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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Die nächste Straßenbahn-Stadt, von denen ich Bilder aus den 1980er Jahren zeigen möchte, ist Krefeld. Mein Bildbericht stellt wieder nur einen kleinen, unvollständigen Überblick der dort in den 1980er Jahren vorhandenen Fahrzeuge dar.

Prägend in dieser Zeit waren einerseits die achtachsigen Einrichtungs-Gelenktriebwagen, die in den Jahren 1964 bis 1976 geliefert wurden, 1980 kam außerdem eine Serie Gelenkwagen des Typs M8C hinzu, jeweils geliefert von der DÜWAG, denen 1981 nochmals 10 Wagen folgten..

Beginnen wir mit dem Planeinsatz.


a) ER-GTw 809 – 830, Baujahr 1964-76

Foto 1:

https://abload.de/img/812-042rheinstr0811980kid9.jpg

Am Samstag, 8. November 1980 fährt GTw 812 (mit Totalwerbung für Schwanenmarkt) auf SL 042 in die Haltestelle Rheinstraße ein.

Foto 2:

https://abload.de/img/829-044rheinstr091119d6f17.jpg

Einen Tag später, also am Sonntag, 9. November 1980, verlässt GTw 829 auf SL 044, die Haltestelle Rheinstraße.

Foto 3:

https://abload.de/img/810-044ostwall2305198zmd62.jpg

Am 23. Mai 1981 kommt uns GTw 810 auf SL 044 auf dem Ostwall Richtung Hauptbahnhof entgegen.

Foto 4:

https://abload.de/img/828-042ostwall230519835cw4.jpg

Gleiches Datum, gleiche Fotostelle. Diesmal ist es GTw 828 auf SL 042.

Die nächsten Foto entstanden am 18. November 1989 auf der SL 041 in Fischeln.

Foto 5:

https://abload.de/img/828-041fischeln181119lwd84.jpg

Auf der Kölner Straße fährt GTw 828 in Richtung St. Tönis.

Foto 6:

https://abload.de/img/826-041fischeln1811198qies.jpg

In der Endschleife Fischeln wartet GTw 826 (Totalwerbung Spielwaren Seidel) auf die Rückfahrt.


b) ZR-GTw 831 – 840, Baujahr 1980

Foto 7:

https://abload.de/img/836-041rheinstrostwalwddhg.jpg

Noch nagelneu fährt M8C-GTw 836 am 8. November 1980 auf SL 041 in die Haltestelle Rheinstraße ein.

Foto 8:

https://abload.de/img/838-041ostwall0811980rpigu.jpg

M8C-GTw 838 kommt am 8. November 1980 auf SL 041 über den Ostwall und erreicht wenig später die Haltestelle Rheinstraße.

Foto 9:

https://abload.de/img/832-043uerdgbhf20011981ecx.jpg

Am 20. Januar 1988 steht M8C-GTw 832 auf SL 043 in der Endstelle am Bahnhof Uerdingen.


c) ZR-GTw 841 – 850, Baujahr 1981

Foto 10:

https://abload.de/img/846-ehbf-wende0805198l7ex0.jpg

M8C-GTw 846 pendelte am 8. Mai 1983 als E-Wagen von Hauptbahnhof zum „Tag der offenen Tür“ im Btf. Weeserweg. Dahinter steht GTw 839 auf SL 042.

Foto 11:

https://abload.de/img/844-043bhfuerdg200119w4fkl.jpg

Am 20. Januar 1988 steht M8C-GTw 844 auf SL 043 in der Wendeanlage am Bhf. Uerdingen bereit für die Rückfahrt.


d) Verkehrsmusem Krefeld Nord

Am Bhf. Krefeld Nord befand sich eine Zeitlang das „Verkehrsmusem Krefeld Nord“, wo einige Fahrzeuge museal untergebracht waren (die Fotos dort entstanden alle am 8. Mai 1983):

Foto 12:

https://abload.de/img/303kr-nord08051983hqiik.jpg

2x+2x-ER-GTw 303, DÜWAG, Bj. 1959

Foto 13:

https://abload.de/img/406kr-nord08051983ariac.jpg

4xGr.ER-Tw 406, DÜWAG, Bj. 1954

Foto 14:

https://abload.de/img/239kr-nord08051983dzebc.jpg

Turmtriebwagen 239, der 1967 aus einer 2xEllok, WaFa Uerdingen, Bj. 1948, umgebaut wurde.

Foto 15:

https://abload.de/img/47kr-nord08051983dji9g.jpg

2xZR.-Leichtbau-Bw 47, DÜWAG, Bj. 1957


e) Tag der offenen Tür am 8. Mai 1983

Am Sonntag, 8. Mai 1983 fand im Btf. Weeserweg ein „Tag der offenen Tür“ statt. Nachfolgend ein paar Impressionen:

Foto 16:

https://abload.de/img/9349weeserweg080519830ndnr.jpg

Der „blaue Zug“, bestehend aus Tw 93, Weyer, Bj. 1900, mit Bw 49, Eigenbau 1969.

Foto 17:

https://abload.de/img/231weeserweg08051983i9dvq.jpg

ATw 231, ex 2x-Aufbau-Tw 201, DÜWAG, Bj. 1949

Foto 18:

https://abload.de/img/235weeserweg08051983bbepc.jpg

ATw 235, Schienenschleifwagen, Schörling, Bj. 1950, 1969 ex Mönchengladbach, dort ATw 508

Foto 19:

https://abload.de/img/238weeserweg08051983e3fz2.jpg

2xEllok 238, WaFa Uerdingen, Bj. 1948, fungierte als Schneepflug. Die baugleiche Ellok 239 (siehe oben) wurde zu einem Turmtriebwagen umgebaut.

Foto 20:

https://abload.de/img/402weeserweg08051983x9c8z.jpg

Fahrschulwagen 402, ex 4xGrER.Tw, DÜWAG, Bj. 1953, drehte seine Runden.

Fotos 21 und 22:

https://abload.de/img/115weeserweg08051983fud3p.jpg

1974 erhielt die KREVAG von der DÜWAG neun 4xGrER.Bw mit den Wagennnummern 112 bis 120 in der weniger üblichen Version mit drei Doppeltüren. Hier Bw 115 auf der Schiebebühne…

https://abload.de/img/116weeserweg08051983qtf0x.jpg

… und Bw 116, bei dem vor allem die vordere Doppeltür gut erkennbar ist.

Foto 23:

Die „Krefelder Eisenbahn“ verfügte eine Zeitlang auch über einen „Uerdinger Schienenbus“. Er trägt an der Front zwar die Aufschrift „DUEWAG“, was auf eine Herstellung bei der Waggonfabrik Uerdingen schließen lässt, entsprechende Fahrzeuglisten, z.B. [www.roter-brummer.de] nennen als Hersteller jedoch die WMD, Donauwörth.

https://abload.de/img/vt8928weeserweg080519feerw.jpg

Auch dieser VT konnte im Btf. Weeserweg besichtigt werden.

Foto 24:

Für die Dampflok-Freunde unter uns habe ich auch noch etwas, nämlich die „Graf Bismarck XV“. Die Lok vom Typ D600 wurde 1947 von Henschel, Kassel, gebaut und trug bei der KREVAG die Inventar-Nummer 98-8921, wurde aber auch als Lok 1 bezeichnet. Sie war ursprünglich auf der Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen im Einsatz und wurde 1979 vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen übernommen. Für ihren Einsatz auf der Strecke zum Hülser Berg ab 1980 wurde sie zuvor von Kohle- auf Leichtölfeuerung umgebaut.


https://abload.de/img/lok1weeserweg08051983pxf5f.jpg

Lok 1 wird für ihren Einsatz vorbereitet (ebenfalls Btf. Weeserweg, 8. Mai 1983)


f) last but not least

Beschließen möchte ich meinen Beitrag wieder mit einem Busfoto:

Foto 25:

https://abload.de/img/5633tdot08051983btfwe0pe7v.jpg

An dem bereits erwähnten „Tag der offenen Tür“ am 8. Mai 1983 im Btf. Weeserweg war auch Wagen 5633, ein Büssing BS 110 V Standard, Baujahr 1972, zu bestaunen.


Sachdienliche Anmerkungen und Ergänzungen sind gerne willkommen.
.

EDIT: Datum Verkehrsmuseum Nord ergänzt.
EDIT: ANzahl und Wagennummern der 4xBw korrigiert.
.

https://abload.de/img/buchtitels0dihi.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.19 16:51.

Da stimmt etwas nicht, Lebenslauf der "Graf Bismarck XV"

geschrieben von: Walsum5

Datum: 09.01.19 19:09

Hallo,

die "Graf Bismarck XV", Henschel Typ: D 600, Fabriknummer: 29893 / 1948, befindet sich inzwischen seit fast 40 Jahren in Krefeld.

Viele Grüße

Stefan

[www.dampflokomotivarchiv.de]


http://www.dampflokomotivarchiv.de/imgs/header.jpg


Walsum5 schrieb:

Da stimmt etwas nicht, Lebenslauf der "Graf Bismarck XV".
die "Graf Bismarck XV", Henschel, befindet sich inzwischen seit fast 40 Jahren in Krefeld.

Hallo Stefan,
? ? ? 1979 + 40 Jahre = 2019. Die Rechnung stimmt doch.
Ob die Lok tatsächlich zwischenzeitlich bei der DGEG in BO-Dahlhausen war, bezweifle ich zwar, habe aber derartige Angaben gefunden. Ich bin mir fast sicher, sie damals nicht in Dahlhausen gesehen zu haben.

Oder ist mein Satzbau >>....und wurde 1979 vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen übernommen.<< eventuell missverstandlich?
Es sollte vielleicht besser heißen:
>>...und wurde 1979 durch die KREFAG aus dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen übernommen.<<
Aber wie gesagt, m.E. ist fraglich, ob sie überhaupt je in Dahlhausen war.
Doch doch - nachdem 1978 bei der BLE 146 die Fristen abgelaufen waren, war für gut ein Jahr die "Graf Bismarck 15" vor dem Dahlhauser Museumszug im Einsatz. Das kann ich als "Alter Dahlhauser" und mittlerweile einer der Lokführer dieser Lok guten Gewissens bestätigen. Zu der Zeit war sie allerdings noch rostgefeuert.
Der Maschinist schrieb:
Doch doch - nachdem 1978 bei der BLE 146 die Fristen abgelaufen waren, war für gut ein Jahr die "Graf Bismarck 15" vor dem Dahlhauser Museumszug im Einsatz. Das kann ich als "Alter Dahlhauser" und mittlerweile einer der Lokführer dieser Lok guten Gewissens bestätigen. Zu der Zeit war sie allerdings noch rostgefeuert.
Damals war ich recht häufig in Dahlhausen, aber gesehen habe ich sie nicht. Da stimmt meine Jahrzehnte alte handschriftliche Notiz also doch.
Dann sollte aber jemand das Dampflokarchiv mal ergänzen.
Wieder sehr schöne und interessante Bilder Winfried, vielen Danke fürs zeigen!
Die Großraumwagen hat ein interessanter Türfolge 2-2-1 (v-h). War die Krefelder Großraumwagen immer so, oder wurde sie irgendwann umgebaut?
Bilder von die Kurzgelenkwagen freut mich immer. Schade das einer nicht erhalten blieb.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
Mega! Ich erinnere mich noch dunkel an das Straßenbahnmuseum, als Kind war ich öfters mit meinem Vater dort.
Wann wurde Bild 13 aufgenommen? Ich frage mich, ob ich wohl der Junge im Bild sein könnte. :-)
Greo schrieb:
Wann wurde Bild 13 aufgenommen?

Die Fotos dort entstanden ebenfalls am 8. Mai 1983.
Datum im Beitrag ergänzt.
MSS schrieb:
Wieder sehr schöne und interessante Bilder Winfried, vielen Danke fürs zeigen!
Die Großraumwagen hat ein interessanter Türfolge 2-2-1 (v-h). War die Krefelder Großraumwagen immer so, oder wurde sie irgendwann umgebaut?
Bilder von die Kurzgelenkwagen freut mich immer. Schade das einer nicht erhalten blieb.
Wenn ich mich recht erinnere, war früher der Einstieg hinten, am Schaffnerplatz vorbei. Da bringt eine Doppeltür eher wenig.

Gruß,
Andre Joost
Andre Joost schrieb:
Wenn ich mich recht erinnere, war früher der Einstieg hinten, am Schaffnerplatz vorbei. Da bringt eine Doppeltür eher wenig.

Spätestens mit der generellen Einführung der 4xGroßraum-Wagen gab es einen stationären Schaffnerplatz im Heck, an dem die Fahrgäste vorbei mussten.
Dennoch hatten fast alle Trieb- und Beiwagen hinten eine Doppeltür. Krefeld war darin eine der ganz wenigen Ausnahmen.
Das kann also nicht de Grund gewesen sein.

Re: Die Straßenbahn in Krefeld in den 1980er Jahren

geschrieben von: MSS

Datum: 10.01.19 12:44

Genau bei die gezeigten Grossraumwagen sind der Einfachtür hinten, statt vorne wie üblich.
Vielleicht war in Krefeld der Schaffnerplatz vorne?

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
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? Frage zu Bild 14: Turmtriebwagen 239 ?

geschrieben von: vierachser

Datum: 10.01.19 14:41

Hallo,

vielen Dank für den interessanten Rundgang durch die Betriebsfahrzeuge von Krefeld in den 80er.
Das Museum habe ich damals auch besucht, kann mich aber an einen Turmtriebwagen 239 (Bild 14) nicht erinnern.

Meine Frage dazu: Ist er in dem Zustand tatsächlich noch ein Triebwagen? Da für den Stromabnehmer auf dem Dach ja kein Platz mehr ist, würde mich dann die Antriebsart interessieren.
Weiß da jemand mehr über dieses Fahrzeug? Ist er nach Schließung des Museums verschrottet worden?

Gruß vom vierachser



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 14:41.
Winfried Roth schrieb:
Greo schrieb:
Wann wurde Bild 13 aufgenommen?
Die Fotos dort entstanden ebenfalls am 8. Mai 1983.
Datum im Beitrag ergänzt.
Alles klar, dann bin ich es doch nicht. Da war ich noch in Arbeit. :-D



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 15:54.

Re: ? Frage zu Bild 14: Turmtriebwagen 239 ?

geschrieben von: MSS

Datum: 10.01.19 18:42

Der Stromabnehmer sind an ein Gerüst am Rückseite plaziert. Der Gerüst erkannt man gerade durch die Fenster, der Stromabnehmer sind aber entweder demontiert oder versteckt.
Hier gibt es ein seitlichen Foto der Wagen:
[www.moebahn.de]

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
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Re: ? Frage zu Bild 14: Turmtriebwagen 239 ?

geschrieben von: martin welzel

Datum: 10.01.19 19:15

Der Stromabnehmer ist im Bild 15 gut zu erkennen.

MArtin
Winfried Roth schrieb:
Foto 1:

https://abload.de/img/812-042rheinstr0811980kid9.jpg


Am Samstag, 8. November 1980 fährt GTw 812 (mit Totalwerbung für Schwanenmarkt) auf SL 042 in die Haltestelle Rheinstraße ein.

Moin!

Der 812 hat seine Werbung ja extrem lange draufgehabt. Ich konnte ihn mit seinem Fachwerkdesign im Juni 1998 nur wenige Meter weiter erwischen.

https://farm5.staticflickr.com/4544/38204535655_f919fae3b7_o.jpg
KRE_812_199806 by M B, auf Flickr

Gruß
Marcus

Viele Straßenbahn-Bilder bei Flickr: [www.flickr.com]

Re: ? Frage zu Bild 14: Turmtriebwagen 239 ?

geschrieben von: vierachser

Datum: 10.01.19 23:07

MSS schrieb:
Der Stromabnehmer sind an ein Gerüst am Rückseite plaziert. Der Gerüst erkannt man gerade durch die Fenster, der Stromabnehmer sind aber entweder demontiert oder versteckt.
Hier gibt es ein seitlichen Foto der Wagen:
[www.moebahn.de]
Vielen Dank für das Seitenfoto. Jetzt kann ich auch auf Bild 15 etwas erkennen. Aber ohne das Seitenbild
hätte ich es nicht verstanden.

Ist ja ein interessanter Umbau. Aus einer Lok einen Turmtriebwagen zu machen dürfte auch nicht häufig
vorgekommen sein.

Hat der ATw denn überlebt, oder wurde er verschrottet? Weiß das jemand?

Gruß vom vierachser
Nun fährt die "Graf Bismark" genannt der Schluff hier zum Hülser Berg.
DSC_0132.JPG

Re: Türanordnung Großraumwagen

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 11.01.19 15:12

Moin zusammen,

ich hänge mich mal an Mortens (MSS) letzten Beitrag zur ungelösten Türfrage an. Zunächst sei dem Themeneröffner Winfried für die schöne Bilderstrecke gedankt. Zurzeit habe ich es nicht so mit Online-Sitzungen; deshalb bekomme ich so manches interessante Thema erst verspätet mit.

Ehrlich gesagt, wundert es mich, dass die Geschichte der Türanordnung hier noch nicht abschließend geklärt wurde. Die zwölf Krefelder Großraumtriebwagen (401-406, schmale Seitenfenster, Bj. 1953, sowie 411-416, breite Seitenfenster, Bj. 1957) wurden selbstverständlich alle mit Schaffnerplatz hinten, Fahrgastfluss von hinten nach vorne und der passenden Türfolge 2-2-1> (> = Fahrtrichtung) in Dienst gestellt. Erst beim Umbau auf Einmannbetrieb wurde die Türanordnung auf 1-2-2> geändert. Diese Umbauvariante war in der Tat nicht weit verbreitet und ist mir ansonsten nur noch aus Hannover und Hamburg bekannt (dort allerdings in jeweils großer Stückzahl).

In der Hoffnung, geholfen zu haben, grüßt aus HH
Helmut U.

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 11.01.19 16:25

Winfried Roth schrieb (zu seinen Bildern 21 und 22):

>>> 1974 erhielt die KREVAG von der DÜWAG acht 4xGrER.Bw mit den Wagennnummern 113 bis 120 in der weniger üblichen Version mit drei Doppeltüren.<<<

Hallo Winfried,

ich erlaube mir eine kleine Korrektur: Es waren neun Bw, deren Nummernreihe bei 112 begann. Und es handelte sich genau genommen um einen KREVAG-Individualtyp, der mit den längeren Wagen für Köln und Darmstadt (ebenfalls je drei Doppeltüren) nicht wirklich verwandt war.


Viele Grüße
Helmut

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 11.01.19 16:55

Helmut Ulrich schrieb:
ich erlaube mir eine kleine Korrektur: Es waren neun Bw, deren Nummernreihe bei 112 begann.

Ich habe nochmal recherchiert, und Du hast - natürlich - Recht. Es waren neun Beiwagen mit den Nummern 112 bis 120. Allerdings wurde Bw 112 bereits im Jahre 1977 nach einem Unfall verschrottet. Muss wohl heftig gewesen sein.
.

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 11.01.19 17:30

Richtig, die unfallbedingte Frühverschrottung hatte ich nicht mehr auf dem Schirm ;-)

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 11.01.19 17:44

Helmut Ulrich schrieb:
Richtig, die unfallbedingte Frühverschrottung hatte ich nicht mehr auf dem Schirm ;-)

Na siehst Du. Gut, dass wir darüber gesprochen haben. :-)

Re: ? Frage zu Bild 14: Turmtriebwagen 239 ?

geschrieben von: spotter

Datum: 12.01.19 17:32

Auch 239 ist leider den Weg alten Eisens gegangen als die Museumsfahrzeuge 1989 Hals über Kopf verschrottet wurden.

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: spotter

Datum: 12.01.19 17:41

Ja, der Einschlag war ziemlich heftig. Irgendwo müßte ich noch den damaligen Zeitungsbericht mit einem Foto haben.

Die Beiwagen kamen ja ausschließlich auf der Linie 4 zum Einsatz. Da gibt bzw. gab es im Bereich der Haltestelle Rembertstr. eine niveaugleiche Kreuzung mit einem heute stillgelegten Gleis der Krefelder Hafenbahn. Wer jetzt Schuld hatte weiß ich nicht mehr, aber jedenfalls war der 112 ganz deutlich der Schwächere.

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

Re: Türanordnung Großraumwagen

geschrieben von: MSS

Datum: 12.01.19 17:57

Helmut Ulrich schrieb:
Moin zusammen,

ich hänge mich mal an Mortens (MSS) letzten Beitrag zur ungelösten Türfrage an. Zunächst sei dem Themeneröffner Winfried für die schöne Bilderstrecke gedankt. Zurzeit habe ich es nicht so mit Online-Sitzungen; deshalb bekomme ich so manches interessante Thema erst verspätet mit.

Ehrlich gesagt, wundert es mich, dass die Geschichte der Türanordnung hier noch nicht abschließend geklärt wurde. Die zwölf Krefelder Großraumtriebwagen (401-406, schmale Seitenfenster, Bj. 1953, sowie 411-416, breite Seitenfenster, Bj. 1957) wurden selbstverständlich alle mit Schaffnerplatz hinten, Fahrgastfluss von hinten nach vorne und der passenden Türfolge 2-2-1> (> = Fahrtrichtung) in Dienst gestellt. Erst beim Umbau auf Einmannbetrieb wurde die Türanordnung auf 1-2-2> geändert. Diese Umbauvariante war in der Tat nicht weit verbreitet und ist mir ansonsten nur noch aus Hannover und Hamburg bekannt (dort allerdings in jeweils großer Stückzahl).

In der Hoffnung, geholfen zu haben, grüßt aus HH
Helmut U.
Bestimmt doch, damit sollte alles erklärt werden :-)
Es fasziniert mich immer wie viel an die Straßenbahnen damals umgebaut wurde.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
Inspiriert durch dieser Thread habe ich "meine" Krefelder Fotos aus 1989 etwas bearbeitet,
sie sind in dieser alter Thread zu sehen:

[www.drehscheibe-online.de]

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
Am 7. Juni 1977 fuhr eine Lok der Hafenbahn Krefeld (Fabrikat Jung) an einer Schienenkreuzung in Krefeld-Oppum unmittelbar an der Stadtgrenze zu Krefeld-Linn in den Beiwagen der 112 der Krevag, der auf der Linie 4 in Richtung Rheinhafen unterwegs war.

Der Unfall ereignete sich um 15.46 Uhr, im Beiwagen saßen gottlob nur drei Fahrgäste (ein Schwer-, zwei Leichtverletzte).

Die Lok überstand den Unfall, der Beiwagen 112 nicht.

2019 ist die Strecke der Hafenbahn Krefeld zum Industriegebiet Bruchfeld stillgelegt und wartet auf Abbau und Umwandliung in einen Radweg.(Krefelder Promenade)

Nach einer Finanzierungsumstellung des VRR (Sitzplatzkilometer) wurden die Beiwagen um 1985 abgestellt, warteten noch ein paar Jahre im Depot Hüls auf Käufer (was wegen der Wagenkastenbreite nicht gelang) und wurden um 1988 herum verschrottet.

Quelle: Westdeutsche Zeitung / Archiv W. Bankstahl


Archivator
Archivator schrieb:
Nach einer Finanzierungsumstellung des VRR (Sitzplatzkilometer) wurden die Beiwagen um 1985 abgestellt, warteten noch ein paar Jahre im Depot Hüls auf Käufer (was wegen der Wagenkastenbreite nicht gelang) und wurden um 1988 herum verschrottet.
Na ja, die HEAG Darmstadt hätte sie durchaus einsetzen können. Aber ich vermute mal, dass die alten Bielefelder Kisten sehr viel günstiger zu haben waren. Und da es eh nur um eine Übergangslösung ging, war schließlich wohl allein der Preis ausschlaggebend.
[Edit:] O.k., mir fällt gerade noch ein, dass sowohl in BI als auch in DA BSI-Kompaktkupplungen verwendet wurden, sodass ein aufwendiger Umbau entfiel.

Gruß
Helmut U.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.19 16:51.
Hallo Winfried,

auch ich möchte Dank sagen für deinen gar nicht mal so kleinen Überblick über Krefelder Fahrzeuge. Vor allem die Aufnahmen der Arbeitsfahrzeuge gefallen mir.
Der Krefelder Betrieb zählt auch zu denen, die ich schlichtweg zu selten aufgesucht habe. Und wenn, dann kam ich häufig schon zu spät, um die Wunschwagen im Betriebsdienst noch zu erwischen.

Ich komme aber gerne deiner Aufforderung um traditionelle Ergänzung nach und möchte den DÜWAG-Beiwagen 118 von der Nichttürseite zeigen.
An sich nichts besonderes, wenn er nicht hier am 16.04.1985 mit einer äußerst kurzzeitigen Reklame behaftet wäre.
Ich meine, die Aufnahme im Innenstadtbereich gemacht zu haben. Bitte aber hier um Unterstützung.

https://abload.de/img/kr11816-4-85rschh3j8l.jpg


Ich denke, du erlaubst, dass ich deinen Beitrag nutze, um Hilfe zu zwei Aufnahmen zu erhalten, die mir mit dem Recht der Veröffentlichung überlassen wurden.
Könnte es sich hier um den eingleisigen Abschnitt nach Hüls handeln?

https://abload.de/img/kr8342xbajskry.jpg


Vielleicht kann hier anhand der Reklame jemand die zutreffende Wagennummer zwischen 301 und 306 zuordnen. Die Aufnahme datiere ich um 1970.
Ich bedanke mich im Voraus
Beste Grüße
Wolfgang

https://abload.de/img/krxxxhyjz1.jpg

Wolfgang Nyga schrieb:
Ich meine, die Aufnahme im Innenstadtbereich gemacht zu haben. Bitte aber hier um Unterstützung.

https://abload.de/img/kr11816-4-85rschh3j8l.jpg


Ich denke, du erlaubst, dass ich deinen Beitrag nutze, um Hilfe zu zwei Aufnahmen zu erhalten, die mir mit dem Recht der Veröffentlichung überlassen wurden.
Könnte es sich hier um den eingleisigen Abschnitt nach Hüls handeln?

https://abload.de/img/kr8342xbajskry.jpg

[url=http://abload.de/image.php?img=krxxxhyjz1.jpg][/url]
Das erste Bild ist auf der östlichen Hansastraße entstanden, an der neuen Haltestelle von/nach Hüls (noch ohne Mitteöstreifenbewuchs).
Das zweite ist auf dem Weg nach St. Tönis an der Kreuzung Oberbenrader Straße. Nach Hüls fuhren die M8 damals eher selten.
Das letzte Bild wieder auf der Hansastraße, diesmal westlich des Ostwalls, wo heute die Fußgängerzone endet.

Gruß,
Andre Joost
Archivator schrieb:
Am 7. Juni 1977 fuhr eine Lok der Hafenbahn Krefeld (Fabrikat Jung) an einer Schienenkreuzung in Krefeld-Oppum unmittelbar an der Stadtgrenze zu Krefeld-Linn in den Beiwagen der 112 der Krevag, der auf der Linie 4 in Richtung Rheinhafen unterwegs war.

Der Unfall ereignete sich um 15.46 Uhr, im Beiwagen saßen gottlob nur drei Fahrgäste (ein Schwer-, zwei Leichtverletzte).

Die Lok überstand den Unfall, der Beiwagen 112 nicht.

2019 ist die Strecke der Hafenbahn Krefeld zum Industriegebiet Bruchfeld stillgelegt und wartet auf Abbau und Umwandliung in einen Radweg.(Krefelder Promenade)

Nach einer Finanzierungsumstellung des VRR (Sitzplatzkilometer) wurden die Beiwagen um 1985 abgestellt, warteten noch ein paar Jahre im Depot Hüls auf Käufer (was wegen der Wagenkastenbreite nicht gelang) und wurden um 1988 herum verschrottet.

Quelle: Westdeutsche Zeitung / Archiv W. Bankstahl


Archivator
Dieses Bild habe ich vor längerer Zeit einmal zu dem erwähnten Unfall bekommen. Autor ist mir leider unbekannt.
https://up.picr.de/34838697tb.jpg

Re: Frage zur Fensterbreite der Krefelder Beiwagen

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 14.01.19 14:12

Hallo Wolfgang,

besten Dank für das Foto von der "linken" Seite des Bw 118. Diese Ansicht habe ich bislang nur äußerst selten gesehen. Weiß jemand aus dem Kreis der Mitleser, ob diese Beiwagen links Fenster mit der verringerten Breite (~1150 statt ~1350 mm) hatten? Zumindest die sieben Fahrgastraumfenster sehen danach aus, während die Plattformfenster "normal" breit wirken. Da es sich um die kürzesten Düwag-Großraumbeiwagen überhaupt handelte, könnte meine Vermutung stimmen.

[Edit:] Nö, ich hab's gerade mit meinem Zeichenprogramm ausprobiert. Die beiden in den 1960er-Jahren von der Düwag ausschließlich verwendeten Fenster-Rastermaße passen nicht. Möglich, dass der Hersteller diesbezüglich in den 70ern schon flexibler war.

Grüße aus HH
Helmut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.19 15:48.

Re: Frage zur Fensterbreite der Krefelder Beiwagen

geschrieben von: MSS

Datum: 14.01.19 23:37

Hallo Helmut,

Die Straßenseitige Fenster war identisch zu andere Beiwagen, z.b. die Rheinbahn Beiwagen 1633-1700.

Das einzige eigenartige bei die Krefelder war die drei Doppeltüren und die daraus resultierende 2 1/2, statt 3 Fenster zwischen die Türen.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 15.01.19 15:06

Helmut Ulrich schrieb:
besten Dank für das Foto von der "linken" Seite des Bw 118. Diese Ansicht habe ich bislang nur äußerst selten gesehen.

Hallo Helmut, wenn ich gewusst hätte, dass die linke Bw-Seite von solchem Interesse ist, hätte ich auch noch folgendes Foto gezeigt.
Es zeigt Bw 120, ebenfalls am 8. Mai 1983 im Btf. Weeserweg:


https://abload.de/img/120weeserweg08051983h7k05.jpg


Das „Taschenbuch Deutsche Straßenbahn-Beiwagen“ von Martin Pabst führt für diese Krefelder Beiwagen folgende Daten auf:
Länge: 13,0 m
Breite: 2,35 m
Leergewicht: 10,5 to
Achsstand: 1,8/6,0 m
Platzangebot: 130, davon 36 Sitzplätze

EDIT: Daten ergänzt.
.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 15:41.

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: MSS

Datum: 15.01.19 16:18

Ach so, jetzt sehe ich es! Der Heck sind breit wie bei die Gelenkwagen.
Bei die Düsseldorf sind es schmaler:
[farm1.static.flickr.com]
Der Fensterteiler sieht aber gleich aus. Also 7 Fenster mittig, und je ein etwas längeren (?) Fenster an jeder ende.
Ich denke, entweder schwenkte die Krefelder in Bögen etwas mehr aus, oder der Drehzafenabstand war etwas grösser als bei z.b. die Rheinbahnwagen.

Das der Heck breiter waren sollte ich eigentlich schon bemerkt haben, es befindet sich ja auch ein Bild davon in mein fundus (Sonderfahrt in 1989):

http://mortenschmidt.piwigo.com/i?/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2013/02/27/20130227013447-881192a9-me.jpg

MFG
Morten aus Dänemark

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http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 16:42.

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 15.01.19 17:10

Hallo Morten,

die Rheinbahn-Beiwagen waren 13.560 mm lang, die Krefelder nur 13.000 (wie Winfried bereits ergänzt und mit einem schönen Foto illustriert hat). Die Drehzapfenabstände betrugen jeweils 6000 mm. Die Wagen der Rheinbahn hatten vorne nur 3540 mm Überhang und den breiten Bug, hinten dagegen 4020 mit dem schlanken, klassischen Großraumwagenheck. Solche Beiwagen gab es auch in Frankfurt/Main (Typ m) sowie als schmale Ausführung in Bielefeld, Bonn und Essen. Die Krefelder sind dagegen symmetrisch, mit je 3500 mm Überhang vorne und hinten. Das linksseitige Düsseldorfer Fensterraster wäre für die deutlich kürzeren KR-Bw viel zu lang; zumindest die sieben Fahrgastraumfenster müssen etwas schmäler sein. Und das läuft auf ein Maß hinaus, das ich bisher nicht kannte. Eine unendliche Geschichte ... ;-)

Viele Grüße aus Hamburg
Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 17:11.

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 15.01.19 18:00

Zur Verdeutlichung hier mal eine eben in aller Schnelle hingeschluderte Vergleichsskizze . Maßstäblichkeit und Proportionen sind o.k., Details dagegen nicht, am wenigsten die Drehgestelle. aber darauf kommt es hier ja nicht an ;-)

https://abload.de/img/frage_krefeld6gkzd.jpg

Die Fenster des Düsseldorfer Typs sind über alles (also inkl. Gummieinfassung) ziemlich genau 1350 mm breit (damals Düwag-Standardrastermaß). Beim Krefelder müssten es ca. 1300 sein, anders passt es nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 18:07.

Re: zu Skizze Krefelder Beiwagen

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 15.01.19 19:05

Helmut Ulrich schrieb:
Zur Verdeutlichung hier mal eine eben in aller Schnelle hingeschluderte Vergleichsskizze

"Hingeschludert" ist ja wohl eine absolut starke Untertreibung. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell und konkret Du derartige Details in eine brauchbare und verständliche Zeichnung umsetzen kannst.
.

Re: Danke für die Blumen ;-) (o.w.T)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 15.01.19 19:49

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Krefelder Beiwagen (1 w. B. v. 120)

geschrieben von: Wolfgang Nyga

Datum: 15.01.19 21:24

Wenn ich geahnt hätte, dass Helmut auf die Schnelle eine so phänomenale Zeichnung präsentiert, hätte ich doch direkt (passend dazu) den 120 gezeigt . . . ;-)

https://abload.de/img/kr120btfiqjdn.jpg





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.19 08:42.

Re: Krefelder Beiwagen (1 w. B. v. 120)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 16.01.19 15:05

Hey, Leute,

eure Begeisterung freut mich ja ;-) Aber das Blatt ist wirklich nur ein Schnellschuss zur verständlichen Darstellung der Unterschiede. Die einzige Links-Seiten-Zeichnung eines großfenstrigen ER-Beiwagens in meinem Skizzenarchiv war die der 14.080 mm langen hannoverschen "Breitraum"-Wagen. Ich musste sie nur am Bug deutlich und am Heck geringfügig kürzen, um die in den 1960ern typische asymmetrische Längenaufteilung à la Rheinbahn hinzubekommen; Seitenfensterfolge und -größe sind identisch. Daraus im nächsten Schritt den kurzen Krefelder abzuleiten, war dann auch kein Problem mehr. Die Üstra-LHB-Drehgestelle habe ich kurzerhand drangelassen, obwohl es die nirgendwo sonst gab. Und die Besonderheiten der Düsseldorfer Verglasung (bei Lieferung immer abwechselnd Übersetz- und Festfenster) waren mir in der Kürze der Zeit auch kein Herzensanliegen mehr ;-)

[Edit:] Mich hat vor allem überrascht, dass sich die Düwag in den 1970ern in Sachen Fensterbreite offenbar etwas flexibler zeigte. Bis etwa 1966 gab es bei den Gelenkwagen und Breitfenster-Großraumwagen aus diesem Hause tatsächlich nur die Maße ~1350 mm (Standard) und ~1150 mm (recht häufige Ausnahme). Danach kam noch ~1450 mm dazu, rechtsseitig für die mit Doppeltür versehenen Achtachser-Mittelteile in D und DU. (Die gelenknahen Halbabteilfenster sind natürlich ein Kapitel für sich und hier nicht berücksichtigt.)

Viele Grüße
Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.01.19 15:16.