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 04 - Historische Bahn 

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Hallo zusammen,

nur ein Bild aus meiner Sammlung gibt es von mir als Beitrag zum traurigen Jubiläum "40 Jahre Einstellung der Straßenbahn in Hamburg". Dieses Bild der Linie 15 an einem mir unbekannten Standort zeigt ganz gut, welchen Ausbauzustand die Hamburger Straßenbahn teilweise hatte: Ein eigener Gleiskörper mit Hochgleis in der Mitte einer vierspurigen Straße. Besser geht es doch fast nicht. Aber nein, man wollte die Straßenbahn trotzdem nicht.

Wo ist das genau? Ich vermute anhand der Umstände, dass dies auf der Sievekingsallee ist, kann den Standort aber nicht genau einordnen.

http://www.gothawagen.de/brook/k200-1972-023.jpg

Viele Grüße

Christoph

Breitenfelder Straße (Ring 2)

geschrieben von: Enno

Datum: 09.10.18 22:21

Den "eigenen Gleiskörper" gibt es noch immer....

Breitenfelder.jpg

Edit: Bild ergänzt, Quelle Google-Maps

Beste Grüße Enno http://www.abload.de/img/bornsignaturvef1.jpg http://www.abload.de/img/_dsc4941.2403pp3g.jpg Bild anklicken
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.10.18 22:25.

Re: Breitenfelder Straße (Ring 2)

geschrieben von: Christoph Heuer

Datum: 09.10.18 22:54

Danke für die Info. Da lag ich ja völlig verkehrt!

Viele Grüße

Christoph

Christoph Heuer schrieb:
Hallo zusammen,

nur ein Bild aus meiner Sammlung gibt es von mir als Beitrag zum traurigen Jubiläum "40 Jahre Einstellung der Straßenbahn in Hamburg". Dieses Bild der Linie 15 an einem mir unbekannten Standort zeigt ganz gut, welchen Ausbauzustand die Hamburger Straßenbahn teilweise hatte: Ein eigener Gleiskörper mit Hochgleis in der Mitte einer vierspurigen Straße. Besser geht es doch fast nicht. Aber nein, man wollte die Straßenbahn trotzdem nicht.

Wo ist das genau? Ich vermute anhand der Umstände, dass dies auf der Sievekingsallee ist, kann den Standort aber nicht genau einordnen.

...

Viele Grüße

Christoph
Es gab einige eigene Trassen, allerdings musste man immer mit dem MIV über die Kreuzung fahren.
Heute wäre wohl die Sievekingsallee, Bürgerweide bis Veddel, von der Innenstadt die Amsinckstraße nicht mehr gefragt, aber es gab noch andere Strecken auf einer eigenen Trasse.
Was dem Ausbauzustand angeht, so hätte man hier viel Geld in die Hand nehmen müssen. Einige Stadteile sind von der Straßenbahn nie erschlossen worden. Zudem wäre die Fahrzeit, eventuell mit weiteren umsteigen in Busse, sehr viel Zeit gekostet. Das war ja mit der Sinn gewesen, die Bevölkerung, die eben nicht in Innenstadtnähe wohnten, eine schnellere Verbindung anbieten zu können. Beides ging nun mal nicht. Zumal auch die S-Bahn weiter ausgebaut wurde und die Stadt Hamburg auch hierfür Geld locker machen musste. Die HHA war nach dem Krieg Pleite und einige Strecken waren Jahrelang nicht befahrbar gewesen. Nach dem großen Aufbruch des Schnellbahnbaus kam dann 1973 die Weltwirtschaftskrise dazu. Die Straßenbahn, wo man eigentlich mit gerechnet hatte, das diese noch über das Jahr 1978 in Hamburg fahren wird, sollte nun doch das Ende wie zuvor geplant war kommen. Die Bevölkerungszahlen wurden stätig weniger und die Arbeitslosenzahlen stiegen. Einfach nur zu sagen, man wollte sie trotzdem nicht, stimmt so nicht.

Die Realität war somit nicht, das es nur eigene Trassen gab:
Hier ein paar Streckenbilder der Linien 14/15 von Burgstraße zur Breitenfelder Straße...

Lerchenfeld
https://abload.de/img/-11hhala417rndoi.jpg


Winterhuder Weg
https://abload.de/img/-11hhala425eiftx.jpg


Mühlenkamp
https://abload.de/img/-11hhala436irfsj.jpg


Goldbekplatz
https://abload.de/img/-11hhala438k6i6u.jpg


Hudtwalckerstraße
https://abload.de/img/-11hhala450tgdc1.jpg


Martinistraße
https://abload.de/img/-11hhala453txd9g.jpg

Straßenzüge, die mit der Linie 14 und 15 zu tun hatten.
Im Farbild, also in der Breitenfelder Straße bog man hinter dem Gebäude auf der linken Seite allerdings auch schon ab und es gab keine eigene Trasse mehr, wie auf den Bildern Richtung Burgstraße zu sehen ist. Die war hier vielleicht gerade mal 500 Meter lang gewesen. In die andere Richtung ging es in die Hoheluftchaussee in Richtung Grindelberg nach Schlump (früher auch über den Falkenried), da war dann auch nicht mehr viel auf eigener Trasse. Es waren somit immer nur ein paar Abschnitte gewesen. Viele Strecken, die jetzt wichtig wären, haben gerade mal zwei Fahrspuren pro Richtung und teilweise an den Straßenrand noch Parkplätze. Bei der Linie 6 bis Semperstraße, hätte man ab Hauptbahnhof nur eine Fahrspur pro Richtung, da sind die Fahrzeuge aber auch voll. Auch die Linie 5, die man immer für Straßenbahntauglich erklärt, müsste man entweder dem MIV Fahrspuren wegnehmen, oder wie es heute läuft, das kurz nach der Haltestelle im Lokstedter Steindamm dem dem MIV mit schwimmt. Das es eigene Trassen gab, hatte aber nichts mit der Einstellung der Strab zu tun. Das war eine politische Entscheidung und man wollte halt Straßen weiter ausbauen, wo die Strab nun störte. Dafür wollte man als Ersatz eben Schnellbahnstrecken bauen.
Die Streckenführung der heutigen Buslinie 25 ist durchaus stadtbahnbwürdig und das auch bis Altona. Nur sehen die Straßenverhältnisse auf dem zweiten Abschnitt, der durchaus mal geplant war, nicht anders aus. Nur, das hat nichts mit den Trassen zu tun, die man vorher in einigen Straßen hatte. Und die Straßen auf der Bildern, haben sich bis auf dem Belag der Straße, zu heute, nicht verändert.





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.18 07:53.