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 04 - Historische Bahn 

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Hallo Gemeinde,
ich recherchiere derzeit zur Geschichte der FR (E) - Einheit, die für den Verschuß von Aggregat 4 (" V2 " ) vom Eisenbahnwaggon aus ausgebildet wurde. Dabei habe ich auch versucht, näheres über die Startvorrichtungen herauszufinden, die auf die SSla-Waggons aufgesetzt wurden. Leider ist in den "üblichen " Archiven ( Deutsches Museum, Ba/MA, NARA, London, HTM Peenemünde ) nur sehr wenig und das auch nur bruchstückhaft erhalten geblieben.
Zur Konkretisierung eines "Hinweises" aus der bisherigen Dokumentenlage würde ich gerne das Werksarchiv der G. Lindner AG Waggonbau Ammendorf zu Rate ziehen. Soweit ich bisher feststellen konnte, scheinen hier aber keine "gesammelten Werke" in einem Archiv zu sein, sondern von dem bischen, was die Kriegs- und Nachkriegszeit überstanden hat, auf mehrere Stellen verteilt zu sein.

Daher wäre ich für einen Hinweis dankbar, sollte sich hier jemand schon einmal mit der Firmengeschichte aus dieser Zeit ( 1940 - Mai 1945 ) beschäftigt haben, ob oder wo sich Archivalien zur Produktion in dieser Zeit befinden. Vielleicht hat sich aber auch schon jemand anderes einmal mit diesem konkreten Thema auseinandergesetzt - dann können wir uns gerne austauschen..

Herzlichen Dank im Voraus!

Gerne auch ein Hinweis zum Ergebnis meiner Recherchen: ich bin dabei, ein Fachbuch zum Thema zu verfassen, das in diesem Jahr erscheinen wird. Aufgrund des Themas ist es "sehr eisenbahnlastig"..
( Wenn Interesse besteht, stelle ich dann gerne eine bebilderte Zusammenfassung hier ein, zumal inzwischen auch einige bisher noch nicht veröffentlichte Bilder zum Thema aufgefunden werden konnten. )

Allgemeines zum Thema:
Die Startvorrichtungen wurden vom Entwicklungswerk in Peenemünde mit der Fa. F.X. Meiller in München entwickelt, sowohl die Straßenversion ( "Meiller-Wagen" , später "Meiller-Dreiachs-Sonder-Anhänger" ) wie auch die Version für den Aufbau auf einem Eisenbahn-Waggon ( " FR (E)" ). Für die Serien-Produktion wurde dann die Fa. Lindner AG Waggonbau Ammendorf als Leitwerk für die Fertigung bestimmt.
Durch Unterlagen aus dem Archiv erhoffe ich mir eine Klärung, wie viele Exemplare der FR (E) -Variante tatsächlich beauftragt bzw. gefertigt wurden.
Und vielleicht lassen sich auch noch Nummern der Waggons feststellen, die mit diesem Aufbau versehen wurden. ( Bisher konnte ich vier Waggons eindeutig identifizieren ).

Mit freundlichen Grüßen
Uwe
Hallo,

der Herr Sven Frotscher [www.dtv.de] hat sich ausführlich mit der Firmengeschichte befasst und ein umfangreiches Werk vorgelegt. Für den Zeitraum bis 1945 ist Band 1 maßgeblich. Seitens des Verlages aber anscheinend vergriffen.[www.mitteldeutscherverlag.de]

Dazu passend Ende gibt es auch eine mdr-Dokumentation. [www.mdr.de]


Grüße,
Lalu
Morgen Uwe,

wenn du dein PN-Fach mal leeren würdest, kann ich dir antworten.

Holger

Murphy´s Gesetze:
Wenn etwas schiefgehen kann, wird es auch schiefgehen.
Die Summe der Intelligenz auf unserem Planeten ist eine Konstante; die Bevölkerung wächst.
Unklarheit ist eine unveränderliche Größe.
Egal was schief geht, immer ist da jemand, der das schon im voraus wusste.

Hallo Lalu, Leopold und Holger,

danke für die Hinweise. Der Film betrachtet die Zeit nach dem Kriege. Sehr nett gemacht und gut recherchiert.
Mit Verlag und Autor ist der Kontakt inzwischen geknüpft.
@ Holger: Du hast mehrere Schüsse frei.. ;-)

Mit freundlichen Grüßen aus dem verschneiten "Wald"
Uwe
Hallo!

Schwellenleger schrieb:
> herauszufinden, die auf die SSla-Waggons aufgesetzt wurden. Leider ist in
> den "üblichen " Archiven ( Deutsches Museum, Ba/MA, NARA, London, HTM
> Peenemünde ) nur sehr wenig und das auch nur bruchstückhaft erhalten
> geblieben. Zur Konkretisierung eines "Hinweises" aus der bisherigen

Da wäre noch das Landesarchiv Sachsen-Anhalt [landesarchiv.sachsen-anhalt.de]
Wer war der Einsteller/Eigentümer dieser Wagen, irgendwas in Berlin-Charlot-
tenburg? Dann auch mal in den Bestand der RBD Berlin im Landesarchiv Berlin
nachsehen.

Besten Gruß
Hallo Steffen,
danke für die Meldung.
Die Wagen waren "formal" bei einer Ferntrans AG in B-Charl. eingestellt - zumindest laut Waggonanschrift. Doch das war ein mit hoher Wahrscheinlichkeit ein "Spaß" der Beteiligten: eine Ableitung von "Fernraketen Transport" . Und einen Handelsregistereintrag im Berliner Handelsregister hat es nie gegeben.. (Aktuell abgefragt ). Ferner ist die zugehörige Adresse dieser "Ferntrans AG" eine des dortigen Fiskus..

Die Wagen waren von der DR(G) für diesen Einsatz zur Verfügung gestellt worden. Von einem Eigentumswechsel sind bisher noch keine Vermerke / Schriftstücke in den Unterlagen von WaPrüf 10 / 3 (BuM) und dem EW aufgetaucht.
Dann wird eine Sichtung der Berliner Bestände also mal ein Tagesprogramm werden müssen.. ;-)

Bei dieser Gelegenheit ein Kompliment für Deine Seite blocksignal.de - sehr interessent, gut recherchiert und verständlich sowie übersichtlich beschrieben. Das findet man sehr selten im Netz. Die Angaben haben mir im Zuge meiner Recherchen mehrere Male sehr gut bei "Plausibilitäts-Prüfungen" von Zeitzeugen-Aussagen heholfen.
( Wenn das Buch erschienen ist kannst Du gerne zu einzelnen Betriebsstellen neue Details daraus übernehmen und Deine umfangreiche Ausarbeitung gerne damit ergänzen. )

Mit freundlichen Grüßen
Uwe, der Schwellenleger