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Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 11.01.19 16:55

Helmut Ulrich schrieb:
ich erlaube mir eine kleine Korrektur: Es waren neun Bw, deren Nummernreihe bei 112 begann.

Ich habe nochmal recherchiert, und Du hast - natürlich - Recht. Es waren neun Beiwagen mit den Nummern 112 bis 120. Allerdings wurde Bw 112 bereits im Jahre 1977 nach einem Unfall verschrottet. Muss wohl heftig gewesen sein.
.

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 11.01.19 17:30

Richtig, die unfallbedingte Frühverschrottung hatte ich nicht mehr auf dem Schirm ;-)

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 11.01.19 17:44

Helmut Ulrich schrieb:
Richtig, die unfallbedingte Frühverschrottung hatte ich nicht mehr auf dem Schirm ;-)

Na siehst Du. Gut, dass wir darüber gesprochen haben. :-)

Re: ? Frage zu Bild 14: Turmtriebwagen 239 ?

geschrieben von: spotter

Datum: 12.01.19 17:32

Auch 239 ist leider den Weg alten Eisens gegangen als die Museumsfahrzeuge 1989 Hals über Kopf verschrottet wurden.

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

Re: Krefelder Düwag-Beiwagen

geschrieben von: spotter

Datum: 12.01.19 17:41

Ja, der Einschlag war ziemlich heftig. Irgendwo müßte ich noch den damaligen Zeitungsbericht mit einem Foto haben.

Die Beiwagen kamen ja ausschließlich auf der Linie 4 zum Einsatz. Da gibt bzw. gab es im Bereich der Haltestelle Rembertstr. eine niveaugleiche Kreuzung mit einem heute stillgelegten Gleis der Krefelder Hafenbahn. Wer jetzt Schuld hatte weiß ich nicht mehr, aber jedenfalls war der 112 ganz deutlich der Schwächere.

Da mein Provider den Hostdienst für Bilder zum 31.01.2017 eingestellt hat, sind alle Bilder aus meinen Beiträgen vor diesem Zeitpunkt gelöscht.

Re: Türanordnung Großraumwagen

geschrieben von: MSS

Datum: 12.01.19 17:57

Helmut Ulrich schrieb:
Moin zusammen,

ich hänge mich mal an Mortens (MSS) letzten Beitrag zur ungelösten Türfrage an. Zunächst sei dem Themeneröffner Winfried für die schöne Bilderstrecke gedankt. Zurzeit habe ich es nicht so mit Online-Sitzungen; deshalb bekomme ich so manches interessante Thema erst verspätet mit.

Ehrlich gesagt, wundert es mich, dass die Geschichte der Türanordnung hier noch nicht abschließend geklärt wurde. Die zwölf Krefelder Großraumtriebwagen (401-406, schmale Seitenfenster, Bj. 1953, sowie 411-416, breite Seitenfenster, Bj. 1957) wurden selbstverständlich alle mit Schaffnerplatz hinten, Fahrgastfluss von hinten nach vorne und der passenden Türfolge 2-2-1> (> = Fahrtrichtung) in Dienst gestellt. Erst beim Umbau auf Einmannbetrieb wurde die Türanordnung auf 1-2-2> geändert. Diese Umbauvariante war in der Tat nicht weit verbreitet und ist mir ansonsten nur noch aus Hannover und Hamburg bekannt (dort allerdings in jeweils großer Stückzahl).

In der Hoffnung, geholfen zu haben, grüßt aus HH
Helmut U.
Bestimmt doch, damit sollte alles erklärt werden :-)
Es fasziniert mich immer wie viel an die Straßenbahnen damals umgebaut wurde.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
Inspiriert durch dieser Thread habe ich "meine" Krefelder Fotos aus 1989 etwas bearbeitet,
sie sind in dieser alter Thread zu sehen:

[www.drehscheibe-online.de]

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
Am 7. Juni 1977 fuhr eine Lok der Hafenbahn Krefeld (Fabrikat Jung) an einer Schienenkreuzung in Krefeld-Oppum unmittelbar an der Stadtgrenze zu Krefeld-Linn in den Beiwagen der 112 der Krevag, der auf der Linie 4 in Richtung Rheinhafen unterwegs war.

Der Unfall ereignete sich um 15.46 Uhr, im Beiwagen saßen gottlob nur drei Fahrgäste (ein Schwer-, zwei Leichtverletzte).

Die Lok überstand den Unfall, der Beiwagen 112 nicht.

2019 ist die Strecke der Hafenbahn Krefeld zum Industriegebiet Bruchfeld stillgelegt und wartet auf Abbau und Umwandliung in einen Radweg.(Krefelder Promenade)

Nach einer Finanzierungsumstellung des VRR (Sitzplatzkilometer) wurden die Beiwagen um 1985 abgestellt, warteten noch ein paar Jahre im Depot Hüls auf Käufer (was wegen der Wagenkastenbreite nicht gelang) und wurden um 1988 herum verschrottet.

Quelle: Westdeutsche Zeitung / Archiv W. Bankstahl


Archivator
Archivator schrieb:
Nach einer Finanzierungsumstellung des VRR (Sitzplatzkilometer) wurden die Beiwagen um 1985 abgestellt, warteten noch ein paar Jahre im Depot Hüls auf Käufer (was wegen der Wagenkastenbreite nicht gelang) und wurden um 1988 herum verschrottet.
Na ja, die HEAG Darmstadt hätte sie durchaus einsetzen können. Aber ich vermute mal, dass die alten Bielefelder Kisten sehr viel günstiger zu haben waren. Und da es eh nur um eine Übergangslösung ging, war schließlich wohl allein der Preis ausschlaggebend.
[Edit:] O.k., mir fällt gerade noch ein, dass sowohl in BI als auch in DA BSI-Kompaktkupplungen verwendet wurden, sodass ein aufwendiger Umbau entfiel.

Gruß
Helmut U.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.19 16:51.
Hallo Winfried,

auch ich möchte Dank sagen für deinen gar nicht mal so kleinen Überblick über Krefelder Fahrzeuge. Vor allem die Aufnahmen der Arbeitsfahrzeuge gefallen mir.
Der Krefelder Betrieb zählt auch zu denen, die ich schlichtweg zu selten aufgesucht habe. Und wenn, dann kam ich häufig schon zu spät, um die Wunschwagen im Betriebsdienst noch zu erwischen.

Ich komme aber gerne deiner Aufforderung um traditionelle Ergänzung nach und möchte den DÜWAG-Beiwagen 118 von der Nichttürseite zeigen.
An sich nichts besonderes, wenn er nicht hier am 16.04.1985 mit einer äußerst kurzzeitigen Reklame behaftet wäre.
Ich meine, die Aufnahme im Innenstadtbereich gemacht zu haben. Bitte aber hier um Unterstützung.

https://abload.de/img/kr11816-4-85rschh3j8l.jpg


Ich denke, du erlaubst, dass ich deinen Beitrag nutze, um Hilfe zu zwei Aufnahmen zu erhalten, die mir mit dem Recht der Veröffentlichung überlassen wurden.
Könnte es sich hier um den eingleisigen Abschnitt nach Hüls handeln?

https://abload.de/img/kr8342xbajskry.jpg


Vielleicht kann hier anhand der Reklame jemand die zutreffende Wagennummer zwischen 301 und 306 zuordnen. Die Aufnahme datiere ich um 1970.
Ich bedanke mich im Voraus
Beste Grüße
Wolfgang

https://abload.de/img/krxxxhyjz1.jpg

Wolfgang Nyga schrieb:
Ich meine, die Aufnahme im Innenstadtbereich gemacht zu haben. Bitte aber hier um Unterstützung.

https://abload.de/img/kr11816-4-85rschh3j8l.jpg


Ich denke, du erlaubst, dass ich deinen Beitrag nutze, um Hilfe zu zwei Aufnahmen zu erhalten, die mir mit dem Recht der Veröffentlichung überlassen wurden.
Könnte es sich hier um den eingleisigen Abschnitt nach Hüls handeln?

https://abload.de/img/kr8342xbajskry.jpg

[url=http://abload.de/image.php?img=krxxxhyjz1.jpg][/url]
Das erste Bild ist auf der östlichen Hansastraße entstanden, an der neuen Haltestelle von/nach Hüls (noch ohne Mitteöstreifenbewuchs).
Das zweite ist auf dem Weg nach St. Tönis an der Kreuzung Oberbenrader Straße. Nach Hüls fuhren die M8 damals eher selten.
Das letzte Bild wieder auf der Hansastraße, diesmal westlich des Ostwalls, wo heute die Fußgängerzone endet.

Gruß,
Andre Joost
Archivator schrieb:
Am 7. Juni 1977 fuhr eine Lok der Hafenbahn Krefeld (Fabrikat Jung) an einer Schienenkreuzung in Krefeld-Oppum unmittelbar an der Stadtgrenze zu Krefeld-Linn in den Beiwagen der 112 der Krevag, der auf der Linie 4 in Richtung Rheinhafen unterwegs war.

Der Unfall ereignete sich um 15.46 Uhr, im Beiwagen saßen gottlob nur drei Fahrgäste (ein Schwer-, zwei Leichtverletzte).

Die Lok überstand den Unfall, der Beiwagen 112 nicht.

2019 ist die Strecke der Hafenbahn Krefeld zum Industriegebiet Bruchfeld stillgelegt und wartet auf Abbau und Umwandliung in einen Radweg.(Krefelder Promenade)

Nach einer Finanzierungsumstellung des VRR (Sitzplatzkilometer) wurden die Beiwagen um 1985 abgestellt, warteten noch ein paar Jahre im Depot Hüls auf Käufer (was wegen der Wagenkastenbreite nicht gelang) und wurden um 1988 herum verschrottet.

Quelle: Westdeutsche Zeitung / Archiv W. Bankstahl


Archivator
Dieses Bild habe ich vor längerer Zeit einmal zu dem erwähnten Unfall bekommen. Autor ist mir leider unbekannt.
https://up.picr.de/34838697tb.jpg

Re: Frage zur Fensterbreite der Krefelder Beiwagen

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 14.01.19 14:12

Hallo Wolfgang,

besten Dank für das Foto von der "linken" Seite des Bw 118. Diese Ansicht habe ich bislang nur äußerst selten gesehen. Weiß jemand aus dem Kreis der Mitleser, ob diese Beiwagen links Fenster mit der verringerten Breite (~1150 statt ~1350 mm) hatten? Zumindest die sieben Fahrgastraumfenster sehen danach aus, während die Plattformfenster "normal" breit wirken. Da es sich um die kürzesten Düwag-Großraumbeiwagen überhaupt handelte, könnte meine Vermutung stimmen.

[Edit:] Nö, ich hab's gerade mit meinem Zeichenprogramm ausprobiert. Die beiden in den 1960er-Jahren von der Düwag ausschließlich verwendeten Fenster-Rastermaße passen nicht. Möglich, dass der Hersteller diesbezüglich in den 70ern schon flexibler war.

Grüße aus HH
Helmut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.19 15:48.

Re: Frage zur Fensterbreite der Krefelder Beiwagen

geschrieben von: MSS

Datum: 14.01.19 23:37

Hallo Helmut,

Die Straßenseitige Fenster war identisch zu andere Beiwagen, z.b. die Rheinbahn Beiwagen 1633-1700.

Das einzige eigenartige bei die Krefelder war die drei Doppeltüren und die daraus resultierende 2 1/2, statt 3 Fenster zwischen die Türen.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 15.01.19 15:06

Helmut Ulrich schrieb:
besten Dank für das Foto von der "linken" Seite des Bw 118. Diese Ansicht habe ich bislang nur äußerst selten gesehen.

Hallo Helmut, wenn ich gewusst hätte, dass die linke Bw-Seite von solchem Interesse ist, hätte ich auch noch folgendes Foto gezeigt.
Es zeigt Bw 120, ebenfalls am 8. Mai 1983 im Btf. Weeserweg:


https://abload.de/img/120weeserweg08051983h7k05.jpg


Das „Taschenbuch Deutsche Straßenbahn-Beiwagen“ von Martin Pabst führt für diese Krefelder Beiwagen folgende Daten auf:
Länge: 13,0 m
Breite: 2,35 m
Leergewicht: 10,5 to
Achsstand: 1,8/6,0 m
Platzangebot: 130, davon 36 Sitzplätze

EDIT: Daten ergänzt.
.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 15:41.

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: MSS

Datum: 15.01.19 16:18

Ach so, jetzt sehe ich es! Der Heck sind breit wie bei die Gelenkwagen.
Bei die Düsseldorf sind es schmaler:
[farm1.static.flickr.com]
Der Fensterteiler sieht aber gleich aus. Also 7 Fenster mittig, und je ein etwas längeren (?) Fenster an jeder ende.
Ich denke, entweder schwenkte die Krefelder in Bögen etwas mehr aus, oder der Drehzafenabstand war etwas grösser als bei z.b. die Rheinbahnwagen.

Das der Heck breiter waren sollte ich eigentlich schon bemerkt haben, es befindet sich ja auch ein Bild davon in mein fundus (Sonderfahrt in 1989):

http://mortenschmidt.piwigo.com/i?/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2013/02/27/20130227013447-881192a9-me.jpg

MFG
Morten aus Dänemark

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http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 16:42.

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 15.01.19 17:10

Hallo Morten,

die Rheinbahn-Beiwagen waren 13.560 mm lang, die Krefelder nur 13.000 (wie Winfried bereits ergänzt und mit einem schönen Foto illustriert hat). Die Drehzapfenabstände betrugen jeweils 6000 mm. Die Wagen der Rheinbahn hatten vorne nur 3540 mm Überhang und den breiten Bug, hinten dagegen 4020 mit dem schlanken, klassischen Großraumwagenheck. Solche Beiwagen gab es auch in Frankfurt/Main (Typ m) sowie als schmale Ausführung in Bielefeld, Bonn und Essen. Die Krefelder sind dagegen symmetrisch, mit je 3500 mm Überhang vorne und hinten. Das linksseitige Düsseldorfer Fensterraster wäre für die deutlich kürzeren KR-Bw viel zu lang; zumindest die sieben Fahrgastraumfenster müssen etwas schmäler sein. Und das läuft auf ein Maß hinaus, das ich bisher nicht kannte. Eine unendliche Geschichte ... ;-)

Viele Grüße aus Hamburg
Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 17:11.

Re: Krefelder Beiwagen (1 B.)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 15.01.19 18:00

Zur Verdeutlichung hier mal eine eben in aller Schnelle hingeschluderte Vergleichsskizze . Maßstäblichkeit und Proportionen sind o.k., Details dagegen nicht, am wenigsten die Drehgestelle. aber darauf kommt es hier ja nicht an ;-)

https://abload.de/img/frage_krefeld6gkzd.jpg

Die Fenster des Düsseldorfer Typs sind über alles (also inkl. Gummieinfassung) ziemlich genau 1350 mm breit (damals Düwag-Standardrastermaß). Beim Krefelder müssten es ca. 1300 sein, anders passt es nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 18:07.

Re: zu Skizze Krefelder Beiwagen

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 15.01.19 19:05

Helmut Ulrich schrieb:
Zur Verdeutlichung hier mal eine eben in aller Schnelle hingeschluderte Vergleichsskizze

"Hingeschludert" ist ja wohl eine absolut starke Untertreibung. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell und konkret Du derartige Details in eine brauchbare und verständliche Zeichnung umsetzen kannst.
.

Re: Danke für die Blumen ;-) (o.w.T)

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 15.01.19 19:49

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

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