom „War Department“ ursprünglich für den Einsatz in Indien und Kenia vorgesehen. Von 20 gebauten Exemplaren verschlug es fünf aber schließlich nach Myanmar.



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Bild 15: Typenskizze der Klasse YB. Im Gegensatz zu den indischen Standardbaureihen YC und YD kamen Loks der Standardbaureihe YB erst nach dem Zweiten Weltkrieg nach Myanmar.



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Bild 16: Von der Klasse ST habe ich leider keine Typenskizze, daher muss ich ein Bild einer Denkmallok zeigen, welches ich 2007 im BW Mokepalin machen konnte.



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Bild 17: YC 629 (1948, Vulcan Foundry 5606) traf ich im Dezember 2007 im BW Bago an, als sie gerade für den nächsten Einsatz vorbereitet wird. Sie weckte bei mir durch Zufall wieder das Eisenbahnvirus.



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Bild 18: YD 964 (1950, Vulcan Foundry 5728) durfte ich ebenfalls noch aktiv im Einsatz erleben.



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Bild 19: YD 967 (1950, Vulcan Foundry 5731) bescherte mir die erste Dampfzugverfolgung meines Lebens.



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Bild 20: YD 970 (1950, Vulcan Foundry 5734) war im Dezember 2007 ebenfalls noch aktiv.



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Bild 21: Ebenso traf ich im Dezember 2007 YD 962 (1950, Vulcan Foundry 5726) betriebsfähig im BW Bago an.




Damit endet die kurze Zusammenfassung der Geschichte der Dampfloks bei den Burma Railways/Burma Railway Corporation. Für die Statistik-Freunde gibt es nun noch eine Tabelle mit allen Baureihen und den jeweiligen Loks samt Herstellerdaten.


Statistik

Im Folgenden nun eine Liste der mir bekannten Dampflokomotiven, die in Myanmar im Einsatz waren (exklusive Loks bei Privatbahnen wie der „Namtu Mines Railways“ oder der „Arakan Flotilla Ltd.“). Ergänzungen und Korrekturen sind stets willkommen!
Noch ein paar Hinweise, wie die Tabelle zu lesen ist:
- Die Bilder sind mit einem Link hinterlegt. Durch Klick auf das Bild bekommt man das Bild in großer Auflösung zu sehen.
- Die Achsfolge habe ich in der angelsächsisch üblichen Whyte-Notation angegeben, die Eisenbahn Myanmars war schließlich sehr stark britisch geprägt.
- Die Einträge sind nicht alphabetisch sortiert, sondern orientieren sich an der jeweils ersten Indienststellung einer Lok der Baureihe
- Für die einzelnen Loks habe ich die folgenden Informationen angegeben
[Anzahl]		[Nummernbezeichnung bei der BRC/BR]	[bei der BRC/BR eingesetzt ab Jahr]	[Hersteller]	[Fabriknummer]	[ggf. Baujahr falls abweichend von Einsatzdatum]	[ggf. Anmerkung]





Class Aold2-4-0TUnter dieser Klasse sind die drei ersten Loks der „Irrawaddy State Railway“ eingeordnet. Die erste Lok Myanmars kam gebraucht aus Indien zur „Irrawaddy State Railways“. Nach Ausmusterung aller Exemplare wurde die Klasse A später für Tenderloks der Achsfolge 4-6-4T wiederverwendet.
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100011875Dübs & Co., Glasgow6121873ex. Indien
20002 - 00031878Hawthorns1761 - 17621878




Class B0-4-4TDie Klasse B umfasste nur zwei im Jahre 1891 gebraucht aus Indien erworbene Tenderloks der Achsfolge 0-4-4T. Die ersten ab 1924 beschafften Garratts wurden zunächst unter der Klasse B eingereiht, später aber in die Klasse GA umgereiht.
kein Foto vorhanden :-(
20119 - 01201891Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft131, 1441873/1874ex. Bengal & North Western Railway




Class Cs4-4-4TDiese Tenderlok war für Vorortzüge vorgesehen und kam in zwei Exemplaren zur BRC, wo sie später einen Dampfüberhitzer bekamen. Trotz ihres Einzelstatus war 0141 bis 1942 noch im Einsatz, den Krieg überlebte das Einzelexemplar aber nicht. Fünf Jahre später kamen nochmals sechs Exemplare, die unter der Baureihe C eingereiht wurden.
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20141 - 01421896Neilson & Co., Glasgow4906 - 49071896




Class C4-4-4TDie Ausweitung des Vorortverkehrs erforderte weitere Tenderlokomotiven. So kamen nochmals sechs Exemplare der Klasse C zur BRC, die praktisch baugleich zur Klasse Cs sind. Sechs Exemplare waren 1942 noch im Einsatz, den Krieg überlebte aber kein Exemplar.
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60202 - 02071901Dübs & Co., Glasgow4003 - 40081900




Class Eold0-4-2Die (alte) Klasse E bestand aus 24 Schlepptenderloks der Achsfolge 0-4-2, die (bezogen auf die erhaltenen Nummern) ggf. wohl auch gebraucht nach Myanmar kamen, auch wenn Quellen anderes besagen. Nachdem alle Exemplare ausgemustert waren, wurde die Klasse E später für Tenderloks der Achsfolge 2-6-4T wiederverwendet.
kein Foto vorhanden :-(
30004 - 00061877Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows811, 805 - 8061877
200011 - 00301876Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows771 - 7901876
100311874Sharp S.23851874




Class Fs0-6-0Mit über 140 Exemplaren gehörte die Klasse Fs zur umfangreichsten Baureihe der Burma Railways Company. Baugleiche Exemplare gingen auch an zahlreiche weitere Bahnen im britischen Kolonialreich, u.a. zur Bengal Assam Railway. 1942 waren noch acht Exemplare im Einsatz (0177, 0180, 0213, 0217, 0219, 0228, 0235, 0238).
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40007 - 00101874Dübs & Co., Glasgow841 - 8441874
130032 - 00441882Neilson & Co., Glasgow2859 - 28711882
100048 - 00571885Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows1097 - 11061885
40063 - 00661887Neilson & Co., Glasgow3612 - 36151887
210077 - 00971887Neilson & Co., Glasgow3648 - 36681887
100098 - 01071888Neilson & Co., Glasgow3790 - 37991887/88
50108 - 01121890Neilson & Co., Glasgow4165 - 41691890
60113 - 01181892Neilson & Co., Glasgow4415 - 442018920113 und 0115 später 0107 und 0108
200121 - 01401894Neilson & Co., Glasgow4696 - 47151894
290173 - 02011901Neilson & Co., Glasgow5838 - 58661900
250213 - 02371903Dübs & Co., Glasgow4279 - 43031902




Class F0-6-0Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg kamen dann nochmals sechs gebrauchte Exemplare von der Assam Bengal Railways, die praktisch baugleich zur Klasse Fs waren.
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30542 - 05441945Neilson & Co., Glasgow4719, 4733, 47351894ex. Assam Bengal Railways
30545 - 05471945Neilson & Co., Glasgow4791 - 4792, 48451895ex. Assam Bengal Railways




Class O4-4-0Für die ab 1885 in Teilen eröffnete „Sittang Valley State Railway“ von Yangon nach Mandalay wurden insgesamt 18 Schlepptenderloks der Achsfolge 4-4-0 (?!) beschafft.
kein Foto vorhanden :-(
30045 - 00471883Dübs & Co., Glasgow1813 - 18151883
50058 - 00621887Neilson & Co., Glasgow3554 - 35581887
100067 - 00761887Neilson & Co., Glasgow3568 - 3574, 3576 - 35781887




Class Dold0-4-4-0T1896 beschaffte man zehn gebrauchte Fairlie-Loks aus Indien und reihte sie unter der (alten) Klasse D ein. Sonderlich zufrieden war man mit den Loks wohl nicht, sie befanden sich schnell wieder auf dem Abstellgleis. Die Klasse D wurde später für die nach dem Zweiten Weltkrieg erhaltenen MacArthur-Loks wiederverwendet.
kein Foto vorhanden :-(
40143 - 01461896Avonside Engine Co. Ltd., Bristol1247 - 12501880ex. North-Western Railway
40147 - 01501896Avonside Engine Co. Ltd., Bristol1257, 1262, 1265 - 12661880ex. North-Western Railway
20151 - 01521896Avonside Engine Co. Ltd., Bristol1273, 12761880ex. North-Western Railway




Class G2-6-0Der weitere Streckenausbau und der zunehmende Verkehr gegen Ende des 19. Jahrhunderts erforderte zusätzliche Loks, die 1899 in Form von 20 Schlepptenderloks der Achsfolge 2-6-0 von Baldwin beschafft wurden. Es sollten die einzigen amerikanischen Loks sein, die vor dem Zweiten Weltkrieg nach Myanmar gelangten.
kein Foto vorhanden :-(
100153 - 01621899Baldwin Locomotive Co.16566 - 165751899
100163 - 01721899Baldwin Locomotive Co.16680 - 166891899




Class H0-6-6-0Obwohl man mit den Fairlie-Loks der Klasse O nicht zufrieden war, beschaffte man zwischen 1901 und 1906 nochmals sieben „Modified Fairlie“-Loks, denen allerdings auch kein langes Leben beschieden war.
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50208 - 02121901Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows1773 - 17771901
20329 - 03301906Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows2200 - 22011906




Class Js4-6-0Insgesamt 36 (andere Quellen sprechen von 40) Exemplare der Klasse Js für Personenzüge und GmPs kamen zwischen 1905 und 1906 nach Myanmar, wo sie später noch einen Dampfüberhitzer bekamen, zudem wurden sie teilweise mit größeren Schlepptendern von abgestellten Loks der J Klasse ausgerüstet. Im Jahre 1942 waren noch zwei Exemplare im Regeleinsatz (241, 323)
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90238 - 02461905North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow16231 - 162391904
90257 - 02651905North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow16824 - 168321905
90311 - 03191907Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3258 - 32661907
90320 - 03281908Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3305, 3297 - 33041908




Class J4-6-01923 kamen nochmals zehn gebrauchte Exemplare aus Indien, die praktisch baugleich zur Klasse Js waren. Zwei Exemplare (28, 30?) waren 1942 noch im Einsatz, den Krieg überlebten sie aber wohl nicht.
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50022 - 00261923Kerr Stuart & Co. Ltd., Stoke-on-Trent4107, 4109 - 41121921ex. Eastern Bengal Railway
50027 - 00311923Kerr Stuart & Co. Ltd., Stoke-on-Trent4113 - 41171921ex. Eastern Bengal Railway




Class Ks4-6-0Mit sechs Lieferungen von drei verschiedenen Herstellern kamen zwischen 1905 und 1914 insgesamt 67 Exemplare dieser Lokomotive für Güterzüge zur Burma Railways Company, womit die Klasse K zu einer der umfangreichsten Baureihe bei der BRC wurde.
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100247 - 02561905North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow16240 - 162491904
150266 - 02801906Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft766 - 7801906
50281 - 02851907Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3267 - 32711907
50286 - 02901907Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3291 - 329519070290 wurde später 0288
200291 - 03101908Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3306 - 332519080310 wurde 0295
30346 - 03481911Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft923 - 9251910
30352 - 03541911Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft934 - 9361911
20365 - 03661912Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3463 - 34641912
70367 - 03731912Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3493 - 34991912
30385 - 03871913North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow20399 - 204011913
20391 - 03921914North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow20402 - 204031913




Class K4-6-0Zwischen 1920 und 1925 kamen nochmals 34 Loks nach Myanmar, die praktisch baugleich zur Baureihe Ks waren und unter der Baureihe K eingeordnet wurde. Darunter waren auch zum ersten Mal in Deutschland produzierte Exemplare dabei (ggf. Reparationsleistung?).
https://farm2.staticflickr.com/1432/3353023621_25d274dfec_m_d.jpg
30393 - 03951920North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow21997 - 219991919
170396 - 04121921Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft1333 - 13491921
70413 - 04191923North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow22965 - 229711922
70420 - 04261925Rheinische Metallwaren Maschinenfabrik, Düsseldorf990 - 9961925




Class L0-4-0TInsgesamt vier Exemplare dieser kleinen Rangier/Verschub-Tenderlok kamen 1909 zur Burma Railways Company.
https://farm2.staticflickr.com/1357/3353025093_e8684a3a79_m_d.jpg
40331 - 03341909Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft843 - 8461908




Class M2-6-2TZwischen 1909 und 1928 kamen in acht Wellen schwere Rangier- und Verschubtenderlokomotiven von fünf verschiedenen Herstellern nach Myanmar, die unter der Baureihe M einsortiert wurden.
https://farm2.staticflickr.com/1399/3353025829_aeef685e88_m_d.jpg
30335 - 03371909Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft876 - 8781909
40338 - 03411910North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow18995 - 189981909
30349 - 03511911Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft926 - 9281911
40355 - 03581911Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft937 - 9401911
60359 - 03641912Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne3465 - 34701912
70374 - 03801913Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft969 - 9751912
30388 - 03901913Kitson & Co. Ltd., Hunslet4991 - 49931913
50058 - 00621926Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft1477 - 14811926
40154 - 01571928W.G. Bagnall Ltd., Stafford2317 - 23201927




Class Ns1-40-6-6-0Im Jahre 1911 kamen die ersten vier Mallets nach Myanmar, um insbesondere auf der steilen Bergstrecke von Mandalay nach Lashio die schweren Erzzüge zu transportieren. Bis 1921 folgten nochmals drei weitere Lieferungen mit insgesamt 13 Exemplaren. Nach und nach wurden die Loks aber schnell von den ab 1924 eingesetzten Garratts ersetzt. Ausgerechnet die fünf neuesten Exemplare waren 1942 nicht mehr im Einsatz (ggf. wurden sie vielleicht auch vorher weiterverkauft). Nach dem zweiten Weltkrieg war nur noch ein Exemplar vorhanden (0342).
https://farm2.staticflickr.com/1229/3353851708_780d55a683_m_d.jpg
40342 - 03451911North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow19117 - 191201910
40381 - 03841913North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow20077 - 200801913
40001 - 00041915North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow21079 - 210821915
50011 - 00151921North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow22701 - 227051921




Class Ns50-6-6-01924 kamen nochmals fünf Mallets zur BRC, die von vorne herein einen Dampfüberhitzer hatten (daher hätten die Loks eher unter der Baureihe N einsortiert werden müssen). Die Loks waren 1942 alle noch im Einsatz, alle gingen im Zweiten Weltkrieg dann verloren.
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50016 - 00201924Beardmore & Co, Ltd., Glasgow264 - 2681923




Class As4-6-4TDiese Tenderlok war insbesondere für die Vorortzüge in Yangon bestimmt und kam 1916 in 8 Exemplaren zur Burma Railways Company und sollte wohl die Klassen Cs und C ergänzen bzw. ablösen. Ursprünglich handelte es sich um Nassdampf-Lokomotiven, die später einen Dampfüberhitzer bekamen. 1942 waren nur noch Nummer 0143 und 0144 übrig, nach dem Krieg gab es wohl kein betriebsfähiges Exemplar mehr.
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80143 - 01501916Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester5922 - 59291916




Class A4-6-4TNachdem sich die Baureihe As bewährt hatte, kamen zwischen 1922 und 1931 nochmals acht praktisch baugleiche Exemplare der Klasse A hinzu, die beiden letzten wurden von Hanomag geliefert. Im Gegensatz zur Klasse A waren sie vor vorne herein Heißdampf-Lokomotiven. Im Jahre 1942 waren sechs Loks im Einsatz, nach dem Zweiten Weltkrieg war nur noch Nummer 0153 betriebsfähig übrig.
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30151 - 01531922The Hunslet Engine Co. Ltd., Leeds1425 - 14271922
30045 - 00471926The Hunslet Engine Co. Ltd., Leeds1503 - 15051925
20005 - 00061931Hanomag, Linden vor Hannover10755 - 107561931




Class E2-6-4TFür den schweren Rangier- und Verschubbetrieb insbesondere in Yangon kamen zwischen 1929 und 1930 insgesamt 17 Exemplare der Klasse E zur Burma Railways. Gebaut wurden die Loks bei Skoda und Henschel. Scheinbar waren aber schon 1942 nur noch sieben Exemplare betriebsbereit (0067, 0068, 0071, 0075, 0477, 0478, 0488)
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50067 - 00711929Skoda Works, Plzen516 - 5201929
40072 - 00751930Henschel & Sohn AG, Kassel21632 - 216351930
80477 - 04841930Henschel & Sohn AG, Kassel21636 - 216431930




Class GA12-8-0+0-8-2Die Bergstrecken nach Lashio und Aungban/Heho/Shwenyaung erforderten starke Lokomotiven für enge Gleisradien. Insbesondere auf der Bahn von Mandalay nach Lashio mussten schwere Erzzüge befördert werden. Da boten sich Garratt-Lokomotiven an. Man war vorsichtig und bestellte erst einmal ein Exemplar, das unter der Klasse GA1 eingeordnet wurde. 1942 war die Lok noch im Einsatz, den Krieg überlebte sie aber nicht. Ursprünglich wurden die Loks aus der Klasse GA unter der (wiederbelegten) Klasse B eingeordnet.
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100211924Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester61801924




Class GA22-8-0+0-8-2Nachdem sich die erste Garratt-Lokomotive bewährt hatte, wurde 1927 nochmals ein zweites Exemplar geliefert und als Klasse GA2 eingeordnet. 1942 war die Lok noch im Einsatz, den Krieg überlebte sie aber nicht.
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102081927Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester63541927




Class GA32-8-0+0-8-2Die nächsten drei Exemplare von Garratt-Loks, die praktisch baugleich zu den ersten beiden Loks waren, wurden unter der Klasse GA3 eingeordnet. 1942 waren die Loks alle noch im Einsatz, den Krieg überlebte aber keine.
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30209 - 02111928Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester6411 - 64131927




Class GA42-8-0+0-8-2Die letzte Lieferung von Garratt-Loks vor dem Zweiten Weltkrieg kam in Form von acht Exemplaren von Krupp aus Essen und wurden unter der Klasse GA4 eingeordnet. 1942 waren die Loks alle noch im Einsatz, den Krieg überlebte aber keine einzige.
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80485 - 04921929Friedrich Krupp AG, Essen1077 - 10841929




Class GB2-8-0+0-8-2Nachdem im Zweiten Weltkrieg alle 13 Garratt-Loks in der Kronkolonie Burma verloren gingen, bekamen die Burma Railways nach Kriegsende zehn gebrauchte Exemplare, die das „War Department“ (WD) ursprünglich für die „Bengal Assam Railways“ geliefert hatte, da diese die Front gegen Japan versorgen musste.
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100821 - 08301946Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester7112 - 71211943 ex B.A.R. class MWGX (WD 74200 - 74209)




Class GC2-8-2+2-8-2Die „Bengal Assam Railway“ hatte im Zweiten Weltkrieg die Front gegen Japan zu versorgen und erhielt dazu vom War Department zahlreiche Garratt-Loks. 12 der 14 im Jahre 1944 gebauten Exemplare kamen nach dem Krieg zur „Burma Railways“, wo sie unter der Klasse GB eingeordnet wurden.
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120831 - 08421946Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester7124 - 71351944WD 74212 - 74223




Class GD4-8-2+2-8-4Das War Department stellte insbesondere für die „Bengal Assam Railway“ und die „Kenya Uganda Railways“ 20 mächtige Garratt-Loks der Achsfolge 4-8-2+2-8-4 her. Fünf der Exemplare gelangten auf Umwegen schließlich zu den Burma Railways.
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50865 - 08691946Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester7147 - 7149, 7154, 71581945WD 74231 - 74233, 74238, 74242




Class C562-6-0Loks der japanischen C56-Klasse kamen während der japanischen Besatzung über die Todeseisenbahn nach Myanmar. Nach Kriegsende verblieben wohl 13 Loks im Land, inwieweit sie dann aber noch zum Einsatz kamen, ist mir nicht bekannt.
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110511 - 05211944?Hitachi, KSK und andere?1935 - 1937
105221944?KSK (Kisha Seizo Kaisha)13961936
190523 - 05411944?Hitachi, KSK und andere?1935 - 1937
106351944?Hitachi, KSK und andere?1935 - 1937
106561944?Hitachi, KSK und andere?1935 - 1937
106761944?Hitachi, KSK und andere?1935 - 1937
106801944?Hitachi, KSK und andere?1935 - 1937




Class D2-8-2Bei diesen Loks handelt es sich um Lokomotiven der „MacArthur Class“, die während des zweiten Weltkriegs nach Indien geliefert wurden. Von dort aus gelangten sie nach Kriegsende zur Burma Railways.
https://farm2.staticflickr.com/1277/3353012537_390db6dc71_m_d.jpg
181001 - 10181946ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport1943 - 1944
110191946Davenport26801944
61020 - 10251946ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport1943 - 1944
110261946Davenport26731944
110271946ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport1943 - 1944
110281946Davenport26841944
110291946Davenport26921944
21030 - 10311946ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport1943 - 1944
110321946Davenport27061944
71033 - 10391946ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport1943 - 1944
110401946Baldwin Locomotive Co.694471943
31041 - 10431946ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport1943 - 1944
110441946American Locomotive Co. (ALCO)706951943
131045 - 10571946ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport1943 - 1944




Class SL0-6-0STDiese beiden Satteltank-Lokomotiven wurden 1929 bei Avonside gebaut und kamen ursprünglich in Singapur zum Einsatz. Sie wurden 1940 für den Bau der Strecke von Lashio Richtung China nach Burma gebracht, das Projekt wurde als Folge des Krieges aber nicht durchgeführt
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20002 - 00031940Avonside Engine Co. Ltd., Bristol2025 - 20261929ex Sir J. Jackson Ltd. Singapore




Class ST2-6-4T Die letzten Tenderlokomotiven kamen 1948 und 1949 in 28 Exemplaren zu den Burma Railways und wurden unter der Baureihe ST eingeordnet.
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200751 - 07701948Robert Stephenson & Hawthorns Ltd., Newcastle-upon-Tyne7312 - 73311947/1948
80771 - 07781949Robert Stephenson & Hawthorns Ltd., Newcastle-upon-Tyne7350 - 73571949




Class YB4-6-2Insgesamt 50 Exemplare der YB-Standardbaureihe der indischen Eisenbahn wurden 1947 nach Myanmar geliefert. Einige Exemplare waren bis zum Dampfende 2008 noch im täglichen Planeinsatz (z.B. YB 0534).
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500501 - 05501947Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows5548 - 55971947




Class YC4-6-2Die ersten 13 Exemplare der indischen Standardbaureihe YC kamen 1932 und 1933, zehn weitere folgten dann noch 1948. Einige Exemplare waren bis zum Dampfende 2008 noch im täglichen Planeinsatz (z.B. YC 0629).
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100158 - 01671932Skoda Works, Plzen712 - 7211931
30168 - 01701933Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows4558 - 45601932
100621 - 06301948Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows5598 - 56071947/1948




Class YD1-42-8-2Mit insgesamt 81 Exemplaren war die indische Standardbaureihe YD die umfangreichste Dampflok-Baureihe bei den Burma Railways nach dem Zweiten Weltkrieg. Die ersten 61 Exemplare kamen 1929 und 1930 ins Land (Hersteller waren u.a. auch SLM Winterthur und Henschel).
https://farm2.staticflickr.com/1222/3353856746_602926b9cf_m_d.jpg
70427 - 04331927Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft1509 - 15151927
40300 - 03031929Swiss Locomotive, Winterthur3261, 3263 - 3264, 32671928
30304 - 03061929Swiss Locomotive, Winterthur3270 - 32721928
40307 - 03101929Swiss Locomotive, Winterthur3268, 3266, 3265, 32621928
70434 - 04401929Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows4226 - 42321928
30441 - 04431929Swiss Locomotive, Winterthur3269, 3274, 32731928
40444 - 04471929Swiss Locomotive, Winterthur3275 - 32781928
290448 - 04761930Henschel & Sohn AG, Kassel21544 - 215721929




Class YD52-8-21950 kamen nochmals 20 Exemplare der indischen Standardbaureihe YD, die damit gleichzeitig die letzten Dampfloks waren, die nach Myanmar gelangten. Einige waren bis zum Dampfende 2008 noch im täglichen Planeinsatz (u.a. 0962, 0964, 0967, 0970, 0974).
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200956 - 09751950Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows5720 - 57391949




Class S0-6-0TUnter der Klasse S wurden Tenderloks der Achsfolge 0-6-0T eingeordnet, die auf „Umwegen“ zu den Burma Railways gelangten. Mir sind drei Exemplare bekannt, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass es noch mehr Vertreter gab.
kein Foto vorhanden :-(
11?Robert Stephenson & Hawthorns Ltd., Newcastle-upon-Tyne78441955ex. Burma Supply Organisation, NHB 2
12?Orenstein & Koppel130501937ex. Sheh Ching Mining Laboratory, Shanghai
13?Robert Stephenson & Hawthorns Ltd., Newcastle-upon-Tyne74761948ex. W. Jack, Rangoon Development Trust 1






Für Statistikfreunde noch ein paar weitere Informationen. Die folgende Tabelle zeigt Hersteller sortiert nach Anzahl eingesetzter Dampfloks in Myanmar. Insgesamt 29 Hersteller sind mir bekannt, bei den Eisenbahnen Myanmars war also ein buntes Sammelsurium verschiedenster Hersteller vertreten:



HerstellerAnzahlAnzahl in %
Neilson & Co., Glasgow 13116,03
Vulcan Foundry Ltd., Newton-le-Willows 13015,91
Nasmyth Wilson & Co. Ltd., Patricroft 73 8,94
North British Locomotive Co. & Ltd., Glasgow 64 7,83
Robert Stephenson & Co. Ltd., Newcastle-upon-Tyne 637,71
Diverse US (ALCO, Baldwin Locomotive Co., Davenport) 506,12
Henschel & Sohn AG, Kassel 415,018
Beyer Peacock & Co. Ltd., Manchester 404,90
Dübs & Co., Glasgow 394,77
Diverse Japan (Hitachi, KSK und andere) 344,16
Robert Stephenson & Hawthorns Ltd., Newcastle-upon-Tyne 303,67
Baldwin Locomotive Co. 212,57
SLM Winterthur 182,20
Skoda Works, Plzen 151,84
Avonside Engine Co. Ltd., Bristol 121,47
Kerr Stuart & Co. Ltd., Stoke-on-Trent 101,22
Friedrich Krupp AG, Essen 80,98
Rheinische Metallwaren Maschinenfabrik, Düsseldorf 70,86
The Hunslet Engine Co. Ltd., Leeds 60,73
Beardmore & Co, Ltd., Glasgow 50,61
Davenport 50,61
W.G. Bagnall Ltd., Stafford 40,49
Kitson & Co. Ltd., Hunslet 30,37
Hawthorns 20,24
Hanomag, Linden vor Hannover 20,24
American Locomotive Co. (ALCO) 10,12
KSK (Kisha Seizo Kaisha) 10,12
Orenstein & Koppel 1 0,12
Sharp S. 1 0,12



Bei den Ländern der Hersteller ist die Vielfalt dagegen nicht ganz so groß. Rund 75% der eingesetzten Dampfloks in Myanmar wurden im Vereinigten Königreich hergestellt, die restlichen 25% verteilen sich auf die USA, Deutschland, Japan, Schweiz und die Tschechoslowakei:

LandAnzahlAnzahl in %
Großbritanien61375,03
USA779,43
Deutschland597,22
Japan35 4,28
Schweiz182,20
Tschechoslowakei151,84



Das folgende Diagramm zeigt noch eine Übersicht, wie viele Loks in welchem Jahr neu bei den Burma Railways/Burma Railways Company eingesetzt wurden (dabei muss es sich nicht zwangsweise um neue Loks handeln, es können auch gebrauchte Loks sein, die zum ersten Mal im angegebenen Jahr in der Statistik in Myanmar zum Einsatz kamen):

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Bild 22: Diagramm neu eingesetzte Loks pro Jahr.



Quellen:
- Festschrift der Burma Railways zum 100 jährigen Eisenbahnjubiläum 1977
- Gütertarifbuch der Burma Railways aus dem Jahre 1956/57
- Signalhandbuch der Burma Railways aus dem Jahre 1947/48
- Eingesehene Unterlagen im Ausbesserungswerk Insein
- Fernexpress Ausgabe I/12 Myanmar
- Diverse Ausgaben der „New Light of Myanmar“ (ehemalige Propagandapostille der Militärjunta)
- Persönliche Informationen vom Eisenbahnpersonal in Myanmar aus den Jahren 2007 bis 2011
- Loklisten von Thomas Kautzor

Und wer den ersten Bericht zur Geschichte der Eisenbahn Myanmars verpasst hat, hier nochmal der Link:






Damit möchte ich die Übersicht über die in Myanmar eingesetzten Dampfloks an dieser Stelle beenden. Anregungen, Ergänzungen und Korrekturen sind herzlich willkommen. Im nächsten Bericht geht es dann mit den Diesellokomotiven weiter. Auch wenn das vielleicht für den einen oder anderen Leser nicht so interessant wie bei den Dampfloks ist, freue ich mich über eine rege Anzahl an Lesern.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:03:11:13:40:07.
Wow. Konnte den Beitrag abreitsbedingt nur überfliegen aber ich freu mich auf den Feierabend! Danke für die Mühen, bei diesem doch eher exotischen Thema.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:03:08:12:52:40.
Moin Florian,

auch dieser Beitrag bringt wieder eine klase Übersicht! Für die Zusammenstellung und Garnierung mit Fotos danke ich ganz herzlich,

Martin
Hallo Florian,

ganz herzlichen Dank für diese Fleißarbeit, die ich mir am Wochenende in Ruhe zu Gemüte führen werde!

Auf die Schnelle hier als Ergänzung noch ein paar Links

zu den Modified Fairlies Reihe H: [www.flickr.com]

zu den Ns Mallets: [www.flickr.com]

zur 2'C2'-n2t-Reihe A: [www.flickr.com]

zu den GA Garratts: [www.flickr.com]

zur 2'C Reihe K: [www.flickr.com]

Viele Grüße, Helmut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:03:09:07:50:10.
Hallo Florian,

selten habe ich der Fortsetzung einer Beitragsreihe im HiFo so entgegengefiebert wie hier beim Thema Myanmar. Die 70er Jahre Reiseerzählung von Paul Theroux gehört zu den wenigen Eisenbahnbüchern, die ich im Lauf der Zeit mindestens vier mal gelesen habe, und das örtlich extrem regnerische Burma-Kapitel hatte es mir ganz besonders angetan.

Im Anschluss an die erste Folge hatte ich letztes Wochenende noch ein wenig im Internet geblättert und weil bim Wikipedia-Artikel zum Gokteik Viadukt ansonsten zumeist neue Bilder gezeigt werden, hatte ich dieses Bild der GC Class Nr. 835 in den Wikicommons prompt falsch interpretiert: "Mensch, die haben ja diese herunter gekommene Garrat tatsächlich aufgearbeitet", dachte ich und wunderte mich, dass ich kein Video der Lok auf Youtube fand. Nein, die Garrat restauriert haben sie natürlich nicht. Bei etwas genauerem Hingucken z. B. auf die Kleidung der Leute hätte ich auch gleich erkennen können: Die Bilder von Gerhard Haubold sind von 1962.

Bin schon gespannt auf die weiteren Folgen.

Gruß aus Köln
Heiner
Meine Fundgrubenliste, meine Filmchen http://abload.de/img/ohneeisenyoutubeymozb.gif und die paar Beiträge in DSO]
Hallo Helmut,

vielen Dank für deine Ergänzungen, ich hatte schon auf eine Antwort von dir gewartet ;-) Falls du am Wochenende noch Fehler in der Liste findest, würde ich mich über Korrekturen sehr freuen!


Viele Grüße

Florian

Hallo Heiner,

die Burma/Myanmar -Kapitel in Paul Therouxs Büchern (sowohl seine Erzählung aus den 70er-Jahren als auch sein erneuter Besuch mehrere Jahrzehnte später) gehören auch zu meinen Lieblingsabschnitten, zumal sich seine Empfindungen und Beschreibungen 1:1 mit dem decken, was ich in mehreren Reisen nach Myanmar erlebt habe.

Die alten Bilder vom Gokteik-Viadukt kannte ich noch gar nicht, vielen Dank für die Ergänzung. Aufarbeiten lässt sich an den noch vorhandenen Garratts in Myanmar wohl nichts, da ist aus meiner Sicht nichts mehr zu machen.


Viele Grüße

Florian

Sehr schön! Danke fürs Zeigen hier! :) (o.w.T)

geschrieben von: sflori

Datum: 09.03.19 00:12

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Ein paar Anmerkungen

geschrieben von: 03 1008

Datum: 10.03.19 16:30

Hallo Florian,

ich habe Deine Liste einmal mit den Angaben bei Hughes: Indian Locomotives II abgeglichen. Dabei ergaben sich folgende Differenzen:

Class B: Das waren wohl 0-4-4T, die an die Nagpur Chhattisgarh Railway geliefert worden waren. Die Achsfolge wird durch die NW Lieferliste bestätigt.

Class Cs: Das „s“ bezeichnete m.W. Heißdampfloks. Wenn überhaupt, gehörten die 141, 142 wohl erst nach dem Umbau zur Reihe Cs.

Class C: Ich glaube nicht, dass Dübbs schon 1901 Heißdampfloks gebaut. „s“ siehe oben.

Class Eold: Das waren Schlepptenderloks.

Class Js, J: Laut Hughes war es umgekehrt, was von den Baujahren her auch besser hinkommt.

Class K, Ks: Laut Hughes war es umgekehrt.

Class L: Eine 0-2-0 hätte ich gerne einmal gesehen! ;-)

Class A, As: Laut Hughes umgekehrt.

Jetzt läuft mir die Zeit weg. Deshalb muss ich vorerst abbrechen. Ich möchte aber nicht versäumen, auf dieses „Schnäppchen“ hinzuweisen:

[www.mainlineandmaritime.co.uk]

Viele Grüße, Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:03:10:16:59:08.

Re: Ein paar Anmerkungen

geschrieben von: Flo1979

Datum: 10.03.19 18:22

Hallo Helmut,

vielen herzlichen Dank für die Korrekturen. Ich werde sie morgen einarbeiten, denn wenn ich den Beitrag einfach ändere, "zerschießt" es mir die geschachtelten Tabellen. Daher muss ich das im Original-BB-Code nachpflegen und dann wieder hier einstellen. Den Original-BB-Code habe ich leider gerade nicht greifbar.

Zitat
Class B: Das waren wohl 0-4-4T, die an die Nagpur Chhattisgarh Railway geliefert worden waren. Die Achsfolge wird durch die NW Lieferliste bestätigt.
Vielen Dank für den Hinweis, werde ich entsprechend korrigieren.



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Class Cs: Das „s“ bezeichnete m.W. Heißdampfloks. Wenn überhaupt, gehörten die 141, 142 wohl erst nach dem Umbau zur Reihe Cs.

Class C: Ich glaube nicht, dass Dübbs schon 1901 Heißdampfloks gebaut. „s“ siehe oben.
Bei den mit dem Zusatz "s" versehen Baureihen handelt es sich durchweg um Nassdampf-Loks, die später noch auf Heißdampf umgebaut wurden. 141 und 142 waren definitiv zunächst Nassdampf-Lokomotiven. In den Unterlagen im AW Insein werden die Class C-Loks als Heißdampflokomotiven geführt (superheat). Das Lieferjahr lässt aber wie von Dir angemerkt darauf schließen, dass es noch Nassdampfloks waren. Wenn sie später auf Heißdampf umgerüstet wurden, hätten sie eigentlich auch unter der Klasse Cs geführt werden müssen ("converted to superheat"). Wahrscheinlich liegt in den Unterlagen in Insein ein Übertragungsfehler vor, zumal wohl keine der Loks den Zweiten Weltkrieg überlebt hat.



Zitat
Class Eold: Das waren Schlepptenderloks.
Die Achsfolge hatte ich ja noch korrekt geschrieben, wahrscheinlich ist mir das beim Übersetzen von "tender locomotive" passiert...



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Class Js, J: Laut Hughes war es umgekehrt, was von den Baujahren her auch besser hinkommt.

Class K, Ks: Laut Hughes war es umgekehrt.

Class A, As: Laut Hughes umgekehrt.
In den Unterlagen aus dem AW Insein haben Nassdampf-Loks, die später zu Heißdampf-Loks umgebaut wurden, den Zusatz "s" (Js, Ks, As). Von vorne herein als Heißdampflok gebaute Loks erhielten dort keinen Zusatz "s" (J, K, A). Einen Teil der Unterlagen hatte ich ja abfotografiert und in der Lokliste aufgeführt.



Zitat
Class L: Eine 0-2-0 hätte ich gerne einmal gesehen! ;-)
Ich auch! Wird natürlich korrigiert.




Zitat:
Jetzt läuft mir die Zeit weg. Deshalb muss ich vorerst abbrechen. Ich möchte aber nicht versäumen, auf dieses „Schnäppchen“ hinzuweisen:

[www.mainlineandmaritime.co.uk]
Das ist natürlich in der Tat ein echtes Schnäppchen, vielen Dank für den Hinweis. Ich habe gleich mal zugegriffen und nicht nur das eine Buch bestellt. Solange das noch zollfrei geht, muss man das ja ausnützen...


Viele Grüße

Florian

Re: Ein paar Anmerkungen

geschrieben von: Flo1979

Datum: 11.03.19 13:42

Hallo Helmut,

deine Anmerkungen s ollten soweit nun auch oben eingearbeitet sein. Nochmals vielen Dank für die Korrekturen!

Viele Grüße

Florian

Bezeichnungen mit und ohne 's'

geschrieben von: Flo1979

Datum: 20.03.19 20:40

Hallo Helmut,

nochmals vielen Dank für den Hinweis zu den Büchern von Hugh Hughes, sie sind heute bei mir eingetroffen. Jetzt ist mir auch das Durcheinander bei den Bezeichnungen der Klassen mit und ohne 's' klar. Anfangs wurden alle Loks, die nachträglich auf Heißdampf umgerüstet wurden bzw. direkt mit Dampfüberhitzer geliefert wurden, den Klassen Xs (also z.B. Cs) zugeordnet. Als dann praktisch alle Loks einen Dampfüberhitzer hatten, wurde das 's' bei allen Loks gestrichen, die von Anfang einen Dampfüberhitzer hatten, die nachgerüsteten Loks dagegen behielten das 's'. So verstehe ich jedenfalls den zweiten Absatz auf Seite 50 von Band 2.

Viele Grüße

Florian