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 04 - Historische Bahn 

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Sehr geehrte HiFo-Gemeinde,

kürzlich im Urlaub bemerkte ich, dass mein Sohn unbedingt Kartenmaterial für die Planung von Wanderungen beschaffen musste. Das liegt wohl in den Genen. Schon mein Vater verfügte über eine umfangreiche Sammlung. Meine Sammlung, bestehend aus Straßenkarten aus diversen Ländern und Stadtplänen aus Kimberley, Gnesen, Pretoria und vielen anderen Orten, verfügt gleichfalls über einen erheblichen Umfang. Während die heutige Generation mit Telefonen knipst, besaßen Kameras und Objektive für die Generation der Väter eine völlig andere Bedeutung. Wenige Jahre nach Kriegsende erwarb mein Vater das Produkt eines bekannten deutschen Herstellers, welche er bevorzugt an Rhein und Mosel einsetzte. Die Bilder waren "knackescharf", nur muss mein Vater peinlichst darauf geachtet haben, dass kein Zug mit einer stinkenden Dampflok das Bild versaut. Unzählige 42er und andere Baureihen wurden gnadenlos verschmäht. Ich erinnere mich noch genau daran, als das gute Stück bei einem Familienausflug zum nahen Drachenfels im Jahre 1970 oder 1971 auf einer Bank in Verlust geriet. Ein Schulfreund aus Grundschultagen erhielt von seinem Vater mehrere Rollfilmkameras und Kameras von Leica und Nikon und zahlreiche "sauteure" Objektive, so u.a. das 0.95/50mm von Leica. Auch gab es Freunde, die Vaters Kamera als kurzzeitige Leihgabe regelrecht erbetteln mussten. Aber für die meisten meiner Zeitgenossen hatten Kameras nicht mehr diese überragende Bedeutung und so verschwanden derartige Schätze in Sporttaschen oder Schränken und wurden häufig später verramscht.

Was den Eisenbahnfreund betrifft, so kam es nach meiner Einschätzung nie zu einem Bedeutungsverlust. Ein Eisenbahnfreund ohne Kamera wäre wie Paris ohne Eiffelturm gewesen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wenn ich Kollegen mit dem neuesten "Profihammer" beobachte. Der Eisenbahnfreund ist/war stets auf der Jagd nach einem perfekten Foto in möglichst erstklassiger Qualität. Hierzu bedurfte es einer guten und i.d.R. teuren Ausrüstung. Nach bescheidenen Anfängen kamen später teurere Ausrüstungen an den Start. Soweit Freunde und Klassenkameraden die Fotografie ernsthaft betrieben, wurden vor vier Jahrzehnten zumeist Produkte von Canon, Minolta, Olympus, Pentax und Yashica erworben, die preislich bei ca. 400 bis 500 DM lagen. Nikon war ca. 100 DM teurer.

1978 hatte ich erstmals in den Sommerferien gearbeitet und zum 14. Geburtstag Anfang September gab es einige Geldspenden, weshalb zumindest der Kaufpreis für den beabsichtigten 3. Kamerakauf gesichert war. Schwieriger gestaltete sich die gegenüber den Eltern zu leistende "Überzeugungsarbeit". Hier gab es in den elterlichen Monologen die drei Schlagworte (teuer, Sparbuch und Fotos bereits in Büchern und Zeitschriften vorhanden), für die ich nicht empfänglich war. So ging es am 11.09.1978 mit dem Zug von (Bad) Bentheim nach Rheine, wo bei Brillen Becker

[olypedia.de]

dieses Gerät zum Kaufpreis von 498 DM erworben wurde. Kostenlos erhielt ich den Tragegurt für die Kamera und einen "Buntfilm", welchen ich noch im Zug einlegte, galt es doch die wenige Tage zuvor in Salzbergen aufgestellte Lok zu fotografieren. Natürlich war das Ergebnis recht bescheiden. Mit zunehmender Erfahrung besserten sich die Ergebnisse. Viele Jahre benutzte ich die Kamera und "verschoss" zahlreiche Filme, so erwischte ich u.a. einen meiner Lieblinge auf der Drehscheibe. Vor wenigen Minuten warf ich noch einen Blick in den Fotokoffer, wo sich die treue Begleiterin noch im Bestzustand "wohnt".
Man konnte/kann das Hobby in allen möglichen Formen betreiben, aber niemals durfte die Kamera fehlen.

Wie verlief bei Euch die "kameratechnische" Entwicklung?

Euch wünsche ich eine gute Fahrt durch die zweite Wochenhälfte.

Viele Grüße

Martin

https://farm6.staticflickr.com/5331/31305324166_888fdbae6f_h.jpg

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: Done

Datum: 12.09.18 00:03

Im Bekanntenkreis heißt es: ohne Kamera erkennt man ihn nicht.
Grober Abriss: Zuerst gabs mal so eine Ritsch-Ratsch-Klick-Pocket-Kamera, weil ich Vaters heißgeliebte Adox 300 mit dem Wechsel-Magazin (!) nicht benutzen durfte. Nach dem Fotokurs in der Schule gabs zu Weihnachten eine OM 10. Spiegelschlag, also ob jemand ein Burgportal zuwirft. Vom ersten eigenen Geld wurde eine OM 707 gekauft und nach einer enttäuschenden Woche gegen eine OM 40 Programm getauscht. Die musste arbeiten, dank TTL-Messung indoor eine richtige Blitzmaschine. Ich brauchte nichts anderes. Naja, bis sie, wie alle OM 40 anfing Batterien zu fressen. Selbst ein selbergebasteltets Zusatzbatteriefach konnte ihr Ableben nur verzögern.
Zum Mopedfahren waren dann ein paar Jahre die kleinen Olympus AF 1, AF 10 etc praktischer. Von Olympus hatte ich mich irgendwann dann leider abgewandt, weil jahrelang nichts Digitales kam.
Ein paar digitale Kompaktkameras Fuji F 10, F 30 etc waren nur eine Übergangslösung bis Pentax die klobige K20 mit dem sensationellen 50-135/2,8 brachte. Die Kamera hab ich in inzwischen drei Exemplaren bis heute, das Objektiv hat nur zwei Jahre gehalten.
Done



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.18 00:04.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: xBurt

Datum: 12.09.18 09:10

Hallo allerseits,

auch bei mir war es so, dass die väterliche Kamera (Exa 1b mit Lichtschacht) nicht verfügbar war, so dass sich bei mir die folgende Kamera-Historie ergab:
1982: Beirette SL100 (einfache Kompaktkamera mit fester Verschlusszeit und drei Blendeneinstellungen: Sonne-Wolken-Regen)
1984: Certo (Rollfilmkamera, nur testhalber, leider völlig unbrauchbar)
1984: Beirette VSN (Kompaktkamera, Verschlusszeiten bis 1/125 s und einstellbare Blenden sorgten für erste brauchbare Bilder)
1985: Exa 1c (robust, handlich, mit Wechselobjektiven, aber nur bis 1/175 s)
1989: Praktika MTL 50 (bis auf die Belichtungseinstellung über LED-Anzeige ohne Tadel, aber leider aus Kostengründen damals kein Zeiss-Objektiv)
1992: Minolta 7000 AF (sehr brauchbar, Autofokus, meine letzte konventionelle Kamera)
2000: Olympus E-10 (erste brauchbare [nach damaligen Maßstäben] hochauflösende Spiegelreflex-Digitalkompaktkamera ohne nennenswerte Auslöseverzögerung mit sehr gutem Objektiv)
2010: Olympus E-510 (da die E-10 leider das zeitliche gesegnet hatte)

Viele Grüße, xBurt.



Meine HiFo-Beiträge: [www.drehscheibe-foren.de]
Martin J. Krajnc schrieb:Zitat:
Wie verlief bei Euch die "kameratechnische" Entwicklung?
Moin Martin,
zu Weihnachten 1962 schenkte mir meine Mutter die Rollfilmkamera AGFA Isoly Junior, mit der ich meine ersten Eisenbahnfotos machte. Ungefähr zwei Jahre später bekam eine gebrachte Kleinbildkamera Braun Gloriette nebst seperatem Belichtungsmesser und Entfernungsmesser geschenkt, mit der ich bis ungefähr 1968 die allermeisten Eisenbahnfotos, wie dieses, aufnahm.

Erst etliche Jahrzehnte nach dem Ausscheiden der letzten deutschen Dampflokomotiven aus dem aktiven Dienst schenkte mir mein Vater seine beiden Zeiss Ikon Spiegelreflexkameras, darunter diese Zeiss Ikon Contaflex Super BC . Mit dieser tollen Kamera fotografiere ich heute ab und zu mal.

Am 28.August diesen Jahres fotografierte ich mit meinem neuen, mit Leica-Technik ausgestattetem Smartphone Huawei P20 testweise "Eisenbahn"...
Gruß aus Münster,
HeinzH.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.18 09:43.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 12.09.18 10:00

Hallo Namensvetter,

los ging es bei mir 1969 mit einer Penti, ein DDR-Gerät für den Rapid-Film, das war ein Kleinbildfilm mit doppelter Kapazität dank Negativgröße 18x24 mm, Hochformat war also Standard, wenn man die Kamera nicht um 90 Grad drehte. Danach kam die Regula Sprint für das Kleinbildformat, mit der sich schon ordentlich knipsen ließ. Weihnachten 1972 gabs eine Minolta-Kleinbildkamera mit erstklassigem 38 mm-Objektiv, die dann gleich in Hof und Weiden erprobt wurde. Ab 1973/74 dann Spiegelreflex, erst irgendeine Revue, dann Praktika mit M42-Schraubgewinde. Später dann Canon von der AE-1 bis hin zur T 70. Und heute habe ich neben der T 70 noch ein Digitalding - aber ich kann inzwischen Eisenbahn bzw. die Dampflok auch ohne Kamera genießen...

Grüße

Martin
Sehr interessant. Mein Kameraleben sah ungefähr so aus:

1979 - 1990 Diverse Praktika + Carl Zeiss
1990 - 2008 Alle möglichen Contax + Zeiss West
2008 - 2018 Sony a900
2018 Sony a7III

VG Günter

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: S&B

Datum: 12.09.18 11:24

Martin J. Krajnc schrieb:
Wie verlief bei Euch die "kameratechnische" Entwicklung?
Erheblich schlichter.
Ich nannte eine Agfa Isomat Rapid mein Eigen.

[de.wikipedia.org]

Später kam Vaters Braun Nizo S 48-2 als Super 8 Kamera dazu.
Allerdings hatte ich sehr bald festgestellt, einen in Vorbeifahrt gefilmten Zug 'nicht gesehen und erlebt' zu haben.
So habe ich mich später dann meist ohne Kameras- also völlig nackt im Sinne hiesiger Mitschreiber :-) - dem Erlebnis Eisenbahn gewidmet.
Dennoch sind einige große Spulen Super 8 Film (meist Kodachrome) voll geworden.
Grüße
Ulrich
Oh Martin, da hast Du aber was angestoßen.

Angefangen hat es mit einer Akarette mit Schneider Kreuznach 50 mm von Daddy. Die gute Rolleiflex 6x6 hat er nicht rausgerückt (und kurz vor seinem Tode vertickt >>:().

Dan kam in den frühen 80ies eine Praktika MTL 1000 mit 50 mm, im Laufe der Jahre kamen dann diverse Festbrennweiten von 28 bis 200 mm hinzu. Nach Abelben dieser Kamera kamen immer neie M42 Bodies ins Haus, derzeit habe ich eine MTL5 der letzten Bauserie in Gebrauch In den frühen 90ies gönnte ich mir eine Minolta X300s. Auch dort kamne dann diverse Festbrennweiten hinzu. In den 2000er Jahren bekam ich von einem Kumpel eine komplette Ausrüstung mit diversen Festbrennweiten und Zooms nebst einem Canon A-1 Body hinzu.

Aktuell (2018) wird dieses Equipment mit dieser durchschnittlichen Verteilung genutzt:

75% A-1
20% MTL-5
4% Minolta
1% Praktisix

Belichtet werden Diafilme, in der 6x6 s/2 Rollfilme

Ja, für die belanglosen Urlaubsbilder gibt es auch noch eine Digiknipse (Canon s-95)

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.18 12:14.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: 01 1066

Datum: 12.09.18 12:51

Martin J. Krajnc schrieb:
Wie verlief bei Euch die "kameratechnische" Entwicklung?


Moin Martin,

wie bei den meisten anderen auch - von klein und schlecht zu groß und gut...

Nein, im Ernst:

angefangen habe ich (anno 1966) mit einer Kodak Instamatic 50, die für alles - außer vollkommen unbewegte Objekte - schlicht ungeeignet war.

1970 durfte ich dann "leihweise" die Vogtländer Vitessa meines Vaters nutzen ("leihweise" deshalb in Anführungszeichen, weil mein Vater seine Kamera danach kaum noch zu Gesicht bekam). Das Gerät hatte eine recht brauchbare Optik, war jedoch mechanisch nicht der Brüller (was dazu führte, dass ich das Ding während einer mehrtätigen Reise in der Kantine des Bw Lauda "mit Bordmitteln" auseinandernehmen durfte und unter tatkräftiger Mithilfe eines freundlichen Lokführers tatsächlich wieder in Gang bekam).

1974 erwarb ich dann "die" Kamera, die mich fast dreißig Jahre begleiten sollte: die Minolta SRT 101 mit dem 1 : 1,4/58 (später kamen weitere Objektive von 28 - 200 mm sowie zwei baugleiche Gehäuse dazu). Fehlende Ersatzteile führten zur dauerhaften Z-Stellung eines der Gehäuse, auch die Versorgung mit den Batterien für den Belichtungsmesser gestaltete sich immer schwieriger, so dass ich mich 2003 von der Ausrüstung trennte (bis auf die Ursprungskamera, die habe ich noch!).

Die 2003 erworbene Canon EOS 3000 N muss ich - rückblickend - als Fehlinvestition einschätzen, aber wer hätte die rasante Entwicklung bei den digitalen Kameras vorhergesehen? Jedenfalls wich diese Kamera schon 2008 (und bis dahin hätte eine der Minoltas sicher noch durchgehalten) der Canon EOS 1000D, die mir bis heute ein treuer Begleiter ist und für meine Zwecke vollkommen ausreicht. Ausgerüstet mit dem Delamax Batteriegriff wirkt sie fast wie eine Profikamera...

Für Gelegenheiten, bei denen die Canon zu unhandlich ist, habe ich seit 2016 noch eine Sony Alpha 6000 im Bestand.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: Vau60

Datum: 12.09.18 13:31

Wie sich die Wege hin zum ersten "vernünftigen" Fotoapparat trotz der unterschiedlichsten Knipskisten doch gleichen...


Hallo Martin

klingt alles irgendwie so vertraut und ist schon tausendmal geschrieben worden, trotzdem immer wieder schön! Die allerersten mehr oder weniger gelungenen Versuche fanden 1971 mit Agfas Klickbox und "dem" Film für die Ablichtung von schnellfahrenden Objekten statt, dem Agfa Isopan 17 Rollfilm statt.

[www.kameramuseum.de]

Ab 1974 wurden diverse Macken in Vaters Ausrüstung (eine Praktika, eine Ricoh und eine zweiäugige Rolleiflex) gekloppt. Die erste Eigene war Ende 1978 eine Canon AE 1, der rasch eine Zweite folgte und die beide nebeneinander auf einer Schiene montiert waren (für gleichzeitige S/W und Dia Aufnahmen). Dasselbe Verfahren gab es ab Ende 1984 mit zwei Mamiya 645 bzw. 645/1000S, von denen drei oder vier Gehäuse verschlissen wurden. Ende der 1990 Jahre folgte eine Hasselblad 501 CM, die wegen der Zentralverschlußobjektive keine optimale Lösung bei schnellfahrenden Zügen war, wegen des 6x6 Formats in den Alpen aber häufig das Ablichten von Zügen ohne lästiges Abschneiden von Bergspitzen erst ermöglichte. Da ich aber eh lieber etwas weiter von der Strecke entfernt stehe und viel Landschaft mit aufs Bild nehme, war dieser Nachteil meistens zu verschmerzen. 2010 folgte als erste "große" Digitalkamera eine Leica M9, für die in den Alpen die 35er Optik zwingend notwendig wurde. Mittlerweile entstehen die meisten Schüsse aber so ganz nebenbei mit der keinen Digiknipse für die Brusttasche, einer Leica D-Lux 5, die mich Tag für Tag zur Arbeit begleitet (man weiß ja nie, was einem dabei so alles zufällig über den Weg läuft).


Beste Grüße, Michael


Das DSO Inhaltsverzeichnis von Vau60, klicke >>hier<< für Beiträge aus Nordrhein Westfalen, und >>hier << für den Rest der Welt

http://www.michael-vau60.de/signatur/dla.jpg
[www.dampflokomotivarchiv.de]

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: Nethobl

Datum: 12.09.18 13:44

Wie verlief bei Euch die "kameratechnische" Entwicklung?

Mitte der 1960er Jahre Pouva Start

bis Mitte der 1970er Jahre Penti II, dann Smena SL

1982 vom ersten Ingenieur-Gehalt Pentacon MTL 3, später BC 200 mit großer Objektivauswahl (von 35 bis 200 mm Brennweite, Brennweitenverdoppler)

Aus der Firma ausgeliehen: Pentacon SIX,

immer in der Tasche: eine Kiev 30 mit 16 mm Filmstreifen

Hinzu kam ein Heimlabor zur Filmentwicklung und Dunkelkammer (ab 1983 auch Farb-Papierbilder)

Heute werden die meisten Bilder digital erzeugt, große Auswahl : Canon, Knipse und Handy.

Holger

Murphy´s Gesetze:
Wenn etwas schiefgehen kann, wird es auch schiefgehen.
Die Summe der Intelligenz auf unserem Planeten ist eine Konstante; die Bevölkerung wächst.
Unklarheit ist eine unveränderliche Größe.
Egal was schief geht, immer ist da jemand, der das schon im voraus wusste.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: bauplan

Datum: 12.09.18 14:08

Ein spannendes Thema, das früher bei Fuzzis für nächtelange Diskussionen sorgen konnte.

Nach den ersten Versuchen, schienengebundene Fahrzeuge mithilfe einer Kodak Instamatic auf Negativfilm abzubilden (was nur bei unbeweglichen Objekten und sonnigem Wetter wirklich gelang), folgte angeregt durch die Foto-AG der Schule die Annäherung an die Objekte der Begierde einer Spiegelreflexkamera. Aus Kostengründen konnte man als Schüler nur auf ein preiswertes Gerät ausweichen, in meinem Fall eine COSINA mit M42-Objektiven. Zum Lernen in Ordnung, aber die Bildqualität war film-unabhängig ziemlich grottig.

Ein Freund hatte eine Canon FTb mit diversen Wechselobjektiven - das war's! Monatelanges Sparen ermöglichte dann 1977 den Kauf einer Canon AE1 - die hatte einen Blendenautomaten und endlich konnten bewegte Objekte einigermaßen sicher abgelichtet werden. Das Gerät hat sich als unglaublich robust herausgestellt (zur Not könnte man damit auch Nägel in die Wand treiben...), konnte um vielfältige Objektive (sogar lichtstarke Zoom-Objektive - legendär das 35-105 mm) ergänzt werden und hat unendliche Meter Film verdaut. Sie lebt noch heute und ist in der Bedienung wunderbar unkompliziert.

Die Bildqualität hat dann irgendwann nicht mehr befriedigt, bei den Druckvorlagen für Bahn&Modell sah man die Grenzen dann sehr deutlich: Kein Titelbild möglich... Von einem befreundeten Architekten konnte dann (1986) preiswert eine Mamiya 645 übernommen werden, die lieferte dann deutlich bessere Ergebnisse und war noch handlich genug. Ein zweites Gehäuse, ein Winder und einige (meist ziemlich schwergewichtige) Objektive halfen dann, den auslaufenden Dampflokbetrieb der DDR zu dokumentieren.

Digital erzeugte Bilder von Eisenbahnen hatten später für mich keinen echten Reiz mehr; nur gemeinsame lange Diaabende zum Zeigen der zusammengetragenen "Schätze" können die Fotojagden adäquat ergänzen...

Grüße aus dem Brandenburgischen
Jan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.18 14:27.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: Eintopf

Datum: 12.09.18 14:29

Hallo zusammen,

Analog:
1971/1972 trotz der sehr schmalen Maschinenschlosserlehrlingvergütung, nach eisernem Sparen eine Minolta SRT-101.
Ca. 1978 kam eine Pentax MX dazu, die Minolta (R.I.P.)
1981 der große Schlag: eine Leica R3 mot, gebraucht. Zusammen mit dem Kodachrome 25 der helle Wahnsinn.
Die R 3 gab nach einem großen Schaden 1986 den Geist auf.
Es kam die Leica R4, die ich heute noch besitze aber nicht mehr benutze.
Da die Dampfloks in der DDR das Rauchen aufgaben gab ich die Photographierei bis auf hin und wieder Urlaubsphotos auf.

Digital:

2010 fing ich in kleinem Rahmen mit der Rockmusik Konzertphotographie an und kaufte dazu die Canon EOS 550 d, die dann bald von einer 650 d abgelöst wurde.
Da sich das im "kleinen Rahmen Hobby" immer mehr entwickelte - heutzutage versuche ich Chef eines Musik Blogs mit 12 festen- (sechs weiblich, sechs männlich) und 4 Gastschreibern - kaufte ich mir 2015 eine Vollformat Kamera, die Canon 5 d Mk III, die mich sehr überzeugte und da ich auch oft in finstersten Musikhöhlen wie auch bei größeren Konzerten photographisch weile ist die Qualität (auch bei 6400 iso) und die Schärfe begeisternd und beeindruckend.

Gruß Volker





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.18 14:32.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: 55 4630

Datum: 12.09.18 14:59

Hallo zusammen

Wenn sich hier schon u.a. das "Who is who" des Hifo outet, dann tue ich es auch. Angefangen habe ich 1962 mit zwei Rollfilmkameras aus Familienbeständen, einer von Agfa und eine von Zeiss-Ikon. Letztere war noch aus den 1930er-Jahren und erforderte 620er-Filme, die zumehnemd schlechter zu bekommen waren. Mit der anderen habe ich bis in die 80er-Jahre hinein fotografiert. Ab Mitte der 1960er-Jahre benutzte ich für Dias die AGFA Optima meiner Mutter, bald auch schon mit einer Contaflex die erste eigene Kamera. In den 70er-Jahren kamen von guten Spesen nach und nach drei Pentax hinzu, und schließlich erwarb ich von jemanden, der auf digital umstieg zwei Minolta, eine X 700 und eine 300.

Alle Fotoapparate sind noch vorhanden, wobei die beiden Minolta, die Pentax me super und die gute alte Contaflex im Einsatzbestand sind, alle anderen stehen auf "z". Für den Planeinsatz benötigt werden von den vier betriebsfähigen jeweils zwei, nämlich eine für Dias, die andere für SW-KB-Filme.

Zunehmende Schwierigkeiten bereiten mir weniger die Dia-Filme sondern das Problem, gescheite Rähmchen zu finden. Da habe ich schon in Castrop-Ickern und Niebüll jeweils die ganzen Bestände von Fotogeschäften aufgekauft.

Viele Grüße

Wolf-Dietmar



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.18 15:01.

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 12.09.18 17:22

Hallo Holger,

also noch ein Penti-Knipser - ich hatte das rundliche Urmodell in türkis/gold. Mit dem Gerät ("Weltniveau") ist man im Westen schon aufgefallen. Und sie machte brauchbare Bilder, ein paar Penti-S/W-Bilder von mir sind schon in Printmedien veröffentlicht worden.

Grüße

Martin
Hallo Martin (QJ),
die Canon AE 1 Program von Dir habe ich heute immer noch als "Notreserve", falls das "Digitalding" mal nicht funktioniert ;-) Meine Fotogenese war ähnlich: Um 1968 Agfa-Klick, dann eine Schwarzwälder Regula, dann Praktika alias Revue. Es folgte eine damals moderne AGFA-Spiegelreflex-Kamera, bevor das Canon-Zeitalter losging ....
Gruß
Matthias

Re: Der treueste Freund des Eisenbahnfreundes (1B u. 1L)

geschrieben von: RR

Datum: 12.09.18 19:02

Hallo liebe Mitleser,

meine ersten Bahnfotos entstanden ab 1971 mit einer Kodak Instamatic, die ich zum Geburtstag bekam. Schon bald merkte ich, daß dieses Gerät nur für Standaufnahmen zu gebrauchen war, die damals an der Strecke abgelichteten nagelneuen 103 waren alle schrecklich unscharf. Ab 1976 konnte ich meinen Vater davon überzeugen, mir seine Zeiss Icarex samt Wechselobjektiven (35, 50 und 135 mm) auszuleihen, damit die letzten Dampfloks dokumentiert werden konnten.

Ab 1978 jobbte ich als Schüler beim lokalen Fotohändler, die daraus resultierenden Einnahmen wurden konsequent in die Fotoausrüstung investiert. In Kombination mit den weihnachtlichen Geldgeschenken gab es dann im Dezember 1978 eine Contax RTS mit Winder und ein 1:1,4 50mm Normalobjektiv, das im Folgejahr durch ein 135 mm Tele (Zeiss) und ein billiges Hoya 35-105 Zoom ergänzt wurde. 1980 kamen ein zweites Gehäuse und 50mm Objektiv hinzu, so daß dann Farbdias (überwiegend Kodachrome) und selbst entwickelte s/w Bilder (überwiegend Ilford Pan F) möglich waren. Diese beiden Kameras haben viel mitgemacht, schlimmstes Erlebnis war im Mai 1981 ein Sturz beider Gehäuse aus dem aufgesprungenen Fotokoffer heraus in den Schotter des Haltepunkts Rednitzhembach und die direkt danach folgende Durchfahrt eines langen Güterzuges. Konsequenz waren erhebliche mechanische Blessuren, die später mit Lackstift und Autospachtel kaschiert wurden, die Funktion blieb unbeeinträchtigt. Beide Kameras haben bis ca. 2005 gut funktioniert, mittlerweile sind leider die Elektroniken defekt.

1982 kam zusätzlich das Mittelformat hinzu: Nach anfänglicher Ausprobe einer Mamyia RB67, die wegen ihres langsamen Zentralverschlusses wenig für Streckenfotos geeignet war, bin im Frühjahr 1983 bei der Mamiya 645 1000s gelandet. Damit entstanden überwiegend Dias auf Kodak Ektachrome. Am liebsten verwendete ich das 90mm Normalobjetiv und das 110mm Tele.

Aufgrund Studium, Beruf, Familie, Karriere etc. war dann lange Sendepause. Als die Digitalfotografie aufkam, erstand ich gegen 2003 eine Olympus EP 20, die für Kinder- und Familienaufnahmen ganz gut geeignet war, meinen Ansprüchen an die wieder aufkommende Bahnfotografie aber nicht genügte. Die Eisenbahnfototografie erfolgte weiter analog, überwiegend mit der Mamiya. 2008 wurde die Olympus durch eine Canon EOS 5D Mk II ersetzt, zu der im Laufe der Zeit 5 Wechselobjektive hinzu kamen. Damit war aus meiner Sicht in etwa das Niveau der Kleinbildaufnahmen, die ich mit meinen Contax gemacht hatte, wieder erreicht und meine Bahnfotos wurden digital. 2016 ergänzte ich diese Kamera durch eine Canon EOS 5DSR, die mit ihrem 50Mpx Sensor an alte Mittelformat-Zeiten anschliessen kann.

Mittlerweile habe ich als weitere Kamera eine Digital-Kompaktkamera im Einsatz (Sony RXII), die den Vorteil hat, im Aktenkoffer immer und überall dabei zu sein und recht ordentliche Ergebnisse liefert. Und in Notfällen hat man ja auch noch das Smartphone dabei.

Gruß Reiner
Tach auch,

bei mir lief es so ab:

Die "Hauptkameras":
1965: Iloca Rapid (gebrauchte Sucherkamera)
1971 - ca. 1984: Miranda Sensomat, später dazu Miranda Sensomat RE (mit 28mm-, 50 mm- und 135 mm-Objektiven)
1978 (?) - ca. 1977: Canon F1 (alt), ab 1984 dazu - über Jahre verteilt - Canon F1N, Canon F1N mit AE-Prisma, Canon AT-1 als Reserve, Objektive von 15mm bis 300mm
2007 - 2014: Fujifilm S5 (Canon hatte das FD-Bajonett "ausgemustert"; ich hätte also auch bei Canon neue Objektive gebraucht und der Fujisensor war von der Dynamik her überzeugender)
2014 - [2019]: Fujifilm X-T1, ergänzt 2018 um Fujifilm X-A1 (gebraucht und spottbillig), und Objektive mit Brennweiten 10 ... 200 mm (und einem Canon 5,6/300er über Novoflex-Adapter)

... und die Kameras für die Farbfilme (bzw. die ImmerDabeiKameras):
Braun Paxette mit 50mm-Optik (gebraucht und suboptimal)
ca. 1973: Yashica electro 35 MC
ca. ???? Phenix JG301 - chinesischer Minolta-Nachbau
vor 2000: Contax T2 (gebraucht gekauft, aber immer noch teuer; so ein Design hätte ich gerne bei einer Digitalkamera)
2004: Fujifilm FinePix E550 (zur Klärung der Frage, ob die Digitalfotografie benutzbar ist)
2012: Fujifilm X10

Grüße vom UHU

P.S Korrektur mit Dank nach Mannheim - ich war mit meinen Gedanken schon einige Zeilen weiter.

------
Fotografiert heute die Vergangenheit von morgen,
denn morgen ist Heute schon Vergangenheit!

Verschiedene Folgen dieses Mottos sind über mein Inhaltsverzeichnis zu finden!




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.18 09:06.

Der treueste Begleiter des Fotofreundes

geschrieben von: Donni

Datum: 12.09.18 23:25

Hallo Martin,

interessant, was hier schon zusammengekommen ist!
Auszug aus meinem Fotogeräte 'Curriculum':
- Mutters Vorkriegs Agfa Billy Record (6X9 Rollfilm); [de.wikipedia.org]
- Vaters Agfa Optima I (KB, die mit der „magischen“ Taste) – 1970 verloren, vermutlich im Bw Paderborn (https://de.wikipedia.org/wiki/Agfa_Optima
- Bruders Voigtländer Vitoret (mit Compur 125), [camerapedia.wikia.com]
- Omas Exakta VX1000 (ab 1970, nach Übersiedlung aus DDR), [de.wikipedia.org] – 'Strandverlust' 1978 bei Griechenland-/Türkeireise
- erste eigene 1978: Nikon FE
- zwischendurch u.a. Nikon, Linhof, Mamiya
- speziell Panorama: “HORIZON“ (35mm Film); [en.wikipedia.org])
- Konica HEXAR (frühe '90er – späte 2000er; ideal für 'immer dabei'); [en.wikipedia.org])
- seitdem: MFT G-System von Panasonic (noch idealer für 'immer dabei')

Beste Grüße

Stefan
hu34125 schrieb:
Tach auch,

bei mir lief es so ab:

...
1914 - [1919]: Fujifilm X-T1, ergänzt 1918 um Fujifilm X-A1 (gebraucht und spottbillig), und Objektive mit Brennweiten 10 ... 200 mm (und einem Canon 5,6/300er über Novoflex-Adapter)

... und die Kameras für die Farbfilme (bzw. die ImmerDabeiKameras):
Braun Paxette mit 50mm-Optik (gebraucht und suboptimal)
ca. 1973: Yashica electro 35 MC
ca. ???? Phenix JG301 - chinesischer Minolta-Nachbau
vor 2000: Contax T2 (gebraucht gekauft, aber immer noch teuer; so ein Design hätte ich gerne bei einer Digitalkamera)
2004: Fujifilm FinePix E550 (zur Klärung der Frage, ob die Digitalfotografie benutzbar ist)
2012: Fujifilm X10

Grüße vom UHU

Moin UHU,

was war zwischen 1919 und 1973? Das Fotografieren aufgegeben? Verständlich, da wurde ja einige Jahre später mehrmals die Nummernsysteme gewechselt. Das frustriert die Fotofuzzis total. Trotz allem, wenn man in Deinem hohen Alter noch auch auf Digitalfotografie umsteigt, muss man Respekt zollen.

Aber mal offen gefragt: Gab es 1914 schon die Firma Fujifilm? Ist nur eine Frage. Vielleicht erinnerst Du dich in Deinem hohen Alter nicht mehr so genau!

Aber die Bilder von 1914 bis 1919 würden nicht nur mich brennend interssieren! Für das Hifo wäre es die Sensation.

;-)))

Gruß aus Mannheim
RZ

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