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 04 - Historische Bahn 

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Nach dem überraschenden Erfolg von Teil I heute die langersehnte Fortsetzung! Wir erinnern uns: Vor diesem „gar schröcklichen“ Tunnel hatten wir unseren Spaziergang unterbrochen, und es dauerte doch eine geraume Zeit, bis wir den Mut zum Durchqueren gefunden hatten. Bevor es also nun weitergeht, hilft ein Klick auf das Bild unserer Erinnerung an die bisherigen Geschehnisse auf die Sprünge.

http://www.jcourt.de/Klett7a.JPG

Aus guter Tradition gibt es zum Beginn der Wanderung wieder eine Karte mit den ungefähren Standpunkten:

http://www.jcourt.de/Klettkarte-Teil-2.jpg



Das erste Hindernis ist überwunden! Wir sind im Tunnel und erblicken am Standpunkt 8 gleich linker Hand eine waghalsige Klettermöglichkeit zum Gütergleis an der Tunnelöffnung oben, die zum Glück heute mit einem Gitter gegen Lausejungs gesichert ist. Vor einigen Jahren war der Klettersteig noch frei:

http://www.jcourt.de/Klett8a.JPG



Nur wenige Meter weiter führt ein Tor zur Einsatzstelle Eifeltor; schade, auch da ist abgesperrt. Wir gehen also zum Tunnelausgang und gleich darauf – mit dem Wegweiser des „Kölnpfads“ scharf rechts parallel zum Güterbahnhof, wo uns nach 200 Metern an der westlichen Ausfahrt am Standpunkt 9 ein Sonderzug entgegenkommt:

http://www.jcourt.de/Klett9a.jpg



Bei dieser Masse an Formsignalen dürfen wir an weise Worte unseres alten Geheimrats aus Weimar denken: Hier macht das Menschsein Spaß! Wir wenden unseren Blick Richtung Köln, und auch dort dampft es aus allen Richtungen:

http://www.jcourt.de/Klett9b.JPG

http://www.jcourt.de/Klett9c.jpg



Auch hinter dem Stellwerk dampft es munter weiter; aber wir verabschieden uns schweren Herzens mit einem Nachschuß:

http://www.jcourt.de/Klett9d.JPG

http://www.jcourt.de/Klett9e.JPG



Nach soviel Eisenbahnkultur gibt es nach weiteren 100 Metern auf dem „Kölnpfad“ Kulturgeschichte, wenn wir uns kurz rechts in die Büsche schlagen. Dort finden wir am Standpunkt 10 mit Fort VII Reste des linksrheinischen äußeren Festungsrings, der nach dem Versailler Vertrag geschleift wurde:

http://www.jcourt.de/Klett10a.jpg



Interessant ist auch der Blick in die angrenzende Gartenanlage, bei der ich stark vermute, daß sie eher nicht von Linksautonomen besiedelt wird:

http://www.jcourt.de/Klett10b.jpg



Eisenbahn- und Kulturgeschichte hatten wir, und wenn wir am Militärring links abbiegen und unter den Gleisen weitermarschieren, folgt auf der linken Seite am Standpunkt 11 Sportgeschichte mit dem Kölner Traditionsclub DJK Südwest (= Deutsche Jugendkraft), der endlich (!) über einen Kunstrasen verfügt:
[www.djk-suedwest.de]
Hier habe ich gefühlt mindestens ebenso viele Stunden verbracht wie auf den Kölner Bahnanlagen, und das will was heißen! Unvergessen die Duelle gegen Yildiz Spor: technisch herausragende Kicker, aber wehe, wenn sie in Rückstand geraten ...

http://www.jcourt.de/Klett11.JPG



Zurück zur Eisenbahn und zum Tunnel. Endlich haben wir Glück: das Tor zur Einsatzstelle ist geöffnet, und wir erklimmen die Treppe:

http://www.jcourt.de/Klett8b.JPG



Nach viel Grün am Stadtrand bahnen wir uns nun unseren Weg durch öde Gewerbegebiete südlich des Bahndamms und werden dafür am Abschluß unseres heutigen Spaziergangs mit diesem Blick vom Parkhaus einer großen Versicherung belohnt:

http://www.jcourt.de/Klett12.JPG



Ich würde mich freuen, wenn auch der zweite Teil der Wanderung zugesagt hat. Der dritte ist in Vorbereitung und besonders den Liebhabern gepflegter Vorstadtatmosphäre ans Herz gelegt.

Einen schönen Tag wünscht

Jürgen
Moin Jürgen,

als jemand der lange Jahre in Köln gelebt hat (am Bilderstöckchen) bin ich gerne mitgekommen.
Diese "endlos langen" Unterführungen haben mich als Kind auch immer geängstigt und fasziniert.
Es gab sie ja z.B. auch noch an der Ostseite des Hauptbahnhofes (da aber nicht so lang).

Bin auf Deine nächste Tippeltour schon neugierig.
Beste Grüße

Wolfgang

Mich interessiert vieles - immer aber alles aus Bestwig!

Moin Jürgen!

Mensch, was hat sich das Gelände verändert! Bei einem meiner Eifeltor-Besuche gab es dafür als Belohnung eine "1", wie unschwer zu erkennen ist:

0da500001bKoelnEifeltorBw27-09-69.jpg

...und an 2 Tagen zuvor, bei absolut widrigen Witterungsbedingungen (= Massivbefeuchtung von oben), kam für uns Nordlichter eine Überraschung auf den Durchgangsgleisen vorbeigebrettert:
dbnv160167bKoelnEifeltor25-9-1969.jpg

Die Fotoqualität ist leider den Witterungsverhältnissen geschuldet.

Ein Tipp von mir: Impliziere doch bitte in Deinem Beitragsteil einen Link zum ersten Teil - danke! (hat sich erledigt...)


aus dem Norden grüßt Dich

Helmut


Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
bitte hier anklicken!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.19 17:39.
Hallo Jürgen und alle anderen,

gerne bin ich mitgekommen und ergänze den Beitrag um einige Bilder aus dem Dunstkreis des Spazierganges.

Beginnen wir mit der Firma Schenker in Köln-Zollstock, die damals über ein Anschlussgleis mit dem Rangierbahnhof Eifeltor verbunden war.
Zum Rangieren verwendete man ein in den Produktfarben von Schenker lackiertes 2-Wege-Fahrzeug des Herstellers Allrad, in Bild 1 geniesst es
gerade seine wohlverdiente Wochenendpause.
Heute erinnern noch Gleisreste im Firmengelände an diese Zeit. Das Fahrzeug selber überlebte in einem Kölner Eisenbahnmuseum.

Bild 2 zeigt eine recht neue Rangierdiesellok im Rangierbahnhof Eifeltor, die gerade einige über den Ablaufberg gedrückten Güterwagen aufdrückt.

Mit Köln-Zollstock verbunden bleibt die Firma Pohlig, u.a. wurde eine Straße sowie eine Straßenbahnhaltestelle nach Pohlig benannt.
Pohlig bzw. PHB Weserhütte bzw. PWH war über ein Anschlussgleis mit dem Rangierbahnhof Eifeltor verbunden. Im Firmengelände gab
es eine Waggondrehscheibe, die einzelne Gleise miteinander verband. Zum Rangieren setzte man einen Plattformwagen aus
eigener Produktion ein, als Maschienen- und Fördertechnikfabrik war das Wissen und die Technik ja vorhanden.
Nach Schließung der Fabrik wurde das Fahrzeug verkauft, es tauchte später in Duisburg auf.
Heute residiert hier eine Versicherung, vom Parkhaus hat Jürgen seine Sicht der Dinge bereits gezeigt.

Dann freue ich mich schon auf einen weiteren Teil der Klettenberger Spaziergänge.

Gruß von Michael


ART002_04.jpg

Bild 1: Köln-Zollstock , 31.05.1992 , Fa. Schenker , Minilok (ART 002/1977)


MaK1000560_01.jpg

Bild 2: Köln-Zollstock (Rangierbahnhof Eifeltor) , 03.12.1975 , 290 262 (MaK 1000560/1972)


PHB_20041984_01.jpg

Bild 3: Köln-Zollstock , 20.04.1984 , Fa. PWH (PHB Weserhütte) , Eigenbaufahrzeug auf Waggondrehscheibe














Herzlichen Dank dafür (und natürlich auch die anderen Kommentare)!

Wenn ich mir die Aufnahmedaten anschaue (ich wohne seit ca. 1988 in Klettenberg), ärgere ich mich über mein geringes Interesse an den Werksbahnen (nichts davon habe ich abgelichtet) - dafür freue ich mich umso mehr über die Ergänzungen.

Viele Grüße

Jürgen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.19 16:32.
Vielen Dank für diesen spannenden Bericht.

Der erste Teil war mir damals entgangen, so habe ich halt mit dem zweiten Teil begonnen..
In Teil 1 ist auf der Karte sogar mein Wohnbereich erfasst. :-)

Schön die alten Aufnahmen zu sehen um den Komarhof und Oberer Komarweg. Da ist ja viel verändert worden im Laufe der Jahre.

Freue mich schon auf den nächsten Teil.

Interessant auch der link von Heiner zu Rheinische Industriekultur.


Grüße
Rainer
Hallo Jürgen,

auch bei Teil 2 Deiner Klettenberger Spaziergänge bin ich gerne mitgekommen; sehr schön fotografiert! Manches kenne ich so, oder halt nur so ähnlich. Einen ähnlichen "schröcklichen" Tunnel gibt es nämlich - zumindest nach Bahn-Sprech - in Nippes. Eigentlich wäre ein Beitrag "Nippeser Spaziergänge" auch sehr interessant. Aber dafür hätte ich spätestens vor 30 Jahren anfangen müssen, meine Umgebung zu fotografieren. Früher war hier nämlich noch mehr Bahn! Vielleicht gibt es ja jemanden, der das übernimmt.

Ich habe Probleme, die Lok auf dem Foto zwischen den beiden Aufnahmen von 01 150 zu identifizieren, die vor den Mintlingen - 03 1010?

Gruß
Klaus
Hallo Klaus,

an den Tunnel in Nippes habe ich auch gedacht; an älterem Bildmaterial aus der Ecke habe ich allerdings noch weniger als aus Klettenberg.

Die gesuchte Lok ist eine 50.35. Die genaue Nummer haben vielleicht andere.

Herzliche Grüße

Jürgen
Moin Jürgen,

ahhh, ja, DEN Tunnel kenne ich auch sehr wohl! Auf dem Weg zur Güterkasse wurde er immer durchlaufen, um später im Bw Eifeltor Fotos machen zu können. Dabei kamen schon mal Loks wie diese mit einer RoLa zum Zuge (4.8.71):

http://www.eisenbahnhobby.de/Koeln/SW20-67_094561_K-Eifeltor_4-8-71_S.jpg


Wie Helmut gab es auch für mich diese (4.8.71):

http://www.eisenbahnhobby.de/Koeln/SW21-1_050001_K-Eifeltor_4-8-71_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/Koeln/SW21-5_050001_K-Eifeltor_4-8-71_S.jpg


Und mit viel Glück diese hier an der Bekohlung erwischt (4.8.71):

http://www.eisenbahnhobby.de/Koeln/SW21-9_044079_Koeln-Eifeltor_4-8-71_S.jpg


Danke für den Rundgang,

Martin