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Rail Archive Stephenson: 38 1252 und Deutschlandgerät

geschrieben von: 03 1008

Datum: 10.02.19 07:06

Hallo,

Brian Stephenson stellte freundlicherweise diese Werbekarte (?) der Maschinenfabrik Deutschland zur Verfügung:

https://farm8.staticflickr.com/7804/46105159935_962060158d_o.jpg


Für unsere Datenfriedhofshüter hier noch ein Blick auf die Untersuchungsdaten:

https://farm8.staticflickr.com/7814/46105160435_4d89ca4cd8_o.jpg


Selbst „der Schröder“ weiß nicht viel über den Lebenslauf dieser Hängeeisen-P 8 zu berichten:

Hum 711 – 1911; 2422 Saarbrücken
1923/25 Dortmund Hbf
1925/31 Jünkerath; + 1931

Hier noch ein Blick auf die Rückseite des Fotoabzugs:

https://farm8.staticflickr.com/7892/32077549037_f95715f118_o.jpg


Brian, many thanks for this interesting photo!

Viele Grüße, Helmut
Hallo,

mal eine Frage zu den Fotos.
Ist das eine Art Lehrvorführung oder so?
Ist die Pufferbohle die geeignete Stelle um die Lok mit nur einem Heber so weit hoch zu heben?Der Klotz zwischen Heber und Pufferbohle steht schon ganz schön schräg bei dieser Last und Hubhöhe.
Der Wagen rechts hat ja auch schon/noch einen Heber drunter.
Beide Fahrzeuge haben noch eine Notkupplung am Zughaken,war das früher so üblich?

Danke schon mal Jörg

2x12KVD 18/21 A3-SVW bringen dich immer heim.
Brian Stephenson stellte freundlicherweise diese Werbekarte (?) der Maschinenfabrik Deutschland zur Verfügung:

Wenn ich so den einleitenden Satz dazu so lese, kann es sich eigentlich nur um eine Lehrvorführung handeln.
Hallo Helmut,

vielen Dank für das Einstellen dieses interessanten Fotos, das Du uns auf grund Deiner internationalen
Kontakte zugänglich machen konntest. Dank natürlich auch an Brian für's "Herausrücken"!

Ich würde auch davon ausgehen, dass es sich um eine Vorführung des Deutschland-Gerätes handelte,
bei der dieses Foto gemacht wurde. Das Anheben unter der Pufferbohle dürfte schon die richtige Stelle
gewesen sein, dann die Anhebe-Stellen-Kennzeichnung befand sich m.W. vorzugsweise dort. Die Sorge
um die Stabilität wegen der Schiefstellung des Hydraulikstempels erscheint mit durchaus begründet. Ich
würde annehmen, dass mit der extremen Anhebung gezeigt werden sollte, um wieviel das Gerät ein so
großes Fahrzeug anheben könnte.

Bei der Lok ist mir aufgefallen, dass diese ganz offensichtlich aus einer der Lieferungen mit dem großen
Führerhaus (lange Ausführung, Nachfolgerin des Windschneiden-Führerhauses, Bauform wie bei den beiden
S10-Probelok und den ersten G10) stammte.

Bemerkenswert finde ich weiterhin, dass die Lok aus der Rbd Trier zur Untersuchung ins EAW Schwerte
musste.

Kann jemand sagen, was eine "Äußere Untersuchung" (so die Anschrift) zu der Zeit umfasste?

Zur Stationierung:
Im Text war für den Zeitraum 1925 bis 1931 das Bw Jünkerath als Heimat-Bw angegeben. Nach einer
Stationierungsliste für das Datum 31.10.1925 war die Lok (am Stichtag) im Bw Trier Hbf beheimatet.


Gruß und Dank
Preußen-Klaus
Preußen-Klaus schrieb:
Kann jemand sagen, was eine "Äußere Untersuchung" (so die Anschrift) zu der Zeit umfasste?
Umfassend und stichhaltig kann ich Dir das auch nicht darlegen, aber in Betriebsbüchern kann das zum Beispiel so ausgesehen haben:


38 2623-K043a.jpg


(aus dem Betriebsbuch der 38 2623, die Kessel-Fabriknummer ist oben eingestempelt)

Von allen planmäßigen Arbeiten abgesehen war damals tatsächlich die voranschreitende Normung höchst akut.

Zitat:
Zur Stationierung:
Im Text war für den Zeitraum 1925 bis 1931 das Bw Jünkerath als Heimat-Bw angegeben. Nach einer
Stationierungsliste für das Datum 31.10.1925 war die Lok (am Stichtag) im Bw Trier Hbf beheimatet.
Genau so gut kann es aber sein, daß die 38 1252 noch länger in Dortmund Hbf beheimatet war, als die oft recht vagen Angaben des Herrn Schröder das belegen, und deswegen ins EAW Schwerte eingerückt ist. Möglicherweise wurde sie anschließend erst zur RBD Trier versetzt. Die verbreiteten Stationierungsangaben zum 31.10.1925 würde ich sowieso nicht ernst nehmen!

Lothar Behlau, heute anscheinend wieder in ziemlich mitteilsamer Stimmung

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http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_ab33_33206_aus1123_283_merano-meran_210993LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_yft_4669_hendaye_280889LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_ab33_33306_271_600_monza_010683LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/sncf_cc-72080_sdz31593_vsoe_parisest_290588LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_ub_3812_sdz24452_genovasantalimbania_081180LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/ns_wr_518488-80011_bolzano-bozen_110389LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2973_281_innsbruck-bolzanobozen_310386_3LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2973_281_innsbruckhbf_310386_2LotharBehlau.jpg
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Die Pufferbohle ist der geeignete Punkt zur Lastaufnahme, war früher so vorgesehen.
Die Doppelhakenkupplung war bis in die 30er Jahre üblich, ist auch an etlichen BR 01 Fotos von damals zu sehen.

Gruß,

Ytracks
Hallo,

zunächst mal danke fürs Zeigen des Bildes!

Anzunehmen ist es,daß die 38 1252 nach der Ausmusterung für die "Aufgleisübung" verwendet wurde.

Denn zum Vorteil ist eine solche Aktion für Rahmen und Lauf-bzw.Triebwerk sicher nicht.Warum dann eine Lok des Unterhaltungsbestandes dafür nehmen,wenn eine ausgemusterte zur Verfügung steht.

Viele Grüße
Klaus
Hallo,

zwischen dem Zylinder für die Querverschiebung und dem Stempel ist nur eine Kette gespannt. War das damals so üblich? Heute gibt es ein starre Verbindung, die ein unbeabsichtigtes Rollen verhindert. Oder war es üblich die Hilfsschine etwas geneigt aufzubauen, so das ein Rollen in Richtung Kette verhindert wurde?


Fragende Grüße Henry
Eine kleine Bemerkung dazu: Wenn du genau hinschaust, siehst du dass die Aufgleisbrücke auf der linken Schiene ca. 50 mm unterkeilt ist, auf dass der einseitige Kettenzug immer unter Spannung steht und ein zurückrollen ausschließt. Die schweren Deutschlandgeräte wurden seit ca. 1965 in kurzer Zeit durch die leichteren und vielseitigeren Lukasgeräte ersetzt. Gruß Fritzle.
Hallo Helmut,

ein schönes Bild, Danke dafür.
Aufgrund des zweiten im Einsatz befindlichen Hebers mit Brücke unter dem (Schotter-?) Wagen gehe ich von einer Vorführung des Herstellers aus.
Das Anheben der Lok ist relativ unproblematisch . Um die Lok wieder zurück ins Gleis zu bringen muß sie vorne so hoch angehoben werden daß auch der Spurkranz linken Rades der B-achse über den Schienenkopf hinwegkommt. Auch muß darauf geachtet werden daß die Lager der C-Achse ganz am Rahmen anliegen, nur so hat man eine stabile Dreipunktauflage zum quer verfahren. Durch das Einfedern der C-Achse wird die B durch die Ausgleichshebel jedoch zwangsläufig nach unten gedrückt. "Fritzle" hat schon richtig erklärt daß die Schienenbrücke "bergauf" liegt um stets Zug auf der Kette für den Heberwagen zu haben. Diese Gerätschaften konnte ich noch beim Bw Freudenstadt im Einsatz erleben. Sie waren alle aus Stahl (-Guß) und somit elend schwer. Betrieben wurden die Geräte durch eine druckluftbetriebene Wasser-Hydraulikpumpe. Die Druckluft kam von einer Lok und das Wasser wurde mit Seife versetzt damit die Heber weniger ruckelten. Dennoch war das "Arbeitsverhalten" recht gewöhnungsbedürftig.

Gruß
Michael
Danke für dieses schöne und interessante Bild.
Ich kannte das bis dato nur mit zwei Stempel, so wie auf einem Bild aus meiner "Wühlkiste".
a57sehkt-062.jpg



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.02.19 04:16.