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 04 - Historische Bahn 

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Hallo,

In Bezug auf die Diskussion unter "ÖBB-Schürzenwagen im D 1100" bekam ich Heute eine Anfrage aus Frankreich.
es ist zum Auswachsen: in den Archiven in D u F ist keine Spur der französischen Kinderferienzüge (Juli) und Züge für meist gewerkschaftlich organisierte französische Jugendliche (August) aus dem Nord - Pas-de-Calais in die Südbezirke der einstigen DDR zu finden. Es gab auch solche Züge auf dem Parcours zwischen Helmstedt und Bln Osb / Hbf. Es sollte ja wenigstens FPLO gegeben haben.
Vielleicht ist Euch durch Zufall ein solches Papier oder eine andere Spur (kompetente Gesprächspartner) untergekommen. Wenn ja, wäre ich für jeden auch noch so kleinen Hinweis dankbar.


Der Kollege würde sich sehr bezüglich einer Klärung freuen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.18 14:11.
Naja , all zu viele westliche Kinde rund Jugendliche werden wohl nicht in der DDR ein Ferienlager besucht haben . Es hat es aber gegeben . Mein hiesiger Gartennachbar erzählt heute noch begeistert , wie er als BRD - Kind in DDR Ferienlager kam . Ging damals organisatorisch , auch über SPD und Gewerkschaften .
Vielleicht waren aber viele damals auch nur auf der Durchreise in Ferienlager nach Polen oder SU , z.B. Artek.
Achsstellkeil schrieb:
Naja , all zu viele westliche Kinde rund Jugendliche werden wohl nicht in der DDR ein Ferienlager besucht haben . Es hat es aber gegeben . Mein hiesiger Gartennachbar erzählt heute noch begeistert , wie er als BRD - Kind in DDR Ferienlager kam . Ging damals organisatorisch , auch über SPD und Gewerkschaften .
Vielleicht waren aber viele damals auch nur auf der Durchreise in Ferienlager nach Polen oder SU , z.B. Artek.
Ich glaube das war die Antwort die er nicht braucht... Es waren viel mehr Kinder als in dein Weltbild passen. Für die Kinder aus Frankreich gibt es Bilder eines Sonderzuges in Laucha im V 100 Bildband des EK (mit Rapide Nord), für die Kinder aus der "BRD" gibt es Hifo mehrere Beiträge in denen ich auch einen Artikel mit Zahlen verlinkt habe. Waldemar Hartmann war als Kind drei Mal in der DDR... ;-))

MfG

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]
Ungedreht wäre es ja noch viel interessanter , wieviele DDR -Kinder in der BRD und dem restlichen NSW ihre Ferien verbrachten .
Hallo,

etwas habe ich gefunden, allerdings hinter einer Bezahlschranke:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/440588.inzwischen-sind-die-tueren-verschlossen.html

https://www.mz-web.de/bitterfeld/ddr-vergangenheit-in-bitterfeld-partnerstadt-frankreich-3402440

Die Partnerstadt von Bitterfeld ist Vierzon, vielleicht fndet man da noch etwas?

https://books.google.de/books?id=jVCak5dN0WEC&pg=PA128&lpg=PA128&dq=kinderferienlager+DDR+Frankreich&source=bl&ots=k68erockhB&sig=AA4500MZq46c2W2Bu9f140A3dtU&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiepMy22N3cAhXCY1AKHfzEBpwQ6AEwDXoECAoQAQ#v=onepage&q=kinderferienlager%20DDR%20Frankreich&f=false
(S. 128 - die "PCF" finanziert sich durch Delegationsreisen und Kinderferienlager in der DDR)

https://vergesseneorte.com/das-pionierlager-etkar-edgar-andre-in-goehren/
(Kommentar von "delmotte" aus Beuvrages - Partnergemeinde von Kranichfeld)

http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=6&t=5458&start=0
("Vs1400" schreibt: "krass fand ich die freundschaft zu französischen ferienkindern. da tat der abschied echt weh,
weil man wusste das frankreich nicht erreichbar war.")

https://books.google.de/books?id=qkMkDwAAQBAJ&pg=PA170&lpg=PA170&dq=Frankreich+Kinder+DDR+Ferienlager&source=bl&ots=MPmg8TBD47&sig=NS6aCksjNOJVXKFAK3oirRVqJa8&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwii4f2V293cAhWEZFAKHZP1C6cQ6AEwDXoECAAQAQ#v=onepage&q=Frankreich%20Kinder%20DDR%20Ferienlager&f=false
(S.170 oben links: "Jedes Jahr fuhren Tausende Kinder und Jugendliche aus nichtkommunistischen Familien in Ferienlager der DDR. Vereine wie die 1958 gegründete (und 1973 in Association France-RDA umbenannte) *Echanges franco-allemands schickten allein im Jahr 1972 ca. 4000 Kinder und Jugendliche sowie 2500 Mitglieder von Delegationen auf Reisen in die DDR.")

MfG

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5-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.18 17:08.
...hier in München kann ich mich an Plakate der DKP in den 70er erinnern, wo unter der Überschrift: "Wir fahren in ein kinderfreundliches Land" ein buntes Ferienlager dargestellt wurde, wo ein Dampfzug mit lachenden Kindern hinfährt. Alles im Comic-Stil. Darunter die Kontaktdaten.

Die Aufenthalte sollen sehr günstig gewesen sein - ich kann mich sehr dunkel erinnern, dass ein Angestellter meines Vaters selig seine Kinder mehrmals da hingeschickt hat.

Weltbild

geschrieben von: Hartmut Reichert

Datum: 08.08.18 17:26

Matthias Muschke schrieb:
.....Es waren viel mehr Kinder als in dein Weltbild passen. .....
Hallo Herr Muschke,

welches Weltbild meinen Sie denn aus dem Beitrag ableiten zu können?

Gruß,

Hartmut Reichert
Nicht nur in den 1950er und 1960er Jahren gab es diese Ferienlager-Aufenthalte von Kindern westdeutscher linksgerichteter Familien, sondern bis kurz vor der Wende.

Am Südhang des Kyffhäusergebirges gab es das "Rathsfeld", welches ein großes internationales Kinderferienlager auch mit Kindern aus der BRD war. Davon reisten auch einige mit dem Zug nach Bad Frankenhausen an. Aber meist geschah die Anreise mit Bussen.

Meine Mutter arbeitete als Krankenschwester in der medizinischen Station im ehem. Schloß Rathsfeld, welche extra für die Zeit des Ferienlagers eingerichtet wurde. Dazu gehörten auch Hygiene -Inspektionsrundgänge durch die Unterkünfte.

Allerdings zeigten sich seinerzeit auch schon gewisse Randerscheinungen der Dekadenz und Überheblichkeit der meist aus linksgerichteten Elternhäusern stammenden Kinder den "dummen DDR-Leuten" gegenüber. Da veranstalteten ein paar Teenies z.B. aus lauter Übermut mal ein "Matratzenscheißen"! Es war ja nicht ihr eigenes Zeug, was sie verdreckten; und der Aufenthalt kostete sie ja auch nichts. Da glaubte man halt, daß man nichts und niemanden achten müsse...
Aber die asoziale Bande hatte die Rechnung ohne die medizinische Crew gemacht. Die löste das Problem nämlich auf ihre ganz eigene Weise. Wegen der Verschmutzung der Unterkunft und wegen des unvermeidlichen Kontaktes der Kinder mit Fäkalien kam die Truppe erst mal für eine Woche - also für die Hälfte ihres Aufenthaltes - auf die Krankenstation in strenge Quarantäne. Bei Diät, versteht sich! Und mit Rückendeckung der Behörden!
Aber so verkehrt war das gar nicht, weil sich bei einigen Kindern erhebliche Defizite in Bezug auf medizinische Vorsorgeuntersuchungen und den Impfschutz herausstellten, die gleich mit behoben werden konnten...

Re: Weltbild

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 08.08.18 18:05

Hartmut Reichert schrieb:
Matthias Muschke schrieb:
.....Es waren viel mehr Kinder als in dein Weltbild passen. .....
Hallo Herr Muschke,

welches Weltbild meinen Sie denn aus dem Beitrag ableiten zu können?

Gruß,

Hartmut Reichert
"...all zu viele westliche Kinde rund Jugendliche werden wohl nicht in der DDR ein Ferienlager besucht haben..." - das,welches sich hier ausdrückt, eine Begründung für diese Vermutung hat er ja nicht.
Vielleicht könnte man sich ja aber auch einfach nur zum Thema äußern, wenn man was konstruktives beizutragen hat?

MfG

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.18 18:21.
Achsstellkeil schrieb:
Ungedreht wäre es ja noch viel interessanter , wieviele DDR -Kinder in der BRD und dem restlichen NSW ihre Ferien verbrachten .

Wenn Du zum NSW Zypern und Yugoslawien dann waren es eine ganze Menge.
Zitat:
Wenn Du zum NSW Zypern und Yugoslawien dann waren es eine ganze Menge.
Katarina Witt 1984 in Sarajevo war genial... ;-)
Heizer Jupp schrieb:
Nicht nur in den 1950er und 1960er Jahren gab es diese Ferienlager-Aufenthalte von Kindern westdeutscher linksgerichteter Familien, sondern bis kurz vor der Wende.

Am Südhang des Kyffhäusergebirges gab es das "Rathsfeld", welches ein großes internationales Kinderferienlager auch mit Kindern aus der BRD war. Davon reisten auch einige mit dem Zug nach Bad Frankenhausen an. Aber meist geschah die Anreise mit Bussen.

Meine Mutter arbeitete als Krankenschwester in der medizinischen Station im ehem. Schloß Rathsfeld, welche extra für die Zeit des Ferienlagers eingerichtet wurde. Dazu gehörten auch Hygiene -Inspektionsrundgänge durch die Unterkünfte.

Allerdings zeigten sich seinerzeit auch schon gewisse Randerscheinungen der Dekadenz und Überheblichkeit der meist aus linksgerichteten Elternhäusern stammenden Kinder den "dummen DDR-Leuten" gegenüber. Da veranstalteten ein paar Teenies z.B. aus lauter Übermut mal ein "Matratzenscheißen"! Es war ja nicht ihr eigenes Zeug, was sie verdreckten; und der Aufenthalt kostete sie ja auch nichts. Da glaubte man halt, daß man nichts und niemanden achten müsse...
Aber die asoziale Bande hatte die Rechnung ohne die medizinische Crew gemacht. Die löste das Problem nämlich auf ihre ganz eigene Weise. Wegen der Verschmutzung der Unterkunft und wegen des unvermeidlichen Kontaktes der Kinder mit Fäkalien kam die Truppe erst mal für eine Woche - also für die Hälfte ihres Aufenthaltes - auf die Krankenstation in strenge Quarantäne. Bei Diät, versteht sich! Und mit Rückendeckung der Behörden!
Aber so verkehrt war das gar nicht, weil sich bei einigen Kindern erhebliche Defizite in Bezug auf medizinische Vorsorgeuntersuchungen und den Impfschutz herausstellten, die gleich mit behoben werden konnten...
gut gemacht! Sagt ein echter Münchner, der die DDR schon vor der Wende gut kannte und Freunde dort seit dieser Zeit bis heute hat!
Das waren meist Kinderkuraufenthalte . Das ist aber auch nichts neues . Und da gab es auch zu DDR - Zeiten keine Neider , denn ohne Grund hatte man da keine Kinder auf Kur geschickt . Die hatten meist schon eine zu dicke Krankenakte .
Ich war öfters bis Mitte der 70ziger Jahre im Kinderferienlager in Glowe (Buna-Kombinat) auf Rügen. Gleichzeitig waren auch immer Kinder aus Frankreich (auch Paris) für 3 Wochen dort zur Erholung. Für uns waren diese Kinder immer Exoten..wir konnten die andere Sprache nicht und so haben wir mit Händen und Füßen versucht uns zu verständigen.
Ich nehme an! , dass der Zug bis Sagard (für die Kinder aus Frankreich) gefahren ist und dann ging es weiter mit dem Bus. Sagard war jedenfalls immer der Endpunkt der Sonderzüge aus Merseburg.

Mehr kann ich zu dem Thema leider auch nicht beitragen.
Saum
Hallo!

Das stimmt. Ich war 3x im Ferienlager in Sebnitz (1985, 1986 und 1989) und da waren auch oft Kinder aus dem westlichen Ausland, vorallem aus dem Bundesgebiet. Ob sie mit dem Zug kamen, kann ich nicht sagen.

Ein zentrales Ferienlager, wo auch zahlreiche internationale Gäste - nicht nur aus den Ostblockstaaten - dabei waren, ist am Werbellinsee gewesen: [de.wikipedia.org] (zu DDR-Zeiten "Pionierrepublik Wilhelm Pieck").

Anreisen mit der Bahn dürfte hier aber selten gewesen sein, da es auch Gäste aus Übersee gab.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.18 18:50.
Hallo,

als ich noch Gruppenleiter für die Wagenunterhaltung in Rummelsburg war, anfang der 80er Jahre, kann mich an häufiige Sonderzüge bzw. Verstärkerwagen in den Regelzügen aus Frankreich erinnern. Alte Fahrplanunterlagen habe ich nicht aufgehoben. Meist wurden dafür ältere Wagenbauarten verwendet. Die Schwerpunkte für die Züge bzw. Kurswagen lagen natürlich im Sommer oder an bestimmten Gedenktagen, wie z.B. im April. Im April waren das z.B. die Veranstaltungen im Gedenken an die KZ, welche 1945 von den allierten Streitkräften befreit wurden. Die Fahrgäste waren in diesen Fällen natürlich ehemalige Insassen der KZ, welche zu Gedenkveranstaltungen eingeladen waren.
Meist standen die Wagen einige Tage in Rummelsburg und man konnte die Wagen eingehend besichtigen.

Viele Grüße
Matthias
Achsstellkeil schrieb:
Das waren meist Kinderkuraufenthalte . Das ist aber auch nichts neues . Und da gab es auch zu DDR - Zeiten keine Neider , denn ohne Grund hatte man da keine Kinder auf Kur geschickt . Die hatten meist schon eine zu dicke Krankenakte .

Dazu gehörten auch zwei fehlgeschlagen Inlandkuren.
saum13 schrieb:
Ich war öfters bis Mitte der 70ziger Jahre im Kinderferienlager in Glowe (Buna-Kombinat) auf Rügen. Gleichzeitig waren auch immer Kinder aus Frankreich (auch Paris) für 3 Wochen dort zur Erholung. Für uns waren diese Kinder immer Exoten..wir konnten die andere Sprache nicht und so haben wir mit Händen und Füßen versucht uns zu verständigen.
Ein interessantes Thema! Die diesbezüglichen Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR beruhten auf französischer Seite vollständig auf der -damals ideologisch noch absolut orthodox-moskauhörigen und bei Wahlen ziemlich stark abschneidenden- kommunistischen Partei im Verbund mit der ebenfalls orthodox kommunistischen Gewerkschaft CGT. Das machte damals auch mengenmässig durchaus was her. Wobei die französischen Genossen beim direkten Kontakt mit den DDR-Leuten dann doch höchst irritiert waren, dass diese ihren Gegeneinladungen nicht fröhlich-spontan nachkommen konnten, sondern verlegen herumdrucksten, dass dies auf Parteiebene entschieden werde und dann "Delegationen" geschickt würden..... Meilenweit entfernt also von einem Urlaubs-Gegenbesuch zum Baden am Mittelmeer....:)

Ganz anders in der Bundesrepublik. Ich weiss aus direktem Bekanntenkreis von solchen Kinder-Verschickungen. Bei uns praktizierten das -in einer Stadt von ca. 120.000 Einwohnern- die drei-ein-halb allseits bekannten DKP-Mitglieder, die ihre Kinder aus ideologischen Gründen in die DDR ins Ferienlager schickten. Einer davon war der örtliche Lada-Vertragshändler, mit dessen Sohn ich gemeinsam das Gymnasium absolviert habe. Der war von diesen aus dem Elternhaus zwangsweise verordneten Aktionen alles andere als begeistert - während die anderen Kinder die Ferien in Italien, Spanien oder sonstwo verbrachten, musste er sich mit DDR zwangsbeglücken lassen - sobald er altersmäßig dazu in der Lage war, widersetzte er sich dem energisch und das einzige, was dieses Elternhaus einschließlich DDR-Ferienlager bei ihm erzeugt hat, war eine geradezu fanatische Antihaltung zu allem, wo "Osten" drüber stand. Er empfand sich als ausgegrenzt und berichtete vor allem davon, dass die Kontakte mit den DDR-Werktätigen durch die Bank von argwöhnischer Zurückhaltung gekennzeichnet waren, so etwa nach dem Motto "was sind das denn für komische Typen" und dass viele ihnen auch mehr oder minder den Vogel zeigten und sagten "na ihr müsst ja bescheuert sein, dass ihr freiwillig hier her kommt". Auch regelrechte Anfeindungen gab es "habt ihr nicht genug Möglichkeiten, bei euch Urlaub zu machen, müsst ihr hierher kommen mit eurer fetten Westmark und uns die knappen Urlaubsplätze wegnehmen".

Ich habe mich aus persönlichem Interesse dann mal etwas intensiver mit dem Thema befasst und ein bisschen Informationen recherchiert. Unter dem Strich ist dabei rausgekommen: Westkinder im Osten gab es, aber es war quantitativ eine absolute Randerscheinung, die praktisch ausschließlich im ideologischen Umfeld der DKP gelebt wurde. Wie bescheiden dieses im Umfang war ist allgemein bekannt.
Das kommt darauf an, für welchen Zeitraum du recherchiert hast. Die 54.000 Kinder 1955 waren sicherlich nicht alles Sprösslinge von DKP-Anhängern... (Link der bpb) Und in Sachen Ideologie wären sie sicher (zu meiner Zeit) enttäuscht gewesen. Es gab weder Apelle mit Flagge hießen und singen, noch wurden Pionierhemd oder Halstuch getragen (wer das dabei gehabt hätte, wäre so was von raus gewesen) - den Knoten kann ich bis heute nicht, da gab es immer nette Mädchen wenn es mal darauf ankam...

MfG

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.18 05:57.

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