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 04 - Historische Bahn 

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Anläßlich eines Besuches beim sehr sehens- und erlebenswerten Überlandstraßenbahnmuseum in Wuppertal fiel mir die dortige Reichsbahndirektionskarte Wuppertal (Ausgabe 1946) auf. Neben der üblichen Netzdarstellung zeigt sie auch die Zuständigkeitsbereiche der Maschinen- und Betriebsämter, so z.B. etwa das Maschinenamt Altena (Westf) oder das Betriebsamt Brügge (Westf). Was waren eigentlich die genauen Aufgaben der Betriebsämter und wo residierte letzteres ?

Fahrt frei !
aus Brügge (Westf)
Guten Abend,

eine ähnliche Anfrage habe ich in diesem Zusammenhang einem guten Freund (Pater Daniel) gerichtet und er hat mir folgende Auskunft zum Thema gegeben:

Röll: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens: Der Generaldirektion (Bayern) waren außer den Oberbahnämtern auch die Hauptwerkstätten und Eisenbahnbausektionen unmittelbar unterstellt. Auch in Preußen vollzog sich in der Folge eine ähnliche Entwicklung. 1872 wurden die bisher als fachlich getrennte Organe des Bezirksverwaltungsdienstes bestehenden Betriebsinspektoren und Maschinenmeister unter einem gemeinsamen Vorstand zu einer den gesamten Dienst umfassenden Eisenbahnbehörde, der »Eisenbahnkommission« vereinigt, die 1879 die Bezeichnung »Eisenbahnbetriebsamt« erhielt. Ihr unterstanden für die Bahnunterhaltung noch Eisenbahnbaumeister oder Bauinspektoren.

Außer den Eisenbahnbetriebsämtern waren auch die Hauptwerkstätten und Eisenbahnbaukommissionen für den Neubau den Eisenbahndirektionen unmittelbar unterstellt. In den Eisenbahndirektionen wurde die Trennung zwischen der kollegialen Verwaltung und den ausführenden, Oberbeamten 1873 aufgegeben, ihre Geschäfte wurden den Mitgliedern der Direktion mit übertragen. 1879 wurde auch die Kollegialverfassung durch das Präsidialsystem ersetzt und eine Gliederung der Eisenbahndirektionen in drei Abteilungen vorgenommen.

1895 wurde eine Neuordnung eingeführt, die Zahl der Eisenbahndirektionen auf 20 (mit einer durchschnittlichen Größe von 1300 km) erhöht, die Abteilungen wurden beseitigt und in der untersten Verwaltungsinstanz das Betriebsämtersystem wieder durch die englische Verwaltungstype ersetzt, indem als Hilfsorgane der Eisenbahndirektion nach Dienstzweigen getrennte Inspektionen, nämlich Betriebsinspektionen für Bau und Betrieb, Verkehrs-, Maschinen- und Werkstätteninspektionen eingerichtet wurden.


Man muss sich das damalige Eisenbahnwesen ähnlich hierarchisch vorstellen wie die Organisation in einer militärischen Einheit: Ganz oben die Eisenbahndirektion, die Betriebsämter repräsentierten die mittlere Leitungsebene und ganz unten dann die Meistereien mit den ausführenden Beamten und Arbeitern. In dem oben zitierten Link findest Du außerdem noch ein typisches Gebäude eines Betriebsamtes als Foto und als (externer Linkauf das Landesarchiv NRW) Bauzeichnung.

Guter Gruß
--
Markus

Die DB meinte am 1.1.1958....(m1S)

geschrieben von: Plumps

Datum: 10.07.18 00:29

http://19891130.de/003-02a.jpg

Für deine Frage gilt dann gelb + blau. Wo die 259 Dienststellen waren ?

Re: Die DB meinte am 1.1.1958....(m1S)

geschrieben von: Brügge/Westf. II

Datum: 10.07.18 13:56

Hallo Markus, hallo Plumps,

vielen Dank für die aufklärenden Hinweise !

Fahrt frei !
aus Brügge (Westf)
Hallo,

die Aufgaben der Betriebsämter (BA), Maschinenämter (MA), Verkehrsämter (VA) und Reichsbahnämter hatten zwischen Einführung und Auflösung dieser Ämter unterschiedliche Aufgaben im Laufe der Zeit. Organisatorisch lagen sie zwischen den Direktionen und den Dienststellen. Die Preußische Staatsbahn kannte schon den Begriff "Ämter", während die Organisation bei den anderen deutschen Staatsbahnen bis 1920 andere Bezeichnungen und Aufgaben hatten.
Nach Gründung der Deutsche Reichsbahn nach dem ersten Weltkrieg übernahm sie weitgehend die Organisation der Preußischen Staatsbahn. Bei der Deutschen Bundesbahn gab es diese Ämter bis Mitte der 1980er Jahre, als sie von "Regionalabteilungen" der Bundesbahndirektionen abgelöst wurden. Die Deutsche Reichsbahn der DDR änderte die Betriebs-, Maschinen- und Verkehrsämter in "Reichsbahnämter", um den Betriebs- Maschinen- und Verkehrsdienst aus einer gemeinsamen Organisation zu führen.

Mit meiner Erfahrung mit den Bundesbahnämtern konnte ich sie nicht mit einer militärischen Organisation vergleichen.

Die Betriebsämter waren bei der Bundesbahn für Bau und Betrieb der regionalen Eisenbahnstrecken, die Maschinenämter für den Einsatz der Lokomotiven, Wagen, Fahrleitungen zuständig und die Verkehrsämter für verkehrliche Aufgaben bei den Fahrkartenausgaben, Güterabfertigungen und Verkehrswerbung sowie Abrechnung zuständig.

Die Dienststellen (Bahnhöfe, Bahnmeistereien, Fahrkartenausgaben, Bahnbetriebswerke, Fahrleitungsmeistereien usw) führten den örtlichen Eisenbahnbetrieb durch, während die Betriebsämter für Planung und Überwachung zuständig waren.
Im allgemeinen hatten die Betriebs- Maschinen- und Verkehrsämter örtlich getrennt von den Dienststellen eigene Gebäude, die aber in der Nähe von Bahnhöfen lagen.

Aufgaben der Betriebsämter: Personalangelegenheiten, Wirtschaftsführung, Leistungen für Dritte, Liegenschaften, Wohnungen und Ledigenwohnheime, Fernschreibstelle, Amtslehrer, Planung von Bauarbeiten (Betra und La), bearbeiten der Bahnbetriebsunfälle, die wegen der Schwere nicht von den Dienststellen abschließend bearbeitet werden konnten, Privatgleisanschlüsse, Hochbau, Signal- und Fernmeldeangelegenheiten, Brücken, Tunnel, Bahnübergänge.

Durch die Rationalisierung, Schließung von Strecken und Bahnbetriebswerken wurden kleinere Ämter aufgelöst und die Arbeiten von anderen Ämtern übernommen.

Mit der Bahnreform von 1994 wurde eine völlig neue Organisation eingeführt, die mit der alten nicht vergleichbar ist.

Gruß Ulrich
Hallo,

grob gesagt das Betriebsamt war für den Betriebs - und Baudienst ( dazu gehörten die Bahnhöfe,Blockstellen, Haltepunkte, Haltesstellen und die Bahnmeistertei(en )dazu ). Das Betriebsamt hatte einen gewissen Streckenbereich zu überwachen. Zudem was das Betriebsamt das Bindeglied zwischen den Außenstellen wie Bahnhöfe ..... , Bahnmeisterei und der Direktion. Im Prinzip liefen alle dienstlichen Angelegenheiten von der Direktion über das Betriebsamt, diese leitete es an ihre Außenstellen weiter. Anders herum hatte z.B der Dienststellenleiters eines Bahnhofs ein Betriebliches Anliegen an die Direktion, so mußter er den Weg über das zuständige Betriebsamt nehmen. In amtlichen Schreiben hieß es " An die Bundesbahndirektion Stuttgart über das Bundesbahn Betriebsamt Stuttgart 3 ". Ein diekter Weg war verboten für den Diensstellenleiter. Im Jahr 1986 wurden die noch bestehnden Betriebsämter in Regionalabteilungen umgewandelt, somit entfiel das der Begriff Betriebsamt bei der damaligen Deutschen Bundesbahn. So das war mal meine sehr grobe Erklärung.

Gruß von S.B aus BA/WÜ

Hallo,

ich empfehle Dir das Buch Deutsche Eisenbahndirektionen Grundlagen Teil 2 erschienen im VBN-Verlag.
Internetseite des Verlages

Gibts derzeit für 20,00 Euro beim VGB.
Darin wird der Verwaltungsaufbau der DB sehr umfängliche erklärt.

Herzliche Grüße

Alex
Im Bereich Dillenburg gab es bis 1974 das Bundesbahnbetriebsamt Wetzlar, es befand sich laut meinen Infos in dem weißen Gebäude neben
dem Empfangsgebäude.
Viele Grüße
Timo
Hallo,


die Aufgabe der Ämter varierte in den einzelnen Zeiträumen (Ländernbahnen/Reichsbahn bis zum Ende 2.Wk /Bundes-und Reichsbahn nach dem 2.Wk).

Die Betriebsämtern waren in der Hierarchie der Bundesbahn den Dienststellen des Außendienstes:
-Bahnhöfe
-Bahnmeistereien
-Signalmeistereien
-Fernmeldemeistereien
-Hochbaubahnmeisterein

übergeordnet und sorgten für die Koordination zum B. bei der Planung von Bauarbeiten oder Instandhaltungsmaßnahmen.

Dann waren sie für die Überwachung und Kontrolle der richtigen Dienstausübung auf den Dienststellen zuständig.Dafür waren neben dem Amtsvorstand und seinen
Vertreter auch spezielle Betriebsingenieure (BING) dort ansässig, die in Schichtplänen für eine 24/7/365 Kontrolle der Stellwerke,Abzweigstellen,Blockstellen,Schrankenwärter
sorgten.

Desweiteren oblag ihnen die Verapachtung von
-Lagerplätzen
-Räumlichkeiten an oder im Bahnhof (Kiosk,Kneipe usw.)
-Landwirtschaftlichen Flächen

außerdem die Vermietung der Bahneigenen Wohnungen/Häuser an das Bahnpersonal.

Gleisanschlüsse und deren Genehmigung.

Vereinbarung und Überwachung von Kreuzungsmaßnahmen zwischen Dritten und der Eisenbahntrasse ( Stromkabel der EVU zum B.)


Außerdem auch Planungsaufgaben wie
-Personalbedarf zukünftig
-wirstchaftlichkeit des Betriebes

Deswegen waren in der Regel Betriebsämter,Maschinenämter,Verkehrsämter in einem Gebäude zu finden, da viele Dinge übergreifend koordiniert werden mussten.
guten Tag,

im BA wurden die Betra‘en erstellt, analog zu heute über den BBK, damals der BIng die baulichen unsicherheitstechnischen Anforderungen abgeglichen.

Da BA wurde auch Sehamt genannt, weil es im Kontakt zwischen Dst und BD die schriftlichen Dinge nur gesehen hat.

Gruß

Axel Schwarz

Re: Die DB meinte am 1.1.1958....(m1S)

geschrieben von: Zuffenhausen

Datum: 14.07.18 18:18

Hallo,

Dieses Organigramm zeigt eigentlich schon alles.
Eine etwas genauere Erläuterung dazu:
Die Deutsche Bundesbahn war ein Sondervermögen des Bundes mit Behördenstatus
und dreistufigem Aufbau.
Die Obere Bundesbehörde war die Hauptverwaltung.
Darunter die Ebene der Mittelbehörden wie die Bundesbahndirektionen usw.
Diese Mittelbehörden wurden von einem Präsidenten geleitet, der zugleich beamtenrechtlich
Disziplinarvorgesetzter für seinen Bereich war. Für Tarifpersonal hatte er arbeitsrechtliche Vollmachten.
Darunter kamen die unteren Bundesbehörden wie Betriebsämter, Maschinenämter, Verkehrsämter usw.
Diese wurden von einem Amtsvorsteher geleitet. Auch dieser war Disziplinarvorgesetzter für seinen Bereich
und hatte ebenfalls arbeitsrechtliche Vollmachten.
Darunter gab es "nur" nachgeordnete Dienststellen wie Bahnhöfe, Bahnbetriebswerke usw.
Diese hatten als Leiter Stellenvorsteher bzw. Betriebsleiter oder auch Bezirksleiter.
Diese Leiterfunktionen beinhalteten eine rein dienstliche Vorgesetzten-Tätigkeit.
Diese Leiter waren entweder einem Abteilungsleiter des betreffenden Amtes oder direkt dem
Amtsvorsteher im Rang eines Abteilungsleiters unterstellt.
Beamten- und arbeitsrechtlich war immer zunächst die untere Bundesbehörde zuständig,
der die betreffende Dienststelle nachgeordnet war.
Große Stellen mit viel Personal konnte natürlich vor Ort ein Personalbüro zur Abwicklung
der laufenden Personalangelegenheiten zugeordnet gewesen sein.
Auch die gesamte Haushaltsplanung ging von den Ämtern, die die Bedarfe auch bei den Stellen abfragen mussten,
an die Mittelbehörden und von dort weiter an die Hauptverwaltung. Die Mittelverteilung und Zuweisung
erfolgte dann auf dem umgekehrten Weg. Für das Beschaffungswesen, Ermittlung der Personalbedarfe usw. galt ähnliches.
Die Betriebs- u.a. Ämter hatten keinesfalls die Aufgabe eines "Durchlauferhitzers", wie das von vielen, insbesondere nach der
Privatisierung bzw. Umwandlung in eine AG, gern so dargestellt wird.

Viele Grüße
Zuffenhausen

Re: Korrekturen

geschrieben von: V80max1

Datum: 15.07.18 17:15

Hallo,

da muss ich aber mal einiges Korrigieren.

1.Dienstvorgesetze im Sinne der Disziplinarordnung (DV 040) waren
-die Leiter der Hauptdienststellen
-die Bürovorstände (Dezernenten) der Bundesbahndirektionen und der Zentralen Ämter
-die Vorstände der Betriebs/Verkehrs/Maschinen-und Neubauämter
-die Werkdirekoren der Ausbesserungswerke
-die Leiter /Werkdirektoren der Bundesbahn-Versuchsanstalten


2.Selbstständige Hauptdienstellen des Außendienstes
Beispielhaft an einem Bahnhof beschrieben:
Dieser hatte einen Leiter ( je nach Region oft noch mit Bahnhofsvorsteher bezeichnet,offizieller Titel war aber Dienststellenleiter) und je nach der Rangklasse des Bahnhofes einen oder mehrere Vertreter.
Und jetzt kommen wir zur Besonderheit,die Leiter eines Bahnhofes waren immer "Diener" zweier Herren, denn fachlich unterstanden sie sowohl dem Betriebs-als auch dem Verkehrsamt (Später als Generalvertretung bezeichnet).
Die auch gleichzeitig die disziplinarische Aufsicht über den Leiter ausführten.

3.Personalbüro
Jede Hauptdienststelle hatte natürlich auch ein Personalbüro,auch hier wieder abhängig von der Rangklasse des Bahnhofes ab 1 Mann bis hin zu 5.
Wobei bei der niedrigsten Rangklasse der "Personaler" in der Regel nur eine halbe Stelle war und die andere Hälfte der Geräte-und Stoffwart.
Hauptbeschäftigung war übrigens bis Ende der 1970er-Jahre die Lohnabrechnung der Arbeiter-und Angestellten und die Abrechnung der Nebenbezüge der Beamten.

Re: Korrekturen

geschrieben von: alte Bahn

Datum: 16.07.18 13:19

Hallo,
einige Anmerkungen zu "Zuffenhausen":
die Leiter der Betriebsämter, Maschinenämter und Generalvertretungen kannte ich als "Amtsvorstand" und nichts als "Amtsvorsteher".Betriebsleiter war bei der Bundesbahn der Abteilungsleiter III bei der Bundesbahndirektion :

Er darf nicht mit der Bedeutung des "Betriebsleiters" bei der DB AG verwechselt werden."Abteilungsleiter" gab es bei den Bundesbahnämtern nicht. Möglicherweise liegt hier eine Verwechslung mit Bezeichnungen nach Auflösung der Ämter Mitte der 1980er Jahre vor.Bei der Bundesbahn bis 1985/86 gab es die "Abteilungsleiter" nur bei den Bundesbahndirektionen. Sie hatten eine höhere Funktion als die Abteilungsleiter nach Auflösung der Ämter 1985/86 und waren als "Abteilungspräsident" unter dem Direktionspräsident eingestuft.
Abteilung I "Personalabteilung"
Abteilung II "Maschinentechnische Abteilung"
Abteilung III "Betriebsabteilung"
Abteilung IV "Bauabteilung"
Abteilung V "Verkehrsabteilung"
Abteilung VI "Finanz- und Rechtsabteilung

Vermutlich nicht bei allen Bundesbahndirektionen und nur zeitweise gab es eine Abteilung N "Neubauabteilung".

In den Abteilungen der Bundesbahndirektionen gab es nur Dezernenten (Beamte des höheren Dienstes Bundesbahnrat, Bundesbahnoberrat, Bundesbahndirektor und Leitender Bundesbahndirektor) und keine Sachbearbeiter (Beamte des mittleren und gehobenen Dienstes). Im "Geschäftsplan der Bundesbahndirektion" waren die Arbeitsgebiete und Aufteilung auf die Dezernate festgelegt. Die Bürovorstände, Gruppenleiter und Sachbearbeiter (vor 50 Jahren noch als Bürobearbeiter bezeichnet) waren organisatorisch von den Dezernenten getrennt. Als ich vor 38 Jahren neu zu einer Bundesbahndirektion kam, fand ich diese Aufteilung überraschend . Beamte des gehobenen und mittleren Dienstes führten unter Leitung des Bürovorstandes ihre Arbeiten nach dem Arbeitsverteilungsplan aus. Die Sachbearbeiter waren dem Bürovorstand (dies ein Beamter des gehobenen Dienstes). unterstellt.

Bei allen Dienststellen gab es ein Bahnhofsbüro mit Sachbearbeitern. Die Zahl dieser Sachbearbeiter richtete sich nach Zahl des Personals und Bedeutung der Dienststelle.Nach der Neuorganisation 1985/86 änderten sich die Bezeichnungen und Aufgaben. Weil hier nach der Arbeit der Ämter bei der Bundesbahn gefragt wurde, gehe ich auf die andere Organisation nach Auflösung der Ämter und Gründung der Bahn AG nicht ein.

Bei der Eisenbahngeschichte kommt es immer wieder auf den betrachteten Zeitraum an, weil sich die Bezeichnung und Bedeutung der verwendeten Begriffe im Laufe der Zeit änderten.

Gruß Ulrich

Re: Korrekturen

geschrieben von: V80max1

Datum: 16.07.18 16:12

Hallo Ulrich,

ein "Bahnhofsbüro" kann es nur bei einem Bahnhof geben :-)

Bei einer Fahrkartenausgabe natürlich nicht, denn du vergißt wohl, das es ja nicht nur die Haupptdienststelle "Bahnhof" gab,sondern das jede Sparte ihre Hauptdienststellen hatte.
zum B.
-Bahnmeistereien
-Fahleitungsmeistereien

-Fahrkartenausgaben (wie Dortmund Hbf oder Köln zum B.)
-Gepäckabfertigungen
-Güterabfertigungen

gab es als selbstständige Hauptdienststellen mit jeweils eingenem Büro.Dort waren immer Personalsachbearbeiter,Geräte-und Stoffverwalter,Dienstplaner sowie weitere Dp nach Bedarf (wie zum B.Fahrkartenverwalter).

Re: Korrekturen

geschrieben von: alte Bahn

Datum: 16.07.18 16:41

Hallo V80max1,

danke für den Hinweis zum Bahnhofsbüro. Mir ist der Begriff für das Büro der Dienststellen unbekannt, die keine Bahnhöfe sind wie Bahnmeistereien -Fahleitungsmeistereien
-Fahrkartenausgaben, -Gepäckabfertigungen, -Güterabfertigungen, Bw usw.

Gruß Ulrich