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Architekturstile und die Eisenbahn: Typenbauten

geschrieben von: cw

Datum: 24.02.19 20:46

Inhaltsverzeichnis Architekturstile: [www.drehscheibe-online.de]

Heute soll eine große Gruppe von Bahnhöfen vorgestellt werden, die nicht explizit einem Baustil zuzuordnen sind, sondern als Typen- oder Einheitsbauten bestimmter Bahnverwaltungen eine eigene Kategorie bildeten, und als solche in manchen Fällen sogar von den Denkmalschutzbehörden als schützenswert eingestuft worden sind (z. B. Altenkirchen/Westerwald).

Viele, vor allem größere Bahnen hatten ihre typischen Baustile, geschuldet dem Zwang zur Rationalisierung und dem Vorhandensein eigener Architekten.

Das bekannteste Beispiel sind sicher die württembergischen Einheitsbahnhöfe, hauptsächlich für Nebenstrecken, die offenbar nach mehreren Entwürfen genau baugleich ausgeführt wurden. Über sie gibt es einen eigenen Wikipedia-Artikel:

Einheitsbahnhof (Württemberg) bei Wikipedia

Sehr viele, offenbar im Ursprung baugleiche Bahnhöfe, entstanden um 1900 in Österreich-Ungarn - darüber gab es hier im Forum einmal einen sehr interessanten Beitrag mit vielen, heutigen Bildern aus allen möglichen Regionen von Galizien bis Südtirol, wo man noch die immer wiederkehrende Architektur erkennt. Ich kann den Beitrag aber leider nicht mehr finden, kann dazu jemand helfen?

Jetzt aber zu den Beispielen. Beginnen wir mit Württemberg. Auch viele größere Bahnhöfe der Zeit 1870-1890 folgten einen einheitlichen Baustil mit klassizistischen Elementen, Sandsteinmauerwerk und symmetrischer Fassadengestaltung. Typisch war und ist der Stationsname an der Seitenfront. Baugleich waren sie aber nicht, insbesondere in der Gesamtgröße waren sie an die Bedeutung des Bahnhofs angepasst.

Calw von 1872 (Bild aus Wikipedia):

Calw_1872_Wikipedia.jpg

Erst für ganz kleine Bahnhöfe hatte die Württembergische Staatseisenbahn dann ihre Einheitstypen entwickelt, die jeweils baugleich waren.

Bekannt, weil heute im Freilichtmuseum Wackershofen wieder aufgebaut, ist:
Kupferzell von 1892 (Bild aus Wikipedia), Typ IIa:

Kupferzell_1892_TypIIa_Wikipedia.jpg

Als größte deutsche Staatsbahn baute die Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung eine Vielzahl von Bahnhöfen. Stilistisch sind, je nach Bauperiode, viele Gemeinsamkeiten erkennbar, aber nicht wie in Württemberg explizite Baumuster, die sich wiederholten. Baugleiche Bahnhöfe findet man oft entlang jeweils einer Strecke, während mir ein überregional gemeinsames Baumuster (im Sinn der "Normalien") bisher nicht bekannt ist. Ein typischer Vertreter für viele kleine, eingeschossige Bahnhöfe mag dieser sein:

Odertal von 1884:

Odertal_1884.jpg

Etwas größer und sicher auch sehr typisch preußisch:
Wolmirsleben von 1893:

Wolmirsleben_1893.jpg

Auch Privatbahnen hatten ihre Einheitsstile. Die Lübeck-Büchener Eisenbahn hatte (mindestens) in Wandsbek, Ahrensburg, Bargteheide, Bad Oldesloe, Reinfeld und Ratzeburg sehr ähnliche klassizistische Empfangsgebäude, die sich allerdings auch, wie in Württemberg, in der Größe unterschieden.

Bargteheide von 1864-1865:

Bargteheide_1864-65.jpg

Hoffe, es gefällt.
Wie immer freue ich mich über Ergänzungen. Vor allem auf die Bildgalerie über Österreich-Ungarn würde ich gern hier verlinken, wenn es sie noch gibt.
Christopher



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:03:25:21:13:12.
Hallo Christopher,

zunächst mal Danke für die interessante Serie,
möchte mich da jetzt gerne anhängen und noch ein paar Bilder zu den Einheitsgebäuden der KWStE zeigen:
Die Strecke Reutlingen - Münsingen war die erste staatliche Nebenbahn in Württemberg. Auch da sollten die Bahngebäude der Umgebung angepasst und stilbildend, jedoch in sparsamer Bauweise ausgeführt werden.

https://s1.imagebanana.com/file/190225/5cH48yCb.JPG
Für die Empfangsgebäude Eningen (später Reutl.-Süd), Unterhausen und Honau wurde der sogn. Chalet-Stil entwickelt. Während der Bf. Unterhausen zwischenzeitl. abgebrochen wurde und der Bf. Reutl.-Süd nach versch. Restaurierungsversuchen z. Zt. wieder ohne Unterstützer ist wird der Bf. Honau wie auf dem Bild zu sehen ist mustergültig restauriert.

https://s2.imagebanana.com/file/190224/z1r3dFEK.JPG
Der Chaletstil wurde jedoch noch weiter vereinfacht ab dem Bf Kleinengstingen. Der nä. Bahnhof ist Kohlstetten, ursprünglich einstöckig aber schon bald stilgerecht aufgestockt. Auch dieses Gebäude wurde in den vergangenen zwei Jahren fachgerecht restauriert und ist heute bewirtschaftet. In gleicher Bauweise entstanden noch der Bf. Gomadingen und Marbach a. d. Lauter. Man sieht deutlich die Verwandschaft zum gezeigten Bf. Kupferzell oder auch Dettingen/Teck u. a.

https://s1.imagebanana.com/file/190225/7wfChlDO.JPG
Auch beim größten Bahnhof an der Strecke musste ein recht einfaches Bahnhofsgebäude genügen, im Anbau sind auch heute noch Warteraum und Bahnhofsgaststätte. Hier kann man auch die unterschiedliche Fensterteilung vergleichen. Kleine stationen hatten nur 3 Fenster, größere bekamen ein Doppelfenster in der Mitte und waren entsprechend größer.

https://s2.imagebanana.com/file/190225/AenLAj83.JPG
Als einziger Bahnhof der Strecke hatte Münsingen einen separaten Güterschuppen, der jetzt ein Ausstellungsgebäude werden soll. Leider wurde das große Giebelfenster, das man von württembergischen Güterhallen kennt, bereits verschlossen.
Auch im weiteren Verlauf der 1901 nach Schelklingen verlängerten Strecke wurde der eingeführte Baustil beibehalten.

Gruß
Michael

Typenbauten in Oldenburg

geschrieben von: oliverw

Datum: 25.02.19 07:55

Moin,

auch von mir vielen Dank für die hochinteressante Serie und auch für das Stichwort Typenbauten, gab es solche on Oldenburg doch auch.
Die Oldenburger waren ja von Anfang an auf Sparsamkeit bedacht, daher lag es nur nahe, viele Bahnhöfe auf ähnliche Art und Weise zu gestalten. Die Verwaltung folgte dem Grundsatz "Thunlichste Einfachheit bei möglichster Zweckmässigkeit". Der aus meiner Sicht für die oldenburgischen Bahnhöfe typische Bau wurde in den Anfangsjahren an den Hauptstrecken erbaut und wurde nur mit heimischen Baumaterialien ausgeführt. Hierfür unterhielt die G.O.E. unter anderem eine eigene Ziegelei, doch dies ist eine andere Geschichte. Die folgenden Beispiele sollen diesen Typ zeigen:

Bild 1: Stickhausen

https://www.laenderbahn.info/hifo/20190225/stickhausen_0002.jpg

Bild 2: Ahlhorn

https://www.laenderbahn.info/hifo/20190225/ahlhorn_0002_1914.jpg


Bild 3: Apen

https://www.laenderbahn.info/hifo/20190225/apen_0003_1909.jpg


Bild 4: Zwischenahn

https://www.laenderbahn.info/hifo/20190225/zwischenahn_0005_1903.jpg

Neben diesem Bautyp gab es bei späteren Bauten noch einige weitere Typen, die nicht mehr in reiner Ziegelbauweise errichtet wurden, man orientierte sich hier durchaus an Bahnhöfen anderer Verwaltungen, so z.B. Etzhorn, der an Bahnhöfe im Süden Deutschlands erinnert.

Bild 5:

https://www.laenderbahn.info/hifo/20190225/etzhorn_0001.jpg

Insbesondere an der Strecke Delmenhorst - Hesepe wurden viele der Bahnhöfe mit gleichartigen Empfangsgebäuden ausgestattet, so z.B. Immer und Rechterfeld.

Bild 6: Immer

https://www.laenderbahn.info/hifo/20190225/immer_0002.jpg


Bild 7: Rechterfeld

https://www.laenderbahn.info/hifo/20190225/rechterfeld_0001.jpg

Daneben gab es insbesondere nach der Jahrhundertwende viele Bauten, die einzigartig im oldenburgischen waren und vielfach inspiriert durch Zeitgeist und Einflüsse andere Bahnverwaltungen waren. Doch auch dies ist eine andere Geschichte.

Viele Grüße aus Oldenburg
Oliver

Während das Eisenbahnnetz über ganz Deutschland von Jahr zu Jahr sich vervollständigt, und alle Nachbarländer der Segnungen einer ausgedehnten Eisenbahnverbindung immer mehr theilhaftig werden, entbehrt bis jetzt unser Land dieses gewaltigen Hebels aller Industrie und des Handels.
Aus: Denkschrift über die Anlage einer Eisenbahn zwischen Bremen, Oldenburg und Brake (1862)

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Guten Morgen werte Leserschaft.

Die preußische Staatsbahn vereinheitlichte ihre Gebäude in großem Stil.
Bei den Zeichnungen für die Gebäude wurden alle Balken genau bemaßt, damit sie jeder "Holzwurm" in ganz Preußen bauen konnte.

Es gab nicht nur Empfangsgebäude und Güterschuppen, sondern auch Beamten Wohnhäuser und Lokschuppen, Wassertürme und Bahnsteigdächer.

In dem TO geht es aber um Empfangsgebäude. Darum zeig ich hier auch welche.

https://abload.de/img/aerzen-teil10137njsd.jpg
Bild 1: Fangen wir mal alphabetisch an:Aerzen liegt an der nicht mehr vorhandenen Bahnstrecke Hameln-Lemgo.


https://abload.de/img/aerzen-teil1014prk7s.jpg
Bild 2: Alle von mir gezeigten Bahnhöfe wurden zwischen 1896 und 1897 gebaut.Es handelt sich dabei um ein Baukastensystem, welches kleiner und größer gebaut werden konnte.
Auf der nach der Jahrhundertwende(1903-05) gebauten Strecken Lage/Lippe-Bielefeld, kamen die gleichen Gebäude zum Einsatz.

https://abload.de/img/aerzen-teil1003gzk9k.jpg
Bild 3: Aerzen kurz vor der Streckenstillegung im Jahr 1980. Mehrer Empfangsgebäude an der Strecke wurden um 1912 nochmal erweitert.


https://abload.de/img/barntrupteil3001pskkp.jpg
Bild 4. So zum Beispiel der Bahnhof Barntrup. Ursprünglich genauso groß wie Aerzen. 1912 wurde dann das Stellwerk davor gesetzt und
rechts wurde noch ein Wartesaal drangesetzt. Außerdem erhielt dieser Bahnhof noch eine Holzverkleidung.


https://abload.de/img/barntrupteil3002mzkcg.jpg
Bild 5: Die Strassenseite in den 50er Jahren. Die Bahnhofskneipe erhält Nachschub.

https://abload.de/img/barntrupteil3005cbkwe.jpg
Bild 6: In den 80er Jahren war die Holzverkleidung entfernt worden. Auch der Güterschuppen wurde 1912 nach links ab dem Fallrohr erweitert.

https://abload.de/img/barntrupteil3014r8kmf.jpg
Bild 7: Blick auf das Stellwerk.


https://abload.de/img/begaegjck3q.jpg
Bild8: Der Nachbarbahnhof Bega ziemlich in der Anfangszeit.Mit Holzverkleidung und ohne Stellwerksvorbau.



https://abload.de/img/bega002ymjqt.jpg
Bild 9: Bega im Endzustand mit Stellwerksvorbau kurz vor seinem Abriß 1969.



https://abload.de/img/farmbeck1984006ztjh3.jpg
Bild 10: Leider unterirdisch, aber das einzigste Bild von Farmbeck im Jahr 1979. Dem Abriß geweiht.

https://abload.de/img/farmbeck-bega83kq5.jpg
Bild 11: Der Güterschuppen von Farmbeck hat noch ein paar Jahre länger gelebt.

Solche Baukastenbahnhöfe gibt es auch heute noch von Nordwestdeutschland bis Polen.

Christopher, vielen Dank für Deine tolle Serie.

Ralf wünscht einen schönen Tag.

Techowsche Typenbauten

geschrieben von: millimetermicha

Datum: 25.02.19 09:50

An 20 kleineren Bahnhöfen der Oderbruchbahn sowie an 9 der Kreisbahn Beeskow-Fürstenwalde gab es die vom Landesbaurat Techow entworfenen Typenbauten, die sich (außer Spiegelverkehrtheit und mit/ohne Fledermausgaube) wie ein Ei dem anderen glichen:

Steinhöfel:
http://www.bahnstrecken.de/ak/steinhoefel1916.jpg
Bildquelle: [www.bahnstrecken.de]

Arensdorf:
http://www.bahnstrecken.de/ak/arensdorf1912.jpg
Bildquelle: [www.bahnstrecken.de]

Genschmar:
http://www.bahnstrecken.de/ak/genschmar1919.jpg
Bildquelle: [www.bahnstrecken.de]

Golzow Klbf.:
http://www.bahnstrecken.de/ak/golzow.jpg
Bildquelle: [www.bahnstrecken.de]

Beeskow Nord:
http://www.berliner-bahnen.de/kleinbahnen/beeskow/bilder/01-15.jpg
Bildquelle: [www.berliner-bahnen.de]

Re: Architekturstile und die Eisenbahn: Typenbauten

geschrieben von: bauplan

Datum: 25.02.19 12:17

Ein klassisches Beispiel für echte Typenbauten bei Empfangsgebäuden sind auch die Bauten der Hessischen Ludwigsbahn in Südhessen und der Pfalz.

Eine vereinheitlichte Typenvorgabe mit Sandstein-Außenwänden wurde nahezu ausnahmslos überall realisiert, typisches Beispiel: Weiterstadt ( [deacademic.com] ).

Jan

Re: Architekturstile und die Eisenbahn: Typenbauten

geschrieben von: TOPCTEH

Datum: 25.02.19 18:13

Da ich gerade meine Schönbuchbahn-Bilder durchwühle, kann ich hier auch noch drei Bahnhöfe dieser Strecke aus 1993 (damals stillgelegt) bieten. Sogar die Schrift war gleich.

Holzgerlingen an der Wartburg:
SCHBB-1993-16.jpg

Weil im Schönbuch:
SCHBB-1993-20.jpg


Dettenhausen (hier ist irgendwann der linke Gebäudeflügel abhanden gekommen; ich bitte den abgeschnittenen First zu entschuldigen):
SCHBB-1993-22.jpg

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)

Re: Architekturstile und die Eisenbahn: Typenbauten

geschrieben von: Avisto

Datum: 25.02.19 19:19

Hallo zusammen,
hier ein württembergischer Typenbau für größere Stationen an Nebenbahnen aus der Zeit kurz vor dem WK I . Steht bis heute an der stillgelegten Heubergbahn (ex KBS 308c) Spaichingen- Reichenbach (Heuberg) in Wehingen.
Bahnhof Wehingen03.JPG


Kleine Stationen hatten deutlich einfachere Bauten. Hier der Endpunkt Reichenbach (Heuberg), der eigentlich gar kein Endbahnhof werden sollte.
Bahnhof Reichenbach03.JPG

Viele Grüße

Danke an alle!

geschrieben von: cw

Datum: 25.02.19 20:41

Danke an Michael, Oliver, Torsten, Rally, avisto und millimetermicha für die Beispiele aus Württemberg, dem Oderbruch und Oldenburg.

Rally, die lippischen Landbahnhöfe hatte ich natürlich auch im Sinn! Ich musste mich nur beschränken auf 5 Bilder je Beitrag, weil ich Bilder lieber direkt einbinde. Danke, daß Du Barntrup & Co. ergänzt hast!

Die Bahnhöfe der Schönbuchbahn (Böblingen -Dettenhausen) und der Heubergbahn (Spaichingen -Reichenberg) sind einerseits Typenbauten, stilistisch nehmen sie zugleich meinen nächsten Beitrag zum Heimatstil vorweg.

Für Oliver habe ich hier noch einen schönen oldenburgischen Bahnhof, den ich bisher in keine Kategorie stecken konnte. Ein bißchen Neogotik, ein bißchen Landhausstil, vielleicht ein Typenbau, aber auf jeden Fall schön. Das Baujahr weiß ich leider nicht.

Brake (Unterweser):

Brake_95.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:02:25:20:44:12.

Re: Danke an alle!

geschrieben von: oliverw

Datum: 26.02.19 07:17

Moin,

dein Bild zeigt den neuen Bahnhof in Brake, dieser wurde 1900 als Ersatz für einen Typenbau von 1873 gebaut.
In Folge wurden so einige schöne Gebäude errichtet. Die G.O.E. probierte so einiges aus.
Schöne Vertreter dieser Bauphase sind Blexen und Westerstede (1905), Ocholt (1908) oder Carolinensiel (1909).

Viele Grüße aus Oldenburg
Oliver

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Typenbauten

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 26.02.19 17:38

Werter Herr Staiger,

vielen Dank für Ihre wunderbaren Bilder!

Welcher Kulturbanause hat denn in Kohlstetten die Alu-Tür in die Güterhalle gehauen?
Gibt es dort denn keine untere Denkmalschutzbehörde?

Grüße

Stationsvorsteher

Man google mal nach: Bayerischer Würfel

geschrieben von: Mw

Datum: 26.02.19 19:00

Ich tippe mal auf 100 oder mehr Empfangsgebäude in Bayern die in diesem Stil erbaut sind, z.B. hier in Bad Abbach:

[bahnrelikte.net]

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: Architekturstile und die Eisenbahn: Typenbauten

geschrieben von: Max79

Datum: 26.02.19 22:43

Sehr interessantes Thema.

Ich hätte noch Fotos von dem württembergischen Typ IIIb:

Der Bahnhof Deißlingen an der Strecke Rottweil-Villingen:

https://s17.directupload.net/images/190226/vyugzuk3.jpg

Sowie eine Station weiter Richtung Villingen dann der Staatsbahnhof Trossingen:

https://s15.directupload.net/images/190226/qcvnvr82.jpg

Beides sind nur Schnappschüsse vom 28. Oktober 2012


Desweiteren sind zwischen Horb und Tuttlingen die Bahnhöfe Epfendorf, Talhausen, Neufra, Aldingen und Wurmlingen Bauten vom Typ IIIb

Gruß
Max

Mecklenburg

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 27.02.19 00:32

Die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn hatte ebenfalls Typenbauten für Nebenbahnen, das bekannteste Exemplar dürfte wohl das durch das entsprechende Modell bekannte Empfangsgebäude von Krakow sein. Gebäude dieses Typs waren in ganz Mecklenburg verbreitet.
Hallo,
die beiden Bahnhöfe sind keine württembergischen Typ IIIb Bahnhöfe.
Die württembergischen IIIb Bahnhöfe sind nur in geringer Stückzahl zwischen 1903 und 1911 an Nebenbahnen erstellt worden, und die beiden gezeigten Bahnhöfe sind wesentlich älter.

[www.stuttgarter-zeitung.de]

Sowie zum Beispiel Wiesensteig, Donzdorf oder Welzheim.

Gruß
Udo

Danke für die Ergänzungen

geschrieben von: cw

Datum: 02.03.19 19:19

Auch die bayerischen Würfel gehören natürlich genau hier hin, hätte ich auch dran denken müssen.

Die österreichischen Typenbauten, von denen es eine große Zahl gab und gibt, gehen auf die Südbahngesellschaft zurück, wie ich inzwischen gelesen habe. Schade, daß niemand mehr den DSO-Thread von vor einigen Jahren findet?

Christopher

Re: Danke für die Ergänzungen

geschrieben von: Mw

Datum: 02.03.19 20:21

Nicht nur der bayerische Würfel, sondern auch die (Nord-) bayerischen "Gebirgsbahnhöfe" gehören hier hin. Ob es Normalien dafür gab, weiß ich nicht. Möglicherweise hat auch nur der eine Architekt vom anderen mehr oder weniger abgekupfert. Genau so sind ja die "Stile" entstanden.

Als Beispiel dient der Bahnhof Grafenau (Bild aus dem Jahr 2005) mit seinem typischen polygonalen Hausteinmauerwerk, den Krüppelwalmen, Dienstraum zum Hausbahnsteig hin und seinem Grundriß ohne Schnick-Schnack. Güterhallen usw waren dabei meist eigene Gebäude.
Bahnhof_Grafenau_2005.jpg

Gruß
Mw

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