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 04 - Historische Bahn 

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Angemeldet: -

In den Morgenstunden des 28. Dezember 1927 kam es auf der Strecke Paderborn-Horn der PESAG zu einem schweren Unfall (Quelle: Schaumburger Zeitung vom 29. Dezember 1927).
Ein Arbeitszug, bestehend aus einem Triebfahrzeug und einem Waggon befuhr gegen 7 Uhr morgens die Strecke in Richtung Paderborn. An einer Weiche in Höhe der Haltestelle Externsteine löste sich der Wagen vom Triebfahrzeug und raste - unbeleuchtet - bei Dunkelheit Richtung Horn. Dort war der morgendliche Straßenbahnzug abgefahren. In der Dunkelheit erkannte der Triebfahrzeugführer den in der Dunkelheit mit hoher Geschwindigkeit entgegenkommenden unbeleuchteten Wagen erst sehr spät. Beim Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge schwer beschädigt. Der Tf des PESAG-Zuges wurde schwer verletzt, verletzt wurde auch eine nicht genannte Zahl von Fahrgästen.
Weiteres habe ich über das heute vergessene Unglück nicht finden können. Aber vielleicht gibt es ja den einen oder anderen PESAG-Spezialisten, der mehr weiß.

Überhaupt war das Jahr 1927 ein recht schwarzes Jahr für die Straßenbahnen im Weserbergland. Allein in Kassel gab es zwei schwere Unglücke im Druseltal. Zutalrasende Fahrzeuge, Probleme mit den Bremsen - sie bilden den Roten Faden, der sich durch alle drei Unglücke zieht.
Danke für die Information.

Welche Fahrzeuge dabei beteilgt waren, kann ich auch nicht ergänzen. Ich habe auf meiner Seite hier eine Übersicht über die bekannten Arbeitsfahrzeuge der PESAG zusammengestellt. Dabei ist immer schon aufgefallen, dass die Liste lückenhaft ist. Wagen 100 ist über ein Werkbild von Uerdingen nachgewiesen und wurde danach nicht wieder gesehen ... allerdings gibt es in der Nummerngruppe 112 - 117 weitere Lücken. Ein Unfallfoto wäre jetzt der Hit ...

Gruss, christoph beyer





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.10.18 23:03.
Bekannt ist mir ein Unfall aus den 30er Jahren zwischen den Externsteinen und Horn, wo der Tw 27 mit einem Fuhrwerk kollidierte. Ich habe ein Foto des mit Winden angehobenen Wagens, allerdings schaut darunter das tote Pferd hervor, so daß ich das Bild hier nicht zeigen möchte.

Etwas zum Thema Bildberichterstattung

geschrieben von: Zauberer

Datum: 12.10.18 07:47

Bildberichterstattung in Tageszeitung war noch bis Ende der 1920er Jahre die absolute Ausnahme. Die Gründe waren technischer Natur. Viele Tageszeitungen wurden noch in den 1920er Jahren im Hochdruckverfahren gedruckt. Dieses Verfahren ermöglichte zwar das Drucken von Zeichnungen, für das Drucken von Fotografien war dieses Verfahren aber eher ungeeignet, weil durch das Hochdruckverfahren keine Halbtöne gedruckt weren konnten. Ein weiteres Problem stellte die Bildübermittlung dar. Erst ab Ende 1927 war es technisch möglich, Fotografien telegrafisch zu übermitteln. Vorher mussten Bilder und Negative per Post oder per Boten versandt werden - was entsprechend lange dauerte. Da konnten schon einmal ein, zwei Tage ins Land gehen, bis ein Bild den Empfänger erreichte und diese dort dann so entwickelt und bearbeitet werden konnten, dass sie veröffentlichungsreif waren. Meist wurde da dann schon eine andere mediale Sau durchs Dorf getrieben, so dass alles schon veraltet war. Da das alles dann noch sehr arbeitsaufwändig und außerdem teuer war, nahmen kleinere Zeitungen dann meist Abstand davon, Bilder zu veröffentlichen.
Da es bei dem Unfall Personenschaden gab, muss es Gerichtsakten zu dem Unfall geben. Diese müssten neben Aussagen, Stellungnahmen und Gutachten eigentlich auch Bilder enthalten und vermutlich im Kreisarchiv Lippe in Detmold vorliegen. Vermutlich findet Ihr alle erforderlichen Unterlagen und noch viel mehr hier...
Ich habe einmal mehr mein Lieblingshandwerkzeug ;-) bemüht und dabei etwas durchaus erstaunliches in der Gegend der Externsteine gefunden: Es sind tatsächlich noch Spuren der Straßenbahntrasse im Gelände zu entdecken.

Schauen wir zunächst einmal auf die TK25 aus den Jahren 1936 bis 1945. Die Reichsstraße 1 führt schon nicht mehr zwischen der Felsformation hindurch und auch die durchgehende Straßenbahnstrecke nach Paderborn ist in eine schnöde Stichstrecke verwandelt worden, der Straßenverlauf nördlich der Steine ist aber noch erhalten:
Externsteine_Straßenbahntrasse_01.jpg

Heute sieht die gleiche Stelle so aus: Das Hotel Kaiserhof ist verschwunden, dafür ist das Vorfeld des Naturdenkmals mit Parkplätzen zugebaut.
Externsteine_Straßenbahntrasse_04.jpg
Im digitalen Geländemodell ist der alte Straßenverlauf noch als schwache Geländestufe zu erkennen:
Externsteine_Straßenbahntrasse_02.jpg
Vor allem in der rechten oberen Ecke ist die Straße in Form eines Dammes noch recht gut erkennen und auf diesem Abschnitt wird sich das Drama des Unfalls abgespielt haben.

Guter Gruß aus Bochum im tiefen Ruhrpott

--
Markus
Edit: Kommentar zweite Karte +





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.18 21:54.

Trassenrekonstruktion

geschrieben von: sukram01

Datum: 13.10.18 08:31

Dann habe ich mich heute morgen einmal dran begeben und den Trassenverlauf der ersten deutschen Gebirgsstraßenbahn rekonstruiert:

Externsteine_Straßenbahntrasse_05.jpg

Der Scheitelpunkt der Strecke (wo die Trasse die B1 verlässt und in den Wald einbiegt) liegt bei 320 m 330 m über NN, der hier eingezeichnete Endpunkt der Trasse bei Horn liegt bei 237,5 mm über NN, also etwas mehr als 80 m 90 m Höhendifferenz bei einer Streckenlänge von 3,4 km. Das bedeutet eine durchschnittliche Steigung von ~2,65% und da kann ein entlaufener Arbeitswagen schon eine ganz schöne Geschwindigkeit erreichen.

Übrigens ist die Trasse auch hier noch beschrieben:

[www.bahntrassenradeln.de]

--
Markus

Edit: Noch einmal genauer nachgemessen, Scheitelpunkt genauer angegeben





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.18 11:12.
sukram01 schrieb:
und auch die durchgehende Straßenbahnstrecke nach Paderborn ist in eine schnöde Stichstrecke verwandelt worden
Der unbefangene Leser könnte glatt glauben, es hätte zum einen danach keine durchgehende Straßenbahnstrecke nach Paderborn mehr gegeben, zum anderen fragt er sich, was das "auch" zu bedeuten hat. Welche Strecke wurde denn sonst noch in eine Stichstrecke umgewandelt? Etwas mehr Präzision bei den Formulierungen ist hier sehr wichtig. Wie es sich in den 30er Jahren genau zugetragen hat und was es mit der angeblichen "Stichstrecke" auf sich hatte, kann man erstmals und ausschließlich im dicken blauen PESAG-Buch nachlesen.

Zum Unfall: Im Staatsarchiv DT gibt es eine PESAG-Akte, in der es u.a. um die Unfälle geht. Auch zu jenem 28.12.1927 findet man dort etwas. Da ich mich nicht so sehr für Unfälle interessiere, habe ich mich damals nicht weiter mit der Akte befaßt.
ludger K schrieb:
Zum Unfall: Im Staatsarchiv DT gibt es eine PESAG-Akte, in der es u.a. um die Unfälle geht. Auch zu jenem 28.12.1927 findet man dort etwas. Da ich mich nicht so sehr für Unfälle interessiere, habe ich mich damals nicht weiter mit der Akte befaßt.
Ich hatte ja schon hier auf die Findseite des Kreisarchivs DT verwiesen. Die Unfallakte dürfte etwas umfangreicher sein, da es allein schon auf Grund des Personenschadens eine juristische Aufarbeitung gegeben haben wird. Dort werden auch Bilder und Gutachten zu finden sein.

Nicht der einzige schwere Unfall auf der PESAG

geschrieben von: Zauberer

Datum: 13.10.18 22:15

Auf Grund von Bremsversagen mit Passagieren zu Tal rasende Straßenbahnen waren anscheinend bis zur vom Gesetzgeber erzwungenen Einführung der Magnetschienenbremse im Jahr 1960 ein wahrer Fluch der Straßenbahnen in den Mittelgebirgsregionen.

Unfall auf der PESAG in Bad Meinberg am 09. Dezember 1946 (4 Tote, 45 Verletzte).

Der Zusammenstoß muss...

geschrieben von: Zauberer

Datum: 13.10.18 22:27

Die Streckenführung durch die Externsteine wurde ca. 1936 im Rahmen der Verlegung der Reichsstraße 1 aufgegeben. Auch die Straßenbahn von Paderborn wurde dabei neu trassiert.

Übrig von der alten Trasse blieb bis zu ihrer Stillegung im 2. WK die Stichstrecke von Horn zu den Externsteinen.

Wer genau hinschaut findet übrigens heute noch Reste der Oberleitung an den Externsteinen...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.18 22:33.

Re: Nicht der einzige schwere Unfall auf der PESAG

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.10.18 22:45

Was für ein Unsinn! Mein SW-Foto und das Satellitenbild haben nichts miteinander zu tun. Außerdem gab es im Bad Meinberger Kurpark nie eine Endhaltestelle.

Re: Der Zusammenstoß muss...

geschrieben von: ludger K

Datum: 13.10.18 22:50

Zauberer schrieb:
Die Streckenführung durch die Externsteine wurde ca. 1936 im Rahmen der Verlegung der Reichsstraße 1 aufgegeben. Auch die Straßenbahn von Paderborn wurde dabei neu trassiert.
Genau das meine ich. Diese Nichts-Genaues-weiß-man-nicht-Vermutungen geisterten jahrzehntelang wie ein Wurmfraß durch die Literatur. Dabei hätten die Autoren, bevor schließlich das blaue Buch erschien, nur mal in die Archive gehen müssen. Es war spielend leicht, die exakten Daten der Einstellung der alten sowie der Inbetriebnahme der neuen Strecke herauszufinden. Außerdem: Warum sollte denn nur die Straßenbahn von Paderborn neu trassiert werden? Jene von Detmold etwa nicht?

Re: Nicht der einzige schwere Unfall auf der PESAG

geschrieben von: sukram01

Datum: 14.10.18 06:52

ludger K schrieb:
Außerdem gab es im Bad Meinberger Kurpark nie eine Endhaltestelle.
Da sieht so auf den historischen Karten aus:
Externsteine_Straßenbahntrasse_06.jpg
Jetzt kann man natürlich trefflich darüber streiten, ob das noch am oder schon im Kurpark ist. Als unbefangener Leser habe ich jedoch messerscharf aus den Worten meines Vorredners geschlossen, dass es überhaupt keine Endstelle in diesem Bereich gibt. Aber Korinthen@%$&@erei ist eh nicht meine Stärke ;-) , deshalb habe ich noch einmal nachgeschaut.

Guter Gruß aus den Tiefen des Ruhrpotts

--
Markus

Re: Nicht der einzige schwere Unfall auf der PESAG

geschrieben von: ludger K

Datum: 14.10.18 11:21

Genau so war es. Wer mal vor Ort war, wird schnell erkennen, daß die Straßenbahn nie in den Park hinein führte. Es gibt sogar ein kleines PESAG-Buch, wonach die Bahn angeblich durch den Park nach Blomberg weitergeführt haben soll. Was für ein Unsinn! Tatsächlich zweigte sie vor dem Ort (wo heute der Kreisverkehr liegt) nach rechts ab. Die jetzige Umgehungsstraße ist die ehem. Bahntrasse.

Präzise, historisch korrekte Formulierungen haben übrigens nichts mit Korinthenkackerei zu tun. Schließlich soll das Geschreibsel von heute auch noch in einigen Jahrzehnten, wenn wir nicht mehr sind und es nicht mehr erklären können, eindeutig und unzweifelhaft verstanden werden. Mit Wischiwaschi versündigt man sich an der Geschichtsschreibung.

Re: Nicht der einzige schwere Unfall auf der PESAG

geschrieben von: Ahrtaler

Datum: 14.10.18 14:22

ludger K schrieb:
... Die jetzige Umgehungsstraße ist die ehem. Bahntrasse. ...
Das ist so nicht richtig! Die Straßenbahnstrecke nach Blomberg und die Umgehungsstraße (heute: Hamelner Straße) zwischen dem südwestlichen Ortseingang von Bad Meinberg und der Ortslage Siebenstern enstanden nahezu zeitgleich. Bahntrasse und Straße verliefen parallel, die Bahnstrecke wohl zunächst (s. u.) neben der linken Straßenseite, ab Höhe der Pyrmonter Straße bis Ortseingang Blomberg auf der rechten Seite.

Zitat (Hervorhebungen von mir):

§ 1

Die Linienführung der Bahn ist folgende: Vor der Ortslage in Bad Meinberg an der Wegegabelung der Detmolder-, Bahnhofs- und Alleestraße zweigt die neue Bahnlinie ab, folgt hier der noch auszubauenden Umgehungsstraße, kreuzt an der Ostseite von Bad Meinberg die Pyrmonter Straße, benutzt dann die rechte Seite der im Bau begriffenen neuen Landesstraße nach Wehren und weiter die alte Landesstraße durch Wehren bis zum Butterberge, um von hier aus dem alten Postweg zu folgen. Am Fuße des Butterberges läuft sie zunächst rechts neben der Landesstraße und geht dann vor Reelkirchen wieder auf dieselbe über, um bis Blomberg auf ihr zu bleiben. [...]

(Quelle: Genehmigungsbedingungen für die Paderborner Elektrizitätswerk- und Straßenbahn A. G. zum Bau und Betrieb einer elektrischen Straßenbahn von Bad Meinberg bis Blomberg. In: Staatsanzeiger für das Land Lippe, No. 26, Detmold, den 7. April 1926)

Gruß
Ahrtaler (der den größten Teil seiner Kindheit und Jugend dort verbracht hat)

Bad Meinberg

geschrieben von: ludger K

Datum: 14.10.18 16:02

Was es mit der "im Bau begriffenen" Umgehungsstraße auf sich hat, ist mir nicht ganz klar. In einem Gesuch vom 29.10.1925 schrieben die Bad Meinberger ans Landespräsidium:
"Die vorgeschlagene Linienführung um Bad Meinberg herum auf einer erst vorgesehenen Umgehungsstraße, die voraussichtlich erst in Jahrzehnten fertiggestellt sein wird, ..."

Dann das Volksblatt am 11.9.1926:
"Die Linie beginnt am Westausgang von Bad Meinberg an der Abzweigung der Landstraße nach Schmedissen (...), führt im schlanken Bogen südlich um Bad Meinberg (...), trifft an der Wegekreuzung Meinberg - Steinheim die bereits fertiggestellte Regierungsstraße ..."

Das heißt für mich eindeutig, daß das Stück der heutigen Umgehungsstraße zwischen dem Abzweig der Landstraße nach Schmedissen (heute Kreisverkehr) und der Kreuzung mit der Straße Meinberg - Steinheim damals noch nicht fertig war und die Straßenbahn in diesem Bereich über freies Feld verlief. Da das Gleis ja nur 6 Jahre alt wurde (man verwendete die Schienen für die Neubaustrecke über die Kleine Egge), hat der Lückenschluß der Umgehungsstraße nicht lange auf sich warten lassen.

Streckenführung in Bad Meinberg (Karte)

geschrieben von: christoph beyer

Datum: 14.10.18 18:49

Ich habe bisher zu dem Thema keine Originalakten gelesen, kann aber aus der Kartenkiste meines Vaters einen Ausschnitt aus einer (undatierten) Lippe-Karte zeigen.
Sie muss Ende der 20er Jahre entstanden sein, da die Strecke nach Blomberg eingezeichnet ist.

IMG_5470-1000.jpg

Im Bereich (Bad) Meinberg kann man zwei Strecken erkennen: Eine kurze führt in den Ort, die zweite zweigt vor dem Ort ab und wurde bei der kartographischen Aufnahme im freien Feld eingezeichnet. Das spricht für mich dafür, dass sie der geplanten Trasse der (noch nicht fertigen) Umgehungsstrasse gefolgt ist. Ob die Umgehungsstrasse noch während der kurzen Betriebszeit der Strassenbahn gebaut wurde oder erst auf der stillgelegten Trasse errichtet wurde, findet sich dann sicher irgendwo in den Akten. Ich weiss es nicht.

Gruss, christoph beyer

"Kurpark" war nur der Name der Station.

geschrieben von: Zauberer

Datum: 14.10.18 19:04

Die Station "Bahnhof" liegt ja auch nicht zwingendermaßen IM Bahnhof.

Re: Der Zusammenstoß muss...

geschrieben von: Zauberer

Datum: 14.10.18 19:18

In Horn-Bad Meinberg konnten sich Anfang der 2000er Jahre erstaunlich wenige Leute noch an PESAG und LEAG erinnern. Irgendwo gab es ein Foto, das einen PESAG-Zug auf dem Horner Marktplatz am Rathaus zeigte.
Für eine Archivrecherche hatte ich seinerzeit - arbeitsbedingt - nicht die Zeit und die Muße. Erstaunlich fand ich, dass sich seinerzeit nichts dazu in den lokalen Bibliotheken und auch nichts in der Detmolder Landesbibliothek fand. Ich fand dieses Nicht-Erinnern bemerkenswert - zumal das Netz von PESAG und LEAG nicht gerade klein war und das eigentlich auch ein gefundenes Fressen für die ehrenamtlichen Heimatforscher gewesen wäre. Als ich 2008 einmal die Strecke Paderborn-Horn-Bad Meinberg mit dem Fahrrad abgefahren bin, habe ich irgendwie auch nichts gefunden, was allein am Wegesrand an dieses große Überlandstraßenbahnnetz erinnerte.
Ich bin immerhin froh, dass es gelungen ist, ein kleines Stück Extertalbahn zu erhalten. Die war - im Gegensatz zu den 1000 mm-Strecken von PESAG und LEAG - zwar normalspurig, aber eben auch eher eine Überlandstraßenbahn.

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