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Bauartunterscheide - Die Kaelble-Zugmaschinen der DB - Teil 4

Erst 1968/1969 folgte die 13. Lieferung mit folgenden Veränderungen: Die Motoren wurden vom Vorkammer- auf das Direkteinspritzer-Verfahren umgestellt.
Damit einher ging eine Leistungssteigerung auf 270 PS.
Der neue, MD 230sT genannte Motor baute niedriger, so konnte die Motorhaube ebenso in der Höhe verringert werden.
Bei der K-Version wird dies besonders deutlich.
Vereinfacht wurde die Bauform der Türen, die Rundung an der A-Säule wich einer Ecke, die Seitenfenster bekamen eine andere Führung samt Einfassungen in Alu-Profil.
Auch die Kabinenrückwand wurde neugestaltet, anstelle des großen zu öffnenden Fensters in der Mitte und der zwei Eckfenster gab nun drei gleichgroße Fenster nebeneinander.
Das Mittlere war wieder zu öffnen.
Zunehmend wurden Sonderwünsche einzelner Kbw berücksichtigt, so gab es Exemplare mit Ladekran oder zweireihigem Fahrerhaus.
Es kamen 5 K und 15 KV 632 ZB/68 in den Fuhrpark (DB 47-467 bis -471 und DB 47-472 bis -486). Die Maschinen mit Doppelkabine waren die DB 47-483 bis -486.

Bild 26:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-26.jpg

DB 47-467, Kaelble K 632 ZB/68.

Bild 27:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-27.jpg

DB 47-486, Kaelble KV 632 ZB/68.


Die Maschinen der 14. Lieferung von 1970 entprachen wiederum dem Maschinen der Vorjahreslieferung.
Neu war nur der kleine, steckbare Hilfskran, um das Reserverad besser handeln zu können.
Bei Nichtgebrauch wurde der Kranfuß mit einem Überzieher geschützt, der deutlich über die Höhe der Pritschenwände hervorragte.
Es kamen die 13 K (DB 47-487 bis -499) und elf KV 632 ZB/14 (DB 47-500 bis -510) in den Bestand.
Bei den KV-Exemplaren besaß mindestens eines die bekannte Doppelkabine.


Bild 28:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-28.jpg

Normale K 632 ZB/14 von 1970.

Bild 29:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-29.jpg

Arrangement auf dem Pritschenboden.

Bild 30:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-30.jpg

Kleiner Kran im Einsatz. Die Handhabung des Reserverades wurde wesentlich vereinfacht.

Bild 31:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-31.jpg

DB 47-510 war eventuell die letzte neue KV 632 ZB/14 mit Doppelkabine.



Optisch entsprachen die Maschinen der 15. Lieferung wieder denen des Vorjahres.
Unter dem Stahl gab es eine Veränderung. Wie erwähnt, beendete Gmeinder die Getriebefertigung für Straßen-Lkw.
Als Ersatz wurde ein ZF-Getriebe eingebaut.
27 neue K (DB 47-511 bis -537) und zehn KV 632 ZB/15 (DB 47-600 bis -609) wurden übernommen.
Bei DB 47-609 wurde am Heck ein HIAB-Ladekran ab Werk montiert.
Es waren die letzten in RAL 7021 schwarzgrau lackierten Kaelble der DB.

Bild 32:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-32.jpg

Auf den Hilfskran hat man 1971 schon wieder verzichtet.

Bilder 33 und 34:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-33.jpg

http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-34.jpg

Portraitfotos von DB 47-603, der Allradvariante der 15. Lieferung.


Ausgerechnet von der 16. und letzten Lieferung liegen mir keine Werkfotos vor.

Erst 1973 wurden weitere Zugmaschinen an die DB geliefert, es waren fünf K- und zwölf KV-Maschinen (DB 47 691 bis -695 und DB 47-732 bis DB 47-743).
Die Maschinen des neuen Typs K bzw. KV 633 ZB/16 unterschieden sich wesentlich von allen anderen.
Sie hatten mit dem Daimler-Benz OM 403-Motor und dem im Vorjahr eingeführten ZF-Getriebe nichts mehr mit der Kaelble-Technik zu tun.
Der V10-Motor mit 15,9 Litern Hubraum und 320 PS nervte im Mercedes-Benz Serien-Lkw mit rasselndem Klang, hier war er immerhin im eigenen Abteil.
Da der Motor sehr niedrig baute, konnte die Motorhaube steiler nach vorne abfallen.
Immerhin verbesserte dies die Sicht nach vorne. Neu war die Lackierung in RAL 7032 Kieselgrau, Stoßstange und Kotflügel waren im bekannten schwarzgrau gehalten.

Mit diesen Maschinen endete die Lieferung herkömmlicher Kaelble-Zugmaschinen für den Strassenrollerbetrieb an die DB.

Die letzten von ihnen waren bis Ende der 1980er in Betrieb, das Verkehrsmuseum Nürnberg setzte aber auch im Jahr 2000 noch eine Maschine zum Umsetzen von Denkmallokomotiven ein.

Bild 35:
http://www.kluse23.de/a0/Kaelble-35.jpg

Leider nur als alter Scan verfügbar: Kaelble LV 633 ZB/16 des "DBMuseum" vor dem Ingolstädter Hbf.
Kennt jemand die alte DB-Nummer dieser Maschine?

Ende vierter Teil!

Aleksandra grüßt!
Moin Aleksandra,

vierter Teil wieder klasse! Der kleine Hilfskran wurde sicherlich gut angenommen, sofern man überhaupt das Reserverad benötigte. Wahrscheinlich war das nicht oft der Fall, weshalb der Kran dann wieder entfiel...

Danke fürs Zeigen,

Martin
Soweit mein Gedächtnis reicht war die Maschine des DB-Museums die DB 47-741.
Hallo Aleksandra,

sehr interessanter Bericht - schade das du schon bei Teil 4 angekommen bist.

Ich habe nur einmal zwei Kaelble-Zugmaschinen aufgenommen.
DB 47-519_240883_Stzw_b005_950.jpg
DB 47-519 und 47-526 stehen hier am 24.08.83 in der Stadtbahnzentralwerkstatt in Frankfurt. Aufgeladen sind die Prototyp L-Wagen 201/1201.
Der Transport ging ins BW Hanau. Nach deiner Schilderung sind die beiden vom Baujahr 1971, 47-519 hat dann wohl später noch die
hellgraue Lackierung erhalten.

Gruß Jens
Hallo Aleksandra,

ich bin wirklich angetan von den schönen Werksaufnahmen und den genauen Erklärungen zu den einzelnen Typen!
Letzten Sommer war ich in Backnang in dem schon von mir genannten Technikforum, wo u.a. auch auf die Firmengeschichte der Firma Kaelble eingegangen wird.
Von den Schwerlastern für die Deutschen Bahnen (DR vor 1948 und DB) gibt es dort u.a. verschiedene Modelle zu sehen.
Deine Bilder und Erklärungen runden für mich die Technikgeschichte zu meinem Museumsbesuch sehr gelungen ab!!!

Anbei noch ein zeitgenössisches Werbeplakat das ich in Backnang aufgenommen habe.

https://abload.de/img/20180729backnangtechnpiegn.jpg

Grüße Sven
Vielen Dank für diese Serie ;-)))

Viele Bilder sind wieder an der B14 aufgenommen worden...


Gruß...Wolfgang