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 04 - Historische Bahn 

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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Am 10. und 11. Juni 2000 veranstaltete die Rheinische Bahngesellschaft zusammen mit
dem Verein „Linie D“ einen Tag der offenen Tür im Betriebshof Am Steinberg.

Natürlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen und machte mich von Bonn sonntags
auf den Weg in meine alte Heimat Düsseldorf. Was ich dort alles fotografiert habe, möchte
ich Euch jetzt zeigen.

Bild 1:
Beginnen wir mit einem Schnappschuss in der Merowingerstrasse mit einem Zug der
Linie 706 auf dem Weg zum Brehmplatz. Damals fuhren noch die alten DÜWAG´s -
hier Triebwagen 2509 von 1956 mit einem vierachsigen Beiwagen….
https://farm1.staticflickr.com/838/29744541968_c1b8d9253b_b.jpg


Von der Merowingerstrasse bin ich dann auf das Betriebshofsgelände gelangt und konnte
im Gleisfeld vor der Wagenhalle den Triebwagen 2498 aufnehmen. Er wurde 1960 für die
Fernlinie „D“ (heute U79) mit einem Speiseabteil ausgeliefert. Für die Überlandlinie bekam
er Doppelscheinwerfer und dreiteilige Zierstreifen an der Spitze…
Bild 2+3:
https://farm1.staticflickr.com/848/42897179104_8a661af24e_b.jpg


https://farm1.staticflickr.com/862/29744534488_f540436775_b.jpg


Bild 4:
Hier sehen wir 3 Wagentypen - links Arbeitstriebwagen 5111 mit der Schneekehre im
Vorbau - gebaut 1925 von Schöndorff und 1970 aus Triebwagen 924 umgebaut.
Mittig der Museumswagen 2014 - gebaut 1954 von der DÜWAG, bis 1988 als
Triebwagen 2109 im Einsatz - und schliesslich ganz rechts der Triebwagen 239
der Wuppertaler Stadtwerke - Eigentümer sind die Bergischen Museumsbahnen.
Er wurde 1925 von van-der-Zypen in Köln hergestellt.
https://farm1.staticflickr.com/932/42897172994_ce243a3975_b.jpg


Bild 5:
Noch einmal Arbeitstriebwagen 5111….
https://farm1.staticflickr.com/915/42897166894_434d0ff0d8_b.jpg


Bild 6:
… und der Wuppertaler 239….
https://farm1.staticflickr.com/846/41806818150_a3666668a2_b.jpg


Bild 7:
Leider etwas beengt stand der ehemalige Fernbahnwagen der Linie K nach Krefeld -
Triebwagen 1269 - gebaut 1966 von der DÜWAG als Typ „K 66“
Auch er hat die markanten Doppelscheinwerfer der Überlandwagen…
https://farm1.staticflickr.com/848/29744527718_37b127cf2e_b.jpg


Bild 8:
Triebwagen 583 in der lichtdurchfluteten Halle - gebaut 1921 von Weyer -
der älteste Museumswagen der Rheinbahn…
https://farm1.staticflickr.com/923/42897161314_82d10d6ded_b.jpg


Bild 9:
DÜWAG Fahrzeuge beherrschten im Jahr 2000 noch das Bild am Steinberg…
https://farm1.staticflickr.com/939/43567011742_b0ac7e6e0b_b.jpg


Bild 10:
Links der Salzstreubeiwagen 5305 - ein Eigenbau der Rheinbahn von der Werkstatt
im Betriebshof Heerdt von 1984 auf einem Fahrgestell eines kriegszerstörten Wagens.
Mittig Winterdienst Triebwagen 5113 - auch ein Eigenbau der Heerdter Werkstatt von 1986 -
scherzhaft von den Heerdtern auch „Grafenberger Gebirgsbahn“ genannt, so stand es vor
der Lackierung oberhalb der Fensterreihe mit Kreide angeschrieben. Das Fahrgestell stammt
von Triebwagen 393.
Und schliesslich rechts Triebwagen 14 - ein Kriegsstrassenbahnwagen von 1948. Gebaut für
die Siegener Kreisbahn. Wagenkasten von Uerdingen und Fahrgestell vom Siegener Eisenbahnbedarf.
1956 kam er zur Rheinbahn und wurde als Triebwagen 14 eingereiht. 1968 wurde er zum Arbeitswagen.
1970 erhielt er die Wagennummer 5133. 1996 wurde er zum Museumswagen...

https://farm1.staticflickr.com/860/42710519745_07b3644d73_b.jpg


Bild 11+12:
Fahrschulwagen 5101 - im Jahr 1954 von der DÜWAG als Triebwagen 2029 geliefert
und ab 1970 als Fahrschulwagen unterwegs…
https://farm1.staticflickr.com/927/41806807050_a110986de2_b.jpg


https://farm1.staticflickr.com/936/41806799370_2c3c3dc035_b.jpg


Bild 13:
Noch einmal ein Blick in die Wagenhalle mit DÜWAG
Beiwagen 1688, 1694,1672, 1664 und 1693.…
https://farm1.staticflickr.com/942/43614508571_abb78280b4_b.jpg


Nun noch drei Aufnahmen von Museumswagen 379. Er wurde als Aufbauwagen von der
DÜWAG im Jahr 1950 an die Rheinbahn geliefert. 1985 wurde er zum Arbeitswagen 5279
umgebaut und fuhr sodann im orangen Kleid durch die Landeshauptstadt. Ab 1999 fuhr er
wieder in beige als Museumswagen 279.
Bild 14:
Triebwagen 279 vor der Wagenhalle - gleich fährt er durch die Halle und wird
wieder auf die Strecke gehen…
https://farm1.staticflickr.com/850/43614504751_5ee9868ddb_b.jpg


Bild 15:
An der anderen Ausfahrt steht er als Linie 6 zum Hauptbahnhof beschildert…?!
Dort ist allerdings die „6“ nie hingefahren!
https://farm1.staticflickr.com/859/43566984882_06dd9d3878_b.jpg


Bild 16:
… und hier biegt er bereits vom Steinberg links in die Himmelgeister Strasse ein…
https://farm1.staticflickr.com/857/42710487005_427e2e3729_b.jpg


Bild 17:
Auch der Rheinbahn INFO-Bus 9856 - ein MAN Metrobus - Typ 750 HO-M11A von 1969
war ausserhalb des Betriebshofes aufgestellt.
https://farm1.staticflickr.com/922/43567000362_1078a9a440_b.jpg


Bild 18:
Vor dem Betriebshof fuhr natürlich noch die Linie 706 im Ringverkehr über
Jan-Wellem-Platz oder Brehmplatz durch die Stadt. Hier hatten beide Linienäste
ihren Endpunkt.
Triebwagen 2405 auf der Linie 706 zum Jan-Wellem-Platz…
https://farm1.staticflickr.com/838/43566996952_f6e0bb0534_b.jpg


Bild 19+20:
Reger DÜWAG Verkehr auf der viergleisigen Endschleife „Am Steinberg“
wobei das Gleis direkt an der Wagenhalle eigentlich ein Abstellgleis für
verkehrsschwache Zeiten darstellt.
https://farm1.staticflickr.com/925/43566993082_27ba74a7e6_b.jpg


https://farm1.staticflickr.com/854/42710492415_222c7b6928_b.jpg


Bild 21:
Bevor es dann wieder zurück nach Bonn ging, noch schnell ein Schnappschuss
von der Schleife Hellriegelstrasse in Volmerswerth mit einem Zug der Linie 712
nach Ratingen-Mitte - Triebwagen 2757…

Viel Spass - Gruss Harald..

Die gezeigten Fotos stammen von mir und das Urheberrecht liegt falls nicht anders gekennzeichnet bei mir.
Anmerkungen und Korrekturen zu meinem Beitrag sind willkommen und sogar gewünscht.

Eine Übersicht meiner Beiträge in den Foren findet man hier: [www.drehscheibe-online.de]

Harald Müller





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.18 04:25.
Hallo Harald Müller,

vielen Dank für die schönen Bilder von den schönen Straßenbahnen im schönen Dorf an der Düssel ;-)

Die Beschreibung des Bildes Nr. 10 bedarf einer kleinen aber wichtigen Änderung:
Zwar wurden die KSW-Motorwagen tat- bzw. hauptsächlich von der WF Fuchs und die Anhängewagen von der WF Uerdingen gebaut, doch ist es bei den Siegenern ganz anders!

Die Wagenkästen für die Siegener Motor- und Anhängewagen wurden tatsächlich komplett von der WF Uerdingen hergestellt und geliefert, während die unisono(!) Motorgestelle vom Siegener Eisenbahnbedarf hergestellt und auch dort mit den zugehörigen Wagenkästen "verheiratet" wurden. Gewissermaßen eine besondere Besonderheit ist also der Umstand, daß die Fahrgestelle der Siegener Anhängewagen mit denen der Motorwagen baugleich waren - nur eben ohne Motore.

Viele Grüße, RothHaendle
Hallo!

Ein schöner Bildbericht. Vielen Dank dafür!
Kleine Anmerkung von mir zu den Bildern 2 und 3: wir hätten als Fahrer früher was „zwischen die Hörner“ bekommen, wenn wir im Betriebshof im Bereich von Weichen so dermaßen viel Sand geworfen hätten. Naja, das ist lange her und heute streuen die Fahrzeuge ja nur noch in homöopathisch kleinen Dosen.

Viele Grüße aus Krefeld
Gisbert Arts

Für mehr Respekt bei Drehscheibe online:
Niveau ist keine Hautcreme. Insofern: Facebook und RTL 2 sind woanders.
Ich bin Eisenbahnfreund und Straßenbahnliebhaber. Und das mit viel Freude seit über 40 Jahren.

Danke

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 09.08.18 19:22

Hallo,

vielen Dank für die Bilder.
Da war ich damals auch dabei:)


Gruß
Tz 4683

Re: Sand

geschrieben von: VictorPM

Datum: 09.08.18 19:36

Ich finde es auch schon merkwürdig, diese Sandhaufen vor den Rädern auf Bild 2 und 3. Da heben sich die Räder doch, wenn man weierfährt?
Und dann auch noch (etwas weniger) auf Bild 7...

Gruß, Victor

NL

Re: Sand

geschrieben von: RothHaendle

Datum: 10.08.18 09:04

Zum Thema "Sandberge": Die sind leider regelmäßig Begleitresultat wenn Straßenbahnführerplätze etwa bei Ausstellungen und eben dem porträtierten ToT Jedermann zugänglich gemacht werden genauso wie vielfach sich wiederholendes Dauerklingeln. Die einen wissen gar nicht wozu Pedal / Hebel / Knöpfchen da sind (OK, beim Klingeln hören sie's) und die anderen (meist durchaus interessierte Kinder) finden das Resultat einfach toll. Das Personal findet es natürlich garnicht toll, aber da muß man um der Öffentlichkeitswirkung willen durch denn Sperren lassen sich die Sandbunker nicht.

Im Übrigen sind diese Sandberge, wie sie leider auch gelegentlich und wahrscheinlich aus Versehen in Wagenhallen erzeugt werden durchaus mit Vorsicht zu genießen. Wenn die Menge einfach zu groß ist kann tatsächlich beim arglosen Überfahren eine Entgleisung eintreten, und das Zusanden von Weichen führt gerne zu Beschädigungen der Auflagerstellen oder gar gleich des Antriebes soweit vorhanden.

RothHaendle



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.18 09:06.

Re: 2498 und mehr...

geschrieben von: GT6GÜ

Datum: 11.08.18 08:26

Vielen Dank für diese tollen Bilder - sie sind wieder sehr interessant.

Zum 2498 vielleicht noch ergänzend, das Mittelteil bei den 3 Wagen 2497 bis 2499 war im Vergleich etwa zu denen der "normalen" Lokallinien GT 8 (Nr. 2351 bis 2358, 2451 bis 2459 und 2551 bis 2558) etwas länger ausgeführt (man kann dies an den breiteren Holmen vor den ersten Fenstern hinter den Gelenken erkennen). Diese "Mehr-"Länge diente der ursprünglichen Ausstattung der Wagen als Speise-Achtachser mit Küche und besonderen Abteilsitzen mit Tischen im Mittelteil. Diese Ausrüstung wurde Mitte der 70er Jahre entfernt, als die drei Wagen durch die vier damals neuen GT 8 S mit den Nummern 3101 bis 3104 auf der Linie D ersetzt wurden. Auch die beiden Duisburger GT Nr. 17 und 18 hatten dieses längere Mittelteil - wobei es dort als Ergänzung später noch die Wagen 19 und 20 mit Ausstattung für die Linie D gab, die aber "nur" das konventionelle normallange Mittelteil aufwiesen.

Der Wuppertaler Wagen 239 hat schon viel erlebt nach der Stillegung der dortigen Straßenbahn. Besitzer bzw. Eigentümer sind die Bergischen Museumsbahnen in Wuppertal und da deren Strecke von Wuppertal-Kohlfurth nach Wuppertal-Cronenberg meterspurig ist, entlieh man schon 1987 den Wagen nach Düsseldorf, wo er auf dem normalspurigen Netz der Rheinbahn zu Sonderfahrten (etwa auch während der Bundesgartenschau 1987) eingesetzt werden konnte. Irgendwann aber lief wohl die HU-Frist und der Entleihungsvertrag ab, wonach der Wagen für ein paar Jahre an das Strassenbahnmuseum der Kölner Verkehrsbetriebe in Thielenbruch weitergegeben wurde. Danach kehrte er nach Wuppertal zu den Bergischen Museumsbahnen heim und ist seitdem "Standmodell" auf deren Gelände.

Als "Standmodell" hatte er dann 2008 zum Nord-Rhein-Westfalen-Tag" im Bereich des Straßenzug "Sonborner Ufer" noch einmal auf einem Stück seiner ehemaligen Strecken einen großen Auftritt, als man dort verschiedene historische Fotomotive in neuer Form mit verschiedenen alten Fahrzeugen nachzustellen versuchte (etwa mit dem historischen Schwebebahnzug "Kaiserwagen" und dem Mercedes O 305 Omnibus 1209 der VhAg der WSW - neben dem 239).

Interessant zur Persil-Werbung auf den GT6: Die gehörte stets zu diesen Wagen und zu Düsseldorf dazu - ist hier doch die Herstellerfirma Henkel zu Hause. Komisch nur, das gerade diese Werbung bis heute keine Wiederbelebung auf modernen Straßen- oder Stadtbahnwagen erfahren hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.18 08:31.

Re: 2498 und mehr...

geschrieben von: Harald Müller

Datum: 11.08.18 12:02

GT6GÜ schrieb:
Vielen Dank für diese tollen Bilder - sie sind wieder sehr interessant.

Zum 2498 vielleicht noch ergänzend, das Mittelteil bei den 3 Wagen 2497 bis 2499 war im Vergleich etwa zu denen der "normalen" Lokallinien GT 8 (Nr. 2351 bis 2358, 2451 bis 2459 und 2551 bis 2558) etwas länger ausgeführt (man kann dies an den breiteren Holmen vor den ersten Fenstern hinter den Gelenken erkennen). Diese "Mehr-"Länge diente der ursprünglichen Ausstattung der Wagen als Speise-Achtachser mit Küche und besonderen Abteilsitzen mit Tischen im Mittelteil. Diese Ausrüstung wurde Mitte der 70er Jahre entfernt, als die drei Wagen durch die vier damals neuen GT 8 S mit den Nummern 3101 bis 3104 auf der Linie D ersetzt wurden. Auch die beiden Duisburger GT Nr. 17 und 18 hatten dieses längere Mittelteil - wobei es dort als Ergänzung später noch die Wagen 19 und 20 mit Ausstattung für die Linie D gab, die aber "nur" das konventionelle normallange Mittelteil aufwiesen.

Der Wuppertaler Wagen 239 hat schon viel erlebt nach der Stillegung der dortigen Straßenbahn. Besitzer bzw. Eigentümer sind die Bergischen Museumsbahnen in Wuppertal und da deren Strecke von Wuppertal-Kohlfurth nach Wuppertal-Cronenberg meterspurig ist, entlieh man schon 1987 den Wagen nach Düsseldorf, wo er auf dem normalspurigen Netz der Rheinbahn zu Sonderfahrten (etwa auch während der Bundesgartenschau 1987) eingesetzt werden konnte. Irgendwann aber lief wohl die HU-Frist und der Entleihungsvertrag ab, wonach der Wagen für ein paar Jahre an das Strassenbahnmuseum der Kölner Verkehrsbetriebe in Thielenbruch weitergegeben wurde. Danach kehrte er nach Wuppertal zu den Bergischen Museumsbahnen heim und ist seitdem "Standmodell" auf deren Gelände.

Als "Standmodell" hatte er dann 2008 zum Nord-Rhein-Westfalen-Tag" im Bereich des Straßenzug "Sonborner Ufer" noch einmal auf einem Stück seiner ehemaligen Strecken einen großen Auftritt, als man dort verschiedene historische Fotomotive in neuer Form mit verschiedenen alten Fahrzeugen nachzustellen versuchte (etwa mit dem historischen Schwebebahnzug "Kaiserwagen" und dem Mercedes O 305 Omnibus 1209 der VhAg der WSW - neben dem 239).

Interessant zur Persil-Werbung auf den GT6: Die gehörte stets zu diesen Wagen und zu Düsseldorf dazu - ist hier doch die Herstellerfirma Henkel zu Hause. Komisch nur, das gerade diese Werbung bis heute keine Wiederbelebung auf modernen Straßen- oder Stadtbahnwagen erfahren hat.
Hallo GT6GÜ, danke für die umfangreiche Info - ich freue mich immer wieder über diese Hinweise.
Allerdings, mich hat auch schon seit vielen Jahren gewundert, das Henkel keine Werbung mehr auf
Strassen- bzw. Stadtbahnwagen macht. Was ich auch vermisse, sind eben die alten Werbungen, die
ich aus meiner Düsseldorfer Zeit (1958-1968) noch kenne: Dornkaat, Gatzweiler, Uerdinger, Spatenkaffee,
und natürlich Jägermeister - und wie sie alle heissen....
Gruss aus Bonn - Harald

Die gezeigten Fotos stammen von mir und das Urheberrecht liegt falls nicht anders gekennzeichnet bei mir.
Anmerkungen und Korrekturen zu meinem Beitrag sind willkommen und sogar gewünscht.

Eine Übersicht meiner Beiträge in den Foren findet man hier: [www.drehscheibe-online.de]

Harald Müller

Re: 2498 und mehr... betr. DVG-GTw 19 und 20

geschrieben von: Winfried Roth

Datum: 11.08.18 17:21

GT6GÜ schrieb:
Auch die beiden Duisburger GT Nr. 17 und 18 hatten dieses längere Mittelteil - wobei es dort als Ergänzung später noch die Wagen 19 und 20 mit Ausstattung für die Linie D gab, die aber "nur" das konventionelle normallange Mittelteil aufwiesen.
Dieser Mythos mit dem “D-Bahn-Wagen 20“ ist wohl nicht auszurotten. Er hatte nie auch nur irgendetwas mit der Linie D zu tun, denn er wurde beschafft als Achtachser-Prototyp für die Lokallinien, hatte also auch keine „Ausstattung für die Linie D“.

Lediglich GTw 19 war für die Linie D bestimmt, allerdings als Reservewagen. Und seine „Ausstattung für die Linie D“ beschränkte sich allenfalls auf Polstersitze (wie bei GTw 17 und 18). Er hatte keine Küche und anfangs noch nicht einmal die D-Bahn-üblichen Doppelscheinwerfer.

Die schmalere Breite der beiden Wagen 19 und 20 von nur 2,20m und das normallange (türlose) Mittelteil war dem Umstand zu verdanken, dass die Bestellung zusammen mit drei weiteren Sechsachsern (Wagennummern 243 bis 245) erfolgte. Deshalb auch die nur einfache dritte Tür.
Das Speiseabteil wurde in GTw 19 übrigens erst 1965 ein-, allerdings bereits 1980 wieder ausgebaut. Der Einbau erfolgte aber nicht wegen der Linie D, sondern die DVG wollte damit einen Bewirtungsbetrieb auf der Durchmesserlinie 9 testen.
Und soll mir jetzt keiner kommen mit dem Argument, er kenne oder habe ein Foto des GTw 20 auf SL D. Dies ist unbestritten, waren doch die GTw 17 bis 20 bis Mitte der 1960er Jahre die einzigen Achtachser der DVG. Wenn also einer der beiden D-Bahn-Wagen 17 oder 18 nicht einsatzfähig waren und sich GTw 19 auf der Linie 9 „herumtrieb“, musste auch GTw 20, sofern er gerade greifbar war, auf der Linie D aushelfen.
.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.18 11:51.

Re: ...noch 'ne Frage zur Straßenbahn in Duisburg...

geschrieben von: GT6GÜ

Datum: 11.08.18 21:33

Winfried Roth schrieb:
GT6GÜ schrieb:
Auch die beiden Duisburger GT Nr. 17 und 18 hatten dieses längere Mittelteil - wobei es dort als Ergänzung später noch die Wagen 19 und 20 mit Ausstattung für die Linie D gab, die aber "nur" das konventionelle normallange Mittelteil aufwiesen.
Dieser Mythos mit dem “D-Bahn-Wagen 20“ ist wohl nicht auszurotten. Er hatte nie auch nur irgendetwas mit der Linie D zu tun, denn er wurde beschafft als Achtachser-Prototyp für die Lokallinien, hatte also auch keine „Ausstattung für die Linie D“.

Lediglich GTw 19 war für die Linie D bestimmt, allerdings als Reservewagen. Und seine „Ausstattung für die Linie D“ beschränkte sich allenfalls auf Polstersitze (wie bei GTw 17 und 18). Er hatte keine Küche und anfangs noch nicht einmal die D-Bahn-üblichen Doppelscheinwerfer.

Die schmalere Breite der beiden Wagen 19 und 20 von nur 2,20m und das normallange (türlose) Mittelteil war dem Umstand zu verdanken, dass die Bestellung zusammen mit drei weiteren Sechsachsern (Wagennummern 243 bis 245) erfolgte. Deshalb auch die nur einfache dritte Tür.
Das Speiseabteil wurde in GTw 19 übrigens erst 1965 ein-, allerdings bereits 1980 wieder ausgebaut. Der Einbau erfolgte aber nicht wegen der Linie D, sondern die DVG wollte damit einen Bewirtungsbetrieb auf der Durchmesserlinie 9 testen.
Und soll mir jetzt keiner kommen mit dem Argument, er kenne oder habe ein Foto des GTw 20 auf SL D. Dies ist unbestritten, waren doch die GTw 17 bis 20 bis Mitte der 1960er Jahre die einzigen Achtachser der DVG. Wenn also einer der beiden D-Bahn-Wagen 18 oder 18 nicht einsatzfähig waren und sich GTw 19 auf der Linie 9 „herumtrieb“, musste auch GTw 20, sofern er gerade greifbar war, auf der Linie D aushelfen.
.

Jetzt bedanke ich mich für diese interessanten Info's und versuche bei dieser Gelegenheit einmal eine andere Frage zur Duisburger Straßenbahn anzubringen, die mir gerade bei Deinen Ausführungen gekommen ist - vielleicht kannst Du als Duisburg-Kundiger hier ja weiterhelfen:

Und zwar - in der ARD-Tatort-Reihe mit Komissar Schimanski/alias Götz George gab es soweit ich mich noch ganz grau erinnere Folgen, in denen er zusammen mit einem kleinen viatnamesischen Mädchen in der Straßenbahn durch Duisburg fuhr. Ich bin nicht ganz sicher, aber vorm geistigen Auge hat sich das Bild festgesetzt, das die beiden hier mal mit einem Speisewagen unterwegs waren. Ich war damals selbst noch Kind und durfte nicht die ganze Folge schauen.

Meine Frage - kann dies hinkommen, also das mit dem Speisewagen? Und wenn ja, war das ein Rheinbahn GT 8 S der Reihe 3100 oder womöglich einer der besagten Duisburger Speise-Achtachser - und spielte diese Szene(n) auf der Linie D/79 oder (darauf bin ich durch Deine Ausführungen gekommen) vielleicht auf der genannten Duisburger Lokallinie, auf der das eine oder andere dieser Fahrzeuge schon mal eingesetzt wurde?
GT6GÜ schrieb:
….. in der ARD-Tatort-Reihe mit Kommissar Schimanski alias Götz George gab es, soweit ich mich noch ganz grau erinnere, Folgen, in denen er zusammen mit einem kleinen viatnamesischen Mädchen in der Straßenbahn durch Duisburg fuhr. Ich bin nicht ganz sicher, aber vorm geistigen Auge hat sich das Bild festgesetzt, dass die beiden hier mal mit einem Speisewagen unterwegs waren. Ich war damals selbst noch Kind und durfte nicht die ganze Folge schauen.

Meine Frage - kann dies hinkommen, also das mit dem Speisewagen? Und wenn ja, war das ein Rheinbahn GT 8 S der Reihe 3100 oder womöglich einer der besagten Duisburger Speise-Achtachser - und spielte diese Szene(n) auf der Linie D/79 oder (darauf bin ich durch Deine Ausführungen gekommen) vielleicht auf der genannten Duisburger Lokallinie, auf der das eine oder andere dieser Fahrzeuge schon mal eingesetzt wurde?
Die Duisburger Straßenbahn kam in mehreren Folgen vor. In einer Folge ist Schimmi ein Stück weit mit dem „Mannheimer“-GTw 1081 (der mit der Zoo Duisburg-Werbung) über die Ruhrbrücken gefahren, um dann plötzlich aus dem Wagen zu springen und die Verfolgung eines Verdächtigen aufzunehmen.
In einer anderen Folge saß er tatsächlich in einem GT8S-Speisewagen der Rheinbahn. In dieser kurzen Szene fuhr die Bahn gerade über die Friedrich-Wilhelm-Straße und bog in die Endstelle auf der Mercatorstraße ein.

Beides wurde nicht in planmäßigen Zügen gedreht. Für die Folge mit dem GTw 1081 wurde die Linie 1 wegen der Dreharbeiten sogar am Samstagnachmittag, 24. Januar 1988, zwischen Laar und Scharnhorststraße unterbrochen und im Schienenersatzverkehr bedient.
.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.18 12:38.